Spacewreck: Die Wächter von Avalon

Von Cernunnos (Originalveröffentlichung hier). Diese Geschichte ist im selben „TTA-Universum“ angesiedelt wie Stewart Cowleys Buch „Spacewreck“ und eine Fortsetzung von Spacewreck: Kinder der Götter. Die Bilder sind von Edward Blair Wilkins, Eddie Jones und Colin Hay.

Ulf Janssen durchquerte das Raumdock C der Alferi-Raumbasis und strebte seinem Schiff zu, das bereits außerhalb davon abflugbereit angedockt lag. Aus der zum Weltraum hin offenen Konstruktion des Docks konnte er im Hintergrund drei Kreuzer der Terran Defence Authority im aktinischen Licht von Alpha Eridani schweben sehen. Selbst hier, zwölf Milliarden Kilometer von diesem auch als Achernar bekannten blauen Doppelstern entfernt, war sein Glanz nicht viel schwächer als jener von Sol aus der Erdumlaufbahn gesehen.

Er und seine Schiffskameraden hatten seit dem Abenteuer auf Beta Fornacis III einiges erreicht, dachte Janssen. Nachdem der Kapitän und Eigner ihres damaligen Schiffes, der Paquita, auf diesem Planeten zurückgeblieben war und ihnen somit das Schiff überlassen hatte, waren sie zunächst zum Bestimmungsort ihrer illegalen Fracht aus Nuklearsprengmitteln geflogen, um diese abzuliefern und das Transportentgelt zu kassieren.

Auf dem Weg dorthin war es unter der zusammengewürfelten Besatzung zu Streitigkeiten um die Aufteilung dieses Geldes, das ursprünglich ihrem Kapitän gehört hätte, sowie der Eigentumsanteile an der Paquita gekommen. Dieser Konflikt hatte zu Kämpfen an Bord geführt, die erst endeten, nachdem ein Drittel der Mannschaft tot war und die Mehrheitsfraktion unter der Führung des Ersten Offiziers Ranjit Aghdashloo, der auch Ulf Janssen angehörte, gewonnen hatte. Anschließend hatte man sich darauf geeinigt, daß das Frachtentgelt zunächst für die vollständige Reparatur der Paquita verwendet werden und der Rest nach dem Schlüssel an die Männer ausbezahlt werden sollte, wie sich ihre mit dem Kapitän vereinbarten Löhne zueinander verhielten. Das Eigentum am Schiff selbst teilten sich die Überlebenden gleichmäßig untereinander auf.

Da Janssen Erster Pilot der Paquita gewesen und auch ingenieurstechnisch sehr versiert war, hatte er eine relativ hohe Lohneinstufung gehabt und entsprechend stark von dieser Regelung profitiert. Nach mehreren weiteren lukrativen Flügen mit dem wiederhergestellten Schiff hatte er genug Geld beisammen, um sich selbständig machen zu können. Seinen Eigentumsanteil an der Paquita ließ er sich von den anderen Mannschaftsmitgliedern abkaufen, und zusammen mit seinen Ersparnissen aus seiner Zeit als Offizier der Terran Trade Authority, bevor er bei der Behörde in Ungnade gefallen war, reichten seine Mittel für die Anzahlung auf ein eigenes Schiff. Fünf seiner Kameraden – drei davon kannte er bereits aus seiner TTA-Zeit – ließen sich ebenfalls auszahlen und schlossen sich ihm an.

Janssens Wahl fiel auf die Tauris, einen ehemaligen bewaffneten TTA-Transporter der Tharsis-Klasse, von der nur wenige Exemplare gebaut worden waren, weil sich die Handhabung und Wartung dieser leistungsfähigen Raumschiffe als zu anspruchsvoll für die drittklassigen Diversity-Quotenbesatzungen erwiesen hatte, die inzwischen meist für die Transportaufgaben der Terran Trade Authority eingesetzt wurden. Janssen war auf genau so einem Schiff, der Thule, Erster Offizier im Range eines Lieutenant Commander gewesen, eher er ungerechterweise aus der TTA flog, weil er korrupte Machenschaften seines Kommandanten JaDavin Shabraoui und dessen Komplizen aufgedeckt hatte:

