Caribbean Project 6: Die Infrastruktur bricht im unabhängigen Jamaika zusammen

Von Hunter Wallace, übersetzt von Deep Roots. Das Original Caribbean Project: Infrastructure Collapses In Post-Independence Jamaica erschien am 27. Mai 2012 im Rahmen von Hunter Wallaces Artikelserie „Caribbean Project“ auf Occidental Dissent. Zuvor aus dieser Reihe hier veröffentlicht:

Caribbean Project 1: Gescheiterte Freiheit – Die Ausnahme von Barbados

Caribbean Project 2: Haitis Kultur der Vergewaltigung

Caribbean Project 3: Das haitianische Erdbeben von 1842

Caribbean Project 4: Freie Neger in Hayti (1859)

Caribbean Project 5: Warum ist Haiti Haiti?

In rassebewußten Kreisen ist Haiti zum ultimativen Symbol dafür geworden, wie die Freiheit gescheitert ist, wie die Zivilisation in der Karibik nach dem Abgang der weißen Vorherrschaft abgesunken ist.

Der Zweck des Caribbean Project ist es, Haiti als Startplatz für eine umfassende Untersuchung des freien Negers zu benutzen, wie er auf allen schwarzen Inseln in der Karibik und im Atlantik existiert.

In Jamaika sehen wir, daß die Haitianisierung weit fortgeschritten ist:

Mit einer jährlichen Mordrate von 1500 ein einer Bevölkerung von weniger als drei Millionen ist Jamaika nun eines der gewalttätigsten Länder der Welt, auf einer Ebene mit Südafrika und Kolumbien.

Der schwarze Sog in Jamaika ist schlimmer als sein Gegenstück in den Vereinigten Staaten. Jamaika unter der freien Gesellschaft ist zu einem der gewalttätigsten Länder der Welt geworden.

Wir fuhren vor Remas Gemeindezentrum vor. Über dem Eingang war ein Bildnis von Ihrer Majestät Elizabeth II, Königin von Jamaika, aufgemalt. Ihr Gesicht unter einer protzigen Tiara trug die Pockennarben von Kugeln. Das Gebäude, von Unkraut überwuchert und mit Urin bespritzt, schien Teil eines Alptraums zu sein.

In Britannien wurde die Abschaffung der Sklaverei als großartige Idee betrachtet. Später wurde das Ende der weißen Vorherrschaft und die Dekolonisierung als „the winds of change“ begrüßt.

Zucker ist in Westindien schon in der Krise gewesen, seit das Plantagensystem unter Königin Viktoria zusammenbrach. Zwischen 1848 und 1910 schrumpfte die Zahl der Plantagen von 513 auf 77, wobei viele für weniger als den Preis ihrer Zuckerkessel verkauft wurden.

Die sichtbare Schwarze Hand der Ökonomie ist in Jamaika schon seit der Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1834 am Werk gewesen. Dies wird manchmal „die Freiheitskrise“ genannt.

Während der „Freiheitskrise“ wurden chinesische Kulis importiert, um als Lohnarbeiter auf Jamaikas Plantagen zu arbeiten. Dies geschah in ganz Britisch-Westindien an Orten wie Barbados und Britisch-Guyana.

Der Wert britischer Importe aus Jamaika allein war fünfmal so hoch wie jener aus Britanniens dreizehn Festlandkolonien in Nordamerika.

Unter der Sklaverei gedieh Jamaika und produzierte mehr Reichtum als die 13 amerikanischen Kolonien. Nach der Freiheit brach Jamaikas Plantagenwirtschaft zusammen, und die Schwarzen sanken bis zu den 1860ern bis nahe dem Hungertod ab.

Warum sanken Schwarze in Jamaika bis nahe dem Hungertod ab? Weil sie sich als freie Arbeiter als wertlos erwiesen. Sie reagierten nicht auf Marktanreize wie die Chinesen, die nach Jamaika importiert worden waren, um die Jobs zu machen, die freie Neger nicht machen wollten.

Der Bahnhof von Kingston (der an das Busterminal in der Darling Street grenzt) ist seit 1992 außer Betrieb. Erbaut von den Briten unter Königin Viktoria, sprießt nun  Vegetation aus seinen Eisengewölben, und Eisenbahnwaggons vermodern mit eingeschlagenen Fenstern auf den Abstellgleisen. Einst hatten fahrende Händler diese Züge benutzt, um ihre Erzeugnisse quer über die Insel zu transportieren, nun müssen sie alternative Verkehrsmittel finden. Politiker im modernen Jamaika haben wenig Bezug zum Staat und zur Verantwortung für seine Aufrechterhaltung. Daher haben gewöhnliche Jamaikaner kein anständiges öffentliches Verkehrsmittel.

Wie in Detroit und Haiti fehlte den freien Negern in Jamaika die Fähigkeit, die existierende öffentliche Infrastruktur zu erhalten.

„Aber sicherlich“, fragte ich, „waren die Dinge unter den kolonialen Briten ‚schlimmer’ gewesen.“ „Das denken Sie“, antwortete Berry. „Aber wissen Sie, es gab damals Disziplin. Sehen Sie sich jetzt die Straßen an, sie sind wie Drecklöcher. Wir können nicht einmal eine anständige Straße bauen! Und die Landgüter – sie sind verwildert, sie sind voller ausgemergelter Rinder.“ Berry fügte zornig hinzu: „Jamaikas Stagnation widert mich an – welchen Fortschritt haben wir seit der Unabhängigkeit gemacht?“

Keinen.

Jamaika hat sich unter der freien Gesellschaft zurückentwickelt. Die freien Neger haben es nicht geschafft, die Straßen und das öffentliche Verkehrssystem zu erhalten.

Aber was ihn wirklich bekümmerte, war unaussprechlich: er konnte es kaum in Worte fassen, obwohl er es trotzdem sagte: „Jamaika ist seit der Unabhängigkeit nicht besser dran gewesen.“

Etwas war in Jamaika schrecklich schiefgelaufen, daß Berry das sagte. Auch er hatte eine Vision eines vom imperialen Britannien befreiten modernen Jamaika, wo es Gleichheit zwischen Schwarz, Weiß und Braun gab und das Leben zum Besseren gewandelt war.

Etwas ist im Jamaika der Zeit nach der Unabhängigkeit schrecklich schiefgelaufen. Dasselbe, das in Haiti und Detroit schiefging: freien Negern fehlte die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Zivilisation.

Der Schwarze Sog hat Jamaika überwältigt. Ihre mangelnde Fähigkeit ist der gemeinsame Faden, der sich durch die Korruption des politischen Systems zieht, den Zusammenbruch der Plantagenwirtschaft, den Niedergang der Infrastruktur, die Explosion der Armut und des Gewaltverbrechens und die Schaffung einer Garnisonsgesellschaft, wo jedes Haus Gitter vor seinen Fenstern hat.

Die Freiheit ist in Jamaika gescheitert. So einfach ist das.

Anmerkung: Diese Auszüge stammen aus Ian Thomsons The Dead Yard.

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Nächster Teil:  Caribbean Project 7: Schwarz in Lateinamerika

Siehe auch Koloniales Erbe von Sarah Maid of Albion

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