Wie Israel sich die Atombombe erschwindelte

Von C. F. Robinson, übersetzt von Lucifex. Das Original How Israel Swindled Its Way to an Atomic Bomb erschien am 20. April 2017 auf Counter-Currents Publishing.

Roger J. Mattson

Stealing the Atom Bomb: How Denial and Deception Armed Israel

CreateSpace, 2016

Es wird viel über die Weiterverbreitung von „Massenvernichtungswaffen“ im ganzen Nahen Osten geredet. Die Mainstream-Medien haben seit den 1980ern wegen des Nuklearwaffenprogramms des Iran Alarm geschlagen (und doch ist keine iranische Bombe aufgetaucht). Der angebliche Zweck des Irakkriegs war die Eliminierung der Programme für nukleare, biologische und chemische Waffen, von denen fälschlich behauptet wurde, daß der Irak sie hätte. Um seine Rivalen von der Entwicklung einer Bombe abzuhalten, griff Israel 1981 Atomeinrichtungen im Irak und 2007 in Syrien an. Frei nach Jean-Paul Sartre: Israel ist krank vor Furcht, sie fürchten sich vor dem Schatten ihrer eigenen gestohlenen Bombe. Wie sie die Atombombe stahlen, wird detailliert in Roger J. Mattsons Buch Stealing the Atom Bomb: How Denial and Deception Armed Israel von 2016 beschrieben.

So funktionierte der Schwindel: Israel bekam seine erste Nukleartechnologie durch das naive Programm Atoms for Peace der Eisenhower-Regierung. Diese Geldverschwendung wurde benutzt, um den Reaktor Nahal Soreq zu errichten, der 1960 in Betrieb ging. Verglichen mit anderen Reaktoren war Nahal Soreq kleiner, weniger leistungsfähig und unter der Bedingung gebaut, daß er nicht für die Waffenherstellung verwendet würde, aber er brachte Israel auf den Weg dazu, eine voll nuklearfähige Nation zu werden.

Nachdem sie Nahal Soreq betriebsfähig gemacht hatten, erwarben die Israelis von den Franzosen einen weiteren Reaktor, der waffenfähiges Material produzieren konnte. Die Franzosen waren so verärgert darüber, daß die Amerikaner während der Krise um den Suezkanal die Partei Ägyptens ergriffen hatten, daß sie ihr eigenes Nuklearprogramm beschleunigten und in der Negev-Wüste, beim Dorf Dimona, gehässig einen Reaktor bauten, der zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium fähig war.[1] Diese French connection [2] mit Israel war entscheidend: die Atombombenkonstruktion der Israelis beruhte auf der Bombe, die die französische Regierung 1960 nahe Reggane in Algerien getestet hatte.[3]

Jedoch verschafften Atoms for Peace und die French connection Israel bloß ein teilweises Nuklearprogramm. Die Israelis brauchten immer noch große Mengen von hoch angereichertem Uran (HEU). Mattson zeigt, wie sie dieses Material durch eine windige Firma namens Nuclear Materials and Equipment Corporation (NUMEC) bekamen. Diese Firma wurde 1957 gegründet und nahe Pittsburg in Apollo, Pennsylvania, angesiedelt. Stealing the Bomb macht klar, daß der ganze Zweck von NUMEC darin bestand, HEU nach Israel zu schaffen. Die Tatsache, daß NUMEC HEU an andere Kunden lieferte, einschließlich der United States Navy, war bloß eine Tarnung für Israels eigene Ziele. Die Gründer von NUMEC waren eine Gruppe von Juden, von denen zwei eine bedeutende Rolle in dieser Geschichte spielen. Der erste ist der Investor David Lowenthal (192 – 2006). Der zweite, Zalman Shapiro (1920 – 2016), war einer von Lowenthals Nachbarn in Pittsburg, und er war für den laufenden Betrieb von NUMEC verantwortlich.