Die Thule war auf einer Eiswelt bruchgelandet, nachdem zwei ihrer Fusionstriebwerke im Landeanflug versagt hatten. Kommandant Shabraoui hatte den mitgeführten Austauschsatz für hochbelastete Verschleißteile der Triebwerke schwarz verhökert und den vorgeschriebenen Austausch dieser Teile übergangen, was er mit schonendem Triebwerkseinsatz über das nächste Wartungsintervall auszugleichen hoffte. Wegen der damals herrschenden böigen, stürmischen Turbulenzen waren sie in schnellerem Landeanflug als üblich auf Karelis III hinuntergegangen, und als die Triebwerke zum Abfangen vor dem Aufsetzen auf volle Normalleistung gefahren worden waren, war eines davon ausgefallen. Automatisch waren die beiden benachbarten Antriebe sofort auf Notleistung gegangen, mit der Folge, daß einer davon kurz darauf ebenfalls versagt hatte. Die Gravoaggregate hatten bei dieser Sinkgeschwindigkeit nicht ausgereicht, um den fehlenden Schub auszugleichen und vor dem Bodenkontakt einen Schwebezustand herzustellen, und so hatte die Thule in leichter Schräglage hart mit dem Heck aufgeschlagen und war anschließend – gebremst durch die Gravitoren im Vorschiff – umgekippt.

Nachdem die Besatzung durch ein kleines Scoutschiff gerettet worden war, hatte die TTA versucht, die Ursache des Unglücks zu vertuschen, um einen Korruptionsskandal zu verhindern, nachdem es zuvor schon weitere gegeben hatte. Als Janssen und drei seiner Kameraden – der Zweite Ingenieur Marc Auriol, der Erste Pilot Angus Craig und der Waffensystemoffizier Silvano Tassotti – auf der Wahrheit beharrten, hatte die TTA zunächst Druck auf die vier ausgeübt und sie schließlich aus ihrem Dienst ausgeschlossen. Janssen konnte es zwar nicht beweisen, aber er hatte den Verdacht, daß die Behörde auch durch verdeckte Einflußnahme dafür gesorgt hatte, daß fortan keine reguläre zivile Raumfluggesellschaft ihnen mehr einen Job gab. So war ihnen nichts anderes übriggeblieben, als unter Chalee Sameth auf der Paquita anzuheuern.

Nach seinem Ausscheiden aus der Paquita-Mannschaft hatte Janssen unter Nutzung seiner gewonnenen Erfahrungen die Prüfungen für eine zivile Transportraumer-Kapitänslizenz abgelegt, sodaß er im Unterschied zu seinem Ex-Kapitän Sameth ganz legal Transportdienste anbieten konnte. Dann hatte er die Tauris gekauft, die wie die wenigen anderen erhalten gebliebenen Schiffe der Tharsis-Klasse nach ihrer Ausmusterung aus dem TTA-Dienst zum Abverkauf an zivile Nutzer freigegeben worden war. Zwar ohne Bewaffnung, aber Janssen hatte vor, zum Wrack der aufgegebenen Thule zu fliegen, die immer noch auf der entlegenen Eiswelt Karelis III lag. Deren Waffenanlage, bestehend aus zwei unter Abdeckungen versenkbaren Lasergeschütztürmen mit halbkugeligem Schußfeld beiderseits des Rumpfes samt der dazugehörigen Nebenaggregate und der Feuerleitanlage, wollte er ausbauen und „schwarz“ in die Tauris integrieren. Auch diverse Ersatzteile für die Antriebsanlagen, die Reaktoren und die sonstigen Schiffssysteme konnten dort gewonnen werden. Ein Teil davon würde zusammen mit dem Hauptreaktor und dem Hyperantrieb von seinen ersten Auftraggebern verwendet werden, einer geheimnisvollen Gruppe, die ihm einen Teil des Geldes vorgestreckt hatte, das ihm auf den vollen Kaufpreis der Tauris noch gefehlt hatte, sodaß er für den Rest mit einem kleineren Kredit auskam. Außerdem wußte Janssen aus seiner Zeit bei der TTA und auch aufgrund späterer Recherchen, wo eine weitere verunglückte Einheit der Tharsis-Klasse zu finden sein könnte, nämlich die Thaumasia, die nach einem mysteriösen Zwischenfall aus der Schiffsliste der TTA gelöscht worden war.

