Frauen auf Seiten der Linken

MORGENWACHT

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Lucifex. Das Original Women on the Left erschien ursprünglich am 24. September 2010 auf Radix und ist auf „Herren des Universums“ archiviert.

Das Thema der Frauen auf Seiten der Rechten hat zu manch hitziger Diskussion geführt, und es ist eine, der sich Kommentatoren von der Linken händereibend angeschlossen haben in ihren Bemühungen, ihre Sache zu fördern und von Opposition abzuschrecken.

Eine der liebsten rhetorischen Figuren der Linken ist, daß ihre Gegner den Frauen nichts bieten außer Serienschwangerschaft und Haushaltsarbeiten. Eine andere ist, daß ihre Gegner zornige, hasserfüllte Frauenfeinde im Pensionsalter seien. Wieder eine andere ist, daß wegen des Obigen nichts als eine winzige Minderheit verblendeter, soziopathischer Frauen sie unterstützen.

Unterstellt wird, daß die Linke Frauen Emanzipation bietet; daß Verfechter der Linken glückliche, liebende, jugendliche Leute mit aufgeklärten Einstellungen sind und daß wegen des Obigen die vernünftige Mehrheit der Frauen sie unterstützt.

Aber – ist das…

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Frauen als Maß für Glaubwürdigkeit

MORGENWACHT

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Lucifex. Das Original Women as a Measure of Credibility erschien am 25. Mai 2011 auf Radix und ist auf „Herren des Universums“ archiviert. (Links im Text vom Übersetzer eingefügt.)

Letztes Jahr schrieb ich, daß Frauen die natürlichen Verbündeten der (alternativen) Rechten sind. Die jüngste Debatte über die Präsenz und Rolle von Frauen in der Bewegung verdient eine Neubetrachtung und nähere Ausführung einiger der Argumente, die zur Unterstützung meiner These vorgebracht wurden, wie auch die Erforschung eines Weges nach vorn angesichts existierender Bedingungen.

Ich behaupte, daß Frauen ein Interesse an der Sicherung des Erfolgs der Rechten haben und daß es im Interesse der Rechten ist, sich nicht darauf zu beschränken, eine Bewegung zur Verfechtung von Männerrechten zu sein – bei unserer Bewegung geht es um die Rettung der gesamten Rasse vor dem Aussterben, nicht einer bestimmten Hälfte davon.

Worum es hier nicht geht

Ich bin…

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Es sind nicht die Argumente

MORGENWACHT

Von Alex Kurtagic;  Original: It’s Not the Arguments, erschienen am 22. Oktober 2010 auf „The Occidental Observer“ (dort nicht mehr vorhanden) und nachveröffentlicht hier auf „Herren des Universums“

Übersetzung: Lucifex

Aus einer rein rationalen Perspektive betrachtet erscheint es unglaublich, dass wir, wenn es um die kleine Sache des Existenzrechts von Weißen geht, auf verlorenem Posten kämpfen, trotzdem wir eine vernünftige Position einnehmen, logische Argumente anwenden und die Daten auf unserer Seite haben. Wie kann das sein? Die einfache Antwort ist, dass die pro-weiße Bewegung im Versuch, eine Debatte „wissenschaftlich“ zu gewinnen, ihre Anstrengungen auf Aspekte der Debatte konzentriert hat, die letztendlich vergleichsweise unwichtig sind. Der Triumph der Linken im Laufe des 20. Jahrhunderts hat schlüssig bewiesen, dass eine vernünftige Position, logische Argumente und eine Masse untermauernder Daten nicht das ist, was eine Debatte gewinnt: Sie haben nichts davon, und doch ist es die Linke, die die Machtpositionen einnimmt…

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Meisterschaft im Stil sticht Überlegenheit des Arguments

MORGENWACHT

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Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots. Das Original Mastery of Style Trumps Superiority of Argument erschien am 7. September 2010 bei Counter-Currents Publishing.

Douglas Olson hat ebenfalls recht damit, wenn er in „Whites – Are We Still Worthy?” darauf hinweist, daß die weiße Tatenlosigkeit in großem Maß daran liegt, daß die Weißen sich ungeachtet der jahrzehntelangen Zugeständnisse an die Linken immer noch relativ wohlfühlen; sie sind immer noch wohlhabend, und sie können noch immer, wenn auch zugegebenermaßen in schwindender Menge, geographische Zufluchtsorte und juridischen Schutz finden. Der Verlust an Status, Wohlstand und Sicherheit, der mit einem Versuch der Zerstörung der etablierten Ordnung verbunden ist, ist unattraktiv, wenn man ihn aus einer Position gesellschaftlicher Ehrbarkeit, wirtschaftlichen Komforts und physischer Sicherheit betrachtet. Weil die kurzfristige Rendite höher zu sein scheint, wird daher die Mobilisierung der nicht sehr ethnozentrischen Weißen zur Verfolgung ihrer langfristigen ethnischen Interessen zuerst die…

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Interview mit Tomislav Sunić

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Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Interview with Tomislav Sunić erschien am 10. November 2010 bei Counter-Currents Publishing.

 

Tomislav (Tom) Sunić ist ein ehemaliger US-Professor, Autor, Übersetzer und ehemaliger kroatischer Diplomat. Er absolvierte sein Grundstudium in Literatur und Sprachen in Europa. Er erhielt seinen Doktorgrad in Politikwissenschaften an der University of California. Dr. Sunić hat Bücher und Artikel auf Französisch, Deutsch, Englisch und Kroatisch über Themen veröffentlicht wie Kulturpessimismus, die Psychologie des Kommunismus und Liberalismus und den Gebrauch und Mißbrauch moderner Sprachen im modernen politischen Diskurs. Das vorliegende Interview erforscht ein wenig den Mann hinter den Ideen; wir erfahren ein paar Dinge, die Dr. Sunić nie zuvor über seine Vergangenheit und Persönlichkeit erzählt hat. Natürlich erzählt uns Dr. Sunić etwas über sein neues, auf Französisch erschienenes Buch, über seine frühen Jahre im kommunistischen Jugoslawien, über die Kunst des Übersetzens und mehr.

A. K.: Wie unterscheidet sich das Jugoslawien der 1950er und 1960er – nicht aus sozio-politischer Perspektive, sondern aus der des gewöhnlichen Mannes auf der Straße – vom Kroatien des Jahres 2010?

