Charlottesville und der durch die Polizei herbeigeführte Autocrash

Von Max Musson, übersetzt von Lucifex. Das Original Charlottesville and the Car Crash Policing of a Demonstration erschien am 17. August 2017 auf National Vanguard. [Anm. d. Ü.: man beachte im obigen Bild die leuchtenden Bremslichter.]

Stellen Sie sich einen Moment lang vor, daß Sie gerade an Ihrer ersten politischen Demonstration teilgenommen haben, einer Demonstration, die als friedliche Veranstaltung angekündigt worden ist, die aber in gewalttätigem Tumult endete. Stellen Sie sich eine Szene vor, in der Sie sich am angegebenen Ort mit ihren Mitdemonstranten formieren und sich plötzlich von Gegendemonstranten angegriffen sehen, die Kampfausrüstung tragen, Baseballschläger und Metallstangen schwingen und mit Pfefferspray bewaffnet sind. Schlimmer noch, Sie werden Zeuge, wie einer Ihrer Mitdemonstranten zum Opfer eines Säureangriffs wird, bei dem eine ätzende Flüssigkeit in seine Augen gespritzt wird und er mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht wird.

Statt Ihre Gruppe zu verteidigen, treibt die bewaffnete und schwer gepanzerte Polizei Sie aus der relativen Sicherheit des Parks, in dem Ihnen zu demonstrieren erlaubt worden war, und zwingt Sie zum Spießrutenlauf durch die gewalttätigen Antifa-Gegendemonstranten. Sie werden ein paarmal geschlagen und getreten und schaffen es, dem Pfefferspray auszuweichen, aber Sie sehen, wie viele Ihrer Mitdemonstranten Direkttreffer von Steinen und Flaschen erhalten, die vom Mob geschleudert werden.

Sie sind kein erfahrener Demonstrant, und daher beschließen Sie, sich von den anderen zu trennen, und bei der ersten Gelegenheit lösen Sie sich von der Demonstration und rennen so schnell Sie können dorthin, wo Sie Ihr Auto geparkt haben. Einige Antifanten sehen Sie und rennen Ihnen nach, während sie ihre Genossen herbeirufen, um Ihre Ausfahrt zu blockieren. Es gelingt Ihnen, vorerst zu entkommen, aber ein bewaffneter Antifa-Mob rennt immer noch hinter Ihnen her, und unglücklicherweise biegen Sie in eine überfüllte Straße, die voller Antifa ist.

Sie bremsen momentan, aber der Antifa-Mob ist nicht weit hinter Ihnen, und Flaschen und Steine beginnen auf Ihrem Auto zu landen, der Mob ruft seinen Genossen weiter unten an der Straße zu, die Reihen zu schließen und Ihren Rückzugsweg zu blockieren, und während Sie vorwärts fahren und verzweifelt nach einem Ausweg suchen schlägt ein Individuum vom Gehsteig her gegen das Heck Ihres Autos, und weitere Geschosse beginnen von der Karosserie abzuprallen.

Sie können keinen Ausweg erkennen. Sie sitzen in einer Straße in der Falle, mit einem bewaffneten und gewalttätigen Antifa-Mob vor Ihnen und einem bewaffneten und gewalttätigen Antifa-Mob hinter Ihnen. Sie kläffen nach Ihrem Blut, und Sie wissen, daß sie, falls Sie anhalten, Ihr Auto kaputtmachen und Sie wahrscheinlich herauszerren und schlimm schlagen werden – sie werden Sie wahrscheinlich mit Pfefferspray besprühen, Ihnen möglicherweise Säure ins Gesicht schütten – und Sie möglicherweise totschlagen werden. Was würden Sie in dieser Situation tun?

Glücklicherweise werden die meisten von uns sich niemals in solch einer Notlage wiederfinden, wo wir nur Sekunden haben, um eine Entscheidung um Leben oder Tod zu treffen, aber James Fields war nicht so glücklich, und am vergangenen Samstag versuchte er, die Autos wegzuschieben, die seinen Ausweg blockierten, und schob dabei unabsichtlich jene Autos in weitere Antifa-Demonstranten dahinter.

Der Mob war dann überall um sein Auto, kletterte auf das Heck und schlug seine Autofenster mit ihren Knüppeln ein. Immer noch in Panik, hieb James Fields den Rückwärtsgang ein und reversierte mit hoher Geschwindigkeit die Straße zurück hinauf und schaffte es endlich, dem Mob zu entkommen, aber erst nachdem er viele verletzt und den Tod einer jungen Frau verursacht hatte, die neben der Straße an Herzversagen starb.