Janssens Auftraggeber hatten das erste Schiff eines zweiten Bauloses der Tharsis-Klasse erworben, die Thalia, die wegen der beschlossenen Ausmusterung dieses Typs nicht mehr fertiggestellt worden war. Janssen und seine Mannschaft hatten diesen Leuten mit ihrer Expertise dabei geholfen, dieses Schiff weitgehend fertigzustellen und normalraumflugfähig zu machen, einschließlich Fusionstriebwerken, Hilfsreaktoren und Gravitoren, aber ohne Hyperantrieb und den für dessen Betrieb nötigen Hauptreaktor. Da die Thalia so nur zu interplanetaren Flügen innerhalb eines Sonnensystems fähig war, brauchte sie von der TTA nicht lizenziert zu werden. Im Laderaum eines gecharterten Großfrachters, mit dem ein Teil der Auftraggebergruppe mitfliegen würde, sollte sie ins Karelis-System gebracht und in den freien Weltraum ausgesetzt werden. Der Rest der Gruppe würde als Passagiere mit der Tauris dorthin reisen, die für sie auch einiges andere Material in ihrem Laderaum befördern würde. Beide Schiffe sollten dann auf Karelis III neben der Thule landen, worauf deren Hauptreaktor und Hyperantrieb in die Thalia und ihre Waffensysteme in die Tauris eingebaut werden sollten. Wenn das erledigt war, würde ein weiterer Geldbetrag auf Janssens Konto überwiesen werden, womit er einen Teil seines Kredits tilgen konnte. Anschließend war vorgesehen, zur Thaumasia zu fliegen und zu sehen, ob deren Waffenanlage für die Thalia übernommen werden konnte.

Wofür seine Auftraggeber Waffen an ihrem Schiff haben wollten, wußte Janssen nicht. Sie machten jedenfalls nicht den Eindruck von Piraten, daher zählte für Janssen nur, daß er nach einem erfolgreichen Abschluß auch dieses Auftragsteils genug Geld bekommen würde, um sein eigenes Schiff ganz abzahlen und schuldenfrei sein zu können.

Einen Tag später, nachdem der langsamere Großtransporter bereits abgeflogen war, legte auch die Tauris von der Alferi-Raumbasis ab und nahm, vorbei an Alpha Eridani A, Kurs auf ihr fernes Ziel. Getrieben von den Plasmastrahlen aus ihrem Heck steuerte sie eine der ausgewiesenen Sprungzonen im Achernar-System an, wo sie ihren Hauptreaktor hochfuhr und nach dem Abschalten ihrer Fusionsraketentriebwerke im Hyperraum verschwand.

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Tavernenrunde 4: Frühsommertaverne 2017

MORGENWACHT

Als Fortsetzung der Tavernenrunde 3: Frühlingstaverne 2017 habe ich hier eine neue Taverne als Treffpunkt für allgemeinen Gedankenaustausch eingerichtet.

Für diejenigen, die „As der Schwerter“ nicht mehr gekannt haben (und zur Erinnerungsauffrischung für die anderen): Das Vorbild der Tavernenrunden auf „Morgenwacht“ sind die Tavernenrunden in der „Taverne zum Alten Phönix“, die von mir auf „As der Schwerter“ für denselben Zweck eingerichtet worden sind. Das Vorbild hierfür wiederum waren einerseits die „Kaffeehaus-Stammtische“ auf Kewils altem Blog „Fakten und Fiktionen“ sowie das „Gasthaus zum Alten Phönix“ in Poul Andersons Fantasy-Alternativweltroman „Ein Mitternachtssturm“.

In diesem werden, wie ich damals erläuterte, einige auch für uns interessante Dinge angesprochen: der Übergang vom heidnischen altenglischen Feenglauben zum Christentum, der „Alte Weg“, das ursprünglichere Christentum und das „Man-selbst-Sein“ im Gegensatz zum freudlosen, nüchternen und selbstgerechten Puritanismus. Die Geschichte spielt zur Zeit Oliver Cromwells, aber in einer anderen Wirklichkeit, in der alles, was Shakespeare geschrieben hat, Realität ist…

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Frauen auf Seiten der Linken

MORGENWACHT

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Lucifex. Das Original Women on the Left erschien ursprünglich am 24. September 2010 auf Radix und ist auf „Herren des Universums“ archiviert.

Das Thema der Frauen auf Seiten der Rechten hat zu manch hitziger Diskussion geführt, und es ist eine, der sich Kommentatoren von der Linken händereibend angeschlossen haben in ihren Bemühungen, ihre Sache zu fördern und von Opposition abzuschrecken.

Eine der liebsten rhetorischen Figuren der Linken ist, daß ihre Gegner den Frauen nichts bieten außer Serienschwangerschaft und Haushaltsarbeiten. Eine andere ist, daß ihre Gegner zornige, hasserfüllte Frauenfeinde im Pensionsalter seien. Wieder eine andere ist, daß wegen des Obigen nichts als eine winzige Minderheit verblendeter, soziopathischer Frauen sie unterstützen.

