Drogengeschäfte V: Afghanistan

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

 

In den Tagen nach 9/11 saß ich in jeder freien Minute vor dem Fernseher, und in vielen der eigentlich nicht freien Minuten auch. Das heißt, ich habe vor dem Fernseher nicht nur gebügelt und gegessen, sondern auch auf dem Couchtisch Gemüse geputzt und Zwiebeln gehackt, um ja keinen der in Legionenstärke auf dem Bildschirm aufmarschierenden Experten zu verpassen. Wahrscheinlich hatte ich glasige Augen und einen stieren Blick, aber zum guten Glück ist das nicht in Bilddokumenten für die Nachwelt festgehalten.

All die zahllosen aus allen möglichen und unmöglichen Ecken herbeigeschleppten Terrorismus-, Islamismus- und Nahostexperten, bei denen man sich unwillkürlich fragt: „Was machen die eigentlich, wenn gerade kein Terroranschlag ist?” habe ich natürlich alle schon längst wieder vergessen. Alle bis auf einen, der mir aus irgendwelchen Gründen im Gedächtnis geblieben ist. Seinen Namen weiß ich auch nicht mehr, aber es war ein in Deutschland wirkender Berufspalästinenser, der dem Fernsehsender in dem Zusammenhang wohl auch als Experte galt, und vielleicht habe ich ihn deswegen nicht vergessen, weil er anders aussah, wie ich mir einen Palästinenser vorstellte, nämlich ein ruhig, besonnen und freundlich wirkender älterer Mann im Anzug, der ein gepflegtes Deutsch sprach.

Dieser Experte wurde vom Reporter gefragt, was ihm denn im Kopf herumgegangen wäre, als er von den Terroranschlägen erfahren hatte und er antwortete darauf, er habe zu Gott gebetet: „Bitte mach, dass das keine Palästinenser waren.” Vielleicht kann ich mich auch deswegen noch an ihn erinnern, weil ich damals trotz all meiner Abneigung gegen die Palästinenser dachte: „Ja, guter Mann. Das hätte ich an deiner Stelle auch gebetet.“

Sieben Jahre später, als sich die offizielle 9/11-Version für mich wie so manch andere Legende aufgelöst hatte, führte diese Erinnerung mich zu einer ganz neuen Fragestellung und zwar: „Warum waren das eigentlich keine Palästinenser?“

Für Leute, die an die offizielle Version glauben, ist diese Frage leicht beantwortet. Es waren deswegen keine Palästinenser, weil es eben keine Palästinenser waren. Punkt. Afghanen waren es nebenbei bemerkt auch nicht, aber eben Leute, die in Afghanistan ihre Zentrale hatten. Wenn man aber erkannt hat, dass die offizielle Version unmöglich stimmen kann, und wenn man darüber hinaus noch erkannt hat, dass jüdische und israelische Kreise knietief in der 9/11-Sache drinstecken, kommt eben die Frage auf: „Warum haben sie das nicht den Palästinensern in die Schuhe geschoben? Mit dem Zorn, der damals in den USA und weiten Teilen Europas gegen jeden mobilisiert hätte werden können, der das getan hat, und den der Berufspalästinenser auf meinem TV-Schirm ja ganz offensichtlich auch fürchtete, hätte das Palästinaproblem, das Israel hat oder angeblich hat, perfekt gelöst werden können, ohne dass die IDF auch nur einen Finger hätte rühren müssen. Die Amis hätten das schon geregelt.” Das ist aber nicht passiert. Warum?

Ich kann die Frage nicht zufriedenstellend beantworten, der Nahostkonflikt mit all seinen Ungereimtheiten ist auch nicht Thema dieses Artikels, sondern Afghanistan. Radikal antizionistische Kreise unter der Rechten, deren Antizionismus ausschließlich um Israel kreist und die der Ansicht sind, alles, was Juden tun – einschließlich allem, was der Mossad tut – geschähe nur in nationalstaatlichem Interesse dieses kleinen Landes im Nahen Osten, vertreten zuweilen die Ansicht, 9/11 wäre inszeniert worden, um Israels Grenzen zu sichern und Israels Feinde zu neutralisieren. Während das im Falle des Iraks vielleicht gerade noch so erwägenswert wäre, man aber bedenken muss, dass der Irakkrieg mit Massenvernichtungswaffen und Saddams Grausamkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung begründet wurde und nicht mit Verstrickung in 9/11, ist diese Begründung im Falle Afghanistans so lächerlich, dass man kaum fassen kann, dass jemand sie bringt. Warum auch immer die NATO in Afghanistan ist, um Israels Grenzen vor der Taliban Airforce zu schützen, ist sie es nicht. Das Steinzeit-Afghanistan der Taliban stellte nie eine Bedrohung für den Staat Israel dar.

