Duell im All

Von Fredric Brown (Original: „Arena“, erschienen 1944; letztes Bild aus der deutschen Veröffentlichung dieser Geschichte in Reader’s Digest Nr. 5-1982, andere Bilder von mir hinzugefügt)

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Carson öffnete die Augen und bemerkte, daß er im Sand lag. Er blickte auf und sah in eine flimmernde, trübe Bläue.

Ich bin wohl verrückt, dachte er. Verrückt – oder tot. Der Sand war leuchtend blau. Und das gab es doch nirgendwo auf der Erde oder sonst einem Planeten: leuchtend blauen Sand! Er nahm eine Handvoll auf und ließ die Körner über den bloßen Fuß rieseln. Ein bloßer Fuß? Nicht nur das; er war von oben bis unten nackt, und von seinem Körper troff der Schweiß! Von allen Planeten besaß nur der Merkur eine solche Hitze, und der lag ungefähr sechs Milliarden Kilometer entfernt von…

Da fiel es ihm wieder ein, wo er sich zuletzt befunden hatte: in dem Einmannaufklärungsraumschiff jenseits der Umlaufbahn des Planeten Pluto. Und sein Auftrag war die Überwachung eines knapp anderthalb Millionen Kilometer umfassenden Raumes an der Flanke der terrestrischen Raumflotte, die die außerirdischen Angreifer abfangen sollte.

Niemand wußte, wer die Angreifer waren, aus welcher fernen Galaxis sie kamen. Bisher hatte es nur vereinzelte Überfälle auf Erdsatelliten gegeben, an sich noch keine kritische Bedrohung. Dennoch hatte die Erde sich zum Entscheidungskampf gerüstet und die größte Raumflotte aller Zeiten aufgeboten. Aufklärer 30 Milliarden Kilometer weit draußen im Raum hatten die Annäherung einer mächtigen Flotte der Angreifer gemeldet. Und nun stand die terrestrische Armada mit 10.000 Raumschiffen und einer halben Million Raumkämpfern bereit, um die Angreifer aufzuhalten und um die letzte Überlebenschance der Erde zu kämpfen.

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