Unterstellt wird, daß die Linke Frauen Emanzipation bietet; daß Verfechter der Linken glückliche, liebende, jugendliche Leute mit aufgeklärten Einstellungen sind und daß wegen des Obigen die vernünftige Mehrheit der Frauen sie unterstützt.

Aber – ist das…

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Frauen als Maß für Glaubwürdigkeit

MORGENWACHT

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Lucifex. Das Original Women as a Measure of Credibility erschien am 25. Mai 2011 auf Radix und ist auf „Herren des Universums“ archiviert. (Links im Text vom Übersetzer eingefügt.)

Letztes Jahr schrieb ich, daß Frauen die natürlichen Verbündeten der (alternativen) Rechten sind. Die jüngste Debatte über die Präsenz und Rolle von Frauen in der Bewegung verdient eine Neubetrachtung und nähere Ausführung einiger der Argumente, die zur Unterstützung meiner These vorgebracht wurden, wie auch die Erforschung eines Weges nach vorn angesichts existierender Bedingungen.

Ich behaupte, daß Frauen ein Interesse an der Sicherung des Erfolgs der Rechten haben und daß es im Interesse der Rechten ist, sich nicht darauf zu beschränken, eine Bewegung zur Verfechtung von Männerrechten zu sein – bei unserer Bewegung geht es um die Rettung der gesamten Rasse vor dem Aussterben, nicht einer bestimmten Hälfte davon.

Worum es hier nicht geht

Ich bin…

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Tacitus’ „Germania“

Von Andrew Hamilton, übersetzt von Deep Roots. Das Original Tacitus’ Germania erschien am 30. September 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Tacitus’ Germania, eine kurze Monographie über die germanische Ethnographie, die ca. 98 n. Chr. geschrieben wurde, ist von großer historischer Bedeutung. Die Überlieferung des Textes bis zum heutigen Tag und gewisse Abenteuer und Spannungen, die sie umgeben, ergeben eine interessante Geschichte.

Der römische Historiker und Aristokrat Cornelius Tacitus (ca. 55 – ca. 117 n. Chr.) war der Autor mehrerer Werke, von denen mehr als die Hälfte verlorengingen. Was von seinen Schriften bleibt, wird in die sogenannten „großen [langen] Werke“, die Historien und die Annalen, die zusammen den Zeitraum von 14 – 96 n. Chr. behandeln, und die „kleineren [kurzen] Werke“ unterteilt: den Dialogus de oratoribus, Agricola und Germania. Man glaubt, daß Tacitus, ein Senator, im Jahr 79 das Amt des Quästors innehatte, 88 das des Prätors, 97 das des Konsuls und von 112 – 113 Prokonsul oder Gouverneur der römischen Provinz „Asia“ (der [heutigen] westlichen Türkei) war.

„Germania“ ist ein kurzes Werk, nicht wirklich ein „Buch“. Meine Ausgabe, Germany and Its Tribes“, ist bloße 23 Seiten lang – wenngleich in mäßig kleinem Druck der Kriegszeit auf dünnem Papier, ohne Anmerkungen, Karten, Illustrationen oder anderen redaktionellen Hilfen. Sie wurde von Alfred Church und William Brodrib 1876 aus dem Lateinischen übersetzt und von Random House’s Modern Library 1942 veröffentlicht.

„Agricola“, das vom römischen Britannien handelt, ist ungefähr von gleicher Länge. Agricola, der General, der hauptsächlich für die römische Eroberung Britanniens verantwortlich und von 77 – 85 n. Chr. Gouverneur Britanniens war, war Tacitus’ Schwiegervater.

Die „Germania“ ist seit der Renaissance die einflußreichste Quelle über die frühen germanischen Völker gewesen. Ihre verläßliche Darstellung ihrer Ethnographie, Kultur, Institutionen und Geographie ist die gründlichste, die aus der Antike überlebt hat, und bleibt bis zum heutigen Tag der herausragende klassische Text zu diesem Thema. Das Buch bezeichnet das Hervortreten der Nordeuropäer aus dem Dunkel der Archäologie, Philologie und Prähistorie ins Licht der Geschichte, ein halbes Jahrtausend nach dem Hervortreten der Südeuropäer bei Homer und Herodot.

