Frans Timmermans: „Europa muss Vielfalt akzeptieren“

Von Lucifex

Leser pils hat vor einer Weile in der Taverne einen Artikel von der Webseite „Unser Mitteleuropa“ verlinkt – Vizepräsident der EU-Kommission: monokulturelle Staaten ausradieren! – in dem diese Zusammenfassung einer Rede des Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans, vor dem EU-Parlament enthalten ist:

Laut der englischsprachigen Zusammenfassung auf der YouTube-Seite, der auch der obige Videoausschnitt entstammt (www.youtube.com/watch?v=N14U5ZE-N2w), hat Frans Timmermans, niederländischer Diplomat und seit 1. November 2014 Erster Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für „Bessere Rechtssetzung, interinstitutionelle Beziehungen, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechtecharta“, während einer Rede während des sog. „Grundrechte-Kolloquiums der EU“ (EU Fundamental Rights Colloquium) die Mitglieder des EU-Parlaments aufgefordert, vermehrt dazu beizutragen, dass monokulturelle Staaten verschwinden (in der englischen Zusammenfassung wörtlich: erase = ausradieren) und der Prozess der Umsetzung der „multikulturellen Vielfalt“ in allen Staaten weltweit zu beschleunigen.

Die Zukunft der Menschheit, so Timmermans, beruhe nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur. Die heutigen Konservativen, die ihre eigenen Traditionen wertschätzen und eine friedliche Zukunft für ihre eigenen Gemeinschaften wollen, berufen sich laut Timmermans auf eine „Vergangenheit, die nie existiert hat“ und können deshalb nicht die Zukunft diktieren. Europäische Kultur und europäisches Erbe seien lediglich soziale Konstrukte und jeder, der etwas anderes behaupte, sei engstirnig. Europa sei immer schon ein Kontinent von Migranten gewesen und europäische Werte bedeuteten, dass man multikulturelle Vielfalt zu akzeptieren habe. Wer dies nicht tue, stelle den Frieden in Europa in Frage.

Die Masseneinwanderung von moslemischen Männern nach Europa ist ein Mittel zu diesem Zweck. Kein Land soll der unvermeidlichen Vermischung entgehen, vielmehr sollen die Zuwanderer veranlasst werden, auch „die entferntesten Plätze des Planeten zu erreichen, um sicherzustellen, dass nirgends mehr homogene Gesellschaften bestehen bleiben.“

Timmermans ist einer der ersten unter den EU-Führern, der die Maske fallen lässt und seine Vorstellungen so deutlich ausspricht.

Was seine Aussagen implizieren, ist klar: die Existenz aller europäischen Völker steht auf dem Spiel!

Hier ist das in diesem Artikel enthaltene Video:

Hier ist meine Transkription von Timmermans‘ englischem Originaltext:

„Diversity is now in some parts of Europe seen as a threat. Diversity comes with challenges. But diversity is humanity’s destiny. There is not going to be – even in the remotest places of this planet – a nation that will not see diversity in its future. That’s where humanity is heading. And those politicians trying to sell to their electorates a society that is exclusively composed of people from one culture are trying to portray a future based on a past that never existed. Therefore that future will never be. Europe will be diverse, like all other parts of the world will be diverse. The only question is: how do we deal with that diversity? And my answer to that is: by insuring that our values determine how we deal with diversity and not giving up our values to refuse diversity. That will bring us down as a society. If we don’t get this right I truly believe Europe will not remain the Europe we built. Europe will not remain a place of peace and freedom for very long.“

Und hier ist meine Übersetzung davon:

„Vielfalt wird nun in manchen Teilen Europas als Bedrohung gesehen. Vielfalt ist mit Herausforderungen verbunden. Aber Vielfalt ist die Bestimmung der Menschheit. Es wird nicht einmal an den abgelegensten Orten dieses Planeten eine Nation geben, die in ihrer Zukunft keine Vielfalt erleben wird. Das ist es, wohin die Menschheit unterwegs ist. Und jene Politiker, die ihrer Wählerschaft eine Gesellschaft zu verkaufen versuchen, die ausschließlich aus Menschen aus einer Kultur besteht, versuchen eine Zukunft zu malen, die auf einer Vergangenheit beruht, die nie existiert hat. Daher wird es diese Zukunft nie geben. Europa wird vielfältig sein, wird wie alle anderen Teile der Welt vielfältig sein. Die einzige Frage ist: wie gehen wir mit dieser Vielfalt um? Und meine Antwort darauf lautet: indem wir sicherstellen, dass unsere Werte bestimmen, wie wir mit der Vielfalt umgehen, und nicht unsere Werte aufgeben, um die Vielfalt abzulehnen. Das wird uns als Gesellschaft zu Fall bringen. Wenn wir das nicht hinkriegen, so glaube ich wahrlich, dass Europa nicht das Europa bleiben wird, das wir erbauten. Europa wird [dann] nicht sehr lange ein Ort des Friedens und der Freiheit bleiben.“

Hier spricht Timmermans zum einen eine sehr dreiste Lüge aus, die für jeden mit etwas persönlichem und historischem Gedächtnis zu durchschauen ist: dass das Bild von Gesellschaften, die ausschließlich auf Menschen aus nur einer Kultur bestehen, „auf einer Vergangenheit beruht, die nie existiert hat.“ Wie die meisten von uns sich noch erinnern werden, war das früher die ganz normale Realität in den meisten Teilen Europas, dass die Gesellschaft eines Landes aus Menschen einer einzigen Kultur bestand. Und selbst dort, wo es Volksminderheiten gab, ging das erstens meist auf frühere Versuche von Herrschern zur Schaffung multiethnischer Reiche zurück, mit allen dadurch geschaffenen Spannungen und Konflikten, und zweitens waren das dennoch europäische Minderheiten, die zwar eine andere Muttersprache hatten und fallweise auch einer anderen Version des Christentums anhingen, aber doch einer nur etwas anderen Variante einer gemeinsamen europäischen Kulturfamilie angehörten.

(mehr …)

Offener Brief an die weiße Rechte

Tim „White Like Me“ Wise

Tim „White Like Me“ Wise

Von Tim Wise, übersetzt von Deep Roots

Das Original An Open Letter to the White Right, On the Occasion of Your Recent, Successful Temper Tantrum erschien am 3. November 2010 bei Daily Kos.

(Anm. d. Ü.: dies ist Teil 4 meine Reihe „Right from the horse’s mouth“. In  Tim Wise Hates White People, wo ich den Link zu diesem Text gefunden habe, schreibt Kevin MacDonald treffend: „Wise’s Kommentare sind eine Pflichtlektüre für jede weiße Person in Amerika. Der Hass ist mit Händen zu greifen. Wir bei TOO [The Occidental Observer] sind beständig auf dem Thema herumgeritten, daß die Weißen von einer feindseligen Elite bedrängt werden und daß wir, wenn wir zu einer Minderheit werden, physisch gefährdet sein werden – genauso wie die ethnischen Russen und Ukrainer erlebten, wie ihre Elite ausradiert und Millionen ihres Volkes von der feindseligen Elite ermordet wurden, die die UdSSR beherrschte (siehe auch Solschenizyns 200 Years Together). Es ist sehr gefährlich für jede Volksgruppe, politische Macht und Kontrolle aufzugeben. Die Macht freiwillig zugunsten ethnischer Gruppen aufzugeben, die einen historischen Groll hegen, ist Wahnsinn.]

 

Offener Brief an die weiße Rechte, anläßlich eures kürzlichen erfolgreichen Wutanfalls

Ihr reichen Leute alle, genießt den Champagner, oder was immer ihr für einen ausgefallenen Scheiß-Scotch trinkt.

Und an euch alle ein bißchen weiter unten auf der ökonomischen Skala, genießt euer Pabst Blue Ribbon, oder was immer ihr für eine Scheißbrühe von Bier bevorzugt.

Was immer der Fall sein mag, und was immer eure ökonomische Position ist, wisset dies:

Ihr müßt austrinken.

Und das schnell.

Und stark.

Denn eure Zeit ist begrenzt.

Wirklich verdammt begrenzt.

Feiert also Partys, solange ihr könnt, aber denkt an die zunehmend laute Uhr, die in den Winkeln eures Bewußtseins vor sich hin tickt.

