Der evolutionspsychologische Leitfaden, wie man Mädchen bekommt

Mate

Das Original erschien auf Counter-Currents unter dem Titel The Evolutionary Psychologist’s Guide to Picking Up Girls am 26. 10. 2015. Es handelt sich um eine Rezension F. Roger Devlins, der das Buch Mate: Become the Man Women Want. New York: Little, Brown & Co 2015. bespricht. Übersetzung: Tekumseh.

 

Es gab eine Zeit, als ein junger Mann keine Ahnung von evolutionärer Psychologie haben musste, um sich ein Mädel zu finden.  Die ältere Generation versorgte die jüngere mit standardisierten sozialen Ritualen fürs Kennenlernen; für die gegenseitige Einschätzung, ob man zusammenpasste; dafür, (schließlich) einen lebenslangen Bund einzugehen, um eine neue Generation zur Welt zu bringen und großzuziehen.

Für die meisten Leute war das keine extrem spannende Angelegenheit, aber weil sie damit auch nicht rechneten, waren sie nicht besonders enttäuscht darüber. Sozialer Druck und keine allzu hohen Erwartungen sorgten dafür, dass sogar die Unscheinbaren einander heirateten, anstatt alleine zu bleiben.

Wohlstand lässt die Ansprüche steigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte im Westen die Phase größten Wohlstandes bei weitester Verbreitung, die es je gegeben hatte. Nicht nur die müßigen Reichen, wie das auch in vergangenen Zeitaltern der Fall war, sondern auch der Durchschnittsbürger begann, Ehe und Kindererziehung als ein Hindernis für die individuelle sexuelle Erfüllung zu betrachten. Unvorbereitete und atomisierte junge Leute glaubten an die Phantasien von Playboy und Cosmo; was sie schließlich bekamen, war ein grausamer Darwin’scher Wettbewerb, der oft in Sterilität, Beziehungsabbruch und einem einsamen Tod endete.

Es ist, retrospektiv gesehen, überraschend, wie viel Zeit verging, bis jemand auftauchte, der jungen Männer Rat spendete, die mit dieser neuen Situation klarzukommen versuchten. Sprecher aus der älteren Generation ohne wirkliches Verständnis von moderner Biologie glauben noch immer, dass die Abschaffung der Monogamie jedem jungen Mann einen Harem zur Verfügung stellt; ihre Rettungsphantasien zieren bis heute paläokonservative Zeitschriften.

Aber ein soziales Bedürfnis wird irgendwann Unternehmer auf den Plan rufen, die behaupten, es befriedigen zu können. Der erste am Markt war ein Schwachkopf namens Eric Weber, der mit einem tragbaren Kassettenrecorder (ca. 1970) kreuz und quer durch Manhattan lief und hübsche Mädchen fragte, nach welchen Eigenschaften sie in einem Mann suchten. Er publizierte die Ergebnisse in einem wertlosen Buch namens How to Pick Up Girls [Wie man Mädchen abschleppt]; er schaltete im Playboy Kleinanzeigen und schaute fortan zu, wie ihm das Geld in Strömen zufloss. Viele Nachahmer folgten, aber es brauchte noch lange Zeit, bis Bücher erschienen, von denen die Leser tatsächlich so sehr profitierten wie die Autoren.

Heute ist das Feld hart umkämpft. Dem kurzfristigen Abschleppen [engl.: scoring; d. Ü.] wird viel zu viel Platz eingeräumt; leider entspricht das aber der Natur des Zielpublikums. Trotzdem sind viele der vermittelten Punkte ebenso wertvoll für Männer, die längerfristige Perspektiven haben.

Das hier besprochene Buch stellt eine wertvolle Ergänzung zum Genre dar; es ist das Produkt einer ungewöhnlichen Partnerschaft zwischen dem Evolutionspsychologen Geoffrey Miller und dem Bestsellerautor Tucker Max. Miller ist Psychologieprofessor an der Universität von New Mexico und Autor von The Mating Mind: How Sexual Choice Shaped the Evolution of Human Nature [Der auswählende Geist: Wie sexuelle Wahl die Evolution der menschlichen Natur formte; d. Ü.], das hier rezensiert wurde. Das Buch ist ein Versuch, Darwins Theorie der sexuellen Selektion aus dem Werk The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex [Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl] im Gegensatz zu seiner aus The Origin of Species [Über die Entstehung der Arten oder die Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampf ums Dasein] allgemein bekannten Theorie der natürlichen Selektion  wiederzubeleben. Das gängige Beispiel zur sexuellen Selektion ist der Pfauenschweif: Er ist hinderlich, verschlingt eine große Menge Energie und macht den Pfauenhahn verwundbarer für Fressfeinde – trotzdem hält er sich, einfach weil Pfauenhennen ihn mögen. Nach Darwin zögerten leider viele Biologen bei der Anwendung der Theorie der sexuellen Selektion, weit über Pfauenschweife hinauszugehen. Millers These in The Mating Mind ist, dass sexuelle Selektion alle möglichen verblüffenden Phänomene erklären kann, die bisher nur unzureichend durch die Theorie der natürlichen Selektion oder überhaupt nicht erklärt werden konnten. Miller ist auch der Autor von Spent: Sex, Evolution, and Consumer Behavior [Geldausgeben: Sex, Evolution und Konsumentenverhalten], einem Buch, das die Erkenntnisse der evolutionären Psychologie auf das Feld  des Marketings überträgt. (Rezensiert hier.)

Das – Selbstbezeichnung! – „Arschloch“ Tucker Max verbrachte die Blüte seiner Jugend damit, sich zu betrinken, Blödsinn zu machen und One-Night-Stands zu haben. Das Außergewöhnliche ist, dass er darüber ein Buch geschrieben hat: „I Hope They Serve Beer in Hell“ (2006) [Ich hoffe, in der Hölle servieren sie Bier.] Es wurde ein Bestseller – die Bibel der College-Party-Ausrüstung und hat ein völlig neues literarisches Genre inspiriert, das als fratire [fraternities sind Studentenverbindungen – nicht vergleichbar mit unseren Burschenschaften; d. Ü.] bekannt ist. Vier Fortsetzungen sind erschienen. Eine ehemalige Miss Vermont hat vergeblich versucht, ihn zu verklagen, weil ihr One-Night-Stand in eine komische Stelle eingeflossen ist. Einer der größten Wünsche Mr. Maxens ist, dass eine Abtreibungsklinik zu seinen Ehren [nach ihm] benannt wird.

Die zentrale Botschaft von Mate kann zusammengefasst werden als: „Zurück zur Steinzeit.“ Die ungefähr 95% der menschlichen Geschichte – zwischen dem Auftreten der ersten Hominiden vor zwei oder drei Millionen und der Entwicklung der Metallbearbeitung vor ein paar Tausend Jahren – sind die Umwelt der evolutionären Anpassung des Menschen [EEA bzw. Environment of Evolutionary Adaptedness ist auch im deutschen Schrifttum ein gängiger Begriff; d. Ü.] Frauen sind nicht dazu programmiert, sich Männer auszusuchen, deren Eigenschaften im heutigen Leben sinnvoll scheinen, sondern solche, deren Eigenschaften im Paläolithikum positiv für ihre weiblichen Ahnen waren.

Die Autoren erklären beispielsweise, wie man den oft gehörten weiblichen Wunsch nach einem „starken aber sensiblen“ Mann aus dieser evolutionären Perspektive verstehen muss. Im zivilisierten Westen müssen sensible Männer ihre Frauen nicht physisch verteidigen, sofern sie diese nicht in die „lebendigen“ [fremd-] ethnischen Viertel ausführen. Zivilisation ist aber noch immer zu neu und zerbrechlich für die weiblichen limbische Systeme, als dass sie sich bereits darin niederschlagen hätte können: Darum wünschen sie sich Männer, die problemlos einen Speer in einem Säbelzahntiger versenken können.

Sie ziehen es selbstverständlich vor, wenn ein Mann gütig und fürsorglich ist. Die beiden Qualitäten sind ihnen aber nicht gleich wichtig.

„In jeder Beziehung mit einer Frau wird man wohl 95% der Zeit in sanfter, zärtlicher Stimmung sein und im Verteidigungsmodus nur 5%.  Wie man aber in diesen 5% der Verteidigungsfälle agiert, macht einen größeren Prozentsatz ihrer Gunst aus als die stilleren 95% des sanften Modus’.

Der Grund warum „assholes finish first“ [Arschlöcher als erste durchs Ziel gehen; d. Ü.] (um einen Titel eines anderen Buchs von Max Tucker zu zitieren) ist, dass die paläolitische Menschenfrau sich mehr Gedanken um Säbelzahntiger und plündernde Krieger feindlicher Stämme machen musste als um Romantik. Ihre weiblichen Nachfahren von heute werden nach wie vor einem draufgängerischen Mann, der sie herablassend oder vernachlässigend behandelt, den Vorzug gegenüber einem netten Kerl geben, der nicht weiß, wie man sich durchsetzt.

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Die Frage des weiblichen Masochismus

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Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Question of Female Masochism erschien am 17. September 2014 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right. Dieser Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

 

„Wenn er dich nicht schlägt, liebt er dich nicht.“ So lautet ein afrikanisches Sprichwort. Oder ein russisches Sprichwort, laut anderen Quellen. Oder ein bolivianisches, nach wieder anderen Quellen. Vielleicht treffen alle drei zu. Ein ähnlicher lateinamerikanischer Spruch, „Je mehr du mich schlägst, desto mehr liebe ich dich“ bringt über 100.000 Treffer auf Google.

