Imbolc: Das Fest zum Beginn der hellen Jahreshälfte

Morgenlicht

Von Lichtschwert, unter Verwendung von Material aus Waltraud Ferraris Buch „Alte Bräuche neu erleben: Fest- und Alltag im Rhythmus der Jahreszeiten“.

Beginnend mit dem heutigen Vorabend zum 1. Februar und am 1. Februar selbst, teilweise auch in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar, wird das keltische Fest Imbolc oder Imbolg (gesprochen i-MOLC oder i-MOLG) gefeiert, das ungefähr die Mitte zwischen der Wintersonnenwende und der Frühlings-Tagundnachtgleiche markiert. Mit Imbolc endet die dunkle Jahreshälfte nach keltischer Zeitrechnung, und das helle Halbjahr beginnt, das mit dem Herbstbeginnsfest Lughnasad am 1. August und dessen Vorabend endet. Es ist eines der vier großen keltischen Jahreszeitenfeste, zusammen mit Beltane, Lughnasad und Samhain, und war in heidnischer Zeit mit der Göttin Brigid oder Brighid verbunden, aus der in christlicher Zeit die heilige Brigitta von Kildare wurde, deren Namenstag der 1. Februar ist, während das Fest selbst heute am 2. Februar als Mariä Lichtmeß gefeiert wird. Hier ist, was Waltraud Ferrari in „Alte Bräuche neu erleben“ dazu schreibt:

Mariä Lichtmess – 2. Februar

Mariä Lichtmess gehörte zu den wichtigsten Los- und Feiertagen im ganzen Jahr. Vor allem Beobachtungen zum Wetter standen dabei an vorderster Stelle. Um die Bedeutung dieses Tages zu erklären, muss man etwas weiter ausholen.

Grundsätzlich fiel auf diesen Zeitpunkt ein Mittwinterfest, das von verschiedenen Völkern in vielen Regionen Europas begangen wurde. Es war einerseits ein Reinigungsfest, andererseits ein Anlass, dem wachsenden Licht, dem Sonnenfeuer und dem damit verbundenen Erstarken des Lebens zu huldigen.

Im keltischen Kalender wurde in der Nacht vom ersten auf den zweiten Februar Imbolc gefeiert. Über die Herkunft dieser Bezeichung herrscht Uneinigkeit. Am wahrscheinlichsten ist die Deutung „rituelle Waschung, Reinigung“. Überlieferungen zufolge war es üblich, speziell Hände, Füße und das Haupt mit Wasser zu reinigen, Haus und Hof zu putzen und anschließend riesige Feuer zu entzünden. Der Tag, an dem dies stattfand, war der Göttin Brighid gewidmet, deren Name so viel wie „die Helle, die Strahlende, die Streitbare“ bedeutet, ähnlich der bereits bekannten Frau Perchta. Brighid war bewandert in Heilkunst und Poesie, sie war die Hüterin des Feuers (weswegen ihr auch die Schmiede unterstanden) und im Speziellen die Hüterin des Herdfeuers und die Schutzherrin gebärender Frauen. Es hieß, Brighid beuge sich über jede Wiege, in der ein Neugeborenes liegt. Die Legende berichtet auch, Brighid besitze einen blauen Mantel, ähnlich dem Firmament. Ihr Symbol ist eine Art Sonnenrad, das heute Brighids Kreuz genannt wird.

Brighidkreuz

Römischen Aufzeichnungen nach war Brighid die große Muttergöttin keltischer Stämme, der Briganten (im Nordosten Britanniens beheimatet) und der mit ihnen lose verwandten Brigantier, deren Siedlungsgebiet am Bodensee im heutigen Vorarlberg lag. Einige Orte in Mitteleuropa erinnern noch heute an ihren Namen, unter anderem die Hauptstadt Vorarlbergs, Bregenz.

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Zu den Sternen

Jim Burns worlds apart

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Toward the Stars erschien am 21. Oktober 2008 in Kevin Alfred Stroms Essays.

(Ursprünglich am 5. Oktober 1992 von American Dissident Voices als Radiosendung gesendet.)

HEUTE WERDE ICH einen Schritt von den Einzelheiten sozialer und politischer Fragen zurücktreten und zu beantworten versuchen, was wirklich die letzten Fragen sind. Warum sollten wir oder irgend jemand sonst Opfer für unsere Nation oder Rasse bringen? Warum ist es wichtig, daß unsere Rasse überlebt? Was ist unsere Grundlage dafür zu sagen, daß manche Handlungen richtig und gut sind, und andere falsch?

Ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen, um in dieses Thema einzuführen, als ein von Mr. Martin Kerr geschriebenen Essay mit dem Titel „White and Proud“:

Es wird heutzutage eine Menge geredet über schwarzen Stolz, jüdischen Stolz, hispanischen Stolz, sogar schwulen Stolz. Eigentlich gibt es nur ein größeres Segment der Bevölkerung, das nicht dazu ermutigt wird, auf sein Erbe und die Errungenschaften seiner Vorfahren stolz zu sein. Diese Gruppe ist die weiße Rasse.

Der Mangel an weißem Stolz ist wahrlich eine traurige und seltsame Sache, denn keine Gruppe hat mehr, worauf sie zu Recht stolz sein kann, als die Weißen dieser Welt. Der Ruhm und die Größe, die die Männer und Frauen unserer Rasse durch die Jahrhunderte erworben haben, sollten Weißen überall als Quelle des ewigen Stolzes und der Inspiration dienen.