Die Uhr, die euch daran erinnert, wie wenig Zeit euch und den Euren bleibt.

Nicht mehr viel jetzt.

Tick, tack.

Tick, tack.

Tick.

Tack.

Ich weiß, daß ihr euch mit dieser Wahl „euer Land zurückgeholt“ habt – und natürlich habt ihr immer gedacht, daß es für euch da war, denn mit diesem Glauben werden wir Weißen aufgezogen, daß es uns gehört [Frechheit, daß er sich so scheinheilig zu den Weißen zählt, die er verachtet; d. Ü.], und wie kann irgendjemand es wagen, etwas anderes zu sagen – aber ihr irrt euch.

Ihr habt eine kleine Schlacht in einem größeren Krieg gewonnen, dessen Bedeutung ihr nicht im Entferntesten versteht.

Denn es ist nichts auch nur leicht Originelles an euch.

Es hat immer welche gegeben, die sich das Land zurückholen wollten.

(mehr …)

Brief an die weiße Rasse

Brief an die weiße Rasse

Das von einem unbekannten Autor verfaßte Original „Letter to the White Race“ erschien am 21. August 2008 auf „Voice of Reason“:

http://reasonradionetwork.com/?p=497

Deutsche Übersetzung von Osimandia

 

Weißer Mann!

Wir bedauern, Dir mitteilen zu müssen, dass Deine Art zur Auslöschung vorgesehen ist. Wir, die verschiedenen Drittweltmehrheiten Afrikas, Asiens, Indiens, Südamerikas und des Nahen Ostens machen hiermit geltend, dass Deine lange Geschichte des erfolgreichen Aufbaus von Zivilisationen, der Entwicklung neuer Technologien, der Schaffung stabiler Regierungen, des guten Willens, große Teile der Welt durchzufüttern und selbst zwischen den am schlimmsten randalierenden Horden unserer eigenen Heimatländer Frieden und Wohlstand zu schaffen, uns neidisch und voller Abneigung gemacht hat. Wir, die wir 92% der Weltbevölkerung stellen, fühlen, dass wir die große Kluft zwischen Eurem Erfolg und unserem jämmerlichen Versagen nicht weiter ertragen können. Die Lösung für diese Ungleichheit sollte für alle Beteiligten offen zu Tage liegen.

Wir haben vor, Schritt für Schritt in Eure angestammten Heimatländer einzufallen, und um das zu erleichtern, haben wir die vollständige Kooperation Eurer kontrollierten Medien, Regierungen, akademischen Einrichtungen und Justiz. Während wir persönlich keine dieser Instanzen kontrollieren, profitieren wir unendlich von dem kryptomarxistischen System, das vor vielen Jahrzehnten von einer ethnischen „fünften Kolonne“ eingesetzt wurde und das vollkommen unbehelligt auf allen Ebenen Eurer politischen, akademischen und Medienkultur operiert. Ihre Einmischung in die natürliche Entwicklung Eurer konstitutionellen Republiken war unverzichtbar für unsere Anstrengungen, Euch die Kontrolle über alles, für dessen Aufbau und Erhaltung Ihr während des letzten Jahrhunderts gekämpft habt, zu entreißen. In der Tat, wenn es diese fünfte Kolonne nicht gäbe, wäre keiner unserer gegenwärtigen Pläne durchführbar.

Indem sie sorgfältig die Schulen, Universitäten, die Medien und die Presse kontrolliert und manipuliert hat, ist es dieser „Fremdgruppe“ gelungen, die große Masse Eurer Rasse davon zu überzeugen, dass Widerstand nicht nur zwecklos, sondern darüberhinaus auch unmoralisch, barbarisch, verkommen und eines „denkenden“ Individuums unwert ist. Indem sie das Klischee eines „rassistischen Redneck-Widerstands“ verbreitet haben, haben sie in den Köpfen fast aller weißen Menschen den Kampf um die weiße Identität zu einer regelrechten Sünde gemacht. Kurz gesagt: Sie haben die Völker europäischer Herkunft davon überzeugt, dass ein langsamer Selbstmord dem absolut Bösen des „Rassismus“ vorzuziehen ist.

Während sie das taten, haben sie darauf gedrängt, Stück für Stück die Grenzen ALLER weißen Nationen für unsere übellaunigen Massen zu öffnen, sie haben die Tore weit aufgestoßen, während sie der Öffentlichkeit versicherten, dass „Rasse keine Rolle spielt“. Da aber Rasse in Wirklichkeit SEHR WOHL eine Rolle spielt (wer sollte das besser wissen als wir?) haben sie zeitgleich ein totalitäres System von „Hassrede“- und „Hassverbrechen“-Gesetzgebung etabliert, um diejenigen wenigen Weißen, die möglicherweise noch etwas schwelenden Unmut angesichts des zunehmenden Verfalls ihrer Gesellschaft und Kultur empfinden könnten, weiter zu entfremden und zu kriminalisieren. All das befindet sich in vollständiger Übereinstimmung mit den weitreichenden Plänen dieser speziellen ethnischen „Fremdgruppe“ und wurde manchmal auch als der „lange Marsch“ bezeichnet.

Diese Fremdgruppe, die einen Sinn für rassischen Zusammenhalt aufweist, der bislang auch unter den am engsten miteinander Verbundenen all der verschiedenen menschlichen Völker unbekannt ist, hält die Presse und elektronischen Medien in einem Griff, der in seiner umfassenden Reichweite nahezu ein Monopol darstellt. Da sie so durch und durch die Kontrolle über diese Organe zur Verbreitung von Propaganda ausüben, sind sie bestens in der Position, Feindseligkeit gegen die weißen Völker Europas und Amerikas zu verbreiten und die Minderheiten gegen die Mehrheiten in diesen Ländern aufzuhetzen: Schwarze gegen Weiße, Latinos gegen Weiße, Asiaten gegen Weiße, Araber gegen  Weiße, Inder gegen Weiße und so weiter und so fort.

Vereinfacht wird das durch Jahrzehnte der Gehirnwäsche, beginnend in den Grundschuljahren, mittels der Weiße nicht als die Erschaffer einer großartigen Zivilisation oder die bewundernswerten Führer der Freien Welt dargestellt werden, sondern in einer schiefen und komplett verzerrten Art und Weise als Unterdrücker, Sklavenhalter, völkermörderische „Nazis“, Ku-Klux-Klan-Mitglieder, imperialistische Kolonialisten und zahnlose Hinterwäldler, die stets darauf aus sind, den nächstbesten Farbigen, der ihnen über den Weg läuft, zu lynchen. Diese Gehirnwäsche hetzt nicht nur die Minderheiten in den gemischtrassigen „Schulen“ auf, sondern schafft auch ein verinnerlichtes Gefühl der „weißen Schuld“, das die Fremdgruppe für die Aufrechterhaltung ihrer Kontrolle als besonders nützlich erachtet.

(mehr …)

Historischer Hintergrund zum Zweiten Weltkrieg

ca. 1940s, Germany [?] --- William Joyce (Lord Haw-Haw), Nazi radio propagandist. --- Image by © CORBIS

Von William Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Historical Background to the Second World War erschien am 8. März 2012 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Anmerkung des Herausgebers [d. h. Greg Johnson]:

Das Folgende ist das erste Kapitel „Historical Background“ von William Joyces Twilight Over England. Joyce wurde in New York City geboren. Dann ging er nach Irland und England, wo er ein Mitglied von Sir Oswald Mosleys British Union of Fascists wurde. (Sein Gesicht wurde in einer Straßenschlacht mit jüdischen Schlägern schrecklich vernarbt.)

Kurz bevor Britannien den Zweiten Weltkrieg anfing, flohen Joyce und seine Frau nach Deutschland, wo er 1940 eingebürgert wurde. In seinen Schriften und populären englischsprachigen Radiosendungen unter dem Namen Lord Haw Haw strebte Joyce danach, Deutschlands Sicht auf den Krieg und die Gefahren zu erläutern, denen die europäische Zivilisation sich gegenübersah.

Nach dem Krieg exekutierten die Briten William Joyce wegen seiner Ansichten und klagten ihn des Verrats an, obwohl sie dazu keine Rechtshoheit hatten, denn Joyce war nie ein britischer Staatsbürger gewesen. Kurz, William Joyce starb, damit Sie diese Worte lesen können.

