Mars und Hephaistos: Die Rückkehr der Geschichte

Der Schwur der Horatier von Jacques-Louis David

Ein Auszug von César Tort aus “Mars & Hephaestus: The Return of History” von Guillaume Faye, übersetzt von Deep Roots:

Das einundzwanzigste Jahrhundert wird ein Jahrhundert des Eisens und der Stürme sein. Es wird nicht jenen harmonischen Zukünften ähneln, wie sie bis in die 1970er vorausgesagt wurden. Es wird nicht das von Marshall MacLuhan 1966 prophezeite globale Dorf sein, oder Bill Gates’ planetarisches Netzwerk, oder Francis Fukuyamas Ende der Geschichte: eine liberale globale Zivilisation, die von einem universalen Staat dirigiert wird.

Das Dritte Zeitalter der europäischen Zivilisation beginnt, in einer tragischen Beschleunigung des historischen Prozesses, mit dem Vertrag von Versailles und dem Ende des Bürgerkrieges von 1914-18: das katastrophale zwanzigste Jahrhundert. Vier Generationen waren genug, um die Arbeit von mehr als vierzig zunichte zu machen. Europa fiel seinem eigenen tragischen Promethanismus zum Opfer, seiner eigenen Öffnung gegenüber der Welt und dem Universalismus, unbewußt jeglicher ethnischen Solidarität.

Das Vierte Zeitalter der europäischen Zivilisation beginnt heute. Es wird das Zeitalter der Wiedergeburt oder des Verderbens sein. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird für diese Zivilisation das schicksalhafte Jahrhundert sein, das Jahrhundert des Lebens oder Todes.

Laßt uns den pessimistischen Optimismus Nietzsches kultivieren: “Es gibt keine Ordnung mehr zu bewahren; es ist notwendig, eine neue zu schaffen.” Wird der Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts schwierig sein? Stehen alle Zeiger im roten Bereich? Umso besser. Sie haben nach dem Zusammenbruch der UdSSR das Ende der Geschichte vorausgesagt? Wir wünschen ihre Rückkehr zu beschleunigen: donnernd, kriegerisch und archaisch. Der Islam nimmt seine Eroberungskriege wieder auf. China und Indien möchten Supermächte werden. Und so weiter. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird unter dem doppelten Zeichen des Kriegsgottes Mars stehen und des Hephaistos, des Gottes, der Schwerter schmiedet, des Meisters der Technologie und der unterirdischen Feuer. Dieses Jahrhundert wird das der metamorphischen Wiedergeburt Europas sein, wie der Phönix, oder seines Verschwindens als historische Zivilisation und seiner Umwandlung in einen kosmopolitischen und sterilen Luna-Park.

Der Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts wird die verzweifelte Mitternacht der Welt sein, von der Hölderlin sprach. Aber am dunkelsten ist es immer vor der Morgendämmerung. Laßt uns unsere Kinder auf den Krieg vorbereiten. Laßt uns unsere Jugend, und sei sie auch nur eine Minderheit, zu einer neuen Aristokratie bilden.

Heute brauchen wir mehr als Moral. Wir brauchen Hypermoral, das nietzscheanische Ethos schwieriger Zeiten. Wenn man sein Volk verteidigt, das heißt, seine eigenen Kinder, dann verteidigt man das Wesentliche. Dann folgt man der Regel von Agamemnon und Leonidas, aber auch von Karl Martell: was sich durchsetzt, ist das Gesetz des Schwertes, dessen Bronze oder Stahl den Glanz der Sonne widerspiegelt.

Leonidas in 300

Anhang des Übersetzers: noch ein paar passende Gedichtzitate…

Then out spoke brave Horatius, the Captain of the Gate,
„To every man upon this earth, death cometh soon or late;
And how can man die better than facing fearful odds,
For the ashes of his fathers and the temples of his Gods.“

Thomas Babington Macaulay, „Horatius“ (1881)

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Paulus: der Erfinder des Christentums

Paulus predigt in Athen; Darstellung von Raffaello. Paulus' Missionsversuche in Athen waren allerdings nicht sehr erfolgreich.

Paulus predigt in Athen; Darstellung von Raffaello. Paulus‘ Missionsversuche in Athen waren allerdings nicht sehr erfolgreich.

Von Michael Zick, erschienen in „bild der wissenschaft“ 12-2008.

Ohne den selbsternannten Apostel Paulus würde es das Christentum nicht geben. Er war theologisch und historisch der eigentliche Gründer.