Seit der Morgendämmerung der Geschichte sind wir eine mächtige Rasse von Erbauern, Forschern, Künstlern, Kriegern, Philosophen und Landbestellern gewesen. Wir haben die Meere befahren, weite Wildnisse gezähmt, hoch aufragende Berge erklommen und sind in die Tiefen des Ozeans und in die kalte Leere des Weltraums gereist. Wir haben große Zivilisationen erbaut, atemberaubende Kunstwerke geschaffen und die Wüste zum Blühen gebracht. Die technologischen Errungenschaften unseres Volkes – vom Megalithkalender von Stonehenge bis zum Mondspaziergang der Apollo-Astronauten – sind ohnegleichen. Wir haben erhabene Philosophien entwickelt, tödliche Seuchen besiegt und herzergreifende Akte von Heldentum und Selbstaufopferung vollbracht.

Wir sind die Rasse von Shakespeare, Leonardo da Vinci, Beethoven und Homer. Wir sind die Söhne und Töchter von Leif Eriksson, Christoph Columbus, Sir Francis Drake und Magellan. Wir sind das Volk von Alexander, Cäsar, Napoleon, Washington und Robert E. Lee. Wir sind die Nachfahren von Pythagoras, Galileo, Kopernikus, Newton und Darwin. Allein die Auflistung der großen Errungenschaften unserer Rasse würde die Arbeit eines Lebens erfordern. Niemand hat mehr, worauf er stolz sein kann, als wir.

Damit ein Individuum psychisch gesund sein kann, muß es ein klares Gefühl der Identität und des Selbstwertes haben. Und damit unsere Rasse als Ganzes stark und gesund sein kann, müssen Weiße überall ein Gefühl der rassischen Identität und des rassischen Wertes entwickeln. Es gibt keinen besseren Weg zur Erreichung dieses sehr notwendigen Niveaus rassischen Bewußtseins, als stolz auf sein Volk und dessen Errungenschaften zu sein.

Seien Sie also stolz auf Ihre Rasse, stolz auf das, was wir in vergangenen Tagen erreicht haben – und stolz auf das, was wir noch erreichen werden, während wir nach den Sternen greifen.“

Don Dixon Beta Lyrae

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Die griechische Krise verstehen, Teil 2

Kein Perikles: Jeffrey „Georgios“ Papandreou, griechischer Premierminister vom 6. Oktober 2009 bis 11. November 2011.

Kein Perikles: Jeffrey „Georgios“ Papandreou, griechischer Premierminister vom 6. Oktober 2009 bis 11. November 2011.

Von Alexios Synodinos, übersetzt von Deep Roots (Übersetzung des Absatzes über den Autor am Schluß von Osimandia). Das Original Understanding the Greek Crisis, Part 2 erschien am 30. Oktober 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right. Zuvor erschienen: Die griechische Krise verstehen, Teil 1.

Im ersten Teil dieser Studie untersuchten wir die politische Geschichte Griechenlands nach dem Zweiten Weltkrieg und die Ereignisse und Machenschaften, die zur Wahl der gegenwärtigen griechischen Regierung und zu der vielgestaltigen Krise führten, unter denen Griechenland gegenwärtig leidet.

Der zweite Teil der Studie befaßt sich mit der Art von Leuten, aus denen die griechische Regierung besteht, ein Schlüsselthema, das dem Leser die Gründe dafür klarmachen wird, warum Griechenland diesen katastrophalen Weg eingeschlagen hat. Außerdem bietet er eine kurze, aber konkrete Beschreibung des außergewöhnlichen und ungenutzten Reichtums, den Griechenland besitzt, unter hauptsächlicher Konzentration auf seine Öl-, Erdgas- und Uranlagerstätten. Es ist dieser Reichtum, den die „beschnittene Bankerelite“ und ihre Goyim-Diener durch Zerstörung der griechischen Wirtschaft und des griechischen Ethnostaates mittels Schulden an sich zu raffen streben.

I.

Beginnen wir mit der Untersuchung des Profils von Herrn Papandreou, dem gegenwärtigen Premierminister Griechenlands. Herr Papandreou behauptet, sein Vorname sei Georgios (Georg), aber die Beweise zeigen etwas anderes. Er wurde in Minnesota, USA, geboren, und als Kind nannte seine Familie ihn Jeffrey. Diese Information stand bis vor kurzem im Artikel über ihn in der englischen Sektion von Wikipedia. [1] Angeblich wurde der junge Jeffrey später in der griechisch-orthodoxen Kirche im Alter von sieben Jahren auf den Namen Georgios getauft. Laut dieser Version der Geschichte wurde seine Taufe (wie auch die Taufe seiner Schwester) 1959 vom griechisch-orthodoxen Erzbischof von Amerika, Iakovos (Jakob) durchgeführt. Jedoch hat die Erzdiözese von Amerika keine Aufzeichnung über dieses Ereignis. Zur Überwindung dieses Hindernisses brachten die Imagemacher von Herrn Papandreou 2008 eine andere Version in Umlauf, nach der der junge Jeffrey zusammen mit seinen Brüdern und seiner Schwester in einer privaten Zeremonie im Haus der Familie in Griechenland getauft wurde. Beide Versionen der Geschichte haben gemeinsam, daß es die starke Forderung seines griechischen Großvaters war, daß die Kinder getauft würden. Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Versionen ist, daß keine von irgendeinem Beweis gestützt wird. Das Taufritual wird als der wichtigste Tag im Leben eines griechisch-orthodoxen Christen betrachtet und dementsprechend gefeiert. Freunde und Familienmitglieder werden zu dem Ereignis eingeladen, und natürlich werden Bilder aufgenommen. Zum Pech für Herrn Papandreou gibt es keine Bilder von seiner Taufe, noch gibt es irgendein offizielles Dokument oder Zertifikat zu seiner Taufe. Selbst wenn wir akzeptieren, daß Herr Papandreou tatsächlich getauft wurde, so bleibt die Frage, warum seine Familie sich weigerte, das im angemessenen Alter (als Kleinkind) zu tun? Außerdem behaupten manche Leute, daß Herr Papandreou, der am Athener College studierte, in dessen Akten nicht als orthodoxer Christ erwähnt wird, sondern als Protestant. Aufgrund der Tatsache, daß der Autor dieses Artikels christliche Mysterien ernst nimmt, und um jegliche Verwechslung mit seinem Großvater zu vermeiden, wird Herr Papandreou im Rest des Artikels mit seinem vollen wahren Namen Jeffrey Papandreou genannt werden.