T. S.: Die jugoslawischen Zeiten waren weniger überfüllt, obwohl der jugoslawische Raum verdichteter und trostloser war – buchstäblich – eine Schwarzweiß-Welt. Vulgär und erzieherisch waren der tägliche Diskurs und die kommunistischen Insignien um einen herum. Im Gegensatz dazu ist der Fluß der Zeit in Kroatien, trotz der heutigen Aura der Dekadenz, besonders soweit es die hereinkommende liberale Moral betrifft, weit aufgelöster. Die Zeit verfliegt jetzt schneller. Die Leute beginnen, die liberale Moral der künstlichen merkantilen Höflichkeit zu erlernen – mit ihrem offensichtlichen Nachteil des Verlustes an Identität.

A. K.: Sie haben in früheren Interviews gesagt, daß Sie 1971 per Anhalter nach Kaschmir gereist sind. Sie müssen während dieses Abenteuers in mindestens einer oder zwei kniffligen Situationen gewesen sein… Wie war es, mitten im Kalten Krieg durch Osteuropa und Asien zu reisen? Was hat Sie zu Ihrer Abreise motiviert? Sicherlich gibt es weniger radikale Arten abzuhauen, als nach Indien zu trampen. Und warum Indien, und nicht, sagen wir, Italien oder Griechenland?

T. S.: Ich konnte mich damals nicht in die breitere sozio-historische Perspektive einfügen. Ich war in großem Ausmaß von vorsätzlicher Unwissenheit und einem soliden Maß pubertärer Romantik gesegnet. Aus diesem Grund kam es mir während meiner Hippie-Tage nie in den Sinn, daß ich getötet, niedergestochen oder entführt werden könnte. Ich dachte nie an mein Morgen. Ich trampte tatsächlich von Kopenhagen aus durch Italien, nahm die Fähre von Brindisi nach Korfu in Griechenland und setzte dann meine Odyssee, buchstäblich ohne einen Penny, per Eisenbahn durch die Türkei nach Teheran fort. Griechenland war damals 1972 eine Diktatur. Schah Reza Pahlevi war der Boss von Persien. Der Krieg zwischen Pakistan und Indien hatte gerade geendet. Aber ich führte mein magisches Doppelleben; Indien war der Ort der Initiation für alle Hippies auf der Welt.

A. K.: Ein Mann, der die Literatur liebt, lebt teilweise durch sie. Was würden Sie sagen, waren die entscheidenden Texte, die Sie als Person und als Denker definierten? Und warum?

T. S.: Nun, ich definiere die Wahl meiner Prosa durch meinen Charakter. Ich las Hermann Hesse, nicht weil er zur Zeit meiner Pubertät zur Standard-Hippieliteratur gehörte; er war auch ein großer Autor, dem es gelang, ohne auf ein gewalttätiges Narrativ oder Pornographie zurückzugreifen, die Welt der Illusionen und des magischen Realismus zu kombinieren, nach denen ich mich sehnte. Es war ich. Hesse war ein guter Bildungsroman für einen 19jährigen Jungen wie mich. Tatsächlich schließe ich jetzt nicht aus, daß ich vielleicht ein wiedergeborener Byron oder Céline oder Kerouac gewesen sein könnte, der in eine Reise durch Asien geraten war. Als ich in meinen zerrissenen Hosen, mit T-Shirt und Ohrringen durch die Straßen von Kabul ging, kroch ein Gefühl des deja vu durch meinen Kopf; ich mußte vor langer Zeit ein Kurier gewesen sein, oder irgend ein wichtiger Emissär während der Feldzüge von Alexander dem Großen. Dieses Bild verfolgt mich immer noch.

Später, als ich reifer wurde, folgte ich wiederum einfach meinen Instinkten und keiner politischen Mode oder Agenda. Ich muß ein wiedergeborener Louis Ferdinand Céline gewesen sein – und so fing ich an, jeden Winkel der französischen Sprache und des französischen Geistes kennenzulernen. Später, als ich mich des Politikwissenschaftlers Carl Schmitt und des Soziologen Vilfredo Pareto annahm, oder Alain de Benoists, war die Antwort recht einfach. Ihr Stil erinnerte mich an mein eigenes verborgenes Gefühl für Schönheit – in breiterem Sinne.

A. K.: Wir wissen, daß Sie in den 1980ern in die Vereinigten Staaten auswanderten. Was waren Ihre ersten Eindrücke von den Amerikanern, im Vergleich zu dem, was Sie zuvor als entfernter Beobachter über sie wußten? Was mochten Sie an ihnen, und was verwirrte Sie am meisten an Ihnen? Ohne Zweifel wichen Wahrnehmung und Realität in einiger wichtiger Hinsicht stark voneinander ab.

T. S.: Menschenmassen und Lärm. Dies war mein erster Eindruck nach der Landung in Amerika. Ich kann am Lärmniveau erkennen, wie zivilisiert oder barbarisch ein Land ist. Auf öffentlichen Plätzen oder in öffentlichen Räumlichkeiten schätze ich Stille. Diese stellvertretenden prothetischen (oder noch besser: erbärmlichen) Geräte, wie die frühen Walkie-Talkies oder der Walkman und Radios, und später all diese anthropomorphen Erweiterungen, wie Mobiltelefone und iPods, wurden zu Symbolen der spirituellen Wurzellosigkeit und zum Zeichen der physischen Überflüssigkeit; dafür, am falschen Ort und in der falschen Zeit zu sein. Ich mag den fünften Gang nicht; ein Amerika mit dem Getriebe in Neutralposition wäre ein idealer Ort für mich gewesen. Ich bedaure es, nicht zweihundert Jahre früher geboren zu sein, im Süden vor dem Krieg. Auf kommunikativer Ebene konnte ich mich nicht mit den endlosen moralisierenden und formalistischen Aufmunterungen in Amerika abfinden. Ganz zu schweigen davon, daß ich als jemand, der aus dem kommunistischen Universum kommt, nicht begreifen konnte und immer noch nicht kann, warum eine weiße Nation von solch eindrucksvoller Größe es liebt, in Selbsthass zu schwelgen, in Schuldgefühlen, während sie sich nach dem niedersten Abschaum ihrer Gesellschaft ausrichtet. Dies war nicht das Amerika, von dem ich geträumt hatte.