„Mich ärgert dieses vom Papst ausgerufene Paulusjahr“, sagt Peter Pillhofer – er muß sich noch bis Mitte 2009 echauffieren. Der Lehrstuhlinhaber für Neues Testament an der Universität Erlangen-Nürnberg erbost sich über die 2000-Jahr-Feier, weil sie suggeriert, daß Paulus, der zunächst Saulus hieß, im Jahr 9 n. Chr. geboren wurde. „Wir wissen aber nicht, wann er zur Welt kam.“ Damit befindet sich der Apostel Paulus in Einklang mit Jesus von Nazareth, den er zum Jesus Christus machte.

Seit 30 Jahren wandert Peter Pilhofer auf den Spuren des Paulus durch Griechenland und Kleinasien. Auch wenn er noch keinen archäologischen Beleg für die Wanderschaft des Apostels gefunden hat, zieht er einen wissenschaftlichen Gewinn aus seinen Exkursionen. Das Credo des Theologieprofessors von der Universität Erlangen-Nürnberg lautet: Wer die Orte des frühen Christentums aus eigener Anschauung kennt, kann mit den biblischen Texten viel besser umgehen. Der streitbare Neutestamentler mit dem alttestamentarischen Bart weicht keinem Disput mit der herrschenden theologischen Lehrmeinung aus, die er streckenweise für „öd und langweilig“ hält.

Seit 30 Jahren wandert Peter Pilhofer auf den Spuren des Paulus durch Griechenland und Kleinasien. Auch wenn er noch keinen archäologischen Beleg für die Wanderschaft des Apostels gefunden hat, zieht er einen wissenschaftlichen Gewinn aus seinen Exkursionen. Das Credo des Theologieprofessors von der Universität Erlangen-Nürnberg lautet: Wer die Orte des frühen Christentums aus eigener Anschauung kennt, kann mit den biblischen Texten viel besser umgehen. Der streitbare Neutestamentler mit dem alttestamentarischen Bart weicht keinem Disput mit der herrschenden theologischen Lehrmeinung aus, die er streckenweise für „öd und langweilig“ hält.

„Paulus’ Interpretation des Wirkens Jesu war ganz entscheidend dafür, daß sich das Christentum zu einer eigenen Religion mit einem eigenen Profil, einer eigenen Ethik und eigenen Ritualen hat ausbilden können“, meint Jens Schröter. Doch der Institutsdirektor und Professor für Exegese und Theologie des Neuen Testaments an der Universität Leipzig ist sicher, daß Paulus – ebenso wie Jesus – keine neue Religion etablieren wollte, sondern seine Mission als Reformation des jüdischen Glaubens betrachtete. Die geschichtliche Wirkung war allerdings eine andere.

Saulus-Paulus stammte aus Tarsus, der weltoffenen Hafenstadt an der südöstlichen Mittelmeerküste Kleinasiens. Er war griechisch sprechender Jude in der hellenistisch geprägten Region, der seine jüdische Tradition eifrig pflegte: das von den Christen heute sogenannte Alte Testament, das er jedoch nur in der griechischen Übersetzung kannte. Er tat sich nach eigenem Bekunden als eifernder Christenverfolger hervor, bis ihm in seinem persönlichen Schicksalsjahr 33 Gott „seinen Sohn Jesus in mir“ offenbarte. Paulus’ folgendes Wirken als Verkünder Jesu war gewaltig, sein Selbstbewußtsein überschäumend. Doch: er begegnete seinem Superstar Jesus, den er so unvergleichlich promotete, nie.

Pillhofer: „Paulus versteht sich in erster, zweiter und dritter Linie als Apostel Jesu Christi. Er will die Botschaft von Jesus verkünden, alles andere spielt keine Rolle.“ Der Ehrentitel „Apostel“ für den – wie wir ihn heute sehen – einflußreichsten Wortführer Jesu war im ersten Jahrhundert jedoch umstritten. In der Apostelgeschichte wird ihm dieser Titel verweigert – bis auf zwei Stellen, wo der Autor offenbar andere Quellen einfließen ließ und schlecht redigierte. Denn nach urchristlicher Auffassung konnten nur die Jünger Jesu diese Bezeichnung für sich in Anspruch nehmen. Paulus hält selbstbewußt dagegen: „Ich habe mehr gearbeitet als sie alle.“ In der Tat, so Pilhofer, „haben die Jerusalemer Kollegen ja nicht über den Mauerring hinausgeschaut, während Paulus Tausende von Kilometern unterwegs war.“ Die Spuren der Jesus-Jünger verlieren sich in den neutestamentlichen Nachrichten dann auch ziemlich schnell.

