Agobard von Lyon und die Ursprünge der feindlichen Elite

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Agobard of Lyon and The Origins of the Hostile Elite erschien am 2. November 2017 auf The Occidental Observer. (Link zum Sebastian-Kurz-Zitat am Schluß vom Übersetzer eingefügt.)

Als Teil der Einführung zu meinem in Kürze erscheinenden Essay-Sammelband Talmud and Taboo habe ich eine Übersicht über entscheidende Entwicklungen in der historischen Beziehung zwischen Juden und Europäern eingefügt. Im Laufe dieser Übersicht hebe ich die historische Unterdrückung europäischer Reaktionen auf jüdisches Gruppenverhalten hervor, ein wichtiger und beständiger Aspekt jüdisch-europäischer Interaktionen. Diese Unterdrückung, dieses Tabu, als Ding an sich, wird tendenziell weniger erforscht und verstanden, verglichen mit der Aufmerksamkeit, die offenkundigeren Manifestationen des jüdischen Einflusses gewidmet wird (z. B. durchsetzungskräftiges Handeln bei der Beeinflussung der Einwanderungskontrolle), aber ihre Betrachtung ist entscheidend für ein vollständiges Verständnis von Juden als eine feindliche Elite. Eine funktionierende theoretische Definition dessen, was mit „Juden als feindliche Elite“ gemeint ist, ist natürlich ebenfalls notwendig und wird hier nicht nur als die Bedeutung angenommen, daß Juden historisch gegen die Interessen der europäischen Massen standen bzw. diesen feindlich gewesen sind, sondern auch, daß Juden direkten Zugang zu politischer Macht oder bedeutenden Einfluß auf europäische Eliten, die welche besaßen, gehabt haben. Während ich die Einführung zu Talmud and Taboo schrieb, befaßte ich mich vorrangig mit den Ursprüngen des jüdischen Erwerbs dieser Macht oder dieses Einflusses in Europa, mit der Art ihres Ausdrucks und mit ihrer Evolution im Laufe von Jahrhunderten. Aufgrund von Platzbeschränkungen in der Einführung zu Talmud and Taboo möchte ich hier die Gelegenheit ergreifen, auf ein solches Beispiel näher einzugehen.

Bis dato ist unser bestes Verständnis moderner jüdischer politischer Strategien im Kontext des „Tabus“ in Kapitel 6 von Kevin MacDonalds Separation and Its Discontents: Toward an Evolutionary Theory of Anti-Semitism mit dem Titel Jewish Strategies for Combatting Anti-Semitism zu finden. Ein Abschnitt befaßt sich mit „Politischen Strategien zur Minimierung des Antisemitismus“. MacDonald merkt an, daß Juden flexible Strategen in der politischen Arena gewesen sind, unterstützt durch einen IQ, der beträchtlich über dem kaukasischen Mittel liegt, und argumentiert, daß die Grundlagen für den jüdischen Einfluß Reichtum, Bildung und gesellschaftlicher Status gewesen sind.[1] Heute setzen Juden diesen Einfluß ein, um eine negative Diskussion über ihre Gruppe zu unterdrücken, und zeitweise zur Unterdrückung überhaupt jeglicher Diskussion über Juden. MacDonald zeigt auf, daß dies normalerweise mittels umfangreicher gemeinschaftlicher Unterstützung für „Selbstverteidigungskomitees“ getan wird, die ein Merkmal jeder Diaspora-Population sind. Diese Komitees betreiben immer Lobbyarbeit bei Regierungen, nützen und beeinflussen Rechtssysteme, produzieren pro-jüdische und pro-multikulturelle Propaganda und finanzieren pro-jüdische Kandidaten oder Initiativen. Eine weitere ihrer lebenswichtigen Funktionen ist es gewesen, „Antisemiten“ zu überwachen und aufzudecken und Rechtssysteme zu benutzen, um individuelle Bestrafungen zu verlangen, womit sie ein Exempel an Individuen statuieren und dadurch eine abschreckende Atmosphäre für den Rest der Bevölkerung erzeugen.

Es erübrigt sich fast zu sagen, daß Juden in der Neuzeit sehr erfolgreich darin gewesen sind, Antisemitismus zu einem anrüchigen und widerwärtigen Unterfangen zu machen. Vielleicht mehr als jedes andere Beschämungsmittel können Vorwürfe wegen Antisemitismus sozial und beruflich verheerend sein. Akademische Studien, die argumentieren, daß Antisemitismus eine rationale und verständliche Grundlage hat, wie MacDonalds Werk, werden in einer unaufhörlichen Bemühung zur Aufrechterhaltung der jüdischen Kontrolle über Narrative betreffend ihre Gruppe und zur Abwendung von Feindlichkeit ihr gegenüber überwacht und aus dem wissenschaftlichen Diskurs ausgeschlossen. Eine grundlegende Idee, die die Schaffung dieses modernsten Tabus untermauert, ist, daß Antisemitismus ein persönlicher Makel ist, der auf eine psychiatrische Störung hindeutet und eine soziale Verirrung ist, wie von den Schriften der  Frankfurter Schule für Sozialforschung verkörpert. Trotzdem sie eine fast monolithische Position im öffentlichen Denken der meisten europäischen Populationen erlangt haben, ist es besonders bemerkenswert, daß solche Konzeptionalisierungen des Antisemitismus als irrationale und unerklärliche Form von psychosozialer Krankheit extrem jungen Datums sind und erst in den letzten sechzig Jahren von einer Gruppe jüdischer Intellektueller entwickelt wurden – besonders von jenen am Nexus von Psychoanalyse und Frankfurter Schule.

