Ein Dschihad des 19. Jahrhunderts gegen die amerikanische Schiffahrt

Thomas Birch: Die USS Enterprise jagt die Tripoli

Thomas Birch: Die USS Enterprise jagt die Tripoli

Von Anestos Canelides, übersetzt von Deep Roots.

Das Original A 19th-Century Jihad on American Shipping erschien am 3. Dezember 2010 bei „Gates of Vienna“.

Vorwort von Baron Bodissey:

Anestos Canelides kehrt zurück mit einem neuen Essay über den anhaltenden Konflikt während der frühesten Tage der Amerikanischen Republik, den man als den Barbareskenkrieg kennt.

Die Barbareskenkriege: Ein Dschihad des 19. Jahrhunderts gegen die amerikanische Schiffahrt,

von Anestos Canelides

Ein Jahr nachdem Großbritannien die amerikanische Unabhängigkeit anerkannt hatte, verlor eine Mannschaft auf einem US-Handelsschiff im Mittelmeer ihre Freiheit.

Die Besatzung und ihr Schiff wurden von Barbareskenpiraten gekapert und zur Lösegelderpressung festgehalten, und dies sollte nicht der letzte Angriff gegen die US-Schiffahrt sein. Die Kaperung der „Betsy“ und der „Dauphin“ sollte der Beginn eines Konfliktes zwischen der erst seit kurzem unabhängigen Nation der Vereinigten Staaten von Amerika und den moslemischen Piraten Nordafrikas werden. Der Konflikt mit den Barbareskenpiraten aus den Nationen Marokko, Tunis, Tripoli und Algier sollte von 1786 bis 1815 dauern.

Es erforderte eine kombinierte US-Flotte, um sie im Tripolitanischen Krieg von 1801 bis 1805 zu besiegen. Das Endresultat dieses ersten Krieges gegen die Piraten war, daß die Amerikaner gezwungen waren, Tribut zu zahlen, um sicherzustellen, daß sie Frieden und freien Handel im Mittelmeer aufrecht erhalten konnten. Tribut und Verhandlungen stoppten die Piraterie nicht, und mit der Zeit scheiterte der Waffenstillstand, was einen entscheidenden amerikanischen Sieg im Algerine War von 1815 zur Folge hatte.1

Die Barbareskenstaaten.

Die Barbareskenstaaten.

Von der Zeit des ersten Angriffs gegen unsere Schiffahrt an verstand die US-Regierung die unprovozierten Angriffe der Korsaren nicht. Diese Angriffe gegen die amerikanische Schiffahrt waren ein Schock für unsere Gründerväter, aber sie waren Teil eines größeren Dschihad durch Moslempiraten im Mittelmeer. Laut Dr. Andrew Bostom „hielten Jefferson und Adams in ihrem anschließenden Bericht an den Continental Congress die Rechtfertigung des tripolitanischen Botschafters fest:

… daß es auf den Gesetzen ihres Propheten beruhte, daß es in ihrem Koran geschrieben stand, daß alle Nationen, die ihre Autorität nicht wollten, Sünder waren, daß es ihr Recht und ihre Pflicht war, Krieg gegen sie zu führen, wo immer man sie antraf, und alle zu versklaven, die sie gefangennehmen konnten, und daß jeder Muselmane, der in der Schlacht getötet werden sollte, sicher sein konnte, ins Paradies zu kommen.“

Die moslemischen Piraten hatten ihre Angriffe gegen Christen jahrhundertelang als wichtiges Element des Dschihad gerechtfertigt. Es wurde als al-jihad-fil-babr oder Heiliger Krieg zur See bezeichnet, und es war eine Gemeinschaft von Seeleuten oder ta’ifa, es war ein integraler Teil des Heiligen Krieges gegen die christlichen Ungläubigen. Diese Form der Piraterie bescherte den Piraten ihre größten militärischen Helden.2