Neue Bezeichnung „Christen“
Das rastlose Reisen wurde Paulus’ Markenzeichen. Nach einer wenig erfolgreichen Missionsexpedition nach Arabien stieg Paulus in die Leitung der sehr agilen frühchristlichen Gemeinde in Antiochia am Orontes (damals Syrien, heute das türkische Antakya) auf. Es war die erste Gemeinde außerhalb Palästinas und die erste, bei der (in der Apostelgeschichte) um 40 n. Chr. die Bezeichnung „Christen“ auftaucht. Und: Sie war die erste, die auch Nichtjuden in ihre Gemeinschaft aufnahm – ein unerhörter Affront gegen die Jerusalemer Konservativen und zugleich Impulsgeber für Paulus’ zukünftige Missionstätigkeit. Denn es wurde programmatisch unterschieden zwischen Judenchristen und Heidenchristen. Judenchristen waren Jesus-Anhänger, die beschnitten waren und die jüdischen Gesetze (Fasten, Sabbat, Reinheitsgebot) achteten. Ihr Mittelpunkt war die urchristliche Gemeinde in Jerusalem um Jakobus, den Bruder Jesu.

Heidenchristen verehrten ebenfalls den „Einen Gott“ der Juden und sahen im Wirken Jesu die Fortsetzung der jüdischen Heilsgeschichte, ließen sich jedoch nicht beschneiden und betrachteten die jüdischen Gesetze nicht als bindend. Hier setzte Paulus an. Nach Abstimmung mit den Jerusalemer Aposteln widmete er sich der Bekehrung der Heiden. So wurde er zum „Heidenapostel“, zum „Apostel der Völker“ – und zum wirkmächtigsten christlichen Missionar. Als Preis für die Zustimmung der Jerusalemer Hardliner versprach Paulus eine Riesenkollekte in all seinen neuen Gemeinden für die notleidenden Jerusalemer Urchristen.

Geschlagen und gesteinigt
Von Antiochia reiste Paulus in den nächsten drei Jahrzehnten ruhelos durch Kleinasien, Griechenland und Makedonien. Seine Wanderungen sind nur in der Apostelgeschichte des Neuen Testaments beschrieben, außerchristliche oder handfeste archäologische Belege gibt es nicht. So viel aber ist sicher: In Galatien, Philippi, Thessaloniki, Kolossä, Ephesus und an anderen Orten gründete er christliche Gemeinschaften. In Korinth überwarf und versöhnte er sich mit „seiner“ Gemeinde, auch in Athen trat er auf und disputierte öffentlich mit den Philosophen – offenbar nicht sehr erfolgreich. In Ephesus wurde er von den Römern ins Gefängnis geworfen, wo er sein Todesurteil erwartete, aber wieder frei kam. In seiner über viele Briefe verstreuten „Autobiographie“ liest sich das so: „Ich habe viel gearbeitet, ich war häufig gefangen, ich habe viele Schläge erlitten, ich war häufig in Todesnöten gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Geißelhiebe weniger einen erhalten, ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten.“

Tausende Kilometer für Christus: Der Wanderprediger Paulus nahm viele beschwerliche Reisen auf sich, um seine Überzeugung zu verbreiten. Dabei erlitt er mehrfach Schiffbruch. Seine genauen Routen sind nicht mehr nachzuvollziehen. Sobald es Paulus gelungen war, eine christliche Gemeinde aufzubauen, zog er weiter. Rom war seine letzte Station. Hier wurde er zwischen 64 und 67 n. Chr. hingerichtet.

Tausende Kilometer für Christus: Der Wanderprediger Paulus nahm viele beschwerliche Reisen auf sich, um seine Überzeugung zu verbreiten. Dabei erlitt er mehrfach Schiffbruch. Seine genauen Routen sind nicht mehr nachzuvollziehen. Sobald es Paulus gelungen war, eine christliche Gemeinde aufzubauen, zog er weiter. Rom war seine letzte Station. Hier wurde er zwischen 64 und 67 n. Chr. hingerichtet.

Was wie eine gewaltige innere Unruhe aussieht, bewertet Paulus-Kenner Pilhofer als weltumspannenden Plan: „Paulus wollte alles von Damaskus bis Spanien missionieren. Darauf hat er sich früh festgelegt. Allein schon dieser kühne Plan zeigt die Weite seines Denkens.“

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Götter, Götter, Götter: Die Macht der alten Mütter

Maria lactans (stillende Maria)

Maria lactans (stillende Maria)

