„Samain Night“: Loreena McKennitts Lieder

Anläßlich des heutigen fünften Bestandsjubiläums meines Blogs „Nord-Licht“ zum diesjährigen Samhain bringe ich eine Auswahl von Liedern der kanadischen Sängerin und Musikerin Loreena McKennitt, die ich sehr schätze. Wie ich bereits einmal geschrieben habe, gefällt mir nicht nur ihre Musik allgemein und ihre Stimme, sondern es ist überhaupt ihre ganze Darbietung immer wieder sehr ansprechend, mit Gesichtsausdruck, Kopfhaltung und allem; so schön, so feierlich und würdevoll.

Loreena McKennitt, die am 17. Februar 1957 geboren wurde und schottisch-irischer Abstammung ist, hat bisher 21 Alben und eine Single veröffentlicht, die alle von ihrer eigenen Plattenfirma Quinlan Road produziert wurden; ihr Debutalbum war Elemental (1985). Im Jahr 1998 kam ihr Verlobter Ronald Rees zusammen mit seinem Bruder Richard und deren Freund Gregory Cook bei einem Bootsunglück auf der Georgian Bay ums Leben. Dieses Ereignis hatte sie sehr getroffen, und sie gründete daraufhin im selben Jahr die Wasserrettungsstiftung „Cook-Rees Memorial Fund for Water Search and Rescue“. Die Einnahmen ihres zu dieser Zeit gerade produzierten Albums Live in Paris and Toronto wurden für diese Stiftung gespendet und belaufen sich auf bisher etwa drei Millionen Dollar. Nach der Veröffentlichung dieses Albums entschied Loreena, daß sie die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte verringern werde, und sie hat danach bis zum Studioalbum An Ancient Muse (2006) keine neuen Aufnahmen mehr herausgebracht.

Loreena McKennitt, die mehrere Instrumente spielt, darunter Harfe, Klavier und Akkordeon, verwendet in ihrer Musik zwar teils auch orientalische und andere Einflüsse aus verschiedenen Teilen der Welt, fühlt sich aber aufgrund ihrer schottisch-irischen Herkunft stark zu ihren keltischen Wurzeln hingezogen („my infatuation with the Celts“, wie sie einmal bei einem Live-Auftritt sagte) und läßt sich davon nicht nur bei ihren eigenen Kompositionen inspirieren, sondern nimmt auch traditionelle Lieder aus dem anglo-keltischen Kulturraum in ihr Repertoire auf. Bevor sie irgendwelche Musik komponiert, betreibt sie beträchtliche Forschungen zu einem bestimmten Thema, das dann das allgemeine Konzept eines Albums formt. Sie reist auch viel, unter anderem auch zu anderen keltisch beeinflußten Gegenden, um sich Inspirationen zu holen. In ihrem Hüllentext zu Troubadours on the Rhine, einem Live-Album, das am 24. März 2011 im Mainzer SWR-Studio aufgenommen wurde, schreibt sie, daß sie erfreut war zu erfahren, daß diese Örtlichkeit ebenfalls ein keltisches Erbe hat.

Den Anfang meiner Liederpräsentation mache ich, dem Datum entsprechend, mit Samain Night (aus Parallel Dreams, 1989):

Hier ist der Text dazu:

When the moon on a cloud cast night
Shone above the tree tops‘ height
You sang me of some distant past
That made my heart beat strong and fast
Now I know I’m home at last.

You offered me an eagle’s wing
That to the sun I might soar and sing
And if I heard the owl’s cry
Into the forest I would fly
And in its darkness find you by.

So our love’s not a simple thing
Nor our truths unwavering
Like the moon’s pull on the tide
Our fingers touch, our hearts collide
I’ll be a moonsbreath from your side.

Bekannt ist Loreena auch für ihre Vertonungen klassischer Gedichte aus der englischsprachigen Literaturwelt, zu denen sie die Musik komponiert und Instrumentalarrangements erstellt und die sie dann gemeinsam mit ihren Musikern vorträgt.

Ein Beispiel dafür ist The Lady of Shalott, eine 1832 veröffentlichte Ballade von Alfred Lord Tennyson, die lose auf der Legende von Elaine of Astolat aus dem Sagenkreis um König Artus beruht.

Elaine, die anderswo auch als Nimue, die Herrin vom See etc. in Erscheinung tritt, lebt unter einem Zauberbann einsam in einer Burg auf der Insel Shalott, die in dem Fluß liegt, der nach Camelot fließt. Dort sitzt sie mit dem Rücken zum Fenster an einem Webstuhl und webt das, was sie in einem magischen Spiegel sieht, zu Bildern eines endlosen Teppichs. Aus dem Fenster darf sie nicht schauen. Nur die Feldarbeiter in der Nähe hören ihre Gesänge. Eines Tages sieht sie im Spiegel den Ritter Lancelot vorbeireiten, und um ihn besser sehen zu können, schaut sie direkt aus dem Fenster und verliebt sich in ihn. Da zerbricht der Spiegel, und Elaine weiß, daß der auf ihr liegende Fluch nun in Erfüllung geht. In einem Boot fährt sie nach Camelot, während ihre Lebenskraft sie bereits verläßt, und als sie dort ankommt, ist sie tot. Die Ritter sind erstaunt über ihre Schönheit, und Lancelot bittet Gott um Gnade für sie.

Nach einer ersten Vertonung dieses Gedichts durch den englischen Komponisten Cyril Rootham im Jahr 1909 hat Loreena McKennitt ebenfalls eine geschaffen, und zwar für ihr Album The Visit von 1991. Hier trägt sie ihre Version bei der Verleihung der Juno Awards von 1992 vor, wo sie für das Best Roots/Traditional Album ausgezeichnet worden war:

In Loreenas textlich stark gekürzter Live-Fassung von Tennysons langer Ballade wird diese Geschichte jedoch nur unvollständig vermittelt, und auch die 11:34 min. lange Studioversion aus The Visit (siehe nächstes Video) enthält nicht alle Strophen des Originals. Ich gebe daher nachfolgend den gesamten Text wieder, mit den von Loreena in The Visit gesungenen Strophen in ihrer Textfassung (nur in den hier eingestellten Live-Versionen [Juno Awards und Alhambra] enthaltene Strophen in fetter Schrift, die beiden in der etwas längeren Konzertdarbietung von Troubadours on the Rhine zusätzlich dazu verwendeten zwischen Sternchen; gänzlich weggelassene in Klammern):

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Städte und Errungenschaften

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Cities and Accomplishment“ erschien am 22. Juni 2010 im „Brussels Journal“ (http://www.brusselsjournal.com/node/4467) sowie als Auszug auf „Gates of Vienna“

(http://gatesofvienna.blogspot.com/2010/06/fjordman-cities-and-accomplishment.html), von wo ich auch eine Auswahl an Kommentaren übernommen habe.