Es gab dabei zwei Konzepte, Dar al Islam oder „Haus des Friedens“ und Dar al-harb oder „Haus des Krieges“. Die Amerikaner zahlten keinen Tribut an die Barbareskenpiraten, daher ordnete sie dies dem Haus des Krieges zu und erlaubte es, daß sie zur Beute von Piraterie wurden. Bis sie einen Vertrag unterzeichneten und Tribut von ihnen eingetrieben wurde, würden sie Opfer des Dschihad bleiben. Sobald sie gekapert waren, wurden das Schiff und seine Fracht beschlagnahmt und die Männer oft in die Sklaverei verkauft.

In diesem Dschihad waren alle Gefangenen Kriegsgefangene und unterlagen der Sklaverei, aber das Ergebnis für Kriegsgefangene war: Tod, Lösegeldzahlung, Austausch, Besteuerung, Freilassung und Versklavung. In den Barbareskenstaaten fiel die Wahl üblicherweise auf Sklaverei. „Das islamische Gesetz legte fromm fest: (Sklaverei) ist eine Erniedrigung und eine Knechtschaft, die von vorherigem Unglauben verursacht wurde und die Abschreckung vom Unglauben zum Zweck hat. Mit solchen Meinungen konnten die Barbareskenpiraten regelrechte Sklavenjagden rechtfertigen.“3

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Devshirme: Eine moslemische Geißel der Christen

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Von Anestos Canelides, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Devshirme: A Muslim Scourge on Christians erschien am 28. September 2010 bei “Gates of Vienna”

Vorwort von Baron Bodissey:

Das Folgende ist der neueste aus einer Serie von Essays von Anestos Canelides. Der aktuelle Text behandelt die barbarische türkische Institution der Devshirme, die jahrhundertelang von den Osmanen an den unterworfenen Völkern des Balkans praktiziert wurde.

 

Devshirme: Eine moslemische Geißel der Christen

von Anestos Canelides

Wir als Volk, ob in Griechenland oder in den USA, sollten niemals unsere Geschichte vergessen, besonders wenn es um den Islam geht.

Vor etwa einem Jahr bezeichneten griechische Schulbücher die osmanische Besatzung der Griechen im Namen der Political Correctness als die „osmanische Administration”. Die Bezeichnung wurde nach einem lauten Aufschrei vieler Griechen schnell zurückgezogen, denn das osmanische Zwischenspiel war viel mehr als eine Administration, und die Besatzung brachte den christlichen Griechen Jahrhunderte grausamer Unterdrückung.

Eine Institution solcher von den Türken praktizierter Unterdrückung wurde Devshirme genannt, oder die Praxis der Rekrutierung der besten und klügsten Kinder, üblicherweise männlich, aus christlichen Familien, und deren zwangsweise Konvertierung zum Islam. Diese Kinder wurden in der Beamtenschaft des Sultans ausgebildet, oder sie wurden Teil einer Elitekampftruppe, der Janitscharen. Vom Beginn dieser Institution an nahm die christliche Bevölkerung die Entführung ihrer Kinder schmerzlich übel.

Der große Historiker Leopold von Ranke schrieb, daß das erste heroische Lied von Christos Melionis erst dann überall in den Bergen Griechenlands erklang, nachdem die traumatische Praxis der Devshirme beendet worden war, und erst lang nachdem sie vorbei war, führte es die Revolution auf dem ganzen Balkan herbei. 1

Der Sultan führte Kinder in seine Dienste ein, die entweder durch Kauf in seine Hände gefallen waren, oder durch regelrechte Entführung aus ihren Familien durch Anwerber. Der Autor Andre Gerolymatos schreibt in The Balkan Wars über die barbarische Praxis der Devshirme:

Die grausame Praxis dessen, was man heute die Hirnsäuberung der christlichen Bevölkerung des Osmanischen reiches nennen könnte, ist vielleicht das unmenschlichste türkische Vermächtnis. Der Vorteil, den jene gewannen, die für die Bekehrung und ein besseres Leben in Konstantinopel ausgewählt wurden, kann die Abscheulichkeit nicht mindern, daß Kinder ihren Eltern weggenommen wurden. 2

Die Osmanen schickten Agenten in die Dörfer, um diesen Tribut einzutreiben, und nahmen diesen Dörfern so ihre stärksten und intelligentesten Kinder, wodurch die Agenten der Devshirme zur verhasstesten Manifestation der türkischen Herrschaft wurden. “Die Erinnerung an diese Männer stigmatisiert die Türken auf dem Balkan noch immer.” 3

Man kann den traumatischen Ton in der überlebenden griechischen Literatur aus dieser Periode leicht verstehen. Für die Eltern war dies ein herzzerreißender Verlust, und die völlige Umformung ihrer Kinder, die gezwungen wurden, sich von ihrem christlichen Glauben abzuwenden, war verheerend. Das Tübinger Manuskript, das von Andre Argyros und Johann Tholoites im 16. Jahrhundert verfaßt wurde, zeigt deutlich das Trauma, das die Eltern durchmachten:

Ihr versteht, meine christlichen Herrschaften, welche Trauer die Griechen tragen, die Väter und Mütter, die in der Blüte ihres Lebens von ihren Kindern getrennt werden. Denkt an die herzzerreißende Trauer! Wie viele Mütter zerkratzen sich die Wangen! Wie viele Väter schlagen sich mit Steinen an die Brust! Welchen Kummer diese Christen um ihrer Kinder willen erleben, die von ihnen getrennt werden, während sie noch leben, und wie viele Mütter sagen: “Es wäre besser, sie tot und in unserer Kirche begraben zu sehen, statt daß sie lebend weggenommen werden, um Türken zu werden und unserem Glauben abzuschwören. Besser, ihr wärt gestorben.” 4

Devshirme recruit

Die traurige Tatsache ist, daß, obwohl viele Janitscharen Griechen waren, ihre Konversion und ihre Anhängerschaft zum Islam sie für immer von jedem hellenischen Bewußtsein und jeder Verbindung zur griechischen Gesellschaft trennte. 5 Die christliche Bevölkerung auf dem ganzen Balkan verübelte die Rekrutierung ihrer Kinder, und diese wurde oft gewaltsam durchgeführt. Jene, die sich nicht fügten und die gesündesten, bestaussehenden und intelligentesten Kinder auslieferten, hatten schwere Strafen zu gewärtigen. Eltern, die sich weigerten, wurden sofort durch Erhängen hingerichtet.

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Das letzte Imperium

Die Theodosianische Landmauer

Die Theodosianische Landmauer

Von Anestos Canelides, übersetzt von Deep Roots

Das Original The Last Empire erschien am 29. Mai 2010 bei “Gates of Vienna”

Vorwort von Baron Bodissey:

Heute vor fünfhundertsiebenundfünfzig Jahren fiel die Stadt Konstantinopel an das Osmanische Reich, und das Byzantinische Reich endete. Die Plünderung von Konstantinopel eröffnete Jahrhunderte brutaler islamischer Herrschaft in Südosteuropa. Griechenland wurde schließlich im 19. Jahrhundert von den Osmanen befreit, aber bis zum heutigen Tag verbleibt ein kleiner Teil Europas in türkischen Händen, und die Stadt Istanbul — ehemals Konstantinopel — bleibt eine türkische Stadt. Das Folgende ist ein Gastessay eines Autors, der unter dem Pseudonym Anestos Canelides schreibt. Er hat dies über seinen Essay zu sagen:

Ich bin zur Hälfte Grieche, und ich schrieb dies zum Gedenken an jene, die in der epischen Schlacht gegen den islamischen Expansionismus kämpften. Ich schrieb es auch zum Gedenken an die anderen Christen des Balkans, die so viel an den Islam verloren haben. Ich habe Zeit in Istanbul verbracht, und ich hege keinen Hass gegen die modernen Türken.

