Die Megalithiker der Jungsteinzeit

Von Arthur Kemp. Erschienen in seinem monumentalen Geschichtswerk March of the Titans, erstmals ers. 1999, zuletzt 2013. Übersetzt von Richard. Der vorliegende Abschnitt ist ein kurzer Auszug aus dem dritten Kapitel Gewaltige Tempel und erste Städte – die Jungsteinzeit.

Zuvor aus dieser Reihe auf Nord-Licht erschienen:

Einige wichtige Grundlagen über Rasse, Ethnizität und Kultur

Der Aufstieg und Fall von Kulturen

Die Tocharer – Eine vergessene weiße Wanderung

Als sich das Klima im Zuge des Rückganges der letzten großen Eiszeit verbesserte, wurde der Mensch der späten Altsteinzeit allmählich sesshaft und begann, sich dort anzusiedeln, wo das Land fruchtbar war und Schutz vor den Elementen bot.

Diese ersten befestigten Niederlassungen führten zu einem Wechsel in der Lebensweise der Menschen: Hatten sie früher nur Nahrung gesammelt und gejagt, begannen sie jetzt damit, sie auch zu kultivieren. Ackerbau und Tierhaltung wurden zu Kennzeichen dieser neuen Lebensweise. Diese Veränderungen sind bekannt als Neolithische Revolution und läuteten das neolithische (= jungsteinzeitliche) Zeitalter ein. Eine reguläre und gesicherte Nahrungsversorgung durch die Einführung der Landwirtschaft bedeutete, dass größere Bevölkerungen in befestigten und sichereren Gebieten leben konnten, und ermöglichte zum ersten Mal den Luxus, sich anderen Tätigkeitsfeldern widmen zu können als ausschließlich der Nahrungsproduktion.

Dieser Wechsel von wildbeuterischer Lebensweise („Jäger und Sammler“) zu Ackerbau und Tierhaltung begann plötzlich und verbreitete sich überall im von Weißen bewohnten Europa und im Nahen Osten. Die frühesten landwirtschaftlich genutzten Gebiete in Nordeuropa wurden in Irland gefunden und erscheinen fast zur selben Zeit, in der es im mesopotamischen „Fruchtbaren Halbmond“ zur Kultivierung von Pflanzen kam. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die ersten neolithischen Siedlungen um 10000 v. d. Z. entstanden und die Kultivierung von genießbaren Pflanzen und die Domestizierung von Tieren bis 5000 v. d. Z. sich überall in Europa und im Nahen Osten verbreitet hatten.

Es gibt zahlreiche Bauwerke (sogenannte Megalithen) und frühe neolithische Siedlungen, Kunstwerke und Grabstätten, sogar eine Art Alphabet, die beweisen, dass die Bewohner Europas zu dieser Zeit über eine fortschrittliche Gesellschaft und Kultur verfügten. Diese alten europäischen Kulturen dauerten rund 3000 Jahre an und fielen, als indogermanische Stämme vom heutigen Russland her nach Europa eindrangen.

Weiße Mediterrane und Proto-Nordische bevölkern den Nahen Osten

[Die] ersten Kulturen im mesopotamischen „Fruchtbaren Halbmond“ (im heutigen Irak) [wurden] ebenfalls von weißen Mediterranen und Proto-Nordischen geschaffen, was man anhand der großen Anzahl erhaltener Kunstgegenstände und Bilder aus dieser frühen Periode weißer Geschichte ersehen kann.

Um 5000 v. d. Z. nahmen die weißen neolithischen Siedlungen bereits die Form richtiger Dörfer und Ortschaften an und vereinzelt entwickelten sich an verschiedenen Orten Europas sowie West- und Südrusslands sogar regelrechte Städte. Diese frühen Europäer bauten Getreide an und hielten Haustiere wie Schweine, Rinder und Hunde.

Grabhügel geben Aufschluss über die rassische Zusammensetzung

Die Führer dieser frühen weißen Gemeinschaften wurden nach religiösen Ritualen begraben, die unglücklicherweise nicht überliefert sind, jedoch sind die erhaltenen Gräber eine gute Quelle für ihre Gesellschaft als Ganzes. Bedeutende Führer wurden in speziell angelegten schmalen Hügeln, den sogenannten Grabhügeln bestattet. Diese Grabfelder und eine Anzahl von zufällig entdeckten weniger wichtigen Gräbern geben wertvolle Hinweise auf die rassische Zusammensetzung der frühen Europäer.