Von „bast“, aus dem Historie-Magazin „Karfunkel“ Nr. 80 Februar-März 2009 (einschließlich der Bilder, außer jenem von der Mondsichelmadonna im Bonner Münster und jenen in meinem Anhang). Dort ist der Artikel unter dem Originaltitel „Götter, Götter, Götter, Teil 4: Die Macht der alten Mütter“ erschienen; das mit „Teil 4“ habe ich weggelassen, um den irrigen Eindruck zu vermeiden, daß die Teile 1 – 3 ebenfalls hier auf Nord-Licht erschienen seien. Auch habe ich den vorletzten Abschnitt dieses Artikels, „Gott oder Göttin – die Standpunkte in der theologischen Diskussion“ hier weggelassen, weil es darin fast nur um die Auseinandersetzung innerhalb der christlichen Theologie und die – von „bast“ offenbar eher distanziert gesehene – „feministische Theologie“ geht, was hier nicht das Thema sein soll (man muß auch bei Angaben zu heidnischen Göttinnen immer aufpassen, daß man nicht feministischem Unsinn aufsitzt). Mir geht es hier hauptsächlich um die Kultkontinuität alter heidnischer Vorstellungen (hier vor allem am Beispiel der Göttinnen-Trinität), die unter christlicher Herrschaft fortlebte, sowie um die daraus erkennbare europaweite Verwandtschaft dieser heidnischen Kulturelemente untereinander.

* * *

Das Bewußtsein für die Wanderungsbewegungen der Gottesvorstellungen ist so alt wie die Welt. Denn Religionen entstehen nicht im luftleeren Raum. Der Kirchenvater Augustinus sagt: „Die Wirklichkeit, die jetzt christliche Religion genannt wird, gab es schon bei den Alten, und sie fehlte nicht von Anbeginn des Menschengeschlechts, bis Christus im Fleische erschien, von wann ab die wahre Religion, die schon da war, begann die christliche zu heißen.“ Und das heißt, daß auch in Bezug auf die weiblichen Gottesbilder, die sich in der Verehrung der vielen heidnischen Göttinnen niederschlugen, mit einer Kultkontinuität im Rahmen des Christentums zu rechnen ist.

Belege dafür gibt es viele. Da ist zum Beispiel die Stadt Ephesus, in der die Göttin Diana verehrt wurde. Gerade hier errichtete der Apostel Paulus ein Zentrum seiner missionarischen Tätigkeit. Heute ist Ephesus die Stadt, die als Sterbeort der Gottesmutter Maria gilt. Diana waren im August Rituale gewidmet, die mit dem Untertauchen der Statue im Meer die Leben spendende Fruchtbarkeitsgöttin ehrten. Die katholische Kirche feiert am 15. August die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel, und in vielen Gegenden wird der sogenannte Frauendreißiger begangen, in dem Kräuterbusche gesammelt werden, deren heilende Kräfte sich in Aufgüssen und Räucherungen entfalten. Das Pantheon ist heute der Verehrung aller Heiligen geweiht. Die Kirche Santa Maria sopra Minerva verweist schon mit dem Namen auf den Kultort, über dem sie errichtet worden ist, und die dreigestaltige Göttin, in deren Verehrung die Menschen früherer Zeiten sich die zyklischen Abläufe des Lebens vergegenwärtigten, zeigt sich im süddeutschen Raum heute in Gestalt der drei heiligen Madl.

Drei Frauen, eine Göttin

Die Verehrung der Göttinnentrinität läßt sich in zahlreichen Religionen nachweisen, und auch dort, wo, wie bei Holle oder Perchta, eine Göttin im Zentrum des Kultes steht, sind die Aspekte der Bewältigung der Lebenszyklen deutlich erkennbar. Im keltischen Bereich verbindet sich die Vorstellung der dreigestaltigen Göttin mit dem Gedanken der Wiedergeburt. Die Eine in drei Personen konkretisiert sich z. B. in der Verehrung der Borbeth, die Heilung und Geborgenheit schenkt. Ihre Zeit ist der Neumond, ihr Symbol der Turm und ihre Wohnung die Anderswelt, in deren dunklem Schoß das neue Leben heranreifen konnte. Ihr folgt die lichte Wilbeth, deren Zeit der wachsende Mond ist. Ihr Gewand ist weiß, und als ihr Symbol trägt sie das Rad der Wiedergeburt. Die Fruchtbarkeit verkörpert Ambeth, die im Zeichen des vollen Mondes ein rotes Gewand trägt und deren Symbol die Schlange it. Ebenso wie Demeter und Persephone oder die im Rheinland vielfach verehrten drei Matronen steht die dreigestaltige Göttin zugleich für die Lebensphasen der Jugend, der Fruchtbarkeit und des Alters. In vorgeschichtlicher Zeit finden sich Hinweise auf ihre Verehrung in Felsritzungen, die die Symbolzahl drei verwenden. Dabei treten vor allem drei Formen in Erscheinung: das Labyrinth, drei in Dreiecksform angeordnete Schälchen und drei nebeneinander verlaufende Linien.

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Rassenvermischung: Nicht mehr nur für Verlierer?

