Nord-Licht: Über das Wesen dieses Blogs

…der auch „Lichtschwerts Lesestube“ heißen könnte:

Als ich diesen Blog zu Samhain des Jahres 2012 einrichtete, ging es mir unter anderem darum, eine kleine Online-Bibliothek aufzubauen, um Lesern Zugang zu Lektüre zu ermöglichen, die im Buchhandel teils nur mehr schwer oder auch gar nicht mehr zu finden ist.

Denn leider befindet sich die Lesekultur – vor allem das Interesse für Bücher – seit längerem in einem anhaltenden Rückgang, der zur Folge hat, daß das Angebot im Buchhandel immer mehr schrumpft, vor allem von älteren Geschichten, die noch weniger mit Political Correctness, linkskrankem Zeitgeist und NWO -Propaganda verseucht sind. Dadurch werden auch diejenigen, die sehr wohl noch Zeit und Interesse für so etwas hätten, um die Möglichkeit gebracht, diese Sachen im Handel zu finden oder sie überhaupt erst kennenzulernen.

Dies betrifft besonders die Science Fiction, mein Lieblingsgenre. Der Blogger stratomunchkin, der den inzwischen vom Netz genommenen Blog „Nachtalbenbunker“ betrieben hat, führte in einem Blogbeitrag aus, daß der Angebotsschwund speziell in diesem Bereich und überhaupt bei Lektüre, die vorwiegend Jungs und Männer interessiert, auch daran liegt, daß in den Lektoraten der großen Verlage großteils junge Frauen arbeiten, die dann hauptsächlich solche Sachen zur Veröffentlichung auswählen, die ihnen selber gefallen.

Viel von der gegenwärtigen Lesemüdigkeit liegt aber wohl an der stark verringerten Aufmerksamkeitsspanne vor allem bei jüngeren Jahrgängen (denen normale mehrminütige Youtube-Videoclips oft schon zu lang sind, weshalb es einen Trend zu ganz kurzen Clips von etwa 6 bis 10 Sekunden Dauer gibt), und am allgemeinen Zeitstress. Die Ursachen dafür dürften unter anderem die folgenden sein:

– die Reizüberflutung aufgrund des potentiell uferlosen Angebots im Internet;

– der Stress, unter den sich die Nutzer sozialer Medien gegenseitig setzen, indem sie einander unüberlegt Massen großteils belangloser „Messages“ senden, die ihrerseits wieder Antworten erfordern.

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Combatschießen im Winter

Von Dipl.-Ing. Manfred Ertl, ursprünglich erschienen in „Internationales Waffen-Magazin“ 3-1998. (Online-Quelle hier)

Eine bewaffnete Auseinandersetzung im Winter unterscheidet sich nur in wenigen Dingen von ähnlichen Situationen bei mildem Wetter. Diese wenigen Dinge, wie dickere Kleidung, das Tragen von Handschuhen oder die eingeschränkte Motorik mit kalten Fingern können aber einen immensen Einfluß auf den Verlauf und den Ausgang eines Feuergefechtes haben.

Für das gebrauchsmäßige Schießen relevante Meßwerte, wie Ziehzeiten oder Trefferergebnisse, werden normalerweise unter optimalen oder zumindest genormten Umweltbedingungen ermittelt. Dies ist im allgemeinen auch sinnvoll, da die Werte so leichter reproduzierbar sind, bei Veröffentlichungen eine Angabe von vielen Randbedingungen überflüssig ist und man unter immer gleichen Bedingungen den eigenen Trainingsfortschritt besser erkennen kann. Außerdem ist es nur unter gleichen und reproduzierbaren Bedingungen möglich, den Einfluß einzelner Parameter, wie einer bestimmten Holsterform oder Schießtechnik, getrennt zu betrachten und in ihrem Einfluß auf das Gesamtergebnis zu bewerten.

Man darf dabei allerdings nicht aus den Augen verlieren, daß die so ermittelten Werte in der Regel das Maximum dessen darstellen, was man mit einer Waffe, einem Holster oder einer bestimmten Munitionssorte unter günstigsten Bedingungen erzielen kann. Im realen Feuergefecht sind die Randbedingungen für den Schußwaffeneinsatz meist erheblich ungünstiger, als quasi unter Laborbedingungen auf dem Schießstand. Hier reduziert der Einfluß von Streß die Psychomotorik, schlechte Lichtverhältnisse erschweren es, das Ziel zu erfassen und ungünstige räumliche Verhältnisse machen es oft unmöglich, den so intensiv geübten Anschlag korrekt einzunehmen.

Wer es nicht schon in der Ausbildung gelernt hat, sich auf solche Einflüsse einzustellen, und wem nicht bewußt ist, daß die Ergebnisse, die unter realen Bedingungen mit einer Waffe zu erzielen sind, meist deutlich schlechter ausfallen, als die Werte auf dem Schießstand, wird im Feuergefecht damit konfrontiert werden. Überraschungen solcher Art wirken sich aber auf den Ausgang eines Schußwechsels zweifach negativ aus. Zum einen ist man dann in seinen Vorbereitungen und seinem Verhalten auf den Umgang mit den ungünstigen Rahmenbedingungen nicht eingestellt, und zum anderen wirken alle negativen Überraschungen in Extremsituationen streßverstärkend, was zu Unsicherheit führt und letztlich bis zum lähmenden Schock reichen kann. Wer erst in einem Ernstfall feststellt, daß man bei Nacht kaum das Ziel erfassen kann oder daß eine Feuerwaffe auch einmal Störungen haben kann, wird meist keine Gelegenheit mehr haben, um aus dieser Erfahrung zu lernen.

Vorbereitung auf ungünstige Rahmenbedingungen

Ziel eines ernstfallorientierten Trainings im gebrauchsmäßigen Schießen muß es daher immer sein, schon in der Ausbildung mit möglichst vielen ungünstigen Rahmenbedingungen eines Feuergefechts vertraut zu werden und sich in seinem Verhalten darauf einzustellen. Von der Methodik kann man dabei zwischen zwei Arten von negativen Randbedingungen unterscheiden. Die einen, wie z. B. der Einfluß von Kampfstreß, treten mehr oder weniger stark ausgeprägt bei praktisch allen Arten von bewaffneten Konfrontationen auf, die anderen beziehen sich ausschließlich auf ganz besondere Situationen.