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Die griechische Krise verstehen, Teil 1

 

parthenon blitz

Von Alexios Synodinos, übersetzt von Deep Roots. Das Original Understanding the Greek Crisis, Part 1 erschien am 29. Oktober 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Dieser Artikel wird versuchen, denjenigen, die mit der gegenwärtigen Situation in Griechenland nicht vertraut sind, die Grundursachen des gegenwärtigen griechischen Dramas zu erläutern.

Trotz der weithin geförderten Vorstellung, daß Griechenlands Problem hauptsächlich finanzieller Art ist, könnte dies nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Was diesem uralten Land heutzutage bevorsteht, ist sein totaler Zusammenbruch als Nationalstaat. Die angebliche Wirtschaftskrise ist in Wirklichkeit weitgehend fiktiv, und sie wird von der gegenwärtigen Regierung und von äußeren Kräften als Vorwand und als Mittel benutzt, um die wirtschaftliche Erschöpfung der griechischen Mittelschicht und die schließliche Auflösung des Staates zu fördern.

Meine Hauptthese lautet, daß kurz nach dem Ende des Kalten Krieges ein Plan zur effektiven Demontage Griechenlands und zur Auslöschung der nationalen Identität der Griechen entworfen und umgesetzt wurde, der mathematisch zu ihrem Verschwinden als homogene Menschengruppe führen würde. Der Leser sollte ob solcher Behauptungen nicht verblüfft sein; der Artikel wird ihm all die notwendigen Beweise zur Stützung dieser These präsentieren. Der erste Teil des Artikels wird sich auf einen notwendigen Crashkurs über die politische Geschichte Griechenlands konzentrieren, vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Wahl der gegenwärtigen griechischen Regierung.

I.

1944 zog sich die deutsche Armee aus Griechenland zurück, um ihr Heimatland gegen die vorrückende Rote Armee zu verteidigen. In einem Wirbelwind von Ereignissen zwang die Griechische Kommunistische Partei (KKE) das Land in einen blutigen und katastrophalen innerstaatlichen Krieg, in dem ihre bewaffneten Guerillas gegen die Nationalarmee Griechenlands kämpften. Der kommunistische Kampf um die Macht war natürlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt, nachdem Stalin sich bereits im Moskauer Abkommen von 1944 mit Churchill darauf geeinigt hatte, daß Griechenland unzweifelhaft im westlichen Lager bleiben würde. Trotzdem strebten die Kommunisten Griechenlands die Allianz mit anderen kommunistischen Ländern wie Bulgarien, Albanien und Jugoslawien an, die alle bereit waren, sie unter bestimmten Bedingungen zu unterstützen, d. h. territoriale Gewinne von Griechenland, falls die Kommunisten sich schließlich durchsetzen würden. Die KKE, die dringend Hilfe brauchte, stimmte zu, und ihre selbsternannte provisorische Guerillaregierung unterzeichnete die Preisgabe riesiger Teile Griechenlands, die nach dem Sieg der kommunistischen Guerillas an Jugoslawien übergeben werden sollten. Um eine lange und schmerzliche Geschichte kurz zu machen, die kommunistischen Aufständischen wurden zerschlagen, und Griechenland ging zerstört, aber frei vom Joch des Sowjetismus daraus hervor.

Die Niederlage der Kommunisten war ein schwerer Schlag für die griechische Linke. Ihre schrecklichen Verbrechen, die von Massenhinrichtungen nichtkommunistischer Zivilisten bis zur Entführung tausender Kinder reichten, die zur Gehirnwäsche in den Sowjetblock geschickt wurden, führten das Land zu einem seltsamen rechten Regime, bei dem jeder, der sich weigerte, die Königsfamilie zu glorifizieren, verdächtigt wurde, ein kommunistischer Sympathisant zu sein. Die Rechte war dominant, aber es wurde klar, daß solch eine manichäische Sicht auf die Politik die Saat für ihre zukünftige Zerstörung legen würde. Die Massen des Volkes, die der Mitte angehörten und die niemals der illegalen kommunistischen Partei und den anderen Linksgruppen nahestanden, wurden von der Propaganda des Regimes als Linke, Kryptokommunisten oder gefährlich nach links neigend bezeichnet. In einem außergewöhnlichen Prozeß, von dem ich annehme, daß er für den Leser schwer zu verstehen sein wird (wie auch für den Autor), akzeptierten die Zentristen langsam, aber stetig ihre Kategorisierung als Linke, die sie vom Rechtsregime erhielten. Gleichzeitig verbreitete die illegale kommunistische Partei, die von der UdSSR finanziert wurde und ein bedeutendes Untergrundnetzwerk organisiert hatte, ihre Propaganda und trug zur politischen Instabilität des Landes bei, indem sie zu Streiks, Zusammenstößen mit der Polizei und Unruhen aufhetzte. Der zuvor erwähnte grobe Fehler der Rechten, jeden als Linken zu bezeichnen, der nicht rechts genug war, wurde natürlich von den Kommunisten ausgenützt. Kurz, die Rechte und die Linke arbeiteten zugleich daran, die Mitte nach links zu rücken. Daher begannen die patriotischen Zentristen, die ein paar Jahre zuvor gegen die Kommunisten gekämpft hatten, sich mehr und mehr mit der Linken zu identifizieren, und wurden zunehmend empfänglich für linke Propaganda. Gleichzeitig gingen die Zusammenstöße in Griechenland weiter; die gewählte Regierung der populären Zentristenpartei (Enosis Kentrou) wurde gestürzt, als eine Gruppe ihrer Abgeordneten beschlossen, aus der Partei und der Regierung auszutreten. Die Instabilität ging weiter, bis eine Gruppe von Armeeoffizieren am 21. April 1967 beschloß, ein autoritäres Militärregime einzuführen.

