Jean Raspail

Jean Raspail; Porträt von 2010

Jean Raspail; Porträt von 2010

Zusammenfassung aus Wikipedia (deutsch + englisch, Übersetzung des englischen Beitrags von Deep Roots), ursprünglich erschienen in „As der Schwerter“:

 

Jean Raspail (geb. 5. Juli 1925 in Chemillé-sur-Dême, Indre-et-Loire) ist ein französischer Schriftsteller, Reisender und Forscher.

Er entstammt einer großbürgerlichen Familie. Sein Vater Octave Raspail war gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Großen Mühle von Corbeil in Corbeil-Essonnes undGeneraldirektor der Mines del la Sarre. Seine Mutter war Marguerite Chaix.

Jean Raspail besuchte private katholische Colleges in Saint-Jean de Passy in Paris, die Institution Sainte-Marie d’Antony und die Ecole des Roches in Verneuil-sur-Avre. Während der ersten zwanzig Jahre seiner Karriere bereiste er die Welt, um Volksgruppen zu entdecken, die durch die Konfrontation mit der Moderne bedroht wurden. Von 1950 – 1952 leitete der die Autoexpedition Tierra del FuegoAlaska, und 1954 die französische Forschungsexpedition ins Land der Inkas. 1981 gewann sein Roman „Moi, Antoine de Tounens, roi de Patagonie“ („Ich, Antoine de Tounens, König von Patagonien“) den Grand Prix du Roman der Académie francaise.

Seine unkonventionellen Utopien, die den Stempel seines traditionellen Katholizismus tragen, galten schon in den 1950ern als kontrovers. Er hat mehrere utopische Romane geschrieben, in denen die Ideologien des Kommunismus und Liberalismus scheitern und eine katholische Monarchie wieder errichtet wird. Im Roman „Sire“ wird im Februar 1999 in Reims ein französischer König gekrönt, der 18jährige Philippe Pharamond de Bourbon, ein direkter Nachkomme der letzten französischen Könige.

Raspails Schriften behandeln auch Themen der Immigration, wie sein einflußreiches Werk „Das Heerlager der Heiligen“ von 1973. Darin schilderlte er den Untergang der abendländischen Kultur durch die Landung einer Million Hindus an der französischen Südküste. Das Buch beschwor eine riesige Kontroverse herauf, die dazu führte, daß einige seiner Kritiker ihn auf der Grundlage der darin ausgedrückten Ansichten des Rechtsextremismus beschuldigten. Heute ist das Buch unter Einwanderungsreduktionisten populär und ist [auf Englisch] von John Tantons The Social Contract Press nachgedruckt worden. Nach „Das Heerlager der Heiligen“ schrieb Raspail viele erfolgreiche Romane, einschließlich „Septentrion“ („Norden“), „Sire“ und „L’Anneau du Pecheur“ („Der Ring des Fischers“). Er fügt sich in die Reihe von Romanautoren wie Roger Nimier, Dino Buzzati und Michel Déon.

Raspail war 2000 ein Kandidat für die Académie francaise und erhielt die meisten Stimmen, aber ohne die Mehrheit zu erlangen, die für die Wahl auf den vakanten Sitz von Jean Guitton nötig war.

Ein Artikel mit dem Titel “Die Republik verrät das Vaterland“ (hier auf deutsch in der “Sezession“), den er am 17. Juni 2004 für „Le Figaro“ schrieb und in dem der die französische Einwanderungspolitik kritisierte, zog eine Klage durch die International League against Racism and Anti-Semitism wegen „Anstiftung zum Rassenhass“ nach sich, aber das Verfahren wurde am 28. Oktober vom Gericht eingestellt.

1970 verlieh ihm die Académie francaise ihren Jean-Walther-Preis für sein Gesamtwerk. 2009 verliehen ihm die Editions of Methuselah den Prix Wartburg de Litterature für sein Lebenswerk.

Er lebt in Neully-sur-Seine nahe Paris.

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