Obwohl Tacitus zeitweise kritisch über die Germanen schreibt, betont er auch deren Einfachheit, Tapferkeit, Ehrenhaftigkeit, Treue und andere Tugenden im Kontrast zur korrupten römischen Gesellschaft der Kaiserzeit, die gegenüber der Vitalität der Republik abgefallen war. (Es ist gesagt worden, daß bei Tacitus niemand gut ist außer Agricola und den Germanen.)

Tacitus’ Buch beruht auf zeitgenössischen mündlichen und schriftlichen Berichten. Während dieses Zeitraums nahm das Wissen über Nordeuropa schnell zu. Römische Befehlshaber verfaßten unveröffentlichte Memoiren ihrer Feldzüge in der Art von Cäsars „Kommentaren“, die in römischen literarischen Kreisen zirkulierten. Diplomatischer Austausch zwischen Rom und germanischen Stämmen brachte germanische Führer nach Rom und römische Gesandte an barbarische Höfe. Und römische Händler erweiterten den Verkehr mit den Barbaren und schufen womöglich mehr Wissen als die Männer des Militärs.

Laut dem jüdischen Altphilologen Moses Hadas „opferte Tacitus niemals bewußt die historische Wahrheit. Er zog gute Quellen zu Rate, Memoiren, Biographien und offizielle Aufzeichnungen, und er deutet häufig an, daß er mehr als eine Quelle vorliegen hatte. Er holte Informationen von jenen ein, die in der Position waren, etwas zu wissen“, und „übt kritische Urteilsfähigkeit aus.“

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Der präzise Schuß im Verteidigungsschießen mit der Kurzwaffe

Mit wenig Aufwand kann man die Gestalt auf der Zielscheibe mit einer „schußsicheren Weste“ versehen.

Von Dipl.-Ing. Manfred Ertl, aus „Internationales Waffenmagazin“ 4-1996. (Online-Quelle hier)

Präzisionsschießen ist im ernstfallorientierten Gebrauch der Schußwaffe sowohl ein methodisches Hilfsmittel zur Erlernung einer guten Abzugstechnik als auch eine schießtechnische Grundfertigkeit für besondere Situationen. In der Ausbildung kommt es darauf an, dafür zweckmäßige Forderungen aufzustellen und das Präzisionsschießen sinnvoll in den gesamten Komplex des kampfmäßigen Schießens zu integrieren.

Schießübungen, welche die Abgabe von gut gezielten und präzisen Einzelschüssen verlangen, gehören erfahrungsgemäß nicht gerade zu den besonders favorisierten Ausbildungsthemen im Verteidigungsschießen. Es gibt aber durchaus Gründe, warum man dieses ungeliebte Thema doch nicht ganz vernachlässigen sollte. Zum einen gibt es auch in der Realität Situationen, in denen der präzise Schuß gefragt ist, und zum anderen ist ein Mindestmaß an Praxis im Präzisionsschießen überaus hilfreich, um die Basis für ein effektives schnelles Schießen zu legen. Letzteres kann man ziemlich deutlich sehen, wenn man Anfänger beobachtet, die mit dem schnellen Schießen beginnen, ohne über Erfahrungen im Präzisionsschießen zu verfügen.

Zwar macht auch dieser Personenkreis am Anfang ziemlich schnelle Fortschritte, wenn es darum geht, eine Mannscheibe auf drei bis fünf Meter Entfernung aus dem Ziehen heraus zu treffen, ab er häufig stellt sich dann auch sehr schnell ein Stadium ein, ab dem weitere Leistungssteigerungen nur noch schwer und langsam erreicht werden. Es zeigt sich immer wieder, daß Verteidigungskursteilnehmer, die über gewisse Erfahrungen aus dem Sportschießen verfügen, hier meist weniger Probleme haben. Dies liegt vor allem daran, daß sich eine korrekte Schießtechnik eben langsam besser erlernen läßt, als wenn man von Anfang an versucht, Schnellziehrekorde aufzustellen. Das Fatale dabei ist aber, daß sich Fehler in der Schießtechnik, wie das Verreißen während des Abziehens, in den einfachen Übungen mit kurzen Entfernungen und relativ großen Zielen noch nicht so deutlich auswirken und daher häufig nicht erkannt werden. Kommen dann andere Schwierigkeiten, wie Streß, zunehmende Komplexität des Übungsablaufs oder eine Verkleinerung der Zielfläche hinzu, addieren sich die Fehler, und die Ergebnisse sehen schlecht aus. In diesem Stadium sind Schießfehler aber oft schon so eingedrillt, daß es ausgesprochen schwierig ist, sie wieder loszuwerden.