Wenden wir uns also der Frage zu: „Warum sind wir nun wirklich mit der NATO in Afghanistan?” Und wieder ist die Frage von denen, die an die offizielle 9/11-Version glauben, leicht zu beantworten. Wir sind in Afghanistan, Dummi, weil wir dort den Terrorismus bekämpfen. Allerdings verliert diese Begründung selbst für diese Kreise so langsam an Glaubwürdigkeit, vor allem nachdem Osama bin Laden, der übrigens arabischen Quellen zufolge heute am 16. Dezember 2011, seinen 10. Todestag haben soll, dieses Jahr nun endlich auch offiziell für tot erklärt worden ist. Der Kampf gegen den Terror-Vorwand ist inzwischen so fadenscheinig geworden, dass die Propagandamaschinerie sich nicht mehr alleine auf ihn stützt, sondern auch mal wieder die Menschen- und Frauenrechte hervorkramen muss, deren Missachtung in Afghanistan vor 9/11 keinen interessiert hat.

Gelegentlich hört man auch von verärgerten Bürgern: „Unsere Soldaten bewachen in Afghanistan doch nur die Opiumfelder”. Da ist was dran, wenn auch diese Vorwürfe häufig aus der islamkritischen Ecke kommen, die der Ansicht sind, unsere Soldaten wären den Taliban als Dhimmies zu Nutze, die sich mit dem Vertrieb von Opium die Taschen füllen und Waffen für den Dschihad kaufen. Die Taliban sind keine Unschuldsengel, ganz allgemein gesehen nicht, aber bezüglich des Heroinhandels auch nicht. Aber sie können bei diesem Geschäft genausowenig alleine und ohne Hilfe innerhalb des Westens gehandelt haben, wie es die 9/11-Flugzeugentführer getan haben konnten.

Wie in Drogengeschäfte IV: Heroindrehscheibe Kosovo ausgeführt wurde, dient mittlerweile Camp Bondsteel im Kosovo als Einfuhrhafen für afghanisches Heroin, es wird mutmaßlich in Militärflugzeugen gebracht, die auf dem Rückweg Nachschub für die in Afghanistan stationierten Truppen transportieren. Das nennt man intelligente Logistik, Leerflüge werden vermieden. Darauf konnten die Taliban nicht zurückgreifen.

Bewachen unsere Soldaten also wirklich die Opiumfelder für die Taliban oder bewachen sie diese für die Drogenmafia, der die Taliban möglicherweise vor 2001 in die Suppe gespuckt haben? Haben die Taliban was gemeinsam mit Milosevic? Ideologisch, rassisch oder vom Auftreten und Umgang mit ihrer Bevölkerung her liegen natürlich Welten zwischen ihnen. Aber dessen ungeachtet haben sie gemeinsam, dass sie schlagartig anfingen, als Bösewichter zu gelten, die mit einem NATO-Krieg entfernt werden mussten. Haben sie vielleicht auch gemeinsam, dass sie der Drogenmafia im Weg standen?

Dazu übersetze ich einen Artikel –  aus dem Jahr 2005 – ich habe da, wo es mir möglich war, die Zahlen um neuere ergänzt, ungeachtet dessen liegt aber vom Beginn des Afghanistankriegs aus gesehen auch das Jahr 2005 schon vier Jahre in der Zukunft und kann daher als Maßstab dafür gelten, wie sich der Drogenanbau davor und danach entwickelt hat. Der Artikel ist von Michel Chossudovsky, heißt im Original

The Spoils of War: Afghanistan’s Multibillion Dollar Heroin Trade

und wurde auf der kanadischen Seite Globalresearch veröffentlicht. Ich füge einige Zwischenbemerkungen von mir – durch fehlende Einrückung kenntlich gemacht – ein und verweise unten auch noch auf weitere Artikel des Autors:

Seit der US-geführten Invasion Afghanistans im Oktober 2001, ist der Opiumhandel vom Goldenen Halbmond aus sprunghaft in die Höhe gestiegen. Laut US-Medien wird diese lukrative verbotene Handelsware von Osama und den Taliban beschützt und selbstverständlich auch von den örtlichen Warlords, und zwar unter Missachtung der „internationalen Gemeinschaft“.

Es heißt, das Heroingeschäft „fülle den Taliban die Kassen”. In den Worten des US-Außenministeriums ist

„Opium die Quelle von buchstäblich Milliarden von US-Dollars für extremistische und kriminelle Gruppierungen… Den Opiumhandel zu beschneiden ist von zentraler Wichtigkeit bei der Aufgabe, eine sichere und stabile Demokratie einzuführen und auch dafür den globalen Krieg gegen den Terrorismus zu gewinnen.“ (Staatssekretär des amerikanischen Außenministeriums [unter Colin Powell] bei einer Anhörung vor dem Kongress am 1. April 2004).

Gemäß dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC)  wurde die Opiumproduktion in Afghanistan im Jahre 2003 auf 3.600 Tonnen geschätzt, und die Anbaufläche um 80.000 Hektar. Für 2004 wird eine neue Rekordernte erwartet.

Das Außenministerium schätzt lt. der oben erwähnten Anhörung vor dem Kongress, dass im Jahr 2004 die Anbaufläche bis zu 120.000 Hektar betragen würde.