In mehreren bei Gates of Vienna und anderswo veröffentlichten Essays habe ich mich mit dem Thema der in IQ gemessenen genetischen Intelligenz befaßt, inspiriert von Michael H. Harts bahnbrechenden und sehr politisch inkorrekten Buch über Biohistorie, Understanding Human History. Viele Menschen halten dieses Thema für „rassistisch” und daher tabu, aber ich werde über alles schreiben, das ich für praktisch und wissenschaftlich relevant halte. Andererseits gibt es einige Dinge, die der IQ nicht vollständig erklärt. Wir werden uns hier ein paar davon ansehen, die mit Geographie, Bevölkerungsdichte und Verstädterungsgrad zu tun haben. Die wichtigste einzelne Sache, die der IQ nicht erklärt, ist, warum die wissenschaftliche Revolution unter Europäern stattfand, nicht unter Nordostasianten, die einen mindestens gleich hohen IQ haben wie Weiße. Ich werde dieses Thema für einen späteren Essay aufheben.

Australiens Landmasse von 7,6 Millionen Quadratkilometern ist größenmäßig mit den gesamten Festlandbundesstaaten der USA ohne Alaska vergleichbar, die ungefähr acht Millionen km² umfassen, aber Australien hat um die 22 Millionen Einwohner, wohingegen die USA über 300 Millionen hat. Beide Länder haben eine ähnliche Geschichte in dem Sinne, daß während der europäischen Kolonialzeit weiße Siedler das Land übernahmen und dort technisch hochentwickelte Gesellschaften aufbauten, aber nur eines davon wurde zu einer führenden Weltmacht. Dies kommt daher, daß ein Großteil von Australien und seiner Gewässer außer dem Großen Barriereriff vor der Küste von Queensland im Nordosten wüst ist. Der Boden ist schlecht und nicht nährstoffreich. Der Großteil der Bevölkerung siedelt entlang der Küste im Süden und Osten, von Adelaide über Melbourne und Sydney bis Brisbane. Einfach ausgedrückt: Australiens Geologie und Ökologie können nicht annähernd die Zahl von Menschen erhalten, wie wir sie in den USA finden. In diesem Fall zählen Geologie und Geographie in großem Maße. Australien liegt auch weit entfernt von bedeutenden Handelsregionen anderswo. Dank moderner Transport- und Kommunikationstechnologie ist dieser Nachteil weniger schwerwiegend, als er es früher war, aber er ist dennoch ein bedeutender Faktor, der das Wirtschaftsleben des Landes gestaltet.

Am anderen Extrem ist Grönland, die größte Insel der Welt, mit 2.175.600 km² mehr als ein Viertel so groß wie die USA, aber mit bloßen 57.000 Einwohnern hat es die niedrigste Bevölkerungsdichte der Erde (ausgenommen die Antarktis, die nur von ein paar Wissenschaftlern bewohnt wird): 0,026 Menschen pro Quadratkilometer. Dies deshalb, weil das kalte und unwirtliche Grönland weitgehend mit Eis und Gletschern bedeckt ist. Im Gegensatz dazu sind die dichtestbevölkerten Gebiete der Welt Macau in China und Monaco in Europa, mit 18,534 bzw. 16,923 Einwohnern / km².

Andere geographische Faktoren von großer Bedeutung für die Evolution einer Gesellschaft sind Wasserwege, schiffbare Flüsse und Zugang zu den Ozeanen. Kein ernsthafter Historiker könnte die Geschichte Großbritanniens oder Japans richtig schreiben, ohne deren Insellage als bedeutenden Faktor in Rechnung zu ziehen. Mehrere Gelehrte haben darauf hingewiesen, daß die zergliedertere Form und Topographie Europas im Vergleich zu China einer der Gründe dafür ist, daß China früher politisch geeint war als Europa, eine Idee, die ernsthafte Erwägung verdient. Das römische Reich kontrollierte an seinem Höhepunkt nur halb Europa, nicht den fernen Norden und Osten.

Viele Ereignisse können am besten mit einer Kombination aus IQ und anderen Faktoren erklärt werden. Die portugiesische Erkundung der afrikanischen Küste in der Mitte der 1400er setzte den Anfang der westeuropäischen Expansion. Diese Erforschung erforderte einen gewissen Mindest-IQ, den die europäischen Nationen hatten, nicht aber die sub-saharischen Afrikaner. Dies erklärt, warum die Europäer nach Afrika reisten und die Nigerianer nicht Europa entdeckten, aber es erklärt nicht, warum die Chinesen nicht den Atlantik erforschten, wozu sie das technische Know-how gehabt haben könnten, wenn sie es gewollt hätten.

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Warum die westliche Kunst einzigartig ist und warum islamische Einwanderung sie bedroht

Von Fjordman, übersetzt von Eisvogel und am 14. Juni 2007 auf ihrem Blog „Acht der Schwerter“ veröffentlicht. (Original: Why Western Art is Unique, and Why Muslim Immigration Threatens It, erschienen am 15. Mai 2007 im Brussels Journal). Das Titelbild, Tizians „Himmelfahrt Mariens“, wurde von Deep Roots für die Nachveröffentlichung auf „As der Schwerter“ eingefügt.

Ich möchte heute eine Weile bei einem Aspekt der westlichen Kultur verweilen, der gewöhnlich vernachlässigt wird, und doch so wichtig ist: Wir sind die einzige Kultur in der Menschheitsgeschichte, die in ihren Gemälden und Skulpturen realistische, wirklichkeitsgetreue und nicht nur stilisierte Darstellungen von Lebewesen und Dingen hervorgebracht hat. Wir sind auch die einzige Kultur, die einen Weg gefunden hat, dreidimensionale Objekte auf einem zweidimensionalen Medium darzustellen. Eine vergleichbare Perspektive fehlte bei allen anderen Formen früher Kunst, sei es die chinesische, die japanische, die indische, die mittelamerikanische, afrikanische oder nahöstliche. Es ist vorstellbar, daß das daran liegt, daß der westliche Mensch den Raum und räumliche Verhältnisse anders wahrgenommen hat als andere Menschen. Westler sind schon sehr lange Zeit anders.