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Die Geschichte des Geldes – Teil 3

Vorwort von Osimandia: Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 3 auf der Seite xat.org. von einem unbekannten Autor. Der durch Einrückung gekennzeichnete –  und im englischen Original nicht vorhandene – Einschub ist die Übersetzung eines Artikels von Ellen Brown, der  am 19. August 2007 unter dem Titel Thinking outside the Box: How a Bankrupt Germany Solved its Infrastructure Problems auf ihrer Seite Web of Debt veröffentlicht wurde.

Der Einschub erschien mir angebracht, weil an der Stelle, wo es gerade für deutsche Leser interessant wird, der Originalartikel etwas enttäuschend oberflächlich bleibt.

Übersetzt von Osimandia. Alle Bilder und der Großteil der Links stammen nicht aus den Originaltexten, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Der erste Weltkrieg – A.D. 1914 bis 1918

Die Deutschen liehen sich Geld von der deutschen Rothschildbank, die Briten liehen sich Geld von der britischen Rothschildbank und die Franzosen liehen sich Geld von der französischen Rothschildbank.

Der amerikanische Superbänker J.P. Morgan war unter anderem auch ein Verkaufsagent für Rüstungsgüter. Sechs Monate nach Kriegsbeginn war er mit Ausgaben von 10 Millionen Dollar täglich der größte Konsument des Planeten.

Die Rockefellers und der Vorsitzende des Rats für Kriegsindustrie Bernard Baruch machten jeweils rund 200 Millionen, während Familien ihre Söhne für die blutige Front opferten; aber Profit war nicht das einzige Motiv für ihr Engagement.

Russland hatte den Plan der Geldwechsler, Amerika in zwei Hälften zu spalten, vereitelt, und verblieb das letzte große Land ohne eigene Zentralbank.

Drei Jahre nach Kriegsbeginn wurde jedoch die ganze Zarenfamilie ermordet und der Kommunismus begann. [Korrektur d.Ü.: 1917 dankte der Zar ab, ermordet wurden er und seine Familie 1919]

Zar Nikolaus II, Zarin Alexandra, Ihre Töchter Olga, Tatiana, Maria und Anastasia, sowie Kronprinz Alexej. Zusammen mit ihrem Arzt und einigen treuen Bediensteten in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1919 ermordet von einem von Jakow Jurowsky angeführten bolschewistischen Erschießungskommando.

Sie mögen es vielleicht merkwürdig finden, zu erfahren, dass die Russische Revolution auch mit britischem Geld finanziert worden war. Kapitalistische Geschäftsleute, die den Kommunismus finanzieren?

Der Autor Gary Allen erklärt es:

„Kommunismus oder genauer gesagt Sozialismus, ist keine Bewegung der unterdrückten Massen sondern eine der Wirtschaftselite.”

W. Cleon Skousen schrieb in seinem Buch The Naked Capitalist:

„Macht aus jeder Quelle neigt dazu, den Appetit auf noch mehr Macht anzuregen… Es war fast unvermeidlich, dass die Superreichen eines Tages danach streben würden, nicht nur ihr eigenes Vermögen sondern das Vermögen der ganzen Welt zu kontrollieren.

Um das zu erreichen, waren sie vollkommen gewillt, den Ehrgeiz der machthungrigen politischen Verschwörer zu füttern, die entschlossen waren, alle existierenden Regierungen zu stürzen und eine zentrale weltweite Diktatur zu etablieren. “

Extremistische Revolutionäre wurden dadurch kontrolliert, dass sie finanziert wurden, wenn sie kooperierten, und von der Finanzierung abgeschnitten wurden, wenn sie es nicht taten, wobei dann sogar manchmal ihre Gegner mit Geld ausgestattet wurden.

Wenn es Ihnen schwer fällt, das zu glauben, hören Sie einfach, was der sogenannte Diktator der jungen Sowjetunion zu sagen hatte:

„Der Staat funktioniert nicht so, wie wir es gewünscht hatten. Der Wagen gehorcht nicht. Ein Mann ist am Steuer und es sieht so aus, als ob er lenkt, aber der Wagen fährt nicht in die gewünschte Richtung. Er fährt dahin, wo andere Kräfte es wünschen.” (Wladimir Lenin zitiert nach Richard Wurmbrand: Marx and Satan)

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Die Geschichte des Geldes – Teil 2

Übersetzt von Osimandia. (Teil 1 hier)