Es ist kaum eine neue Idee, daß die weibliche Sexualität eine masochistische Komponente hat. Tatsächlich scheint dies ein Teil der Volksweisheit der Welt zu sein; in anderen Worten, es entspricht den Beobachtungen vieler Personen beider Geschlechter über viele Generationen. Und doch ist es nicht leicht, ausführliche Diskussionen darüber zu finden. Im vergangenen Jahrhundert waren die meisten Schriften zu dem Thema der Freud’schen Tradition verpflichtet, ein Umstand, der kein Vertrauen erweckt. Ein hoffnungsvolleres Zeichen könnte die erhebliche Menge an feministischer Literatur sein, die auf die Widerlegung „des Mythos vom weiblichen Masochismus“ abzielt. Wenn schon sonst nichts, so ist solche Literatur ein Zeugnis für die fortdauernde Realität des entsprechenden Volksglaubens; niemand schreibt Polemiken gegen Dinge, die absolut keine Grundlage in der Wirklichkeit haben.

Meister des Verlangens: „Die perfekte Mischung aus Leidenschaft und Prunk“.

Meister des Verlangens: „Die perfekte Mischung aus Leidenschaft und Prunk“.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum Personen beider Geschlechter ungern über den weiblichen Masochismus sprechen. Niemand möchte den Anschein erwecken, die Mißhandlung von Frauen zu billigen. Ein Hauptbestandteil der Männlichkeit ist der Instinkt, Frauen zu beschützen. In der europäischen Tradition hat dies zu dem Prinzip Geführt, daß „ein Gentleman niemals eine Dame schlägt.“ Indem er die Ritterlichkeit wie üblich bis zur Dummheit treibt, schreibt Thomas Fleming in Chronicles: „Es ist etwas Unmännliches daran, Frauen zu schlagen, unmännlich und widerlich.“

Aber was, wenn es zumindest in manchen Frauen etwas gibt, das positiv auf männliche Gewalt anspricht? Der britische Antifeminist „Angry Harry“ teilt uns diese Anekdote mit:

Emma Humphreys (eine Cause célèbre für Feministinnen im Vereinigten Königreich) hat einige Zeit im Gefängnis gesessen, weil sie ihren Freund getötet hatte. Aber nach lautstarken Behauptungen von verschiedenen „wimmin’s groups“, daß sie in Selbstverteidigung gegen seine Gewalt gehandelt hätte, wurde sie freigelassen.

Als sie von der BBC auf Radio 4 interviewt wurde, war sie erst seit zehn Tagen aus dem Gefängnis gewesen. Und doch gab sie zu, daß sie sich bereits in einer weiteren mißhandlerischen Beziehung zu einem Mann befand, der sie häufig „herumwatschte“.

Weiters erklärte sie, daß Liebe und Mißhandlung wechselseitig integrale Bestandteile voneinander seien, und daß man das eine nicht ohne das andere haben könne. „Wenn er dich nicht schlägt, dann liebt er dich nicht.“ [Hervorhebung von mir (d. h., Devlin)]

Das Interview wurde an diesem Punkt abgebrochen, wobei eine sehr verlegene Interviewerin die fehlende Zeit abdecken mußte.

Ein weiteres Beispiel: Hollywood verdient seine Profite, indem es die Fantasien seines Publikums anspricht, einschließlich Frauen; wenn das Produkt die Fantasie des Publikums nicht trifft, dann floppt es. Einige Lektionen darüber, was dem weiblichen Publikum gefällt, können aus der frühen Karriere von Clark Gable gezogen werden. Der Film, der ihn zu einem Star machte, war A Free Soul (1931), worin er einen Gangster spielte, der Norma Shearer herumschubst, um sie wissen zu lassen, wer der Boss ist.

Ein Star wird geboren.

Ein Star wird geboren.

Wie es eine Fanseite ausdrückt, waren frühere männliche Hauptdarsteller „charmant und vornehm, romantisch und zärtlich“ gewesen. Gables Charakter:

sollte der Schurke sein, der böse korrupte Verbrecher, gegen den man sein soll – es ist Leslie Howard, für den man hoffen soll. Norma kriegt den schlichten Durchschnittstyp Leslie Howard. Nun, die Fans sprachen, und sie sprachen laut – die Frau von 1931 wollte keine schlichten Normalos und wollten keine „Schopfhund-Männer“ mit gestyltem Haar und Rüschenhemden mehr – sie wollten einen richtigen Mann, einen rauhen Mann, der ein bißchen dreckig war und sich nicht davor fürchtete, sie auf ihren Platz zu verweisen.

Gable ließ dieser Rolle die eines sinistren Chauffeurs folgen, der Barbara Stanwyck in Night Nurse mit einem Schlag bewußtlos schlägt. Dies waren die letzten Nebenrollen, die er jemals spielen sollte. Scheffelweise begann Fanpost im Studio einzulangen. Einige atemlose Frauen sollen Gable angeboten haben, sich von ihm schlagen zu lassen!

Oder bedenken Sie diese Hollywoodgeschichte aus dem richtigen Leben, die von Steven E. Rhoads in seinem wertvollen Buch Taking Sex Differences Seriously („Geschlechterunterschiede ernst nehmen“, New York: Encounter Books, 2005):

Eddy Fisher und Debbie Reynolds erzählen beide von einer Dinnerparty in ihrem Haus, wo Mike Todd und Elizabeth Taylor anfangen, einander zu schlagen. Todd schleifte schließlich Taylor an ihrem Haar über den Fußboden, während sie trat und kratzte. Als Reynolds darüber erschrak und auf Todds Rücken sprang, damit er aufhörte, wandten sich Todd und Taylor beide gegen sie. Laut Fisher sagte Taylor: „Oh Debbie… sei doch nicht so eine Pfadfinderin. Wirklich, Debbie, du bist so spießig.“

Todd und Taylor kämpften, um sich hinterher wieder zu „versöhnen“. Es ist nicht ungewöhnlich, daß Ehefrauen ihre Männer aus genau diesem Grund dazu provozieren, sie zu schlagen.

Viele der „geschlagenen Frauen“, mit denen wir Mitleid haben sollen, haben eine bemerkenswerte Tendenz, unter Mißhandlung durch jeden Mann zu leiden, mit dem sie ein Verhältnis haben. Tammy Wynette, die Countrysängerin, die durch das Lied „Stand By Your Man“ Ruhm gewann, war mit fünf Männern verheiratet und verließ vier davon (wobei sie es schaffte, mit immer noch intakter fünfter Ehe zu sterben). Die meisten ihrer Ehemänner sollen sie in irgendeiner Weise mißhandelt haben, und weinerliche Nacherzählungen ihres „tragischen“ Lebens sind der Öffentlichkeit dargeboten worden.

„Der Stolz von Einsamer Pfeil“

„Der Stolz von Einsamer Pfeil“

Ich erinnere den Leser an das zentrale Prinzip der Mann-Frau-Beziehungen: Frauen wählen aus. Sie stellen das Angebot dar; Männer die Nachfrage. Wenn Tammy Wynette nie etwas mit einem Mann anfing, der sie nicht mißhandelte, dann gibt es nur eine Erklärung: Tammy stand auf schlimme Jungs.

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Zurück nach Afrika: Sexueller Atavismus im modernen Westen

Typische Dorfszene im nördlichen Ghana.

Typische Dorfszene im nördlichen Ghana.

Von F. Roger Devlin, übersetzt von zippelmütz (Ausgewählte Kommentare aus dem Originalstrang von Deep Roots übersetzt). Das Original Back to Africa: Sexual Atavism in the Modern West erschien am 26. Juni 2015 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right. [Titelbild von Deep Roots ausgewählt.]

Hinweis des Herausgebers [Greg Johnson]: Das folgende Kapitel aus F. Roger Devlins Sexual Utopia in Power [dt. Die sexuelle Utopie an der Macht] ist die Vollversion eines Artikels, der im Juni 2008 in stark gekürzter Form in American Renaissance, Band 19, Nr. 6, erschienen ist.

 

Etwa in der Mitte der „roaring twenties“ [dt: „goldene Zwanziger“], als Amerika eine Weile Frieden und Wohlstand genießen konnte, veröffentlichte der herausragende Literaturkritiker Irving Babbitt eine düstere Warnung:

Sexuelle Zügellosigkeit (so schrieb er) richtet eine furchtbare Verwüstung in der Gesellschaft an… Die daraus hervorgehenden Krankheiten sind… eine Bedrohung für die Zukunft der weißen Rasse… es gibt ohne Zweifel einen Zusammenhang zwischen einer bestimmten Art von … maßlosem Individualismus und einer unangemessen zurückgehenden Geburtsrate. Die französischen wie auch die amerikanischen Einheimischen sind, wenn man den Statistiken glaubt, dabei, von der Erde zu verschwinden. Wo die Bevölkerung zunimmt, geht dies, wie man uns sagt, auf Kosten der Qualität. Der Schlag, in dem man in der Vergangenheit die Führer suchte, stirbt aus, und die minderwertigen oder gar degenerierten Sorten vermehren sich.