A. K.: Sie qualifizierten sich in den Vereinigten Staaten als Politikwissenschaftler und hatten eine Zeitlang akademische Positionen an amerikanischen Universitäten inne. Sie und ich, wir haben beide darüber geschrieben, daß letztere wie auch deren Gegenstücke in Europa sich im Griff der freudo-marxistischen Scholastik befinden. Dies impliziert, daß Freudo-Marxisten eine Spezies darstellen. Ich meine, daß die Spezies nicht homo americanus ist, denn homo americanus ist ein Ergebnis, kein Akteur. Irre ich mich? Vielleicht könnten Sie die Zoologie der freudo-marxistischen Scholastik beschreiben – ihr Habitat, ihre soziale Organisation, ihre archetypische Persönlichkeit, ihre Ernährungsgewohnheiten…

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Interview mit Greg Johnson

Caspar David Friedrich Wanderer über dem Nebel

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Interview with Greg Johnson erschien am 27. November 2010 bei Counter-Currents Publishing.

A. K.: 1. Als Mann der Ideen, hat Literatur eine wichtige Rolle in Ihrem Leben gespielt? Was würden Sie sagen, waren die Texte, die sich in Ihrer persönlichen und intellektuellen Entwicklung als entscheidend erwiesen? Und warum?

G. J.: Geschichte und Philosophie haben eine größere Rolle bei der Formung meiner Ansichten gespielt als Literatur. Tatsächlich kann ich kein einziges Romanwerk, qua Fiktion, nennen, das meine Weltsicht geformt hat. Aber Romanwerke haben mir konkrete und lebhafte Erläuterungen ansonsten abstrakter Ideen gegeben. Ich liebe philosophische Romane. Platos Dialoge qualifizieren sich natürlich sowohl als Literatur als auch als Philosophie.

Plato hat den größten Einfluß auf meine Ansichten gehabt, besonders die Republik, aber auch Gorgias, Phaedrus, Symposium, Euthydemus, Euthyphro, Apologia und Phaedo. Rousseaus philosophischer Roman Emile hat mein Denken auch zutiefst beeinflußt. Ich liebe Ayn Rands The Fountainhead und Atlas Shrugged, aber klassischer Liberalismus, Kapitalismus und sogar Individualismus unterminieren letztendlich aristokratische und heroische Werte.

Die Philosophen, die mich am meisten geformt haben, sind Plato, Aristoteles, Plotinus, Machiavelli, Vico, Rousseau, Kant, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, William James, Heidegger, Guénon, Evola. Alan Watts hat auch eine große Wirkung gehabt, wie auch das Tao te Ching und die Upanishaden.

Wagners musikalische Dramen sind eine Klasse für sich, als Texte irgendwo zwischen Philosophie und Literatur/Mythos, verheiratet mit einer Musik, die zum Großartigsten gehört, das je geschrieben wurde. Sie sind tiefgründig, und sie haben mich zutiefst beeinflußt.

Savitri Devi ist ebenfalls schwer in eine Kategorie einzuordnen. Sie kombiniert Philosophie, Geschichte, Religion, Politik und Mythen. Auch sie hat großen Einfluß auf mich gehabt.

Was die eigentliche Literatur angeht: Die Schriftsteller, die ich als Kind am meisten mochte, sind diejenigen, die ich heute noch mag: Poe, Tolkien, Kipling und alte illustrierte Kompendien griechischer und nordischer Mythologie. Frank Herberts Dune-Bücher sind auch Favoriten geblieben. Sie gefallen mir jedes Mal besser, wenn ich zu ihnen zurückkehre.

Später lernte ich Homer, Shakespeare, Blake, Goethe, Schiller, Baudelaire, Dickinson, Oscar Wilde, Yeats, Wallace, Stevens und Philip Larkin als Dichter und Dramatiker zu lieben.

Bei Romanen und Geschichten erweiterte sich der Kreis meiner Lieblingsautoren um Dostojewski, Hugo, Flaubert, D. H. Lawrence, H. P. Lovecraft, Flannery O’Connor und Yukio Mishima.

Es gibt auch „Nicht-Größen“, deren Stimmen ich beständig genieße: Edith Sitwell, Truman Capote, Evelyn Waugh.

Ich las als Teenager eine Menge von Ray Bradbury, Kurt Vonnegut und Aldous Huxley. Manchmal möchte ich sie mir wieder ansehen. Ich denke, Bradbury wird die Zeiten überdauern.

Literaturkritik ist sehr wichtig für mich. Meine Lieblingskritiker sind D. H. Lawrence, Ezra Pound, Camille Paglia und H. L. Mencken.

Ich habe jetzt leider sehr wenig Zeit, um Romane zu lesen. Der letzte Roman, den ich las, war Mister! Ich lese zuviel Sachliteratur und verbringe zu viel Zeit damit, auf den Computerbildschirm zu starren. Ich kann zu all dem einfach nicht noch mehr lesen. Daher besteht meine primäre intellektuelle Erholung im Ansehen von Filmen und Opern und im Hören von Musik.

A. K.: 2. Ich wurde erstmals nach Ihrer Ernennung zum Redakteur von The Occidental Quarterly auf Sie aufmerksam. Ich weiß jedoch, daß Sie bereits seit einer Anzahl von Jahren als dissidenter Schriftsteller aktiv gewesen sind, während denen Sie unter verschiedenen Pseudonymen schrieben. Was hat in Ihrem besonderen Fall dazu geführt, daß Sie sich für Pseudonyme entschieden? Und warum beschlossen Sie schließlich, sich ihrer zu entledigen?

G. J.: Als ich unter Pseudonymen schrieb, arbeitete ich für Leute, die mich feuern würden, wenn sie meine wahren Ansichten gekannt hätten.

Als ich den Job bei TOQ übernahm, sagte man mir, daß ich meinen eigenen Namen würde benutzen müssen. Zu der Zeit erklärte man mir, daß es – nachdem TOQ zum Flaggschiff des intellektuellen Flügels der englischsprachigen Bewegung werden sollte – nicht angemessen wäre, es unter Pseudonym herauszugeben. Ich akzeptierte dieses Argument kritiklos und wagte den Sprung. An diesem Punkt überschritt ich den Rubikon. Nach etwa einem Jahr schwanden all meine alten beruflichen „Freunde“ und Kontakte einfach dahin.