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Verbietet Dante, den Rassisten, Homophoben, Islamophoben und Antisemiten

 

Dante-Divine-Comedy

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots. Das Original Ban Dante, Racist, Homophobe, Islamophobe, Anti-Semite erschien am 19. März 2012 im Occidental Observer.

Der Telegraph berichtet:

Das klassische Werk sollte laut Gherush 92, einer Menschenrechtsorgansiation, die als Berater von UN-Körperschaften über Rassismus und Diskriminierung agiert, aus den Lehrplänen der Schulen entfernt werden.

Dantes Epos ist „beleidigend und diskriminierend“ und hat keinen Platz in einem modernen Klassenzimmer, sagte Valentina Sereni, die Präsidentin der Gruppe.

Unterteilt in drei Teile – Hölle, Fegefeuer und Himmel – besteht das Gedicht aus 100 Cantos, von denen ein halbes Dutzend von der Gruppe zur besonderen Kritik ausersehen wurde.

Es stellt den Islam als Häresie dar und Mohammed als Schismatiker und bezeichnet Juden als habgierige, intrigante Geldverleiher und Verräter, sagte Miss Sereni der Nachrichtenagentur Adnkronos.

„Der Prophet Mohammed wurde einer entsetzlichen Bestrafung unterzogen – sein Körper wurde von einem Ende zum anderen gespalten, sodaß seine Eingeweide heraushingen, ein Bild, das die islamische Kultur beleidigt“, sagte sie.

Homosexuelle werden von dem Werk als „gegen die Natur“ verdammt und zu einem ewigen Feuerregen in der Hölle verurteilt.

Als Beispiel für das, was in dieser „Menschenrechts“gruppe als Logik gilt, sagte Miss Sereni:

„Wir befürworten keine Zensur oder Bücherverbrennung, aber wir hätten gern klar und eindeutig bestätigt, daß es in der Göttlichen Komödie rassistische, islamophobe und antisemitische Inhalte gibt. Kunst darf nicht über der Kritik stehen,“…

Schulkindern und Universitätsstudenten, die das Werk studieren, fehlten „die Filter“, um dessen historischen Kontext zu verstehen, und sie würden mit einer giftigen Diät aus Antisemitismus und Rassismus gefüttert, sagte die Gruppe.

Sie forderte, daß die Göttliche Komödie aus Schulen und Universitäten entfernt wird oder daß zumindest deren beleidigendere Abschnitte voll erläutert werden.

Okay. Die Gruppe befürwortet also keine Zensur, aber sie wollen, daß die Göttliche Komödie aus Schulen und Universitäten entfernt wird.

Und während sie Schulen und Universitäten erlauben würden, die Bücher zu behalten, so wäre das nur vorbehaltlich dessen, daß an ihnen eine Art Warnaufkleber befestigt wird, oder daß neue Ausgaben vorbereitet werden, vermutlich mit einer Einführung und Fußnoten, vollgeladen mit Propaganda, sodaß junge Leser sich dem Text gepanzert mit Vorurteilen nähern. Der Grund ist, laut dieser Gruppe, daß

Schulkindern und Universitätsstudenten, die das Werk studieren, „die Filter“ fehlen, um dessen historischen Kontext zu verstehen, und sie mit einer giftigen Diät aus Antisemitismus und Rassismus gefüttert werden…

Nur… Wäre das allein nicht schon eine Form der Zensur?

Die Frage ist angemessen, denn in einem Zeitalter, in dem „Rassismus“ und „Antisemitismus“ als das schlimmste vorstellbare Böse betrachtet werden, als schlimmster moralischer Defekt, dessen ein Autor beschuldigt werden kann, bedeutet die Etikettierung eines literarischen Werkes in dieser Weise effektiv dessen Zensur. Es wird dadurch jenseits des Erlaubten gestellt. Die Bücher werden vielleicht nicht im physischen Bereich verbrannt, aber sicherlich im moralischen Bereich. Sie werden unzugänglich, nur auf andere Weise.

Man fragt sich natürlich, wie es kommt, daß es sieben Jahrhunderte lang sicher war, die Göttliche Komödie zu lesen, daß sie aber plötzlich in unserer Zeit der allgegenwärtigen Perversion und Pornographie „giftig“ wird.

Ich beschloß, mir Gherush 92 anzusehen, nachdem ich zuvor nie von der Gruppe gehört hatte.

Ich dachte, daß ich vielleicht herausfinden würde, warum sie sich das Recht anmaßten, im Namen aller Italiener zu sprechen und zu diktieren, welche Teile ihres nationalen Erbes vergessen und der Fäulnis überantwortet werden sollten.