Was bedeutet das für unsere Zivilisation? Wir müssen verstehen, warum der Westen sich so sehr von allen anderen menschlichen Kulturen unterscheidet und warum er so viele unterschiedliche Ergebnisse hervorgebracht hat.

Die ägyptische Kunst war der Bewahrung des Körpers für das Jenseits gewidmet. Die Künstler malten nach strengen Regeln aus dem Gedächtnis. Die frühe griechische Kunst baute auf der ägyptischen auf, aber die Griechen wandten sich nach einiger Zeit von ihr ab. Das ist ein guter Hinweis darauf, was „westlich“ ist. Die Griechen waren Westler, was man sowohl an ihrer Philosophie als auch an ihrer Kunst aufzeigen kann. Die Ägypter waren, obwohl sie eine Hochzivilisation schufen, die sowohl das Griechisch-Römische als auch – wenn auch etwas weniger – das Jüdisch-Christliche beeinflußte, keine Westler. Das gleiche gilt für die Sumerer, die Assyrer, die Babylonier und andere Kulturen Mesopotamiens.

Der Autor E.H Gombrich erklärt das in seinem brillanten Buch The Story of Art. Ein ägyptischer Künstler „hatte, wenn er einmal alle Regeln beherrschte, seine Lehrzeit beendet. Niemand wünschte irgend etwas anderes, niemand erwartete von ihm, er solle ‚originell’ sein. Im Gegenteil, er wurde wahrscheinlich dann als der beste Künstler geachtet, wenn er seine Statuen den bewunderten Monumenten der Vergangenheit besonders ähnlich machen konnte. So geschah es, daß sich die ägyptische Kunst im Lauf von drei Jahrtausenden oder sogar mehr kaum wandelte. Alles, was im Zeitalter der Pyramiden als gut und schön erachtet wurde, wurde tausend Jahre später noch als genauso großartig befunden.“

Der amerikanische Blogger Lawrence Auster schreibt: „Wir sollten immer das große Verdienst der Ägypter in Erinnerung behalten, daß sie die ersten waren, welche die schöne menschliche Form in der Kunst entwickelten, die von den Griechen später übernommen und lebendiger gemacht wurde. Camille Paglia ist höchst dumm, aber man sollte das erste Kapitel ihres Buches Sexual Personae lesen, in dem sie sich mit der klaren, perfekten ‚Apollonischen’ Form befaßt, die zur Grundlage westlicher Kunst wurde. […] In einem gewissen Sinn drückten die Künstler während Athens Goldenem Zeitalter das in Stein aus, was Homer Jahrhunderte früher in Poesie ausgedrückt hatte: jene ganz besonderen Augenblicke des Lebens, in denen der Held ‚etwas zu sein schien, was mehr als ein Mensch war’. Oder wie in der Szene in der Ilias (Buch III. 156-158 der englischen Ausgabe), in der die alten Männer auf den Mauern Trojas Helena nahen sahen und zueinander sprachen: ‚Wahrlich kann niemand die Trojer und schwer gerüsteten Achäer tadeln, wenn sie lange Zeit Mühsal leiden für eine Frau wie diese! Furchtbar ist der Liebreiz ihres Antlitzes für die unsterblichen Göttinnen.’“

Nach Auster „erlebten die Hebräer, die neben den Griechen die Wegbereiter der christlichen und westlichen Kultur waren, Gott sowohl als Erschaffer des Universums als auch als Person, die eine persönliche Beziehung zum Menschen hat (oder genauer gesagt, offenbarte sich Gott ihnen so), wie zum Beispiel in dieser Passage der Genesis (17:1-4): Als nun Abraham neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.’“ [Anm.d.Ü.: interessanterweise steht in dem englischen Bibelzitat, da wo im deutschen „fromm“ steht „perfect“]

Es gab nur eine wesentliche Ausnahme in der etablierten ägyptischen Tradition, und das war der häretische Pharao Echnaton im 14. Jahrhundert vor Christus. Die künstlerischen Darstellungen von ihm und seiner Frau Nofretete sind im Gegensatz zu allem Vorhergehenden in der ägyptischen Geschichte naturalistisch, und wurden möglicherweise von der minoischen Kultur auf Kreta inspiriert, die viele für die erste europäische Zivilisation halten. Etwas von diesem Stil findet sich auch noch in den Grabbeigaben von Tutanchaten, von dem man annimmt, daß er der Sohn Echnatons war, und der später, als die alte Religion wieder eingesetzt wurde, seinen Namen in Tutanchamun änderte. Wenn auch das künstlerische Vermächtnis Echnatons bald vergessen war, haben sich möglicherweise seine religiösen Vorstellungen als dauerhafter erwiesen. Sein Beharren darauf, nur einen höchsten Gott – Aton – anzubeten, macht ihn zu einem Pionier des Monotheismus. Es gibt Spekulationen, die allerdings von einigen auch angefochten werden und schwer beweisbar sind, daß seine Ideen Moses beeinflußt haben könnten, was dann zu der Entstehung des Judentums und daraus folgend des Christentums geführt habe.

Weniger umstritten ist, daß sich das früheste Alphabet, der Vorfahr fast aller Alphabete, die rund um den Globus gebraucht werden, einschließlich des phönizischen, griechischen und lateinischen, teilweise von bestimmten ägyptischen Hieroglyphen, die Silben darstellten, ableitet.

Griechische Künstler studierten und imitierten die ägyptische Kunst, aber sie experimentierten auch und beschlossen, sich selbst zu suchen anstatt traditionellen, vorgefertigten Formeln zu folgen. Gombrich sagt: „Die Griechen begannen, ihre Augen zu benutzen. Und als diese Revolution einmal in Gang gesetzt war, konnte sie nicht mehr aufgehalten werden.“ Es ist sicher kein Zufall, daß dieses griechische Erwachen der Kunst in den hundert Jahren ungefähr zwischen 520 und 420 vor Christus in griechischen Stadtstaaten wie Athen stattfand, wo der Philosoph Sokrates unsere Vorstellungen von der Welt in Frage stellte:

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Was ist Rassismus?

Von Dr. William L. Pierce, übersetzt von Deep Roots. Das Original What is Racism? erschien am 24. Mai 2011 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right. (Ursprüngliche Quelle: Free Speech, März 1995; Online-Quelle: National Vanguard: What is Racism?)