Das NUMEC-Werk

Während eine Gruppe jüdischer Finanziers, die von Lowenthal organisiert wurde, das Werk errichtete und zum Laufen brachte, erhielten die Manager von NUMEC ihr Kapital großteils von anderen – spezifisch von örtlichen Banken. NUMEC erhielt viel Fremdkapital durch Kredite der Mellon National Bank und der Pittsburg National Bank.[4]

Es ist sehr wahrscheinlich, daß NUMEC sofort nach Betriebsbeginn damit begann, HEU für Israel abzuzweigen. Jedoch bemerkte die Atomenergiekommission das Ausmaß des Verlustes erst 1965. Die Leichtigkeit des Diebstahls wurde durch die Tatsache ermöglicht, daß HEU in kleinen Mengen verpackt und gelagert werden muß. Dieses Verpackungserfordernis ist notwendig, weil zu viel HEU, das in der richtigen Geometrie zusammen gelagert wird, einen „Kritikalitätsunfall“ bewirken kann, wo Neutronen in Mengen freigesetzt werden, die ausreichen, um Menschen in der unmittelbaren Nähe zu töten.[5] Wenn es jedoch richtig abgepackt wird, ist die Strahlung von HEU keine Bedrohung, und gleichermaßen wird es aufgrund seiner Kleinheit leicht, es an einem Wächter vorbeizubekommen.

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Juden gegen die Alternative Rechte: Lehren aus der Geschichte

„Ihr Vaterland“

„Ihr Vaterland“

„Die antisemitische Bewegung ist im Wesentlichen eine Reaktion gegen das abnormale Wachstum der jüdischen Macht, und die neue Stärke des Antisemitismus liegt weitgehend an den Juden selbst.“ Hillaire Belloc, Die Juden (1922)

Von Andrew Joyce ; Original: Jews Versus the Alt Right: Lessons from History , erschienen am 10. September 2016 auf „The Occidental Observer“.

Gastübersetzung von Deep Roots (post-AdS)

 

Erst vor etwas mehr als einer Woche hielt Hillary Clinton eine Rede, in der sie Donald Trumps angebliche Verbindungen zur Alternativen Rechten angriff. In diesem langweiligen und bemühten Stück öffentlicher Rede bezeichnete Angela Merkels Rivalin als Matriarchin der Verlogenheit die Alternative Rechte als einen kaum zusammenhängenden Wirbelwind aus „rassenhetzerischen“, „frauenfeindlichen“, „moslemfeindlichen“ und „einwanderungsfeindlichen“ Ideen.

Vorhersehbarerweise wurde kurz nach der Rede enthüllt, daß Teile davon direkt aus einem Propagandaartikel des Southern Poverty Law Center vom April abgekupfert worden waren. Nachdem sie ihren Ursprung in einer Organisation hatte, die ihren Lebensunterhalt durch Feilbieten von Horrorgeschichten, Fantasien und Verleumdungen bestreitet, war es keine Überraschung, daß die Rede übertriebene und widersprüchliche Botschaften über diese „aufkommende rassistische Ideologie“ vermittelte. Laut Clinton ist die Alt Right „lose“, aber auch „organisiert“. Ihre Mitglieder sind „großteils online“, aber auch in Scharen auf unseren Straßen in Form einer „steigenden Flut von hartem, rechtem Nationalismus überall auf der Welt.“

Soweit, so banal. Indem sie jedoch Trumps angebliche Verwendung einer „antisemitischen Botschaft – ein Davidsstern, der einem Meer von Dollarnoten überlagert ist“ auf Twitter samt „antisemitischer Verunglimpfungen und Todesdrohungen seitens seiner Unterstützer“ erwähnte, brach Clinton ungeschickt etwas, das eine seit langem bestehende Konvention gewesen zu sein scheint, die Juden und Antisemitismus aus Diskussionen auf höchster Ebene draußen hielt. Nach Jahrzehnten hinter den Kulissen hatte der politische Antisemitismus es auf die Hauptbühne geschafft.