Diese Umdeutung des europäischen Verständnisses des Antisemitismus ist nicht nur am jüdischen Einfluß in der akademischen Welt, in den Medien und in der Entwicklung der Gesellschaftspolitik gelegen, sondern auch an einer allgemeinen Unwissenheit unter Europäern über die historischen Erfahrungen ihrer Vorfahren. Europäer können mit der Frage des jüdischen Einflusses nicht klarkommen, indem sie rein dessen zeitgenössische Manifestationen konfrontieren – sie müssen sich mit den Erfahrungen ihrer Vorfahren befassen und verstehen, wie und warum sie Juden als feindliche Elite betrachteten.

All diese Betrachtungen führten mich zu einer Frage: wann und wie hat diese „feindliche Elite“ begonnen? Obwohl jüdischer Einfluß während des Bestehens des Römischen Reiches bemerkt wurde, schloß ich diesen Zeitraum aus einer Anzahl von Gründen aus meinen Überlegungen aus. Der erste war, daß ich eine enge zusammenhangliche Nähe zu gegenwärtigen Bedingungen wollte; in anderen Worten, als absolutes Minimum hielt ich es für notwendig, daß ich ein frühes Beispiel für jüdischen Einfluß finden sollte, das dennoch genug Merkmale der modernen Erfahrung widerspiegelt, um im Vergleich in breitem Sinne gültig zu sein. Trotz einer Ausbreitung von Auslandsjudengemeinden während des Römischen Reiches, oder zumindest bis zur Plünderung Jerusalems durch Titus 70 n. Chr., konnten Juden als vorwiegend nationales Volk statt als Diaspora betrachtet werden. Man könnte somit argumentieren, daß die Beziehungen zwischen dem Römischen Reich und jüdischen Populationen auf einer gewissen Ebene im Rahmen der traditionellen Diplomatie und Machtbeziehungen verstanden werden könnten.

Erst nach Roms Zerstörung des Zweiten Jüdischen Gemeinwesens im Ersten Jahrhundert führte die Exilperiode bedeutend neuartige Formen jüdischer politischer Aktivität herbei. Diese politischen Aktivitäten wurden auch einheitlich, wobei Amichai Cohen und Stuart Cohen über die neue Diaspora bemerken: „Ungeachtet Variationen, die von großen Unterschieden der Örtlichkeit und Situation diktiert wurden, entwickelten und verfeinerten alle jüdischen Gemeinschaften eine bemerkenswert ähnliche Reihe breiter [politischer] Strategien.“[2] Der zweite Grund hängt mit dem ersten in dem Sinne zusammen, daß diese jüdischen politischen Strategien in einem breiten geographischen Gebiet Europas präsent sein mußten. Diese Breite der geographischen Verteilung und die nachfolgende Ausweitung der jüdischen Interaktionen mit europäischen Populationen fanden erst nach dem Fall des Römischen Reiches statt. Ein dritter und letzter Grund für die Weglassung des Zeitraums des Römischen Reiches war, daß meine Vorbedingung der engen zusammenhanglichen Nähe erforderte, daß die Nationalstaaten von heute, zumindest in ihrer prototypischen Form, in breitem Sinne erkennbar sein sollten. Und schließlich sind die Juden des westgotischen Spanien, wenngleich reich, mächtig und unglaublich feindselig, unberücksichtigt geblieben, weil es ihnen nicht gelungen war, eine Beziehung zu den westgotischen Eliten herzustellen. Dies hat in höchst beachtenswerter Weise dazu geführt, daß die Juden eine Austausch-Elite unterstützt hatten – moslemische Invasoren.[3]

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White Man’s Burden

Von Ari Shavit, übersetzt von Deep Roots Das Original White Man’s Burden erschien am 4. März 2003 in der Online-Ausgabe der israelischen Zeitung Haaretz. (Übersetzung hier gefunden)

 

Der Krieg im Irak wurde von 25 neokonservativen Intellektuellen ersonnen, die meisten davon Juden, die Präsident Bush dazu drängten, den Lauf der Geschichte zu verändern. Zwei von ihnen, die Journalisten William Kristol und Charles Krauthammer, sagen, daß dies möglich ist. Aber ein weiterer Journalist, Thomas Friedman (nicht Teil der Gruppe) ist skeptisch.

  1. Die Doktrin:

WASHINGTON – Am Ende seiner zweiten Woche sah der Krieg zur Befreiung des Irak nicht gut aus. Nicht einmal in Washington. Die Annahme eines schnellen Zusammenbruchs des Regimes von Saddam Hussein war selber zusammengebrochen. Die Vorannahme, daß die irakische Diktatur zerbröseln würde, sobald das mächtige Amerika ins Land eindrang, stellte sich als unbegründet heraus. Die Schiiten erhoben sich nicht, die Sunnis kämpften heftig. Die irakische Guerrillakriegführung fand die amerikanischen Generäle unvorbereitet vor und gefährdete ihre überdehnten Nachschublinien. Dennoch unterstützten 70 % des amerikanischen Volkes weiterhin den Krieg; 60 % dachten, daß der Sieg sicher war; 74 % drückten Vertrauen in Präsident George W. Bush aus.