Das 19. Jahrhundert wurde als das Zeitalter der Rothschilds bekannt, damaligen Schätzungen zufolge kontrollierten sie die Hälfte des weltweiten Vermögens. Während ihr Vermögen heute weiter ansteigt, ist es ihnen gelungen, sich unsichtbar im Hintergrund zu halten und den Eindruck zu erwecken, ihre Macht sei geschwunden. Sie verwenden den Namen Rothschild nur für einen kleinen Bruchteil der Unternehmen, die sie tatsächlich kontrollieren. Manche Autoren behaupten, dass die Rothschilds nicht nur die Bank von England übernommen haben, sondern dass sie 1816 auch hinter einer neuen privaten Zentralbank in Amerika mit dem Namen The Second Bank of The United States standen, die dem amerikanischen Präsidenten große Probleme bereitete.

Präsident Andrew Jackson – überlebte einen Mordversuch am 30. Januar 1835. Der unzurechnungsfähige Attentäter wurde in die Psychiatrie eingewiesen und nie verurteilt. Er prahlte später damit, Kontakt zu mächtigen Leuten in Europa gehabt zu haben.

Als der amerikanische Kongress dafür stimmte, die Laufzeit der Second Bank of The United States zu verlängern, machte Andrew Jackson von seinem Vetorecht Gebrauch, um das Gesetz zu Fall zu bringen. Seine Antwort gibt uns einen interessanten Einblick:

Es sind nicht nur unsere eigenen Bürger, die in den Genuss der Freigiebigkeit unserer Regierung kommen. Mehr als acht Millionen des Aktienkapitals dieser Bank werden von Ausländern gehalten … stellt eine Bank, die in ihrer Natur so wenig hat, was sie an unser Land bindet, nicht eine Gefahr für unsere Freiheit und Unabhängigkeit dar? (…)

Unsere Währung zu kontrollieren, unsere öffentlichen Gelder einzunehmen und Tausende unserer Bürger in Abhängigkeit zu halten…wären furchteinflößender und gefährlicher als eine feindliche Militärmacht. Wenn die Regierung sich darauf beschränken würde, alle gleichermaßen zu schützen, und so wie es der Himmel regnen lässt, die Hohen und Niedrigen, Reichen und Armen, gleichermaßen zu begünstigen, dann wäre das ein Segen ohnegleichen. Das Gesetz, das ich hier vor mir habe, stellt ein weitgehendes und unnötiges Abrücken von diesen gerechten Prinzipien dar.”

1832 ordnete Jackson den Rückzug der Regierungseinlagen aus der Second Bank an und legte sie stattdessen in sicheren Banken ein. Der Vorsitzende der Second Bank, Nicholas Biddle, war recht freimütig bezüglich der Macht und den Absichten der Bank, als er offen drohte, eine Depression zu verursachen, wenn die Laufzeit der Bank nicht verlängert werden würde. Wir zitieren:

„Nichts als weitverbreitetes Leid wird auf den Kongress irgendeine Wirkung haben… Unsere einzige Sicherheit ist, einen stetigen Kurs fester Restriktionen zu fahren – und ich habe keinen Zweifel, dass ein solcher Kurs letztendlich zur Wiedereinsetzung der Währung und einer neuen Laufzeit für die Bank führen wird.”

Indem er bestehende Darlehen einforderte und sich weigerte, neue auszugeben, verursachte er eine massive Depression, doch als im Jahr 1836 die Laufzeit endete, hörte die Second Bank auf zu existieren. Zu diesem Zeitpunkt machte Andrew Jackson seine zwei berühmten Äußerungen: „Die Bank versucht, mich zu töten – aber ich werde sie töten!” und „Wenn das amerikanische  Volk nur die krasse Ungerechtigkeit unseres Geld- und Banksystems verstehen würde, dann gäbe es noch vor morgen früh eine Revolution…”

Als er gefragt wurde, was der größte Erfolg seiner Laufbahn gewesen sei, antwortete Andrew Jackson ohne zu zögern „I killed the bank!” Wir werden allerdings sehen, dass dies nicht das Ende davon war, dass privater Finanzeinfluss sich als öffentlich ausgab, wenn wir uns Abraham Lincoln und den Bürgerkrieg ansehen.

