Drogengeschäfte V: Afghanistan

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

 

In den Tagen nach 9/11 saß ich in jeder freien Minute vor dem Fernseher, und in vielen der eigentlich nicht freien Minuten auch. Das heißt, ich habe vor dem Fernseher nicht nur gebügelt und gegessen, sondern auch auf dem Couchtisch Gemüse geputzt und Zwiebeln gehackt, um ja keinen der in Legionenstärke auf dem Bildschirm aufmarschierenden Experten zu verpassen. Wahrscheinlich hatte ich glasige Augen und einen stieren Blick, aber zum guten Glück ist das nicht in Bilddokumenten für die Nachwelt festgehalten.

All die zahllosen aus allen möglichen und unmöglichen Ecken herbeigeschleppten Terrorismus-, Islamismus- und Nahostexperten, bei denen man sich unwillkürlich fragt: „Was machen die eigentlich, wenn gerade kein Terroranschlag ist?” habe ich natürlich alle schon längst wieder vergessen. Alle bis auf einen, der mir aus irgendwelchen Gründen im Gedächtnis geblieben ist. Seinen Namen weiß ich auch nicht mehr, aber es war ein in Deutschland wirkender Berufspalästinenser, der dem Fernsehsender in dem Zusammenhang wohl auch als Experte galt, und vielleicht habe ich ihn deswegen nicht vergessen, weil er anders aussah, wie ich mir einen Palästinenser vorstellte, nämlich ein ruhig, besonnen und freundlich wirkender älterer Mann im Anzug, der ein gepflegtes Deutsch sprach.

Dieser Experte wurde vom Reporter gefragt, was ihm denn im Kopf herumgegangen wäre, als er von den Terroranschlägen erfahren hatte und er antwortete darauf, er habe zu Gott gebetet: „Bitte mach, dass das keine Palästinenser waren.” Vielleicht kann ich mich auch deswegen noch an ihn erinnern, weil ich damals trotz all meiner Abneigung gegen die Palästinenser dachte: „Ja, guter Mann. Das hätte ich an deiner Stelle auch gebetet.“

Sieben Jahre später, als sich die offizielle 9/11-Version für mich wie so manch andere Legende aufgelöst hatte, führte diese Erinnerung mich zu einer ganz neuen Fragestellung und zwar: „Warum waren das eigentlich keine Palästinenser?“

Für Leute, die an die offizielle Version glauben, ist diese Frage leicht beantwortet. Es waren deswegen keine Palästinenser, weil es eben keine Palästinenser waren. Punkt. Afghanen waren es nebenbei bemerkt auch nicht, aber eben Leute, die in Afghanistan ihre Zentrale hatten. Wenn man aber erkannt hat, dass die offizielle Version unmöglich stimmen kann, und wenn man darüber hinaus noch erkannt hat, dass jüdische und israelische Kreise knietief in der 9/11-Sache drinstecken, kommt eben die Frage auf: „Warum haben sie das nicht den Palästinensern in die Schuhe geschoben? Mit dem Zorn, der damals in den USA und weiten Teilen Europas gegen jeden mobilisiert hätte werden können, der das getan hat, und den der Berufspalästinenser auf meinem TV-Schirm ja ganz offensichtlich auch fürchtete, hätte das Palästinaproblem, das Israel hat oder angeblich hat, perfekt gelöst werden können, ohne dass die IDF auch nur einen Finger hätte rühren müssen. Die Amis hätten das schon geregelt.” Das ist aber nicht passiert. Warum?

Ich kann die Frage nicht zufriedenstellend beantworten, der Nahostkonflikt mit all seinen Ungereimtheiten ist auch nicht Thema dieses Artikels, sondern Afghanistan. Radikal antizionistische Kreise unter der Rechten, deren Antizionismus ausschließlich um Israel kreist und die der Ansicht sind, alles, was Juden tun – einschließlich allem, was der Mossad tut – geschähe nur in nationalstaatlichem Interesse dieses kleinen Landes im Nahen Osten, vertreten zuweilen die Ansicht, 9/11 wäre inszeniert worden, um Israels Grenzen zu sichern und Israels Feinde zu neutralisieren. Während das im Falle des Iraks vielleicht gerade noch so erwägenswert wäre, man aber bedenken muss, dass der Irakkrieg mit Massenvernichtungswaffen und Saddams Grausamkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung begründet wurde und nicht mit Verstrickung in 9/11, ist diese Begründung im Falle Afghanistans so lächerlich, dass man kaum fassen kann, dass jemand sie bringt. Warum auch immer die NATO in Afghanistan ist, um Israels Grenzen vor der Taliban Airforce zu schützen, ist sie es nicht. Das Steinzeit-Afghanistan der Taliban stellte nie eine Bedrohung für den Staat Israel dar.