 

Das letzte Imperium 1453: Die Belagerung von Konstantinopel

von Anestos Canelides

Am 9. Juni 1453 liefen drei Schiffe im Hafen von Chania auf Kreta ein, deren Besatzungen großteils aus kretischen Seeleuten bestand. Die Seefahrer waren aus Konstantinopel gekommen, kurz nach dessen Fall an die osmanisch-türkischen Armeen von Sultan Mehmet Bey. Die Kreter hatten die tragische Nachricht mitgebracht, daß Konstantinopel trotz einer heroischen Verteidigung durch die Griechen und ihre Verbündeten an die Heere des Islam gefallen war. Die plötzliche Nachricht rief große Seelenpein unter den Menschen Kretas und später des christlichen Westens hervor. Die osmanische Eroberung der Königin der Städte hatte dem Römischen Reich, das heute oft als Byzantinisches Reich bezeichnet wird, ein tragisches Ende gesetzt. Sie war der letzte Nagel im Sarg des Zentrums der byzantinischen Welt, führte aber wiederum den Aufstieg des Osmanischen Reiches herbei, eines islamischen Staates.

Konstantinopel wurde von Land und Meer her angegriffen, aber die Landmauer, die Theodosianische Mauer genannt wurde, war niemals in ihrer tausendjährigen Geschichte durchbrochen worden. In gleicher Weise, wie dreihundert Spartaner den vorrückenden Armeen des persischen Reiches getrotzt hatten, hielten die Bürger von Konstantinopel ebenfalls heroisch aus und verteidigten ihre Stadt gegen die Tyrannei. Es war sowohl der Wunsch der byzantinischen Griechen nach Freiheit von Sklaverei als auch der Glaube, daß Gott sie wundersamerweise vor der Niederlage retten würde, die sie dazu brachten, den Türken beinahe zwei Monate lang heftigen Widerstand zu leisten.

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Die Türken hatten mit fanatischem Geist in die Stadt einzudringen versucht, weil der Prophet ihnen im Koran einen besonderen Platz im Paradies angeboten hatte. Sultan Mehmet ahmte den Propheten Mohammed nur nach, als er sagte: „…Selbst wenn einige von uns sterben sollten, wie es im Krieg natürlich ist, und unser vorbestimmtes Ende finden sollten, wißt ihr aus dem Koran sehr gut, was der Prophet sagt: daß derjenige, der in der Schlacht fällt, mit heilem Leibe mit Mahomet speisen wird, und mit ihm im Paradies trinken wird, und er wird an einem grünen Ort ruhen, der von Blumen duftet, und die Gesellschaft von Frauen und lieblichen Knaben und Jungfrauen genießen, und er wird in schönen Bädern baden. All diese Dinge wird er durch Gottes Gunst an diesem Ort genießen.” Trotzdem sie solch großen Widrigkeiten gegenüberstanden, verteidigten die Byzantiner ihre alte christliche Hauptstadt mit großer Hartnäckigkeit gegen die Armeen Mehmets.1

Prophezeiung des Falls

Die Römer glaubten, daß der Fall der Stadt unter einem Kaiser namens Konstantin geschehen würde, dessen Mutter Helena hieße. Byzantinische Legenden sagten voraus, daß es während der Herrschaft eines Konstantins, Sohn einer Helena, geschehen würde, daß die große Stadt Konstantinopel erobert werden würde. Der Name der Mutter von Konstantin dem Großen — der Konstantinopel als das neue Rom gegründet hatte — war Helena. Obwohl es zwischen der Herrschaft von Konstantin dem Großen im 4. nachchristlichen Jahrhundert und Konstantin Palaiologos XI im 15. Jahrhundert zahlreiche Kaiser mit Namen Konstantin gegeben hatte, hatten nur diese beiden Kaiser Mütter, die Helena hießen. Es ist auch interessant festzuhalten, daß der letzte offizielle byzantinische Patriarch Metrophanes hieß, und dies war auch der Name des Patriarchen während der Herrschaft von Konstantin dem Großen.2