 

WIEVIEL man aus der Geschichte lernen kann, ist lange eine Sache der Spekulation gewesen.

Viel hängt von der Fähigkeit des Schülers ab. Es gibt wahrscheinlich keinen Zweig des Lernens, außer der Ökonomie, in dem Vermutungen eine so große Rolle spielen. Fast jede Anzahl von Fakten kann in parteiischer Weise ausgewählt werden, um jede Theorie zu beweisen, wie absurd sie auch sei. In diesem Kapitel wird kein Versuch einer philosophischen Verallgemeinerung gemacht werden. Unsere einzige Absicht ist es zu zeigen, wie Englands historische Entwicklung zu dem schicksalhaften und fatalen Schritt beitrug, den seine Regierung am 3. September 1939 unternahm [Britanniens Kriegserklärung gegen Deutschland].

Es liegt eine gewisse dramatische Ironie in Mr. Chamberlains Wahl des Datums. Denn der 3. September war das Datum von Oliver Cromwells Geburt und auch seines Todes. Und wieviel das England von heute Cromwell verdankt, wird von sehr wenigen gewürdigt. Diese grobe, harte, hässliche, selbstgerechte Gestalt hat immer noch ihre Bewunderer. Selbst so scharfsinnige und grundehrliche Gelehrte wie Thomas Carlyle haben ihm Anerkennung gezollt. Und die meisten der englischen Liberalen, die vor Diktatur zurückscheuen, haben am Schrein dieses militärischen Autokraten gehuldigt, weil er der erste Engländer war, der eine völlige metaphysische Einheit zwischen Bibel, Geld und Schwert erlangte. Der Leser darf nicht denken, daß wir die Tugenden von Charles I. zu debattieren beabsichtigen, des guten Vaters und treuen Ehemannes. Im Gegenteil, wenn dieser auf nüchterne Weise fromme Mensch es verstanden hätte, sein Wort zu halten, wenn er sich nicht als den Botschafter des Allmächtigen in England betrachtet hätte, wäre es gut möglich gewesen, daß der Name Oliver Cromwells in die Mittelmäßigkeit gehüllt geblieben wäre, aus der er hervorging. Das Schicksal wollte es anders.

Im Jahr 1642 brach der Englische Bürgerkrieg aus, der die gesamten Britischen Inseln in Hader verwickeln sollte. Auf der einen Seite repräsentierte Charles die unbeschränkte Monarchie, die Church of England und in einem geringen Maß ein feudales Gesellschaftskonzept; auf der anderen Seite stand eine in der Tat sehr seltsame Kombination. Es war im Wesentlichen eine Partei, die aus den Lagern der Kaufleute und der Puritaner zusammengeschweißt war, die bereits in den Tagen Königin Elizabeths Anzeichen von Aufsässigkeit gezeigt hatten.

Die Tudor-Despotie war 1485 begründet worden, weil der Handel ohne feste Regierung unmöglich gewesen wäre und auch weil das ganze Land den dauernden Zank unter den Überbleibseln der alten Aristokratie satt hatte.

Kaum hatte jedoch diese Autokratie, diese Diktatur, dem englischen Volk Wohlstand gebracht, als auch schon eine Bewegung damit begann, sich ihrer zu entledigen. Nichts auf der Welt konnte natürlicher sein, als daß die Kaufmannsprinzen, fett geworden an den Gewinnen aus der Neuen Welt, Einwände dagegen hatten, Steuern – und noch dazu hohe Steuern – an den Thron zu zahlen, der ihnen ihren Erfolg verschafft hatte. Daher entstand früh in de englischen Geschichte die unheilvolle Tendenz, Geld und Macht als synonym zu betrachten. Nun wurde diese neue Plutokratie enthusiastisch von den Puritanern unterstützt. Diese ernsten, wenn auch fanatischen Extremisten hatten unzweifelhafte Beschwerden. Es wurde ihnen sicherlich verboten, ihre Religion auszuüben. Sie wurden in vielen Fällen mit der Intoleranz dieser Zeit verfolgt, wie es auch die römischen Katholiken wurden. Diese Puritaner hatten jedoch allzu tief aus der jüdischen Philosophie getrunken. Sie waren nicht damit zufrieden, das Alte Testament zu lesen. Sie mußten sich mit den Gestalten darin identifizieren. Sie gaben sich Namen wie „Hew-Agag-In-Pieces-Before-The-Lord.“ Ben Johnson übertrieb kaum, als er seine Puritaner Tribulation Wholesome [„Gesunder Kummer“] und Zeal-in-theLand [„Eifer im Land“] nannte. Gewiß hatte sich der Materialismus der Juden, wie er im Alten Testament enthüllt wird, tief in ihre Seelen gefressen: denn bei all ihren Psalmen und all ihren Hymnen begannen sie bald, mit vollen Händen Geld zu scheffeln. Durch irgendeinen ziemlich obskuren Vorgang schlichen sie sich allmählich in die Kaufmannsschicht ein, vielleicht weil ihre Religion kein Laster außer der Liebe zum Geld erlaubte. Wenn ihr Eindringen in die Plutokratie auch nicht leicht zu erklären ist, so ist es nicht schwierig zu erklären, warum so viele Kaufleute Puritaner wurden. Der Grund war, daß es so viel würdiger klang, in Verteidigung der Religionsfreiheit gegen die Krone zu protestieren als in versuchter Steuervermeidung.

Somit führten viele wohlhabende Persönlichkeiten unter dem Vorwand des Kampfes für den reinen Protestantismus einen großen Kampf um politische Vorherrschaft.

(mehr …)

Mythen und die russischen Pogrome, Teil 3 – Die jüdische Rolle

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Myth and the Russian Pogroms, Part 3 – The Jewish Role erschien am 13. Mai 2012 im Occidental Observer. Zuvor erschienen: Neubetrachtung der russischen Pogrome im 19. Jahrhundert, Teil 1: Rußlands Judenfrage und Mythen und die russischen Pogrome, Teil 2: Erfindung von Greueltaten.

 

Wir setzen unsere Serie von Essays zur Untersuchung der russischen Pogrome mit diesem Essay über die Rolle fort, die von Juden bei der Provokation zu den Unruhen gespielt wurde. Wie in Teil 2 festgestellt, ist eines der Schlüsselprobleme mit der existierenden Geschichtsschreibung zu den Pogromen (und zu „Antisemitismus“ im Allgemeinen), daß diese Narrative ständig behaupten, daß die Misere der Juden das Ergebnis von nichts weiter als irrationalem Hass war. Juden nehmen in diesem Narrativ eine sanftmütige und passive Rolle ein und haben nichts Schlimmes getan außer Juden zu sein. Es gibt kein Gefühl jüdischer Einwirkung, und man erhält den Eindruck, daß Juden historisch die Fähigkeit gefehlt hat, in der Welt zu agieren. In fast jeder einzelnen akademischen und populären Geschichte der Pogrome akzeptiert der Autor blindlings die Grundannahme (oder hält sie vorsätzlich aufrecht), daß die Juden im Russischen Reich jahrhundertelang gehasst wurden, daß dieser Hass irrational und unbegründet war und daß der Ausbruch antijüdischer Unruhen im späten 19. Jahrhundert eine reflexhafte emotionale Reaktion auf die Ermordung des Zaren und einige Ritualmordvorwürfe war.