Bei Counter-Currents/North American New Right konsolidiere ich all meine Schriften unter zwei Namen: Greg Johnson für alle politischen Artikel und Trevor Lynch für die meisten der Film- und Fernsehrezensionen.

A. K.: 3. Das Internet und die ‚reale Welt’ werden oft als diametrale Gegensätze präsentiert, wobei das erstere als unecht dargestellt wird und das letztere als das einzige, was zählt. Aber ist das Internet nicht genauso real wie die sogenannte reale Welt? Ich sage dies, weil hinter den Tastaturen und vor den Bildschirmen reale Menschen sitzen, deren Verhalten in der ‚realen Welt’ sowohl Ursache als auch Ergebnis dessen ist, was im Internet geschieht. Ich bin mir des Gegenarguments bewußt: viele reale Menschen nehmen falsche Online-Identitäten an, aber letztendlich ist es auf lange Sicht nahezu unmöglich, daß die Menschen nicht ihre eigenen Gedanken und Gefühle online verraten. Abgesehen von falschen Identitäten: ist das Internet nicht vielleicht das ehrlichste Protokoll dessen, was die Menschen denken? Ist die ‚reale Welt’ nicht in Wirklichkeit unechter, nachdem viele aus Angst vor gesellschaftlicher Ablehnung, beruflichen Konsequenzen oder Ostrazismus von Angesicht zu Angesicht nicht sagen, was sie sich denken?

G. J.: Es hat kürzlich Studien gegeben, die darauf hindeuten, daß die Menschen im Internet mehr lügen als im realen Leben. Aber in gewissem Ausmaß stimme ich Ihnen zu: das Internet ist wie die Wahlzelle, und in seiner Privatheit und Anonymität können die Menschen in umstrittenen Angelegenheiten ehrlicher sein. In alltäglicheren Dingen, die üblicherweise mit Online-Partnersuche und banalem Narzissmus zusammenhängen, ist das Internet eine riesige Kloake aus Lügen und Hochstapelei.

All dies steht in Zusammenhang mit der „Ethik“ von Pseudonymen. Für mich ist es rein eine Sache der individuellen Diskretion. Ich empfehle jenen Pseudonyme, die Ideen mitteilen wollen, das aber nicht unter ihren wahren Namen tun können. Immerhin sind es letztlich die Ideen, die zählen, nicht die Autoren.

Ja, feige und unehrenhafte Menschen verbergen sich oft hinter Pseudonymen. Aber narzisstische Esel schreiben ebenfalls unter ihren wahren Namen. Für mich ist die wichtigste Erwägung die, so viel Wahrheit wie möglich da draußen in Umlauf zu bringen. Die Etiketten und Markenzeichen sind weniger wichtig als der Inhalt.

A. K.: 4. Ihre Laufbahn als Redakteur von TOQ sah eine Anzahl von Neuerungen: eine aktive Online-Präsenz wurde entwickelt, und Artikel und Rezensionen erschienen, die ein viel breiteres Spektrum kultureller Bereiche abdeckten als je zuvor. Was waren Ihre Ziele für TOQ in diesem Zeitraum?

G. J.: Mein Ziel war es, TOQ zu einem metapolitischen Journal für eine nordamerikanische Neue Rechte zu machen, deren Ziel es sein sollte, die Fundamente der Weißen Republik zu schaffen. Es waren jedoch von Anfang an Beschränkungen in TOQ eingebaut, die das schwierig machten.

Ein Problem war, daß das Journal keine klar artikulierten Ziele hatte. Es gab Grundthemen und Parameter in den Gründungsdokumenten, die von Sam Francis, Louis Andrew, William Regnery und Kevin Lamb erstellt worden waren. TOQ sollte sich mit biologischen Rassenunterschieden wie auch der jüdischen Frage befassen. TOQ sollte nicht die Homosexuellen schlechtmachen. TOQ sollte religionsneutral sein.

Die de-facto-Redaktionslinie kann jedoch aus dem veröffentlichten Interview mit Alain de Benoist erraten werden. Nur etwa die Hälfte des tatsächlichen Interviews wurde veröffentlicht. Alles Kritische zum wissenschaftlichen Materialismus und zum Christentum wurde fallengelassen. Ich stelle mir vor, daß Benoist ziemlich angewidert war. Ich war es sicherlich, als ich davon erfuhr. (Ich habe vor, die fallengelassenen Teile in der ersten Ausgabe von North American New Right zu veröffentlichen.)

Nun, zu seiner Anerkennung muß man sagen, daß der ursprüngliche Redakteur Kevin Lamb diese Grenzen häufig überschritten hat. Als ich als Redakteur übernahm, mußte ich meine Tätigkeit so ausüben, als würde mir ein wissenschaftlicher Materialist über die eine Schulter schauen und ein religiöser Fundamentalist über die andere. Auch ich ging über diese Einschränkungen hinaus. Ich nahm einige Verbesserungen an der Gestaltung und der Aufbereitung des Journals vor, aber letztendlich machte ich nichts radikal anders als Lamb.

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Von der Virtualität zur Realität: Memoiren eines geläuterten Fernsehsüchtigen

Dees-TV3

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots.

Das Original From Virtuality to Reality: Memoirs from a Reformed TV Addict erschien am 26. August 2009 im Occidental Observer.

Vor zehn Jahren lebte und arbeitete ich in einer Ein-Zimmer-Wohnung in East Finchley, London. Ich hatte einen großen, rechteckigen Wohn-Eßbereich, von dem ein Teil mein Büro war. Mein Tag begann mit der Ankunft des Briefträgers vor 9 Uhr morgens, der Pakete mit CDs und Kundenbestellungen brachte, ging weiter mit der täglichen Bearbeitung der Bestellungen, Beantwortung von E-Mails und Vorbereitung und Verschickung von Paketen, und er endete mit Recherche- und Entwicklungsarbeit.