Einer weiteren Legende zufolge würde die Belagerung bei abnehmendem Mond stattfinden, und dieses Zeichen wurde am Vorabend der finalen Belagerung der Stadt erfüllt. Die Zeichen wurden für die Verteidiger noch prophetischer, als ein seltsamer grüner Nebel die geheiligte Kathedrale Hagia Sophia, die Kirche der Heiligen Weisheit, bedeckte. Dieser mysteriöse grüne Nebel umhüllte die Basis der Kirche und stieg dann langsam den Altarraum empor. Plötzlich schoß der Nebel auf geheimnisvolle Weise zum Himmel empor und verschwand. Dieses besondere Zeichen ließ die Byzantiner glauben, daß der Geist Gottes die Stadt wegen ihrer Sünden verlassen hätte. Ungeachtet dessen, was die Bürger glaubten, wollte der Kaiser die Stadt oder ihr Volk nicht den Armeen von Hagar überlassen. Wie alle tapferen Hellenen in ihrer ganzen Geschichte würde er ausharren und kämpfen, bis der Engel des Herrn seine Seele fordern würde. Andere Zeichen, die weiter zu den Ängsten der Verteidiger beitrugen, waren zwei leichte Erdbeben und strömender Regen. Diese Ereignisse wurden als böse Omen gedeutet, und sie erinnerten die Stadt an all die Prophezeiungen, die das Ende des Imperiums voraussagten und das Kommen des Antichrist, von dem sie annahmen, daß es der osmanische Sultan Mehmet sei.3

Was zu ihrem Aberglauben noch dazukam, war ein unter den Griechen weit verbreiteter Glaube, daß das Byzantinische Reich das letzte Reich auf Erden sei. „Die Menschen erinnerten sich der alten prophetischen Bücher aus der Zeit der früheren arabischen Belagerung, ihre gnomischen, orakelhaften Verse wurden verbreitet rezitiert; ‘Unglück dir, Stadt auf den sieben Hügeln, wenn der zwanzigste Brief auf deinen Bollwerken verlautbart wird. Dann wird der Fall nahe sein, und die Vernichtung deiner Herrscher.’ Die Türken wurden als apokalyptisches Volk gesehen, welches das letzte Gericht ankündigten, eine von Gott geschickte Geißel als Strafe für christliche Sünden.”4

Der Konflikt beginnt

Der Konflikt, der zum Fall der Stadt führen würde, begann, als Mehmet eine Burg namens Rumeli Hisari errichtete, die — bis zum heutigen Tag — am Meeresarm namens Bosporus liegt. Der Bauplatz der neuen Burg lag auf der anderen Seite des Bosporus direkt gegenüber einer Burg namens Anadolu Hisar auf der kleinasiatischen Seite, die von Mehmets Großvater, dem Sultan Bayezit, erbaut worden war. Mehmet hatte diese Festung errichtet, um die Kontrolle über den Meeresarm zu gewinnen und die Schiffahrt zwischen dem Marmarameer und dem Schwarzen Meer abzuriegeln. An dieser Stelle war der Bosporus am schmalsten, sodaß die Plazierung direkt gegenüber von Anadolu Hisar Rumeli Hisari die strategische Kontrolle über den Wasserweg verschaffte. Die neue Burg wäre die perfekte Operationsbasis für die Belagerung von Konstantinopel, aber das einzige Problem war, daß sie auf byzantinischem Land lag.5