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Drogengeschäfte IV: Heroindrehscheibe Kosovo

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

Zuvor veröffentlicht:

Drogengeschäfte I: Die Sassoons und die Opiumkriege

Drogengeschäfte II: Interview mit Hervé Ryssen

Drogengeschäfte III: Vom Gulag über Brooklyn zur Weltherrschaft

Mit der Unabhängigkeitserklärung vom 17. Februar 2008 proklamierte sich der Kosovo als unabhängiger Staat, der mittlerweile von knapp der Hälfte der UNO-Mitgliedsstaaten anerkannt ist. Seit 2009 ist der Kosovo Mitglied des Internationalen Währungsfonds und der Weltbankgruppe.

Als Geburtshelfer dieses neuen Staates kann die NATO bezeichnet werden, die im Krieg 1999 in die serbischen Bestrebungen, die ethnischen Konflikte in der Provinz in den Griff zu bekommen, mit militärischer Gewalt zu Gunsten der Kosovo-Albaner eingriff. Selbstverständlich steht die NATO nicht im luftleeren Raum, sondern handelt nach Anweisung von Regierungen, insbesondere der amerikanischen, und von Personen, die diese Regierungen „beraten” und sie in humanistischer Bewegtheit auf als Kriegsvorwände geeignete Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen. Der Kosovokrieg gilt als erster Krieg, der vollkommen unabhängig von nationalen Interessen der angreifenden Partei angeblich einzig und alleine zum Schutz vor Menschenrechtsverletzungen geführt wurde. Ob man das glauben möchte oder nicht, sei erst einmal dahingestellt. Was aber gesichert ist, ist, dass es so dargestellt wurde (es wurde keine von Serbien ausgehende „Terrorgefahr” oder Bedrohung von NATO-Staaten durch Massenvernichtungswaffen ins Spiel gebracht). Irgendeinen Grund für diesen Krieg hat es jedoch mit Sicherheit gegeben, und der Versuch, den herauszufinden, ist Inhalt dieses Artikels.

Für Menschen, die sich der internationalistischen Agenda dieser menschenrechtsbewegten Kreise bewusst sind, gibt es eine kleine Merkwürdigkeit im Falle Kosovos. Während wir tagtäglich erleben, wie die europäische Einigung immer mehr vorangetrieben wird, wie immer mehr Migranten vor allem aus islamischen Ländern die Völker Europas überfluten, wie immer mehr auf Integration, d.h. ein Völkergemisch und darausfolgend im späteren Verlauf ein Mischvolk gedrängt wird, wie ernorme Geldmittel für die Integration und gegen jegliche Absonderungsbestrebungen bereitgestellt werden, ist im Kosovo genau das Gegenteil gemacht worden.

Während die Propagandisten nicht müde werden, das Ende des unabhängigen und insbesondere ethnisch definierten Nationalstaates zu propagieren und jeden Schritt zu feiern, der dem näher kommt, haben sie in diesem Fall einen unabhängigen Kleinstaat, den es vorher niemals gegeben hatte, künstlich erschaffen, und dies unter anderem auch mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und offen ethnisch begründet.  Während die alten, gewachsenen Nationen Europas immer weniger Souveränitätsrechte haben, schon alleine die Vorstellung, sie hätten etwas mit Ethnie zu tun,  als empörend gilt, und auch die USA, Kanada und Mexiko in Richtung einer Amerikanischen Union getrieben werden, mutet die Schaffung des unabhängigen Staates Kosovo wie eine erstaunliche Ausnahme an. Anscheinend ist die Idee des ethnischen Nationalstaates im Falle Kosovos also irgendwie doch nicht ganz so tot wie sie es zum Beispiel im Falle Deutschlands ist und wie es die heilsbringenden Globalisierer nicht müde werden, zu predigen.

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Drogengeschäfte I: Die Sassoons und die Opiumkriege

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“ (Titelbild nachträglich von Lucifex eingefügt).

Der folgende Artikel ist hauptsächlich eine Übersetzung, deren englisches Original unter dem Titel The Sassoon Opium Wars am 1. Oktober 2007 auf dem Blog In Pursuit of Happiness erschienen ist. Ich habe die historischen Angaben und Namen, die darin erwähnt werden, bei Wikipedia überprüft und an einigen Stellen zum Abgleich auch aus Wikipedia zitiert. Diese Stellen sind als Einschub im Text kenntlich gemacht.

Das britische Dampfschiff „HMS Nemesis“ (rechts) zerstört im November 1839 chinesische Kriegsdschunken.

Der 99-jährige britische Pachtvertrag für Hongkong lief im Juli 1997 aus und ermöglichte den Rotchinesen die Übernahme. Hunderte von Zeitungs- und Fernsehberichten befassten sich mit diesem Ereignis, aber nicht ein einziger erwähnte, wie England ursprünglich die Kontrolle über Hongkong erlangt hatte.