Um 7 Uhr abends jedoch hörte ich auf und schaltete das Fernsehgerät ein – ständig, um die Nachrichten zu sehen. Und von da an bis ich zu Bett ging, unterbrochen nur durch gelegentliche Einlagen von Gitarrespiel, blieb ich vor dem Fernsehgerät auf dem Sofa sitzen oder liegen und sah Sendung um Sendung – alles von milder Unterhaltung bis zum am wenigsten Anstrengenden, das im Angebot war. An Freitagen blieb ich länger als üblich auf (und sah fern), und an Wochenenden schaltete ich das Gerät noch früher ein und blieb bis in die frühen Morgenstunden hypnotisiert vor dem Bildschirm. Ich rechne, daß ich zwischen 1994 und 2001 im Durchschnitt auf über 7 Stunden pro Tag kam, 50 Stunden pro Woche, 2.548 Stunden pro Jahr, und 17.836 Stunden insgesamt – die eine Doktorarbeit benötigt annähernd 7.300 Stunden bis zur Fertigstellung.

TVFamily

Zum Glück für mich war ich während dieser Zeit nicht gänzlich unproduktiv: zwischen 1995 und 1998 stellte ich drei Alben zusammen, zeichnete viele Albencover und brachte mir Spitzen-Computerprogramme bei; ich trainierte auch dreimal pro Woche mit Gewichten, hatte Freundinnen und fand Zeit, eine ziemliche Anzahl kognitiv anregender Bücher zu lesen. (Zu letzteren gehörten Tipler & Barrows The Anthropic Cosmological Principle, Roger Penroses The Emperor’s New Mind, Prestons Franco, Coveney & Highfields The Arrow of Time, plus einige klassische Romane.)

Jedoch habe ich mich seit dem Sommer 2002, als ich meiner Fernsehsucht ein Ende setzte, oft gefragt: Wie viel mehr hätte ich in meinen 20ern erreichen können, wenn ich nicht so viel Zeit für eine letztendlich unergiebige und unproduktive Aktivität verschwendet hätte? Und: Wie viel besser wäre ich darauf vorbereitet, den Herausforderungen der dystopischen Zukunft zu begegnen, die ich in meinem Roman Mister vorwegnehme (eine Zukunft, die kommt), wenn ich diese Zeit damit verbracht hätte, etwas darüber zu lernen, wer und was hinter der Welt steckt, in der ich lebe, statt in die Wohlfühlfiktionen eingetaucht (und durch sie abgelenkt) zu bleiben, die dazu geschaffen wurden, das zu verbergen?

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Die Schuld des schwarzen Mannes

AK-SMS1

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots.

Das Original The Black Man’s Guilt erschien am 12. Mai 2011 im Occidental Observer.

In unterschiedlichem Ausmaß beladen das moderne westliche Bildungssystem, Filme und Fernsehprogramme, ganz zu schweigen von schwarzen Aktivistenorganisationen und Akademikern, die Weißen mit Schuld für die angebliche Beteiligung ihrer Vorfahren an der Sklaverei. Aus offensichtlichen Gründen ist dies besonders in den Vereinigten Staaten der Fall. Die akzeptierte populäre Vorstellung viel zu vieler Leute ist die, daß der weiße Mann den schwarzen Mann versklavte; daß alle Weißen es taten oder mitschuldig waren und immer noch sind; daß alle Weißen auf den vernarbten Rücken afrikanischer Sklaven reich wurden und daß die heutigen Nachkommen weißer Sklavenhalter eine moralische Verantwortung haben, für deren historische Sünden zu büßen und Wiedergutmachung zu leisten.

Wenn man die Sache jedoch genauer untersucht, findet man heraus, daß das Gegenteil der Fall ist.

Ein vielleicht extremes Beispiel zeigt sich anhand der Geschichte der französischen Kolonie Saint Domingue, die jetzt Haiti heißt und die einst als das Juwel der Antillen betrachtet wurde und bis zu den revolutionären Umwälzungen, die im Jahr 1804 zu ihrer Unabhängigkeit führten, die wohlhabendste europäische Kolonie in der Neuen Welt war.

Man kann nicht bestreiten, daß die Wirtschaft von Saint Domingue auf Sklaverei begründet war: an ihrem Höhepunkt stützten sich seine riesigen Plantagen, die einst in der Lage waren, Millionen um Millionen Tonnen von Zucker, Baumwolle und Indigo zu produzieren, auf annähernd eine halbe Million Sklaven, die für etwa 30.000 weiße Pflanzer arbeiteten.

Man kann weder bestreiten, daß die Gesellschaft von Saint Domingue angesichts dieses großen demographischen Mißverhältnisses wie alle Gesellschaften, in denen es Sklaven gab, auf Furcht beruhte und sie in der Tat notwendig machte, weil sonst die allmächtige herrschende Volksgruppe ihre Autorität über ihr bewegliches Vermögen verlieren würde, noch daß solche Bedingungen ermöglichten, daß unwissende und grausame Herren in Saint Domingue Mißhandlungen begingen, die aus den obigen Gründen nicht angemessen getadelt wurden, trotz der sukzessive von der heimatlichen Regierung in Frankreich in dem Bemühen eingeführten Gesetze, die schlimmsten Exzesse zu verhindern, ein Minimum an Fürsorge sicherzustellen und das Verhalten der Herren gegenüber ihren Sklaven zu regulieren. (Siehe Lothrop Stoddard: The French Revolution in San Domingo, und Shamley Green: The Palingenesis Project, 2011).

Und doch darf nicht vergessen werden, daß es die Weißen waren, die auch die Bedingungen für die Emanzipation schufen und in der Tat die Gesetze hierfür erließen und durchsetzten; daß es die Weißen waren, die verkündeten, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind; daß es die Weißen waren, die sich gegen ihresgleichen wandten, um eine egalitäre Gesellschaft zu schaffen und die böse Praxis der Sklaverei abzuschaffen, und daß es ohne den revolutionären Idealismus von Weißen in Europa gut möglich wäre, daß die schwarzen Sklaven von Saint Domingue Sklaven geblieben wären. Die Bedingungen auf der Insel mögen einen fruchtbaren Boden geschaffen haben, aber die Aufstände der Schwarzen und Mulatten nach 1789 waren letztendlich das Ergebnis europäischer, jakobinischer Propaganda.