Dies ist natürlich weit von der Wahrheit entfernt, aber die Vorherrschaft dieses „Opferparadigmas“ spielt zwei bedeutende Rollen. Erstens ist die jüdische Geschichtsschreibung gesättigt mit Anspielungen auf den „einzigartigen“ Status der Juden, die unter „einzigartigem“ Hass seitens aufeinanderfolgender Generationen von Europäern gelitten haben. Im Wesentlichen ist es die Vorstellung, daß Juden als exemplarisches „schuldloses Opfer“ in der Welt allein dastehen. Auch nur irgendein Gefühl jüdischer Einwirkung zuzulassen – irgendeine Behauptung, daß Juden vielleicht in mancher Weise zu antijüdischen Einstellungen beigetragen haben – heißt, dem Fortbestand dieses Paradigmas zu schaden. In diesem Sinne trägt das „Opferparadigma“ auch stark zum Anspruch auf jüdische Einzigartigkeit bei, und, wie Norman Finkelstein hervorgehoben hat, kann man in vielen Beispielen jüdischer Geschichtsschreibung die Tendenz erkennen, sich nicht so sehr auf die „Leiden von Juden“ zu fokussieren, sondern vielmehr auf die einfache Tatsache: „Juden haben gelitten.“ [1] Als Ergebnis davon bietet das Paradigma keinen Platz für nichtjüdisches Leiden. Einfach ausgedrückt ist das „Opferparadigma“ eine Form von säkularer „Auserwähltheit“. Dieser Aspekt wird völlig zu Recht als nützliches Hilfsmittel im Hier und Jetzt betrachtet. Es gibt vielleicht keine Rasse auf Erden, die ihre Geschichte so sehr zur Rechtfertigung ihrer Handlungen in der Gegenwart benutzt, wie das jüdische Volk. Vom Streben nach Reparationen bis zur Gründung von Nationalstaaten ist jüdische Geschichte eine der Grundsteine, die jüdische internationale Politik in der Gegenwart stützen. Als solche wird jüdische Geschichte sorgfältig konstruiert und erbittert verteidigt. Das Zusammenspiel zwischen jüdischer Geschichte und zeitgenössischer jüdischer Politik ist klar zu erkennen – ich brauche nur die Begriffe „Revisionist“ und „Leugner“ zu erwähnen, um Bilder von Marionettenprozessen und Gefängniszellen heraufzubeschwören.

Zweitens läßt das Weglassen des jüdischen Beitrags zur Entwicklung von Antisemitismus (sei es im dörflichen oder nationalen Rahmen) den Scheinwerfer umso heftiger auf den „Aggressor“ herniederbrennen. Innerhalb dieses Kontexts hat das schuldlose Opfer die Freiheit, die scheußlichsten Vorwürfe zu machen und sich in der Versicherung zu sonnen, daß seine eigene Rolle, und in Erweiterung sein eigener Charakter, unantastbar ist. Das Wort dieses makellosen, einzigartigen, schuldlosen Opfers wird als Fakt genommen – seine Darstellung soll zweifellos mit dem „Aggressor“ verbündet sein. In Teil Zwei untersuchten wir die Art, wie das RJC dieses Konstrukt voll ausnützte, um entsetzliche und unbegründete Greuelgeschichten zu liefern. Allgemeiner gesprochen, sind übertriebene Geschichten von Brutalität seitens Nichtjuden in der jüdischen Literatur und Geschichtsschreibung gang und gäbe und gehen Hand in Hand mit Bildern von taubenhaften Juden. Zum Beispiel hat Finkelstein auf Jerzy Kosinskis The Painted Bird, ein Werk, das jetzt weithin als „der erste größere Holocaust-Schwindel“ anerkannt ist, als Beispiel für diese „Pornographie der Gewalt“ hingewiesen. [2] Die Zwillingskonzepte von jüdischer Schuldlosigkeit und extremer nichtjüdischer Brutalität sind untrennbar aneinander gebunden, und Unterstützer des einen Strangs des „Opferparadigmas“ sind stets Unterstützer des anderen. Nehmen Sie zum Beispiel diesen Hohepriester der jüdischen Auserwähltheit, Elie Wiesel, der Kosinskis Potpourri sadomasochistischer Fantasien als „mit tiefer Aufrichtigkeit und Empfindsamkeit geschrieben“ lobte. [3]

Nachdem wir diesen theoretischen Rahmen geklärt haben, wenden wir unsere Aufmerksamkeit nun der Dekonstruktion des zweiten Strangs des Pogrom-„Opferparadigmas“ zu. Um uns am effektivsten mit der Frage nach der jüdischen Schuldhaftigkeit bei der Verschlechterung der Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden zu befassen, werden wir tiefer stochern müssen, und mit mehr Konzentration, als wir es in Teil Eins unternommen haben. Dieser Essay wird sich auf spezifische Beispiele antijüdischer Unruhen im Russischen Reich vor 1880 befassen, mit einem besonderen Augenmerk auf jüdische Wirtschaftspraktiken, die diesen Ereignissen vorausgingen.

Antijüdische Unruhen im Russischen Reich vor 1880

Aus den oben diskutierten Gründen hat die Mehrheit der jüdischen Historiker lange eine Abneigung gegen die Vorstellung gezeigt, daß jüdische Wirtschaftspraktiken historisch eine bedeutende Rolle bei der Provokation von Antisemitismus gespielt haben. Zum Beispiel behauptet Leon Poljakow in The History of anti-Semitism: From Voltaire to Wagner, daß die Vorstellung von wirtschaftlichem Antisemitismus „ohne echten Erklärungswert“ ist. [4] In ähnlicher Weise hat Jonathan Freedman erklärt, daß wirtschaftlicher Antisemitismus bei der Erklärung antijüdischer Einstellungen nur eine sehr „kleine erklärende Rolle“ spielen sollte. [5] Beide Historiker postulieren, daß Theologie, und in Erweiterung das Christentum (und daher die westliche Kultur) die Quelle und der Ursprung des Antisemitismus ist. Robert Weinberg erklärt in seinem Artikel Visualizing Pogroms in Russian History von 1998 antisemitische Gewaltausbrüche in Osteuropa, indem er behauptet, daß sie das Produkt „der Frustrationen russischer und ukrainischer Landbewohner, Arbeiter und Kleinstadtbewohner waren, die zum Großteil ihre Frustrationen spontan an einem bewährten Sündenbock ausließen, den Juden.“ [6] Weinberg verzichtet auf die Angabe, woraus genau diese „Frustrationen“ entstanden, aber man beachte wiederum die extrem passive jüdische Rolle in seiner Analyse.

Umgekehrt verabsäumen es jene Historiker, die akzeptiert haben, daß wirtschaftliche Fragen eine Rolle bei der Provokation von Antisemitismus gespielt haben, tatsächliche Fallstudien von wirtschaftlich provoziertem Antisemitismus zu betreiben, und ziehen es statt dessen vor, „Images“ oder Stereotypen zu sondieren, die angeblich das Bewußtsein von Nichtjuden durchtränken. Zum Beispiel hat der Professor für Israelstudien an der Universität Oxford, Derek J. Penslar, erklärt, daß wirtschaftlicher Antisemitismus nichts weiter sei als „eine Doppelhelix einander überkreuzender Paradigmen, von denen das erste den Juden mit Almosenempfängern und Wilden assoziiert und das zweite sich Juden als Verschwörer vorstellt, als Führer einer Finanzkabale, die die Weltherrschaft anstrebt.“ [7] Mit der Entscheidung, „Images“ und Konzepte zu studieren statt, sagen wir, einen tatsächlichen Vorfall die die antijüdischen Unruhen von Limerick, betreibt Penslar eine Praxis, die genauso doppelzüngig ist wie jene, die von Poljakow und Freedman betrieben wird. Penslars These erkennt nur oberflächlich die wirtschaftliche Rolle an, während sie in Wirklichkeit mehr Gewicht der Meinung beimißt, daß die europäische Gesellschaft im Verhältnis zu ihren Juden eine Art Neurose erlitten hat. Penslar bietet uns geschickt eine Meinung an, in der Juden und Wirtschaft eine Rolle bei der Entwicklung eines antisemitischen „Images“ spielen, ohne den Juden in etwas anderes als einer passiven Rolle einzusetzen. Penslars „Images“ sind auch ohne Abstufungen – Europäer sehen Juden, wenn sie wirtschaftlich motiviertem Antisemitismus anhängen, entweder als arme Wilde oder als globale Finanziers. Dies trotz der Tatsache, daß die meisten europäischen Landbewohner diese extremen Vorstellungen von Juden einfach nicht brauchten und wahrscheinlich nicht hatten. Ausbeuterische Wirtschaftspraktiken örtlicher jüdischer Kapitalisten, die Existenz örtlicher jüdischer Monopole auf Güter wie Alkohol und die jüdische Praxis der zwischen Eigengruppe und Fremdgruppe unterscheidenden Ethik wären mehr als ausreichend, um antijüdische Ressentiments zu provozieren.