Ein typisches Beispiel aus der zweiten Gruppe ist das Schießen unter winterlichen Verhältnissen. Daran läßt sich im übrigen auch sehr gut verdeutlichen, wie wenig in der gängigen Ausbildung von Gebrauchswaffenträgern und in der allgemeinen Diskussion über Waffen und Schießtechnik auf derartige Sonderfälle eingegangen wird, obwohl solche scheinbaren Sonderfälle einen keinesfalls zu vernachlässigen Anteil an der Gesamtzahl aller bewaffneten Konfrontationen ausmachen. Daß in manchen Bereichen Mitteleuropas oder Nordamerikas mindestens ein Viertel des Jahres von winterlichen Verhältnissen geprägt ist, wird in kaum einem Schießkurs oder in kaum einer Publikation über das Verteidigungsschießen zur Kenntnis genommen. Betrachtet man die Bilder in den einschlägigen Veröffentlichungen, gewinnt man eher den Eindruck, alle denkbaren Feuergefechte müssen in Kalifornien, in der Sahara oder auf beheizten Schießständen stattfinden. Darstellungen von Schützen in dicker Winterkleidung oder mit Handschuhen sind ausgesprochen selten.

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Midrash Rabbah Lamentations 2.2.4: Eine jüdische Klage über einen antiken Holocaust

Aus dem Jerusalemer Talmud, übersetzt von Lucifex. Quelle: Midrash Rabbah Lamentations 2.2.4 (auf der Seite Livius.org [„Articles on ancient history”] ).Link gefunden in diesem Artikel von Kevin Alfred Strom auf National Vanguard.

*    *    *

Simon ben Kosiba, mit Zunamen Simon bar Kochba („Sohn des Sterns“) war ein jüdischer Messias. Zwischen 132 und 135 [n. Chr.] war er der Führer des letzten Widerstandes gegen die Römer. Nach dem Ende der katastrophalen Rebellion nannten ihn die Rabbis „Bar Kozeba“, was „Sohn der Lüge“ bedeutet.

Einer der Texte, die sich mit der Revolte von Bar Kochba befassen, ist ein Midrasch (Kommentar zu einem historischen Werk) über Lamentations. Die Übersetzung [ins Englische] wurde von A. Cohen erstellt.

Midrash Rabbah Lamentations 2.2.4

[1] Als Rabbi Aqiba Bar Kozeba erblickte, rief er aus: „Dies ist der Messias-König!“ Rabbi Johanan ben Torta erwiderte: „Aqiba, Gras wird in deinen Wangen wachsen, und er wird noch immer nicht gekommen sein!“ [Dieser berühmte Austausch ist auch im palästinensischen Talmud, Ta’anit 4.5, zu finden.]

[2] Achtzigtausend Trompeter belagerten Bethar, wo Bar Kozeba sich befand, der zweihunderttausend Männer mit einem amputierten Finger bei sich hatte. [Es ist nicht bekannt, was das bedeutet. Wahrscheinlich ist es ein Zeichen der Loyalität.] Die Weisen sandten ihm die Nachricht: „Wie lange wirst du die Männer Israels noch entstellen lassen?“

Er fragte sie: „Wie sonst sollen sie geprüft werden?“

Sie antworteten: „Laß jedem, der keine Zeder aus dem Libanon ausreißen kann, die Aufnahme in dein Heer verweigern.“

Er hatte daraufhin zweihunderttausend Männer von jeder Klasse, und als sie zur Schlacht schritten, riefen sie: „Oh Gott, hilf uns weder, noch entmutige uns!“

Dies steht geschrieben: Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstößest und ziehest nicht aus, Gott, mit unserm Heer? [Psalm 60.12]

Und was pflegte Bar Kozeba zu tun? Er fing die Geschosse der feindlichen Katapulte auf einem seiner Knie auf und schleuderte sie zurück, wobei er viele der Feinde tötete. Deswegen machte Rabbi Aqiba seine Bemerkung. [Die Bemerkung, daß Bar Kozeba die Geschosse der feindlichen Katapulte auf einem seiner Knie auffing und sie zurückschleuderte, bezieht sich vielleicht darauf, daß die Juden römische Katapultgeschosse wiederverwendeten. Dies würde darauf hindeuten, daß die Juden ihre eigene Artillerie zu bauen verstanden.]

[3] Dreieinhalb Jahre lang umzingelte der Kaiser Hadrian Bethar. In der Stadt war Rabbi Eleazar von Mode’ein, [Er wird auch in anderen Texten erwähnt, und Münzen sind gefunden worden, die zeigen, daß er als Hohepriester ausgewählt wurde.] der ständig Sackleinen trug und fastete und täglich betete: „Herr des Universums, sitze nicht heute zu Gericht!“, sodaß Hadrian an Heimkehr dachte. [Eleazars Gebet machte es unmöglich, Bethars Befestigungen einzunehmen.]

Ein Kutäer [ein abwertendes Wort zur Bezeichnung eines Samariters; die Einwohner Samarias durften in den römischen Hilfstruppen dienen] ging [zum Kaiser], fand ihn und sagte: „Mein Herr, solange dieser alte Hahn sich in Asche wälzt, werdet Ihr die Stadt nicht erobern. Aber wartet auf mich, denn ich werde etwas tun, das Euch ermöglicht, sie heute zu unterwerfen.“

Er ging sofort durch das Stadttor, wo er Rabbi Eleazar fand, der dort stand und betete. Er tat so, als würde er Rabbi Eleazar von Mode’in ins Ohr flüstern. Leute gingen zu Bar Kozeba und informierten ihn: „Dein Freund, Rabbi Eleazar, möchte Hadrian die Stadt übergeben.“

Er ließ den Kutäer zu sich bringen und fragte: „Was hast du zu ihm gesagt?“

Er antwortete: „Wenn ich es dir sage, wird der Kaiser mich töten, und wenn ich es dir nicht sage, wirst du mich töten. Es ist besser, wenn ich mich selbst töte und die Geheimnisse der Regierung nicht preisgegeben werden.“

Bar Kozeba war überzeugt, daß Rabbi Eleazar die Stadt übergeben wollte, daher ließ er diesen, nachdem er sein Gebet beendet hatte, zu sich bringen und fragte ihn: „Was hat dir der Kutäer gesagt?“

Er antwortete: „Ich weiß nicht, was er mir ins Ohr flüsterte, noch habe ich irgendetwas gehört, denn ich stand im Gebet da und weiß nicht, was er sagte.“

Bar Kozeba geriet in Zorn, trat ihn mit seinem Fuß und tötete ihn. Eine himmlische Stimme ertönte und verkündete: „O unnütze Hirten, die die Herde verlassen! Das Schwert komme auf ihren Arm und auf ihr rechtes Auge!“ [Sacharja 11.17]

Es wurde ihm mitgeteilt: „Du hast den Arm Israels gelähmt und sein rechtes Auge geblendet, daher soll dein Arm verdorren und dein rechtes Auge dunkel werden!“

Sogleich führten die Sünden [des Volkes] dazu, daß Bethar eingenommen wurde. Bar Kozeba wurde erschlagen und sein Kopf zu Hadrian gebracht. Er fragte: „Wer tötete ihn?“

Ein Kutäer sagte zu ihm: „Ich tötete ihn.“

„Bringe mir seine Leiche“, befahl er.