Als Babbitt sich über mögliche Wege zur Behebung der Situation Gedanken machte, gab er jedoch zu: „Es gibt wenig Beweis, daß ein Individuum dazu verleitet werden kann, aus so allgemeinen Gründen wie dem Wohl seines Landes oder … dem Wohl der weißen Rasse, die durch die ‚rising tide of color‘ in Gefahr ist, Selbstbeherrschung zu üben.“ Er argumentiert weiter, daß traditionelle Ideale wie Zurückhaltung von einer größeren praktischen Wirkung wären als ausdrücklich eugenische Überlegungen. Man könnte hinzufügen, daß äußere Zwänge manchmal noch effektiver sind als jedes von beiden, und daß es in Wirklichkeit die von der Großen Depression und dem Zweiten Weltkrieg aufgezwungene Disziplin war, die der  (sexuellen und sonstigen) Lasterhaftigkeit  der Zwanzigerjahre ein Ende machte. Diesen harten Umständen folgte, nicht zufällig, der Babyboom. Aber der Babyboom stellte sich als eine Art Eine-Generation-Wunder heraus. Heute hat sich die sexuelle Situation in der westlichen Welt zu einem Zustand umgekehrt, der schlimmer ist, als es sich Babbitt als möglich hätte vorstellen können, und seine Warnungen sind zeitgemäßer als damals, als er sie äußerte.

Ich möchte besonders seinen Punkt unterstreichen, daß man rassische Zwecke nicht notwendigerweise am besten durch ausdrückliche rassische Überlegungen erreicht. Es ist zwar wichtig, akkurate Informationen über Rasse zu publizieren, aber unsere Zivilisation können wir nicht dadurch fortführen, daß wir Debatten über IQ-Tests gewinnen. Ideen mögen Konsequenzen haben, aber sie haben keine Kinder. Und normale Leute fällen ihre grundlegenden Lebensentscheidungen hinsichtlich Ehe und Kindern nicht aufgrund wissenschaftlicher Ergebnisse oder Überlegungen zur Rassenpolitik.

Ich würde sogar davor warnen, zuviel Nachdruck auf das Thema Mischehe zu legen. Weiße scheinen in Wirklichkeit weniger außerhalb ihrer Rasse zu heiraten als andere: Sam Francis nannte die Zahlen „vernachlässigbar“. Auf der anderen Seite pflanzen sich große Zahlen unserer Frauen entweder gar nicht fort oder unter dem Erhaltungsniveau. Trotzdem scheinen sich einige Rassebewußte mehr Sorgen über eine einzige gemischtrassige Verbindung zu machen als über fünfzig kinderlose weiße Paare. Der Grund dafür ist, glaube ich, daß sie die gelegentliche weiße Mutter, die ihr Mulattenkind im Kinderwagen herumfährt, sehen können, sie aber nicht die weißen Kinder sehen können, die andere Frauen nicht zur Welt bringen. Die größten Bedrohungen für die Nation müssen jedoch nicht die sein, die ins Auge fallen.

Ich möchte Ihnen einige meiner Gedanken über die schreckliche Bedrohung für unsere Rasse und Zivilisation mitteilen, die von einer Bewegung ausgeht, auf die Rassenbewußte vielleicht nicht achten, weil sie nichts mit Rasse zu tun zu haben scheint: die sexuelle Befreiung. In meinem Essay „Sexual Utopia in Power“ [dt: Die sexuelle Utopie an der Macht] erklärte ich, warum mit dem Zusammenbruch der Ehe unweigerlich ein polygames Paarungsmuster entsteht. Dies nicht, weil böse Männer in der Lage sind, hilflose, unschuldige Mädchen auszubeuten; sondern weil es schlichtweg das natürliche Resultat des sozial nicht eingeschränkten Wahlverhaltens der Frauen selbst ist. Sie konkurrieren selbst miteinander darum, sich mit den attraktivsten Männern zu paaren, in einer Weise, wie wir es bei niedrigeren Säugetieren beobachten. Nun, auch bei Menschen sind polygame Gesellschaften nichts Neues, und man weiß recht viel darüber, wie sie funktionieren. Zufällig ist der am stärksten polygame Teil der Welt eine Gegend von besonderem Interesse für Amerikaner – es ist kein anderer als Westafrika, die Heimat der Vorfahren unserer eigenen schwarzen Bevölkerung. Ein Blick auf diese Gesellschaft könnte ein recht nützliches Licht auf das werfen, was im Westen heutzutage vor sich geht.

Eine ungewöhnliche Besonderheit dieser Region ist, daß die Frauen fast die gesamten Lebensmittel produzieren: ein Anthropologe nannte es „die Region der Bäuerinnen par excellence.“ Dies ist nicht so, weil Afrikaner einen besonders erleuchteten und fortschrittlichen Glauben an weibliche Karrieren haben, sondern weil die westafrikanische Landwirtschaft von einer ungewöhnlich primitiven Art ist. Der Anbau ist tendenziell eher extensiv als intensiv, und die hauptsächlichen Geräte sind einfache Hacken, die Frauen genausogut schwingen können wie Männer. Das herausforderndere Klima in Europa, im Gegensatz dazu, ruft nach intensivem Anbau mit dem Pflug, was weibliche Abhängigkeit von Versorgung durch den Mann nach sich zieht.

Da die Frauen Westafrikas sich selbst versorgen können, und oft ihre Ehemänner auch noch, brauchen sich die Männer keine Sorgen über die Kosten mehrerer Ehefrauen zu machen. Eine Ehefrau ergreift sogar manchmal, im Gegensatz zu unseren Erwartungen, die Initiative, ihren Ehemann zu ermutigen, eine weitere Frau zu heiraten, weil sie dadurch einige Haushaltspflichten loswird. Was die Männer betrifft  – nun, die genießen beträchtliche Muße, die sie meist dem Politisieren, Kämpfen, Trinken und dem, was Völkerkundler vorsichtig als „Polycoitus“ bezeichen, widmen. Ein niederländischer Reisender hinterließ uns eine amüsante Beschreibung des typischen Polygamisten an der Goldküste des 17. Jahrhunderts, der „seine Zeit müßig mit impertinentem Getratsche und dem Trinken von Palmwein verbringt, für den das Geld aufzubringen häufig die armen Ehefrauen verpflichtet sind.“ Die Ehemänner sind nicht einmal verpflichtet, ihre persönlichen Einkünfte mit ihren Frauen zu teilen; Gemeinschaftseigentum wird nicht als Teil der Definition von Ehe angesehen.

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Der Weg der Familie

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Family Way erschien am 1. Mai 2009 auf The Occidental Quarterly Online und am 28. November 2010 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right. Dieser Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Carlson

Allan C. Carlson

Third Ways: How Bulgarian Greens, Swedish Housewives, and Beer-Swilling Englishmen Created Family-Centered Economies – And Why They Disappeared

(„Dritte Wege: Wie bulgarische Grüne, schwedische Hausfrauen und biersaufende Engländer familienzentrierte Volkswirtschaften schufen – und warum sie verschwanden“)

Wilmington, Delaware: ISI Books, 2007

Die Wirtschaftswissenschaft ist von außen betrachtet solch ein imposantes Gebäude – mit ihrem technischen Drum und Dran, ihren Bibliotheken voller Bücher und Journale, ihren Stiftungsprofessuren und internationalen Konferenzen, ihren Spezialitäten und Subspezialitäten – daß der Laie vielleicht zögert, die Zeit von Experten mit Fragen über solch eine unbedeutende Sache wie die Familie in Anspruch zu nehmen. Wie Allan Carlson jedoch erzählt (S. 35 – 38), wäre solch eine Ehrerbietung gegenüber der beruflichen Expertise des Ökonomen fehl am Platz: die natürliche Familie ist seit mehr als zweihundert Jahren ein Stolperstein sowohl für die Wirtschaftswissenschaft als auch für die politischen Entscheidungsträger geblieben.

Adam Smith und David Ricardo drückten vorsichtigen Optimismus aus, daß ein unbehinderter Arbeitsmarkt dem gewöhnlichen arbeitenden Mann einen ausreichend großen Lohn bieten würde, um zu heiraten und ein paar Kinder großzuziehen; aber keiner der beiden behauptete, die Notwendigkeit dessen bewiesen zu haben. Radikale wie Marx und Engels fochten die Idee bald an und behaupteten, daß der Kapitalismus die Arbeit in ein gewöhnliches Gut verwandle, das Frauen und Kinder zu einem Bruchteil des Preises erwachsener Männer an Kapitalisten verkaufen könnten. Die traditionelle Autonomie und Solidarität der Familie würde dadurch der industriellen Effizienz und dem faustischen Streben nach Profiten zum Opfer fallen. Später stimmten liberale Ökonomen wie J. S. Mill und Alfred Marshall den Marxisten zu, daß die kapitalistische Marktwirtschaft der Familie kein natürliches Entgegenkommen bietet.

Die Marxisten scheinen auch recht damit zu haben, daß der Verlust der Familienautonomie durch Lohnkonkurrenz eine Entwicklung ist, die für den Kapitalismus spezifisch ist. Alexander Tschajanow, das Thema von einem von Carlsons Kapiteln, studierte die vorindustrielle Wirtschaft von Bauernfamilien und protestierte, daß die Durchsetzung von Konzepten wie Löhne und Kapital in der Agrarproduktion willkürlich und prokrustisch sei. Die Bauernfamilie produzierte für den Gebrauch statt für den Profit; ihr Arbeitsmuster war nicht durch Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern durch natürliche biologische Rhythmen: die periodische Wiederkehr der Jahreszeiten, Aussaat und Ernte; der menschliche Lebenszyklus von Geburt, Fortpflanzung und Tod. Das analytische Schema der modernen Ökonomie, das eine fundamentale Unterscheidung zwischen Kapital und Arbeitskraft voraussetzt, ist daher keine Hilfe bei der Aufklärung dessen, was in bäuerlichen Haushalten vorgeht (S. 72 – 73).