Im vorherigen Winter von 1451-52 hatte der Sultan die nötigen Arbeitskräfte zusammengezogen, um sein neues Fort zu bauen, aber im Zuge dessen zerstörte er Kirchen und Klöster, um zusätzliches Baumaterial für die Burg zu gewinnen. Einige Griechen wagten es, Einspruch zu erheben, daher wurden sie zusammengetrieben und massakriert. Später protestierten einige Griechen dagegen, daß die Türken ihre Pferde in ihren Feldern weiden ließen, und auch sie wurden abgeschlachtet, was einen Kriegszustand zwischen den Byzantinern und den Osmanen herbeiführte.6

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Die arabische Belagerung von Konstantinopel

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Von Anestos Canelides. Original: The Arab Siege of Constantinople, erschienen am 27. Mai 2012 auf „Gates of Vienna“. Übersetzung: Lucifex

 

Vorwort von Baron Bodissey: Der kommende Dienstag ist der 559. Jahrestag des Falls von Konstantinopel. Der folgende Essay von Anestos Canelides bietet eine Übersicht über frühere islamische Versuche, die Hauptstadt des ostlichen Imperiums zu erobern.

Die arabische Belagerung von Konstantionopel: Eine Zusammenfassung von Anestos Canelides

„Als wir um den Propheten (saw) waren und schrieben, wurde er gefragt: ‘Welche der beiden Städte wird zuerst geöffnet erden, Konstantinopel oder Rom?’ Er (der Prophet Mohammed) antwortete: ‚Die Stadt von Heraklius wird zuerst geöffnet werden!’“

Sowohl im späten 7. als auch im frühen 8. Jahrhundert n. Chr. versuchten die Araber eine Prophezeiung ihres verstorbenen Propheten Mohammed zu erfüllen und die christliche Stadt Konstantinopel einzunehmen, scheiterten aber elend. Sie wurden durch eine geniale neue Waffe daran gehindert, die die Versuche der arabischen Moslems durchkreuzte, die römische (byzantinische) Hauptstadt zu erobern.

Griechisches Feuer im Einsatz: Illustration aus der Madrider Handschrift des Geschichtswerkes des Ioannes Skylitzes (12. Jh.)

Griechisches Feuer im Einsatz: Illustration aus der Madrider Handschrift des Geschichtswerkes des Ioannes Skylitzes (12. Jh.)

Die erste arabische Belagerung von 672

Im Jahr 672 n. Chr. rückten die Sarazenen (Moslems) gegen die Stadt Konstantinopel vor. Sie segelten den Hellespont hinauf und ins Marmarameer und eroberten römisches Territorium, nur fünfzig Meilen von der Stadt entfernt jenseits des Wassers. Von dort aus begannen die arabischen Invasoren wichtiges Territorium zu befestigen, um es bei ihrem Versuch der Eroberung der Stadt als Landbrücke zu verwenden. Im Jahr 674, zwei Jahre nach ihrer Ankunft, begann die Belagerung. Die Mehrzahl der früheren Angriffe gegen die römische Hauptstadt war vom Land her gekommen, aber die arabische Belagerung würde von See her kommen. [1]

Die arabischen Schiffe trugen schwere Belagerungsmaschinen und riesige Katapulte, mit denen sie die Befestigungen der Stadt bombardieren und Breschen erzeugen konnten, um Zugang zur Stadt zu gewinnen. Die Befestigungen am Goldenen Horn (einem kleinen Meeresarm) und am Marmarameer waren für den Angriff bereit, aber die neue Waffe der Verteidiger würde ihre Abwehr weiter stärken. Durch die Genialität ihres Erfinders waren die Verteidiger in der Lage, die arabischen Versuche zur Unterwerfung der Stadt zu vereiteln. Von einem Architekten und Chemiker namens Kallinikos aus der syrischen Stadt Heliopolis geschaffen, würde diese neue „Massenvernichtungswaffe“ die Römer wahrhaft vor der moslemischen Bedrohung für ihren Glauben und ihre Kultur retten. [1]

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