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Ähnlichkeiten zwischen dem Haiti des Fin de siècle und dem modernen amerikanischen Schwarzenghetto (Teil 2)

Von James Dunphy, übersetzt von Lucifex. Das Original Similarities between Fin de Siècle Haiti & the Modern American Black Ghetto, Part 2 erschien am 22. November 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Teil 2 von 2 (Teil 1 hier)

Verwahrlosung

Als Prichard in Port-au-Prince landete, bemerkte er auffallende Mengen von Unrat. Die Stadt hatte

…ihre Fundamente buchstäblich auf Verwesung errichtet… Ein offener Abflußgraben, der seine Mission klar mitteilte, und Müll aller unbeschreiblichen Arten lag mehrere Zoll dick auf der Straße… Keine Anstrengungen werden für Kanalisation unternommen; die Straßenabflußgräben mit all ihren Verunreinigungen fließen hinunter und helfen den Hafen zu füllen (S. 33).

Zuweilen konnte das Ausmaß der Verwahrlosung komisch sein:

Schweine und Ziegen mit zusammengebundenen Beinen erheben ihre Stimme im Protest, während sie in der Sonne liegen. Ein Schwein hat sich zu einem benachbarten Abflußgraben hingezappelt und trinkt die dicke Flüssigkeit (S. 37).

Der Vorfall mit dem unbeobachteten Schwein, das aus dem Abwasserkanal trinkt, erinnert mich an einen Fall, wo ich durch einen Ghettopark ging. Leider war dieser Vorfall jedoch nicht so komisch. Mobile Toiletten befanden sich zu meiner Rechten und eine Ansammlung großteils schwarzer Familien zu meiner Linken, die sich um große Plastikrutschen, ein Karussell und andere Spielplatzeinrichtungen scharten. Ein kleines Mädchen, das nicht älter als drei Jahre war, kreuzte meinen Weg und ging auf eine der Mobiltoiletten zu. Als sie die Tür öffnete, war mir danach, sie anzuschreien, sie solle warten, bis ich eine der Mütter dazu bringen konnte, mit ihr hineinzugehen und sie vor all den unhygienischen Schrecken zu schützen, die sie drinnen zweifellos erwarteten. Ich überlegte es mir aber anders, weil ich der zuschauenden Negermatriarchin nicht zutraute zu verstehen, daß ich ihr Kind zu schützen versuchte. Sie hätte meine Warnung vielleicht als Belästigung interpretiert. Nachdem die Tür der Mobiltoilette hinter dem kleinen Mädchen zufiel, dachte ich darüber nach, die Matriarchin darum zu ersuchen, hineinzugehen und ihr zu helfen, aber ich fürchtete, sie würde sich darüber beschweren, daß ich den Mumm hatte, ihr zu sagen, wie sie ihr „chile“ großziehen solle, daher entschuldigte ich dieses „Gottesurteil“ einigermaßen kalt als Teil einer r-selektierten Wellenlänge der Existenz.

Allgemeine Baufälligkeit

Prichard findet dasselbe Maß von Verfall in Haitis fernem Innerem. Es kann am besten mit der folgenden Aussage zusammengefaßt werden:

Wir kamen nach einer Weile zu einer Brücke, und mein Führer sagte: „Wenn Sie eine Brücke sehen, umgehen Sie sie.“ Später entdeckte ich, daß dies ein nationales Sprichwort war (S. 20).

Ein lockerer Spaziergang durch ein schwarzes Ghetto (falls man es schafft, unter solchen Umständen locker zu sein) enthüllt, daß zahllose Häuser abblätternde Farbe, verrottete Fensterläden und bröckelnden Zement haben. Wie die Straßen im Port-au-Prince des fin de siècle ist der Müll überall. Er hat beinahe eine quirlige Eigenschaft, wie luftige Pollen, die an einem Frühlingstag mit dem Wind verweht werden. Zumindest beginnt es so zu erscheinen, nachdem der anfängliche Schock darüber sich legt. Sollte jemand die Gelegenheit haben, ein typisches Gebäude zu betreten, das Schwarzen gehört, so erwarten ihn undichte Wasserhähne, nicht schließbare Türen, zerbrochene Geländer und allgemeine Baufälligkeit.

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Ähnlichkeiten zwischen dem Haiti des Fin de Siècle und dem modernen amerikanischen Schwarzenghetto (Teil 1)

Von James Dunphy, übersetzt von Lucifex. Das Original Similarities between Fin de Siècle Haiti & the Modern American Black Ghetto erschien am 16. November 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Teil 1 von 2

Einführung

Was sind die Kennzeichen einer typischen schwarzen Gesellschaft? Schmutz, Verfall, Unordnung, Grausamkeit, Furcht, ohrenbetäubender Lärm, „fronting“ [etwa: „Fassaden errichten“, Angeberei; d. Ü.] „kangz“-Mythen, ein schockierender Mangel an Verantwortungsbewußtsein, „white man’s burden“ und ein kleiner Anteil an leidenden rassischen Ausreißern. Woher wissen wir dies? Eine Untersuchung zweier schwarzer Gesellschaften aus unterschiedlichen Örtlichkeiten und Zeiten liefert die Antwort.

Der Reisebericht Where Black Rules White des britischen Abenteurers Hesketh Prichard malt ein Bild von Haiti zur Zeit des fin de siècle [der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert; d. Ü.], das den Bedingungen in einem modernen amerikanischen Ghetto ähnelt. Das Schreckgespenst des „systemischen Rassismus“ war im alten Haiti nichtexistent, weil es auf der Insel seit fast einem Jahrhundert keine Weißen gegeben hatte. Was immer das alte Haiti an Problemen mit einem amerikanischen Ghetto gemeinsam hat, stammt daher aus einer anderen Quelle. Ich glaube, diese Quelle ist eine gemeinsame westafrikanische Vererbung, d. h., beide Gruppen haben eine ähnliche rassendefinierende Mischung von Genen, die einen ähnlichen psychologischen Gesamttyp hervorbringen. (Zugegeben, die beiden Gruppen sind genetisch nicht genau gleich. US-Schwarze sind im Durchschnitt zu 78 % afrikanischer Abstammung und Haitianer zu 95 % [1], aber meiner Meinung nach liegen sie nahe genug beisammen.)

