Nord-Licht: Über das Wesen dieses Blogs

…der auch „Lichtschwerts Lesestube“ heißen könnte:

Als ich diesen Blog zu Samhain des Jahres 2012 einrichtete, ging es mir unter anderem darum, eine kleine Online-Bibliothek aufzubauen, um Lesern Zugang zu Lektüre zu ermöglichen, die im Buchhandel teils nur mehr schwer oder auch gar nicht mehr zu finden ist.

Denn leider befindet sich die Lesekultur – vor allem das Interesse für Bücher – seit längerem in einem anhaltenden Rückgang, der zur Folge hat, daß das Angebot im Buchhandel immer mehr schrumpft, vor allem von älteren Geschichten, die noch weniger mit Political Correctness, linkskrankem Zeitgeist und NWO -Propaganda verseucht sind. Dadurch werden auch diejenigen, die sehr wohl noch Zeit und Interesse für so etwas hätten, um die Möglichkeit gebracht, diese Sachen im Handel zu finden oder sie überhaupt erst kennenzulernen.

Dies betrifft besonders die Science Fiction, mein Lieblingsgenre. Der Blogger stratomunchkin, der den inzwischen vom Netz genommenen Blog „Nachtalbenbunker“ betrieben hat, führte in einem Blogbeitrag aus, daß der Angebotsschwund speziell in diesem Bereich und überhaupt bei Lektüre, die vorwiegend Jungs und Männer interessiert, auch daran liegt, daß in den Lektoraten der großen Verlage großteils junge Frauen arbeiten, die dann hauptsächlich solche Sachen zur Veröffentlichung auswählen, die ihnen selber gefallen.

Viel von der gegenwärtigen Lesemüdigkeit liegt aber wohl an der stark verringerten Aufmerksamkeitsspanne vor allem bei jüngeren Jahrgängen (denen normale mehrminütige Youtube-Videoclips oft schon zu lang sind, weshalb es einen Trend zu ganz kurzen Clips von etwa 6 bis 10 Sekunden Dauer gibt), und am allgemeinen Zeitstress. Die Ursachen dafür dürften unter anderem die folgenden sein:

– die Reizüberflutung aufgrund des potentiell uferlosen Angebots im Internet;

– der Stress, unter den sich die Nutzer sozialer Medien gegenseitig setzen, indem sie einander unüberlegt Massen großteils belangloser „Messages“ senden, die ihrerseits wieder Antworten erfordern.

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Büchsen-Licht (7): Steyr-Mannlicher „Scout“

MORGENWACHT

Von Deep Roots (unter Verwendung eines IWM-Testberichts von Martin Schober). Ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“; die im Artikel beschriebene waffengesetzliche Situation und die Preise sind noch auf dem Stand von 2012, bzw. das nun seit dem 1. Oktober 2012 aktuelle Waffengesetz 2010 war damals noch nicht in Kraft.

In meinen bisherigen Waffenbeiträgen habe ich mich auf die Vorstellung preisgünstigerer Waffen konzentriert (Äxte, günstigere Kipplaufflinten und Jagdbüchsen, militärische Repetiergewehre), ausgehend von der Überlegung, daß Leute, die willens und in der Lage sind, größere Geldbeträge für Waffen auszugeben, meist ohnehin bereits welche besitzen werden. Allerdings ist mir mittlerweile der Gedanke gekommen, daß es auch Leser geben wird, die sich durchaus auch teurere Waffen leisten können und wollen, aber bisher nicht wußten, wie relativ formlos man in Österreich derzeit noch Waffen der Kategorie C (meldepflichtige Waffen, d. h. Repetierbüchsen, Einzelladerbüchsen diverser Systeme sowie Bockbüchsflinten) und Kategorie D (nicht meldepflichtige Waffen, d…

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Büchsen-Licht (6): Mosin-Nagant-Gewehre

MORGENWACHT

Feuerzauber: Mündungsblitze der starken Infanteriepatrone 7,62 x 54R aus den kurzen Läufen von Mosin-Nagant-Karabinern auf einem nächtlichen Schießstand.

Von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“; die Preisangaben im Artikel entsprechen dem Stand von 2012)

Dieser Beitrag behandelt ein weiteres klassisches Infanteriewaffensystem, nämlich die russischen Gewehre und Karabiner des Systems Mosin-Nagant 1891. Quellen hierfür waren diverse Artikel im Schweizer „Internationalen Waffenmagazin“ und in „VISIER“, die Bücher „Infanteriewaffen gestern“ und „Schützenwaffen heute“ von Günter Wollert, Reiner Lidschun und Wilfried Kopenhagen sowie eigene Praxiserfahrungen und Gespräche mit anderen Schützen.

Das Mosin-Nagant-Waffensystem gehört zu den wenigen Konstruktionen, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und mit kleinen Änderungen und Verbesserungen beide Weltkriege überlebten. In seiner Konstruktion lassen sich einige Details finden, die bei dem berühmtesten und in der Welt am verbreitetsten System – dem Mauser 98 – besser gelöst waren, z. B. die Art der Sicherung. Die lange Lebensdauer der Waffe zeugt jedoch…

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Eine Literatur der Ideen?

