Marsianische Lavaröhren

Längsschnitt einer marsianischen Lavaröhre mit Skylight

Längsschnitt einer marsianischen Lavaröhre mit Skylight

Eine Übersetzung des englischen Wikipedia-Artikels Martian lava tubes, zu dem es noch keine deutsche Wiki-Version gibt. Übersetzt von Deep Roots.

 

Marsianische Lavaröhren sind natürliche, unter der Oberfläche befindliche Lavaröhren-Höhlen auf dem Mars, von denen man glaubt, daß sie sich als Ergebnis schnellfließender basaltischer Lavaströme in Verbindung mit Schildvulkanismus bilden. Lavaröhren entstehen für gewöhnlich, wenn die äußere Oberfläche der Lavakanäle schneller abkühlt und eine ausgehärtete Kruste über Lavaflüssen im Untergrund bildet. Der Fluß hört schließlich auf und entleert sich aus der Röhre, wobei er einen rohrförmigen leeren Raum hinterläßt, der gewöhnlich mehrere Meter unter der Oberfläche liegt. Lavaröhren treten typischerweise in Verbindung mit extrem fließfähiger Pāhoehoe-Lava auf. Die Schwerkraft auf dem Mars beträgt etwa 38 % jener der Erde, was ermöglicht, daß marsianische Lavaröhren vergleichsweise viel größer sind.

Querschnitt einer marsianischen Lavaröhre

Querschnitt einer marsianischen Lavaröhre

Entdeckung und Zugang

Lavaröhren und damit verwandte Fließstrukturen wurden erstmals bei der Untersuchung von Bildern der Viking-Orbiter erkannt und später unter Verwendung von Orbiter-Bildern von Mars Odysssey, Mars Global Surveyor, Mars Express und Mars Reconnaissance Orbiter identifiziert. Lavaröhren können visuell auf zwei Arten aufgespürt werden. Die erste sind als „Rillen“ bekannte gewundene Mulden, von denen man glaubt, daß sie die Überreste eingestürzter Lavaröhren sind. Die zweite Methode der möglichen Identifizierung ist die durch Beobachtung von Höhlen-„Skylights“ oder Pitkrater oder Schachtkrater, die als dunkle, nahezu kreisrunde Gebilde auf der Marsoberfläche erscheinen. Im Juni 2010 half eine Gruppe von Wissenschaftsstudenten an der Evergreen Middle School in Cottonwood, Kalifornien, die am Mars Student Imaging Project teilnahmen, den Forschern bei der Entdeckung einer neuen Reihe von Lavaröhren nahe Pavonis Mons, indem sie ein Skylight identifizierten, das auf einen Durchmesser von 190 x 160 Meter und mindestens 115 Meter Tiefe geschätzt wird. Es ist erst das zweite Skylight, von dem man weiß, daß es mit diesem Vulkan in Verbindung steht. Zusätzlich zu Bildern aus der Umlaufbahn könnten Lavaröhren aufgespürt werden durch:

  • Bodenradar
  • Gravimetrie
  • Magnetometermessungen
  • Seismographie
  • Atmosphärische Effekte
  • Lidar
  • Infrarot
  • Erforschung durch Menschen oder Roboter
Gewundene Kette von Einsturzgruben, die in einen durchgehenden, nicht eingestürzten Abschnitt einer lunaren Lavaröhre übergehen. Die Kette ist etwa 50 km lang.

Gewundene Kette von Einsturzgruben, die in einen durchgehenden, nicht eingestürzten Abschnitt einer lunaren Lavaröhre übergehen. Die Kette ist etwa 50 km lang.