Die Wahrheit liegt in der Familienlinie David Sassoons, der „Rothschilds des Fernen Osten” und ihrem Monopol auf den Opiumhandel verborgen. Großbritannien kam in den Besitz von Hongkong, indem es die Opiumkriege führte und den Sassoons das Exklusivrecht verlieh, eine gesamte Nation auf Drogen zu setzen.

David Sassoon wurde 1792 in Bagdad geboren. Sein Vater Saleh Sassoon war ein wohlhabender Banker und der Schatzmeister von Ahmet Pascha, dem Herrscher Bagdads. (Damit war er dessen „Hofjude” – eine höchst einflussreiche Stellung).

1829 wurde Ahmet Pascha wegen Korruption gestürzt und die Familie Sassoon floh nach Bombay in Indien. Bombay lag an der strategischen Handelsroute ins Innere Indiens und war das Tor zum Fernen Osten. Innerhalb kürzester Zeit verlieh die britische Regierung den Sassoons Monopolrechte für alle Textilwaren, Seide und – am bedeutsamsten von allem – Opium, damals die Droge mit dem höchsten Suchtpotential der Welt!

Die Jewish Encyclopedia von 1905 schreibt, dass Sassoon seinen Opiumhandel nach China und Japan ausweitete. Er postierte seine acht Söhne an den wichtigsten Opiumumschlagsplätzen in China.

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Chinael 1 – Jüdische Adoptivfamilien auf Reisen in China

Von Osimandia, ursprünglich veröffentlicht am 26. Juli 2013 auf „As der Schwerter“ (auch hier im „Archiv des verbotenen Wissens nachveröffentlicht).

 

Nachdem wir bereits mehrfach darüber spekuliert haben, dass die jüdische Diaspora derzeit ihr Hauptwirkungszentrum möglicherweise von den USA nach China verlagert, kamen wiederholt Einwände auf, das wäre nicht so einfach, da Juden ja nunmal nicht wie Chinesen aussehen und daher auffallen wie bunte Hunde, was bei den ethnisch sehr bewussten Chinesen auf Misstrauen und Ablehnung stoßen und eine Infiltration unmöglich machen würde.

Das trifft zwar weitgehend aber nicht vollkommen zu, da es bereits seit mindestens 1.000 Jahren jüdische Gemeinschaften in China, vor allem in Kaifeng gibt, deren Mitglieder – zumindest für das europäische Auge – von Chinesen nicht zu unterscheiden sind.  Darüber hinaus erschien auf Y-Net ein Artikel mit dem Titel China ist gut für die Juden:

Ein Buch mit dem Titel „Die Juden – warum sind sie reich?!” würde in jedem anderen Land der Welt als antisemitisch betrachtet werden. In China ist es jedoch eine Art Kompliment. Ronen Medzini erforscht die Vergötterung [idolization] des jüdischen Geistes durch das chinesische Volk.

Wenn ich mich gegenüber einem Chinesen vorstelle, ist das immer wie ein Aufputschmittel für mein Ego. „Ein Jude? Sehr klug!” ist die umgehende Antwort. Meist wird sie gefolgt von „Sie sind sehr gut im Geschäftemachen.“

Es besteht jedoch keinerlei Zweifel, dass meine Lieblingsantwort „Sie sind wie Einstein!” ist. (…)

Seit Menschengedenken und in vielen Teilen der Welt bis zum heutigen Tag haben Juden unter Antisemitismus und Diskriminierung gelitten. In China gibt es ebenfalls Vorurteile gegenüber Juden und Israel, aber erstaunlicherweise sind die meisten davon positiv.

Ob die Chinesen sich über die jüdische Rolle beim Kommunismus – auch in China – und über die verheerenden Folgen für ihr Volk durch den Opiumhandel der Sassoons nicht bewusst sind, oder ob es ihrer Mentalität entspricht, auch dann uneingeschränkte Bewunderung für Erfolg zu zeigen, wenn dieser mit höchst unmoralischen und hinterhältigen Mitteln erzielt wurde und zu Abermillionen von Ermordeten und Versklavten und unermesslichem Leid für das eigene Volk geführt hat, weiß ich nicht.

Auf jeden Fall sehen die jüdisch-chinesischen Beziehungen ganz nach dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft aus, und absolut nicht nach dem, was viele sich erhoffen und dem sie möglicherweise auch mit Häme entgegensehen: Dem Niedergang des weißen Amerikas aufgrund des Aufstiegs Chinas, und dass in Folge davon die – völlig überraschte – jüdische Hochfinanz verdattert aus der Wäsche guckt und ihre NWO-Pläne mit Bedauern zerplatzen sieht.

Wir von AdS sind diesbezüglich eher etwas skeptisch, um es sehr vorsichtig auszudrücken, und teilen weder die Heilsbringer-Erwartung gegenüber dem Erstarken Chinas noch die Schadenfreude gegenüber den uns nahe verwandten weißen Amerikanern. Wir versuchen stattdessen, diese wunderbare chinesisch-jüdische Freundschaft in einer losen Reihe von Artikeln unter dem Titel Chinael etwas näher zu erforschen.