„To boldly go, where no man has gone before“: der erste interrassische Kuß des Fernsehens in „Star Trek“

„To boldly go, where no man has gone before“: der erste interrassische Kuß des Fernsehens in „Star Trek“

Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Race-Mixing: Not Just for Losers Anymore? erschien am 28. Oktober 2010 bei „Counter-Currents Publishing

Wenn die meisten Leute Weiße sehen, die mit Nichtweißen gehen, dann ist die sofortige Annahme die, daß mit dem Weißen etwas nicht stimmt. Üblicherweise sind die Mängel offensichtlich. Wir wissen, warum eine unscheinbare oder fettleibige weiße Frau mit Schwarzen oder Mexikanern schläft: die sind bereit, über ihre Mängel hinwegzusehen, weil sie weiß ist. Wir wissen, warum es einen faden, aknenarbigen weißen Mann zu Asiatinnen hinzieht: die sind bereit, seine Mängel zu übersehen, weil er weiß ist (und natürlich fischen die Ausländerinnen auch nach Green Cards und Geld).

Und was ist mit attraktiven Weißen, die mit Nichtweißen gehen? In den letzten Jahren gehen mehr und mehr weiße Männer, die keine offensichtlichen Verlierer sind, mit Asiatinnen. Aber nach gängiger Meinung haben sie wahrscheinlich verborgene physische oder psychologische Mängel, wie ein Problem mit der Selbstwertschätzung (erscheint mir recht vernünftig).

Rassenvermischung wird als Ausdruck des Fortschritts in Rassengleichheit verkauft. Gutaussehende Romeos werden nicht länger durch die antiquierten Vorurteile ihrer Elterngeneration von ihren dunkelhäutigen Julias ferngehalten werden. Aber die hässliche Wahrheit ist, daß Rassenvermischung üblicherweise Rassismus und rassische Hierarchien voraussetzt. Die Weißen fühlen, daß sie sich nach unten paaren oder heiraten, und die Nichtweißen fühlen, daß sie sich nach oben paaren oder heiraten.

Weiße Verlierer werden zum Nach-unten-Heiraten hingezogen, weil sie fühlen, daß ihre dankbaren Partner ihre Mängel um des Privilegs willen übersehen werden, in eine überlegene Rasse einzuheiraten, und ihre nichtweißen Partner denken dasselbe: sie könnten niemals einen normalen Weißen kriegen, aber sie sind bereit, sich mit einem subnormalen zufrieden zu geben, weil sie in eine überlegene Rasse einheiraten wollen.

Eine damit verbundene Einstellung ist die, daß man Nichtweißen nicht verübeln kann, daß sie mit Weißen gehen oder sie heiraten wollen. Ihr Rassenverrat wird als völlig natürlicher Impuls gesehen. Die Einstellung ist die: „Wer könnte es schwarzen Männern verdenken, daß sie hinter weißen Frauen her sind? Habt ihr die schwarzen Frauen gesehen?“ – „Wer könnte es Asiatinnen verdenken, wenn sie mit weißen Männern zusammensein wollen? Schaut euch nur die asiatischen Männer an!“ (Jeder weiß auch, daß asiatische Männer und schwarze Frauen die großen Verlierer im interrassischen Paarungsspiel sind).

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V – Die außerirdischen Besucher – Teil 2

oder Star Dreck 7/2

von Dunkler Phoenix

 

Den ersten Teil dieses Artikels hatte ich damit beendet, dass ich das der Hollywoodpropaganda zugrundeliegende Weltbild analysiert habe.

Eben jenes scheint in „Staffel 3“ der Originalserie „V“ immer wieder durch. Eine Folge beginnt damit, dass in den Nachrichten davon berichtet wird, wie vereinte Streitkräfte von Israelis und Arabern die von den Außerirdischen besetzte Stadt Jerusalem befreien, wenn auch nur für kurze Zeit.In einer anderen wird davon berichtet, dass Weiße und Schwarze in Südafrika gemeinsam gegen die Außerirdischen kämpfen. Bezeichnend ist auch, dass ein Riesenschrank und Kampfkunstmeister der Aliens „Klaus“ genannt wird, während alle anderen Aliens englisch klingende Namen haben. Da wird (wie häufig in amerikanischen Serien) Roheit und Gewalt direkt mit Deutschtum assoziiert. Manchmal glaube ich, die Amis sehen uns wirklich so.

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V – Die außerirdischen Besucher – Teil 1

oder Star Dreck 7/1

von Dunkler Phoenix

(Ich freue mich, dass ich nun auch einen Beitrag zu der Reihe leisten kann, die ich immer sehr gerne gelesen habe.)