Es hat ein gesteigertes Interesse an der Identifizierung und Untersuchung von Lavaröhren gegeben, weil Wissenschaftler dadurch Informationen hinsichtlich der geologischen, paläo-hydrologischen und vermuteten biologischen Geschichte des Planeten geben könnte. In einer Aussage über lunare Lavaröhren erklärt Dr. William „Red“ Whittaker, der Leiter von Astrobotic Technology: „Etwas so Einzigartiges an den Lavaröhren ist, daß sie das eine Ziel sind, das die Dreierkombination aus Wissenschaft, Erkundung und Ressourcen vereinigt.“ Zugang zu nicht eingestürzten Abschnitten von Lavaröhren kann erreicht werden, indem man am Ende der Rille hineingeht, oder durch Skylights, oder möglicherweise indem man durch die Decke einer Lavaröhre bohrt oder sprengt. Die anfängliche Erkundung von Lavaröhren wird höchstwahrscheinlich mit Rovern erfolgen, aber da wird es viele Herausforderungen geben. Direkt unter traditionellen Skylights gibt es große Schutthaufen (wie im ersten Bild zu sehen), die für den Rover zu einem extremen Hindernis werden könnten. Der tiefe senkrechte Fall, den der Rover ausführen müßte, wäre ebenfalls zu berücksichtigen, wie auch die Fähigkeit des Rovers, mit Geräten an der Oberfläche oder im Orbit in Verbindung zu bleiben. Fehlendes Sonnenlicht könnte ebenfalls ein Problem sein, falls Solarenergie die Hauptenergiequelle des Rovers ist.

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Der Multikulturalismus hat die britische Polizei zerstört

constable

Von Paul Weston. Original: Multiculturalism Has Destroyed the British Police, erschienen am 15. Oktober 2009 auf „Gates of Vienna“. Übersetzung: Lucifex (die drei Bilder der farbigen Polizeioffiziere und die drei vom Polizeieinsatz gegen weiße Demonstranten wurden vom Übersetzer eingefügt)

*   *   *

Sind Sie vielleicht einer jener ehrgeizigen, gut gebauten, beherzten Kerle, die eine gesunde Karriere im Freien mit echter gesellschaftlicher Wohltäterei verbinden möchten? Sie sind einer? Mein Bester! Haben Sie vielleicht den Dienst in der Polizei in Erwägung gezogen? Das könnte genau der richtige Platz für Sie sein!

Sind Sie 5 Fuß 8 Zoll (173 cm) groß oder größer und zwischen 19 und 20 Jahre alt? Haben Sie mindestens fünf „O“-Levels einschließlich Mathe und Englisch? Besitzen Sie noch alle Ihre eigenen Zähne, aber kein Vorstrafenregister? Falls ja, dann sind Sie qualifiziert für ein Vorstellungsgespräch zwecks potentieller Rekrutierung für die… Royal St. Vincent and the Grenadines Police Force.

Was sagen Sie? Sie sind nur 4 Fuß 9 Zoll (145 cm) groß und mehr als ein wenig rundlich? Kein Problem, alter Junge, springen Sie in dieses Flugzeug hier, natürlich nur, falls Sie tatsächlich springen können, und wir bringen Sie an einen Ort mit weniger anspruchsvollen Anforderungen; einen Ort, wo Sie Sonnenschein und Samba gegen Nieselregen und Depression tauschen können, einen Ort, wo man auf Diskriminierung gegen vertikal Herausgeforderte von den erhabenen Höhen der Toleranz und Vielfalt herabschaut, einen egalitären Ort, wo die Unfähigkeit, über den Schreibtisch des Sergeant zu gucken, kein Hindernis dafür ist, ein Boy in blue zu werden. Gehen wir nach Britannien, der Gründerin eines Reiches, wo einst die Sonne nie unterging, letzthin reduziert zu einer kleinen sozialistischen Insel, wo nun die Sonne selten aufgeht.

Sie würden gern kommen, haben aber das Gefühl, dass der Besitz eines Vorstrafenregisters Sie hindern könnte? Fiddlesticks and piffle, lieber Junge, fiddlesticks and piffle. Der British Police Service wird nicht zulassen, dass Ihnen solch eine unbedeutende Sache im Weg steht. Sie sind 53 Jahre alt? Guter Gott, Sie sehen kaum einen Tag älter als 40 aus, ist aber belanglos, lieber Junge, belanglos. Wir Brits sind sehr an Vielfalt interessiert, selbst von der altersgruppistischen Sorte. Die London Metropolitan Police wird fast bis zum staatlichen Pensionsalter rekrutieren, und insbesondere, wenn ich das erwähnen darf, wenn ehrwürdiges Alter mit solch wunderbarer Souveränität getragen wird von einem… Sie wissen schon… einem Schwarzen!