Die „Dritten Wege“, die im vorliegenden Buch beschrieben werden, waren Programme, die dazu bestimmt waren, die natürliche Familie – bäuerliche oder andere – vor der Auflösung durch die Marktkonkurrenz zu schützen. Das Buch besteht aus sieben Kapiteln von etwa zwanzig oder dreißig Seiten, wovon jedes einem „dritten Weg“ gewidmet ist. Dazu gehören Programme wie die Wiederherstellung der vollen Familienlandwirtschaft, andere, die nur für Eigenheimbesitz und ein bescheidenes Maß von Produktion im Haushalt werben, und noch andere, die bloß einen Lohn für Väter garantieren sollen, von dem sie Familien erhalten können.

Es mag vielleicht auf den ersten Blick paradox erscheinen, daß Familien überhaupt wirtschaftlich schlechter dran sein könnten, wenn sie ein zweites Einkommen haben anstatt nur eines. Aber dies ist ein klassisches Beispiel für das, was Logiker den Fehlschluß vom Teil aufs Ganze nennen. Der geht so: Wenn in einem Baseballspiel eine aufregende Spielphase stattfindet, springen alle Fans auf die Füße, um besser zu sehen. Sehen sie wirklich besser? Im Durchschnitt nicht. Wenn nur ein Fan aufstehen würde, dann hätte er eine bessere Sicht als zuvor; aber wenn alle aufstehen, ist die allgemeine Sicht nicht besser als zuvor. Analogerweise verbessert eine einzelne Frau, die unter die Erwerbstätigen geht, zweifellos ihre eigene materielle Situation; aber wenn die große Masse der Frauen erwerbstätig wird, dann ist der allgemeine Effekt bloß, daß der Arbeitsmarkt übersättigt wird, was die Löhne für alle hinunterdrückt. Schon 1825 erklärte ein Leitartikel in einer britischen Zeitung:

Die arbeitenden Männer dieses Landes sollten zu dem guten alten Plan zurückkehren, ihre Ehefrauen und Kinder vom Lohn ihrer eigenen Arbeit zu erhalten, und sie sollten Löhne fordern, die für diesen Zweck hoch genug sind. Indem sie das tun, werden die Kapitalisten den Männern allein dieselben Löhne zahlen müssen, die sie jetzt Männern, Frauen und Kindern geben. Die Arbeiter müssen ihre Frauen und Kinder daran hindern, auf dem Markt mit ihnen zu konkurrieren und den Preis für Arbeitskraft zu drücken. (S. 38)

Kein „Gesetz der Ökonomie“ verhindert eine solche Isolation von Frauen und Kindern vom Arbeitsmarkt. Alle Gesellschaften behandeln bestimmte Dinge, die sie besonders schätzen, als extra commerciam – als außerhalb des Bereichs des Marktaustauschs liegend. Es muß zum Beispiel keinen Markt für Rindfleisch in einem Land geben, in dem Kühe als heilig betrachtet werden. Oder: solange es einen Markt für Sklaven gab, unterlagen sie demselben Gesetz von Angebot und Nachfrage wie jedes andere Gut; aber dieser Markt konnte abgeschafft werden, und er wurde es auch. In ähnlicher Weise muß es keinen Markt für weibliche Arbeitskraft in einem Land geben, welches das häusliche Leben und die Familiensolidarität höher schätzt als die maximale industrielle Effizienz. Außer unter seltenen Umständen extremer Armut – z. B. wo die Lohnarbeit von Frauen oder Kindern vielleicht notwendig ist, damit jeder in einer Familie angemessen essen kann – kann jede Gesellschaft so viel Familienautonomie genießen, wie sie mit solcher Effizienz zu bezahlen gewillt ist. Befürworter familienzentrierter „dritter Wege“ glauben, daß solch ein Tausch die Sache wert ist; manche werden vielleicht widersprechen, aber es liegt keine ökonomische Absurdität in der Idee.

Falls Ihnen heute der Begriff „Familienlohn“ überhaupt geläufig ist, dann zeigen Sie damit Ihr Alter. Und doch, schreibt Carlson, „dominierte dieses Ideal die Arbeitsziele in der ganzen nordatlantischen Region von der Mitte des neunzehnten bis durch die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und hatte meßbare Auswirkungen auf die Löhne und den Arbeitsmarkt.“ Während Industrielle fast ohne Ausnahme das „Recht“ armer Frauen befürworteten, zu arbeiten (und die Löhne der Männer zu drücken), empfanden Ehemänner der Arbeiterklasse anders. Sie kämpften für Löhne und gewannen sie, die es ihren Frauen ermöglichten, bei den Kindern zu Hause zu bleiben. Zum Beispiel wurden in Britannien zwischen 1842 und 1914 „ von der Arbeiterklasse beträchtliche Gewinne an materiellen Standards erreicht, begleitet von der Bewegung von Frauen weg von der Lohnarbeit hin zu häuslicher Betätigung.“ In ähnlicher Weise gab es in Belgien „zwischen 1853 und 1891 eine gründliche Umwandlung des Familienlebens von Arbeitern, die auf einem Rückzug verheirateter Frauen aus dem Arbeitsmarkt und einem dramatischen Anstieg der Realeinkommen von Männern beruhte“ (S. 44). Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie das nächste Mal eine Feministin selbstgefällig die „Unmöglichkeit“ behaupten hören, zu den Zeiten zurückzukehren, wo der Platz einer Frau im Haus war.

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Häusliche Ökonomie, Teil 5

Abbott Handerson Thayer, 1849–1921, „Virgin Enthroned,“ 1891

Abbott Handerson Thayer, 1849–1921, „Virgin Enthroned,“ 1891

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Home Economics, Part 5 erschien am 3. Juni 2011 auf Counter-Currents Publishing. Dieser fünfteilige Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Zuvor erschienen: Häusliche Ökonomie, Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4

Teil 5 von 5

  1. Absichtliche Erosion der männlichen Rolle durch den Feminismus

Zu diesen wesenhaften männlichen Nachteilen am modernen Arbeitsplatz müssen jene hinzugefügt werden, die direkt vom Feminismus geschaffen wurden.

Der britische Philosoph C. E. M. Joad charakterisierte einst die kulturelle Dekadenz als „ein Zeichen der Tendenz des Menschen, seine Position im Universum mißzuverstehen, eine erhabenere Sicht auf seinen Status und seine Aussichten einzunehmen, als die Tatsachen rechtfertigen, und die Führung seiner Gesellschaften und die Planung seiner Zukunft auf der Grundlage dieses Mißverständnisses vorzunehmen.“ [14] Den Feminismus könnte man in diesem Licht nützlicherweise als die Dekadenz der europäischen Frauenschaft sehen. Es kann nur solch ein Größenwahn gewesen sein, der Frauen ohne Erfahrung in der Welt der Industrie dazu verleitete, ihr „Recht“ auf eine Karriere zu behaupten – womit in Wirklichkeit eine leichte und erfolgreiche Karriere gemeint ist. Sie stellten sich vor, wie sie mit auf Mahagonischreibtische hochgelegten Füßen katzbuckelnden männlichen Untergebenen Befehle zubellen und dafür mit fetten Gehaltsschecks und Prestige belohnt werden.

Das praktische Ergebnis der lauten Verkündung, daß Karrieren nun für Talente geöffnet werden, besteht darin, wie Studenten der „Bürgerrechtsbewegung“ wissen, daß riesige Horden ehemals zufriedener Mittelmäßiger sich für talentiert zu halten beginnen. Wenn sie in ihren Bemühungen scheitern, fühlen sie sich betrogen, nehmen an, daß jemand anders schuld sein muß, und rufen nach Bestrafung.

Die leichtgläubigen Frauen, die auf Drängen der Feministinnen ins Erwerbsleben eintraten, entdeckten schnell, daß es ihnen nicht sehr gefiel (trotz der oben aufgezählten weiblichen Vorteile). Die Arbeit stellte sich als… nun, eine Menge Arbeit heraus. Ihre Reaktion auf die gebrochenen Versprechungen des Feminismus bestand jedoch nicht darin, den Ideologinnen vorzuwerfen, daß sie sie gemacht oder sie dazu gebracht hatten, an sie zu glauben; sie bestand darin, Männern die Schuld zu geben. Männer mußten einfach die Arbeitswelt umkonstruieren, bis Frauen sie „erfüllend“ fanden. Und der Feminismus sollte wieder die Richtung weisen. (Eine der größten Stärken der Bewegung ist diese Fähigkeit gewesen, politisch von ihren eigenen Fehlschlägen zu profitieren.)

Es wäre schwierig, die Zahl der Gesetze und Vorschriften zu berechnen, die in den letzten drei Jahrzehnten im Hinblick auf die Bequemlichkeit arbeitender Frauen verkündet wurden. Und obwohl Feministinnen die Vorschläge formuliert haben, sind es großteils Männer, die sie eingeführt und durchgesetzt haben – ohne Zweifel in der heiteren Zuversicht, daß die neuen Regeln nur gegen schlechte Männer benutzt werden konnten. Aber ich fürchte, Frauen sind keine Ausnahme von der Regel, daß Macht korrumpiert, und wenige von ihnen zögern, die neuartigen rechtlichen Schutzbestimmungen in dem Moment in Waffen zu verwandeln, wo sie spüren, daß es zu ihrem persönlichen Vorteil sein könnte.

An meinem eigenen Arbeitsplatz sind Plakate gut sichtbar ausgehängt, die Frauen über eine gebührenfreie Nummer informieren, die sie anrufen können, falls ihnen irgendetwas nicht gefällt, das ein männlicher Mitarbeiter tut oder sagt. Es gibt offensichtlich keine äquivalente Nummer für Männer; aber selbst wenn es eine gäbe, ist es nicht schwer zu sehen, welches Geschlecht mehr dazu neigt, sich zu beklagen. Andere Plakate warnen Männer davor, irgendwelche Kritik, selbst beiläufig und informell, über die Arbeitsleistung einer Frau zu äußern.