Lassen Sie uns heute über Rassismus und damit in Bezug stehende Dinge reden. Es gibt kaum ein Thema, bei dem der durchschnittliche Weiße verklemmter ist, kaum ein Thema, bei dem er sich unwohler fühlt. Vor fünfzig oder sechzig Jahren waren die Leute wirklich verklemmt bezüglich Sex. Sehr wenige Menschen konnten ehrlich und offen und entspannt darüber reden. Es brachte sie in Verlegenheit. Wann immer das Thema zur Sprache kam, verwendeten die Leute alle Arten von Euphemismen und Umschreibungen, um zu vermeiden, Dinge erwähnen oder Worte verwenden zu müssen, bei denen sie sich wanden und erröteten, Dinge, mit denen sie sich einfach nicht geradeheraus befassen konnten. In einer höflichen Konversation konnte man zum Beispiel nicht einmal das Wort Bein benutzen, wenn man über eine Frau sprach. Es war zu riskant und ans Pornographische grenzend wegen der gedanklichen Assoziationen, die es hervorrief.

Warum war das so? Warum bereitete es uns Unbehagen, über Sex zu reden? Nun, natürlich deswegen, weil Sex ein Tabuthema ist. Es waren eine Menge sozialer und religiöser Verbote und Einschränkungen mit Sex verbunden, und diese Verbote standen im Konflikt mit unseren natürlichen Trieben. Man lehrte uns, daß es sündhaft sei, diesen natürlichen Trieben zu folgen, und daß uns schreckliche Dinge passieren würden, wenn wir es täten. Das Ergebnis war, daß wir uns wegen unserer natürlichen Triebe schuldig fühlten. Um dieses sehr unangenehme Schuldgefühl zu vermeiden, versuchten wir das Thema Sex zu vermeiden. Wir kehrten es unter den Teppich und versuchten, nicht daran zu denken.

So ist es heute mit dem Thema Rasse. Genauso wie wir vor 50 oder 60 Jahren durch religiöse Lehren konditioniert wurden, uns wegen unserer natürlichen sexuellen Neigungen schuldig zu fühlen, werden wir heute dazu konditioniert – hauptsächlich durch die kontrollierten Massenmedien – uns wegen unserer natürlichen rassischen Neigungen schuldig zu fühlen. Wir werden konditioniert zu glauben, daß sie sündig seien.

Und was sind unsere natürlichen rassischen Neigungen? Wir können eine recht gute Antwort bekommen, indem wir uns ansehen, wie wir uns damals in der Zeit, bevor Rasse zu einem Tabuthema wurde, verhielten und wie wir schrieben und redeten; damals, als wir immer noch darüber reden konnten, ohne irgendwelche Schuldgefühle oder Verlegenheit zu empfingen – sagen wir, damals im frühen 20. Jahrhundert. Zu dieser Zeit akzeptierten wir, daß Menschen einer bestimmten Rasse es vorzogen, mit anderen Menschen wie sie selbst zu leben und zu arbeiten und zu spielen. Wir zogen sicherlich die Gesellschaft von Menschen unserer eigenen Rasse vor, und das traf auch auf andere Rassen zu. Wir waren oft neugierig oder interessierten uns für die rassischen Eigenschaften, das Verhalten, die Lebensstile, die Kultur und die Geschichte anderer Rassen. Wir bewunderten japanische Samuraischwerter und chinesische Keramikkunst, den Eskimo-Kajak, die Hindu-Mythologie, mexikanische Tempel. In Jugendorganisationen wie den Pfadfindern studierten wir das überlieferte Wissen der Indianer und versuchten ihre überlegenen Fähigkeiten als steinzeitliche Jäger und Waldläufer nachzuahmen. Wo immer eine andere Rasse irgendeine echte Errungenschaft hatte, waren wir bereit, diese Errungenschaft zu studieren und das Verdienst dem zuzuerkennen, dem es gebührte.

Aber gleichzeitig bewahrten wir unser Gefühl der Separatheit und Exklusivität und einen Stolz auf unsere eigene europäische Kultur, unsere eigenen rassischen Eigenschaften, unsere eigene Geschichte. Wir empfanden es nicht als notwendig, uns für das Lehren der Geschichte unserer eigenen Rasse in unseren Schulen zu entschuldigen – das heißt, europäische Geschichte -, und nicht, sagen wir, japanische Geschichte zu unterrichten oder tibetische Geschichte, außer natürlich jene Gelehrten an unseren Universitäten, die exotische Kulturen studierten. Insbesondere empfanden wir nicht die geringste Neigung, eine falsche schwarze Geschichte zu erfinden, um die Selbstachtung junger Schwarzer zu erhöhen oder um junge Weiße davon zu überzeugen, daß Schwarze ihnen kulturell gleichgestellt seien.

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Die westliche Größe und ihre Feinde

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Lucifex. Das Original Western Greatness and Its Enemies erschien am 18. Juni 2017 auf „The Occidental Observer“.

Faustian Man in a Multicultural Age

von Ricardo Duchesne London: Arktos, 2017

Prof. Ricardo Duchesnes erstes Buch, The Uniqueness of Western Civilization (rezensiert von Kevin MacDonald in TOQ 11:3, Herbst 2011) argumentierte, daß der Westen bereits mehrere Jahrtausende bevor die industrielle Revolution zu den heutigen riesigen Unterschieden in Reichtum und Lebensstandards zwischen ihm und dem Großteil der restlichen Welt führte, eine einzigartig kreative Kultur war. Die Einzigartigkeit des Westens lag nicht in Institutionen wie Demokratie und repräsentativer Regierung, noch in großartigen Büchern und reichlicher künstlerischer Produktion, oder in freien Märkten und einem „Arbeitsethos“ – sondern in einem ursprünglicheren faustischen Drang, Hindernisse zu überwinden und großartige Dinge zu vollbringen. Der ursprüngliche historische Ausdruck dieses Dranges ist das heroische Ethos, das Homers Ilias und die germanische Heldendichtung durchdringt: der übergeordnete Ehrgeiz des aristokratischen Kriegers, unsterblichen Ruhm zu erringen, indem er sich unter Verachtung seiner eigenen Sterblichkeit an Kämpfen um Prestige beteiligt. Dieses Ethos verfolgt der Autor zurück bis zu den proto-indoeuropäischen Hirten der pontischen Steppen.