Es ist unklar, ob James Fields sich selbst der Polizei gestellt hat oder ob er von ihr verhaftet wurde, aber laut Colonel Martin Kumer, dem Superintendenten des Regionalgefängnisses von Albemarle-Charlottesville, ist Fields „wegen Mordes mit bedingtem Vorsatz, wegen dreier Fälle von vorsätzlicher Körperverletzung und weil er bei einem Unfall mit Todesfolge nicht angehalten hatte, angeklagt worden.“

Dies war der Vorfall, über den der republikanische Senator Marco Rubio twitterte, daß es wichtig sei, ihn als „Terroranschlag weißer Suprematen“ zu bezeichnen, wo es klarerweise nichts Derartiges war, wenn man alle Faktoren berücksichtigt, die an diesem Tag im Spiel waren. Wie man erwarten würde, haben die veröffentlichten Reaktionen aller öffentlichen Amtsträger und gewählten Politiker Marco Rubios eindeutig politisch motivierte Beurteilung wiedergegeben. Das heißt, alle gewählten Politiker außer einem, da Präsident Trump allein die Weisheit gehabt hat zu erkennen, daß es bei den meisten Geschichten zwei Seiten gibt, und die von beiden Seiten begangenen Gewalttaten verurteilt hat.

Was hat mich also zu der von mir oben beschriebenen Rekonstruktion geführt?

Wenn wir den folgenden Videoclip (Clip 1) genau betrachten, so beginnt er mit dem Geräusch eines Einschlags, und das von James Fields gefahrene Auto beschleunigt dann den Hügel hinab. Es laufen bereits Antifanten hinter ihm her und rufen den anderen weiter unten etwas zu. Der Einschlag war wahrscheinlich eine Flasche, die das Heck des Autos traf, oder einer aus dem Antifa-Mob, der mit einer Art Knüppel gegen das Auto schlug.

Als Fields sich der Antifa-Meute vor ihm nähert, setzt er seine Bremsen ein, wie auf dem Standbild am Anfang dieses Artikels zu sehen ist.

Hätte Fields beabsichtigt, so viel Schaden wie möglich anzurichten, wäre es seine Absicht gewesen, Menschen zu töten, so hätte er nicht gebremst, aber er tat das, um es den Antifas zu ermöglichen, ihm auszuweichen.

Auf Fields‘ Auto wird dann von hinten eingeschlagen, wie das zweite Standbild oben zeigt, und in Clip 1 oben können wir die Geräusche weiterer Einschläge hören, bevor Fields in das Heck des silbergrauen Cabrios und des Minibusses vor ihm beschleunigt.

Entscheidend ist, daß, obwohl mehrere Menschen von Fields‘ Auto angestoßen und von ihren Füßen geworfen wurden, niemand zwischen Fields‘ Auto und dem silbergrauen Cabrio zerquetscht wurde. Fields bremste gerade lange genug, daß die Leute vor seinem Auto wegkonnten, bevor er die Autos wegschob, die ihn blockierten. Der folgende Videoclip (Clip 2) zeigt, daß niemand zwischen Fields‘ Auto und dem silbergrauen Cabrio zerquetscht wurde. Dies ist um 0:31 in diesem Video zu sehen.

Sofort nachdem die Autos nach dem Aufprall zum Stillstand kamen, trafen Antifa-Schläger ein, die Fields die Straße hinunter verfolgt hatten, und begannen die Fenster seines Autos einzuschlagen im Versuch, an ihn heranzukommen, wie der folgende Videoclip (Clip 3) zeigt.

Es ist behauptet worden, daß er über die Körper von Menschen reversierte, die er bereits überfahren hatte, aber das ist nicht so. Fields hat in Wirklichkeit niemanden überfahren. Clip 3 zeigt, daß keine Menschen verletzt hinter oder unter Fields‘ Auto liegen. Mehrere von seinem Auto umgestoßene Leute liegen an den Seiten, aber niemand direkt dahinter. Erst mit der Ankunft der gewalttätigen Antifa-Schläger haut Fields den Rückwärtsgang rein und reversiert mit hoher Geschwindigkeit die Straße zurück hinauf, wobei er einige seiner Angreifer verletzt.

All diese Beweise stützen meine Erläuterung der Ereignisse am Beginn dieses Artikels und widerlegen jede Absicht seitens Fields, Mord zu begehen.