AstroSciFix

Von Rick Robinson. Original: A Literature of Ideas?, erschienen am 16. Mai 2007 auf Rocketpunk Manifesto. Übersetzt von GS.

Ein seit langem bestehendes Thema in der SF-Kritik ist, dass die Science Fiction eine Literatur der Ideen ist, das heißt, dass eine SF-Geschichte irgendein spekulatives Konzept enthalten sollte, das so ein integraler Teil der Geschichte ist, dass man sie nicht ohne es erzählen könnte. Dies steht im Gegensatz zu dem imaginierten Musterbeispiel für schlechte SF, „Bat Durston“ – ein Western mit dem minimalsten Drumherum der SF, wo der Held sich auf seinen schnellen Blaster und sein getreues Raumschiff verlässt statt auf seinen Colt und sein getreues Pferd.

Ich habe mich über dieses Argument immer eher gewundert, und ein Gegenbeispiel ist zur Hand. Bat Durston existierte nie auch nur fiktiv, aber Firefly kam ihm ziemlich nahe – einschließlich einer ungenierten, offenen Westernatmosphäre, sogar mit wirklichen Sechsschüssern, nachdem Blaster in…

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Dies sind die Reisen…

AstroSciFix

Von Rick Robinson. Original: These Are The Voyages …, erschienen am 7. Mai 2007 auf Rocketpunk Manifesto. Übersetzt von GS.

Eine Diskussion auf sfconsim-l führt – nicht zum ersten, nicht zum letzten Mal – zu allgemeinen Gedanken über die Raumfahrt, in diesem Fall über interstellare Vermessungsschiffe.

Angenommen, meine Damen und Herren, ihr seid damit beauftragt worden, eines zu planen – nicht zu entwerfen, wie es aussieht oder wie seine Sachen funktionieren (mumbo jumbo Wurmlöcher, mumbo jumbo Fusionsfackel…), sondern wie es als soziale Institution funktioniert, wenn es neue Welten und Zivilisationen aufsucht, ohne dass die Besatzung völlig verrückt wird und glaubt, sie sei zurück ins Chicago der 1930er geraten oder den griechischen Göttern begegnet, oder was auch immer.

In der SF der 1950er tendierten die Besatzungen von Forschungsschiffen dazu, ziemlich klein zu sein. Eine Dreimannbesatzung war für Mondschiffe lange vor Apollo populär. Das Schiff in „Alarm im Weltall“…

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Komische Fehler

AstroSciFix

Von Rick Robinson. Original: Comic Flaws, erschienen am 27. April 2007 auf Rocketpunk Manifesto. Übersetzt von GS.

Ich habe ein Muster in manchen SF-Romanen bemerkt, besonders in der „harten SF“, von Protagonisten, die irgendeinen ziemlich willkürlichen kleinen Charakterfehler haben, wie beispielsweise morbide Unsicherheit, obwohl sie brillant agieren, oder irgendwas in dieser Art. Ich kann keine Namen nennen, weil ich mich an keine spezifischen Beispiele mehr erinnere, aber es ist etwas, das ich mehr als zweimal gesehen habe. Diese persönlichen Fehler werden nach einer Weile ätzend – man möchte durch die Seite greifen und den Kerl schütteln. Sie sind nicht liebenswert, und schlimmer noch, sie sind nicht sehr überzeugend.

Tatsächlich scheinen diese Fehler als nachträglicher Einfall reingeklebt zu sein – wie die Stücke von häuslicher Seifenoper, die in einen Jimmy-Stewart-Film der 1950er über die Air Force reingeklebt wurden, vermutlich in der Absicht, den Helden menschlich zu machen und…

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Das Genre ohne Namen

AstroSciFix

Von Rick Robinson. Original: The Genre With No Name, erschienen am 22. April 2007 auf Rocketpunk Manifesto. Übersetzt von GS.

Ich werde heute ein bisschen von der SF zurücktreten, um mich zu einer breiteren Frage zu äußern, auf die ich in meinem ersten (echten) Beitrag angespielt habe. Es gibt ein Genre der Erzählliteratur, das die meisten von euch wahrscheinlich lesen, wenn ihr diese Seite besucht. Als Ganzes genommen verkauft es sich wie warme Semmeln und füllt viel mehr Regalraum in eurem lokalen Barnes & Noble als Mainstream-Romanliteratur. Und doch hat es keinen Namen – zumindest keinen geläufigen Namen, der sich eindeutig darauf bezieht -, und die meisten Menschen, die es lesen, wissen nicht, dass es existiert.