Auch keine akademischen Qualifikationen? Nicht im Geringsten ein Problem, alter Junge! Im modernen, fürsorglichen sozialistischen Britannien haben solche Ausweise für eine privilegierte Erziehung wenig Gewicht. Schauen Sie hier, mein guter Mann, schwingen Sie diesen Knüppel gegen die vorbeigehende Fußgängerin da drüben. Ja, die aristokratisch aussehende. Nein, nein, nicht die junge. Die ältliche zierliche Dame, das ist sie, die graue alte Krähe, die aussieht, als hätte sie in ihrer Jugend vielleicht mit einer Hundemeute gejagt… die sich so langsam bewegt… schauen Sie schnell, Bursche, sie hat Sie gesehen… ERWISCHT, BEIM JUPITER!

Mein lieber Kerl, Sie haben da aber einen Arm! Vielleicht waren Sie in Ihrer Jugend ein Eröffnungs-Schlagmann, was? Nein? Sie überraschen mich! Ah, richtig, Cricket ist im Gefängnis nicht erlaubt, natürlich nicht, nachlässig von mir, alter Junge, nachlässig von mir. Macht nichts, lieber Mann, macht nichts. Ich nehme an, Sie haben alle Ihre eigenen Zähne, die einzige wesentliche Anforderung, die wir heutzutage an zukünftige britische Polizisten stellen? Sie haben? Ausgezeichnet, ausgezeichnet, unterschreiben Sie hier, hier und hier. Ein Daumenabdruck? Natürlich, lieber Junge, ein Daumenabdruck geht in Ordnung! Und willkommen in Britannien… Constable Kaunda!

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Ha, ha, aber die Tiefe der Verkommenheit, in die der British Police Service politisch gedrängt worden ist, ist für alle außer unseren herrschenden Eliten von enormer Bedeutung. Während St. Vincent eine bewundernswerte Nation ist, ist es dennoch eine, die ihren Lebensunterhalt dem Anbau und Verkauf von Bananen verdankt. Britannien existiert angeblich auf einer höheren Ebene als solche Staaten, und doch könnte sich die Mehrheit der britischen Polizisten niemals für die Royal St. Vincent and the Grenadines Police Force qualifizieren.

Es stimmt wirklich, dass St. Vincent anspruchsvolle Anforderungen an seine Polizeirekruten stellt, und es stimmt wirklich, dass die britische Polizei nahezu nichts verlangt. Und der Grund dafür ist verblüffend ironisch – Britannien hat seine Aufnahmeanforderungen für die Polizei drastisch gesenkt, sogar so weit, dass sie über Vorstrafenregister hinwegsieht, um einen höheren Anteil ethnischer Minderheiten zu rekrutieren. Die britische Polizei rekrutiert nun Einwanderer, die nicht einmal britische Staatsbürger sind, vorausgesetzt, dass sie eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis für das Vereinigte Königreich haben.

Wir überprüfen schon, ob ein frisch angekommener Einwanderer aus Somalia oder aus dem Sudan Vorstrafen im Zusammenhang mit Vergewaltigung, Mord oder Völkermord hat, aber die Wirklichkeit sieht so aus, dass wir absolut keine Ahnung von der wahren Identität des fraglichen Mannes haben. Bei unseren hier aufgewachsenen ethnischen Minderheiten ist es wichtig, dass über gewisse Vorstrafen hinweggesehen wird, denn trotzdem sie nur angebliche 10 % von Britanniens Bevölkerung ausmachen, haben sie eine weit über ihrer proportionalen Gewichtsklasse liegende Schlagkraft, wenn es um Kriminalität geht, wodurch ihr Anteil von 25-30% (PDF) der Gefängnisinsassen sichergestellt wird, während volle 77% der jungen männlichen Schwarzen unter dem Verdacht von Straftaten verhaftet und in die Datenbank der Polizei aufgenommen worden sind.