Washington ist eine kleine Stadt. Es ist ein Ort mit menschlichen Dimensionen. Eine Art Kleinstadt, die zufällig ein Imperium führt. Eine Kleinstadt aus Regierungsbeamten und Kongressmitgliedern, aus Personal von Forschungsinstituten und aus Journalisten, die einander alle recht gut kennen. Jeder intrigiert fleißig gegen alle anderen; und jeder tratscht über alle anderen.

Im Laufe des vergangenen Jahres ist ein neuer Glaube in der Stadt entstanden: der Glaube an den Krieg gegen den Irak. Dieser inbrünstige Glaube wurde von einer kleinen Gruppe von 25 oder 30 Neokonservativen verbreitet, fast alle von ihnen Juden, fast alle von ihnen Intellektuelle (eine auszugsweise Liste: Richard Perle, Paul Wolfowitz, Douglas Feith, William Kristol, Eliot Abrams, Charles Krauthammer), Leute, die miteinander befreundet sind und einander fördern und die davon überzeugt sind, daß politische Ideen eine bedeutende Triebkraft der Geschichte sind. Sie glauben, daß die richtige politische Idee eine Fusion von Moral und Macht, von Menschenrechten und Entschlossenheit mit sich bringt. Die philosophische Untermauerung der Washingtoner Neokonservativen sind die Schriften von Machiavelli, Hobbes und Edmund Burke. Sie bewundern auch Winston Churchill und die von Ronald Reagan verfolgte Politik. Sie tendieren dazu, die Realität in Begriffen des Scheiterns der 1930er (München) versus den Erfolg der 1980er (dem Fall der Berliner Mauere) zu lesen.

Irren sie sich? Haben sie einen Akt der Torheit begangen, indem sie Washington nach Bagdad führten? Sie glauben das nicht. Sie klammern sich weiter an ihren Glauben. Sie tun immer noch so, als sei alles mehr oder weniger in Ordnung. Daß alles klappen wird. Gelegentlich scheinen sie jedoch in kalten Schweiß auszubrechen. Dies ist nicht länger eine akademische Übung, sagt einer von ihnen, wir sind verantwortlich für das, was passiert. Die Ideen, die wir vorgebracht haben, wirken sich jetzt auf das Leben von Millionen Menschen aus. Es gibt also Momente, wo man Angst hat. Man sagt: „Zur Hölle, wir sind gekommen, um zu helfen, aber vielleicht haben wir einen Fehler gemacht.”

  1. William Kristol:

Bill Kristol

Hat Amerika mehr in den Mund genommen, als es kauen kann? Bill Kristol sagt, nein. Sicher, die Presse ist sehr negativ, aber wenn man die Fakten vor Ort untersucht, sieht man, daß es keinen Terrorismus gibt, keine Massenvernichtung, keine Angriffe gegen Israel. Die Ölfelder im Süden sind gerettet worden, die Kontrolle über den Luftraum ist erreicht worden, amerikanische Truppen stehen 50 Meilen vor Bagdad. Selbst wenn also hier und da Fehler gemacht wurden, sind sie nicht schwerwiegend. Amerika ist groß genug, um damit fertig zu werden. Kristol hat nicht den leisesten Zweifel, daß General Tommy Franks schließlich seine Ziele erreichen wird. Die 4th Cavalry Division wird sich dem Kampfgetümmel bald anschließen, und eine weitere Division ist aus Texas unterwegs. Es ist also möglich, daß es statt eines eleganten Krieges mit 60 Getöteten in zwei Wochen eine weniger elegante Angelegenheit mit tausend Getöteten in zwei Monaten werden wird, aber dennoch hat Bill Kristol überhaupt keinen Zweifel, daß der Krieg zur Befreiung des Irak ein gerechter Krieg ist, ein obligatorischer Krieg.

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Thomas Friedman, der Einwanderungsfanatiker

Thomas Friedman

Ein Artikel von Dennis Mangan, dessen Original am 21. März 2010 bei „Mangan’s Adventures in Reaction“ erschienen ist (mit interessanten Kommentaren von Fjordman!):

http://mangans.blogspot.com/2010/03/thomas-friedman-immigration-fanatic.html

Der prominente NYT-Kolumnist Thomas Friedman schreibt eine Lobrede auf den Rassenaustausch: America’s Real Dream Team. Fast jedes Klischee und jede Platitüde pro-Einwanderung hat hier einen Auftritt, zusammen mit seiner Imitation eines enthusiastischen Hündchens, das sich praktisch naßmacht vor Begeisterung darüber, wie klug die Einwanderer und ihre Kinder im Vergleich mit uns hoffnungslosen Rednecks sind:

O.K. All diese jungen Leute sind amerikanische High-School-Schüler. Sie stellten die Mehrheit der 40 Finalisten bei der Intel Science Talent Search 2010,die über einen nationalen Wettbewerb die besten High-School-Schüler in Mathematik und Wissenschaften in Amerika ermittelt und auszeichnet, basierend auf ihren Lösungen wissenschaftlicher Probleme. Das Preisverleihungsdinner fand am Dienstag statt, und wie man aus der obigen Liste ersehen kann, stammen die meisten Finalisten aus Einwandererfamilien, großteils aus Asien.