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„Knockout Game“: Medienlügen und die Wirklichkeit

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“

Am 27. November 2013 erschien auf „ÖSTERREICH.at“ dieser Kurzartikel (fette Hervorhebungen im Text von mir):

Mit einem Schlag k.o.: Knockout-Brutalos setzen neuen „Trend“

 

„Knockout Game“ in den Straßen von New York

Ein neuer fragwürdiger “Trend” wird derzeit in den USA verfolgt. Dieses “Spiel” nennt sich “Knockout Game”, dabei werden unbescholtene Bürger auf offener Straße plötzlich angegriffen. Ziel dabei ist es, das zufällig ausgewählte Opfer mit einem Schlag zu Boden zu strecken. So passiert in New York, wo ein Einwanderer aus Ecuador mit einem gezielten Schlag zu Boden gebracht wurde. Der 62-jährige Lauro Ponce war gerade, in Gedanken versunken, auf dem Heimweg von seiner Arbeit. Plötzlich griffen ihn unvermittelter zwei Männer an und schlugen auf ihn ein. Mit gebrochenem Schädel bleibt Ponce auf der Straße liegen. Besonders bitter sind die Folgen für den Einwanderer. Seinen Beruf als Fabrikarbeiter kann er nicht mehr ausüben, so fällt auch das dringend benötigte Geld für die Familie in der Heimat weg. Wegen dieses “Spiels” wird Lauro Ponce sein weiteres Leben im Pflegeheim verbringen müssen.

Es ist nicht zu fassen, wie verlogen in den Systemmedien über das Phänomen des „Knockout Game“ berichtet wird, nachdem es in den letzten Jahren weitgehend verschwiegen wurde!

Allein schon die weiße Faust als „Symbolfoto“ ist eine Frechheit, und zusammen mit der gezielten Erwähnung eines „Einwanderers aus Ecuador“ als Opfer, während die Täter bloß als „zwei Männer“ beschrieben werden, soll der Öffentlichkeit hier wohl suggeriert werden, daß es sich dabei um einen Trend unter „bösen Weißen“ handelt, die „aus rassistischen Motiven“ Jagd auf friedliche „Einwanderer“ und andere Nichtweiße machen.

Was es damit in Wirklichkeit auf sich hat, erfährt man dagegen in Artikeln wie The Blankout Game versus the Knockout Game von Colin Liddell: Gruppen schwarzer Jugendlicher, oder auch schwarze Einzeltäter, machen sich einen „Sport“ daraus, arglose einzelne Opfer, üblicherweise von anderer Rasse und vorzugsweiße weiß, überraschend mit einem einzigen Hieb, dem sogenannten „one hitter quitter“, (am besten wohl mit „ein Schlag und fertig“ zu übersetzen) bewußtlos zu schlagen. Ein Beispiel dafür ist in diesem Video zu sehen, wo der 50jährige Englischlehrer James Addlespurger in Pittsburgh in einer belebten Gasse von einem 15jährigen Mitglied eines entgegenkommenden Rudels junger Neger mit einem Schlag an die Wand geknallt und niedergestreckt wird. Und in diesem, im selben Artikel zu findenden Video sieht man, wie ein einzelner Neger in ein McDonalds’-Lokal kommt, hinter einem an der Theke stehenden älteren weißen Mann vorbeigeht, um sich rechts von diesem ebenfalls an die Theke zu stellen. Während der Weiße ihn kaum beachtet, wirft der Neger ein paar Seitenblicke auf ihn und streckt ihn dann unversehens mit einem wuchtigen Faustschlag nieder – vor den Augen der Bedienung! -, um dann aus dem Lokal zu rennen.

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Rassismus – Die kuriosen Ursprünge eines nutzlosen Wortes

Der englische Originalartikel von Samuel Francis erschien unter dem Titel The Origins of ‘Racism’ – the Curious Beginnings of a Useless Word in der Ausgabe  Vol.10, No.5, Mai 1999 von American Renaissance. Übersetzt von Osimandia, Zitate aus einer ursprünglich auf deutsch erschienen Abhandlung wurden rückübersetzt. Links und Bilder stammen nicht aus dem Originalartikel, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Das Oxford English Dictionary ist ein vielbändiges Grundlagenwerk, das eines der bemerkenswertesten Errungenschaften westlicher Gelehrsamkeit darstellt – das Standard-Wörterbuch der englischen Sprache auf der Grundlage „historischer Prinzipien”. Anders als die meisten Wörterbücher liefert das OED auch Informationen über das erste historische Auftreten und den erstmaligen Gebrauch von Wörtern. Die Spannbreite der Gelehrsamkeit im OED ist oft erstaunlich, aber für Leser von American Renaissance ist einer der interessantesten Einträge der zum Wort „Rassismus”.