Nach der Veröffentlichung von The Uniqueness of Western Civilization wandte der Autor seine Aufmerksamkeit dem Niedergang des Westens zu. Er hebt die Voraussicht Oswald Spenglers hervor, des bedeutenden Theoretikers des zivilisatorischen Niedergangs aus dem vorigen Jahrhundert, der

die schließliche Erschöpfung der Energien des Westens im Aufstieg von Internationalismus, Quasi-Pazifismus, sinkenden Geburtenraten, hedonistischen Lebensstilen, gepaart mit der Verbreitung westlicher Technologie in die nichtwestliche Welt und dem Aufkommen „tödlicher Konkurrenz“ aus Asien, vorhersah.

All dies trifft es natürlich genau. Aber Duchesne spürte, daß in Spenglers Darstellung etwas fehlte. Es ist ein bedeutender Faktor im zeitgenössischen Westen am Werk, der weit über die spirituelle, politische, wirtschaftliche oder geopolitische Erschöpfung hinausgeht, die das Schicksal Roms, Chinas und anderer „alter“ Zivilisationen war: die massive Einwanderung von kulturell und rassisch Fremden. Wie er bemerkt, ist dies „eine neue Variable mit wahrlich dauerhaften Implikationen.“

Aber warum sollte die Einwanderung so entscheidend sein, wenn dem Westen jegliche „fixierten ethnischen Grenzen“ fehlen, wie der Autor in The Uniqueness of Western Civilization behauptet hatte? Diese frühere Aussage von Duchesne widerspiegelte eine akademische Orthodoxie, die zwei Arten der Erklärung des Erfolgs oder Scheiterns von Nationen und Zivilisationen erlaubt. Eine Art sind geographische Erklärungen, die z. B. die Zahl domestizierbarer Pflanzen und Tiere in verschiedenen Regionen der Erde betonen sowie den Unterschied zwischen einer balkanisierten Geographie, die kleine, konkurrierende politische Einheiten fördert (charakteristisch für Europa) und einer leichter verbundenen Geographie, die dazu tendiert, eine zentralisierte Administration zu begünstigen (charakteristisch für Asien). Dieser Interpretationsstil ist in den letzten Jahren von Jared Diamond popularisiert worden und tendiert dazu, den Aufstieg des Westens als eine Sache von geographischem Glück darzustellen.

Die zweite Art ist der institutionelle Ansatz, der freie Märkte, demokratische Regierung, Rechtsstaatlichkeit und so weiter betont. Nach dieser Sicht verdankt der Westen seinen Erfolg den „Werten“, die in solchen Institutionen verkörpert sind. Der europäische Mensch mag der Erste gewesen sein, der die richtige Kombination von Institutionen entdeckt hat, aber andere Rassen können einen ähnlichen Erfolg erreichen, indem sie sie übernehmen; sobald sie das tun, werden sie voll „westlich“ sein. Parteigänger dieses institutionellen Ansatzes sehen nichts Falsches an der Masseneinwanderung, solange die Neuankömmlinge in die westlichen Denkweisen „assimiliert“ werden. Manche davon, wie Niall Ferguson und Mario Vargas Llosa, betrachten sogar die universale rassische Panmixie als die ultimative Vollendung der westlichen Zivilisation – die sehnlich herbeigewünscht werden soll.

Keiner der beiden Ansätze befriedigte Duchesne, der mit der Zeit Samuel Huntingtons Beobachtung zuzustimmen begonnen hatte, daß eine erfolgreiche Modernisierung in nichtwestlichen Ländern in Wirklichkeit Indigenisierung und ethnisches Selbstvertrauen statt Europäisierung gefördert hatte. In Betrachtung des Landes, in dem er gegenwärtig wohnt, merkte Duchesne an, daß

nichteuropäische Einwanderer, die in Kanada ankamen, nur an der Assimilation in diejenigen Aspekte der kanadischen Kultur interessiert waren, die es ihnen ermöglichten, ihre ethnische Identität zu behalten und ihre eigenen ethnischen Interessen zu fördern.

Beobachtungen wie diese schienen den Ansatz traditioneller Lehrbücher über die westliche Zivilisation Lügen zu strafen, alle Länder und Völker als „westlich“ zu behandeln, die zu irgendeiner bestimmten Zeit zufällig unter westlicher Regierung standen. Ägypten zum Beispiel wurde in solchen Lehrbüchern als Teil des Westens während der Jahrhunderte dargestellt, in denen es unter mazedonischer und römischer Herrschaft stand, aber nicht davor oder danach. Aber hatte Ägypten seine Natur während jener Jahrhunderte wirklich geändert? In Wirklichkeit behielten nahöstliche Populationen, sicherlich einschließlich Juden, ihre kollektivistischen Tendenzen, einschließlich der Verwandtenehe, sogar nach Jahrhunderten griechischer und römischer Vorherrschaft.[1] Mit dem Aufstieg des Islams kehrten diese Kulturen zu ihren nahöstlichen Wurzeln zurück.

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Frauen als Maß für Glaubwürdigkeit

MORGENWACHT

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Lucifex. Das Original Women as a Measure of Credibility erschien am 25. Mai 2011 auf Radix und ist auf „Herren des Universums“ archiviert. (Links im Text vom Übersetzer eingefügt.)

Letztes Jahr schrieb ich, daß Frauen die natürlichen Verbündeten der (alternativen) Rechten sind. Die jüngste Debatte über die Präsenz und Rolle von Frauen in der Bewegung verdient eine Neubetrachtung und nähere Ausführung einiger der Argumente, die zur Unterstützung meiner These vorgebracht wurden, wie auch die Erforschung eines Weges nach vorn angesichts existierender Bedingungen.

Ich behaupte, daß Frauen ein Interesse an der Sicherung des Erfolgs der Rechten haben und daß es im Interesse der Rechten ist, sich nicht darauf zu beschränken, eine Bewegung zur Verfechtung von Männerrechten zu sein – bei unserer Bewegung geht es um die Rettung der gesamten Rasse vor dem Aussterben, nicht einer bestimmten Hälfte davon.

Worum es hier nicht geht

Ich bin…

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Zum Lob der weißen Singstimme

Enya

Enya

Von Julian Lee, übersetzt von Deep Roots. Das Original In Praise of the White Singing Voice: Getting to „Beyoncé“ Overload erschien am 17. November 2011 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Ich habe eine Phase durchgemacht, wo es mich schmerzte, meine Töchter singen zu hören.

Für eine Weile waren ihre natürlichen Stimmen verzerrt geworden. Zuvor waren es ihre reinen, natürlichen Stimmen in den Zimmern drüben gewesen. Nun Affektiertheit, Gekünsteltheit, Gimmicks. Stimmen, die nicht wirklich die ihren waren. Ich litt und sorgte mich vielleicht ein wenig mehr, als ich hätte sollen. Wir sind solidere Bäume. Es stellte sich heraus, daß sie bloß selber eine Phase durchmachten.