AK-SMS2 Deklaration der Menschenrechte

Und es darf auch nicht vergessen werden, daß die Schwarzen, sobald sie die Unabhängigkeit von ihren ehemaligen weißen Herren erlangt hatten, einander sofort wieder versklavten, und in einer viel härteren und brutaleren Weise, als die Weißen es je getan hatten. Dies war sogar beim mildesten und fähigsten der Revolutionsführer, Toussaint Louverture, der Fall, der als freier Farbiger im vorrevolutionären Saint Domingue bereits etwa ein Dutzend Sklaven zur Arbeit auf einer gepachteten Farm einsetzte. Dies war gewiß bei Jean-Jacques Dessalines der Fall, dem Monster, das die Ausrottung aller verbliebenen Weißen auf der Insel befahl, bevor er sich zum “Kaiser” von Haiti erklärte. Und dies war auch bei einem weiteren Gründervater der schwarzen Republik der Fall, bei Henri Christophe (dem selbsternannten „Kaiser Henri I“), dem Erbauer der Zitadelle oder des befestigten Schlosses in den haitianischen Bergen. Hesketh-Pritchard erzählt in „Where Black Rules White“ (1900) die Geschichte, wie dieses schreckliche Monument seiner pharao-artigen Eitelkeit erbaut wurde:

Kein Geschlecht und keine Altersgruppe blieb verschont; die Arbeit für den König mußte trotz Erschöpfung oder Tod ausgeführt werden. Peitschen aus Kuhhaut, die von den kommandierenden Offizieren gnadenlos eingesetzt wurden, holten fast unglaubliche Energiereserven heraus. Die Sterblichkeitsrate war fürchterlich, aber Christophe hatte den ganzen bevölkerungsreichen Norden, aus dem er schöpfen konnte, und er verbrauchte schonungslos Menschenleben.

Ein ganzes Regiment brauchte einen ganzen Tag, um einen 32-Pfünder hinaufzuschleppen. In einem anderen Fall sah der Kaiser einer langen Reihe von hundert Männern zu, die eine Kanone zu ihrem Platz in den Bergen hinaufzogen. Ab und zu hielten sie in ihrer Arbeit inne, und diese häufigen Unterbrechungen ärgerten Christophe; er schickte jemanden, um die Gründe zu erfragen. Die Arbeiter gaben zur Antwort, daß die Kanone zuviel für die Kraft von hundert Männern sei, und baten, daß weitere hundert Männer zu ihrer Hilfe abgestellt werden möchten.

Christophe befahl sie zu sich und sprach sanft zu ihnen, und sagte ihnen schließlich, sie sollten antreten und durchzählen. Dann wies er jeden vierten Mann an, aus der Reihe zu treten, und ließ sie nach Herbeirufen seiner Wachen erschießen. Als das vorbei war, informierte er die verbleibenden fünfundsiebzig, daß er mit seinem Mittagessen beinahe halb fertig sei, und daß er es als Gefallen ansehen würde, wenn sie die Kanone an ihren Platz rollen würden, bevor er fertig sei.

Die geschrumpfte Gruppe ging wieder an die Arbeit, aber als Christophes Mahlzeit beendet war, hatte die Kanone nur wenig Fortschritt den Berghang hinauf gemacht. Als er am Schauplatz erschien, bezeugten die fünfundsiebzig mit einer Stimme, daß das, was er von ihnen verlangte, für eine so kleine Zahl unmöglich sei.

Christophe lachte. „Scheint so,“ sagte er, „aber ich habe ein Gegenmittel. In Reihe antreten.”

Sie traten an und zählten durch wie zuvor.

„Jeder dritte Mann aus der Reihe treten. Wachen, erschießt diese Männer.“

Die Salve war kaum verklungen, und das letzte Glied hatte zu zittern aufgehört, als Christophe sein Ultimatum verkündete.

„Nun“, sagte er zu dem verängstigten Überrest, „nächstes Mal lasse ich jeden zweiten Mann aus der Reihe treten. Die Kanone war für hundert Männer zu schwer; fünfzig werden sie sicherlich leicht finden.“

Der Grund dafür ist einfach: Sklaverei war für Weiße eine Anomalie, aber nicht für Schwarze.

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Ja, Afrika muß zur Hölle gehen

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Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots

Das Original ´Yes, Africa must go to hell´ erschien am 20. Januar 2010 in Taki’s Magazine

Ich begrüße James Jacksons Mut, auf die Tatsache hinzuweisen, daß Afrikas chronische Dysfunktionalität nicht das Ergebnis weißer europäischer Herrschaft in der Vergangenheit ist, sondern der schwarzafrikanischen Herrschaft in der Gegenwart — daß sie, statt das Ergebnis des europäischen Kolonialismus und post-imperialer Gleichgültigkeit zu sein, wie die Linke behauptet, die Folge des europäischen Post-Kolonialismus und postkolonialer Hilfsprogramme ist.

Ich werde ihn nicht linker Gesinnung beschuldigen, aber Mr. Jackson begeht immer noch den Trugschluß — charakteristisch für die Linke — daß er das sub-saharische Afrika nach europäischen Standards beurteilt, und er scheint immer noch anzunehmen, daß Afrika sich zu einer Zivilisation europäischen Stils entwickeln würde, wenn die Afrikaner nur aufhörten, die Opfer zu spielen, und ein für alle mal die Kurve kriegen würden. Diese letztere Annahme entspringt dem Glauben, den die Linke hegt, daß Schwarzafrikaner Europäer mit schwarzer Haut sind. Besagter Glaube ist mit einem anderen Glauben verbunden, der Fortschritt schätzt und ihn an der Annäherung an Europas gegenwärtige techno-industrielle Gesellschaft mißt – eine Art von Gesellschaft, die durch eine komplexe gesellschaftliche Organisation, Hochtechnologie, Industrieproduktion, wissenschaftliche Entdeckungen, Kapitalismus, Rechtsstaatlichkeit, Privateigentum, Bürgerrechte, Modernität und säkularen Rationalismus charakterisiert wird. Die Abnormalität dieser Glaubensvorstellungen in Bezug auf einige nichteuropäische Gesellschaften ist für uns nicht offensichtlich, weil wir diese Dinge für selbstverständlich halten. Aber es ist wichtig, sie zur Kenntnis zu nehmen, weil die Konsequenzen katastrophal sind: sie untermauern das ganze Unternehmen von Hilfe und weißer Schuld, das eine Bevölkerungsexplosion auf dem Dunklen Erdteil und die nachfolgende Flutwelle hungriger und von Groll erfüllter Einwanderer nach Europa und Nordamerika geschürt hat.