Jeder weiß, was vorgeht, aber niemand sagt etwas. Die Frauen haben alle die Geschichten über die 6 Millionen Dollar teuren Streitvergleichszahlungen wegen Belästigung gelesen und rechnen sich aus, daß das besser ist, als für 17 Dollar die Stunde zu arbeiten. Sie halten ihre Augen offen nach Gelegenheiten. Der durchschnittliche Konzernmanager wird ohne zu zögern einen anderen männlichen Angestellten verraten (und selbstzufrieden als Verteidiger der Frauenschaft posieren, der Unrecht zugefügt wurde), um einen Prozeß zu vermeiden, und sowohl männliche als auch weibliche Angestellte wissen es.

„Geschlechtergleichstellungsziele“, direkte Bevorzugungen für Frauen bei Einstellungen und Beförderungen, werden von Konzernen aufgestellt, um zu vermeiden, von der EEOC [Equal Employment Opportunity Commission – Kommission für Chancengleichheit am Arbeitsplatz] vor Gericht gezerrt zu werden. Die öffentliche Vorspiegelung ist, daß Frauen am Arbeitsplatz vordringen; in Wirklichkeit werden sie künstlich auf den Rücken von Männern hochgehievt. Einer der meiner Meinung nach widerlichsten Aspekte der Situation ist die zuckersüße Rhetorik, die überall benutzt wird, um eine Realität der Einschüchterung, Feigheit und Ungerechtigkeit zu verdecken.

Die Feministinnen haben zweifellos große Fortschritte zur Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele gemacht. Die Löhne von ganzjährig beschäftigten männlichen Vollzeitarbeitern sind in den Vereinigten Staaten seit 1973 flach geblieben. In diesem Jahr betrugen die Löhne vollzeitarbeitender Frauen 57 Prozent von denen der Männer; um 2005 „verdienten“ sie (sozusagen) 77 Prozent so viel wie Männer. [15] Die Männer brauchen dieses Geld natürlich, um Familien zu gründen oder zu erhalten; die Frauen nicht.

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Häusliche Ökonomie, Teil 4

Arnold Böcklin, „Vita Somnium Breve,“ 1888

Arnold Böcklin, „Vita Somnium Breve,“ 1888

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Home Economics, Part 4 erschien am 2. Juni 2011 auf Counter-Currents Publishing. Dieser fünfteilige Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Zuvor erschienen: Häusliche Ökonomie, Teil 1, Teil 2 und Teil 3

Teil 4 von 5

  1. Konsequenzen der „unbegrenzten Wahlmöglichkeit“

Zu den meisten linken Utopien gehört der Genuß all der Vorteile enggestrickter Gemeinschaften, während man nichts von den Kosten an individueller Freiheit bezahlt, die solche Gemeinschaften erfordern. Dementsprechend schlagen Feministinnen vor, Frauen von „häuslicher Fronarbeit“ zu befreien und diese durch uneingeschränkte persönliche Wahlfreiheit zu ersetzen. Aber die Fronarbeit der Ehe und deren Pflichten sind ganz offensichtlich die unverzichtbare Grundlage der Familie, des Modells und der Quelle jeder echten Gemeinschaft.

Es ist wahr, daß es selbst bei der Ehe ein gewisses Maß an freier Wahlmöglichkeit gibt: eine Frau kann wählen, ob und in gewissem Ausmaß wen sie heiraten wird. Aber sobald eine Frau ihre Wahl trifft, indem sie das Gelübde ablegt und den Bund eingeht, hat sie eben dadurch keine Wahl mehr (so wie man nicht einen Kuchen essen und zugleich behalten kann). In anderen Worten, die Ehe ist ein nicht rückzahlbares Einwegticket. Ihr Ehemann ist ihre Wahl, selbst falls er sie schließlich auf bestimmte Arten verärgert, so wie es alle sterblichen Ehemänner zwangsläufig tun müssen. Wenn eine Frau sich ihre Partnerwahl für immer offenhält, nennt man das „Altjüngferlichkeit“.

Letztendlich ruhen die Fantasien des Feminismus und der sexuellen Befreiung auf einer metaphysischen Verwirrung, die man die Verabsolutierung der Wahlfreiheit nennen könnte. Die Illusion ist die, daß man der Gesellschaft irgendwie befehlen könnte, Frauen Wahlfreiheit zu ermöglichen, ohne dadurch ihre zukünftigen Optionen zu vermindern. Geburtenkontrolle, Abtreibung, die Entstigmatisierung von unehelichem Geschlechtsverkehr und Lesbentum, das „Recht“ auf eine Karriere, willkürliche und einseitige Scheidung – all diese sind gegenüber Frauen als Wege zur Erweiterung ihrer Wahlmöglichkeiten beworben worden.

Nun, ich bin dafür, Frauen all die Wahlmöglichkeiten zu geben, die sie verkraften können. (Gegenwärtig denke ich, daß sie eher mehr als das haben.) Aber eine sorgfältige Analyse wird offenbaren, daß der Begriff unterschiedliche und teils widersprüchliche Bedeutungen hat, die nicht in jedem Zusammenhang gleichermaßen anwendbar sein mögen. Wahlmöglichkeit ist keine einzelne Sache, die unbegrenzt ohne Preis erweitert werden kann, und es kann gezeigt werden, daß ein trügerisches Mehr davon in einem Bereich die Verringerung der eigenen Möglichkeiten in einem anderen nach sich zieht.

Ein völlig legitimer Sinn des Auswählens ist zu tun, was man möchte. Wenn wir zum Beispiel ersucht werden, eine Geschmacksrichtung von Eiscreme auszuwählen, dann ist alles, was gemeint ist, eine Entscheidung darüber, was uns im Moment am angenehmsten wäre. Dies deshalb, weil die Alternative zwischen Schokolade oder Erdbeere keine tiefen, langfristigen Konsequenzen beinhaltet. Aber nicht alle Entscheidungen können so sein.

Bedenken Sie zum Beispiel die Berufswahl eines jungen Mannes. Einer der Zauber der Jugend ist, daß sie eine Zeit ist, in der die Möglichkeit die Wirklichkeit überschattet. Man könnte ein Gehirnchirurg werden, oder ein Bergsteiger, oder ein Dichter, oder ein Staatsmann, oder ein Mönch. Es ist natürlich und gut, wenn Jungen von all dem Verschiedenen träumen, das sie werden könnten, aber solche Tagträume können eine gefährliche Illusion züchten: daß dort, wo immer noch alles möglich ist, alles möglich sein wird. Das trifft nur im Fall trivialer und belangloser Angelegenheiten zu. Es ist möglich, alle 31 Geschmacksrichtungen von Baskin-Robbins an 31 aufeinanderfolgenden Tagen durchzukosten. Aber es ist nicht möglich, ein Gehirnchirurg und ein Bergsteiger und ein Dichter und ein Staatsmann und ein Mönch zu werden. Ein Mann, der das versucht, wird nur in allen seinen Bestrebungen scheitern. Der Grund dafür ist natürlich, daß wichtige Unternehmungen sehr viel Zeit und Einsatz erfordern, aber die Männer, die sie unternehmen, sterblich sind.

Für jede Möglichkeit, die wir verwirklichen, wird es hundert geben, die wir für immer unverwirklicht lassen müssen; für jeden Weg, für den wir uns entscheiden, wird es hundert geben, die wir für immer aufgeben müssen. Die Notwendigkeit, in diesem Sinne eine Wahl zu treffen, ist das, was dem menschlichen Leben viel von seiner Ernsthaftigkeit und Schmerzlichkeit gibt. Diejenigen, die von einer Sache zur anderen treiben, unfähig, zu einer Entscheidung zu kommen oder irgendetwas von dem zu vollenden, was sie begonnen haben, enthüllen dadurch, daß sie eine wesentliche Wahrheit über das Menschsein nicht begreifen. Sie sind wie Kinder, die nicht erwachsen werden wollen.

Die sexuellen Wahlentscheidungen einer Frau sind analog jenen eines Mannes hinsichtlich seiner Berufung. Sie können grundsätzlich nicht so leicht und umkehrbar gemacht werden wie die Wahl der Geschmacksrichtung von Eiscreme. Aber sie so zu machen, ist das, was der Feminismus und die sexuelle Befreiung zu tun versuchen. Das zugrundeliegende Motiv scheint genaugenommen eine Furcht vor schwierigen Entscheidungen und ein Wunsch zur Beseitigung ihrer Notwendigkeit zu sein. Zum Beispiel braucht eine Frau nicht über die Qualifikationen eines Mannes als Vater ihrer Kinder nachzudenken, wenn eine Pille oder ein routinemäßger medizinischer Eingriff diese Möglichkeit beseitigen kann. Es gibt keinen Grund, sorgfältig die Alternative zwischen Karriere und Ehe abzuwägen, wenn die Mutterschaft sicher bis zum Alter von 40 Jahren aufgeschoben werden kann (wie es eine große Zahl von Frauen jetzt anscheinend glaubt). Was wir hier haben, ist nicht ein klarer Gewinn im Ausmaß der Wahlfreiheit, sondern eine Verlagerung von einem Sinn des Wortes zu einem anderen – von ernsthafter, auf Nachdenken beruhender Bindung dazu, daß man bloß tut, was man zu jedem bestimmten Zeitpunkt möchte. Wie der Dilettant, der sich in fünf verschiedenen Berufen versucht, ohne endlich einen zu ergreifen, möchte sich die befreite Frau all ihre Optionen für immer offen halten: sie möchte die ewige Jugend.