Diese Zahlen aus den Jahren 2003 und 2004 scheinen das Niveau zu sein, auf dem sich der afghanische Opiumanbau bis heute ungefähr gehalten und stabilisiert hat. Der UNODC-Bericht 2010 geht von genau diesen Zahlen aus (3.600 Tonnen auf 123.000 Hektar Anbaufläche), für 2011 wird von einer Steigerung um 7 Prozent ausgegangen.  Es hat schon etwas Absurdes, wie eine UNO-Behörde akribisch und sicher auch nach bestem Wissen korrekt jahraus jahrein Berichte voller Statistiken über Anbaufläche, Produktionsertrag und Preise aufgeteilt nach verschiedenen afghanischen Regionen zusammenstellt und veröffentlicht – alles unter der angeblichen Prämisse der Drogen- und Verbrechensbekämpfung. Auf mich wirken diese Berichte mehr wie die penible Arbeit der Buchhaltungsabteilung eines Drogensyndikats.

„Operation Containment“

Als Reaktion auf den rasanten Anstieg der Opiumproduktion in der nachtalibanischen Ära hat die Bushregierung ihre Antiterror-Aktivitäten verstärkt, während sie unter dem Namen „Operation Containment” beträchtliche Steuermittel an die westasiatische Initiative der DEA fließen lässt.

In die zahllosen Berichte und offiziellen Stellungnamen fließt selbstverständlich immer die übliche „ausbalancierte” Selbstkritik ein, dass „die internationale Gemeinschaft nicht genug unternimmt” und dass wir mehr „Transparenz” brauchen.

Schlagzeilen lauten „Drogen, Warlords und Unsicherheit überschatten Afghanistans Weg in die Demokratie”. Im Chor beschuldigen die US-Medien das nicht mehr bestehende „islamische Hardliner-Regime”, ohne auch nur zur Kenntnis zu nehmen, dass die Taliban – in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen – im Jahr 2000 ein erfolgreiches Verbot des Opiumanbaus durchgesetzt haben. Die Opiumproduktion sank daraufhin im Jahr 2001 um mehr als 90 Prozent. Tatsächlich traf der steile Anstieg in der Opiumproduktion zufällig mit dem Angriff des US-Militärs und dem Sturz des Talibanregimes zusammen. Zwischen Oktober und Dezember 2001 begannen die Bauern erneut, in umfangreichem Maße Opium anzubauen.

Der Erfolg des im Jahr 2000 angegangen afghanischen Drogenbekämpfungsprogramms unter den Taliban wurde auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Oktober 2001 offiziell festgestellt. (Sie fand nur wenige Tage nach Beginn der Bombardierungen statt.) Kein anderes Mitglied der UNODC Mitgliedsstaaten war je in der Lage gewesen, ein vergleichbares Programm durchzuführen.

Das leuchtet mir schon ein. Wenn die Taliban etwas verbieten, dann leistet man dem besser Folge, sie hatten recht rabiate Methoden, mit Gesetzesbrechern aller Art umzugehen. Ungeachtet der moralischen Bewertung dieser Methoden heißt das aber, dass just ein Jahr, nachdem dieses Programm bekannt worden war und ein paar Tage bevor sein durchschlagender Erfolg bei der UNO-Generalversammlung öffentlich bekanntgegeben wurde, der „Krieg gegen den Terror” in Afghanistan aufgenommen wurde. Der Artikel fährt mit einem Zitat aus der Rede des UNODC Executive Directors bei der UNO-Generalversammlung im Oktober 2001 fort (der dazu angegebene Link ist tot, aber das muss nach so langer Zeit nicht unbedingt etwas Verdächtiges bedeuten):

„Um mich zunächst zur Drogeneindämmung zu äußern, hatte ich vor, meine Bemerkungen auf die Auswirkungen des Verbots von Schlafmohnanbau der Taliban in den von ihnen kontrollierten Gebieten zu konzentrieren…. Wir haben inzwischen die Ergebnisse unserer jährlichen Feldstudie über Schlafmohnanbau in Afghanistan vorliegen. Die diesjährige Produktion [2001] liegt ungefähr bei 185 Tonnen. Das stellt gegenüber den 3.300 Tonnen des Vorjahres eine Senkung von über 94 Prozent dar. Verglichen zu der Rekordernte von 4.700 Tonnen von vor zwei Jahren beträgt der Rückgang mehr als 97 Prozent.

Jeder Rückgang des illegalen Anbaus ist uns willkommen, ganz besonders in Fällen wie diesem, wo dem Rückgang weder lokal noch in anderen Ländern eine Anbauverlagerung entgegensteht, die den erreichten Erfolg schmälern würde.“

Die UNO-Vertuschung

Zusammen mit der US-Invasion trat eine Veränderung in der Rhetorik ein. Das UNODC tut mittlerweile so, als ob das Opiumverbot aus dem Jahr 2000 niemals stattgefunden hätte:

„Die Schlacht gegen den Anbau von Narkotika ist in anderen Ländern gekämpft und gewonnen worden, und es ist daher auch möglich, das hier [in Afghanistan] zu tun, und zwar mit einer starken demokratischen Regierung, internationaler Hilfe und verbesserter Sicherheit und Integrität.“ (Stellungnahme des UNODC-Repräsentanten für Afghanistan bei der Internationalen Drogenbekämpfungskonferenz im Februar 2004)