Ich argumentiere seit einiger Zeit, daß wir, wenn jemals Stabilität auf dem Schwarzen Kontinent einkehren soll, zulassen müssen, daß die Schwarzafrikaner von Europa abweichen und sich auf eine Weise neu organisieren, die mit ihrem Temperament, ihren Neigungen und Begabungen harmoniert. Ich habe auch argumentiert, daß wir uns nicht einmischen dürfen, selbst wenn das Endergebnis für uns beunruhigend ist. Was Afrika braucht, ist nicht mehr Geld und Entwicklung, sondern gar nichts davon. Schwarzafrikaner sind anders als Europäer. Wir mögen nicht von afrikanischen Kulturen sprechen wollen, weil sie in Relation zu unserer primitiv erscheinen, aber wir müssen akzeptieren, daß Kultur für sie etwas anderes bedeutet als für uns, und daß unsere Meinung, auch wenn wir sehr wohl eine haben können, irrelevant ist, wenn das, was sie unter Kultur verstehen, für sie funktioniert. Fortschritt, so wichtig er für uns gegenwärtig sein mag, ist dort fehl am Platz. Afrika ist zur Hölle gegangen, weil es das muß.

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Verbietet Dante, den Rassisten, Homophoben, Islamophoben und Antisemiten

 

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Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots. Das Original Ban Dante, Racist, Homophobe, Islamophobe, Anti-Semite erschien am 19. März 2012 im Occidental Observer.

Der Telegraph berichtet:

Das klassische Werk sollte laut Gherush 92, einer Menschenrechtsorgansiation, die als Berater von UN-Körperschaften über Rassismus und Diskriminierung agiert, aus den Lehrplänen der Schulen entfernt werden.

Dantes Epos ist „beleidigend und diskriminierend“ und hat keinen Platz in einem modernen Klassenzimmer, sagte Valentina Sereni, die Präsidentin der Gruppe.

Unterteilt in drei Teile – Hölle, Fegefeuer und Himmel – besteht das Gedicht aus 100 Cantos, von denen ein halbes Dutzend von der Gruppe zur besonderen Kritik ausersehen wurde.

Es stellt den Islam als Häresie dar und Mohammed als Schismatiker und bezeichnet Juden als habgierige, intrigante Geldverleiher und Verräter, sagte Miss Sereni der Nachrichtenagentur Adnkronos.

„Der Prophet Mohammed wurde einer entsetzlichen Bestrafung unterzogen – sein Körper wurde von einem Ende zum anderen gespalten, sodaß seine Eingeweide heraushingen, ein Bild, das die islamische Kultur beleidigt“, sagte sie.

Homosexuelle werden von dem Werk als „gegen die Natur“ verdammt und zu einem ewigen Feuerregen in der Hölle verurteilt.

Als Beispiel für das, was in dieser „Menschenrechts“gruppe als Logik gilt, sagte Miss Sereni:

„Wir befürworten keine Zensur oder Bücherverbrennung, aber wir hätten gern klar und eindeutig bestätigt, daß es in der Göttlichen Komödie rassistische, islamophobe und antisemitische Inhalte gibt. Kunst darf nicht über der Kritik stehen,“…

Schulkindern und Universitätsstudenten, die das Werk studieren, fehlten „die Filter“, um dessen historischen Kontext zu verstehen, und sie würden mit einer giftigen Diät aus Antisemitismus und Rassismus gefüttert, sagte die Gruppe.

Sie forderte, daß die Göttliche Komödie aus Schulen und Universitäten entfernt wird oder daß zumindest deren beleidigendere Abschnitte voll erläutert werden.

Okay. Die Gruppe befürwortet also keine Zensur, aber sie wollen, daß die Göttliche Komödie aus Schulen und Universitäten entfernt wird.

Und während sie Schulen und Universitäten erlauben würden, die Bücher zu behalten, so wäre das nur vorbehaltlich dessen, daß an ihnen eine Art Warnaufkleber befestigt wird, oder daß neue Ausgaben vorbereitet werden, vermutlich mit einer Einführung und Fußnoten, vollgeladen mit Propaganda, sodaß junge Leser sich dem Text gepanzert mit Vorurteilen nähern. Der Grund ist, laut dieser Gruppe, daß

Schulkindern und Universitätsstudenten, die das Werk studieren, „die Filter“ fehlen, um dessen historischen Kontext zu verstehen, und sie mit einer giftigen Diät aus Antisemitismus und Rassismus gefüttert werden…

Nur… Wäre das allein nicht schon eine Form der Zensur?

Die Frage ist angemessen, denn in einem Zeitalter, in dem „Rassismus“ und „Antisemitismus“ als das schlimmste vorstellbare Böse betrachtet werden, als schlimmster moralischer Defekt, dessen ein Autor beschuldigt werden kann, bedeutet die Etikettierung eines literarischen Werkes in dieser Weise effektiv dessen Zensur. Es wird dadurch jenseits des Erlaubten gestellt. Die Bücher werden vielleicht nicht im physischen Bereich verbrannt, aber sicherlich im moralischen Bereich. Sie werden unzugänglich, nur auf andere Weise.

Man fragt sich natürlich, wie es kommt, daß es sieben Jahrhunderte lang sicher war, die Göttliche Komödie zu lesen, daß sie aber plötzlich in unserer Zeit der allgegenwärtigen Perversion und Pornographie „giftig“ wird.

Ich beschloß, mir Gherush 92 anzusehen, nachdem ich zuvor nie von der Gruppe gehört hatte.

Ich dachte, daß ich vielleicht herausfinden würde, warum sie sich das Recht anmaßten, im Namen aller Italiener zu sprechen und zu diktieren, welche Teile ihres nationalen Erbes vergessen und der Fäulnis überantwortet werden sollten.

Die Webseite von Gherush bietet keine Hinweise auf den Standort der Gruppe, keine Information über ihr Personal und keine Erwähnung ihrer Finanzierungsquellen. Ihre Kontaktseite bietet keine Mittel, irgendjemanden zu kontaktieren, außer über ein html-Formular. Eine Email-Adresse erscheint anderswo auf der Webseite, aber sie ist gleichermaßen gesichtslos:

gheroush92@gheroush92.com.

Warum die Geheimhaltung?

Sollte eine „Menschenrechts“organisation nicht transparent sein?