Die Ironie ist natürlich, dass die St. Vincent Police Force mit all ihren strengen Charakteranforderungen nur Staatsbürger von St. Vincent rekrutiert, die ganz natürlicherweise schwarz sind. Wenn Britannien nicht zugelassen hätte, dass die Liberalen/Linken sein Bildungssystem, seine Religion, Moral, die Familie, und am wichtigsten, die wirtschaftlich arme, vaterschaftlich arme schwarze Familie zerstören, dann könnten wir es vielleicht den noblen St. Vincentern nachtun, aber leider haben wir den Krieg gegen die progressive Politik der Liberalen/Linken vor einigen Jahren verloren und müssen nun aus einer weit weniger qualifizierten Basis ethnischer Minderheiten rekrutieren.

Es gab eine Zeit, in der die Aufnahmestandards der britischen Polizei so hoch waren wie jene von St. Vincent. Es gab eine erforderliche Mindestgröße, 5 „O“-Levels wurden benötigt, über Vorstrafen wurde nicht hinweggesehen und körperliche Fitness war eine Voraussetzung. Aber Multikulturalismus und Sozialismus haben das traditionelle und anständige Britannien der Vergangenheit auf den Kopf gestellt.

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Verteidigungsschießen: Die Deckungsnutzung im Feuergefecht

Von Dipl.-Ing. Manfred Ertl, aus „Internationales Waffenmagazin“ 12-2000. (Online-Quelle hier)

Die Nutzung von Deckungen ist eines der taktischen Grundelemente im Verteidigungsschießen. Für die praktische Umsetzung dieses Prinzips ist es unter anderem erforderlich, die Anschlagsarten hinter verschiedenen Deckungsformen zu beherrschen. Darüber hinaus muss man die Nutzung von Deckungen in jeder Phase des Feuerkampfes in die eigenen Überlegungen mit einbeziehen und in seinem Verhalten berücksichtigen. Durch entsprechende Übungen lässt sich dies in gewissem Umfang automatisieren.

Den Ratschlag, im Feuergefecht, wann immer möglich Deckungen zu nutzen, findet man in vielen Veröffentlichungen über das Verteidigungsschießen. Meist bewegen sich derartige Ratschläge aber im Allgemeinen und nützen dem, der sich nicht ständig intensiv mit dieser Materie befasst, relativ wenig, wenn es um die konkrete Umsetzung in der taktischen Situation oder um die Einbindung der Deckungsnutzung in die Schießausbildung geht. Einfache Sätze wie „Man sollte den Feuerkampf wann immer möglich aus der Deckung heraus führen“ sind zwar den meisten Gebrauchswaffenträgern bekannt, können aber oft nicht in konkretes Handeln umgesetzt werden.

Verstärkt wird dieses Defizit noch dadurch, dass auch in guten Schießkursen fast immer nur aufrecht stehend ohne Deckungsnutzung geschossen wird. Bestenfalls werden gelegentlich hohe Barrikaden verwendet, um die Deckungsnutzung anzudeuten und den Schuss mit angestrichener Waffe zu üben. Dies ist aber nur ein Sonderfall in der umfangreichen Thematik der Deckungsnutzung und berücksichtigt nur die eigentliche Schussabgabe, wenn man sich gerade hinter einer solchen Deckung befindet. Meist wird dabei auch gar nicht darauf geachtet, wie viel der Körperfläche des Schützen wirklich durch die Deckung geschützt ist, sondern man konzentriert sich oft ausschließlich auf die Waffenhaltung beim angestrichenen Anschlag. Darüber hinaus kann man auch häufig beobachten, dass die eigentliche Schießübung erst beginnt, wenn der Schütze in aller Ruhe seine Schießhaltung eingenommen, mehrfach verbessert hat und ein Zeichen gibt, dass er jetzt fertig ist und mit der Schießübung beginnen kann.

Deckung zum Schutz und zur Vorbeugung

Dies entspricht aber nicht den Forderungen einer praxisgerechten Ausbildung, da es im realen Feuergefecht selten vorkommt, dass man ohne Zeitbegrenzung einen optimalen Anschlag hinter einer längst bezogenen Deckung einnimmt, sondern dass man schnell Deckungsmöglichkeiten erkennt, beurteilt, ob die Führung des Feuerkampfes aus dieser Deckung zweckmäßig ist, schnell den Anschlag hinter dieser Deckung einnimmt und vor allem einen möglichst großen Teil des eigenen Körpers durch die Deckung schützt. Daneben darf nicht vergessen werden, dass Deckungsnutzung nicht erst für die eigentliche Schussabgabe relevant wird, sondern dass sie vor allem in Situationen, in denen noch kein unmittelbarer Kontakt zum Gegner besteht, als vorbeugende Maßnahme bei jeder Bewegung zu berücksichtigen ist.