Aber Verweise auf diese Motivation für antijüdisches Handeln fehlen völlig in der jüdischen Geschichtsschreibung über die Ursachen des Antisemitismus, höchstwahrscheinlich, weil sie der Demolierung des „Opferparadigmas“ extrem nahe kommen. Dieser Essay, der sich auf tatsächliche Fallstudien konzentriert (insbesondere die Stadt Odesse), wird argumentieren, daß die antijüdischen Unruhen der 1880er, wie viele Unruhen vor ihnen, von wirtschaftlichem Antisemitismus motiviert waren, und daß dieser wirtschaftliche Antisemitismus seine Ursprünge nicht in der europäischen Psyche hatte, sondern in den täglichen wirtschaftlichen Interaktionen von Juden mit den Nichtjuden von Odessa. Er versucht, die jüdische Rolle wiederzuentdecken und sie in den Vordergrund und in die Mitte zu stellen.

Die erste Unruhe im Russischen Reich, in die Juden verwickelt waren und von der ausreichend Dokumentation erhalten ist, war das Pogrom von 1821 in Odessa. Weinberg hat vom Odessa dieser Zeit ein Bild von einer Art multikulturellem Himmelreich gemalt. Er gibt an, daß die Stadt „von der Anwesenheit deutscher, italienischer, französischer, griechischer und englischer Einwohner profitierte, deren kulturelle und intellektuelle Geschmäcker das einheimische Leben beeinflußten.“ [8] Um die 1820er waren Straßenschilder in Russisch und Italienisch geschrieben, die erste Zeitung der Stadt erschien auf Französisch. Odessa hatte laut Weinberg eine blühende Kunstszene, insbesondere in Bezug auf Theater, Musik und Oper.

Jedoch malt Klier ein radikal anderes Bild von der Stadt und betont insbesondere die ethnische Spannung, die von der zunehmenden jüdischen Ansiedlung in der Stadt geschaffen wurde. Klier erklärt, daß Odessa um 1821 „eine Brutstätte ethnischer, religiöser und wirtschaftlicher Rivalitäten“ war, und, sehr bezeichnenderweise, „eine eindeutig nichtrussische Stadt.“ [9] Weinberg erklärt, daß „die Zahl der Juden, die aus anderen Teilen des Russischen Reiches und aus Galizien im österreichischen Kaiserreich eintrafen, in die Höhe schoß.“ In Odessa waren Juden völlig frei von „gesetzlichen Belastungen und Wohnsitzbeschränkungen.“ [10]

(mehr …)

Mythen und die russischen Pogrome, Teil 2: Erfindung von Greueltaten

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Myth and the Russian Pogroms, Part 2: Inventing Atrocities erschien am 11. Mai 2012 im . Dies ist Teil 2 von 3.

Zuvor erschienen: Neubetrachtung der russischen Pogrome im 19. Jahrhundert, Teil 1: Rußlands Judenfrage

Nachdem wir uns in der Geschichte von Rußlands Judenfrage geerdet haben, ist es für uns nun Zeit, unsere Aufmerksamkeit den antijüdischen Unruhen der 1880er zuzuwenden. Der folgende Essay wird den Leser zuerst mit dem Standardnarrativ dieser Ereignisse versorgen, das von jüdischen Zeitgenossen und der Mehrheit der jüdischen Historiker vorgebracht wurde – ein Narrativ, das sich im öffentlichen Bewußtsein überwiegend durchgesetzt hat. Die letztere Hälfte des Essays wird der Analyse des jüdischen Narrativs gewidmet sein, und der Erläuterung, wie die Ereignisse wirklich geschehen sind. Andere Aspekte des jüdischen Narrativs werden in späteren Beiträgen dieser Serie untersucht werden. Während eine Arbeit wie diese unter schwere Kritik seitens gewisser Segmente der Bevölkerung geraten kann, die sie vielleicht als „revisionistisch“ verurteilen, kann ich nur sagen, daß „Revisionismus“ jeder historischen Arbeit am Herzen liegen sollte. Wenn wir die Geschichten blindlings akzeptieren, die uns überliefert werden, werden wir wahrscheinlich zum Opfer dessen werden, was auf wenig mehr als ein glorifiziertes „Stille Post“-Spiel hinausläuft. Und wenn wir das Recht des Historikers tabuisieren, Geschichte im Licht neuer Forschungen und neuer Entdeckungen neu zu interpretieren, dann haben wir uns weit von allem entfernt, was wahrer Wissenschaft ähnelt.

Das jüdische Narrativ

Im Jahr 1881 produzierte das „Russo-Jewish Committee“ (RJC), ein Arm von Britanniens jüdischer Elite, massenhaft ein Pamphlet mit dem Titel „The Persecution of the Jews in Russia“ [„Die Verfolgung der Juden in Rußland“] und begann es durch die Presse, die Kirchen und zahlreiche andere Kanäle zu verbreiten. Um 1899 wurde es ausgeschmückt und als kurzes Buch veröffentlicht, und heute sind digitalisierte Ausgaben online frei erhältlich. [1] Bis Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Pamphlet sogar ein vierseitiges Journal mit dem Titel Darkest Russia – A Weekly Record of the Struggle for Freedom [„Finsterstes Rußland – Ein wöchentliches Protokoll des Kampfes um Freiheit“] hervorgebracht, das sicherstellte, daß der durchschnittliche britische Bürger nicht weit kam, ohne an die „Schrecken“ erinnert zu werden, denen sich die russischen Juden gegenübersahen. [2] Daß diese Publikationen massenproduziert wurden, sollte einen Hinweis auf ihren Zweck geben: Es ist klar, daß diese Publikationen eine der ehrgeizigsten Propagandakampagnen in der jüdischen Geschichte darstellten, und kombiniert mit ähnlichen Anstrengungen in den Vereinigten Staaten zielten sie darauf ab, die Aufmerksamkeit der westlichen Nationen zu gewinnen und sie „aufzuklären“ und den Vorrang der „jüdischen Seite der Geschichte“ sicherzustellen. Darin inbegriffen war nicht nur ein Wunsch, antirussische Einstellungen zu provozieren, sondern auch eine reichliche Menge Mitgefühl für die schikanierten Juden – Mitgefühl, das notwendig war, um sicherzustellen, daß massenhafte jüdische Kettenmigration in den Westen ungestört und ungehindert durch Nativisten vor sich ging. War denn nicht der bigotte Nativist nur einen Schritt vom herumwütenden Kosaken entfernt?

Das erste Element des vom RJC vorgebrachten Narrativs ist im Wesentlichen eine Manipulation der Geschichte russisch-jüdischer Beziehungen. Es vertrat die Auffassung, daß die Juden Osteuropas jahrhundertelang unterdrückt wurden, ihr ganzes Leben „von der Wiege bis zur Bahre von restriktiven Gesetzen behindert wurde.“ [3] Es wurde behauptet, daß die Russen ein ungeschriebenes Gesetz hätten: „Daß kein russischer Jude einen Lebensunterhalt verdienen soll.“ [4] Russische Juden haben laut dem Russo-Jewish Committee nichts weiter gewollt als an der russischen Gesellschaft teilzuhaben, sind aber wieder und wieder als „Häretiker und Fremde“ zurückgewiesen worden. Der Ansiedlungsrayon ist eine undurchdringliche Festung, wo jeder Jude „leben und sterben muß.“ In dieser Interpretation der Geschichte russisch-jüdischer Beziehungen inbegriffen ist die Überzeugung, daß „die Quelle und der Ursprung all der Mißstände, welche das russische Judentum plagen“, nichts mit den Juden selbst zu tun hat, sondern alles mit der Kirche, dem Staat und dem Ansiedlungsrayon zu tun hat. Im Wesentlichen war die Misere der Juden das Resultat von nichts weiter als irrationalem Hass. Juden nehmen in diesem Narrativ eine sanftmütige und passive Rolle ein und haben nichts anderes angestellt als Juden zu sein. Sie werden auch als die einzigen Opfer russischer Gewalt präsentiert. Es gibt keine Anerkennung der gescheiterten russischen Versuche, die jüdischen Mauern der Exklusivität einzureißen und die Juden als Brüder anzunehmen. Eigentlich gibt es gar keine Erwähnung der Mauern der Exklusivität. Die Pogrome selbst brachen laut dem jüdischen Narrativ nach der Ermordung von Alexander II. aus, als Schock, Zorn und ein Wunsch nach Rache diesen irrationalen, wurzellosen Hass an die Oberfläche brachte.