Der Versuch zur Verwirklichung eines Utopia der grenzenlosen Wahlfreiheit in der realen Welt hat bestimmte vorhersehbare negative Folgen: insbesondere macht er die Erfahrung der Liebe für Frauen zu einer des wiederholten Scheiterns. Die befreite Frau, die sowohl die engagierte Ehe als auch die entschiedene Ehelosigkeit ablehnt, treibt hinein und hinaus in eine Reihe von etwas, das „Beziehungen“ genannt wird, wobei sie ihren Mann entweder verläßt oder von ihm verlassen wird (ihrer Meinung nach ist es in beiden Fällen seine Schuld). Ein beliebter deutscher Roman, der dieses Verhaltensmuster satirisch behandelt, trägt den Titel Beim nächsten Mann wird alles anders. [12]

Die Lektion, die solche Erfahrungen unvermeidlich lehren, ist, daß Liebe nicht andauert, daß Menschen nicht verläßlich sind, daß man am Ende nur sich selbst hat, daß die vorausschauende Klugheit diktiert, immer nach der Nummer Eins zu suchen. Und das wiederum zerstört die Großzügigkeit, die Loyalität und das Vertrauen, die unverzichtbar sind, wenn Liebe gelingen und andauern soll.

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Häusliche Ökonomie, Teil 3

Königin Viktoria beim Spinnen von Wolle

Königin Viktoria beim Spinnen von Wolle

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Home Economics, Part 3 erschien am 1. Juni 2011 auf Counter-Currents Publishing. Dieser fünfteilige Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Zuvor erschienen: Häusliche Ökonomie, Teil 1 und Teil 2

Teil 3 von 5

  1. Keine Eigentumsrechte innerhalb der traditionellen Familie

Die Versorgung durch den Mann ist vielleicht als Anpassung früher Hominiden an die widrigeren klimatischen Bedingungen entstanden, auf die sie bei der Migration aus Afrika stießen. Bis zum heutigen Tag bleibt die weibliche Nahrungsproduktion im Großteil von Schwarzafrika die Regel. Das harschere Klima Europas, insbesondere in dessen nördlicheren Regionen, ist es, das die männliche körperliche Stärke und Voraussicht erfordert, zusammen mit ihrem weiblichen Gegenstück: die intensivere Pflege der Kinder.

Laut einem Artikel, der kürzlich in Current Anthropology veröffentlicht wurde, könnte die bessere Nutzung der Arbeitsteilung nach Geschlechtern sogar das gewesen sein, was den modernen Menschen den entscheidenden Konkurrenzvorteil gegenüber den Neandertalern gab. [7] Ich möchte nicht zuviel Gewicht auf eine im Entstehen begriffene und möglicherweise nicht überprüfbare Theorie legen. Aber seit vielen Jahren sind Kritiker des Feminismus routinemäßig als Neandertaler und Höhlenmenschen abgetan worden. Es wäre eine befriedigende Rechtfertigung für uns, sollte es sich herausstellen, daß die primitiveren Vorgänger des Menschen in Wirklichkeit wegen „Gleichheit am Arbeitsplatz“ ausstarben. (Es ist auch amüsant darüber nachzudenken, wie es unseren verhätschelten Feministinnen in der „feindlichen Arbeitsumwelt“ der mittleren Altsteinzeit ergangen wäre.)

Obwohl als Reaktion auf schwierige natürliche Bedingungen entstanden, überlebte die Praxis der Versorgung durch den Mann bis in die Zeit der verringerten Knappheit nach dem Ende der letzten Eiszeit und des Aufkommens der seßhaften Landwirtschaft. Dies ist es, was erstmals Kapitalansammlung ermöglichte, eine wesentliche Voraussetzung der Zivilisation. Wir hatten in der Tat Glück, daß die Männer des alten Mesopotamien keine Feministinnen um sich hatten, die sie davon überzeugten, daß es „sexistisch“ sei, ihren Ehefrauen Eigentumsrechte zu verweigern. Diejenigen, die den Reichtum erzeugen, haben eine bessere Vorstellung von dessen Wert als jene, die von anderen erhalten werden. Es ist zweifelhaft, ob die Zivilisation hätte entstehen können, wenn die Frauen die Kontrolle über die prähistorischen Kassenschlüssel gehabt hätten.

Wenige Dinge erzeugen mehr feministischen Zorn als dieses traditionelle Fehlen weiblicher Eigentumsrechte innerhalb der Familie. Solch rückblickende Empörung ist jedoch bloß ein weiteres Beispiel der Mißverständnisse, die daraus entstehen können, daß man keinen harschen wirtschaftlichen Realitäten ins Auge zu schauen braucht.

Der Vater hatte in seiner Rolle als Versorger eine Pflicht, den Besitz seiner Familie zum langfristigen Nutzen der Familie als Ganzes (natürlich einschließlich seiner Ehefrau) zu verwalten. Das Recht eines Mannes auf die Kontrolle der Zuteilung des Wohlstandes, den er selbst produziert hat, war im Grunde an diese Verpflichtung geknüpft. Feministinnen nehmen wie üblich nur die Rechte des Mannes wahr und nicht die Verantwortlichkeiten, aus denen sie sich ableiteten.

Die Geschlechter haben sich seit der Jungsteinzeit nicht viel verändert, auch wenn unsere Vorstellungen von „Rechten“ sich geändert haben. Sogar heute kann man Männer mit sechsstelligen Gehältern finden, die nicht aus der Verschuldung herauskommen können. Sie leben nicht über ihre Verhältnisse; ihre Ehefrauen tun es. In Schopenhauers Worten: „Frauen denken, daß Männer Geld verdienen sollen, damit sie es ausgeben können.“ Eines der traditionellen Ziele bei der Erziehung von Töchtern ist es gewesen, sie von genau dieser „natürlichen“ weiblichen Denkweise abzubringen.

Die Folgen dessen, daß man das nicht tut, kann man in jüngsten Entwicklungen in Europa sehen. 1999 hat eine Politikerin der britischen Labour Party Pläne angekündigt, „Arbeitgeber zu zwingen, die Löhne von Männern auf die Bankkonten ihrer Ehefrauen einzuzahlen… Ehefrauen werden die alleinige Verfügungsgewalt darüber haben, ob sie die Löhne ihrer Ehemänner direkt empfangen wollen oder nicht.“ [8] Währenddessen ist in Deutschland ein Gesetz vorgeschlagen worden, das „Ehemännern vorschreiben würde, ihren Ehefrauen Taschengeld zu zahlen. Nichtbezahlung von Taschengeld… könnte zur Folge haben, daß der Rechtsverletzer vor das Familiengericht gezerrt und zur Zahlung angewiesen wird.“ [9]

Im Gegensatz dazu wurde von der traditionellen Hausfrau erwartet, nicht nur dankbar für den Unterhalt durch ihren Ehemann und sparsam mit seinen Ressourcen zu sein, sondern auch ihren eigenen Beitrag zum Haushalt zu leisten:

Sie sucht Wolle und Flachs und arbeitet mit willigen Händen. Sie steht auf, während es noch Nacht ist, und bereitet Nahrung für ihren Haushalt und Aufgaben für ihre Dienstmädchen vor. Ihre Lampe geht nachts nicht aus. Sie legt ihre Hände an den Spinnrocken. Sie achtet gut darauf, wie ihr Haushalt läuft, und ißt nicht das Brot der Müßigkeit.

Solcherart sind die Attribute der guten Ehefrau, wie sie in Sprüche 31 beschrieben werden (nach der wehmütigen Frage „Wer kann eine gute Ehefrau finden?“). In anderen Worten, es ist keineswegs eine Innovation des Feminismus, daß Frauen wirtschaftliche Funktionen ausüben sollten.

Aber das unterscheidet sich gänzlich davon, eine Karriere zum Zweck der „Selbstverwirklichung“ zu haben. Die traditionelle wirtschaftliche Rolle einer Frau ist die „Familienverwirklichung.“ Eine Frau, die sich der Erfüllung dieser Rolle widmete, wäre vielleicht verwundert darüber gewesen, wie sie von Eigentumsrechten profitieren würde, die gesetzlich gegen andere Mitglieder ihrer eigenen Familie durchsetzbar sind.

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Häusliche Ökonomie, Teil 2

Jan van Eyck, „Die Arnolfini-Hochzeit“, 1434

Jan van Eyck, „Die Arnolfini-Hochzeit“, 1434

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Home Economics, Part 2 erschien am 31. Mai 2011 auf Counter-Currents Publishing. Dieser fünfteilige Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Zuvor erschienen: Häusliche Ökonomie, Teil 1

Teil 2 von 5

  1. Die moderne Vernachlässigung der wirtschaftlichen Seite der Ehe

Nachdem im ersten Abschnitt kurz die beiden Hauptarten untersucht wurden, auf die der Feminismus die frühere Position der Wertschätzung untergraben hat, die die Frauen in unserer Zivilisation genossen, lassen Sie uns mit der Betrachtung dessen fortfahren, wie diese Position früher gewahrt wurde.

Die Grundlage des Systems, fundamentaler als das Ideal der Ritterlichkeit, war die Institution der Ehe. Die strengstmögliche Erfüllung der Bedingungen der Ehe durch Frauen ist offensichtlich notwendig, bevor Männer glauben gemacht werden können, daß Frauen ätherisch reine, von Natur aus monogame Wesen sind, die sich selbstlos dem Wohl ihrer Familien in einer Weise widmen, die irdische, lusterfüllte Männer nicht begreifen können.