In der Tat, wenn Sie noch immer nicht von den Vorteilen der Einwanderung überzeugt sind, kommen Sie einfach zu den Finalbewerben des Intel-Science-Bewerbs. Ich bin ein fanatischer Befürworter der Einwanderung. Ich denke, daß die Erhaltung eines ständigen Zustroms legaler Einwanderer in unser Land — ob sie nun einen blauen Kragen tragen oder Labormäntel — der Schlüssel dafür ist, unseren Vorsprung vor China zu bewahren. Denn wenn man all diese energischen, ehrgeizigen Leute mit einem demokratischen System und freien Märkten mischt, dann passiert etwas Magisches. Wenn wir hoffen, diese Magie zu bewahren, dann brauchen wir eine Einwanderungsreform, die garantiert, daß wir immer, in geordneter Weise, die erste Wahl unter den Ehrgeizigen und Intellektuellen der Welt anziehen werden.

Friedman kann sich kaum im Zaum halten wegen seiner Entdeckung, daß so wenige angelsächsische Namen unter den Geehrten der Intel Science Talent Search sind. Bequemerweise übersieht er auch die Tatsache, daß die Gruppe, deren Mitglieder in den letzten paar Jahrzehnten die große Mehrheit der Einwanderer ausgemacht haben – die Hispanics – auch niemanden unter den Geehrten haben. Eine kleine Fliege in Friedmans Suppe: der Gewinner scheint ein “weißer Nicht-Hispanic” zu sein, wie man uns jetzt nennt.

Für Friedman und seinesgleichen reduziert sich alles auf “Konkurrenzfähigkeit”, und die Notwendigkeit, immer mehr Menschen zu importieren, ist „der Schlüssel dazu, unseren Vorsprung vor China zu bewahren.“ Ich frage mich, ob er jemals darüber nachgedacht hat, daß die Vereinigten Staaten während ihrer ganzen Existenz immer “China voraus” waren und daß es erst in den letzten Jahren ein entferntes Risiko gegeben hat, daß wir zurückfallen könnten. Ganz klar hat während der letzten Generation oder so irgendetwas von unseren politischen Maßnahmen und Praktiken genug Verfall der amerikanischen Stärke verursacht, daß wir uns jetzt darum sorgen müssen, von China überholt zu werden. Diese politischen Maßnahmen und Praktiken sind jene, von denen Friedman am begeistertsten ist: Einwanderung, Invasion und Insolvenz.

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Beihilfe zum Selbstmord

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Assisted Suicide” erschien am 18. Juni 2010 bei „Gates of Vienna”.

Thomas Friedman von The New York Times glaubt, daß der Grund für die islamische Radikalisierung der Türkei der ist, daß das Land noch keinen vollen Beitritt zur Europäischen Union errungen hat. In anderen Worten, er tadelt die Europäer dafür, daß sie nicht weiteren über 70 Millionen Moslems freien Zutritt zu ihren Ländern gewähren.

Mr. Friedman wird verbreitet als „Experte über den Nahen Osten” zitiert, trotz der Tatsache, daß die meisten der Behauptungen, die er im Laufe des letzten Jahrzehnts über die Region gemacht hat, nachweislich falsch gewesen sind.

Noch 2005 war Adolf Hitlers Mein Kampf an der Spitze der Bestsellerliste in der Türkei, übertroffen nur von einem Buch über einen türkischen Nationalhelden, der eine Atombombe in Washington D.C zündet, der Hauptstadt ihres NATO-„Verbündeten” USA. Und doch ist Mr. Friedman, ein amerikanischer Jude, darüber überhaupt nicht besorgt. Seine Hauptsorge ist, daß die Europäer gemein sind, weil sie nicht schnell genug kulturellen Selbstmord begehen.

Brief aus Istanbul: [Anm. d. Ü.: Zitat aus dem Artikel von Friedman]
Eine Reihe von Vakua, die in den letzten paar Jahren in der und um die Türkei entstanden sind, haben die islamistische Regierung der Türkei – geführt von Premierminister Recep Tayyip Erdogans Gerechtigkeits- und Fortschrittspartei – von ihrem Balancepunkt zwischen Ost und West weggezogen. Dies könnte enorme Implikationen haben. Die ausgleichende Rolle der Türkei ist einer der wichtigsten, stillen Stabilisatoren in der Weltpolitik gewesen. Man bemerkt es erst, wenn es nicht mehr da ist. In Istanbul zu sein, überzeugt mich davon, daß wir auf der Verliererstraße sein könnten, falls all diese Vakua auf die falsche Weise gefüllt werden.

Das erste Vakuum beschert uns die Europäische Union. Nach einem Jahrzehnt, in dem man den Türken gesagt hatte, daß sie ihre Gesetze, Wirtschaft, Minderheitenrechte und Beziehungen zwischen Zivilgesellschaft und Militär reformieren müßten, wenn sie die EU-Mitgliedschaft wollten – was die Regierung Erdogan systematisch getan hat –  hat die EU-Führung der Türkei nun gesagt: “Oh, Sie meinen, das hat Ihnen niemand gesagt? Wir sind ein Christenclub. Kein Zutritt für Moslems.” Die Zurückweisung der Türkei durch die EU, ein sehr schlechter Zug, ist ein Schlüsselfaktor dabei gewesen, die Türkei zu einer Annäherung an den Iran und die arabische Welt zu veranlassen.