Ich werde mich hier mit beiden „V“ Serien – im ersten Teil mit dem Original aus den 1980er Jahren (1983-1985) und im zweiten Teil mit dem Remake (2009-2011) beschäftigen.

Die Originalserie wurde konzipiert als eine Analogie auf „den Faschismus.“ Die beiden Pilotfilme sind „den Resistance Kämpfern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewidmet“ In ihnen sind die Anspielungen auf Nazideutschland am offensichtlichsten:

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Verheiratet mit einem Vampir

Herman und Lily Munster

Von Herman Munster, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Married to a Vampire“ (Transkript eines Interviews vom 1. April 1964) erschien am 13.13.2010 bei Mockingbird Publishing/North American New Citizens.

Mein Name ist Herman Munster; ich wurde im Jahr 1815 an der Universität Heidelberg von Dr. Victor Frankenstein begonnen und um 1850 herum fertiggestellt. Nachdem ich in jungen Jahren Deutschland verlassen hatte, ging ich nach Großbritannien, wo ich von einer Adelsfamilie adoptiert wurde. Aber eigentlich wollte ich von meiner Frau erzählen, die ich 1865 in Transsylvanien geheiratet habe. Sie ist 137 Jahre alt und eine richtige Gräfin – Lily Munster, Countess of Shroudshire, geborene Dracula.

Lily ist ein wahrer Schatz, und ich liebe sie nach einem Jahrhundert noch wie am ersten Tag. Sie sagt mir immer, solche Männer wie mich machen sie heutzutage nicht mehr; oder auch: „Es zählt nicht, wie man aussieht, sondern wie groß dein Herz ist.“ Und da punkte ich natürlich sehr (bei mir hat man nicht am Material gespart). Ihr Aussehen ist jedenfalls umwerfend; einmal sagte sie: „Wenn ich an den Gartenzaun gehe – du solltest all die Frontalkollisionen sehen!“ Ich betrachte sie gern, wenn sie nachts neben mir in ihrem Todesschlaf im Bett liegt, während ich zum Einschlafen Wölfe zähle und immer noch ihr Chanel Nr. 13 in der Nase habe. Manchmal gehen wir auch im Regen zum Strand und machen romantische Spaziergänge.

Lily Munster nah

Lily nennt mich gern „Pussycat“. Okay, manchmal auch „Goofball“ („Herman, you goofed it again!“ ist einer ihrer häufiger verwendeten Sätze). Nun ja, mir passieren schon öfters blöde Sachen, und vielleicht hat sie auch nicht unrecht damit, daß ich mich für mein Alter manchmal recht kindisch benehme. Sie ist halt die Stimme der Vernunft in unserem Haushalt – diejenige, die den von mir angerichteten Murks wieder geradebiegt. Und wenn ich ihr gegenüber meinen Standpunkt als Familienoberhaupt und Haushaltsvorstand durchsetzen möchte, dann lacht sie mich aus oder übergeht mich einfach, deshalb lasse ich das inzwischen lieber. Aber sie richtet mir immer leckere Lunchpakete für die Arbeit (mit Fledermausmilchjoghurt!), und im Haushalt ist sie auch sonst unübertroffen, wenn sie das Haus mit Spinnweben dekoriert und die Räume mit dem Staubsauger bearbeitet (ich habe übrigens gehört, daß in anderen amerikanischen Haushalten Staubsauger verwendet werden, die den Staub aufsaugen, statt ihn über den Boden zu verteilen; könnt ihr das verstehen?). Wenn Lily bei der Hausarbeit in Fahrt ist, muß ihr selbst unser Haustier Spot weichen. Man sieht, sie schwingt bei uns nicht nur den Besen, sondern auch das Zepter der eigentlichen Herrin im Haus.

Lily Munster und Spot

Ihr sagt das doch niemandem weiter, oder? Unsere Familiengeschichte wird nämlich fürs Fernsehen verfilmt, und ich möchte nicht, daß dann auch diese Sachen gezeigt werden. Womöglich wird daraus mit der Zeit überhaupt ein Trend, Väter im Fernsehen als trottelige, ungeschickte, naive und kindische Verlierer zu zeigen, die sich bei ihren Frauen nicht durchsetzen können und von ihren altklugen Kindern als wandelnde Peinlichkeit gesehen werden, über deren Schnitzer sie die Augen verdrehen. Von mir aus soll es nämlich so bleiben, wie es bei Serien wie „Flipper“, „Fury“, „Leave it to Beaver“ oder „Father Knows Best“ ist: Da sind die Väter noch souveräne Autoritätsfiguren, die von ihren Frauen unterstützt und von ihren Kindern respektiert werden.

