Beihilfe zum Selbstmord

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Assisted Suicide” erschien am 18. Juni 2010 bei „Gates of Vienna”.

Thomas Friedman von The New York Times glaubt, daß der Grund für die islamische Radikalisierung der Türkei der ist, daß das Land noch keinen vollen Beitritt zur Europäischen Union errungen hat. In anderen Worten, er tadelt die Europäer dafür, daß sie nicht weiteren über 70 Millionen Moslems freien Zutritt zu ihren Ländern gewähren.

Mr. Friedman wird verbreitet als „Experte über den Nahen Osten” zitiert, trotz der Tatsache, daß die meisten der Behauptungen, die er im Laufe des letzten Jahrzehnts über die Region gemacht hat, nachweislich falsch gewesen sind.

Noch 2005 war Adolf Hitlers Mein Kampf an der Spitze der Bestsellerliste in der Türkei, übertroffen nur von einem Buch über einen türkischen Nationalhelden, der eine Atombombe in Washington D.C zündet, der Hauptstadt ihres NATO-„Verbündeten” USA. Und doch ist Mr. Friedman, ein amerikanischer Jude, darüber überhaupt nicht besorgt. Seine Hauptsorge ist, daß die Europäer gemein sind, weil sie nicht schnell genug kulturellen Selbstmord begehen.

Brief aus Istanbul: [Anm. d. Ü.: Zitat aus dem Artikel von Friedman]
Eine Reihe von Vakua, die in den letzten paar Jahren in der und um die Türkei entstanden sind, haben die islamistische Regierung der Türkei – geführt von Premierminister Recep Tayyip Erdogans Gerechtigkeits- und Fortschrittspartei – von ihrem Balancepunkt zwischen Ost und West weggezogen. Dies könnte enorme Implikationen haben. Die ausgleichende Rolle der Türkei ist einer der wichtigsten, stillen Stabilisatoren in der Weltpolitik gewesen. Man bemerkt es erst, wenn es nicht mehr da ist. In Istanbul zu sein, überzeugt mich davon, daß wir auf der Verliererstraße sein könnten, falls all diese Vakua auf die falsche Weise gefüllt werden.

Das erste Vakuum beschert uns die Europäische Union. Nach einem Jahrzehnt, in dem man den Türken gesagt hatte, daß sie ihre Gesetze, Wirtschaft, Minderheitenrechte und Beziehungen zwischen Zivilgesellschaft und Militär reformieren müßten, wenn sie die EU-Mitgliedschaft wollten – was die Regierung Erdogan systematisch getan hat –  hat die EU-Führung der Türkei nun gesagt: “Oh, Sie meinen, das hat Ihnen niemand gesagt? Wir sind ein Christenclub. Kein Zutritt für Moslems.” Die Zurückweisung der Türkei durch die EU, ein sehr schlechter Zug, ist ein Schlüsselfaktor dabei gewesen, die Türkei zu einer Annäherung an den Iran und die arabische Welt zu veranlassen.

Kommentare aus dem Originalstrang bei Gates of Vienna:

bewick:

Vor vielen Jahren habe ich türkische Zyprioten in London gesehen. Sie waren so ziemlich alle kriminell, auch wenn sie keinen Islam abgesondert haben. Jetzt würden sie das sicherlich tun.
Ich denke, Deutschland leidet besonders unter den Türken.
Friedman scheint nicht zu begreifen, daß eine EU-Mitgliedschaft die Fäulnis in der Türkei nicht stoppen wird. Er wird der EU nur weitere 70 Millionen potentielle Wohlfahrtsparasiten bescheren.
Unterm Strich: Wir brauchen sie nicht, also verpiss dich.

Gray Falcon:

„Seine Hauptsorge ist, daß die Europäer gemein sind, weil sie nicht schnell genug kulturellen Selbstmord begehen.“

Richtig, das klingt nach Friedman.

Zenster:

Das erste Vakuum beschert uns die Europäische Union. Nach einem Jahrzehnt, in dem man den Türken gesagt hatte, daß sie ihre Gesetze, Wirtschaft, Minderheitenrechte und Beziehungen zwischen Zivilgesellschaft und Militär reformieren müßten, wenn sie die EU-Mitgliedschaft wollten – was die Regierung Erdogan systematisch getan hat –  hat die EU-Führung der Türkei nun gesagt: Oh, Sie meinen, das hat Ihnen niemand gesagt? Wir sind ein Christenclub. Kein Zutritt für Moslems.”

Indem er diese bereits kaputte Linse als sein Hauptobjektiv benutzt, macht Thomas Friedman dann noch unschärfere Unterscheidungen. Europa ein „Christenclub“? Wo genau zur Hölle sind dann all diese Moslems hergekommen; sind sie einfach wie Pilze emporgeschossen? Was ist mit all der Unterstützung für die Hamas-Terroristen? Das ist gewiß keine vorübergehende Marotte.