Durch den Vergleich von Beispielen aus Heskeths Werk mit meiner Erfahrung im modernen afrikanischen Schwarzenghetto können wir eine Vorstellung davon bekommen, wie eine universale schwarze Gesellschaft aussieht.

„We wuz Kangz“

Prichard erzählt von seiner Konversation mit drei „Generälen“ genannt der rosa General, der blaue General und der grüne General, die auf dem Umschlag erscheinen, den Alex Kurtagić für Wermod & Wermods 2012er Ausgabe dieses Buches illustriert hat. Prichard gibt ihnen diese Namen wegen der verschiedenfarbigen Uniformen, die sie tragen. Die Uniformen der Armee waren nicht einheitlich. Sie stammten aus verschiedenen Zeiten, wobei manche davon alt und zerlumpt waren. Dasselbe galt auch für ihre Waffen.

Die Generäle schätzen Prichard als Amerikaner ein, ohne die Notwendigkeit zu empfinden, ihn dazu zu konsultieren. Er berichtigt sie höflich und erklärt, er sei Brite. Der blaue General antwortet, indem er seine Unterstützung für seine schwarzen Brüder – die Buren – gegen die Briten in Afrika bekennt. Als Prichard darauf hinweist, daß die Buren weiß sind, beharrt der General darauf, daß sie schwarz sind, denn ihm zufolge seien alle Menschen in Afrika, die keine Briten sind, schwarz. (Prichard merkt an, daß der Blaue General der Ex-Kriegsminister ist, eine hochrangige Position.)

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Agobard von Lyon und die Ursprünge der feindlichen Elite

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Agobard of Lyon and The Origins of the Hostile Elite erschien am 2. November 2017 auf The Occidental Observer. (Link zum Sebastian-Kurz-Zitat am Schluß vom Übersetzer eingefügt.)

Als Teil der Einführung zu meinem in Kürze erscheinenden Essay-Sammelband Talmud and Taboo habe ich eine Übersicht über entscheidende Entwicklungen in der historischen Beziehung zwischen Juden und Europäern eingefügt. Im Laufe dieser Übersicht hebe ich die historische Unterdrückung europäischer Reaktionen auf jüdisches Gruppenverhalten hervor, ein wichtiger und beständiger Aspekt jüdisch-europäischer Interaktionen. Diese Unterdrückung, dieses Tabu, als Ding an sich, wird tendenziell weniger erforscht und verstanden, verglichen mit der Aufmerksamkeit, die offenkundigeren Manifestationen des jüdischen Einflusses gewidmet wird (z. B. durchsetzungskräftiges Handeln bei der Beeinflussung der Einwanderungskontrolle), aber ihre Betrachtung ist entscheidend für ein vollständiges Verständnis von Juden als eine feindliche Elite. Eine funktionierende theoretische Definition dessen, was mit „Juden als feindliche Elite“ gemeint ist, ist natürlich ebenfalls notwendig und wird hier nicht nur als die Bedeutung angenommen, daß Juden historisch gegen die Interessen der europäischen Massen standen bzw. diesen feindlich gewesen sind, sondern auch, daß Juden direkten Zugang zu politischer Macht oder bedeutenden Einfluß auf europäische Eliten, die welche besaßen, gehabt haben. Während ich die Einführung zu Talmud and Taboo schrieb, befaßte ich mich vorrangig mit den Ursprüngen des jüdischen Erwerbs dieser Macht oder dieses Einflusses in Europa, mit der Art ihres Ausdrucks und mit ihrer Evolution im Laufe von Jahrhunderten. Aufgrund von Platzbeschränkungen in der Einführung zu Talmud and Taboo möchte ich hier die Gelegenheit ergreifen, auf ein solches Beispiel näher einzugehen.

Bis dato ist unser bestes Verständnis moderner jüdischer politischer Strategien im Kontext des „Tabus“ in Kapitel 6 von Kevin MacDonalds Separation and Its Discontents: Toward an Evolutionary Theory of Anti-Semitism mit dem Titel Jewish Strategies for Combatting Anti-Semitism zu finden. Ein Abschnitt befaßt sich mit „Politischen Strategien zur Minimierung des Antisemitismus“. MacDonald merkt an, daß Juden flexible Strategen in der politischen Arena gewesen sind, unterstützt durch einen IQ, der beträchtlich über dem kaukasischen Mittel liegt, und argumentiert, daß die Grundlagen für den jüdischen Einfluß Reichtum, Bildung und gesellschaftlicher Status gewesen sind.[1] Heute setzen Juden diesen Einfluß ein, um eine negative Diskussion über ihre Gruppe zu unterdrücken, und zeitweise zur Unterdrückung überhaupt jeglicher Diskussion über Juden. MacDonald zeigt auf, daß dies normalerweise mittels umfangreicher gemeinschaftlicher Unterstützung für „Selbstverteidigungskomitees“ getan wird, die ein Merkmal jeder Diaspora-Population sind. Diese Komitees betreiben immer Lobbyarbeit bei Regierungen, nützen und beeinflussen Rechtssysteme, produzieren pro-jüdische und pro-multikulturelle Propaganda und finanzieren pro-jüdische Kandidaten oder Initiativen. Eine weitere ihrer lebenswichtigen Funktionen ist es gewesen, „Antisemiten“ zu überwachen und aufzudecken und Rechtssysteme zu benutzen, um individuelle Bestrafungen zu verlangen, womit sie ein Exempel an Individuen statuieren und dadurch eine abschreckende Atmosphäre für den Rest der Bevölkerung erzeugen.

Es erübrigt sich fast zu sagen, daß Juden in der Neuzeit sehr erfolgreich darin gewesen sind, Antisemitismus zu einem anrüchigen und widerwärtigen Unterfangen zu machen. Vielleicht mehr als jedes andere Beschämungsmittel können Vorwürfe wegen Antisemitismus sozial und beruflich verheerend sein. Akademische Studien, die argumentieren, daß Antisemitismus eine rationale und verständliche Grundlage hat, wie MacDonalds Werk, werden in einer unaufhörlichen Bemühung zur Aufrechterhaltung der jüdischen Kontrolle über Narrative betreffend ihre Gruppe und zur Abwendung von Feindlichkeit ihr gegenüber überwacht und aus dem wissenschaftlichen Diskurs ausgeschlossen. Eine grundlegende Idee, die die Schaffung dieses modernsten Tabus untermauert, ist, daß Antisemitismus ein persönlicher Makel ist, der auf eine psychiatrische Störung hindeutet und eine soziale Verirrung ist, wie von den Schriften der  Frankfurter Schule für Sozialforschung verkörpert. Trotzdem sie eine fast monolithische Position im öffentlichen Denken der meisten europäischen Populationen erlangt haben, ist es besonders bemerkenswert, daß solche Konzeptionalisierungen des Antisemitismus als irrationale und unerklärliche Form von psychosozialer Krankheit extrem jungen Datums sind und erst in den letzten sechzig Jahren von einer Gruppe jüdischer Intellektueller entwickelt wurden – besonders von jenen am Nexus von Psychoanalyse und Frankfurter Schule.

