Die Befreiung des Auenlandes

Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Scouring of the Shire erschien am 3. Januar 2012 auf Counter-Currents Publishing.

Einer meiner Lieblingsteile von Der Herr der Ringe ist Buch 6, Kapitel 8, „Die Befreiung des Auenlandes“, das vorletzte Kapitel von Die Rückkehr des Königs. [Anm. d. Ü.: Im Original heißt dieses Kapitel „The Scouring of the Shire“, also „Die Säuberung des Auenlandes“.]

Nach der Zerstörung des Ringes und dem Fall des Dunklen Herrn kehren Frodo, Sam, Merry und Pippin zurück ins Auenland, nur um herauszufinden, daß es von Fremden besetzt worden ist, die die Hobbits versklavt und beraubt und das Land verwüstet haben.

Die heimkehrenden Veteranen rütteln ihre Leute zur Rebellion auf, töten viele der Usurpatoren und vertreiben den Rest. Dann entdecken sie, wer dahintersteckte: der gefallene Zauberer Saruman, der aus dem Auenland verbannt wird. Bevor er jedoch abreisen kann, wird er von seinem Diener im Verbrechen getötet, dem verräterischen Grima Schlangenzunge, der dann von drei Hobbitpfeilen gefällt wird.

Dieses Kapitel wurde in Peter Jacksons Filmtrilogie weggelassen (wie auch in Ralph Bakshis Zeichentrickversion), obwohl Jackson doch an zwei Stellen darauf anspielt. In Die Gefährten hat Frodo, als er in Galadriels Spiegel schaut, eine Vision, in der die Hobbits versklavt sind und das Auenland von dunklen satanischen Mühlen verdorben ist. In der erweiterten Version von Die Rückkehr des Königs entdecken Merry und Pippin nach dem Fall von Isengart, daß Sarumans Lagerhäuser Produkte aus dem Auenland enthalten, was auf irgendeine Art von Kontakt hindeutet.

Aber Jackson verlegte den Tod von Saruman und Schlangenzunge zum Fall von Isengart. Schlangenzunge tötet auch hier Saruman, aber er wird durch einen Pfeil von Legolas erledigt. Als daher Frodo und seine Begleiter ins Auenland zurückkehren, finden sie es unverändert vor. Somit war Frodos Vision in Jacksons Erzählung nur eine mögliche Zukunft, die durch den Tod von Saruman bei Isengart ausgeschlossen wurde.

Dennoch halte ich es für eine Schande, daß „Die Befreiung des Auenlandes“ nicht verfilmt wurde, denn es ist eine potente politische Allegorie, die bis heute relevant bleibt. Die meisten Kommentatoren bemerken einfach, daß die Befreiung auf Tolkiens persönlicher Erfahrung der Rückkehr aus den Gräben des Ersten Weltkriegs beruht, bei der er England als veränderten Ort vorfand. (Wimmelnde Kolonien von Nichtweißen waren gegründet worden, hauptsächlich, um in Hafenstädten zu arbeiten, was 1919 zu Rassenunruhen führte). Aber die Befreiung geht weit über alles in Tolkiens Erfahrung hinaus. Es ist ein Werk der Fantasie, eine politische Allegorie, die weit mehr den Erfahrungen deutscher Soldaten ähnelt, die aus dem Großen Krieg heimkehrten, um ein radikal neues, von Fremden beherrschtes Regime vorzufinden.

Das Auenland wurde wie folgt unterjocht: Nach dem Fall von Isengart war Saruman nur noch ein wandernder „Bettler in der Wildnis“, ein Flüchtling. Aber als er noch Macht genoß, hatte der wandernde Zauberer ein weitgespanntes Netzwerk entwickelt, das bis ins Auenland reichte, wo er die Freundschaft mit Lotho Pickel pflegte.

Das Auenland war eine autarke Agrargesellschaft unabhängiger kleiner Bauern und Kaufleute. Pickel war jedoch unzufrieden und ehrgeizig genug, daß er diese Gesellschaftsordnung verändern wollte. Er wollte mehr Land, als er selbst bestellen konnte, und er wollte Mietlinge, um es zu bearbeiten, damit er durch den Anbau von Feldfrüchten für den Export reich werden konnte. Kurz, er wollte eine große Nummer mit einer Plantage sein.