Gemäß der zweiten Ausgabe des OED (von 1989) stammt der früheste bekannte Gebrauch des Wortes „racism” im Englischen aus einem 1936 erschienenen Buch des amerikanischen „Faschisten” Lawrence Dennis mit dem Titel „The Coming American Fascism”.

Der zweite Gebrauch des Begriffs in der englischen Sprache, den das OED anführt, ist der Titel eines Buches, das zwischen 1933 und 1934 auf Deutsch geschrieben wurde, das aber erstmalig 1938 ins Englische übersetzt und veröffentlicht wurde: „Racism” von Magnus Hirschfeld, übersetzt von Eden und Cedar Paul.

[Anm.d. Ü.: Ich belasse den Buchtitel in englisch, weil die deutschsprachige Abhandlung Hirschfelds nicht den Titel „Rassismus” trug. Ich konnte bisher nicht rausfinden, wie er sie nannte, aber auf einigen der englischen Seiten, die diesen Artikel nachveröffentlicht haben, wird „interessierten Investigatoren” empfohlen, das zu recherchieren. Das Buch selber ist auch in englisch selten und schwer erhältlich – Amazon.uk bietet genau ein gebrauchtes Exemplar für 150 Pfund an. Eine offenbar kritische Abhandlung mit dem Titel „Magnus Hirschfeld: The Man Who Invented ‚Racism‘ and His Evil Legacy” von Alexander Baron ist so gut wie gar nicht mehr erhältlich. Eine antiquarische Online-Buchhandlung vermeldet das letzte Auftauchen eines gebrauchten Exemplars im April 2011.]

Da Hirschfeld vor der Veröffentlichung von Dennis’ Buch im Folgejahr verstarb und das Wort in seinem Buch bereits ausgiebig benutzt hatte, erscheint es nur fair, ihn und nicht Dennis als den Urheber des Wortes „Rassismus” anzuerkennen. [Anm. d.Ü.: Lt. Wikipedia konnte Lawrence Dennis deutsch, kann also Hirschfelds Abhandlung durchaus vor der Übersetzung gelesen haben]. Im Falle des Adjektivs „rassistisch” schreibt das OED den ersten bekannten Gebrauch Hirschfeld selbst zu.

Wer war Magnus Hirschfeld und was hatte er uns über „Rassismus” zu sagen?

Magnus Hirschfeld

Magnus Hirschfeld war ein deutsch-jüdischer Medizinwissenschaftler, dessen Hauptwerk das war, was später als „Sexologie” bekannt wurde – wissenschaftliche Studien über Sex. Wie Havelock Ellis in England und Alfred Kinsey in den USA war auch Hirschfeld nicht nur einer der ersten, der systematisch Information über Sexualität zusammentrug, sondern auch ein Apostel der sexuellen „Befreiung”. Sein Hauptwerk waren Studien zu Homosexualität, er veröffentlichte aber auch viele Bücher zu anderen Themen, sowie Monographien und Artikel, die sich mit Sex befassten. Er schrieb eine fünfbändige Abhandlung über „Sexologie” sowie rund 150 weitere Werke und war an der Produktion von fünf Filmen über das Thema beteiligt. Es ist nur fair, festzuhalten, dass hinter seinen Werken die Absicht stand, eine Botschaft zu vermitteln – und zwar die, dass die traditionelle christliche und bürgerliche Sexualmoral unterdrückerisch, irrational und heuchlerisch sei, und dass die Emanzipation von ihr einen großen Schritt nach vorne bedeuten würde. Seine bewundernden Übersetzer Eden und Cedar Paul schreiben in ihrem Vorwort zu „Racism” von seinem „unermüdlichen Engagement für das Anliegen von Personen, die aufgrund der Tatsache, dass ihre Sexualhormone auf ungewöhnliche Art funktionieren, von ihren glücklicheren Mitmenschen verfolgt werden.” Lange vor der „sexuellen Revolution” in den 1960er Jahren führte Magnus Hirschfeld einen Kreuzzug für die „Normalisierung” der Homosexualität und anderen abnormalen sexuellen Verhaltensweisen. Hirschfeld war Gründer eines Instituts für Sexualwissenschaften in Berlin und trug dazu bei, die „Sexologie” auf internationaler Ebene zu organisieren. 1922 wurde er in München von Antisemiten angegriffen und beinahe dabei getötet. Im Mai 1933 schlossen die Nazis sein „Institut für Sexualwissenschaften” und Hirschfeld floh nach Frankreich, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1935 blieb.

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Offener Brief an die Islamkritik

Vom Autorenteam des nicht mehr existenten Blogs „As der Schwerter“; ursprünglich dort erschienen.

Sehr geehrter Herr Stürzenberger, lieber „Byzanz“,

die aktuellen Diskussionen haben uns dazu bewogen, Ihnen und Ihrer Gemeinde, also der von dem Blog Politically Incorrect und der Partei Die Freiheit vertretenen islamkritischen Bewegung, diesen offenen Brief zu schreiben.