(mehr …)

Neubetrachtung der russischen Pogrome im 19. Jahrhundert, Teil 1: Rußlands Judenfrage

Von Andrew Joyce, übersetzt und mit einem kurzen Anhang von Deep Roots. Das Original Revisiting the 19th-Century Russian Pogroms, Part 1: Russia’s Jewish Question erschien am 8. Mai 2012 im Occidental Observer. Dies ist Teil 1 von 3.

 

Die antijüdischen Unruhen oder „Pogrome” im Rußland des späten 19. Jahrhunderts stellen eine der entscheidendsten Perioden in der modernen jüdischen Geschichte, wenn nicht der Weltgeschichte, dar. Ganz offensichtlich hatten die Unruhen demographische Konsequenzen für westliche Länder – etwa 80 % der heutigen Diaspora-Juden im Westen sind Nachkommen jener Juden, die Rußland und seine Umgebung im Zeitraum von 1880 – 1910 verließen. Aber das vielleicht dauerhafteste Vermächtnis dieser Zeit war die Steigerung des jüdischen „nationalen Selbstbewußtseins” und die beschleunigte Entwicklung „moderner internationaler jüdischer Politik” [1]

Die Pogrome selbst sind von (hauptsächlich jüdischen) Historikern durchgehend als „irrationale Manifestationen von Hass gegen Juden“ dargestellt worden [2], wo bäuerliche Mobs die unwissentlichen Gelackmeierten böswilliger russischer Amtsträger waren. Andere Erklärungen sind so sehr ohne Beweise und ohne Logik, daß sie die Gutgläubigkeit bis zum Bruchpunkt strapazieren. Zum Beispiel hat Professor Donald G. Dutton von der University of British Columbia behauptet, daß die Mobs nicht von „der plötzlichen schnellen Zunahme der jüdischen Stadtbevölkerung, dem außergewöhnlichen wirtschaftlichen Erfolg russischer Juden oder der Verwicklung von Juden in russischen revolutionäre Politik“ motiviert waren, sondern vielmehr durch die „Ritualmordlegende“ [3]

Wenig oder keine Geschichtsschreibung ist dafür verwendet worden, die Schichten von „Flüchtlings“-Geschichten abzuschälen, um zu enthüllen, was im Russischen Reich vor und während der Unruhen wirklich geschah. Dieser Mangel an wissenschaftlicher Nachforschung kann zumindest teilweise einem großen Widerwillen jüdischer Historiker zugeschrieben werden, die Pogrome in irgendeiner Weise jenseits des bloß Oberflächlichen zu untersuchen. Zusätzlich ist offen von historischer Nachforschung von Nichtjuden zu dem Thema abgeschreckt worden. Als zum Beispiel ukrainische Historiker Hinweise entdeckten, die bewiesen, daß zeitgenössische Medienberichte über jüdische Todesfälle in dieser Nation übertrieben waren, reagierte die jüdische Genealogie-Webseite „JewishGen“ mit der Aussage: „Wir glauben, daß [diese Tatsachen] mehr als irrelevant sind, weil es die öffentliche Aufmerksamkeit vom Hauptthema ablenkt: der genozidalen Essenz der Pogrome.“

Es sollte hier genügen festzustellen, daß diese Antwort der ganzen Essenz historischer Forschung widerspricht – die Geschichte so zu enthüllen, wie sie wirklich geschah, ungeachtet der unbequemen Wahrheiten, die darin liegen mögen. Die Aussage könnte man so übersetzen: „Lassen wir nicht zu, daß die Tatsachen einer guten Geschichte in die Quere kommen.” Auch fehlt, wie dieser Text zeigen wird, der Tendenz, die Unruhen als „genozidal“ darzustellen, völlig die Grundlage. Der Soziologieprofessor Michael Mann von der University of California Los Angeles hat umfangreiche Beweise geliefert, die darauf hindeuten, daß „die meisten Täter nicht daran dachten, die Juden insgesamt zu beseitigen.“ [4]

Die Anspielung von JewishGen auf Völkermord sollte auch als Teil eines allgemeineren Problems in der modernen jüdischen Geschichtsschreibung gesehen werden. Statt die Pogrome als Produkte spezifischer örtlicher Umstände zu sehen, bei denen Juden zumindest eine indirekte Rolle spielten, hat es eine Tendenz gegeben, sie zu Vergleichszwecken zu benutzen. John Klier erklärt, daß bei Verwendung in vergleichendem Sinn „Beispiele fast ausschließlich aus dem 20. Jahrhundert herangezogen werden, und diese Ereignisse werden dann in die frühere Periode von 1881-1882 hineingelesen“, was jede objektive historische Forschung schwierig macht und das Vorhandensein irgendeiner nichtexistenten „pan-europäischen“ Malaise bei antijüdischen Handlungen impliziert.

Trotzdem wird diese Serie von Essays danach streben, die Mythen abzuschälen, ein paar Fäden der Wahrheit aus dem Schleier zu zupfen, der diese Ereignisse verhüllt. Ermutigenderweise ist in dieser Hinsicht bereits mit etwas Arbeit begonnen worden. I. M. Aronsons Behauptung, daß die Pogrome „im einen oder anderen Ausmaß von Elementen innerhalb der Regierung selbst geplant oder gefördert“ wurden [5], ist in den letzten Jahren durch die konzertierte Arbeit einer kleinen Zahl nichtjüdischer Historiker, insbesondere des Professors für hebräische und jüdische Studien John Doyle Klier vom University College London, ein Todesstoß versetzt worden. In seiner Arbeit Russians, Jews, and the Pogroms of 1881-2 von 2005 behauptet Klier: „Die zeitgenössische Forschung hat den Mythos verscheucht, daß russische Amtsträger für die Anstiftung, Zulassung oder Billigung der Pogrome verantwortlich waren.“ [6]

Diese Serie von Essays wird versuchen, weiter zu gehen, in der Überzeugung, daß die Fakten der Ereignisse für die historische Forschung vorrangig bleiben, statt eine „ablenkende“ Bedeutungslosigkeit zu sein. Die Serie wird mit einer Erläuterung der Ursprünge von Rußlands „Judenfrage” beginnen. Nachfolgende Artikel werden sich  mit den Pogromen selbst befassen und damit, wie Mythen und Übertreibungen unsere  Vorstellung von ihnen verpestet haben. Schlußendlich werde ich untersuchen, warum diese Mythen entwickelt wurden, und die allgemeineren Implikationen von Mythen in der jüdischen Geschichte.

Teil 1: Rußlands Judenfrage

Im Jahr 1772 orchestrierte das Russische Reich die erste Teilung Polens, „löschte ein großes Königreich von der geopolitischen Landkarte Europas, das sich im siebzehnten Jahrhundert über weite Bereiche zwischen Preußen und der südlichen Ukraine erstreckt hatte.“ [7]

Bezeichnenderweise beaufsichtigte das Russische Reich dabei auch „die Auflösung des größten jüdischen Kollektivs der Welt.” [8] Das polnische Judentum wurde in drei Teile aufgeteilt – jene in Posen kamen unter die Herrschaft Preußens, jene in Galizien unter die Herrschaft Österreichs, und jene im eigentlichen Polen kamen unter die Herrschaft des Russischen Reiches. [9]“ Im eigentlichen Polen betrieb die polnische Öffentlichkeit Innenschau und suchte hektisch nach den Gründen für den Ruin der Nation, und dabei, erklärt Israel Friedlander, „konnte das jüdische Problem nicht anders, als sich ihrer Aufmerksamkeit aufzudrängen.” [10]

(mehr …)

Das „Pogrom“ von Limerick: Schaffung einer jüdischen Opferrolle

Limerick: Thomond Bridge und King John’s Castle.

Limerick: Thomond Bridge und King John’s Castle.

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Limerick “pogrom”: Creating Jewish victimhood erschien am 17. März 2012 im Occidental Observer. (Bild vom Übersetzer eingefügt.)