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Die Geschichte des Geldes, Teil 1

Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 1 auf der Seite xat.org. Der Name des Autors ist nicht ersichtlich. [Er bezieht sich jedoch offensichtlich stark auf das Video Die Rothschilds und ihre Macht – Teil 1, Teil 2, Teil 3 – Ausschnitt aus „The Money Masters“ über die Rothschilds – mit deutschen Untertiteln.] Übersetzt von Osimandia. Links und Bilder stammen nicht aus dem Originaltext, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Wenn man jemandem erzählt, dass man zu einer Buchhalterkonferenz geht, erntet man Gähnen, dabei ist Geld und wie es funktioniert wahrscheinlich eine der interessantesten Sachen der Welt.

Es ist faszinierend und mutet fast wie Magie an, wie Geld auf unserem Planeten auftauchte. Anders als die meisten Errungenschaften, die wir genießen und die auf eine Quelle, eine Zivilisation oder einen Erfinder zurückverfolgt werden können, tauchte Geld überall auf der Welt in erstaunlich gleichartiger Weise an Orten auf, die damals keinerlei Verbindung zueinander hatten.

Man denke nur daran, dass die amerikanischen Indianer Wampum gebrauchten, Westafrikaner handelten mit dekorativen metallischen Objekten, die sie Manillas nannten, und die Wirtschaft der Fidschiinsulaner basierte auf Walzähnen, von denen manche heute noch als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. Fügt man dem noch Muscheln, Bernstein, Elfenbein, Schmuckfedern, Vieh einschließlich Ochsen und Schweinen, Steine aller Art einschließlich Jade und Quarz hinzu und vergegenwärtigt sich, dass all das quer über den Erdball zum Handeln benutzt wurde, so bekommt man einen Eindruck von der großen Vielfalt akzeptierter Währungen.

Es hat etwas Bezauberndes und Kindliches, sich vorzustellen, wie primitive Gesellschaften, unsere Ahnen, all diese farbenfrohen Arten von Geld nutzten. Solange sich alle Beteiligten auf einen Wert einigen können, ist es für eine Gesellschaft eine sehr vernünftige Sache, das zu tun.

Schließlich braucht die Person, die hat, was man benötigt, möglicherweise nicht das, was man handeln will. Geld ist eine saubere Lösung für dieses Problem. Es stellt bei jedem Handel einen realen Wert da und jeder profitiert von dieser praktischen Einrichtung. Es ist tatsächlich eine geniale Idee, was möglicherweise erklärt, warum so viele verschiedene Geister unabhängig voneinander auf sie kamen.

Aber die Sache hat einen Haken

Die Geschichtsaufzeichnungen zeigen, dass die Geldwechsler jede mögliche Art von Missbrauch, Intrige, Betrug und Gewalt benutzt haben, um ihre Kontrolle über Regierungen mittels der Kontrolle von Geld und Geldemission aufrecht zu erhalten.” (Präsident James Madison)

Geld, Geld, Geld, es ist einfach immer da gewesen, richtig? Falsch.

Offensichtlich wird es von der Regierung ausgegeben, um uns den Warenaustausch zu erleichtern. Wieder falsch!

Die Wahrheit ist, dass die meisten Menschen sich nicht darüber im Klaren sind, dass die Geldemission im Kern ein privates Geschäft ist, und dass das Privileg der Geldemission die ganze Menschheitsgeschichte hindurch ein wichtiger Streitpunkt war.

Über die Frage der Geldemission wurden Kriege geführt und Wirtschaftsdepressionen verursacht; und doch ist sich die Mehrheit von uns dessen nicht bewusst, was weitgehend daran liegt, dass die Seite, die in diesem Streit den Sieg davongetragen hat, mehr und mehr zu einem respektierten Mitglied unserer globalen Gesellschaft geworden ist und ihren Einfluss auf weite Teile unseres Alltagslebens, einschließlich Bildung, Medien und Regierungen, ausübt.

Während der Versuch, die Manipulation des Geldes zum Zwecke privaten Profits auf unsere Kosten zu unterbinden, uns mit einem Gefühl der Machtlosigkeit zurücklassen mag, vergessen wir nur zu leicht, dass wir als Kollektiv es sind, die Geld seinen Wert geben. Wir wurden gelehrt, zu glauben, dass bedruckte Stücke Papier einen besonderen Wert haben, und weil wir wissen, dass andere das auch glauben, sind wir bereit, unser ganzes Leben lang für etwas zu arbeiten, von dem wir überzeugt sind, dass andere es auch haben wollen.

Ein ehrlicher Blick auf die Geschichte wird uns zeigen, wie dieses unschuldige Vertrauen missbraucht worden ist.

Fangen wir mit unserer Forschungsreise ins Geld damit an:

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