Kommentare aus dem Originalstrang bei Gates of Vienna:

bewick:

Vor vielen Jahren habe ich türkische Zyprioten in London gesehen. Sie waren so ziemlich alle kriminell, auch wenn sie keinen Islam abgesondert haben. Jetzt würden sie das sicherlich tun.
Ich denke, Deutschland leidet besonders unter den Türken.
Friedman scheint nicht zu begreifen, daß eine EU-Mitgliedschaft die Fäulnis in der Türkei nicht stoppen wird. Er wird der EU nur weitere 70 Millionen potentielle Wohlfahrtsparasiten bescheren.
Unterm Strich: Wir brauchen sie nicht, also verpiss dich.

Gray Falcon:

„Seine Hauptsorge ist, daß die Europäer gemein sind, weil sie nicht schnell genug kulturellen Selbstmord begehen.“

Richtig, das klingt nach Friedman.

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Verteidigungsschießen: Konfrontationen auf extrem kurze Entfernungen

Von Dipl.-Ing. Manfred Ertl, aus „Internationales Waffen-Magazin“ 6/7-1997. Online-Quelle hier.

Konfrontationen auf extrem kurze Entfernungen stellen eine besondere Herausforderung beim Einsatz der Gebrauchswaffe dar. Dem muß durch entsprechende Techniken Rechnung getragen werden. Die Möglichkeit, körperliche Angriffe abwehren zu können, die eigene Waffe dem gegnerischen Zugriff zu entziehen, der Umgang mit extrem kurzen Reaktionszeiten und die optimale Nutzung von Deckungen sind dafür entscheidend.

Schußwechsel auf extrem kurze Entfernungen gehören zu den gefährlichsten Situationen, die in einer bewaffneten Konfrontation auftreten können. Unter extrem kurzen Entfernungen versteht man Distanzen, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die Beteiligten sich entweder bereits berühren können oder es einem der Kontrahenten möglich ist, einen solchen Abstand durch einen einzigen Schritt herzustellen.

In solchen Situationen besteht vor allem die Gefahr, daß es zur unmittelbaren körperlichen Auseinandersetzung kommt, deren Ausgang kaum vorhersehbar ist. Haben die Kontrahenten erst einmal Körperkontakt hergestellt, kann es leicht passieren, daß sich aus einer ergriffenen und festgehaltenen Waffe ein Schuß löst, der in seiner Richtung schwer beeinflußt werden kann. Außerdem besteht immer die Gefahr, daß einem die eigene Waffe vom Gegner entrissen und man dann selbst mit ihr bedroht wird.

Andere Problembereiche dieses Konfrontationstyps liegen daran, daß die verbleibenden Reaktionszeiten extrem kurz werden und daß man auf Grund des geringen Abstands zum Gegner häufig keine Gelegenheit mehr hat, einen Standardanschlag mit der Waffe einzunehmen. In ernstzunehmenden Combatkursen wird daher die Grundregel, solche Situationen zu vermeiden, und die Vorgehensweisen, wie man das tut, zum taktischen Standardrepertoire gehören. Häufig ist eine solche Regel zwar anders formuliert, wie z. B. „Maximiere die Entfernung zum Gegner und minimiere deine sichtbare Treff-Fläche“, im Grunde sagt ein solcher Verhaltensgrundsatz nichts anderes als „vermeide Konfrontationen auf extrem kurze Entfernungen.“

Im IWM-Spezialheft „Verteidigungsschießen II“ haben wir diese Problematik an verschiedenen Stellen unter den taktischen Grundprinzipien behandelt. Die Wahl der Bewegungslinie bei der weiten Kurventechnik, eine zweckmäßige Deckungswahl vor der eigentlichen Konfrontation oder die Maßnahmen zur Verhinderung der Unterschreitung der kritischen Entfernung durch den Gegner sind Beispiele dafür.

Wenn man diese Regeln konsequent anwendet, wird man in vielen Fällen das Eintreten einer Situation, in der man sich plötzlich mit einem Gegner auf eine Entfernung von ein bis zwei Metern konfrontiert sieht, vermeiden können. Aber es gibt auch Situationen, in denen man es nicht vermeiden kann.

Dabei sollen hier die Situationen, in denen man von einem Angriff auf kurze Entfernung überrascht wird, nicht im Mittelpunkt stehen, da diese Problematik schon an anderer Stelle behandelt wurde. Selbst wenn man die Waffe bereits gezogen hat und sich in einer laufenden Konfrontation befindet, kann man es doch nicht immer vermeiden, daß zumindest die Gefahr besteht, daß man mit dem Gegner auf Tuchfühlung gerät. Vor allem beim Vorgehen innerhalb von Gebäuden oder unter anderen räumlich beengten Verhältnissen muß man sich oft Hindernissen, Ecken, Türen und anderen Objekten annähern, hinter denen sich ein Gegner verbergen und dann überraschend auftauchen kann. In solchen Situationen kommt es darauf an, Techniken und Taktiken anzuwenden, die das eigene Risiko möglichst gering halten.

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„Aye“ oder „Nay“? Town Meetings in Strafford

Auf dem Pult liegen Anträge, Bilanzen und Berichte – und der Hammer für die Verkündigung der Beschlüsse. Die Holzbänke im Saal der Stadthalle von Strafford sind bereits gut besetzt. Die Versammlungsteilnehmer erwartet eine umfangreiche Tagesordnung.