Die Webseite von Gherush bietet keine Hinweise auf den Standort der Gruppe, keine Information über ihr Personal und keine Erwähnung ihrer Finanzierungsquellen. Ihre Kontaktseite bietet keine Mittel, irgendjemanden zu kontaktieren, außer über ein html-Formular. Eine Email-Adresse erscheint anderswo auf der Webseite, aber sie ist gleichermaßen gesichtslos:

gheroush92@gheroush92.com.

Warum die Geheimhaltung?

Sollte eine „Menschenrechts“organisation nicht transparent sein?

Wir erhalten aber ein Gefühl dafür, was für eine Art von Organistation das ist, indem wir uns ihre Kampagnen ansehen:

  1. Ein Artikel vom 17. Juni 2011 schreit ‘DAS VERBOT DER JÜDISCHEN UND ISLAMISCHEN SCHLACHTUNG IST EINE VERLETZUNG VON MENSCHENRECHTEN’
  2. Ein weiterer mit Datum 29. Dezember 2009 kreischt ‘SAGEN WIR DEN PAPSTBESUCH IN DER SYNAGOGE AB’
  3. Noch einer mit Datum 12. Oktober 2009 fordert schrill ‘EUROPA UND AMERIKAS, HÖRT AUF, DEN 12. OKTOBER ZU FEIERN!’

Kampagne # 2 ist von besonderem Interesse. Der dazugehörige Artikel macht wilde und hysterische Behauptungen:

Der kommende Papstbesuch in der Synagoge von Rom ist eine Beleidigung für Juden, Roma, Schwule, Frauen und alle, die in der Shoah und im Laufe der Jahrhunderte des Christentums massakriert wurden. Die beleidigende Verzerrung des Gedenkens, das Lob des Schweigens und die Minimierung der Bedeutung der Shoah sind eine Beleidigung und Verletzung der Menschenrechte aller Opfer.

Benedikt XVI hat eine wahre Kampagne für die Aneignung des Gedenkens und der Shoah geplant und handelt wissentlich und zu einer von ihm gewählten Zeit für seinen Besuch in der Synagoge von Rom. Es ist die klare Absicht des Papstes, die Synagoge als ein Königspapst und als Papst auf einem triumphalen Marsch zu betreten, umgeben von den Lobeshymnen der konventionellen Denker und der Opportunisten. Als Begründer einer neuen konservativen Strömung des Negationismus und des Geschichtsrevisionismus zielt der Pontiff darauf ab, die Shoah zu einem Ereignis zu reduzieren, das – wie schwerwiegend es auch war – nur zufällig passierte. Für den Papst muß die Shoah für immer vom Christentum und daher vom historischen Antisemitismus getrennt bleiben.

Der Papst beabsichtigt, in manipulativer Weise jeden, den er kann, in diese neue Denkrichtung zu zerren, sogar Juden, um sie zu zerquetschen und in ihrem Gedenken zu isolieren.

[yada yada yada . . .]

Ich sage, daß diese Kampagne von besonderem Interesse ist, denn während ihr Untertitel verlangt „Blasen wir den interreligiösen Dialog ab!“, war dieselbe Gruppe letztes Jahr voll für die Förderung des interreligiösen Dialogs zwischen Judentum und Islam. Am 14. März 2011 verkündeten sie:

Wir haben das Vergnügen, Sie zu der Nebenveranstaltung mit dem Titel „JUDENTUM UND ISLAM. REGELN FÜR EIN NEUES GOLDENES ZEITALTER“ einzuladen, die am 23. März von 1 bis 3 Uhr nachmittags während der 16. Sitzung des Rates für Menschenrechte im UN-Hauptquartier in Genf abgehalten werden wird.

Das Ziel dieser Veranstaltung ist die Schaffung eines beispiellosen Treffens, bei dem islamische und jüdische Kultur, Gesetze und Regeln als ein holistisches und in sich konsistentes System betrachtet werden könnten, das in der Lage ist, effektiv zu den Hauptthemen der Millennium Development Goals (MDGs) beizutragen, wie Umwelt, Nahrung, Armut, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung.

Die Veranstaltung wird einen strikt kulturellen und wissenschaftlichen Ansatz beibehalten. Die Bezugnahme auf das „Goldenen Zeitalters“ muß als historische Vorgabe für einen neuen Impuls zur Kooperation zwischen prominenten und traditionellen alten Kulturen im Hinblick auf ein neues Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet in den betroffenen Gebieten betrachtet werden.

Man ist versucht, sich mögliche Erklärungen vorzustellen, die diesen anscheinenden Widerspruch elegant auflösen würden. Leider ist die Kampagnengeschichte dieser Gruppe, obwohl sie seit mindestens sieben Jahren aktiv gewesen ist, wohl zu dürftig, um Schlüsse zu ziehen, ohne sich dem Vorwurf des Übereifers, der Paranoia oder der Täuschungsabsicht auszusetzen. Das ganze Ding riecht nach Krypto-Judentum, nachdem die Positionen, die sie beziehen, völlig auf der Linie der allgemeinen jüdischen Aktivistengemeinde in der Diaspora liegen. Man fragt sich, wieso die Äußerung zu Dante seitens solch einer undurchsichtigen Organisation einen Nachrichtenartikel im Telegraph verdient.