Tatsächlich behaupten inzwischen sowohl Washington als auch das UNODC, dass das Ziel der Taliban im Jahr 2000 nicht wirklich „Drogenbekämpfung” gewesen sei, sondern ein hinterhältiger Trick, „eine künstliche Verknappung” auszulösen, um den Weltmarktpreis von Heroin in die Höhe zu treiben. Ironischerweise wird diese verdrehte Logik, die inzwischen Teil eines neuen „UNO-Konsenses” ist, durch den Bericht des UNODC-Büros in Pakistan widerlegt, das damals bestätigte, dass es keinerlei Hinweise auf eine Vorratslagerbildung seitens der Taliban gab.  (Deseret News, Salt Lake City, Utah. 5. Oktober 2003)

Washingtons geheime Agenda: Die Wiederherstellung des Drogenhandels

Im Kielwasser der US-Bombardierungen Afghanistans im Jahr 2001, wurde die britischen Regierung Tony Blairs von der G8-Gruppe der führenden Industrienationen damit beauftragt, ein Drogenbekämpfungsprogramm durchzuführen, das es in der Theorie afghanischen Bauern ermöglicht, aus dem Schlafmohnanbau aus- und auf andere Feldfrüchte umzusteigen. Die Briten arbeiteten von Kabul aus und in enger Zusammenarbeit mit der „Operation Containment” der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA.

Das vom Vereinten Königreich finanzierte Programm zur Verhinderung von Schlafmohnanbau ist eine offensichtliche Nebelkerze. Seit Oktober 2001 ist der Schlafmohnanbau explosionsartig in die Höhe gestiegen. Die Anwesenheit der Besatzungstruppen zog kein Ende des Schlafmohnanbaus nach sich. Ganz im Gegenteil!

Tatsächlich hatte das Talibanverbot sogar „Ende 2001 den Beginn einer Heroinknappheit in Europa” zur Folge, wie von dem UNODC eingeräumt wurde.

Heroin ist ein Multimilliarden-Dollar-Geschäft, das von mächtigen Interessenkreisen unterstützt wird und das einen stetigen und sicheren Warenfluss benötigt. Eines der „verborgenen” Kriegsziele war ganz genau den CIA-gesponserten Drogenhandel wieder auf sein vormaliges Niveau zu bringen und die direkte Kontrolle über die Drogen-Vertriebsrouten auszuüben.

Da hatten sie nun den Kosovo gerade frisch „frei” gebombt und waren eifrig dabei, im Südosten Europas eine als albanischer Ethnonationalstaat getarnte rechtsfreie Zone, einen Einfuhrflughafen (Camp Bondsteel) und eine Heroinverteilerzentrale unter Oberaufsicht der albanischen Mafia und Hashim Thaçi aufzubauen (1999) und es hätte alles so schön sein können – und dann gehen ein Jahr später diese unberechenbaren Steinzeitislamisten am Hindukusch her und stellen in einer Fatwa fest, dass Allah den Rauschgifthandel doch nicht so gut findet und schaffen es in nur einem Jahr, die Produktion um 94 Prozent zu senken.

Bald nach der Invasion, die im Oktober 2001 begann, wurden die Opiummärkte wiederhergestellt. Die Opiumpreise schossen in die Höhe. Anfang 2002 war der Opiumpreis (in Dollar pro Kilogramm) fast 10 mal so hoch wie im Jahr 2000.

2001 unter den Taliban lag die Opiatproduktion bei 185 Tonnen und stieg 2002 unter dem US-gesponserten Marionettenregime von Präsident Hamid Karzai auf 3.400 Tonnen.

Während die US-Medien Karzais patriotischen Kampf gegen die Taliban ins Rampenlicht rücken, vergessen sie zu erwähnen, dass Karzai mit den Taliban kollaboriert hatte. Er stand auch auf der Gehaltsliste von UNOCAL, einer bedeutenden US-Ölfirma. Tatsachlich hat Hamid Karzai seit Mitte der 1990er Jahre als Berater und Lobbyist für UNOCAL in Verhandlungen mit den Taliban fungiert. Die saudische Zeitung Al-Watan schreibt:

„Karzai ist seit Mitte der 1980er Jahre ein Undercover-Agent der CIA. Er arbeitete mit der CIA zusammen daran, US-Hilfsgelder an die Taliban zu schleusen, als die Amerikaner 1994 heimlich und über die Pakistanis (speziell durch das ISI, den pakistanischen Geheimdienst) die Machtergreifen der Taliban unterstützten.“ (zitiert in Karen Talbot: U.S. Energy Giant Unocal Appoints Interim Government in Kabul, Global Outlook, Nr. 1, Frühjahr 2002. S. 70. Siehe auch BBC Monitoring Service, 15. Dezember 2001)

Bei den Verhandlungen zwischen UNOCAL und den Taliban ging es um die geplante Pipeline, mittels der die turkmenischen Erdgas-Vorkommen durch Afghanistan und Pakistan zu einem Seehafen transportiert werden sollten.