Diese Umdeutung des europäischen Verständnisses des Antisemitismus ist nicht nur am jüdischen Einfluß in der akademischen Welt, in den Medien und in der Entwicklung der Gesellschaftspolitik gelegen, sondern auch an einer allgemeinen Unwissenheit unter Europäern über die historischen Erfahrungen ihrer Vorfahren. Europäer können mit der Frage des jüdischen Einflusses nicht klarkommen, indem sie rein dessen zeitgenössische Manifestationen konfrontieren – sie müssen sich mit den Erfahrungen ihrer Vorfahren befassen und verstehen, wie und warum sie Juden als feindliche Elite betrachteten.

All diese Betrachtungen führten mich zu einer Frage: wann und wie hat diese „feindliche Elite“ begonnen? Obwohl jüdischer Einfluß während des Bestehens des Römischen Reiches bemerkt wurde, schloß ich diesen Zeitraum aus einer Anzahl von Gründen aus meinen Überlegungen aus. Der erste war, daß ich eine enge zusammenhangliche Nähe zu gegenwärtigen Bedingungen wollte; in anderen Worten, als absolutes Minimum hielt ich es für notwendig, daß ich ein frühes Beispiel für jüdischen Einfluß finden sollte, das dennoch genug Merkmale der modernen Erfahrung widerspiegelt, um im Vergleich in breitem Sinne gültig zu sein. Trotz einer Ausbreitung von Auslandsjudengemeinden während des Römischen Reiches, oder zumindest bis zur Plünderung Jerusalems durch Titus 70 n. Chr., konnten Juden als vorwiegend nationales Volk statt als Diaspora betrachtet werden. Man könnte somit argumentieren, daß die Beziehungen zwischen dem Römischen Reich und jüdischen Populationen auf einer gewissen Ebene im Rahmen der traditionellen Diplomatie und Machtbeziehungen verstanden werden könnten.

Erst nach Roms Zerstörung des Zweiten Jüdischen Gemeinwesens im Ersten Jahrhundert führte die Exilperiode bedeutend neuartige Formen jüdischer politischer Aktivität herbei. Diese politischen Aktivitäten wurden auch einheitlich, wobei Amichai Cohen und Stuart Cohen über die neue Diaspora bemerken: „Ungeachtet Variationen, die von großen Unterschieden der Örtlichkeit und Situation diktiert wurden, entwickelten und verfeinerten alle jüdischen Gemeinschaften eine bemerkenswert ähnliche Reihe breiter [politischer] Strategien.“[2] Der zweite Grund hängt mit dem ersten in dem Sinne zusammen, daß diese jüdischen politischen Strategien in einem breiten geographischen Gebiet Europas präsent sein mußten. Diese Breite der geographischen Verteilung und die nachfolgende Ausweitung der jüdischen Interaktionen mit europäischen Populationen fanden erst nach dem Fall des Römischen Reiches statt. Ein dritter und letzter Grund für die Weglassung des Zeitraums des Römischen Reiches war, daß meine Vorbedingung der engen zusammenhanglichen Nähe erforderte, daß die Nationalstaaten von heute, zumindest in ihrer prototypischen Form, in breitem Sinne erkennbar sein sollten. Und schließlich sind die Juden des westgotischen Spanien, wenngleich reich, mächtig und unglaublich feindselig, unberücksichtigt geblieben, weil es ihnen nicht gelungen war, eine Beziehung zu den westgotischen Eliten herzustellen. Dies hat in höchst beachtenswerter Weise dazu geführt, daß die Juden eine Austausch-Elite unterstützt hatten – moslemische Invasoren.[3]

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White Man’s Burden

Von Ari Shavit, übersetzt von Deep Roots Das Original White Man’s Burden erschien am 4. März 2003 in der Online-Ausgabe der israelischen Zeitung Haaretz. (Übersetzung hier gefunden)

 

Der Krieg im Irak wurde von 25 neokonservativen Intellektuellen ersonnen, die meisten davon Juden, die Präsident Bush dazu drängten, den Lauf der Geschichte zu verändern. Zwei von ihnen, die Journalisten William Kristol und Charles Krauthammer, sagen, daß dies möglich ist. Aber ein weiterer Journalist, Thomas Friedman (nicht Teil der Gruppe) ist skeptisch.

  1. Die Doktrin:

WASHINGTON – Am Ende seiner zweiten Woche sah der Krieg zur Befreiung des Irak nicht gut aus. Nicht einmal in Washington. Die Annahme eines schnellen Zusammenbruchs des Regimes von Saddam Hussein war selber zusammengebrochen. Die Vorannahme, daß die irakische Diktatur zerbröseln würde, sobald das mächtige Amerika ins Land eindrang, stellte sich als unbegründet heraus. Die Schiiten erhoben sich nicht, die Sunnis kämpften heftig. Die irakische Guerrillakriegführung fand die amerikanischen Generäle unvorbereitet vor und gefährdete ihre überdehnten Nachschublinien. Dennoch unterstützten 70 % des amerikanischen Volkes weiterhin den Krieg; 60 % dachten, daß der Sieg sicher war; 74 % drückten Vertrauen in Präsident George W. Bush aus.

Washington ist eine kleine Stadt. Es ist ein Ort mit menschlichen Dimensionen. Eine Art Kleinstadt, die zufällig ein Imperium führt. Eine Kleinstadt aus Regierungsbeamten und Kongressmitgliedern, aus Personal von Forschungsinstituten und aus Journalisten, die einander alle recht gut kennen. Jeder intrigiert fleißig gegen alle anderen; und jeder tratscht über alle anderen.