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Beschußsicherheit von Kraftfahrzeugen

Von Dipl.-Ing. Manfred Ertl, aus „Internationales Waffenmagazin“ 9-1992 (dort erschienen unter dem Titel „Beschußsicherheit von Kraftfahrzeugen (1)“. (Online-Quelle hier)

Das Durchschlagsverhalten von Geschossen in Karosserien spielt nicht nur in polizeilichen Geiselbefreiungen eine Rolle, sondern auch in allen Situationen, in denen ein Fahrzeug als Deckung genutzt werden soll. Wie gut ein Fahrzeug dazu geeignet ist, hängt nicht nur von der Art des Beschusses, sondern auch von vielen anderen Umständen ab.

Bilder von beschossenen Autos kann man nicht nur im Kino, sondern auch in diversen Nachrichtensendungen über Terroranschläge und Attentate sehen. Aber auch Anschläge auf Privatleute und Raubüberfälle, bei denen sich die Opfer zum Zeitpunkt der Straftat in einem Auto befinden, kommen durchaus vor. Nachdem wir uns in einem früheren Beitrag mit der taktischen und schießtechnischen Abwehr derartiger Angriffe befaßt haben, lohnt es sich, der Frage nachzugehen, welchen Schutz ein normaler PKW gegen bestimmte Arten von Beschuß bietet, da die Qualität der Deckung, in diesem Fall des Autos, immer Auswirkungen auf die Erfolgsaussichten einer bestimmten Taktik hat.

Dabei ergibt sich gleich eine Reihe von Folgefragen, wie z. B. welche Kaliber die Karosserie oder die Scheiben durchschlagen, wie groß der Einfluß von verschiedenen Auftreffwinkeln ist, was ein Schuß auf die Reifen bewirkt oder wie der Motor auf einen Treffer reagiert.

Im ersten Teil dieser Untersuchung befassen wir uns zunächst mit der Durchschlagsleistung von Kurzwaffen bei Treffern in Karosserieteile und Glasscheiben.

Betrachtet man hierzu ein Auto einmal etwas genauer, so stellt man unschwer fest, daß die meisten potentiellen Geschoßflugbahnen so liegen, daß nur eine Glasscheibe oder einzelne Blechschichten durchschlagen werden müssen, um ins Fahrzeuginnere zu führen.

Da aber auch massivere Bauteile in einer solchen Flugbahn liegen können und andere Einflußgrößen, wie der Auftreffwinkel, die Auftreffgeschwindigkeit und der Geschoßaufbau einen Einfluß auf das Eidringverhalten ausüben, haben wir hierzu eine Reihe von Beschußversuchen durchgeführt.

Beschuß verschiedener Karosserieteile

Um die Ergebnisse zu systematisieren, wurden verschiedene Karosserieteile (z. B. Autotüren, Kotflügel, Motorhauben usw.) mit unterschiedlichen Kalibern und unter verschiedenen Winkeln beschossen. Einbezogen wurden sowohl Türen mit Einbauteilen(Fenster, Türverriegelung usw.) als auch ohne diese.

Als Versuchsobjekte dienten ausnahmslos Mittelklassewagen, um Durchschnittswerte zu erhalten, die für die Masse der Fahrzeuge auf unseren Straßen zutreffen.

Um aber zunächst einen allgemeinen Eindruck von der Beschußfestigkeit dünner Bleche zu vermitteln, wurde u. a. ein Versuchsaufbau aus zehn 0,75 mm starken Stahlblechen (St 37), die im Abstand von 7 mm verschraubt waren, beschossen.

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Verteidigungsschießen: Mannstoppwirkung in der Praxis

Die vom Geschoss abgegebene Energie ist die wesentliche Einflussgröße im Ziel, wie dieser Beschussvergleich zeigt.