Das war zunächst das geplante Projekt einer argentinischen Firma, auf massiven Druck (von woher auch immer) wurden die Turkmenen und Pakistanis jedoch vertragsbrüchig und gaben UNOCAL den Zuschlag. Die Taliban waren nicht abgeneigt, dem Projekt zuzustimmen, UNOCAL hätte aber für die Kreditvergabe vom IWF die Zustimmung einer international anerkannten Regierung gebraucht, und das waren die Taliban nicht. Diese Pipeline wurde anfänglich oft von der linken “Kein-Blut-für-Öl”-Fraktion als Begründung für den Afghanistankrieg angeführt. Allerdings ist diese Pipeline bis heute nicht gebaut und mittlerweile werden zwei alternative Pipelines Iran-Pakistan-Indien und Myanmar-Bangladesh-Indien erwogen.

Im Gegensatz zu seinem Kollegen Hashim Thaçi am anderen Ende der afghanisch-kosovarischen Drogenroute wird Hamid Karzai von den Mainstreammedien nicht mit der Drogenmafia in Verbindung gebracht.

Das gilt aber nicht für seinen jüngeren Halbbruder Ahmed Wali Karzai. „Mir persönlich wurden Berichte westlicher Geheimdienste gezeigt, die nahelegen, dass er tatsächlich tief in Drogen verstrickt ist”, sagte Gretchen Peters, die ein Buch über den afghanischen Drogenhandel geschrieben hat. „Er ist derjenige, der sicherstellt dass die Zollbehörden und Grenzpolizei die Lastwagen voller Drogen nicht durchsuchen.” In einer Radiosendung wurde er als der größte Heroindealer in Afghanistan bezeichnet, und sogar die New York Times erwähnt Berichte, denen zufolge er in den afghanischen Heroinhandel verstrickt war.

Ahmed Wali Karzai wurde am 12. Juli 2011 von einem seiner Bodyguards erschossen, der danach von den anderen Bodyguards gelyncht wurde. Die Mudschaheddin bekannten sich zu dem Attentat, aber es gibt auch Berichte, denen zufolge der Bodyguard, der das Attentat verübt hatte, auf der Gehaltsliste der CIA gestanden habe. Es ist im Rahmen dieses Artikels nicht möglich, diesen Abgründen nachzugehen und herauszufinden, wer ihn wirklich beseitigt hat, Gründe gab es wie bei allen Mafiosi vermutlich von mehreren Seiten. Von einer Verstrickung Ahmed Wali Karzais in die Drogenmafia kann aber gesichert ausgegangen werden.

Die Geschichte des Drogenhandels im Goldenen Halbmond

Es lohnt sich, die Geschichte des Drogenhandels im Goldenen Halbmond zu rekapitulieren, die engstens mit den Geheimoperation der CIA seit dem sowjetisch-afghanischen Krieg und der Zeit danach verknüpft ist.

Vor dem sowjetisch-afghanischen Krieg (1979-1989) beschränkte sich die Opiumproduktion in Afghanistan und Pakistan auf die Belieferung kleiner regionaler Märkte. Es gab keine Heroinproduktion vor Ort (Alfred McCoy, Drug Fallout: the CIA’s Forty Year Complicity in the Narcotics Trade. The Progressive, 1. August 1997).

Die afghanische Narkotikabranche war ein sorgfältig geplantes Projekt der CIA, unterstützt von der US-Außenpolitik.

Wie während des Iran-Contra-Skandals und auch beim Skandal um die Bank of Commerce and Credit International (BCCI) offenbart wurde, wurden die Geheimoperationen der CIA zur Unterstützung der afghanischen Mudschaheddin durch das Waschen von Drogengeldern finanziert. „Schmutziges Geld” wurde durch eine Reihe von Bankinstituten (im Nahen Osten) sowie durch anonyme CIA-Briefkastenfirmen in „geheimes Geld” verwandelt, das während des sowjetisch-afghanischen Krieges und auch danach dazu benutzt wurde, verschiedene Gruppen von Aufständischen zu finanzieren.

„Weil die USA die Mudschaheddin-Rebellen in Afghanistan mit Stinger-Raketen und anderen Militärgütern ausrüsten wollte, brauchten sie die volle Kooperationsbereitschaft Pakistans. Mitte der 1980er Jahre, war die CIA-Operationsbasis in Islamabad eine der größten US-Geheimdienstbasen auf der Welt. Wenn die BCCI für die USA eine solche Peinlichkeit darstellt, dass klare Ermittlungen nicht durchgeführt werden, dann hat das sehr viel mit dem absichtlichen Wegsehen zu tun, das die USA gegenüber dem Heroinhandel in Pakistan praktiziert. („The Dirtiest Bank of All,” Time, 29. Juli 1991, S. 22.)