Mittels mysteriöser Kapitalspritzen von außerhalb des Auenlandes (offensichtlich von Saruman) gelang es Pickel, Kleinbauern, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten, für eine Übernahme ins Visier zu nehmen (vielleicht indem er ihnen Geld zu Wucherzinsen lieh und dann eine Zwangsvollstreckung zu betreiben, wenn sie nicht bezahlen konnten), womit er sie zu Angestellten auf dem reduzierte, was einst ihr eigenes Land war. Somit wurde Pickel ein großer Mann, nannte sich „Oberst der Landbüttel“ und dann einfach Oberst. Als Saruman und Schlangenzunge als Flüchtlinge ankamen, nahm Pickel sie natürlich auf.

Nachdem er den wurzellosen und habgierigen Pickel an die Macht gebracht hatte, schmeichelte Saruman sich beim Oberst ein und begann eine neue Ordnung einzuführen. Er holte rassisch unbestimmbare Fremde herein, um die Hobbits einzuschüchtern und zu terrorisieren. Er rekrutierte auch Hobbits mit mangelhaftem Charakter – Leute, die gern groß taten und sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischten (im Internetzeitalter nennen wir sie Trolle) -, um die Polizeitruppe enorm zu vergrößern. Dies war notwendig, denn Saruman erweiterte auch sehr die Gesetze und Vorschriften, um die Hobbits zu unterjochen und ihnen Geld abzupressen. Natürlich gab es Unzufriedenheit, daher wurde ein riesiges Netzwerk von Spionen und Informanten sowie ein Kurierdienst geschaffen, um Meldungen und Befehle schnell zu befördern. Dissidenten wurden daher leicht aufgespürt und eingesperrt.

Die Gesellschaft wurde kollektiviert. Privathäuser wurden durch hässliche, enge, baufällige Wohnbauten ersetzt. Feldfrüchte und Produkte wurden „zur gerechten Verteilung“ beschlagnahmt. Rationierung wurde eingeführt, um den Mut der Hobbits zu brechen und ihren Lebensstandard zu senken, wodurch Ressourcen für den Konsum durch ihre neuen Oberherren oder für den Export gegen Geld freigemacht wurden. Die Freizeit wurde eingeschränkt und die Arbeit ausgedehnt. Das Handwerk, das für eine ästhetisch verfeinerte und ökologisch nachhaltige Subsistenzwirtschaft gut geeignet war, wurde durch Schwerindustrie ersetzt, um Exportgüter für Geld zu produzieren.

Diese Industrie wurde durch die Entwaldung in großem Maßstab befeuert und verschmutzte das Wasser und die Luft. Aber die Entweihung der Natur ging sogar weit über die Grenzen der wirtschaftlichen Notwendigkeit hinaus und verriet einen Hass auf die Natur und die Schönheit als solche. Sarumans wahres Ziel war weniger die Schaffung einer neuen Welt als die Zerstörung der alten.

Schließlich ließ Saruman, um seine Herrschaft zu zementieren, seinen Kollaborateur Pickel insgeheim töten, sobald er seine Nützlichkeit überlebt hatte.

Es ist einfach ein Fehler, das alles auf eine Allegorie auf den endogenen Aufstieg des Kapitalismus in England zu reduzieren. Denn die Rolle von Saruman deutet darauf hin, daß dieser Prozeß weit davon entfernt war, aus dem Auenland heraus entstanden zu sein. Und genausowenig war er das in England. Saruman repräsentiert einen fremden Einfluß, spezifisch den jüdischen Geist – wurzellos, entfremdet, materialistisch und letztendlich nihilistisch -, der sowohl im Judentum als auch in dessen erweitertem Phänotyp verkörpert ist, dem Calvinismus und dem reformierten, puritanischen Protestantismus. (Es war die puritanische Revolution, die die Juden zurück nach England brachte.)