Die vom Geschoss abgegebene Energie ist die wesentliche Einflussgröße im Ziel, wie dieser Beschussvergleich zeigt.

Von Dipl.-Ing. Manfred Ertl, aus „Internationales Waffenmagazin“ 11-2000. (Online-Quelle hier)

Moderne Auffassungen über die Mannstopp-Wirkung basieren auf der vom Geschoss an das Ziel abgegebenen Energie. Aber auch diese neueren Theorien lassen keine exakte Prognose über die Wirksamkeit eines bestimmten Geschosses in einem konkreten Einzelfall zu. Im Verteidigungsschießen muss man sich daher darauf einstellen, dass die Wirkung der eigenen Geschosse im Ernstfall sehr unterschiedlich ausfallen kann. Dies muss sich in der Wahl von Waffe und Munition sowie in der Ausbildung widerspiegeln.

Diskussionen über die Mannstopp-Wirkung von Geschossen gehören zu den Dauerbrennern in vielen Gesprächen und Veröffentlichungen über das kampfmäßige Schießen. Häufig steht dabei ausschließlich der physikalische Aspekt im Vordergrund. Oft reduziert sich eine solche Diskussion auch auf die Frage, ob die 9 mm Luger oder die .45 ACP das passendere Kaliber für eine Verteidigungswaffe ist oder ob vielleicht eines der neuen Kaliber, wie die .40 S&W oder die .357 SIG, die Vorteile der beiden altbewährten Kaliber vereinigt und damit die lang ersehnte Ideallösung für eine Verteidigungspatrone darstellt. Meist wird dabei die sehr umfangreiche und komplexe Problemstellung der Wirksamkeit von Geschossen im Feuergefecht auf unzulässige Weise verkürzt und auf einige wenige Aspekte wie die Diskussion um die Hohlspitzgeschosse oder andere Wunderprojektile reduziert.

Eine umfassende Betrachtung der komplexen Thematik der Mannstopp-Wirkung muss aus der Sicht des Gebrauchswaffenträgers aber mehr umfassen als die Frage nach der stärksten Patrone oder dem wirksamsten Geschoss. Neben der reinen Physik der Endballistik muss eine solche Betrachtung vor allem auch Folgerungen für die Schießausbildung, Taktik und das rechtlich korrekte Verhalten in einer Notwehrsituation beinhalten. Voraussetzung dafür ist aber zumindest grobe Vorstellung davon, worauf die Wirkung von Geschossen basiert und welche Wirksamkeit die verschiedenen Munitionssorten besitzen.

Schon der Begriff Mannstopp-Wirkung macht dabei deutlich, worum es hier geht. Im Gegensatz zu anderen ballistischen Leistungsdaten handelt es sich hierbei um keine einfache ballistische Eigenschaft des Projektils wie Gewicht oder V0 und auch um keinen leicht zu messenden Wirkungswert wie Eindringtiefe in Holz oder Durchschlagsleistung gegenüber Stahlplatten, sondern um einen Wert, der die Wirkung eines Geschosses beim Treffen eines Gegners beschreiben soll. Ganz konkret sollen Werte der Mannstopp-Wirkung Prognosen darüber zulassen, wie lange ein Gegner nach einem Treffer mit einer bestimmten Munitionssorte noch weiter kämpfen kann oder, anders ausgedrückt, wie lange er noch handlungsfähig ist. Wie sich im weiteren zeigen wird, ist eine solche Prognose ausgesprochen schwierig und wird vermutlich auch in Zukunft immer sehr ungenau bleiben.

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1001 Geschichte: „Nigeria… es war so schön und tut so weh“

Ein Bekenntnis von „MX5Liebe“ auf 1001geschichte.de:

Ich kann nicht mehr was soll ich nur tun

9.9.2011 hat mich ein junger, netter und hübscher Nigerianer abends an der Tankstelle angesprochen und gebeten mit ihm ein wenig zu plaudern. Es war sehr schön, obgleich ich wusste, er ist zu jung für mich. Aber er machte sich älter und sagte immer wieder, Alter sei nur eine Zahl und absolut nicht von Bedeutung. Ich sei sein Engel, Gott habe ihm ein Zeichen gegeben als er mir begegnete Er fragte viele Dinge, unter anderem auch, ob ich denn heiraten könne, also geschieden wäre. damals machte mich das komischer Weise nicht stutzig.