Hier ist, was ich denke: diejenigen, die gekommen sind, um in Europa zu leben, und deren Vorfahren nicht aus Europa sind, sollten die europäischen Klassiker ungefiltert und unzensuriert studieren müssen, und ohne daß ihre Lehrer irgendeine Rücksicht auf ihre Rasse, Nationalität oder religiöse Überzeugung nehmen. Jeder, der sich beleidigt fühlt, ist schon mal fehl am Platz. Jeder, der einen Wirbel macht, sollte als undankbarer Gast gerügt und zur Tür gewiesen werden. Denn diese exogenen Minderheiten sind hier durch die Gnade der Einheimischen, die ihnen erlaubt haben, die Vorteile des Lebens in der wohlhabenden, blühenden, sicheren, technologisch fortgeschrittenen Gesellschaft der letzteren mit ihnen zu teilen, wo die Dinge funktionieren, die Leute nett sind und es immer reichlich zu essen gibt. Dies ist unsere Heimat, und jeder, der hier leben möchte, hat dazu beizutragen und sich an unsere Regeln zu halten. Wir hatten keine Verpflichtung, sie hereinzulassen, ganz zu schweigen davon, ihnen Plätze an unseren Schulen und Universitäten abzutreten, die unsere eigenen Jugendlichen hätten bekommen können und sollen. Tatsächlich hassen es viele von uns, daß unser politisches Establishment so vielen gegen unseren Wunsch die Türen geöffnet hat. Erinnern wir diejenigen, denen erlaubt wurde, unter uns zu leben, jeden Tag daran, was für ein Glück sie haben.

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Interview mit Kevin MacDonald

Kevin MacDonald Brustbild

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots.

Das Original „Interview with Kevin MacDonald“ erschien am 13. Februar 2011 bei Counter-Currents Publishing.

Vorwort des Interviewers:

Ich habe eine Menge Zeit für Kevin MacDonald, einen Evolutionspsychologen und Professor an der California State University in Long Beach, Autor von sieben Büchern und über hundert gelehrten Artikeln.

Seine Trilogie über das Judentum stellt mit seiner bahnbrechenden Theorie vom Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie nicht nur eine höchst originelle Abhandlung des Themas dar, sondern ist auch eine erfrischend nuancierte und intelligente Studie eines Gegenstands, über den zu schreiben sehr schwierig ist: die meisten, die es im Westen tun, sehen sich heftiger Opposition und gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber.

Viel ist über diesen mutigen Akademiker und produktiven Autor geschrieben worden, aber das meiste davon, und selbst das meiste von dem, was er über sich selbst geschrieben hat, hat sich fast ausschließlich auf seinen intellektuellen Hintergrund und sein gegenwärtiges Denken über ethnische Konkurrenz, Einwanderung, jüdische intellektuelle Bewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts und linke Tendenzen im westlichen Universitätswesen konzentriert. Ich wollte mehr über den Mann hinter dem Monster herausfinden. Wie ist es, der umstrittenste Professor der Welt zu sein? Wie ist er als Person? Wie sah sein vorakademisches Leben aus? In diesem umfangreichen Interview entdecken wir viele zuvor unbekannte Fakten über Professor MacDonald, wir kommen einem Gesamtporträt des Mannes näher, und es werden uns sogar nie zuvor gesehene Fotos aus seiner Vergangenheit gegönnt. Ob man nun ein Freund oder Feind ist, was nun folgt, wird erhellen, aufklären und unterhalten – und es wird auch ohne Zweifel einige verbreitete Irrglauben zerschmettern.

A. K.: Sie wurden 1944 geboren und wuchsen in Oshkosh, Wisconsin auf. Wie erinnern Sie sich an das Amerika Ihrer Kindheit und Pubertät, und wie sieht der Vergleich mit dem Amerika aus, das Sie heute kennen? Was waren Ihre Lieblingsbeschäftigungen?

KMD: Das Glaubenssystem der Post-1960er besagt, daß die 1950er eine Zeit schrecklicher Unterdrückung waren. In der kürzlichen Hasstirade des anti-weißen Aktivisten Tim White freut er sich auf den Tag, „an dem es keine Weißen mehr gibt, die die 1950er für die guten alten Zeiten halten, weil es keine Weißen mehr geben wird, die sich wirklich an sie erinnern, und daher werden wir akkurat und ehrlich über sie unterrichten können, ohne eure kostbaren Gefühle zu verletzen.“

Aber die 1950er waren eine wunderbare Zeit, um in einer kleinen Stadt (ca. 40.000 EW) im Mittleren Westen aufzuwachsen. Es war eine stabile, wohlgeordnete Gemeinde – letztendlich vielleicht langweilig. (Aus irgendeinem Grund dachte ich nie, daß ich dort auf Dauer leben würde.) Aber sie bot ein gewisses Gefühl der Sicherheit, von dem ich glaube, daß es heute in den meisten Gemeinden fehlt. Scheidungen waren unbekannt, daher machte keines der Kinder, die ich kannte, große familiäre Umbrüche durch. Es war eine Zeit wirtschaftlicher Blüte, die jedem ein optimistisches Gefühl für die Zukunft gab – was der Generation, die die Große Depression durchgemacht hatte, zweifellos höchst willkommen war. Das Leben schien immer besser zu werden (und wurde es auch).

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Was ist mit mir geschehen?

Kurtagic Enlightenment

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots.

Das Original What Happened to Me? erschien am 14. Oktober 2010 im „Occidental Observer“.