Hätte Fields beabsichtigt, Menschen zu töten, dann hätte er auf dem ganzen Weg den Hügel hinunter weiter beschleunigt, er hätte nicht gebremst und er hätte mit seinem Auto auf Menschen gezielt und nicht auf Fahrzeuge. Stattdessen bremste er und zielte auf die Fahrzeuge im Versuch, sie aus dem Weg zu schieben, und als das nicht funktionierte, beschleunigte er rückwärts die Straße hinauf und floh vom Schauplatz. Jemand mit Mordabsicht, ein Terrorist, hätte wiederholt reversiert und wäre dann vorwärts in die Menge gefahren, wieder und wieder, um so viele Verletzungen und Todesfälle wie möglich zu verursachen, aber Fields tat das nicht, er versuchte meiner Ansicht nach einfach zu entkommen.

Die Verantwortung für das Chaos, das in Charlottesville stattfand, muß bei der Polizei liegen, die sich einem Gerichtsbefehl widersetzte, der die Demonstration von Unite the Right erlaubte, und die die Alt-Right-Demonstranten vorsätzlich zum Spießrutenlauf durch gewalttätige Antifa-Mobs zwang, die man unkontrolliert durch die Straßen von Charlottesville streifen ließ.

Als die Unite-the-Right-Demonstration zu einem Ende kam, würde es offenkundig einige einsame Demonstranten geben, die versuchen würden, sich auf den Heimweg zu machen, und die Wahrscheinlichkeit, daß jene einsamen Demonstranten auf einen der Antifa-Mobs stießen, war sehr hoch. Die Polizei brachte den jungen James Fields in eine unangenehme Situation, in der er eine Entscheidung um Leben oder Tod treffen mußte und nur zwei Wahlmöglichkeiten hatte: zuzulassen, daß er von einem gewalttätigen Mob aus seinem Auto gezerrt und möglicherweise totgeschlagen wurde, oder sein Auto als Rammbock zu benutzen und zu versuchen, sich wie ein Bulldozer seinen Weg in die Sicherheit zu bahnen. Nachdem der menschliche Selbsterhaltungstrieb ist, was er ist, konnte es nur ein Ergebnis geben, und die Polizei muß nun die Schuld tragen. Ich glaube nicht, daß James Fields ein Mörder ist, und genauso wenig ist er ein Terrorist. Das Höchste, dessen er angeklagt werden sollte, ist fahrlässige Tötung, da es von seiner Seite offenkundig keine Tötungsabsicht gegeben hatte. Die Polizei ist jedoch eine ganz andere Sache, sie sollte der kriminellen Fahrlässigkeit angeklagt werden, weil sie Umstände schuf, in der ein tragischer Vorfall wie dieser wahrscheinlich passieren würde.

* * *

Originalquelle: Western Spring

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Siehe auch:

Das Altamont der Alt Right? von Greg Johnson

Reden wir über Missouri von Andrew Hamilton

Bericht eines „Normalos“ von der HoGeSa-Demo in Köln

Originalübersetzung hier

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4 Kommentare

  1. Vorab erstmal eine Leseempfehlung zu einem Artikel von Nils Wegner:

    https://sezession.de/57360/…-bringt-der-mittelweg-den-tod

    Darin wird unter anderem erwähnt, daß „Unite the Right“-Mitinitiator Tim „Baked Alaska“ Gionet derjenige war, der am Samstagmorgen mit Chlorbleiche attackiert wurde und schlimmstenfalls einen Teil seines Augenlichtes verlieren wird.

    Antwort
  2. Hat dies auf Die Morgenzeitung rebloggt.

    Antwort
    • Deine und Deiner Mitlecker von killerbee Haltung zu diesem hat durchaus etwas von einem Oberstudienrat, der sich von einer Domina privat die Glutäen mit einer Reitgerte abhärten läßt. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

      Antwort
  3. Auf Clip 2 ist zu sehen, wie jemand über den weißen PKW geschleudert wurde, als das Auto von Field aufschlug. Dieser wurde,wie es aussieht durch Field getroffen. Ob dies die getötete Frau ist oder eine andere Person geht daraus nicht hervor.
    Im Artikel wird erwähnt, dass die Frau an Herzversagen starb, es geht aber nicht daraus hervor, ob diese vorher verletzt oder schwer verletzt wurde und das Herzversagen eine Folge des Unfalls war.

    Antwort

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