Im Laufe des vergangenen Jahres ist ein neuer Glaube in der Stadt entstanden: der Glaube an den Krieg gegen den Irak. Dieser inbrünstige Glaube wurde von einer kleinen Gruppe von 25 oder 30 Neokonservativen verbreitet, fast alle von ihnen Juden, fast alle von ihnen Intellektuelle (eine auszugsweise Liste: Richard Perle, Paul Wolfowitz, Douglas Feith, William Kristol, Eliot Abrams, Charles Krauthammer), Leute, die miteinander befreundet sind und einander fördern und die davon überzeugt sind, daß politische Ideen eine bedeutende Triebkraft der Geschichte sind. Sie glauben, daß die richtige politische Idee eine Fusion von Moral und Macht, von Menschenrechten und Entschlossenheit mit sich bringt. Die philosophische Untermauerung der Washingtoner Neokonservativen sind die Schriften von Machiavelli, Hobbes und Edmund Burke. Sie bewundern auch Winston Churchill und die von Ronald Reagan verfolgte Politik. Sie tendieren dazu, die Realität in Begriffen des Scheiterns der 1930er (München) versus den Erfolg der 1980er (dem Fall der Berliner Mauere) zu lesen.

Irren sie sich? Haben sie einen Akt der Torheit begangen, indem sie Washington nach Bagdad führten? Sie glauben das nicht. Sie klammern sich weiter an ihren Glauben. Sie tun immer noch so, als sei alles mehr oder weniger in Ordnung. Daß alles klappen wird. Gelegentlich scheinen sie jedoch in kalten Schweiß auszubrechen. Dies ist nicht länger eine akademische Übung, sagt einer von ihnen, wir sind verantwortlich für das, was passiert. Die Ideen, die wir vorgebracht haben, wirken sich jetzt auf das Leben von Millionen Menschen aus. Es gibt also Momente, wo man Angst hat. Man sagt: „Zur Hölle, wir sind gekommen, um zu helfen, aber vielleicht haben wir einen Fehler gemacht.”

  1. William Kristol:

Bill Kristol

Hat Amerika mehr in den Mund genommen, als es kauen kann? Bill Kristol sagt, nein. Sicher, die Presse ist sehr negativ, aber wenn man die Fakten vor Ort untersucht, sieht man, daß es keinen Terrorismus gibt, keine Massenvernichtung, keine Angriffe gegen Israel. Die Ölfelder im Süden sind gerettet worden, die Kontrolle über den Luftraum ist erreicht worden, amerikanische Truppen stehen 50 Meilen vor Bagdad. Selbst wenn also hier und da Fehler gemacht wurden, sind sie nicht schwerwiegend. Amerika ist groß genug, um damit fertig zu werden. Kristol hat nicht den leisesten Zweifel, daß General Tommy Franks schließlich seine Ziele erreichen wird. Die 4th Cavalry Division wird sich dem Kampfgetümmel bald anschließen, und eine weitere Division ist aus Texas unterwegs. Es ist also möglich, daß es statt eines eleganten Krieges mit 60 Getöteten in zwei Wochen eine weniger elegante Angelegenheit mit tausend Getöteten in zwei Monaten werden wird, aber dennoch hat Bill Kristol überhaupt keinen Zweifel, daß der Krieg zur Befreiung des Irak ein gerechter Krieg ist, ein obligatorischer Krieg.

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Thomas Friedman, der Einwanderungsfanatiker

Thomas Friedman

Ein Artikel von Dennis Mangan, dessen Original am 21. März 2010 bei „Mangan’s Adventures in Reaction“ erschienen ist (mit interessanten Kommentaren von Fjordman!):

http://mangans.blogspot.com/2010/03/thomas-friedman-immigration-fanatic.html

Der prominente NYT-Kolumnist Thomas Friedman schreibt eine Lobrede auf den Rassenaustausch: America’s Real Dream Team. Fast jedes Klischee und jede Platitüde pro-Einwanderung hat hier einen Auftritt, zusammen mit seiner Imitation eines enthusiastischen Hündchens, das sich praktisch naßmacht vor Begeisterung darüber, wie klug die Einwanderer und ihre Kinder im Vergleich mit uns hoffnungslosen Rednecks sind:

O.K. All diese jungen Leute sind amerikanische High-School-Schüler. Sie stellten die Mehrheit der 40 Finalisten bei der Intel Science Talent Search 2010,die über einen nationalen Wettbewerb die besten High-School-Schüler in Mathematik und Wissenschaften in Amerika ermittelt und auszeichnet, basierend auf ihren Lösungen wissenschaftlicher Probleme. Das Preisverleihungsdinner fand am Dienstag statt, und wie man aus der obigen Liste ersehen kann, stammen die meisten Finalisten aus Einwandererfamilien, großteils aus Asien.

In der Tat, wenn Sie noch immer nicht von den Vorteilen der Einwanderung überzeugt sind, kommen Sie einfach zu den Finalbewerben des Intel-Science-Bewerbs. Ich bin ein fanatischer Befürworter der Einwanderung. Ich denke, daß die Erhaltung eines ständigen Zustroms legaler Einwanderer in unser Land — ob sie nun einen blauen Kragen tragen oder Labormäntel — der Schlüssel dafür ist, unseren Vorsprung vor China zu bewahren. Denn wenn man all diese energischen, ehrgeizigen Leute mit einem demokratischen System und freien Märkten mischt, dann passiert etwas Magisches. Wenn wir hoffen, diese Magie zu bewahren, dann brauchen wir eine Einwanderungsreform, die garantiert, daß wir immer, in geordneter Weise, die erste Wahl unter den Ehrgeizigen und Intellektuellen der Welt anziehen werden.

Friedman kann sich kaum im Zaum halten wegen seiner Entdeckung, daß so wenige angelsächsische Namen unter den Geehrten der Intel Science Talent Search sind. Bequemerweise übersieht er auch die Tatsache, daß die Gruppe, deren Mitglieder in den letzten paar Jahrzehnten die große Mehrheit der Einwanderer ausgemacht haben – die Hispanics – auch niemanden unter den Geehrten haben. Eine kleine Fliege in Friedmans Suppe: der Gewinner scheint ein “weißer Nicht-Hispanic” zu sein, wie man uns jetzt nennt.

Für Friedman und seinesgleichen reduziert sich alles auf “Konkurrenzfähigkeit”, und die Notwendigkeit, immer mehr Menschen zu importieren, ist „der Schlüssel dazu, unseren Vorsprung vor China zu bewahren.“ Ich frage mich, ob er jemals darüber nachgedacht hat, daß die Vereinigten Staaten während ihrer ganzen Existenz immer “China voraus” waren und daß es erst in den letzten Jahren ein entferntes Risiko gegeben hat, daß wir zurückfallen könnten. Ganz klar hat während der letzten Generation oder so irgendetwas von unseren politischen Maßnahmen und Praktiken genug Verfall der amerikanischen Stärke verursacht, daß wir uns jetzt darum sorgen müssen, von China überholt zu werden. Diese politischen Maßnahmen und Praktiken sind jene, von denen Friedman am begeistertsten ist: Einwanderung, Invasion und Insolvenz.