Wie kommt ein gebildeter Mensch dazu, gesellschaftlich inakzeptable Ansichten zu verbreiten? In Sachen Multikulturalismus, Einwanderung und Rassenbeziehungen behaupten die Standardantworten auf diese Frage psychiatrische Störungen oder soziale Gestörtheit als Ursache. Und doch ist bei mir niemals ersteres diagnostiziert worden, noch erfüllte ich jemals die Kriterien für letzteres: meine Eltern sind beide intelligente Büroprofis, in Pension nach erfolgreichen und einträglichen Karrieren; sie sind seit 42 Jahren glücklich verheiratet; alle drei haben wir eine höhere Bildung abgeschlossen, in verschiedenen Ländern gelebt, andere Kulturen erlebt, mehrere Sprachen gelernt und uns belesen und wohlinformiert gehalten. Andere TOO-Autoren aus meiner Bekanntschaft unterscheiden sich nicht sehr von mir: Kevin MacDonald ist ein Universitätsprofessor, Tomislav Sunic ist ein ehemaliger Diplomat, Elizabeth Whitcombe ist Finanzanalystin mit MIT-Abschluß in Ökonomie, Greg Johnson ist Verleger mit einem Doktortitel in Philosophie.

Was ist mit ihnen geschehen?

Was ist mit mir geschehen?

Sicherlich muß es genetische Faktoren geben, die mich dazu prädisponierten, eine Reihe lose miteinander in Beziehung stehender Werte gegenüber einer anderen zu bevorzugen – Qualität vor Quantität, Individualität vor Allgemeinheit, und so weiter. Aber während dies Material für einen faszinierenden Essay eines Evolutionspsychologen wäre, gibt es keine sehr interessante Geschichte ab: immerhin, wenn ich nicht anders kann, gibt es nicht viel zu diskutieren. Mehr noch, Gene erzählen eine unvollständige Geschichte: meine angeborenen Veranlagungen haben sich – nachdem sie angeboren sind – in vierzig Jahren nicht geändert; und doch gab es eine Zeit, als ich konventionellere Ansichten zu Multikulturalismus, Einwanderung und Rassenbeziehungen hatte als jetzt. Daß meine Prosa jetzt regelmäßig hier veröffentlicht wird, unter der Schirmherrschaft von Amerikas umstrittenstem Universitätsprofessor, wie auch auf ähnlichen Webseiten und Publikationen, ist das Ergebnis langer Prozesse, an denen eine Abfolge entscheidender Ereignisse beteiligt war.

Wie ich in einem früheren Artikel erwähnte, schreibe ich, weil ich weiß, daß die Zukunft nicht mehr das ist, was sie früher war. Ich erlebte sie in Caracas vor über dreißig Jahren, zu einer Zeit, als man sich das einundzwanzigste Jahrhundert als Utopia des Weltraumzeitalters vorstellte und nicht wie eine in den 1970ern feststeckende karibische Republik. Jedoch war dies erst Jahre später ein Faktor; obwohl ich in einer rassebewußten Gesellschaft gelebt hatte, mit einer weißen Minderheit an der Spitze und einer farbigen Mehrheit ganz unten, waren die traditionellen Heimatländer der Weißen immer noch fast gänzlich weiß, und niemand stellte sich vor, daß dies eines Tages nicht mehr der Fall sein würde.

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Filmrezension: Straw Dogs

strawdogs

Eine Filmrezension von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots

Das Original wurde am 18. Juli 2010 bei Counter-Currents Publishing veröffentlicht:

http://www.counter-currents.com/2010/07/straw-dogs/

Ich habe in früheren Artikeln wie auch in meinem dystopischen Roman “Mister” darauf hingewiesen, daß – je länger wir unsere Feinde so weitermachen lassen, wie sie es tun – umso härtere Maßnahmen nötig sein werden, um uns aus der gegenwärtigen Sauerei herauszuziehen.

Dies ist keine tiefschürfende Einsicht; es ist etwas, das jeder Schuljunge auf dem Spielplatz lernt. Wenn man eine Herausforderung ohne machtvolle Erwiderung durchgehen läßt, wird der Herausforderer sofort dazu ermutigt, ein Programm eskalierender Übergriffe zu starten. Je größer die Übergriffe, desto stärker der Gegenschlag, der nötig ist, um sie zu beenden. Nach einer Weile wird das Ausmaß der für die Wiederherstellung des Friedens nötigen Vergeltung so zerstörerisch, daß der Sieg über den Feind letztlich zu einem Pyrrhussieg wird. Es ist daher immer vorzuziehen, die erste Herausforderung sehr ernst zu nehmen und machtvoll oder sogar unverhältnismäßig zu erwidern, statt sie zu ignorieren oder im Versuch der Friedensbewahrung durchgehen zu lassen.

Vielleicht ist kein Film eine bessere Metapher dafür als der kontroversielle Psychothriller „Straw Dogs“ von 1971. Entstanden unter der Regie von Sam Peckinpah und mit Dustin Hoffman und Susan George in den Hauptrollen, ist dies die Geschichte eines jungen Paares – David Sumner, ein schüchterner amerikanischer Mathematiker, und Amy, seine eher kindliche Frau aus Cornwall – das auf eine Farm in einem kleinen Dorf in Cornwall zieht und schnell in Schwierigkeiten mit den Einheimischen gerät.

Nachdem er vier Arbeiter angeheuert hat, um sein Garagendach fertigzustellen, vertieft David sich in seine Arbeit, und Amy, die sich langweilt und nach Aufmerksamkeit sehnt, beginnt mit den Männern zu flirten – einer davon ist Charlie, der früher einmal etwas mit Amy gehabt hat. David hatte gegen Anfang des Films eine Statusherausforderung erlebt (siehe weiter unten), sich aber dazu entschieden, sie zu ignorieren, und damit müßiges Gerede und einen zunehmenden Autoritätsverlust gegenüber den Arbeitern ausgelöst.

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Warum wir schreiben

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Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Alex Kurtagic on Why We Write erschien am 5. Oktober 2009 in The Occidental Quarterly Online:

Ich schreibe, weil die Zukunft nicht das ist, was sie einmal war.