Die Zurückweisung der Türkei durch die EU, ein sehr schlechter Zug, ist ein Schlüsselfaktor dabei gewesen, die Türkei zu einer Annäherung an den Iran und die arabische Welt zu veranlassen.

Als ob der nahezu reflexhafte Mechanismus der Selbstpolarisierung des Islams absolut nichts damit zu tun hätte.

Aber als die Türkei anfing, mehr nach Süden zu schauen, fand sie ein weiteres Vakuum: Keine Führung in der arabisch-moslemischen Welt.

Und noch einmal, wie genau ist das die Schuld des Westens? Abgesehen von der Tatsache, daß wir nicht nacheinander jeden einzelnen „starken Mann” und islamischen Tyrannen eliminiert haben, der die Führung übernommen hat, ist eine riesige Mehrheit der beschissenen moslemisch-nahöstlichen „Führung” das direkte Nebenprodukt des Islams selbst, mit wenig oder gar nichts sonst, dem man irgendeine Schuld anhängen könnte.

Leider ist es nicht, weil er eine Synthese aus Demokratie, Moderne und Islam propagiert, sondern weil er laut Israel wegen seiner Besatzun kritisiert und die Hamas lobt anstatt der verantwortungsvolleren Palästinenserbehörde in der West Bank, die tatsächlich die Fundamente eines Palästinenserstaates errichtet.

Noch eine Dosis kompletter und totaler Quatsch. Die „verantwortungsvollere Palästinenserbehörde“ ist so, als würde man sagen, „der sozial funktionellere Ted Bundy“ im Vergleich zum ungeschickten Jeffery Dhamer. Sie sind beide verdrehte und reuelose Serienmörder, zum Geier nochmal.

Gah!

ChrisLA:

Wenn man Friedmans ganzen Essay liest, ist er nicht so schlecht wie die Kurzfassung von GoV. Friedman ist besorgt, daß die Türkei sich zunehmend darauf konzentriert, der Arabischen Liga beizutreten statt der Europäischen Union. Die Unterstützung der Türkei für den Tanz mit der Mavi Marmara zeigt, daß sie danach streben, die gemeinsten Moslems im Viertel zu sein. Die Türkei könnte stattdessen ein Beispiel für progressive demokratische Regierung sein, aber sie ist es nicht. Das macht Friedman Sorgen, und mir auch.

rebelliousvanilla:

Fjordman, du bist ein kluger Mann. Warum liest du immer noch, was dieser Idiot schreibt? lol.

Ich frage mich, ob er diese Logik auf die Palästinenser und Israel anwendet – so in der Art, daß die Palästinenser die Juden nicht mögen, weil die Juden gemein sind und sie nicht annehmen.

Jedenfalls ist die letztendliche Wahrheit die, daß die Türkei in der EU nichts verloren hat. Und es kümmert mich nicht, wenn sie der Arabischen Liga beitritt. Das einzige Land, dem das schaden würde, ist der Weltpolizist – die Vereinigten Staaten. Wenn die Europäer Eier hätten, wäre es irrelevant, was die Türkei tut. Auch ist ‚progressive demokratische‘ Herrschaft das Problem.

bartholomewscross:

ChrisinLA schrieb:

Die Türkei könnte stattdessen ein Beispiel für progressive demokratische Regierung sein, aber sie ist es nicht.“

Also, nein, das ist sie nicht, und sie war es auch nie wirklich.

Hey, warum nicht Indonesien oder Malaysia? Oder Bangladesch? Ich bin sicher, daß sie dort genauso viele „progressive, demokratische“ Politiker haben wie in der Türkei – warum sollten sie nicht auch der EU beitreten dürfen?

Sie sind nicht europäisch.

Wolfman:

Was du nicht sagst?!

Ich finde es absolut überraschend, ja sogar schockierend, daß ein jüdischer Autor in der NYT die Zerstörung der weißen europäischen Nationen durch Einwanderung von Mohammedanern befürworten sollte.

Wolfman:

Ich meine: das ist doch überhaupt nicht in jüdischem Interesse, oder?

 

Leseempfehlungen dazu:

Wirklich Selbstmord? von Tanstaafl

Die jüdischen Ursprünge der Bewegung für offene Grenzen von Andrew Joyce

„Die Islamisierung Europas – eine gute Sache“ von Kobi Nahshoni

Stimmen unserer „Freunde“ von Deep Roots

„Aber die Juden sind doch die Feinde der Moslems?“ von Deep Roots

 

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