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Star Dreck VI: Six Feet Under – Gestorben wird immer

Von Sternbald

Serien haben mich noch nie sonderlich interessiert, und einen Fernseher besitze ich nunmehr seit drei Jahren nicht mehr, weil dieser mich überwiegend nur mit Ekel, Ablehnung, Wut oder Langeweile beschenken würde. Kürzlich wurde ich von einem Bekannten, mit dem ich gelegentlich unverbindliche Gespräche führe, dazu eingeladen, mir die erste Episode seiner Lieblingsserie mit ihm anzusehen: Six feet under bzw. auf Deutsch Gestorben wird immer. Anscheinend hatte er die Hoffnung, mich davon zu begeistern. Wenn er nur geahnt hätte, was in mir vorging, während wir das Machwerk zusammen ansahen. Ja, es gibt Paralleluniversen. Er genoss es, und ich musste miterleben, wie mit einem medialen Vorschlaghammer an der Zerstörung unserer Kultur, unserer Familien und unserer zwischenmenschlichen Beziehungen gearbeitet wird. Wie untenstehend erkenntlich wird, ist diese Tatsache eigentlich so offensichtlich, dass es wirklich verwunderlich ist, dass sie nicht von jedem halbwegs intelligenten Menschen bemerkt wird. Lässt sich dies durch die bereits erfolgreich herbeigeführte Benebelung erklären, die bei Menschen, die von der Gehirnwäsche abhängig sind, immer extremere Dosen erlaubt?

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Star Dreck V: Affen und Gewalt

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Von Kairos.

Über die Filmserie „Planet der Affen“ und ihre Remakes ließe sich ein eigenes Buch schreiben. Ich will mich daher in diesem Artikel auf drei Aspekte beschränken:

  1. Was wird in den Filmen über Gewalt und Krieg ausgesagt?
  2. Inwiefern ist die Beziehung zwischen Menschen und Affen als Metapher für rassische Konflikte geeignet?
  3. Wie wird der Zuschauer manipuliert?

Ich werde mich auf die Filme „Planet der Affen“ (1968 – hier unter „a“), „Rückkehr zum Planet der Affen“ (1970 – „b“), „Planet der Affen“ (Remake, 2001 – „c“), und „Planet der Affen: Prevolution“ (Prequel, 2011 – „d“) beschränken, womit ich zwei der Originalfilme und die Remakes abgedeckt habe. Die ersten beiden Teile sind einfach Kult. Die anderen Teile der alten Reihe waren finanziell wenig erfolgreich und reichten nicht an den Kult der ersten heran. Zu Recht, wie ich finde.

Dabei werde ich jeweils eine kurze Zusammenfassung der Filme liefern und dann die drei oben genannten Punkte analysieren (unter „Ad 1, 2 und 3“).

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Star Dreck IV: Hollywoods Helden

Von Deep Roots.

Eli (Denzel Washington) marschiert in das heruntergekommene Wüstenkaff des Schurken Carnegie ein

Eli (Denzel Washington) marschiert in das heruntergekommene Wüstenkaff des Schurken Carnegie ein

Im GoV-Strang Umkehr ist möglich sowie auch in etlichen seiner eigenen Blogbeiträge vertrat der schwedische Blogger Conservative Swede die These, daß das Christentum die Schwäche der westlichen Welt durch „Umwertung aller Werte“ verursacht hätte, in der Weise, daß nun das Schwache als gut und das Starke als schlecht und böse gilt. Als ich über diese These nachdachte, an der mir zunächst etwas dran zu sein schien, um sie für einen eigenen „Situationserklärungsartikel“ zu verarbeiten, kam ich zu dem Schluß, daß sie nicht zutrifft. Egal, was man nun vom Christentum hält, und abgesehen von der ungeklärten Frage, warum sich dieser Effekt nur auf weiße Christen auswirken soll, nicht aber auf christliche Nichtweiße: sie stimmt einfach nicht mit der beobachteten Realität überein.

Auch heute, auch im sogenannten „Westen“, besteht in der breiten Öffentlichkeit ein ungebrochenes Verlangen nach Heldenfiguren im klassischen Sinn. Die Menschen wollen Geschichten über Helden sehen – über Superhelden mit magischen, übersinnlichen oder durch Mutationen verliehenen Superkräften, über hochbegabte, exzellent ausgebildete Geheimagenten, Polizisten, Raumfahrer, Schwertkämpfer und Kommandosoldaten, und über scheinbar gewöhnliche Menschen wie ihr und ich, die sich in außergewöhnlichen Situationen bewähren. Hollywood befriedigt diesen Bedarf in seinen Film- und Fernsehproduktionen und verdient dabei nicht nur massig Geld (wogegen nichts einzuwenden ist), sondern benutzt diese Helden auch gleichsam als Zuckerwürfel oder Impfköder, um uns „Schluckimpfungen“ mit antinationalem, globalistischem, feministischem, gutmenschlichem und anti-weißem Propagandadreck zu verabreichen, ohne daß wir uns dessen bewußt sind. Wohlgemerkt: das heißt nicht, daß diese Filme und Fernsehserien von der Qualität der Machart oder vom Unterhaltungswert her Dreck sind. In dem Fall wären sie wenigstens nicht so propagandawirksam, denn je mehr das Publikum vom Gebotenen in den Bann gezogen wird, desto bereitwilliger und unbewußter schluckt es auch die mitgeschmuggelten Propagandainhalte.