Aber zu der Zeit entwickelte ich eine allergische Reaktion auf den sogenannten schwarzen „Soulgesang“. Er schien in meine Nachbarschaft eingedrungen zu sein und meine Kinder überschwemmt zu haben. Ich sollte sagen, daß ich ihn verabscheue. Lassen Sie mich nur zum Scherz erklären: Ich hasse dieses übergeschnappte Zeug.

Meine Gefühle versteigen sich wahrscheinlich nicht zu so etwas – das heißt, zu echtem „Hass“. Wahrscheinlicher ist, daß ich das bloß nicht mag. Aber ich mußte eine gute Polemik vorlegen, nachdem Pläne am Köcheln sind. Manche sehnen sich jetzt danach, die Äußerung bestimmter menschlicher Gedanken und Instinkte zu verbieten, und sogar eines meiner liebsten Dinge – Aversion.

Als einzigartig beispiellose Samsara Busters fantasieren sie sogar davon, den Hass „abzuschaffen“ – oder dessen Ausdruck -, als ob man menschliche Gefühle einfach zupflastern könnte. Der engste Verwandte des Hasses, der Zorn, ist so „ausdauernd wie das Gras“ und so menschlich wie Daumen.

Genauso seine Äußerung, sei sie grob oder clever, günstig oder nicht, und ob sie als Tugend oder Laster präsentiert wird. (Manche Theologen nennen es eine Tugend, das Böse zu hassen.) Ich möchte auch darauf hinweisen, daß menschlicher Hass – wenn er tatsächlich existiert – einen Grund hat, und nicht immer „Ignoranz“ oder „Mißverständnis“. Er ist öfter eine Reaktion auf Verletzung, Ungerechtigkeit oder Bedrohung.

Selbst wenn es keine vergebliche Mühe wäre, „Hass zu verbieten“, so ist wahrer Hass so schwer zu finden. Was sie „Hass“ nennen, werden die geringeren Dinge wie Verachtung, Abneigung oder Erklärungen menschlicher Diskriminierung sein. Dinge wie genau dieser Artikel. Wahrlich, das Ziel ist die Verflüssigung des menschlichen Geistes.

„Was bedeutet es, kosmisch betrachtet, eine Note zu halten und anhaltend ertönen zu lassen? Was besagt es, Treue gegenüber der Komposition zu zeigen? Was können wir über ein Volk sagen, das diese Gesangswerte entwickelt?“ – (Bild: Renee Fleming)

„Was bedeutet es, kosmisch betrachtet, eine Note zu halten und anhaltend ertönen zu lassen? Was besagt es, Treue gegenüber der Komposition zu zeigen? Was können wir über ein Volk sagen, das diese Gesangswerte entwickelt?“ – (Bild: Renee Fleming)

Falls Sie vergessen haben, was „Diskriminierung“ wirklich bedeutet – so ist es Zeit, das nachzuschlagen. Es ist die Entscheidung darüber, was man an einer Kreuzung von vier gleichrangigen Straßen tut, welche Frucht man aus einer Schüssel Kirschen ißt, und welche Kleidung man am Morgen trägt. Unter Anwendung ihrer kostbaren Diskriminierung beschließt ein junges Mädchen, den einen Mann zu heiraten anstatt eines anderen, und hört ein Lied anstelle eines anderen.

Zu diskriminieren heißt, Unterschiede auszumachen; was besser und schlechter ist. Man wendet diese Fähigkeit bei jeder Art von Entscheidung an. Wir diskriminieren zu jeder Stunde – sogar in Träumen. Wenn wir es nicht täten, wären wir nicht menschlich. Ohne ein aktives, robustes Gespür für Diskriminierung würde uns die Funktionsfähigkeit selbst einer Raupe fehlen, ganz zu schweigen von jener des Fuchses. Diskriminierung ist die wesentliche Fähigkeit, die das Herzstück der menschlichen Intelligenz ist. Das ist keine neue Definition des Wortes, sondern die standardmäßige.

Wer hätte gedacht, daß irgend jemand versuchen wollte, Diskriminierung zu verbieten? Das ist so vernünftig, wie das Denken, weinende Babies und den Regen zu „verbieten“.

Ich war also mutig genug, mir etwas Quasi-Hassrede als Dienst an meinem Land auszudenken. Die Freiheit zu denken, seine Gefühle zu haben und sie auszudrücken und anderen Kultur beizubringen – dies ist zu süß, um es zu verlieren. Und ich ziele hier darauf ab, einige Lektionen in aktiver Diskriminierung vorzubringen. Denn die menschliche Diskriminierung ist etwas sehr Schönes. Nun braucht sie etwas Platz, etwas Luft. Es ist höchste Zeit. Jemand hat beschlossen, daß die schwarze Musik und Kultur nun der weißen überlegen ist. Und dies inspiriert zu einem diskriminierenden Tabuzerstörungstrip.

Beyoncé war der Tropfen, der mein Faß endgültig zum Überlaufen brachte, die Alarmglocke, die mich aufrüttelte, die finale Beleidigung. Nun reiche ich meinen Anspruch auf Unterdrückung durch schwarzen Gesang ein. Über Reparationen diskutieren wir später.

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The Origins of the Lucia Tradition

Wikipedia (Svenska):  Lucia

Wikipedia (Deutsch):  Luciafest

Metapedia:  Lucia-Fest

Wikipedia (English):  Saint Lucy’s Day

Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? – Teil 4

 „Do not go gently into that good night / Rage, rage against the dying of the light.“ (Dylan Thomas)

„Do not go gently into that good night / Rage, rage against the dying of the light.“
(Dylan Thomas)

Von Fjordman; der Originaltext Why Did Europeans Create the Modern World? — Part 4 erschien am 30. September 2009 auf Gates of Vienna. (Dies ist der letzte Teil dieser Reihe; Bilder vom Übersetzer eingefügt.)

Der deutsche Soziologe Max Weber (1864-1920) identifizierte den Kapitalismus in seiner einflußreichen Studie Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus mit dem protestantischen Zweig des Christentums. Ich halte es in der Tat für zutreffend zu sagen, daß sich die protestantischen Nationen als besonders dynamisch erwiesen bei der Annahme von Wissenschaft und Kapitalismus; der Protestantismus ermutigte gewöhnliche Leute zum Lesen der Bibel in der Volkssprache, was die Alphabetisierung beschleunigte. Dennoch gibt es keinen Zweifel, daß die Grundlagen des Kapitalismus im katholischen Europa geschaffen wurden, in den mittelalterlichen Stadtstaaten Norditaliens.