Ein sehr seltsamer Artikel ist in der Ausgabe vom 14. März der britischen Daily Mail erschienen (Goldman Sachs’ touch of darkness), ein Kommentar zu Greg Smith’s kürzlicher Anklage von Goldman Sachs’ Kultur der Habgier und der Kundenausbeutung. Der fragliche Artikel wurde von einem Alex Brummer geschrieben, einem Journalisten, der sowohl für die Daily Mail als auch für den in London ansässigen Jewish Chronicle schreibt. Brummers Spezialität sind, wie es scheint, wirtschaftliche Angelegenheiten, und er hat eine Anzahl seltsamer Argumente in Bezug auf die jüngsten Enthüllungen, daß Goldman Sachs seine Kunden eine Zeitlang als „Muppets” bezeichnet hat. Der Artikel beginnt mit der Aussage, daß der Bank nach einer Serie von Skandalen „während und nach der großen Finanzpanik” unter dem Vorsitz von Lloyd Blankfein „das Vertrauen entzogen“ worden war.

Für den Fall, daß Ihnen das nicht zu Herzen geht, erklärt Brummer weiters: „Das dauerhafteste Bild von der Ära Blankfein ist jenes vom großen Vampirkraken, das 2010 in einem vernichtenden Artikel im Magazin Rolling Stone gezeichnet wurde. Was Rolling Stone nicht begriffen zu haben scheint, ist, daß dies eine Wiederholung einer notorisch antisemitischen Kampagne des Polemikers ‚Coin’ Harvey aus dem späten 19. Jahrhundert gegen die Familie Rothschild war. Welche Fehler Blankfein und Goldman auch immer gemacht haben mögen, so verdienen sie das nicht.“ (Matt Taibbis tatsächliche Worte aus seinem Artikel The Great American Bubble Machine: From tech stocks to high gas prices, Goldman Sachs has engineered every major market manipulation since the Great Depression: „Das erste, was man über Goldman Sachs wissen muß, ist, daß es überall ist. Die mächtigste Investmentbank der Welt ist ein großer Vampirkrake, der sich um das Gesicht der Menschheit gewickelt hat und seinen Blutschlauch unbarmherzig in alles stopft, das nach Geld riecht.“

Zu den Verbrechen von Goldman Sachs gehört die Bewerbung hypothekarisch gesicherter Investitionen, die von Leuten geschaffen wurden, von denen Goldman wußte, daß sie dagegen wetteten, „im Bestreben, der griechischen Regierung bei der Tarnung des Ausmaßes ihrer Schuldenaufnahme zu helfen, um die Defizitregeln des Euroraumes zum umgehen“, und „Milliarden Dollars an toxischen Subprime-Hypothekenkrediten auf die Märkte zu werfen, wo sie wußten, daß sie wertlos waren.“ Aber Brummer stellt diese Verbrechen als „Fehler“ dar – mehr wie die Torheiten eines Pubertierenden als wirkliche Verbrechen, und er ist entsetzt, daß jemand wie Taibbi das Verhalten von Goldman Sachs mit klassischen antijüdischen Bildern verbindet. (Die Jewish Telegraphic Agency erinnert uns daran, wie wir über Juden und Finanzverbrechen zu denken haben, indem sie Michael Kinsleys rechtfertigendes How to think about: Jewish Bankers zitiert; Kevin MacDonald antwortet: „Hat jüdisches Fehlverhalten im Finanzbereich etwas damit zu tun, jüdisch zu sein?“).

Die übergeordnete Meinung, die in Brummers Artikel zum Ausdruck kommt, ist, daß Goldman Sachs ein paar unanständige Dinge getan hat, aber jetzt „sich selbst im Spiegel betrachtet und nach einem neuen, ethischeren Modell sucht“ und seither zum Opfer antisemitischer Propaganda geworden sei. Der Artikel ist ein klassisches Beispiel für jüdische Strategien, die die Einnahme der jüdischen Opferrolle einsetzen, um jüdisches Verbrechen oder Fehlverhalten zu maskieren. Es erinnert mich an einen obskuren und wenig bekannten Fall – das sogenannte „Pogrom von Limerick“.

Obwohl jüdische Ansiedlungen sich seit der Wiederaufnahme der Juden 1656 in den Provinzen Britanniens und Irlands entwickelt hatten, blieben die meisten dieser Gemeinschaften bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts klein, eng organisiert und unauffällig. Sie wurden selten, wenn überhaupt, von ihren nichtjüdischen Nachbarn belästigt. Die Mitglieder dieser Gemeinden außerhalb Londons tendierten dazu, aus mäßig reichen Händlern in Artikeln wie Pelzen, Schmuck und anderen importierten Luxusgütern zu bestehen. An der Dämmerung zum zwanzigsten Jahrhundert jedoch wurden viele dieser Gemeinschaften durch die Einwanderung großer Zahlen von Juden aus Osteuropa verwandelt, die in unterschiedlichem Ausmaß behaupteten, vor der Verfolgung in Rußland zu fliehen oder neue wirtschaftliche Chancen zu suchen. Während die Mehrheit dieser neuen Einwanderer sich in London niederließ oder in die Vereinigten Staaten weitermigrierte, schwärmte eine bedeutende Zahl auch über Britannien aus oder machte sich auf den Weg nach Irland.

(mehr …)

Angry Birds – Der Film

angry-birds

Von Gregory Hood; Original The Angry Birds Movie, erschienen am 23. Mai 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Übersetzung: Cernunnos

Als der Westen groß war, wurden unsere Kinder mit Geschichten und Sagen, Volksmärchen und gemeinsamem Gebet großgezogen. Heute werden sie von Konzern-Franchises erzogen, verehren Superhelden, die soziale Gerechtigkeitskrieger sind, und erfahren die Realität durch einen Bildschirm. Wir müssen dem widerstehen und uns älteren, besseren Gepflogenheiten zuwenden. Aber im laufenden Jahr ist allzu oft das Beste, was Eltern tun können, irgendeinen Film zu finden, der nicht völlig verkorkst ist, um ihn mit ihren Kindern anzusehen.

Dieser Film ist erschienen. Es ist Zeit, euren Kindern die rote Pille zu verabreichen. Es ist Zeit, Angry Birds – Der Film mit ihnen anzusehen.

Der Held von Angry Birds ist Red, der, wie ihr vielleicht erraten werdet, ein zorniger Vogel auf einer Insel glücklicher, sorgloser und flugunfähiger Vögel ist. Sowohl von Temperament als auch Erscheinungsbild eigen (er wird oft spöttisch „Augenbraue“ genannt), ist Red ein Einzelgänger, der in einem Job arbeitet, den er hasst, und weit abseits von allen anderen wohnt. Nachdem er gegenüber einem Kunden ausgezuckt ist, wird er zu einem Anti-Aggressionstraining verurteilt. Jeder lacht über ihn, und Red scheint seinerseits frustriert und verachtungsvoll gegenüber den dummen Vögeln zu sein, von denen er umgeben ist.

Eines Tages kommt ein Schiff an, auf dem sich zwei Schweine befinden. Das Schiff zerstört versehentlich Reds Haus am Strand, aber niemanden kümmert das, weil ihn sowieso niemand mag. Die Schweine bringen Neuigkeiten von einer Welt außerhalb der Insel der Vögel. Während Red argwöhnisch ist, sind alle anderen begeistert. Der Richter auf der Insel (der mehr oder weniger der Anführer ist) ruft ein großes Fest aus, und die Schweine entzücken die Vögel, indem sie ihnen ihre Erfindungen vorführen, einschließlich einer riesigen Steinschleuder und einer Pyrotechnik-Show.

Ein argwöhnischer Red schleicht sich an Bord ihres Bootes und findet heraus, daß es nicht nur ein paar Schweine sind – da ist eine ganze Population. Als er den anderen Vögeln davon erzählt, wird ihm vorgeworfen, er würde der ganzen Insel mit seinem Argwohn Schande bereiten. Die Schweine veranstalten eine „Cowboyshow“ mit Tanz und Musik und werden von den Vögeln erwartungsvoll begrüßt, während sich wieder einmal alle gegen Red wenden. Die Schweine werden ein Teil des Insellebens, wobei ihr Anführer eine freundschaftliche Beziehung zum Richter aufbaut, und die Schweine bauen verschiedene Unterhaltungsmöglichkeiten auf, um die Vögel glücklich zu machen. Red ist isolierter als je zuvor.