Von Gerhard Waldherr, ursprünglich erschienen in „National Geographic“, Collector’s Edition No. 10 „Neuengland“. (Online-Quelle hier)

„Aye“ oder „Nay“?

Einmal im Jahr stimmen die Einwohner von Strafford bei einem town meeting über die Geschicke ihrer kleinen Stadt ab. Im Bundesstaat Vermont hat sich diese traditionelle Form der lokalen Demokratie bis heute erhalten.

Heute sitzt sie zum letzten Mal am Tisch auf dem Podium, die zierliche Dame mit dem schmalen Gesicht. Ein bißchen verlegen dreht sie ihren grünen Kaffeebecher zwischen den knochigen Fingern, fährt sich durch das graue Haar. So kennen sie ihre „Kaye“. Sieht ständig aus, als würde sie von ihrer Strickjacke verschluckt. Die Tischkante reicht ihr fast bis zum Kinn.

Sechs Jahre amtierte Kathleen L. Campbell, vor ihrer Pensionierung Lehrerin und Bibliothekarin, als selectman von Strafford. Sechs Jahre lang traf sie sich einmal die Woche mit ihren beiden Kollegen im Büro des town clerk, wie der wichtigste Stadtadministrator heißt. Da wurde diskutiert, ab man einen neuen Gehsteig bauen oder das Geld doch lieber für etwas anderes ausgeben sollte, ob der Bauhof genügend Personal und Geräte hat und was mit dem Geld von Stiftungen passiert, das die Kommune verwaltet. Es ging um Änderungen im Flächennutzungsplan, um Vorschläge, Beschwerden, Anträge der Bürger, manchmal auch um deren private Nöte. Ein verantwortungsvoller, anstrengender Job. Nichts für alte Leute, sagt „Kaye“, und deshalb will sie nun auch nicht mehr kandidieren.

Stephen Willbanks sitzt neben der Frau, lächelt ihr zu, steht auf und kommt nach vorn ans Mikrofon. Stephen, mit Brille und Vollbart, ein ernster Mann, ist der Sprecher der drei selectmen, die für jeweils drei Jahre gewählt werden und ehrenamtlich arbeiten für 450 Dollar Aufwandsentschädigung im Jahr. Stephens Amtszeit läuft noch zwei Jahre. Er sagt: „Als ich nach Strafford kam, war „Kaye“ die erste Person, die ich näher kennenlernte, von ihr habe ich alles Wichtige erfahren.“ Die kleine Frau hinter ihm rutscht noch ein wenig tiefer in ihre Strickjacke. Und Stephen, der schon lange in Strafford lebt, erinnert sich: „Damals lief sie jeden Tag drei Stunden zu Fuß von ihrem Haus zur Schule und zurück, so standhaft und ausdauernd ist sie geblieben; wir lassen sie nur ungern gehen.“

Ein Glockenturm überragt die weiß getünchte Versammlungshalle von Strafford. Bis vor wenigen Jahrzehnten wurden in ihr noch Gottesdienste gefeiert. Heute ist sie Schauplatz rein weltlicher Diskussionen.

Es ist der 4. März 2008. Town meeting in Strafford, Vermont. Wie jeden ersten Dienstag im März. Etwa 150 Menschen sind ins town house gekommen, ein schlichtes weißes Gebäude mit spitzem Turm auf einem Hügel. Sie sitzen auf knarzenden Holzbänken zwischen drei gußeisernen Öfen, die mit Holzscheiten befeuert werden. Sie blättern in den Town Reports, einer 124 Seiten starken, in orangefarbene Pappe gebundenen Broschüre mit Bilanzen, Berichten und Kuriositäten aus dem abgelaufenen Finanzjahr. Heute werden sie über das Budget der Schule, 2,8 Millionen Dollar, beraten und abstimmen. Eine heftige Debatte haben sie schon hinter sich, es ging um die Straßen, denen der harte Winter schwer zugesetzt hat.

Teilnehmer studieren die Unterlagen. Town meetings sind ein Relikt aus Pionierzeiten, als entlegene Gemeinden sich selber verwalteten. Die Frau ganz rechts im Vordergrund ist vermutlich Kathleen „Kaye“ L. Campbell.

Strafford liegt zwischen Thetford und Tunbridge im sogenannten Upper Valley, unweit des Connecticut River. Eine Streusiedlung abseits der Highways. Die einzige Sehenswürdigkeit ist ein viktorianisches Haus, in dem einst der US-Senator Justin Smith Morrill gelebt hat. Strafford verliert sich zwischen Wald und Wiesen, hat 81 Meilen Straßen und 80 Brücken. Das ist viel für 1106 Einwohner, die deren Unterhalt und Reparatur selber finanzieren müssen. In Vermont sind die Kommunen, deren wichtigste Einnahmequelle die Haus- und Grundsteuer ist, überwiegend auf sich allein gestellt. Auch bei der Finanzierung des Schulbetriebs.

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Leben in alten Zeiten: Der Quartierer

Ausspeisung mit der Armensuppe. Gemälde von Albert Anker (1831-1910).

Von Gertraud Steiner, aus „Servus in Stadt & Land“ 11-2017.