Dennoch ähnelt Sarumans Machtübernahme und seine Beseitigung von Pickel nichts, das in England geschah. Aber es ähnelt der Revolution, die den Kaiser absetzte, gefolgt von verschiedenen judeo-bolschewistischen Putschversuchen und letztendlich der jüdisch dominierten Weimarer Republik. Außerdem fand Sarumans totalitäres System von Spionen und Informanten und seine Enteignung kleiner Bauernhöfe und die Beschlagnahme ihrer Produktion nicht in England oder Deutschland statt, aber es fand in Sowjetrußland statt, was zu einigen der größten Verbrechen gegen den europäischen Menschen in der Geschichte führte. Somit ist „Die Befreiung des Auenlandes“ eine politische Allegorie, die nicht nur auf England anwendbar ist, sondern auf alle Formen jüdischer Subvention der traditionellen Gesellschaft.

Aber es ist auch eine Allegorie darüber, wie ein Volk die Kontrolle seines Schicksals zurückgewinnen könnte. Die Hobbits haben ihre Freiheit durch eine Salamitaktik verloren. Jeden Tag wurde scheibchenweise ein wenig mehr von ihrer Freiheit weggeschnitten, aber nicht genug, um eine allgemeine Rebellion zu verursachen, sondern nur eine Menge passives Grummeln, bis es schließlich zu spät war, als ihnen die Bedeutung dessen dämmerte, was geschah. Frodo und seine Begleiter kehrten jedoch nach langer Abwesenheit zurück, und die gesamte Veränderung traf sie auf einmal. Sie demoralisierte und schwächte sie nicht langsam. Sie machte sie so wütend, daß sie kämpfen wollten.

Und als Kriegsveteranen verstanden sie etwas vom Kämpfen. Das Auenland ging auch verloren, weil die Hobbits uneinig und ängstlich waren, letztendlich weil sie einen zu weichen und lockeren Lebensstil genossen hatten. Frodo und seine Kameraden waren jedoch in der Feuerprobe des Krieges erprobt und gehärtet worden. Sie wurden durch fremde Rüpel nicht eingeschüchtert, egal welche Statur sie hatten. Sie beschlossen sofort, ihr Volk zu sammeln und das Auenland von den Usurpatoren zu säubern. Die Hobbits hatten lange unter dem neuen Regime gestöhnt. Die Veteranen waren der Funke auf dem Zunder.

Ein paar Eröffnungsscharmützel führten zu einer kulminierenden Schlacht bei Wasserau, nach der nahezu siebzig der fremden Eindringlinge tot zurückblieben und der Rest in Ketten oder auf der Flucht war. Neunzehn Hobbits lagen ebenfalls tot da. Die Hobbits marschierten dann nach Beutelsend, um Saruman abzusetzen und ihn ohne Bestrafung wegzuschicken. Die Gefangenen wurden ebenfalls unbeschadet weggeschickt. Diese töricht sanfte Politik gegenüber Mördern wurde von Frodo mit Ergüssen von moralischem und metaphysischem Geschwafel gerechtfertigt, die uns daran erinnern, daß dies ja doch Kinderliteratur ist. Am besten ignorieren wir ihn, wenn unsere eigenen Feinde unserer Gnade ausgeliefert sind.

Die ähnlichste historische Analogie zu „Die Befreiung des Auenlandes“ kommt aus Deutschland, wo verschiedene Freikorpsgruppen – Milizen demobilisierter Veteranen – judeo-bolschewistische Putschversuche in Preußen und Bayern niederschlugen. Außerdem war der Nachfolger der Freikorps die NSDAP, ebenfalls mit einer Führung und einem Kader aus Veteranen, die schließlich der Weimarer Republik ein Ende setzte. Es ist ein Modell, über das heute nachzudenken wert ist, wo Tausende weißer Veteranen aus einem von Juden angestifteten Krieg im Irak heimkehren, um vor einer 30%igen Arbeitslosigkeit in einem Heimatland zu stehen, das von nichtweißen Einwanderern überrannt und ausgeplündert wird. Sie sind ein Personenkreis, der nur noch auf einen Anführer wartet.

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Siehe auch:

Tolkien: Meister von Mittelerde von Brittanicus

Historischer Hintergrund zum Zweiten Weltkrieg von William Joyce

Die SS Empire Windrush: Die jüdischen Ursprünge des multikulturellen Britannien von Andrew Joyce

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