Die traditionelle Sexualmoral kann recht einfach zusammengefaßt werden: Männer und (besonders) Frauen haben eine gewisse Wahlfreiheit bei der Entscheidung, ob oder wen sie heiraten, aber sie haben nicht die Freiheit, für sich selbst zu entscheiden, was eine Ehe ist. In anderen Worten, wir unterwerfen uns der Ehe, die eine zeitlose Institution ist; wir passen sie nicht unseren Vorlieben an.

Was ist also eine Ehe? Ich definiere sie als eine lebenslange sexuelle und wirtschaftliche Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau. [1] In der Ehe pflegen ein Mann und eine Frau eine ausschließliche sexuelle Beziehung, die (in den meisten Fällen) Kinder von anerkannter Vaterschaft hervorbringt, und sie teilen ihre produktiven Fähigkeiten im Hinblick auf das Aufziehen ihrer Kinder; und diese beiden Dinge tun sie für die Dauer ihres natürlichen Lebens zusammen.

Im Gegensatz zu den oberflächlichen Ansichten vieler Menschen, insbesondere Frauen, ist eine Hochzeit nicht das definierende Attribut der Ehe: sie ist bloß eine Zeremonie, die normalerweise den Eintritt eines Paares in die Ehe kennzeichnet. Der einzige wesentliche Zweck einer Hochzeit ist die Bestätigung der Vaterschaft, die öffentliche Erklärung, wer der vermutliche Vater der zukünftigen Kinder der Frau ist.

Beim Eintritt in die Ehe ist Sex die starke Hand der Frau. Im frühen Erwachsenenalter, wenn Menschen sich normalerweise fortpflanzen, ist der männliche Geschlechtstrieb unvergleichlich stärker als der weibliche, und das Schamgefühl oder die Züchtigkeit der Frau am Höhepunkt. Deshalb sind beim Paarungstanz hauptsächlich die Frauen diejenigen, die die Wahl treffen. Aber der Mann ist von Natur aus die wirtschaftlich stärkere Partei. So wie die Natur die Frauen zu den Gebärerinnen und Pflegerinnen der Kinder gemacht hat, machte sie die Männer zu den hauptsächlichen Versorgern von Familien.

Allgemeiner Wohlstand, weiblicher Karrierismus und Einstellungsbevorzugung für Frauen erodieren alle die natürliche Stärke des Mannes. Weiters läuft die moderne Überbetonung des Sex und die entsprechende Vernachlässigung der wirtschaftlichen Seite der Ehe auf einen Fokus auf die natürliche Stärke der Frau hinaus statt auf jene des Mannes: die sexuelle Revolution hat die Position des Mannes nicht gestärkt, wie sie allgemein angepriesen wird, sondern sie untergraben.

Lassen Sie mich ein Beispiel für die typische moderne Nichtbetrachtung der Ehe vom wirtschaftlichen Standpunkt aus geben. Westliche Journalisten wie die heutigen Propagandisten gegen den „Islamofaschismus“ behaupten häufig, daß die Polygamie moralisch verwerflich sei, weil sie „Frauen erniedrigt“. Typischerweise bieten sie keine Erklärung dafür und betrachten das Ganze als selbstverständlich. Aber es ist nur der relative Wohlstand unserer Gesellschaft, der das so erscheinen läßt. Tatsächliche polygame Gesellschaften tendieren dazu, von allgemeiner Armut gekennzeichnet zu sein, wobei der Großteil des Reichtums in wenigen männlichen Händen konzentriert ist. Eine Frau in einer solchen Gesellschaft steht normalerweise nicht vor der Alternative zweier ansonsten vergleichbarer Freier, von denen einer ihr treu sein und der andere einen Harem haben wird. Ihre Wahl wird wahrscheinlich die sein, ihr Schicksal entweder an jenes eines mittellosen Mannes binden zu lassen oder leidlich von einem reichen oder mächtigen Mann erhalten zu werden, dessen Aufmerksamkeiten sie teilen wird müssen.

Es ist keineswegs selbstverständlich, daß westliche Frauen die Möglichkeit der formalen Polygamie ablehnen würden, wenn sie von den Umständen zu solch einer Wahl gezwungen würden; unsere gegenwärtige informelle Polygamie ist in Wirklichkeit weit mehr ein Produkt ihrer Entscheidungen als jener der Männer. In Wirklichkeit ist die Funktion der Monogamie wirtschaftlich gesehen gar nicht die Verbesserung der Bedingungen für Frauen, sondern vielmehr die Sicherstellung, daß relativ arme Männer Kinder zeugen können.

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Häusliche Ökonomie, Teil 1

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Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Home Economics, Part 1 erschien am 30. Mai 2011 auf Counter-Currents Publishing. Dieser fünfteilige Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist. (Alle in diesem Buch enthaltenen Essays sind bereits auf Deutsch übersetzt worden; eine Übersicht samt ist am Schluß von Devlins Vorwort und Einführung zu „Die sexuelle Utopie an der Macht“  zu finden.)

 

Teil 1 von 5

  1. Zwei gegensätzliche Vorstellungen von der weiblichen Würde

Eines der Kennzeichen der westlichen Zivilisation ist der ungewöhnlich hohe Status, den sie den Frauen eingeräumt hat. Dies ist oft dem Einfluß des Christentums zugeschrieben worden, das bestimmte typisch weibliche Tugenden (Gnade, Demut) mehr schätzt, als es die heidnische Gesellschaft getan hat. Aber Tacitus hatte bereits den Respekt, der weiblichen Meinungen gezollt wurde, als typisch für die heidnischen germanischen Stämme seiner Zeit hervorgehoben. Manche glauben, daß die Achtung, die Frauen gezollt wird, eine Widerspiegelung der Bedingungen im alten Nordeuropa ist, wo die Kernfamilie statt der erweiterten Familie die wichtigere Wirtschaftseinheit war. Aber wie auch immer sie entstanden sein mag, so ist die Stellung der Frauen in unserer Zivilisation in jüngerer Zeit durch wirtschaftliche Entwicklungen und durch die feministische Bewegung erodiert worden. Der vorliegende Essay zielt darauf ab zu erläutern, wie dies geschehen ist, und für die Notwendigkeit der Umkehrung des Prozesses zu argumentieren.

Viel Verwirrung gibt es hinsichtlich des feministischen Angriffs auf den Status der Frauen, weil die feministische Bewegung sich gegenüber Außenseitern – gewöhnlich mit Erfolg – immer als Bemühung zur Verbesserung dieses Status präsentiert hat. Feministinnen behaupten, wie wir alle wissen, daß Frauen rechtmäßig den Männern „gleichgestellt“ sind und ein „ebenes Spielfeld“ verdienen, um darauf mit ihnen zu konkurrieren. In unserer Zeit gibt es selten eine Person, deren Vorstellungen über die Ansprüche von Frauen völlig unbeeinflußt von diesen Schlagworten bleiben; das gilt sogar für viele, die sich für Gegner des Feminismus halten. Zum Beispiel glauben bestimmte Möchtegern-Verteidiger der westlichen Zivilisation, daß der Islam hauptsächlich deswegen eine Gefahr für uns darstellt, weil er die „Gleichheit der Geschlechter“ nicht akzeptiert. Tatsächlich lassen sie es manchmal so klingen, als hätten sie nichts gegen den Islam, wenn moslemische Mädchen nur die Freiheit hätten, Miniröcke zu tragen, in die Armee einzutreten und sich von ihren Ehemännern scheiden zu lassen. Oder viele in der wachsenden Väterbewegung wiederum beschreiben ihr Ziel als die Einführung „wahrer“ Gleichheit statt der Zurückgewinnung ihrer traditionellen Rolle als Familienoberhäupter. Ich habe sogar Konservative gekannt, die jungen Zuhörern ernstlich versichern, daß die Idee der Geschlechtergleichheit aus dem Christentum zu uns kommt – eine grausamere Lästerung des Glaubens, als Voltaire oder Nietzsche sie sich jemals vorstellten. Der Extremfall solcher Verwirrung ist bei „Mainstream“-Konservativen wie William Kristol zu finden, der mit der Begründung gegen den Feminismus zu sein behauptet, daß dessen exotischere Manifestationen „die jüngsten Gewinne der Frauen bedrohen“: in anderen Worten, das Problem mit dem Feminismus sei, daß er den Feminismus gefährdet. Es ist schwierig, eine Bewegung zu bekämpfen, deren Grundprämissen man akzeptiert.

In Wirklichkeit ist die hohe Stellung der Frauen in unserer Zivilisation nicht nur viel älter als die feministische Ideologie, sondern ist auch logisch unvereinbar mit ihr. Um zu verstehen, warum, muß man zwei Punkte im Kopf behalten:

1) der traditionelle Status der Frauen war mit Erwartungen an ihr Verhalten verbunden – an die Erfüllung der Pflichten ihrer Stellung; und 2) nahm er qualitative Unterschiede und Komplementarität (statt „fairen Wettbewerb“) zwischen den Geschlechtern an.

Zum ersten Punkt: strenggenommen waren es nie die Frauen als solche, die hohen Status genossen, sondern vielmehr die ihnen eigenen sozialen Rollen – hauptsächlich jene der Ehefrau und Mutter. Weiblich (oder männlich) geboren zu sein, ist bloß eine natürliche Tatsache ohne innewohnende moralische Bedeutung, aber zur Ausfüllung einer sozialen Rolle gehört Bemühung und oft Opferbringen. Dementsprechend war der Respekt, der Frauen gezollt wurde, kein bedingungsloses Geburtsrecht; er war Frauen vorbehalten, die ihre weiblichen Verpflichtungen erfüllten.