Die Studie des investigativen Forschers Alfred McCoy bestätigt, dass innerhalb von zwei Jahren nach Beginn der CIA-Geheimoperation in Afghanistan 1979

„das pakistanisch-afghanische Grenzland Welt-Spitzenproduzent für Heroin wurde, der für 60 Prozent der US-Nachfrage aufkam. In Pakistan steigerte sich die Zahl der Heroinsüchtigen von nahe Null im Jahr 1979 auf 1,2 Millionen im Jahr 1985, ein sehr viel steilerer Anstieg als in irgendeinem anderen Land.”

„CIA-Spione kontrollierten diesen Heroinhandel. Als die Mudschaheddin-Guerillatruppen innerhalb Afghanistans Territorien übernahmen, befahlen sie der Landbevölkerung Opium als ‚Revolutionssteuer‘ anzupflanzen. Auf der anderen Seite der Grenze in Pakistan betrieben afghanische Talibanführer und lokale Syndikate unter dem Schutz des pakistanischen Geheimdienstes Hunderte von Heroinlabors. Während dieses Jahrzehnts vollkommen offenen Drogenhandels, versagte die US Drogenbekämpfungsbehörde DEA in Islamabad dabei, ernst zu nehmende Beschlagnahmungen oder Festnahmen durchzuführen.

US-Behörden hatten sich geweigert den Vorwürfen des Heroinhandels seitens ihrer afghanischen Verbündeten nachzugehen, weil die US-Drogenpolitik in Afghanistan dem Krieg gegen den sowjetischen Einfluss in der Region untergeordnet wurde. 1995 gab der ehemalige Direktor der Afghanistan-Operation, Charles Cogan, zu, dass die CIA tatsächlich den Drogenkrieg dem Kalten Krieg geopfert hat. ‘Unsere Hauptmission war, den Sowjets maximalen Schaden zuzufügen. Wir hatten nicht wirklich die Ressourcen und die Zeit, um uns in Ermittlungen gegen den Drogenhandel zu stürzen. Ich glaube nicht, dass wir uns dafür entschuldigen müssen. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Es gab Späne in Form von Drogen, ja. Aber das Hauptziel wurde erreicht. Die Sowjets zogen aus Afghanistan ab“ (Mc Coy, s.o.)

Die Rolle der CIA; die ausführlich dokumentiert ist, wird in offiziellen Veröffentlichungen des UNODC, die ihren Fokus auf interne soziale und politische Faktoren richten, nicht erwähnt. Überflüssig zu erwähnen, dass auch die historischen Wurzeln des Opiumhandels grob verzerrt dargestellt werden.

Gemäß des UNODC, hat sich Afghanistans Opiumproduktion seit 1979 um mehr als den Faktor 15 erhöht. Während des sowjetisch-afghanischen Krieges ist der Narkotikahandel unvermindert weitergegangen. Die Taliban, die von den USA unterstützt wurden, waren ursprünglich hilfreich dabei, den weiteren Ausbau des Opiumanbaus zu fördern. Bis zum Anbauverbot im Jahr 2000.

Dann kam der 11. September 2001.

Auch zu diesem Thema hat Michel Chossudovsky einen Artikel mit dem Titel Who Is Osama Bin Laden? geschrieben, den er am 11. September 2001 verfasste und der am Abend des 12. September 2001 bei Globalresearch veröffentlicht wurde, wo er heute mit einem Vorwort unter dem Titel The Truth behind 9/11: Who is Osama Bin Laden? immer noch gefunden werden kann.  Er hat auch eine Vorlesung über das Thema gehalten, ein zweistündiges Video mit dem Titel War and Globalization – The Truth Behind September 11 davon ist verfügbar. (Ich selber bin noch nicht dazu gekommen, es anzusehen, werde das aber bald nachholen, ich kann daher nicht sagen, für wie empfehlenswert ich es halte, oder worauf er darin im Einzelnen eingeht)

2006 hat er einen weiteren Artikel mit dem Titel Who benefits from the Afghan Opium Trade? verfasst, der viele Details liefert und sicher als weiterführende Information interessant ist, aber als Überblick nicht so tauglich ist, weil er sehr tief in Zahlen und Fakten, z.B. Heroinpreise und ihre Entwicklung, eingeht, und weil das für unsere Zwecke hier zu weit führt. Ich möchte nur abschließend noch einen Absatz daraus zitieren:

Es gibt mächtige Geschäfts- und Finanzinteressen hinter dem Narkotikahandel. Von deren Standpunkt aus ist geopolitische und militärische Kontrolle über die Drogenrouten strategisch genauso wichtig wie die über Gas- und Ölpipelines es ist.

Darüber hinaus bestätigen die o.a. Zahlen (im Originalartikel auffindbar), einschließlich der über Geldwäsche, dass die Einkünfte, die aus dem globalen Handel mit Narkotika erzielt werden, nicht von terroristischen Vereinigungen und Warlords erzielt werden, wie der UNODC-Bericht behauptet. Im Falle Afghanistans schätzt das UN Büro für Drogen und Verbrechensbekämpfung, dass lediglich 2,7 Milliarden Dollar davon. [Geschätzte Gesamteinkünfte: zwischen 120 und 200 Milliarden Dollar] als Einkünfte in Afghanistan verbleiben.