Er war meist zerlumpt wie ein Bettler. Aber er besaß einen Heimatschein, ein Armutszeugnis oder Dienstbotenbüchl – und damit das Anrecht auf das täglich Brot und ein Dach über dem Kopf.

Das Mittelalter hatte die Armut noch als gottgefällig angesehen. Kein Reicher sollte in den Himmel kommen, der nicht für Arme und Kranke gesorgt hatte. Spitäler, Stiftungen, Bruderhäuser und Bruderschaften wurden geschaffen, um das menschliche Leid zu lindern. Doch Kriege, Naturgewalten, Brände und Hungerjahre ließen das Heer der Besitzlosen und Elenden immer mehr anwachsen.

Mit der Regierungszeit Maria Theresias und ihres Sohnes Joseph II. nahm sich erstmals der Staat der sozialen Frage an. Man wollte die menschenunwürdige Bettelei, wie es hieß, abschaffen und sparte dafür nicht mit Gewalt und Strafen. Arbeitshäuser, Waisenhäuser und Zuchthäuser wurden zu neuen Errungenschaften.

VAGABUNDEN DROHTEN PRÜGEL

Nicht Mitgefühl und Glaube, sondern Vernunft und Sachlichkeit sollten die Armut besiegen. Das Vermögen der frommen Bruderschaften, einer Vorform der Sozialversicherung, wurde vom Staat eingezogen und an die neu gegründeten Armenfonds und Armeninstitute vergeben, die Armenväter und Armenvögte als Vorstand hatten.

In der Regel blieb diese Rolle dem Pfarrer, der nun zusammen mit der Gemeinde darauf schaute, dass vor allem Waisenkinder und arbeitsunfähige Alte ein Obdach und Verpflegung erhielten. Ein notdürftig uniformiertes Wachorgan fungierte als Armenpolizei, die Vagabunden mit Haft, Prügelstrafe und Abschiebung bedrohte.

Seit dem Heimatrechtsgesetz von 1863, das die Armenpflege zu einer Aufgabe der Gemeinden machte, wurde zäh um die Versorgung der Armen gefeilscht.

Einige Fürsorge durften sich Dienstboten erwarten, die auf dem Hof alt oder krank geworden waren. Die Altersrente für Landarbeiter hingegen wurde erst 1957 verwirklicht. Davor bewahrte sie nur die Familie oder das sogenannte „Einlagesystem“ vor der Obdachlosigkeit: Die Gemeinden wiesen den Unversorgten auf Zeit ein Quartier zu, daher der Name Quartierer oder Einleger.

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Liebe zu allen ist Liebe zu niemandem

Von Huntley Haverstock, übersetzt von Lucifex. Das Original Love of All is Love of None erschien am 25. September 2017 auf Counter-Currents Publishing.

Ein Mann, der behauptet, alle Frauen gleichermaßen zu „lieben“, ist ein Mann, der unfähig ist, überhaupt irgendeine bestimmte Frau zu „lieben“ – und ein Mann, dessen „Liebe“ keine bestimmte Frau will. Dasselbe gilt für jede Frau, die behauptet, alle Männer zu „lieben“. Jemanden zu lieben, heißt, ihn für das zu lieben, was ihn von anderen abhebt. Wir wollen für das geliebt und geschätzt werden, was uns einzigartig macht.

Und dies bedeutet von Natur aus, daß wir wollen, daß andere in diesem Ausmaß als geringerwertig gesehen werden, weil ihnen bestimmte Eigenschaften fehlen, die wir besitzen – auch wenn dies nicht der bewußte Fokus unseres Wunsches ist. Ohne das Risiko, daß wir diese Eigenschaften nicht aufweisen und somit wie jene anderen werden könnten – unwürdig der Liebe, die wir erlangt haben – verliert Liebe ihre Substanz und wird zu etwas, das eher dem Mitleid entspricht, welches – anders als Liebe – etwas ist, wo niemand jemals ein Selbstwertgefühl empfindet, wenn er es bekommt.

Anders als diejenigen, die uns bloß bemitleiden, werden diejenigen, die uns lieben, zu einem Teil unserer Identität. Dies ist genau deshalb so, weil unsere Identität in einem sozialen Kontext existiert, um uns von anderen Menschengruppen um uns herum zu unterscheiden, selbst wenn es uns zusammen mit anderen kategorisieren mag – und diejenigen, die uns lieben, tun das wegen dem, was uns von jenen anderen unterscheidet. Liebe ist somit in ihrem Kern von Natur aus an Identität gebunden.

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Egon Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei

MORGENWACHT

Von Manfred Kleine-Hartlage, Original am 15. Juni 2009 hier in seinem Blog „Korrektheiten“ erschienen.

Dies vorweg: Diese Rezension (die im Grunde auch aus einem einzigen Wort bestehen könnte: Lesen!) erspart nicht die Lektüre von Flaigs Buch Weltgeschichte der Sklaverei; es ist eines, das man gelesen haben muss. Dafür, dass es eine Weltgeschichte ist, ist es mit 219 Seiten von angenehmer Knappheit und Prägnanz – eines jener Bücher, in denen kein Wort zu viel steht, weil ihre Verfasser das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden und ein schier uferloses Thema straff zu gliedern wissen.