Der westliche Wohlstand begann mit dem städtischen Wachstum und dem Handel im zwölften Jahrhundert und beschleunigte sich während der Renaissance zum siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert hin mit der Entwicklung einer relativ autonomen Klasse professioneller Kaufleute. Friedrich von Hayek (1899-1992), ein österreichischer und später britischer Ökonom und Philosoph, identifizierte einen neuen Individualismus, der vom Christentum und der Philosophie der klassischen Antike hervorgebracht und während der Renaissance entwickelt worden war. Er erklärt dies in seinem Klassiker Der Weg zur Knechtschaft:

„Von den Handelsstädten Norditaliens verbreitete sich die neue Lebenssicht mit dem Handel nach Westen und Norden, durch Frankreich und den Südwesten Deutschlands zu den Niederlanden und den britischen Inseln und schlug überall feste Wurzeln, wo es keine despotische politische Macht gab, um sie zu ersticken…. Während dieser ganzen neuzeitlichen Periode europäischer Geschichte war die allgemeine Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung die, daß sie den einzelnen von den Banden befreite, die ihn an die gebräuchlichen oder vorgeschriebenen Wege beim Nachgehen seiner alltäglichen Aktivitäten gebunden hatten…. Das vielleicht größte Ergebnis dieser Entfesselung individueller Energien war das wundersame Wachstum der Wissenschaft, das dem Marsch individueller Freiheit von Italien nach England und darüberhinaus folgte…. Erst seit die Gewerbefreiheit den Weg zum freien Gebrauch des neuen Wissens geöffnet hatte, erst seit alles ausprobiert werden konnte – falls man jemanden finden konnte, der dies auf eigenes Risiko unterstützte – und, sollte man hinzufügen, genausooft von außerhalb der mit der Kultivierung des Lernens beauftragten Behörden wie innerhalb davon, hat die Wissenschaft die großartigen Fortschritte gemacht, die in den letzten hundertfünfzig Jahren das Gesicht der Welt verändert haben.”

Das westliche Wachstum hat Wurzeln im Mittelalter. Nathan Rosenberg und L.E. Birdzell Jr. gehen dem in How The West Grew Rich: The Economic Transformation Of The Industrial World nach:

„Anfänglich entsprang die Erlangung der Autonomie durch den Westen einer Entspannung oder Schwächung politischer und religiöser Kontrollen, was anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die Gelegenheit gab, mit Veränderungen zu experimentieren. Wachstum ist natürlich eine Form von Veränderung, und Wachstum ist unmöglich, wenn Veränderung nicht zulässig ist. Jede erfolgreiche Veränderung erfordert ein großes Maß an Freiheit zum Experimentieren. Eine Gewährung dieser Art von Freiheit kostet die Herrscher einer Gesellschaft ihr Gefühl der Kontrolle, als würden sie die Macht zur Bestimmung der Zukunft der Gesellschaft an andere abtreten. Die große Mehrheit der Gesellschften in der Vergangenheit und Gegenwart haben es nicht zugelassen. Genausowenig sind sie der Armut entkommen.”

Der Welthandel ist bis ungefähr 1840 in bescheidenem Maß gewachsen und hat dann abgehoben. 1913 war der Wert des Welthandels etwa fünfundzwanzigmal so hoch, wie er um 1800 gewesen war, obwohl die Preise für Fertigwaren und Rohstoffe in vielen Fällen niedriger waren. Zum ersten Mal war eine wahre Weltwirtschaft geschaffen worden, mit Mittelpunkt in Europa. Großbritannien spielte eine besonders prominente Rolle beim Einsatz des Handels, um die Welt und das ausgedehnte britische Empire wirtschaftlich miteinander zu verbinden. Dies wurde in großem Maße durch die Entwicklung neuer Verkehrs- und Nachrichtenmittel erleichtert. Eisenbahnen breiteten sich über ganz Europa und Nordamerika bis nach Südamerika, Asien und Afrika aus und verringerten zusammen mit Dampfschiffen die Transportkosten drastisch. Internationaler Handel wurde auch durch den Bau des Suez- und des Panamakanals erleichtert. Die industrielle Revolution stellte einen Punkt beispielloser europäischer Macht dar.

Bis 1880 kontrollierten europäische Nationen erst 10 % des afrikanischen Kontinents. Dann kam der „Wettlauf um Afrika”, wo der Besitz von Kolonien zu einer Art Statussymbol wurde. Der europäische Imperialismus erreichte zu dieser Zeit in Asien ebenfalls seinen Höhepunkt, als die Niederländer ihre Herrschaft über Java auf den Großteil dessen ausdehnten, was heute Indonesien ist, die Briten vertieften ihre Kontrolle über Besitzungen wie Indien, die Franzosen errichteten ihre Herrschaft über einen weiten Bereich von Indochina wie auch Westafrika, und die Vereinigten Staaten erwarben 1898 nach dem spanisch-amerikanischen Krieg die Philippinen. Insgesamt waren die wirtschaftlichen Gewinne aus diesen Kolonien in vielen Fällen überraschend begrenzt. Sie wurden oft mehr aus politischen als wirtschaftlichen Gründen erworben. Die technologische Überlegenheit ließ viele Europäer zur aufrichtigen Überzeugung gelangen, daß sie andere Völker „zivilisieren” könnten, eine Idee, die in Rudyard Kiplings Gedicht White Man’s Burden verkörpert ist.

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Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? – Teil 3

Von Fjordman; der Originaltext Why Did Europeans Create the Modern World? — Part 3 erschien am 26. September 2009 auf Gates of Vienna. (Bilder vom Übersetzer hinzugefügt.)

Übersetzung: BeforeDawn

Dass das Klima in irgendeiner Beziehung zu der Kultur und der Mentalität unterschiedlicher Völker stehen könnte, ist eine schon alte Idee, die auf den griechischen Geographen Strabon [gest. um 24 n. Chr] zurückgeht, die es aber auch in China gegeben hat, bei Ibn Chaldun im mittelalterlichen Nordafrika, und in Frankreich bei dem großen politischen Denker Baron de Montesquieu in Vom Geist der Gesetze (De l´esprit des lois, 1748), also lange bevor es eine zusammenhängende Theorie der Evolution oder ein Wissen über genetische Mutation gegeben hat.