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Beihilfe zum Selbstmord

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Assisted Suicide” erschien am 18. Juni 2010 bei „Gates of Vienna”.

Thomas Friedman von The New York Times glaubt, daß der Grund für die islamische Radikalisierung der Türkei der ist, daß das Land noch keinen vollen Beitritt zur Europäischen Union errungen hat. In anderen Worten, er tadelt die Europäer dafür, daß sie nicht weiteren über 70 Millionen Moslems freien Zutritt zu ihren Ländern gewähren.

Mr. Friedman wird verbreitet als „Experte über den Nahen Osten” zitiert, trotz der Tatsache, daß die meisten der Behauptungen, die er im Laufe des letzten Jahrzehnts über die Region gemacht hat, nachweislich falsch gewesen sind.

Noch 2005 war Adolf Hitlers Mein Kampf an der Spitze der Bestsellerliste in der Türkei, übertroffen nur von einem Buch über einen türkischen Nationalhelden, der eine Atombombe in Washington D.C zündet, der Hauptstadt ihres NATO-„Verbündeten” USA. Und doch ist Mr. Friedman, ein amerikanischer Jude, darüber überhaupt nicht besorgt. Seine Hauptsorge ist, daß die Europäer gemein sind, weil sie nicht schnell genug kulturellen Selbstmord begehen.

Brief aus Istanbul: [Anm. d. Ü.: Zitat aus dem Artikel von Friedman]
Eine Reihe von Vakua, die in den letzten paar Jahren in der und um die Türkei entstanden sind, haben die islamistische Regierung der Türkei – geführt von Premierminister Recep Tayyip Erdogans Gerechtigkeits- und Fortschrittspartei – von ihrem Balancepunkt zwischen Ost und West weggezogen. Dies könnte enorme Implikationen haben. Die ausgleichende Rolle der Türkei ist einer der wichtigsten, stillen Stabilisatoren in der Weltpolitik gewesen. Man bemerkt es erst, wenn es nicht mehr da ist. In Istanbul zu sein, überzeugt mich davon, daß wir auf der Verliererstraße sein könnten, falls all diese Vakua auf die falsche Weise gefüllt werden.

Das erste Vakuum beschert uns die Europäische Union. Nach einem Jahrzehnt, in dem man den Türken gesagt hatte, daß sie ihre Gesetze, Wirtschaft, Minderheitenrechte und Beziehungen zwischen Zivilgesellschaft und Militär reformieren müßten, wenn sie die EU-Mitgliedschaft wollten – was die Regierung Erdogan systematisch getan hat –  hat die EU-Führung der Türkei nun gesagt: “Oh, Sie meinen, das hat Ihnen niemand gesagt? Wir sind ein Christenclub. Kein Zutritt für Moslems.” Die Zurückweisung der Türkei durch die EU, ein sehr schlechter Zug, ist ein Schlüsselfaktor dabei gewesen, die Türkei zu einer Annäherung an den Iran und die arabische Welt zu veranlassen.

Kommentare aus dem Originalstrang bei Gates of Vienna:

bewick:

Vor vielen Jahren habe ich türkische Zyprioten in London gesehen. Sie waren so ziemlich alle kriminell, auch wenn sie keinen Islam abgesondert haben. Jetzt würden sie das sicherlich tun.
Ich denke, Deutschland leidet besonders unter den Türken.
Friedman scheint nicht zu begreifen, daß eine EU-Mitgliedschaft die Fäulnis in der Türkei nicht stoppen wird. Er wird der EU nur weitere 70 Millionen potentielle Wohlfahrtsparasiten bescheren.
Unterm Strich: Wir brauchen sie nicht, also verpiss dich.

Gray Falcon:

„Seine Hauptsorge ist, daß die Europäer gemein sind, weil sie nicht schnell genug kulturellen Selbstmord begehen.“

Richtig, das klingt nach Friedman.

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Verteidigungsschießen: Konfrontationen auf extrem kurze Entfernungen

Von Dipl.-Ing. Manfred Ertl, aus „Internationales Waffen-Magazin“ 6/7-1997. Online-Quelle hier.

Konfrontationen auf extrem kurze Entfernungen stellen eine besondere Herausforderung beim Einsatz der Gebrauchswaffe dar. Dem muß durch entsprechende Techniken Rechnung getragen werden. Die Möglichkeit, körperliche Angriffe abwehren zu können, die eigene Waffe dem gegnerischen Zugriff zu entziehen, der Umgang mit extrem kurzen Reaktionszeiten und die optimale Nutzung von Deckungen sind dafür entscheidend.

Schußwechsel auf extrem kurze Entfernungen gehören zu den gefährlichsten Situationen, die in einer bewaffneten Konfrontation auftreten können. Unter extrem kurzen Entfernungen versteht man Distanzen, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die Beteiligten sich entweder bereits berühren können oder es einem der Kontrahenten möglich ist, einen solchen Abstand durch einen einzigen Schritt herzustellen.

In solchen Situationen besteht vor allem die Gefahr, daß es zur unmittelbaren körperlichen Auseinandersetzung kommt, deren Ausgang kaum vorhersehbar ist. Haben die Kontrahenten erst einmal Körperkontakt hergestellt, kann es leicht passieren, daß sich aus einer ergriffenen und festgehaltenen Waffe ein Schuß löst, der in seiner Richtung schwer beeinflußt werden kann. Außerdem besteht immer die Gefahr, daß einem die eigene Waffe vom Gegner entrissen und man dann selbst mit ihr bedroht wird.

Andere Problembereiche dieses Konfrontationstyps liegen daran, daß die verbleibenden Reaktionszeiten extrem kurz werden und daß man auf Grund des geringen Abstands zum Gegner häufig keine Gelegenheit mehr hat, einen Standardanschlag mit der Waffe einzunehmen. In ernstzunehmenden Combatkursen wird daher die Grundregel, solche Situationen zu vermeiden, und die Vorgehensweisen, wie man das tut, zum taktischen Standardrepertoire gehören. Häufig ist eine solche Regel zwar anders formuliert, wie z. B. „Maximiere die Entfernung zum Gegner und minimiere deine sichtbare Treff-Fläche“, im Grunde sagt ein solcher Verhaltensgrundsatz nichts anderes als „vermeide Konfrontationen auf extrem kurze Entfernungen.“

Im IWM-Spezialheft „Verteidigungsschießen II“ haben wir diese Problematik an verschiedenen Stellen unter den taktischen Grundprinzipien behandelt. Die Wahl der Bewegungslinie bei der weiten Kurventechnik, eine zweckmäßige Deckungswahl vor der eigentlichen Konfrontation oder die Maßnahmen zur Verhinderung der Unterschreitung der kritischen Entfernung durch den Gegner sind Beispiele dafür.