Ich kann und will hier nur einige Aspekte herausgreifen, die mir selber wichtig sind:

Flaig macht, nachdem er die Begriffe geklärt hat (er spricht von klassischer Sklaverei im Unterschied zu Leibeigenschaft und anderen milderen Formen der Unfreiheit), auf zweierlei aufmerksam:

Erstens, dass die Sklaverei im allgemeinen zu sehr als Produktionsweise und als gesellschaftliche…

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Städte und Errungenschaften

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Cities and Accomplishment“ erschien am 22. Juni 2010 im „Brussels Journal“ (http://www.brusselsjournal.com/node/4467) sowie als Auszug auf „Gates of Vienna“

(http://gatesofvienna.blogspot.com/2010/06/fjordman-cities-and-accomplishment.html), von wo ich auch eine Auswahl an Kommentaren übernommen habe.

In mehreren bei Gates of Vienna und anderswo veröffentlichten Essays habe ich mich mit dem Thema der in IQ gemessenen genetischen Intelligenz befaßt, inspiriert von Michael H. Harts bahnbrechenden und sehr politisch inkorrekten Buch über Biohistorie, Understanding Human History. Viele Menschen halten dieses Thema für „rassistisch” und daher tabu, aber ich werde über alles schreiben, das ich für praktisch und wissenschaftlich relevant halte. Andererseits gibt es einige Dinge, die der IQ nicht vollständig erklärt. Wir werden uns hier ein paar davon ansehen, die mit Geographie, Bevölkerungsdichte und Verstädterungsgrad zu tun haben. Die wichtigste einzelne Sache, die der IQ nicht erklärt, ist, warum die wissenschaftliche Revolution unter Europäern stattfand, nicht unter Nordostasianten, die einen mindestens gleich hohen IQ haben wie Weiße. Ich werde dieses Thema für einen späteren Essay aufheben.

Australiens Landmasse von 7,6 Millionen Quadratkilometern ist größenmäßig mit den gesamten Festlandbundesstaaten der USA ohne Alaska vergleichbar, die ungefähr acht Millionen km² umfassen, aber Australien hat um die 22 Millionen Einwohner, wohingegen die USA über 300 Millionen hat. Beide Länder haben eine ähnliche Geschichte in dem Sinne, daß während der europäischen Kolonialzeit weiße Siedler das Land übernahmen und dort technisch hochentwickelte Gesellschaften aufbauten, aber nur eines davon wurde zu einer führenden Weltmacht. Dies kommt daher, daß ein Großteil von Australien und seiner Gewässer außer dem Großen Barriereriff vor der Küste von Queensland im Nordosten wüst ist. Der Boden ist schlecht und nicht nährstoffreich. Der Großteil der Bevölkerung siedelt entlang der Küste im Süden und Osten, von Adelaide über Melbourne und Sydney bis Brisbane. Einfach ausgedrückt: Australiens Geologie und Ökologie können nicht annähernd die Zahl von Menschen erhalten, wie wir sie in den USA finden. In diesem Fall zählen Geologie und Geographie in großem Maße. Australien liegt auch weit entfernt von bedeutenden Handelsregionen anderswo. Dank moderner Transport- und Kommunikationstechnologie ist dieser Nachteil weniger schwerwiegend, als er es früher war, aber er ist dennoch ein bedeutender Faktor, der das Wirtschaftsleben des Landes gestaltet.

Am anderen Extrem ist Grönland, die größte Insel der Welt, mit 2.175.600 km² mehr als ein Viertel so groß wie die USA, aber mit bloßen 57.000 Einwohnern hat es die niedrigste Bevölkerungsdichte der Erde (ausgenommen die Antarktis, die nur von ein paar Wissenschaftlern bewohnt wird): 0,026 Menschen pro Quadratkilometer. Dies deshalb, weil das kalte und unwirtliche Grönland weitgehend mit Eis und Gletschern bedeckt ist. Im Gegensatz dazu sind die dichtestbevölkerten Gebiete der Welt Macau in China und Monaco in Europa, mit 18,534 bzw. 16,923 Einwohnern / km².

Andere geographische Faktoren von großer Bedeutung für die Evolution einer Gesellschaft sind Wasserwege, schiffbare Flüsse und Zugang zu den Ozeanen. Kein ernsthafter Historiker könnte die Geschichte Großbritanniens oder Japans richtig schreiben, ohne deren Insellage als bedeutenden Faktor in Rechnung zu ziehen. Mehrere Gelehrte haben darauf hingewiesen, daß die zergliedertere Form und Topographie Europas im Vergleich zu China einer der Gründe dafür ist, daß China früher politisch geeint war als Europa, eine Idee, die ernsthafte Erwägung verdient. Das römische Reich kontrollierte an seinem Höhepunkt nur halb Europa, nicht den fernen Norden und Osten.

Viele Ereignisse können am besten mit einer Kombination aus IQ und anderen Faktoren erklärt werden. Die portugiesische Erkundung der afrikanischen Küste in der Mitte der 1400er setzte den Anfang der westeuropäischen Expansion. Diese Erforschung erforderte einen gewissen Mindest-IQ, den die europäischen Nationen hatten, nicht aber die sub-saharischen Afrikaner. Dies erklärt, warum die Europäer nach Afrika reisten und die Nigerianer nicht Europa entdeckten, aber es erklärt nicht, warum die Chinesen nicht den Atlantik erforschten, wozu sie das technische Know-how gehabt haben könnten, wenn sie es gewollt hätten.

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