Sie sind für uns ziemlich genau das, was die „Gutmenschen“ für Ihre Gemeinde sind und wir sind für Sie das, was Sie für die „Mainstream“ Gesellschaft sind. Nazis, böse Rassisten, Ausgestoßene, Vogelfreie.

Wir bitten Sie hier nur um genau das, was Sie auch immer wieder (leider erfolglos) von der Gutmenschengesellschaft und der Mainstreampresse fordern: Hören Sie sich unsere Argumente an!

Wenn unsere Argumente Sie nicht überzeugen, dann können wir das ertragen. Wenn Sie bessere Argumente liefern können, freuen wir uns darauf. Wenn Sie auch nach der Diskussion noch andere Überzeugungen haben als wir, dann können wir das akzeptieren. Aber bitte machen Sie nicht den gleichen Fehler wie die Normalbürger, die sich nicht mit Ihren Thesen beschäftigen, weil die Medien Sie als böse darstellen. Hören Sie uns nur einmal zu!

Der Mainstream bezeichnet Sie als „Nazis“ und „Rassisten“, und trotz aller Anstrengungen Ihrerseits, sich von diesem unzutreffenden Image zu befreien, hören die Anschuldigungen nicht auf. Da Sie und andere Autoren ja in der Beschneidungsdebatte gewagt haben, eindeutig Position zu beziehen und Geert Wilders das Schächten nicht nur für Moslems verbieten will, hat man Sie und ihn nun auch als „Antisemiten“ bezeichnet (eine ziemlich harte Anschuldigung gegenüber Leuten, die sich so unermüdlich wie Sie und Wilders für israelische und jüdische Interessen eingesetzt haben).

Nun, wir sind diejenigen, von denen Sie denken, sie wären die „echten Nazis“. Wir sind tatsächlich antisemitisch eingestellt. Aber nicht aus Hass und Boshaftigkeit, sondern weil ein langer, schmerzhafter Erkenntnisprozess uns dorthin gebracht hat. Wir machen uns keine Illusionen darüber, dass wir dadurch besser aussehen, aber wir benutzen lieber das Wort „Judaismuskritik“ statt „Antisemitismus“, weil es besser beschreibt, was wir tun.

„Antisemitismus“ hat den Beiklang, man wäre aus irrationalen Gründen gegen das Volk der Juden eingenommen. Sie würden ja auch nicht als „Antimoslem“ bezeichnet werden wollen. Die Beschuldigung des Antisemitismus und ihre Folgen für die Beschuldigten sind schlimmer als „Nazi“ oder „Rassist“.

Judaismuskritik und Islamkritik haben allerdings sehr, sehr starke Parallelen, was daran liegt, dass Judentum und Islam sich sehr ähnlich sind, worauf vor einiger Zeit auch das Zentrum für Antisemitismusforschung hingewiesen hat. Das hat zu einiger Empörung innerhalb der islamkritischen Szene geführt und sogar Wellen bis nach Israel geschlagen, wo sich Elie Wiesel in die Debatte einmischte. Von Islamkritikern wurde dieser Vergleich als typisch gutmenschliche Diffamierungskampagne angesehen. Dass dies der Zweck der Veröffentlichung war, ist gut möglich, allerdings waren dessenungeachtet die Argumente sachlich zutreffend.

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Kann man mit Islamkritikern reden?

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

Seit den Breivik-Attentaten im vergangenen Sommer sind Islamkritiker verstärkt in den Brennpunkt öffentlichen Interesses gerückt. Das Internetportal Politically Incorrect wurde mehrfach in Zeitungen erwähnt, und zwar nicht nur in kleinen, unbedeutenden, sondern sogar in Flaggschiffen der veröffentlichten Meinung wie Spiegel und FAZ.

Obwohl natürlich auch in dem Fall gilt, dass schlechte Publicity besser ist als gar keine Publicity und das durchaus auch von PI-Kommentatoren so gesehen wurde („Die machen kostenlose Werbung für uns. Juchhu! Und übrigens: Herzlich willkommen an alle neuen Leser, die von der Dingsbums-Rundschau zu uns gefunden haben“ etc.), war das keineswegs ausschließlich angenehm für das kleine, aber stetig wachsende Fähnlein Muselmaninnen- und Grundgesetzbeschützer. Die Erwähnung war durchweg negativ, gehässig, häufig hysterisch und dumm, lächerlich übertrieben und zu einem beträchtlichen Teil schlicht und einfach auch unwahr. Insgesamt schien man aber über diese ungewohnte Aufmerksamkeit eher erfreut als betrübt zu sein. Nach anfänglichem, aus dem Schock über die norwegischen Verbrechen geborenem „die haben vielleicht recht“-Grübeln, verwandelte sich die Stimmung schnell in eine eher euphorische der Art „wir sind politisch korrekter als die politisch Korrekten“. Eine Art Weiße-Rose-Gefühl ohne die Gefahr, wirklich so zu enden wie die Mitglieder der Weißen Rose.