Wir erhalten aber ein Gefühl dafür, was für eine Art von Organistation das ist, indem wir uns ihre Kampagnen ansehen:

  1. Ein Artikel vom 17. Juni 2011 schreit ‘DAS VERBOT DER JÜDISCHEN UND ISLAMISCHEN SCHLACHTUNG IST EINE VERLETZUNG VON MENSCHENRECHTEN’
  2. Ein weiterer mit Datum 29. Dezember 2009 kreischt ‘SAGEN WIR DEN PAPSTBESUCH IN DER SYNAGOGE AB’
  3. Noch einer mit Datum 12. Oktober 2009 fordert schrill ‘EUROPA UND AMERIKAS, HÖRT AUF, DEN 12. OKTOBER ZU FEIERN!’

Kampagne # 2 ist von besonderem Interesse. Der dazugehörige Artikel macht wilde und hysterische Behauptungen:

Der kommende Papstbesuch in der Synagoge von Rom ist eine Beleidigung für Juden, Roma, Schwule, Frauen und alle, die in der Shoah und im Laufe der Jahrhunderte des Christentums massakriert wurden. Die beleidigende Verzerrung des Gedenkens, das Lob des Schweigens und die Minimierung der Bedeutung der Shoah sind eine Beleidigung und Verletzung der Menschenrechte aller Opfer.

Benedikt XVI hat eine wahre Kampagne für die Aneignung des Gedenkens und der Shoah geplant und handelt wissentlich und zu einer von ihm gewählten Zeit für seinen Besuch in der Synagoge von Rom. Es ist die klare Absicht des Papstes, die Synagoge als ein Königspapst und als Papst auf einem triumphalen Marsch zu betreten, umgeben von den Lobeshymnen der konventionellen Denker und der Opportunisten. Als Begründer einer neuen konservativen Strömung des Negationismus und des Geschichtsrevisionismus zielt der Pontiff darauf ab, die Shoah zu einem Ereignis zu reduzieren, das – wie schwerwiegend es auch war – nur zufällig passierte. Für den Papst muß die Shoah für immer vom Christentum und daher vom historischen Antisemitismus getrennt bleiben.

Der Papst beabsichtigt, in manipulativer Weise jeden, den er kann, in diese neue Denkrichtung zu zerren, sogar Juden, um sie zu zerquetschen und in ihrem Gedenken zu isolieren.

[yada yada yada . . .]

Ich sage, daß diese Kampagne von besonderem Interesse ist, denn während ihr Untertitel verlangt „Blasen wir den interreligiösen Dialog ab!“, war dieselbe Gruppe letztes Jahr voll für die Förderung des interreligiösen Dialogs zwischen Judentum und Islam. Am 14. März 2011 verkündeten sie:

Wir haben das Vergnügen, Sie zu der Nebenveranstaltung mit dem Titel „JUDENTUM UND ISLAM. REGELN FÜR EIN NEUES GOLDENES ZEITALTER“ einzuladen, die am 23. März von 1 bis 3 Uhr nachmittags während der 16. Sitzung des Rates für Menschenrechte im UN-Hauptquartier in Genf abgehalten werden wird.

Das Ziel dieser Veranstaltung ist die Schaffung eines beispiellosen Treffens, bei dem islamische und jüdische Kultur, Gesetze und Regeln als ein holistisches und in sich konsistentes System betrachtet werden könnten, das in der Lage ist, effektiv zu den Hauptthemen der Millennium Development Goals (MDGs) beizutragen, wie Umwelt, Nahrung, Armut, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung.

Die Veranstaltung wird einen strikt kulturellen und wissenschaftlichen Ansatz beibehalten. Die Bezugnahme auf das „Goldenen Zeitalters“ muß als historische Vorgabe für einen neuen Impuls zur Kooperation zwischen prominenten und traditionellen alten Kulturen im Hinblick auf ein neues Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet in den betroffenen Gebieten betrachtet werden.

Man ist versucht, sich mögliche Erklärungen vorzustellen, die diesen anscheinenden Widerspruch elegant auflösen würden. Leider ist die Kampagnengeschichte dieser Gruppe, obwohl sie seit mindestens sieben Jahren aktiv gewesen ist, wohl zu dürftig, um Schlüsse zu ziehen, ohne sich dem Vorwurf des Übereifers, der Paranoia oder der Täuschungsabsicht auszusetzen. Das ganze Ding riecht nach Krypto-Judentum, nachdem die Positionen, die sie beziehen, völlig auf der Linie der allgemeinen jüdischen Aktivistengemeinde in der Diaspora liegen. Man fragt sich, wieso die Äußerung zu Dante seitens solch einer undurchsichtigen Organisation einen Nachrichtenartikel im Telegraph verdient.

Hier ist, was ich denke: diejenigen, die gekommen sind, um in Europa zu leben, und deren Vorfahren nicht aus Europa sind, sollten die europäischen Klassiker ungefiltert und unzensuriert studieren müssen, und ohne daß ihre Lehrer irgendeine Rücksicht auf ihre Rasse, Nationalität oder religiöse Überzeugung nehmen. Jeder, der sich beleidigt fühlt, ist schon mal fehl am Platz. Jeder, der einen Wirbel macht, sollte als undankbarer Gast gerügt und zur Tür gewiesen werden. Denn diese exogenen Minderheiten sind hier durch die Gnade der Einheimischen, die ihnen erlaubt haben, die Vorteile des Lebens in der wohlhabenden, blühenden, sicheren, technologisch fortgeschrittenen Gesellschaft der letzteren mit ihnen zu teilen, wo die Dinge funktionieren, die Leute nett sind und es immer reichlich zu essen gibt. Dies ist unsere Heimat, und jeder, der hier leben möchte, hat dazu beizutragen und sich an unsere Regeln zu halten. Wir hatten keine Verpflichtung, sie hereinzulassen, ganz zu schweigen davon, ihnen Plätze an unseren Schulen und Universitäten abzutreten, die unsere eigenen Jugendlichen hätten bekommen können und sollen. Tatsächlich hassen es viele von uns, daß unser politisches Establishment so vielen gegen unseren Wunsch die Türen geöffnet hat. Erinnern wir diejenigen, denen erlaubt wurde, unter uns zu leben, jeden Tag daran, was für ein Glück sie haben.

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