Was allerdings Narkotika von legalen Handelswaren unterscheidet, ist, dass der Narkotikahandel nicht nur für das organisierte Verbrechen, sondern auch für den US-Geheimdienstapparat eine Haupteinnahmequelle darstellt, der zunehmend als mächtiger Spieler in der Finanz- und Bankenwelt auftritt. Diese Verbindungen wurden in mehreren Studien einschließlich der Schriften von Alfred McCoy dokumentiert. (Drug Fallout: the CIA’s Forty Year Complicity in the Narcotics Trade. The Progressive, 1. August 1997).

In anderen Worten: Geheimdienste, mächtige Wirtschaftsunternehmen, Drogenhändler und das organisierte Verbrechen wetteifern um die strategische Kontrolle über die Heroinhandelsrouten. Ein großer Teil dieses Multimilliarden-Dollar-Gewinns aus dem Drogenhandel ist im westlichen Bankensystem angelegt. Die meisten internationalen Banken waschen in Zusammenarbeit mit ihren Geschäftspartnern in den Offshore-Bankenparadiesen große Mengen von Drogendollars.

Dieser Handel kann nur blühen, wenn die Hauptakteure des Drogenhandels „politische Freunde in höchsten Stellen haben”. Legale und illegale Unternehmungen sind in zunehmendem Maße ineinander verstrickt, die Unterscheidung zwischen „Geschäftsleuten” und Verbrechern verschwimmt immer mehr. Im Gegenzug hat die Verbindung zwischen Verbrechern, Politikern und Mitgliedern der Geheimdienste die Strukturen des Staates und die Rolle seiner Institutionen einschließlich des Militärs befleckt.

Damit bin ich am Ende der Drogengeschäfte.

Zum Schluss fasse ich noch zusammen:

Teil 1 beweist anhand der Opiumkriege, die zur Aufrechterhaltung des von der jüdischen Familie Sassoon in China betriebenen schwunghaften Opiumhandels von Großbritannien gegen das chinesische Kaiserreich geführt wurden, dass Großmächte durchaus im Auftrag von Drogendealern Kriege führen.

Teil 2 ist ein Interview mit Hervé Ryssen zu seinem Buch „La mafia juive”, in dem er zum Ausdruck bringt, dass seine Forschungen ergaben, dass die jüdische Mafia zwar nicht die einzig ethnisch definierte Mafia ist, aber die internationalste, die skrupelloseste und bei weitem die größte und mächtigste.

Teil 3 ist eine Abhandlung des amerikanischen Collegeprofessors M. Raphael Johnson mit dem Titel: Vom Gulag über Brooklyn zur Weltherrschaft, indem er sich mit den Strukturen der fälschlicherweise als „Russenmafia” bezeichneten jüdischen Mafia und ihren Verwicklungen in höchste Kreise der amerikanischen Politik auseinandersetzt.

Teil 4 beschäftigt sich mit dem Kosovo, dessen Premierminister Hashim Thaçi mit großer Wahrscheinlichkeit ein Drogenboss der albanischen Mafia ist, und damit, dass der Kosovo eine weitgehend rechtsfreie Zone ist, in die mutmaßlich über die amerikanische Militärbasis Camp Bondsteel das afghanische Heroin eingeführt wird, sowie auch afghanisches Rohopium, das in mindestens drei Großlaboren im Kosovo zu Heroin weiterverarbeitet und von dort aus in alle Länder Europas weitervertrieben wird.

Mit diesem Teil 5 über Afghanistan und all den Recherchen, die ich in diesem Zusammenhang unternommen habe, ist bei mir ein recht klares Gesamtbild entstanden. Ich zweifle kaum noch daran, dass unser am 11. September 2011 erschienener Artikel 9/11 – Zehn Jahre Lügen durchaus auch als Teil 0 in diese Reihe hätte passen können. Ich glaube immer noch nicht, dass es der einzige Grund für 9/11 war, aber ich bin überzeugt, dass es ein Grund dafür war, wenn nicht sogar der Hauptgrund.

Die Taliban waren viele Jahre lang Komplizen der internationalen Drogenmafia, in die auch die CIA und die amerikanische Außenpolitik tief verstrickt waren und sind. Im Jahr 2000 kamen sie offenbar zu dem Schluss, dass sie aus dem Geschäft aussteigen wollen – aus welchen Gründen auch immer, es können durchaus religiös-islamische gewesen sein, da ja die Bedrohung durch die Sowjetunion längst weg war und damit auch keine Dschihad-Situation mehr gegeben war, die im Islam einiges erlaubt, was ansonsten verboten ist. Man weiß es nicht, was die Taliban zu diesem Schritt bewogen hat, aber man weiß gesichert, dass sie den Schlafmohnanbau verboten hatten und damit auch durchschlagenden Erfolg verzeichnen konnten und die Jahresproduktion von rund 3.000 bis 4.000 Tonnen in nur einem Jahr auf 185 Tonnen um mehr als 94 Prozent drosselten.