Diese Überlegungen inspirierten mich zu einem Artikel, den ich seither im Kopf herumtrug und der „Star Dreck“ heißen sollte, bezogen auf eben jenen durch Stars verkauften Propagandadreck und auf das „Star Trek“-Franchise, das hierfür besonders exemplarisch ist und in mindestens einem weiteren, separaten Artikel behandelt werden wird (ich war selber seit meiner Jugend ein „Trekkie“, bis ich mir dieser subversiven Gehirnwäsche bewußt wurde). Im Austausch mit Kairos zu diesem Thema kamen wir zu dem Schluß, daß es weit mehr Stoff hergibt als nur für einen Artikel, und daß Kairos über einige Serien besser Bescheid weiß als ich, sodaß wir beschlossen, eine in loser Folge erscheinende Artikelserie daraus zu machen, zu der jeder von uns Beiträge liefern würde (diese sind nicht als Rezensionen im herkömmlichen Sinn gedacht, sondern konzentrieren sich auf die in den Filmen und Fernsehserien enthaltenen Propagandaelemente). Nachdem Kairos nun schon einen Vorsprung von drei Artikeln hat (siehe Links ganz unten), liefere ich nun endlich meinen ersten Beitrag.

Neben Gutmenschenfilmen wie „Sommer in New York”, mit denen zu bereits einigermaßen Überzeugten gepredigt wird, auf daß sich die Gutis gegenseitig auf die Schulter klopfen können, muß es natürlich auch und vor allem Filme und Fernsehserien geben, die Leute wie uns ansprechen – konservative, patriotische Weiße – wenn die Umerziehungsagenda erfolgreich sein soll. Uns werden Helden und Geschichten präsentiert, mit denen wir mitleben sollen, sodaß wir die Propagandainhalte willig aufnehmen, sobald wir am Haken hängen. Hierbei wird in unterschiedlichem Tempo vorgegangen: bei manchen Serien kommt die Propagandamasche schnell zum Vorschein, bei anderen wird subtiler vorgegangen und erst nach längerem „Anfüttern“ das Gift druntergemischt. Ein Beispiel für erstere Vorgangsweise ist

E-Ring (Original: Military Minds)

E-Ring: Aunjanue Ellis, Dennis Hopper, Benjamin Bratt, Kelly Rutherford

E-Ring: Aunjanue Ellis, Dennis Hopper, Benjamin Bratt, Kelly Rutherford

In dieser Serie geht es um die Arbeit einer speziellen Abteilung innerhalb des Pentagon, die mit der Planung und Ausführung gefährlicher militärischer Spezialoperationen befaßt ist. Ihren Sitz hat diese Abteilung, die von Colonel Eli McNulty (Dennis Hopper) geleitet wird, im E-Ring des Pentagons (daher der Titel). In der 3. Episode Hart an der Grenze („Escape and Evade“) soll der Hauptcharakter, Major Jim Tisnewski (Benjamin Bratt) im irakisch-iranischen Grenzgebiet aufklären, ob dort illegal iranische Truppen operieren. Er gerät in eine gefährliche Lage, in der er von Muselmännern bedrängt wird und aus der ihm ein irakischer (oder iranischer, das weiß ich nicht mehr so genau) Junge zu entkommen hilft. Wieder zurück im Pentagon, serviert Tisnewski seiner Kollegin, Master Sergeant Jocelyn Pierce (Aunjanue Ellis) irgendeinen salbungsvoll-weise klingenden Spruch, worauf sie ihn fragt, woher er den habe.

Er: „Aus dem Koran.“

Sie: „Sieht aus, als gäb’s mehr als nur ein Gutes Buch.“ („The Good Book“ ist im Englischen eine Umschreibung für die Bibel).

Nach dieser Episode habe ich die Serie nicht mehr weiter angesehen.

Ein Musterbeispiel für die subtilere Vorgangsweise mit langsamem Anfüttern ist die Serie „24“, die ich von der zweiten bis zur siebten Staffel gesehen habe und die für mich bis zum Beginn der siebten Staffel eine Kultserie war.

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