(mehr …)

Alexander Dugin über „weißen Nationalismus“ und andere potentielle Verbündete in der globalen Revolution

Alexander Dugin

Alexander Dugin

Von Alexander Dugin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Alexander Dugin on “White Nationalism” & Other Potential Allies in the Global Revolution erschien am 3. Juni 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right (französische Übersetzung hier).

 

Anmerkung von Greg Johnson:

Der folgende Text wurde von John Morgan aus verschiedenen informellen Aussagen zusammengestellt, die Alexander Dugin im Laufe des letzten Jahres auf seiner Facebook-Seite schrieb und die sich mit allgemeinen Themen befassen. Der Bearbeiter hat sie kombiniert und restrukturiert, um zu versuchen, sie zu einem einzigen zusammenhängenden Text umzugestalten, und er hat auch die Sprache etwas aufpoliert.

*     *     *

Es gibt verschiedene Tendenzen in der neuen Generation revolutionärer, nonkonformistischer Bewegungen in Europa (auf der Rechten wie auch auf der Linken), und manchen davon ist es gelungen, in ihren jeweiligen Ländern hohe politische Positionen zu erlangen. Die Krise des Westens wird jeden Tag breiter und tiefer werden, daher sollten wir einen Zuwachs an Macht und Einfluß unserer eigenen eurasianistischen Widerstandsbewegung gegen die gegenwärtige globale Ordnung erwarten, die eine Diktatur der schlimmsten Elemente der westlichen Gesellschaften ist.

Diejenigen auf Seiten der Rechten oder der Linken, die die amerikanische Hegemonie ablehnen, den Ultraliberalismus, den strategischen Atlantizismus, die Vorherrschaft oligarchischer und kosmopolitischer Finanzeliten, die individualistische Anthropologie und die Ideologie der Menschenrechte, wie auch den typischen westlichen Rassismus in allen Bereichen – wirtschaftlich, kulturell, ethisch, moralisch, biologisch und so weiter -, und die bereit sind, mit eurasischen Kräften bei der Verteidigung der Multipolarität, des sozioökonomischen Pluralismus und eines Dialogs zwischen Zivilisationen zusammenzuarbeiten, betrachten wir als Verbündete und Freunde.

Diejenigen auf der Rechten, die die Vereinigten Staaten unterstützen, den weißen Rassismus gegen die Dritte Welt, die antisozialistisch und pro-liberal sind und die bereit sind, mit den Atlantikern zusammenzuarbeiten, sowie diejenigen auf der Linken, die die Tradition angreifen, die organischen Werte der Religion und der Familie, und die andere Arten sozialer Abweichungen fördern – diese befinden sich beide im Lager des Feindes.

Um gegen unseren gemeinsamen Feind zu gewinnen, müssen wir den alten Hass zwischen unseren Völkern überwinden, wie auch jenen zwischen den überholten politischen Ideologien, die uns immer noch spalten. Wir können solche Probleme zwischen uns nach unserem Sieg lösen.

Gegenwärtig sind wir ALLE herausgefordert, und wir ALLE werden von den Kräften der vorherrschenden globalen Ordnung dominiert.

Bevor wir uns mit diesen anderen Fragen befassen, müssen wir uns zuerst befreien.

Ich bin sehr froh, daß Gábor Vona, mit dem ich mich getroffen habe und der der Führer der Jobbik-Partei in Ungarn ist, dies völlig versteht. Wir müssen geeint sein in der Schaffung einer gemeinsamen eurasischen Front.

In Griechenland könnten unsere Partner eventuell Linke von SYRIZA sein, die den Atlantizismus, Liberalismus und die Vorherrschaft der Kräfte der globalen Finanz ablehnen. Soweit ich weiß, ist SYRIZA antikapitalistisch und kritisch gegenüber der globalen Oligarchie, die Griechenland und Zypern schikaniert hat. Der Fall von SYRIZA ist interessant wegen ihrer linksextremen Einstellung zum liberalen globalen System. Es ist ein gutes Zeichen, daß solche nonkonformistischen Kräfte auf der Szene erschienen sind. Dimitris Konstakopulous schreibt exzellente Artikel, und seine strategische Analyse finde ich in vielen Fällen sehr korrekt und tiefsinnig.

Es gibt auch viele andere Gruppen und Bewegungen, mit denen wir arbeiten können. Der Fall der Goldenen Morgenröte (Chrysi Avgi) ist interessant, weil sie ein Teil des wachsenden (und in der Tat sehr aufregenden) Wiedererscheinens radikaler rechter Parteien in der europäischen politischen Landschaft ist. Wir müssen mit allen Kräften zusammenarbeiten, ob rechts oder links, die unsere Prinzipien teilen.

Der wichtigste Faktor sollte nicht sein, ob diese Gruppen pro-russisch sind oder nicht. Viel wichtiger ist hier, wogegen sie sind. Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Es ist einfach und leicht zu verstehen. Wenn wir solch eine Haltung einnehmen, um alle möglichen Verbündeten anzusprechen (denen wir genehm sind oder nicht), werden immer mehr Menschen mitziehen – und sei es nur aus Pragmatismus. Dabei werden wir ein echtes, funktionierendes Netzwerk schaffen – eine Art globaler revolutionärer Allianz. Es ist wichtig, daß wir eine Strategie der Vereinigung der Linken und der Rechten überall verfolgen, einschließlich in den Vereinigten Staaten. Wir müssen Amerika vor seiner eigenen Diktatur retten, die für das amerikanische Volk so schlecht ist wie für alle anderen Völker.

Die Frage der begrenzten oder unbegrenzten Regierung ist, soweit ich sehen kann, von geringerer Wichtigkeit im Vergleich zur Geopolitik – es hängt alles von der historischen Tradition der fraglichen Nation ab. Schußwaffenbesitz ist eine gute Sache, wenn die Waffen in unseren Händen sind. Daher betrachte ich diese beiden Punkte, wenn sie als politische Plattform verwendet werden, für sich genommen als absolut neutral. Solch eine amerikanische Rechte kann gut oder schlecht sein, abhängig von anderen Faktoren jenseits dieser beiden Punkte. Wir müssen einen Dialog mit denjenigen haben, die tiefer in die Natur der Dinge schauen, in die Geschichte, und die die gegenwärtige Weltordnung zu verstehen versuchen.

Ich betrachte die „weißen Nationalisten“ als Verbündete, wenn sie die Moderne, die globale Oligarchie und den liberalen Kapitalismus ablehnen, in anderen Worten, alles, was alle ethnischen Kulturen und Traditionen umbringt. Die moderne politische Ordnung ist im Wesentlichen globalistisch und beruht zur Gänze auf dem Vorrang der individuellen Identität in Opposition zur Gemeinschaft. Sie ist die schlimmste Ordnung, die je existiert hat, und sie sollte völlig vernichtet werden. Wenn „weiße Nationalisten“ die Tradition und die alte Kultur der europäischen Völker bekräftigen, dann haben sie recht. Aber wenn sie Einwanderer, Moslems oder die Nationalisten anderer Länder aufgrund historischer Konflikte angreifen, oder wenn sie die Vereinigten Staaten, den Atlantizismus, Liberalismus oder die Moderne verteidigen, oder wenn sie die weiße Rasse (diejenige, die die Moderne in ihren wesentlichen Merkmalen hervorgebracht hat) als die höchste und andere Rassen als minderwertig betrachten, dann bin ich völlig anderer Meinung als sie.

Außerdem kann ich Weiße nicht verteidigen, wenn sie gegen Nichtweiße sind, denn nachdem ich selbst weiß und indoeuropäisch bin, anerkenne ich die Unterschiede anderer Volksgruppen als etwas Natürliches und glaube nicht an irgendeine Hierarchie unter Völkern, weil es kein gemeinsames, universales Maß gibt und geben kann, mit dem man die verschiedenen Formen ethnischer Gesellschaften oder ihre Wertsysteme vergleichen könnte. Ich bin genauso stolz darauf, Russe zu sein, wie Amerikaner, Afrikaner, Araber oder Chinesen auf das stolz sind, was sie sind. Es ist unser Recht und unsere Würde, unsere Identität zu bestätigen, nicht in Gegnerschaft zueinander, sondern so, wie sie ist: ohne Ressentiment gegen andere oder Gefühle des Selbstmitleids.

(mehr …)