Beim Lesen dieser „Sternstunden des Journalismus“ über Islamkritiker im allgemeinen und PI im besonderen fällt stark auf, dass die erhobenen Vorwürfe sich nur ganz selten auf das beziehen, was PI schreibt, sondern vielmehr darauf, was PI-Redaktionsmitglieder und -Kommentatoren eventuell heimlich denken könnten, sich aber nicht zu schreiben trauen. Von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist da die Rede, die angeblich unter ideologischer Kritik an Teilen des islamischen Dogmas, das auch nach Ansicht der Mainstream-Schreiberlinge keineswegs fehlerlos und kritikunwürdig ist, versteckt werden würden.

Das ist in zweierlei Hinsicht erhellend. Erstens zeigt es ganz klar, dass diese Vertreter der so genannten freien Presse ganz genau wissen, dass es in diesem „freiesten Staat, der jemals auf deutschem Boden existiert hat“, eine ganze Menge Dinge gibt, die man sich besser nicht zu sagen oder schreiben traut (und dass reine Ideologiekritik am Islam nicht dazu gehört!) Zweitens beschleicht mich das Gefühl, dass selbst linke Schreiberlinge sich eine dermaßen vernagelte Blödheit nicht vorstellen können, der es bedarf, um ehrlich zu glauben, dass unsere Probleme mit der Multikulti-Gesellschaft und der Masseneinwanderung nur daran liegen, dass die betreffenden Personen dem Islam anhängen. Dazu kann ich getrost und aus ehrlichem Herzen sagen: Doch, das ist möglich. Ich weiß das aus eigener Erfahrung – dass dies eine peinliche Erfahrung ist, hilft nichts. Es war so. Die Leute glauben das mehrheitlich wirklich. Wenn man es nicht mehr tut, weiß man allerdings nur noch, dass man es mal getan hat. Wie man diese Hirnrissigkeit intellektuell bewerkstelligt hat, ist ins gnädige Vergessensloch gesunken, zumindest bei mir.

Ich halte Ralph Giordano nicht gerade für einen Sympathieträger, um es vorsichtig auszudrücken, aber sicher nicht für einen Vollidioten. Er hat eine seiner Reden „Nicht die Zuwanderung, sondern der Islam ist das Problem“ betitelt, und dieser Titel ist spätestens seither zum Dogma der Islamkritik geworden.

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Bullshitsu, Hirn-Stuxnet und Sprachtrojaner: Glossar der von „As der Schwerter“ und seinen Lesern geprägten Begriffe

MORGENWACHT

BULLSHIT: Unterschätzen Sie niemals die Macht sorgfältig formulierten Unsinns (siehe „Bullshit-Prinzip“ und „Bullshitsu“)BULLSHIT: Unterschätzen Sie niemals die Macht sorgfältig formulierten Unsinns (siehe „Bullshit-Prinzip“ und „Bullshitsu“)

Von Deep Roots und Osimandia, ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“.

Vorwort von Deep Roots: Osimandia hatte vor einer Weile die Idee, die vielen Wortschöpfungen zu sammeln, die wir und unsere Leser im Laufe der Zeit in den Artikeln und Kommentarsträngen von „As der Schwerter“ geprägt haben und die unserem Wissen nach hier erstmalig entstanden sind. In diesem Beitrag werden sie nun in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet, und da wir schon nicht mehr auswendig wissen, wo was schon geschrieben wurde, wird es hier noch einige Zeit lang immer wieder Ergänzungen geben. Unsere Leser sind natürlich herzlich eingeladen, im hiesigen Kommentarbereich derartige Funde aus früheren Beiträgen zur Aufnahme in dieses Glossar vorzuschlagen.

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Autorisierte Demokraten: Der Begriff wurde nicht von uns geprägt, sondern von Michael Stürzenberger, seines Zeichens Journalist, Autor bei PI, Gründungsmitglied der reaktivierten…

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Heimlich, still und leise: Attacke auf das freie Internet

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

„Aber man kann doch nicht einfach anonym ins Internet gehen, wie soll denn das funktionieren? Man bekommt doch eine IP zugeordnet.“

„Natürlich, das war auch damals schon so” erwiderte der alte Mann. „Aber die Provider haben sie nicht gespeichert und sie waren auch verpflichtet, sie vertraulich zu behandeln.“

„Aber das muss doch voll gefährlich gewesen sein. Es hätte ja jeder Terroranschläge im Internet planen können, ohne dass der Menschenrechtsschutz und die Freiheitssicherung es mitbekommen” wunderte sich der Junge ungläubig.