Wie wir gesehen haben, ist die hauptsächliche Hypothese über die Intelligenzunterschiede zwischen ethnischen Gruppen, so wie sie von Michael H. Hart in Understanding Human History propagiert wird, die, dass die in kälteren Gegenden lebenden Menschen eine höhere Intelligenz entwickeln mussten, um in ihrer rauhen natürlichen Umgebung überleben zu können. Zehntausende von Jahren lang könnte dies in der Tat der wichtigste Antrieb für die menschliche Evolution gewesen sein, nicht aber unbedingt der einzige. In den letzten Jahrtausenden, nach der Entwicklung der Landwirtschaft und der Städte, haben auch andere zusätzliche Antriebskräfte eine Rolle gespielt. Die Menschen selbst begannen nun zunehmend ihre Umwelt zu formen und können sich jetzt z. B. elektrischer Heizung in subarktischen Gebieten erfreuen. Eine der faszinierendsten Geschichten über die menschliche Evolution hatte aber anscheinend nichts mit kaltem Wetter zu tun, nämlich die Geschichte der Gemeinschaften der aschkenasischen Juden im mittelalterlichen Europa.

Nach einer von Gregory Cochran, Jason Hardy und Henry Harpending im Jahr 2005 vorgestellten Hypothese, die weitgehend von Hart unterstützt wird, ist der außerordentlich hohe durchschnittliche Intelligenzquotient heutiger aschkenasischer Juden ein Beispiel für die Darwinsche Evolution als Antwort auf von außen einwirkenden sozialen Druck, insofern als europäische Juden viele Jahrhunderte lang eine sehr schmale und ungewöhnliche ökonomische Nische als Kaufleute, Steuereintreiber und Geldverleiher innehatten, also Beschäftigungen, für die eine hohe Intelligenz einen großen praktischen Wert hatte. Der christlichen Mehrheitsbevölkerung war es verboten, Zinsen zu nehmen, während den Juden viele Berufe verschlossen waren. Nur dem gelang es in diesem kulturellen Klima, sich zu behaupten und seine Gene weiterzugeben, der einen sehr hohen IQ hatte.

Diese Situation dauerte vom frühen Mittelalter bis zur gesetzlichen Emanzipation der Juden nach der Aufklärung und bewirkte ein soziales Umfeld, das den durchschnittlichen IQ eines ganzen Volkes beträchtlich anhob.

Diese Kombination von Faktoren hatte es in der Antike nicht gegeben. In der islamischen Welt sahen sich die Juden in Handel und Verwaltung in Konkurrenz mit anderen Bevölkerungsgruppen wie z. B. Griechen und Armeniern; sie wurden dort a von den Muslimen auch diskriminiert, aber es ergab sich kein ähnlicher Anstieg des Intelligenzquotienten. Für diesen Effekt genügte „Diskriminierung” allein nicht.

Der wissenschaftliche Beitrag der Griechen im Zeitraum von 500 v. Chr. bis 200 n. Chr. überragt den vergleichsweise geringen Beitrag der Juden im gleichen Zeitraum in beträchtlichem Maß, aber dieses Bild kehrt sich vom 19. Jahrhundert an völlig um. Jetzt haben wir jüdische Genies wie Einstein, aber keine griechischen Genies mehr, die mit Aristoteles und Archimedes vergleichbar wären. Wir haben keinen überzeugenden Beweis, dass im Altertum die Juden ein sehr hohes Intelligenzniveau gehabt hätten. Diejenigen, die dies behaupten, verweisen auf den unverhältnismäßig großen Einfluss jüdischer religiöser Texte aus dieser Ära, aber das Fehlen herausragender jüdischer Wissenschaftler jener Zeit sowie die Tatsache, dass die Juden des Mittleren Ostens heutzutage keinen ungewöhnlich hohen IQ haben, zeigen, dass die hohe Intelligenz bei den Juden aus der europäischen Diaspora ein Produkt der nach-römischen Zeit ist.

Dieses Beispiel der aschkenasischen Juden ist aus einer ganzen Reihe von Gründen interessant. Zunächst schon allein wegen der Geschwindigkeit der Entwicklung: Die Intelligenz eines ganzen Volkes erhöhte sich um vielleicht 10 IQ-Punkte in ungefähr 1000 Jahren, also um viele Male schneller als die langsamere „klimatische” Entwicklung eines höheren IQ während der vorhergehenden Jahrtausende. Zweitens, diese Entwicklung war höchstwahrscheinlich von der sozialen und kulturellen Umwelt verursacht, nicht von der natürlichen, wie es während der Steinzeit der Fall gewesen war. Die europäischen Juden haben nicht einen höheren IQ entwickelt, weil sie in einem kälteren Klima als die anderen Europäer lebten; die Entwicklung war die unbeabsichtigte Folge von sozialen Zwängen, die sie in ein schmales Spektrum von Berufen zwang, in denen ein hoher IQ absolut nötig war; und es war ihnen möglich, dieses Merkmal weiterzugeben, weil relativ wenige Heiraten zwischen der christlichen Mehrheit und der jüdischen Minderheit stattfanden. Schließlich aber, und das ist das Wichtigste: dies Beispiel beweist gegen jeden Zweifel, dass die menschliche Evolution bis in historische Zeiten weitergegangen ist und wahrscheinlich sogar heute noch bedeutsame Resultate erzielen kann.

Wie bereits erwähnt, spricht Jared Diamond in Die Schicksale menschlicher Gesellschaften nicht über die Möglichkeit menschlicher Evolution während der letzten 50.000 Jahre, da er dies für „rassistisch” hält. Jedoch: sein Bestseller wurde von einer Person mit hohem Intelligenzquotienten geschrieben. Die Ironie liegt nun darin, dass Jared Diamonds Theorien die Existenz von Jared Diamond nicht erklären können. Mr. Diamond ist ein Aschkenase, wie es auch Michael H. Hart ist, was nun wiederum bedeutet, dass er aus der ethnischen Gruppe mit dem höchsten durchschnittlichen IQ auf unserm Planeten stammt. Und diese ist nun auch zugleich die ethnische Gruppe mit der höchsten Zahl an Nobelpreisen – bezogen auf die Kopfzahl der Gruppe – in den Naturwissenschaften, was ein starker Hinweis darauf ist, dass der IQ tatsächlich etwas misst, das in der Diskussion über Intelligenz von Relevanz ist.

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