Ich brachte ihn nach unserem Drink zu seinen Freunden zur Diskothek und fuhr dann nachhause. Musste ihm aber ein weiteres Treffen für den folgenden Tag versprechen, was ich liebend gerne tat

Am nächsten Tag smste er mir sehr oft und konnte kaum erwarten bis wir uns trafen. Wir gingen zusammen in eine Diskothek und verbrachten einen netten amüsanten Abend miteinander. Im Auto fing er dann an, mich zu nötigen. Er wollte unbedingt mit mir nachhause, er glaube nicht, dass eine Frau wie ich Single sei, er weinte und war völlig aufgelöst, bis ich zustimmte, ihm kurz mein Zuhause zu zeigen.

Das war wohl ein Fehler, denn er verließ nach diesem Abend nie wieder meine Wohnung bzw mein Leben.

Zu Anfang war unsere Beziehnung sehr schön, er gab mir sehr viel Aufmerksamkeit, war eifersüchtig und ständig an mir interessiert. Er gab mir all das, was mir seit Jahrzehnten fehlte Ich brachte ihn morgens zum Asylheim und ging zur Arbeit, am Abend holte ich ihn dann wieder ab. Er konnte den Abend kaum abwarten und rief immer wieder an. War schon teilweise bissl nervig, aber ich hab ihn ja geliebt und fühlte mich geliebt, fühlte mich als etwas Besonderes. Ich wollte ihn zu Anfang nicht in meinem Geschäft haben…später war er dann täglich nachmittags da. Er war Tag für Tag ungeduldig mich wiederzusehen, er himmelte mich an, er war immer um mich herum, sodaß ich alles andere (gerne) abbrach. Er konnte nie erwarten dass ich endlich wieder in seinen Armen war…ich fühlte mich wie eine Prinzessin. Es war so wundervoll !

Natürlich zahlte ich auch ALLES seit dem 11.9.11…wirklich ausnahmslos ALLES Bedeutet: Miete, Essen, Kleidung, Urlaube (Gardasee, Skiurlaub Schweiz, Österreich usw.), seine Strafen (Schwarzfahren usw.) seine Anwältin Wegs AsylWiderspruch usw. ausnahmslos ALLES.

Im November 2011 ging es dann schon los, dass er mich erpresste wegen Geld. Bloß erkannte ich es damals nicht gleich als solches. Er wollte 1000€ um einen neuen Pass aus Nigeria schicken zu lassen. Ich versicherte ihm, dass das niemals funktionieren kann, dass dieser Pass (den er nicht persönlich in Afrika entgegennimmt) in Deutschland niemals anerkannt werden würde. Trotzdem bestand er auf das Geld. Er drohte, mich ansonsten verlassen zu „müssen“ um sonstwo nach Geld zu fragen. Er habe bereits seine Asylablehnung/Ausweisung und brauche unbedingt den Pass um mich heiraten zu können.

Dumm wie ich bin und blind vor Verliebtheit, ging ich auf seine Erpressung ein. Gehirn einschalten war nicht

Er behauptete zu der Zeit, er sei 16.02.1976 geboren. Ich war zu der Zeit 44 und er 36. Er habe nur eine ältere Schwester und sein Vater sei gestorben, als er 6 Jahre alt war. Alles Lüge !!!

Er hat des öfteren (mit meiner SimKarte) seine Mom angerufen und wollte immer, dass ich auch mit ihr rede. Ich hab sie kaum verstanden, aber ich tat es ihm zuliebe. Damals hat er sogar zu seiner Mutter englisch gesprochen, mit der Begründung, es sei unhöflich in meiner Gegenwart in einer fremden Sprache zu sprechen.

Das ist schon lange nicht mehr wahr, heute redet er nur noch afrikanisch mit jedem, damit ich auch ja nichts verstehen kann.