Als Faustregel gilt, dass je weiter nördlich die Funde liegen, desto vorherrschender der nordische oder proto-nordische Typ ist, während etwa in Britannien und Zentraleuropa eine größere Anzahl alpiner oder mediterraner Rassetypen auftaucht.

Die Megalithen – eindrucksvolle Leistungen

In vielen Teilen Europas sind die ältesten Zeugnisse dieser Zeit die Megalithen (Großsteinbauten), die vermutlich einem religiösen oder anderen gesellschaftlichen Zweck dienten. Europaweit wurden massive Blöcke aus Stein, oder seltener aus Holz, über große Entfernungen transportiert und an ausgesuchten Orten aufgerichtet. Megalithbauten finden sich von Britannien über den ganzen Kontinent hinweg bis in die Gegend des Schwarzen Meeres in Südrussland – eine bemerkenswerte Leistung.

Die berühmteste dieser Steinanlagen ist Stonehenge in Wiltshire, England, das schrittweise erbaut wurde: Der älteste Teil stammt aus der Zeit zwischen 3500 und 3000 v. d. Z. Um einen Vergleich zu ziehen: Die erste Stufe des Baus von Stonehenge wurde also rund 1000 Jahre vor dem der großen ägyptischen Pyramiden begonnen. Der letzte Teil wurde um 1000 v. d. Z. errichtet und damit hunderte Jahre vor der griechischen und römischen Zivilisation.

Die Megalithbauten: Meisterwerke der Bautechnik

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Megalithbauten zu errichten, war keine einfache Aufgabe. Die Anstrengung, die erforderlich war, einen massiven Stein aufzurichten, war alleine schon eine Sisyphusarbeit; ebenso erforderte es ein großes Maß an Planung und Vorausschau, die gewaltigen Stürze auf die Spitze der Steine zu wuchten. Wie genau die frühen Weißen das zustande brachten, ist noch immer ein Rätsel für die Archäologie. Die abgebildete Illustration, die zeigt, wie die Steine aufgerichtet und ein Sturz platziert wurde, entspricht der vorherrschenden Annahme, wie die übermenschlichen Leistungen vor Tausenden von Jahren vollbracht werden konnten.

Kugelgelenke aus Stein

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Die Megalithbauten des Neolithikums waren nicht einfach nur aufeinander geschichtete Steine. Die Steine, die für Stonehenge genutzt wurden, waren zurechtgeschnitten und besaßen Kugelgelenke, um sie zu verbinden. Die Kugel ist noch immer deutlich auf der Spitze des aufgerichteten Steines zur Rechten erkennbar. Unten eine Illustration, die die Funktionsweise des Kugelgelenks verdeutlicht. Die Fähigkeit, solche Bauwerke aus Stein zu errichten, verdeutlicht die intellektuelle und technologische Fortschrittlichkeit dieser frühen Europäer, die von den populärwissenschaftlichen Medien so oft als „wilde Barbaren“ porträtiert werden.

Grabkammern und Gräber in ganz Europa

Als historische Quellen für das technologische Niveau der neolithischen Siedlungen werden die Grabmäler, die über weite Teile Europas verstreut liegen, oftmals übersehen: Einige der ältesten megalithischen Grabkammern wurden mit Hilfe der Radiokarbonmethode auf 6000 v. d. Z. datiert – etwa 3500 Jahre vor den berühmten ägyptischen Pyramiden. Es gibt vier Arten von Megalithbauten: Die Menhire bzw. Monolithen, ein einzelner stehender Stein von oft sehr großem Format; die Steinkreise, eine Anzahl von kreisförmig angeordneten Menhiren, wie etwa bei Stonehenge in England; die Steinreihen, so wie jene, die bei Carnac in Frankreich besichtigt werden können; schließlich die Grabkammern oder Kammergräber, die gelegentlich auch als Dolmen bezeichnet werden.

50.000 MEGALITHBAUTEN IN EUROPA OFFENBAREN AUSGEDEHNTE STEINZEITKULTUR

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Einmeißelungen auf den Wänden eines Megalithgrabes in der Bretagne, das auf 3000 v. d. Z. datiert wird. Es gibt mehr als 50.000 solcher Megalithbauten verteilt über ganz Europa, Zeugnisse einer florierenden jahrtausendealten Kultur.

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Originalübersetzung hier

Siehe auch:

Weitere Kapitel aus dem MARSCH DER TITANEN

Die Mächtigen von Brodgar von Angelika Franz

Astronomie im prähistorischen Europa von Fjordman

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