Unter jenen Verpflichtungen war eheliche Treue von höchster Wichtigkeit: so sehr, daß in unserer Sprache allgemeine Begriffe wie Tugend und Moral oft benutzt wurden, um spezifisch die sexuelle Treue von Frauen zu bezeichnen. Das liegt nicht an irrationaler Prüderie, wie es sich die Apostel der sexuellen Befreiung vorstellten, sondern an der Anerkenntnis, daß alles, was nötig ist, um eine Rasse und Zivilisation zu zerstören, die Weigerung von deren Frauen ist, treue Ehefrauen und Mütter zu sein.

Zur westlichen Tradition gehört auch eine starke Annahme, daß Frauen ihre Rolle ausfüllen möchten; in anderen Worten, es wird von Frauen angenommen, daß sie „tugendhaft“ sind, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. In bestimmten Zeiten war es gefährlich, auch nur anzudeuten, daß eine Dame vielleicht kein Musterbeispiel der sexuellen Selbstbeherrschung sei, wenn man keine sehr starken Beweise hatte: eine Verleumdung der Ehre einer Frau war Grund für ein Duell. Natürlich ergibt das nicht viel Sinn, wenn Frauen keine Ehre haben; und heute lehnen die Verfechter von Gleichheit und Befreiung offen die bloße Idee als „unterdrückerisches Sozialkonstrukt“ ab. Aber offen gesagt habe ich den Verdacht, daß Ehre nie wirklich der hauptsächliche Bestimmungsfaktor für das Verhalten von Frauen war. Gutes Beispiel (insbesondere von ihren Müttern), Gewohnheit, mangelnde Gelegenheit, religiöse Unterweisung und in letzter Instanz die Aussicht auf soziale Schande und finanziellen Ruin waren bei ihnen wahrscheinlich immer wirksamer.

Männer sind jedoch oft zu glauben ermutigt worden, daß Frauen von Natur aus monogam sind, von nichts so Niedrigem wie sexueller Anziehung motiviert werden und nur „gute Ehemänner“ suchen, um sie selbstlos aus Liebe zu heiraten. Diese erfreuliche und erbauliche Sicht auf die Weiblichkeit ist die Grundlage der kulturellen Formen des Westens um die Beziehungen zwischen den Geschlechtern: Galanterie, Ritterlichkeit, Liebeswerben und kameradschaftliche Ehe. Diese sind es, die die Liebe, in Edmund Burkes Formulierung, „wenn nicht unter die Tugenden, so doch unter die Zierden des Lebens“ stellen (mehr …)

Die weibliche sexuelle Konterrevolution und ihre Grenzen, Teil 2

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Feminine Sexual Counter-Revolution & its Limitations, Part 2 erschien am 28. Juni 2011 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Zuvor erschienen:

Die weibliche sexuelle Konterrevolution und ihre Grenzen, Teil 1

Teil 2 von 2

1 CosmoCover

Betrachten wir Wendy Shalits aus Anekdoten und Frauenmagazinen gepflückte Darstellung der sexuellen Situation, vor der Frauen heute stehen. Die bescheidene Firmendrohne, die Belästigungsanklagen und den Verlust des Lebensunterhalts zu fürchten hat, wenn sie dem Mädchen in der benachbarten Arbeitsbox zuzwinkert, wird bei der Lektüre dieses Materials das Gefühl haben, durch Alices Spiegel getreten zu sein. Hier ist ein Bereich, in dem Männer Frauen darauf reduziert haben, darum zu kämpfen, welche ihnen den meisten und besten Sex bieten kann, und fieberhaft das Kamasutra nach irgendeiner neuen Stellung oder Technik zu durchsuchen, der es gelingen wird, ihren übersättigten Appetit zu befriedigen.

Die Männer, die diese Welt bewohnen, sorgen sich nicht darum, daß Frauen treu bleiben, sondern daß sie nicht „anhänglich“ werden. Cosmo unterstützt sie und rät Frauen, sofort nach dem Sex zur Tür hinauszuhuschen aus Angst, sich in die Großen Wichtigen Dinge hineinzudrängen, die ihr Mann an diesem Tag zu tun hat und in die sie nicht einbezogen sind – und dazu könnte leicht eine Verabredung mit einer weiteren Freundin gehören. „Es ist traurig zu sehen, daß es dazu gekommen ist“, sagt eine Frau: „daß die Kerle die Latte höher legen und die Mädchen sich darum balgen, dem zu entsprechen. Frauen wollen einfach wissen, was sie tun müssen, um diese Kerle dazu zu bringen, sich in sie zu verlieben“ (GGM, S. 176). Eine junge Frau erklärt: „Wenn ich nicht tue, was immer [mein Freund] will und er aus welchem Grund auch immer mit mir Schluß machen würde, hätte er in zwei Tagen jemand anders. So funktioniert es einfach“ (GGM, S. 177). „Die Männer, die die Betten dieser Frauen teilen“, sagt Shalit, „werden wie Könige oder Prinzen behandelt, deren Autorität von Gott selbst kommt, wohingegen die eigenen Gefühle der Frauen und sogar die Sorge um ihre Gesundheit extrem eingeschränkt sind“ (GGM, S. 81). Shalit rät einer solchen Frau, sie solle „zum nächsten Ausgang rennen, nicht gehen, und auf dem Weg nach draußen versuchen, nicht über all die nackten Frauen zu stolpern“ (GGM, S. 79.

All diese Geschichten lassen es sicherlich so erscheinen, als wäre die Position des Mannes in dieser schönen neuen Welt der sexuellen Revolution stärker als unter der Monogamie, während jene der Frau schwächer ist. Tatsächlich könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein. Lassen Sie mich eine einfache Frage stellen, die Shalit nie berücksichtigt: Es war immer so, daß es ungefähr ein Mädchen für jeden Jungen gab; wenn Männer jetzt Harems haben, wo kommen dann die zusätzlichen Frauen her?

Die Antwort ist gleichermaßen einfach und offensichtlich. Die meisten Männer haben natürlich keine Harems, und es gibt nicht mehr Frauen als früher. Manche Männer haben Harems, weil von der Monogamie „befreite“ Frauen sich nur mit ungewöhnlich attraktiven Männern paaren. Diese Situation demonstriert nicht die Schwäche der Position der Frau, sondern deren Stärke. Wenn der männliche Geschlechtsinstinkt der hauptsächliche Bestimmungsfaktor bei der Paarung wäre, dann wäre das allgemeine Muster, daß die attraktivsten Frauen gruppenvergewaltigt werden.

2 cosmo4

Um zu verstehen, was wirklich vorgeht, wird es notwendig sein, ein grelles Licht auf eine Sache zu werfen, bei denen die Frauen es instinktiv vorziehen, sie unter Verschluß zu halten: der weibliche Geschlechtstrieb. Shalit nimmt fast nie Bezug darauf, und das ist sogar in gewisser Weise angemessen, nachdem solche Zurückhaltung ein Teil der weiblichen Sittsamkeit ist, die sie wiederherzustellen versucht. Aber das bedeutet, daß ein Schleier über einige wichtige Umstände gezogen wird, denen man sich ehrlich stellen muß, wenn die Ehe und die natürliche Familie als soziale Normen wiederhergestellt werden sollen.

Wenn ein junges Mädchen sich der Jungs erotisch bewußt wird, wird sie von der Natur mit Scheuklappen ausgestattet, die die Mehrheit davon – einschließlich vieler, die gute Ehemänner abgeben können – aus ihrem Gesichtsfeld ausschließt. Was einen Mann in ihr schmales Sichtfeld bringt, ist das, was „sexuelle Attraktivität“ genannt wird. Was ist das?

Es ist nicht möglich, das herauszufinden, indem man die Frauen selbst fragt. Sie werden darauf beharren, bis sie blau im Gesicht sind, daß sie nur einen sensiblen, respektvollen Kerl wollen, der sie richtig behandelt. „Intelligenz, Freundlichkeit, Persönlichkeit [und] ein gewisser Sinn für Humor“ machen Wendy Shalits Liste der angeblich gesuchten männlichen Qualitäten aus (RM, S. 116). In einer Passage über den Niedergang der männlichen Höflichkeit gibt sie todernst die folgende lächerliche Behauptung von sich: „Wenn… ein Mann es wagt, einer Frau die Tür zu öffnen, wird er sofort geschnappt“ (RM, S. 156).

Wenn Frauen behaupten, nach Freundlichkeit, Respekt, einem Sinn für Humor etc. zu suchen, meinen sie höchstens, daß sie diese Eigenschaften gern bei den Männern finden würden, die sich bereits in ihrem erotischen Gesichtsfeld befinden. Wenn ein Mann fragt, wonach Frauen suchen, versucht er herauszufinden, wie er in dieses Gesichtsfeld gelangen kann. Frauen sagen das normalerweise nicht, entweder weil sie es selbst nicht wissen oder weil es ihnen peinlich ist, darüber zu sprechen. Der Rat, den sie tatsächlich geben, schadet einer Menge einsamer Männer, die ihre Paarungsbemühungen irrtümlich darauf konzentrieren, Freundlichkeit und Höflichkeit gegenüber undankbaren Gören zu zeigen, anstatt daran zu arbeiten, die Dinge zu erlangen, auf die Frauen wirklich ansprechen.

Zum Glück müssen wir uns nicht auf weibliche Aussagen verlassen. Bei Frauen ist es wie bei Politikern: wenn man sie verstehen will, muß man ignorieren, was sie sagen, und beobachten, was sie tun. Reichliche Beweise, die über einen weiten Bereich der Geschichte und der Kulturen gesammelt wurden, lassen keinen Platz für Zweifel: Frauen werden von Männern angezogen, die eine Kombination aus physischer Erscheinung, sozialem Status und Ressourcen besitzen.

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