Wenn man diese Regeln konsequent anwendet, wird man in vielen Fällen das Eintreten einer Situation, in der man sich plötzlich mit einem Gegner auf eine Entfernung von ein bis zwei Metern konfrontiert sieht, vermeiden können. Aber es gibt auch Situationen, in denen man es nicht vermeiden kann.

Dabei sollen hier die Situationen, in denen man von einem Angriff auf kurze Entfernung überrascht wird, nicht im Mittelpunkt stehen, da diese Problematik schon an anderer Stelle behandelt wurde. Selbst wenn man die Waffe bereits gezogen hat und sich in einer laufenden Konfrontation befindet, kann man es doch nicht immer vermeiden, daß zumindest die Gefahr besteht, daß man mit dem Gegner auf Tuchfühlung gerät. Vor allem beim Vorgehen innerhalb von Gebäuden oder unter anderen räumlich beengten Verhältnissen muß man sich oft Hindernissen, Ecken, Türen und anderen Objekten annähern, hinter denen sich ein Gegner verbergen und dann überraschend auftauchen kann. In solchen Situationen kommt es darauf an, Techniken und Taktiken anzuwenden, die das eigene Risiko möglichst gering halten.

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„Aye“ oder „Nay“? Town Meetings in Strafford

Auf dem Pult liegen Anträge, Bilanzen und Berichte – und der Hammer für die Verkündigung der Beschlüsse. Die Holzbänke im Saal der Stadthalle von Strafford sind bereits gut besetzt. Die Versammlungsteilnehmer erwartet eine umfangreiche Tagesordnung.

Von Gerhard Waldherr, ursprünglich erschienen in „National Geographic“, Collector’s Edition No. 10 „Neuengland“. (Online-Quelle hier)

„Aye“ oder „Nay“?

Einmal im Jahr stimmen die Einwohner von Strafford bei einem town meeting über die Geschicke ihrer kleinen Stadt ab. Im Bundesstaat Vermont hat sich diese traditionelle Form der lokalen Demokratie bis heute erhalten.

Heute sitzt sie zum letzten Mal am Tisch auf dem Podium, die zierliche Dame mit dem schmalen Gesicht. Ein bißchen verlegen dreht sie ihren grünen Kaffeebecher zwischen den knochigen Fingern, fährt sich durch das graue Haar. So kennen sie ihre „Kaye“. Sieht ständig aus, als würde sie von ihrer Strickjacke verschluckt. Die Tischkante reicht ihr fast bis zum Kinn.

Sechs Jahre amtierte Kathleen L. Campbell, vor ihrer Pensionierung Lehrerin und Bibliothekarin, als selectman von Strafford. Sechs Jahre lang traf sie sich einmal die Woche mit ihren beiden Kollegen im Büro des town clerk, wie der wichtigste Stadtadministrator heißt. Da wurde diskutiert, ab man einen neuen Gehsteig bauen oder das Geld doch lieber für etwas anderes ausgeben sollte, ob der Bauhof genügend Personal und Geräte hat und was mit dem Geld von Stiftungen passiert, das die Kommune verwaltet. Es ging um Änderungen im Flächennutzungsplan, um Vorschläge, Beschwerden, Anträge der Bürger, manchmal auch um deren private Nöte. Ein verantwortungsvoller, anstrengender Job. Nichts für alte Leute, sagt „Kaye“, und deshalb will sie nun auch nicht mehr kandidieren.

Stephen Willbanks sitzt neben der Frau, lächelt ihr zu, steht auf und kommt nach vorn ans Mikrofon. Stephen, mit Brille und Vollbart, ein ernster Mann, ist der Sprecher der drei selectmen, die für jeweils drei Jahre gewählt werden und ehrenamtlich arbeiten für 450 Dollar Aufwandsentschädigung im Jahr. Stephens Amtszeit läuft noch zwei Jahre. Er sagt: „Als ich nach Strafford kam, war „Kaye“ die erste Person, die ich näher kennenlernte, von ihr habe ich alles Wichtige erfahren.“ Die kleine Frau hinter ihm rutscht noch ein wenig tiefer in ihre Strickjacke. Und Stephen, der schon lange in Strafford lebt, erinnert sich: „Damals lief sie jeden Tag drei Stunden zu Fuß von ihrem Haus zur Schule und zurück, so standhaft und ausdauernd ist sie geblieben; wir lassen sie nur ungern gehen.“

Ein Glockenturm überragt die weiß getünchte Versammlungshalle von Strafford. Bis vor wenigen Jahrzehnten wurden in ihr noch Gottesdienste gefeiert. Heute ist sie Schauplatz rein weltlicher Diskussionen.

Es ist der 4. März 2008. Town meeting in Strafford, Vermont. Wie jeden ersten Dienstag im März. Etwa 150 Menschen sind ins town house gekommen, ein schlichtes weißes Gebäude mit spitzem Turm auf einem Hügel. Sie sitzen auf knarzenden Holzbänken zwischen drei gußeisernen Öfen, die mit Holzscheiten befeuert werden. Sie blättern in den Town Reports, einer 124 Seiten starken, in orangefarbene Pappe gebundenen Broschüre mit Bilanzen, Berichten und Kuriositäten aus dem abgelaufenen Finanzjahr. Heute werden sie über das Budget der Schule, 2,8 Millionen Dollar, beraten und abstimmen. Eine heftige Debatte haben sie schon hinter sich, es ging um die Straßen, denen der harte Winter schwer zugesetzt hat.

Teilnehmer studieren die Unterlagen. Town meetings sind ein Relikt aus Pionierzeiten, als entlegene Gemeinden sich selber verwalteten. Die Frau ganz rechts im Vordergrund ist vermutlich Kathleen „Kaye“ L. Campbell.

Strafford liegt zwischen Thetford und Tunbridge im sogenannten Upper Valley, unweit des Connecticut River. Eine Streusiedlung abseits der Highways. Die einzige Sehenswürdigkeit ist ein viktorianisches Haus, in dem einst der US-Senator Justin Smith Morrill gelebt hat. Strafford verliert sich zwischen Wald und Wiesen, hat 81 Meilen Straßen und 80 Brücken. Das ist viel für 1106 Einwohner, die deren Unterhalt und Reparatur selber finanzieren müssen. In Vermont sind die Kommunen, deren wichtigste Einnahmequelle die Haus- und Grundsteuer ist, überwiegend auf sich allein gestellt. Auch bei der Finanzierung des Schulbetriebs.

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