Wie sie glauben konnten, dass ausgerechnet die Mafia und die Geschäfts- und politischen Kreise, mit denen die Mafia tief verstrickt ist, sich das bieten lässt, ist mir ein Rätsel. Sie haben teuer für diese Naivität bezahlt und es ist um die Taliban auch wahrhaftig nicht schade. Schade ist nur, dass mit den Taliban nur ein paar kleine Fische aus einem sehr großen bösen Haifischbecken den Weg in den Orkus gegangen sind. Ich hoffe von Herzen, die großen und ganz großen Haifische folgen ihnen eines Tages nach.

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3 Kommentare

  1. Horus

     /  13. August 2017

    Osimandia…
    Ich würde gern zu Deinem ersprießlich zu lesenden Artikel etwas anfügen – während ich noch etwas unsicher bin, wie aktuell dieser ist – und ob hier überhaupt Kommentierungen nachgehalten werden..?
    In Deiner detailreichen Aufbereitung des Themas – Afghanistan, die Taliban, der CIA und die Drogen – fehlt mir auffälig das Folgende :
    1.
    Nach meinem Kenntnisstand wurde der Bau besagter Pipeline mit den Taliban auf höchster Ebene verhandelt – wie ich meine, in der Schweiz.
    Es wird berichtet, daß die Forderungen der Taliban für Duldung und evtl. Schutz dieser Pipeline durch von ihnen besetzte Gebiete „unverschämt hoch“ waren – und daß man sich uneinig von Verhandlungen löste.
    2.
    Wie wäre es mit dem Gedanken, daß das Projekt „freeze Heroin“ eine taktische Reaktion der Taliban war, um – in vollstem Bewußtsein der schmerzhaften finanziellen Implikationen
    für allerhöchste amerikanische/internationale Kreise – damit ein zusätzliches Druckmittel
    einzusetzen.
    3.
    Es erscheint unwahrscheinlich, daß eine fundamentalistisch auch noch so hartgesottene
    Truppe das allerwichtigsteFinanzierungsinstrument AUSGERECHNET IM ZEITPUNKT DER
    STAATSGRÜNDUNG/ÜBERNAHME aus der Hand gibt. Historisch war für totalitäre Gruppen
    aller Art revolutionäre Ideologie selten ein Grund, den Drogenhandel aus der Hand zu geben, vgl den Sendero Luminoso o.ä. Im Zweifel ist der Handel mit einem schädigenden Gutdoch bestens geeignet, das Haus der Ungläubigen ins Wanken zu bringen.
    Mich wundert daher, daß du den in diese Richtung gehenden Erklärungsansätzen soviel Plausibilität zubillgst ?
    4.
    Wenn das Herunterfahren des Drogenanbaus eine „Erpressung“gewisser allerhöchster
    Kreise war, dann ist auch das Verschweigen dieser – wohl eher scheinbaren – Wohltat
    der Taliban durch internationale Institutionen in größerem Maße der Notwendigkeit geschuldet, wer hier in welchem Umfang vom Drogenhandel abhängig war – und ist ?
    Es wurde geschrieben, daß die Re-investition der Drogenverkaufseinkünfte in das westliche
    weltweite Bankensystem zu diesem Zeitpunkt blutexistenziell notwendig war…
    5.
    Aus Sicht derTaliban wäre es dann ein mutiger, aber nicht unbedingt abseitiger politischer Poker gewesen, denn sie konnten doch davon ausgehen, daß ihre Gegner/Verhandlungspartner eines im Übermaß zur Verfügung haben würden…: Geld !
    6.
    Daher war die „unverschämte“ Forderung vermutlich nur ein Element der Spannungserhöhung – und die – unerwartete Heroin–Boykott Politik vermutlich nur ein
    Begleit-Auslöser – den man aber nicht kommunizieren konnte.
    Es geschah wohl auch zu spontan, um als wahrer Grund für jene sorgfältig geplante Mammut-Operation in Frage zu kommen, die uns unter dem Kürzel 9/11 wohl nie aufhören wird, zubeschäftigen…

    Antwort
    • Ist es nicht schlicht und einfach müßig – überflüssig – spitzfindig – über deren taktische Beweggründe Vermutungen anzustellen? Wozu? Unsere Rasse soll schlicht und ergreifend vernichtet werden. — Die Taliban sind religiös Beklatschte, wie die Hongweibing oder die Roten Khmer ideologisch Beklatschte waren (so man will, die Wiedertäufer auch…) – denen weise Überlegungen ökonomischer bzw. taktischer Art zu unterstellen, halte ich für daneben geraten.

      Antwort
  2. Horus,
    es ist schon eine Weile her, dass ich die Artikel gelesen habe und verstehe jetzt nicht worauf du hinaus willst. Du willst sagen, dass die Taliban nicht (rein) religiöse Gründe für ihr Handeln gehabt haben, sondern wirtschaftliche – wenn ich es richtig verstanden habe. Das hört sich vernünftig an, obwohl Afghanistan keine Diktatur war und die Staatsführung in ihrer Entscheidungsfreiheit Regeln unterworfen gewesen sein mag, die uns fremd sind. Verändert die Art der Motivation der Taliban etwas an der Aussage der Artikel oder unterstützt es diese?

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