Ich weiß das, weil ich darin gelebt habe. Meine Eltern hatten in den 1970ern und frühen 1980ern Überseejobs, und infolgedessen verbrachte ich einen Teil meiner Kindheit und frühen Teenagerjahre in Lateinamerika. Venezolanische Schulen lehrten – zumindest damals — ihre Schüler, daß die Bevölkerung des Landes rassisch verschiedenartig war, von weiß bis schwarz, mit acht Schattierungen dazwischen. Die Schulbücher besagten, daß diese zehn Hautfarbschattierungen — jede mit einer Bezeichnung und Definition — das Ergebnis von Mischehen zwischen den drei ursprünglichen Bevölkerungen waren: den eingeborenen Amerindianern, den spanischen Conquistadores und den schwarzen Sklaven. Das Narrativ des Unterrichts war sachlich, aber die vorherrschenden Einstellungen dort wiesen auf eine stillschweigende Reihenfolge des gesellschaftlichen Status hin, die lose mit der Hautpigmentierung zusammenhing: Weiße waren ganz oben, Schwarze ganz unten. Es überrascht nicht, daß Weiße reich und in Autoritätspositionen waren, während Millionen ihrer dunkelhäutigen Gegenstücke arm waren und in Slums lebten. Hautblässe war unter Frauen ein geschätzter Vorzug. Es lag keine offensichtliche rassische Feindseligkeit in der Luft, die über eine gelegentliche Spöttelei am Spielplatz hinausging; jedoch: außerhalb der exklusivsten Gated Communities war die rassische Diversität im Alltagsleben allgegenwärtig und als Tatsache akzeptiert.

Vor einigen Jahren wurde es in der westlichen Medienklasse Mode, Venezuelas größeren und bekannteren Nachbarn Brasilien als Paradigma für die Zukunft zu benutzen. Alles Brasilianische wurde dementsprechend als spaßig, farbig, sinnlich und exotisch gepriesen. Der Wunsch, eines Tages “nach Südamerika zu touren”, wurde zu einer modischen memetischen Konsequenz unter britischen Frauen. Dieses stark idealisierte Bild des Multirassismus — das Bild des tropischen Paradieses, wie Kuba, aber mit mehr Geld — wich jedoch stark von der Realität ab, die ich Jahrzehnte zuvor erlebt hatte, als die Verhältnisse dort viel besser waren, als sie es heute sind. Es ist ein klarer Fall von Lockvogeltaktik: die Zukunft, die von unserer Regierungs-, Akademiker- und Medienklasse für uns vorbereitet wird, ist weit davon entfernt, ein Paradies zu sein.

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Beginn eines italienischen Bürgerkriegs gegen die Einwanderung

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Von Enza Ferreri; Original: Beginning of an Italian Civil War Against Immigration, veröffentlicht am 15. Dezember 2014 im Occidental Observer.
Übersetzung: Lucifex (Titelbild aus einem der verlinkten italienischen Artikel)

Ausnahmsweise haben wir einmal Krawalle nicht von antiweißen schwarzen Protestierern – an deren Gewalttätigkeit uns unter anderem Ferguson gewöhnt hat -, sondern von eingeborenen Europäern, die ihr Land gegen Invasoren verteidigen.

In Rom versuchte in der Nacht vom 10. auf den 11. November eine Gruppe von Einwohnern des Vororts Tor Sapienza, die in öffentlichen Wohnbauten wohnen, das örtliche Zentrum für Flüchtlinge und Asylwerber anzugreifen, das unpassenderweise „Il sorriso“ („Das Lächeln“) heißt, warfen Steine und Flaschen und setzten Müllcontainer in Brand, alles zwischen Glasscherben und unter Schreien „Wir wollen euch verbrennen“.

Das Aufnahmezentrum beherbergt über 40 Jugendliche – Ghanaer, Kongolesen, Äthiopier und andere Afrikaner, plus Afghanen und Syrer – die bei der Überquerung des Mittelmeers aus ihren Booten gerettet worden waren.

Die örtlichen Einwohner sind seit langem wegen Gesundheits- und Kriminalitätsproblemen im Zusammenhang mit Il sorriso besorgt gewesen, und nachdem ihre Beschwerden bei den Behörden unbeachtet blieben, nahmen sie die Dinge selbst in die Hand.

„Die Spannung“, sagte Tommaso Ippoliti, Präsident des Tor-Sapienza-Komitees, „schießt in die Höhe. Seit Jahren ist dieses Viertel im Stich gelassen worden, man kann nachts nicht ausgehen, und in letzter Zeit haben tätliche Angriffe und Diebstähle zugenommen. Vor ein paar Tagen ist ein Mädchen, das mit seinem Hund Gassi ging, mitten am Nachmittag im Park belästigt worden. Als Komitee distanzieren wir uns von der Gewalt letzte Nacht, aber die Leute sind zu Recht aufgebracht. Wir verlangen mehr Sicherheit.“

„Polizei ist spärlich vorhanden, und die Stadt hat auf Ersuchen um mehr Sicherheit und bessere Kontrollen der Migrantenzentren nicht reagiert“, fügte er hinzu.

Einbrüche, Diebstähle aus Autos, körperliche Angriffe sind von Bedeutung, aber auch der Verfall der Gegend, einschließlich der schlechten Beleuchtung im örtlichen Park. Deshalb gingen am 10. November etwa 150 Menschen zu einer spontanen Demonstration für „größere Sicherheit in einem von Einwanderern überlaufenen Viertel“ auf die Straße, und dann artete der Protest in Vorfälle städtischen Krieges aus.

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