„Nein, es war nicht gefährlich, es war eigentlich schön.” Ein kurzes sehnsüchtiges Leuchten trat in die Augen des alten Mannes, es verschwand aber so schnell wieder, wie es gekommen war.  Er machte eine wegwerfende Handbewegung. „Ich erinnere mich aber kaum noch. Es ist lange her.“

„Siehst Du!” rief der Junge aus. „Du weißt es nicht mehr. Ich glaub das nämlich nicht! Aber Autos gab’s schon, als Du jung warst? Oder seid Ihr noch in Pferdekutschen rumgefahren?” kicherte er.

„Du sollst doch Deinen alten Opa nicht veräppeln” erwiderte der alte Mann gutmütig. „Nein, nein, ich weiß schon noch ganz sicher, dass wir damals anonym ins Internet gingen. Terroranschläge gab es deswegen nicht, obwohl sie irgendwann auch anfingen, den Leuten damit Angst zu machen.“

„Natürlich gab es andauernd Terroranschläge, das habe ich in der Schule gelernt, wir haben auch Videos gesehen. Das muss schrecklich gewesen sein. Ich weiß, Du spielst jetzt nur den Coolen, Opa, aber das musst Du doch bei mir nicht. Wen meinst Du damit, die anfingen, Angst zu machen? Die Freiheitssicherung?“

„Die gab es auch noch nicht. Es gab einen Vorläufer, der Verfassungsschutz hieß, aber er kam nicht an alle Daten. Er hätte es vielleicht rein technisch gekonnt, zumindest in späteren Jahren, aber es gab noch ein paar Gesetze, dass er es nicht darf. Und der Menschenrechtsschutz hieß glaub’ ich damals Antifa. Die hatten noch weniger Befugnisse, sie waren Privatleute, wurden aber von der Regierung bezahlt.“

Jetzt lachte der Junge. „Aber das ist doch lächerlich! Wozu zahlt man solche Organisationen, wenn sie nichts dürfen? Und es muss furchtbar gewesen sein, eine Regierung zu haben, wir haben das im Leistungskurs ‚Kampf gegen Rechts‘ durchgenommen, es gab auch ständig Hassrede und Rassismus gegen die Wohltäter. Aber Hassrede und Rassismus hast Du doch nicht gemacht, oder Opa? Und man will doch sowieso nicht von anderen Leuten regiert werden. Man will doch frei sein.“

„Ja, am Ende war es furchtbar” seufzte der alte Mann. „Aber im Grunde war am Ende so eine Regierung nichts anderes als es heute die Wohltäter sind. Die standen schon damals hinter den Regierungen und lenkten sie, nur eben nicht offen. Die meisten Leute wussten es nicht. Sie hätten es nicht gewollt, wenn sie es gewusst hätten, weil… Ach vergiss es, Kind, es ist lange her.“

Der Junge grübelte. „Also ich hätte damals nicht leben wollen. Das muss total unfrei und undemokratisch und das ganze Internet voller Hassrede gewesen sein und man musste doch auch ständig Angst haben, dass jemand einen Terroranschlag oder so ein Progrom oder wie das heißt gegen die Wohltäter plant, um Faschismus und Salafismus einzuführen und alle Menschen zu versklaven und total zu überwachen. Gottseidank ist das nicht passiert, aber unvorsichtig war das schon. Wann wurde das anonyme Internet denn abgeschafft, Opa?“

„Lass mich überlegen, Junge… ich glaube, das muss so um 2012 oder 2013 gewesen sein.“

Am 24. Oktober 2012 berichtete das Internetportal heise.de

Das Bundeskabinett hat sich am Mittwoch auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der die Auskunft über Bestandsdaten wie Name oder Anschrift von Inhabern eines Telekommunikationsanschlusses auf eine neue Rechtsgrundlage stellen will.

(…)

Telecom-Anbieter müssen die erwünschten Daten „unverzüglich und vollständig übermitteln”. Über derlei Maßnahmen haben sie gegenüber ihren Kunden sowie Dritten Stillschweigen zu wahren.

In den Mainstreammedien habe ich davon nichts mitbekommen. Das muss nicht viel heißen, weil ich weder fernsehe noch Radio höre noch Zeitungen lese, aber ich habe Leute gefragt, die das zumindest gelegentlich tun und auch das Internet oberflächlich danach durchsucht und außer in einschlägigen Computerforen nichts gefunden.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich hier CleanIT als mögliches Horrorszenario für das freie Internet erwähnt. CleanIT ist ein Projekt der EU, bei dem man das anonyme Internet nicht durch Gesetze beseitigen will, weil das aufgrund der vielen nationalen Gesetze und Verfassungen zu kompliziert ist. Die EU plant stattdessen ein „Gentlemen agreement”, das nur sehr böse Zungen als Erpressung bezeichnen würden, mit den Providern, bei dem diese sich vertraglich dazu verpflichten, die Daten „freiwillig” rauszurücken.

Wie es aussieht, könnte das neue geplante Gesetz CleanIT in Deutschland sogar noch überholen, da es nicht einmal formal mehr freiwillig ist, sondern die Provider zur Herausgabe verpflichtet werden und

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