Von September ’11 bis Februar ’12 sass er immer in meinem Studio rum, nichts arbeitend, ab und an mal abstauben oder so, sofern der „Herr“ Lust dazu hatte. Hies ich ihn was, war er kotzig und stur. Es dauerte dann immer eine Weile, bis er es VIELLEICHT tat, sofern ich es nicht bereits selbst gemacht hatte. Okay, beim Einrichten/Streichen hat er ein wenig geholfen, sofern er dazu in der Lage war, mit seinen zwei linken Händen und seiner „scheiß-egal“ Mentalität betreffend anderer Leute Eigentum. Er war launisch und hat mich ständig ignoriert, sobald ihm eine Laus über die Leber gelaufen ist. Ich war schon so eingeschüchtert, dass ich hundertmal überlegte, ob und was ich sagen bzw. fragen „darf“ ohne zu riskieren, dass er wieder launisch und arrogant wird. Weil ich doch alles versuchte, eine schöne Zeit mit ihm zu haben.

Dann, ganz plötzlich am 13.2.12 (einen Tag vor Valentinstag) wollte er sich Arbeit bei seinen schwarzen Kollegen auf dem Schrottplatz suchen…Container beladen für Afrika…illegal natürlich!…seither weiß ich auch, woher der Ausdruck „Schwarzarbeit“ kommt Ich wollte ihn davon abbringen und erklärte ihm, welche Schwierigkeiten er bei Schwarzarbeit bekommen konnte, auch hinsichtlich seiner Aufenthaltserlaubnis, aber er verließ jeden Morgen das Haus und kam erst spät abends irgendwann zurück. Er behandelte mich total respektlos, sagte nie wo er war oder wann er heimkommen würde. Er unternahm nichts mehr mit mir, weil er ja nie da war, er hatte keinerlei Interesse und auch keine Zeit mehr für mich. Unser Leben war scheußlich, ich war immer nur am Warten und in Ungewissheit. Natürlich auch eifersüchtig und misstrauisch. Wenn ich ihn anrief, belog er mich, wenn ich nachhakte, legte er einfach auf und ging nicht mehr ans Telefon. Ich hörte zum Beispiel ganz genau, dass er in einem Raum war und er behauptet stur, draussen auf der Strasse zu spazieren. Auch von seinen „Kollegen“ ließ er mich blöd anmachen. In deren Gegenwart, nannte er mich Bastard und ich solle ihn nicht nerven. Er kam und ging wann immer er wollte. Er sagte mal aus Versehen im Streit, er sei ja 86 ?!? (geboren?)

Er benutzte mich lediglich zum Wohnen, Essen, Duschen, Waschen… Geld welches er verdiente, versteckte er immer vor mir oder ließ es seine AfrikanerFreunde für ihn aufbewahren. Sodas er bloß nicht irgendwann etwas zum Lebensunterhalt abgeben sollte

Im Mai 2012 hat er mich zum 1. Mal brutal geschlagen und die ganze Wohnung verwüstet, bis die Nachbarn die Polizei riefen. Die nahmen ihn dann mit. …und ich Idiot, ihn 2 Tage später wieder zurück nachhause

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Heute „Mobilgeld“ in Afrika, morgen Bargeldabschaffung in Europa

MORGENWACHT

Von Lucifex

In der aktuellen Ausgabe 2-2017 von „Spektrum der Wissenschaft“ ist auf Seite 33 unter der Rubrik „Springers Einwürfe“ ein Beitrag von Michael Springer mit dem Titel „Überraschungen aus der Handy-Forschung“ enthalten, aus dem ich nachfolgend den Abschnitt zitiere, auf den es mir ankommt:

Der Armutsforscher Tavneet Suri vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA) und der Ökonom William Jack von der Georgetown University in Washington haben untersucht, wie sich „mobiles Geld“ – eine Form des Bezahlens mittels Handy – auf arme Haushalte und insbesondere auf die Stellung der Frauen auswirkt (Science 354, S. 1288-1292, 2016).

In einem Entwicklungsland wie Kenia gibt es wenige Bankfilialen und -automaten, aber dafür besitzt praktisch jeder noch so bettelarme Haushalt mindestens ein Mobiltelefon – und regelt seine Finanzen zunehmend bargeldlos, indem er von speziellen Prepaidkarten Guthaben im Handy speichert, die er bei Bedarf per Textnachricht an andere Nutzer übertragen kann…

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