Nein, nicht Rocketpunk – das füllt noch keines der Regale (obwohl eine Menge SF wohl Rocketpunk ist, ohne es zu wissen). Und Rocketpunk hat einen klaren, unzweideutigen Namen, auch wenn ich…

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Büchsen-Licht (5): Preisgünstige Zentralfeuerbüchsen

MORGENWACHT

Kipplaufbüchse Baikal IJ-18 MN

„Wer seine Waffen zu Pflugscharen schmiedet, wird für diejenigen pflügen, die das nicht getan haben.“

VonDeep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“, hier nachveröffentlicht ohne den inzwischen überholten waffengesetzlichen Anfangsteil; davor zuletzt aktualisiert am 20. Juni 2014; Preise Stand 2012)

DIE WAFFEN

Nach meinen bisherigen Waffenartikeln folgt hier nun ein Beitrag für diejenigen Leser, die etwas Weitschußtauglicheres als eine Flinte und etwas Stärkeres als ein Kleinkalibergewehr (Randfeuerbüchse) wollen, eine Alternative zu Unterhebelrepetiergewehren, aber keinen klassischen Militärrepetierer in der Art eines Mausergewehres oder einer Lee-Enfield, weil sie sich vielleicht als Waffenlaien nicht auf den Kauf einer solchen alten Gebrauchtwaffe einlassen wollen oder sich den harten Rückstoß einer starken Infanteriepatrone aus einem Gewehr mit metallener Kolbenkappe nicht zumuten möchten.

Für diese gibt es hier eine Übersicht an günstigen Büchsen, die man neu „von der Stange“ kaufen kann und die schießfertig nicht viel über tausend…

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Büchsen-Licht (4): Lee-Enfield-Gewehre

MORGENWACHT

Lee-Enfield-Gewehre: Im Vordergrund ein „Jungle Carbine“ No. 5 Mark 1, darunter eine No. 4 Mark 1, dahinter ein SMLE.

Von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“; im Artikel angegebene Preise noch auf dem Stand von 2012)

In diesem vierten Teil meiner Büchsen-Serie stelle ich eines der erfolgreichsten Militärrepetierer-Systeme der Welt vor, das sich gut ein Jahrhundert lang – länger als jedes andere System – im Truppendienst hielt. Dieses geht auf die 80er-Jahre des 19. Jahrhunderts zurück, als sich die britischen Militärbeschaffungsstellen für das Lee-Enfield-Gewehr entschieden, das in seiner ersten Version im Dezember 1888 von den britischen Streitkräften übernommen wurde. Die Waffe entstand aus dem Lee-Metford-Gewehr, das nach der Umrüstung der Truppe auf Nitropatronen mit dafür ausgelegten Läufen aus Enfield versehen und mit dem Magazinsystem des schottischstämmigen Amerikaners James Paris Lee ausgerüstet wurde, der als Erfinder des abnehmbaren Kastenmagazins gelten kann. Mit dieser damals revolutionären Erfindung wurde die neue…

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Büchsen-Licht (3): Militärische Mausergewehre

MORGENWACHT

Deutscher Landser mit Karabiner 98k; Mauser-Doppel: 98er Brasilien-Mauser M1935 (links) und Schwedenmauser M96

Von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“)

[Anmerkung des Autors zur Nachveröffentlichung auf „Morgenwacht“: die nun aktuelle waffengesetzliche Lage in Österreich ist jene des Waffengesetzes 2010, das seit 1. Oktober 2012 gilt; die im Artikel angegebenen Preise entsprechen noch dem Stand von 2012.]

Ab diesem dritten Artikel über Gewehre mit gezogenen Läufen (Büchsen) möchte ich über eine weitere Waffenkategorie informieren, die sich für eine „ballistische Volksbewaffnung“ eignet: über die klassischen militärischen Repetiergewehre, wie sie bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Standard in allen Armeen waren.

Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten, als noch öfter relativ einheitliche Bestände solcher Waffen aus aufgelösten Arsenalen auf den Markt kamen, sind diese Gewehre heute aus dem Katalogangebot großer Handelsketten wie Frankonia, Kettner oder Jagd & Sport bzw. Austro-Jagd verschwunden, weshalb ich hier für die einzelnen Modelle keine…

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Martin Sellner und die Judenfrage

MORGENWACHT

Von Deep RootsaliasLucifex.

Diesen Kommentar von Tekumseh habe ich zum Anlaß genommen, einen Beitrag über das untenstehende Video Vlog 32, veröffentlicht von Martin Sellner am 5. Januar 2015, zu machen:

Wie ich schon hier am 21. September 2016 geschrieben habe, ist dieses Sellner-Video ein weiteres Beispiel für durchsichtige Versuche zur Ablenkung vom Judenproblem.

Bei diesem „dritten Schritt“ geht Sellner für seine Argumentation von jenen „Verschwörungstheorien“ aus, die den umfassendsten jüdischen Einfluß schon seit dem alten Ägypten annehmen, stellt diese noch übersteigert dar („alles in der Geschichte von Anfang an durchgeplant, jede Wendung berücksichtigt, übermächtiger zentraler Personenkreis, der alles steuert“), damit antijüdische Erklärungen für unsere Misere unglaubwürdig erscheinen, weil die Juden der Antike, des Mittelalters und der frühen Neuzeit natürlich noch nicht diese Macht haben und auch noch nicht voraussehen konnten, welche Möglichkeiten sie in unserer Zeit haben würden, welche geographischen Entdeckungen, technischen Erfindungen und historischen Entwicklungen es…

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