Was als nächstes geschieht, wird sehr interessant sein. Im Europa des neunzehnten Jahrhunderts gewann der antisemitische Diskurs im Gefolge von Wirtschaftskrisen, der Intensivierung ethnischer Konkurrenz, sozialen Drucks durch Migrationsströme und die zunehmend verfeinerte und intellektuelle Artikulation von Kritiken an den Juden an Schwung. Obwohl es zu der Zeit eine gängige kulturelle Masche der Juden war, die Bewegung zu verunglimpfen und auf die weitgehend eingebildeten Schrecken der mittelalterlichen Verfolgungen anzuspielen, bestand ausreichende Distanz zum Mittelalter und ausreichende Nähe zu zeitgenössischen Ängsten, daß dies wenig Wirkung bei den Massen hatte. In vieler Hinsicht kann man diese Faktoren heute insofern als wiederholt betrachten, als es den Juden immer schwerer fallen wird, Kapital aus ihrem Narrativ über den Zweiten Weltkrieg zu schlagen, während Weiße unter wachsenden Druck durch Einwanderung, interrassische Gewalt und die zunehmend sichtbare Verzerrung ihrer politischen Prozesse durch im Wesentlichen fremde Interessen geraten. Sich darum zu sorgen, was mit den Juden in den 1940ern geschehen oder nicht geschehen sein mag, wird kein Luxus sein, den die Weißen sich noch viel länger werden leisten können.

In breitem Sinne ist also die Bühne für die Rückkehr des politischen Antisemitismus bereitet und somit für eine Konfrontation zwischen einer aufgeblähten jüdischen Machtstruktur und einem wiederauflebenden weißen Nationalismus.

Es hat bereits einigen Disput innerhalb der Alternativen Rechten hinsichtlich der ideologischen Position des Antisemitismus gegeben. Spezifischer: Milo Yiannopoulos und Allum Bokhair, ein homosexueller Jude und ein Pakistani, haben im März dieses Jahres einen Artikel auf Breitbart verfaßt, in dem sie andeuteten, daß sie Verbindung zur Alt Right hätten, wenn nicht deren Führerschaft innehätten. Der Artikel behauptete, daß die Alt Right im Grunde eine Neuerfindung der Gegenkultur der 1960er sei, die von „Spaß, Übertretungen und einer Herausforderung der gesellschaftlichen Normen“ getrieben war. Yiannopoulos und Bokhair kontrastieren die jungen Joker der Alt Right (wie sie sie definieren) mit „Antisemiten, weißen Rassisten und anderen Mitgliedern des Stormfront-Kreises“, wobei Letztere als „der schlimmste Abschaum der menschlichen Gesellschaft“ bezeichnet wurden. Antisemitismus ist in dem Ausmaß, wie er in diesem Narrativ überhaupt vorkommt, bloß eine Pointe im expansiven Arsenal der Alt Right an provokantem, aber weitgehend unaufrichtigem Humor. Echte „Rassisten“ seien gar kein Teil der Bewegung.

Im Gegensatz zu diesem Narrativ scheint es kaum bestreitbar zu sein, daß die Frage des jüdischen Einflusses für die Mehrheit der in der Alt Right Involvierten eine echte Sorge ist. Und für manche von uns ist die Forcierung gesäuberter Narrative für die Bewegung durch Yiannopoulos und Bokhair und die unverhältnismäßige Medienaufmerksamkeit, die diesen rassisch und ideologisch suspekten Individuen geschenkt wird, Beweis für einen Versuch, die Alternative Rechte zu kooptieren und von einem Weg des ethnischen Nationalismus abzubringen. Der Daily Stormer ist an vorderster Front dieser Reaktion gewesen, mit einem Artikel, der argumentiert:

Die Alt Right ist zu einer so großen politischen Kraft geworden, daß es für [die jüdischen Eliten] unmöglich geworden ist, uns weiterhin zu ignorieren. Unsere Siege sind viel zu zahlreich geworden, um sie zu zählen. Ihre neue Strategie besteht im Versuch, die Alt Right als eine Bewegung umzudefinieren, die von dem homosexuellen Juden Milo Yiannopoulos geführt wird. Sie haben dieses Narrativ in Wirklichkeit schon seit einer Weile aufgebaut, aber sie haben sich erst jetzt dafür entschieden, das mit voller Kraft zu betreiben… Die Juden wollen die allgemeine Öffentlichkeit glauben machen, daß die Alt Right so eine Art alberne weiß-nationalistische Bewegung sei, die kein echtes Problem mit Juden oder Homosexuellen hat. Sie wollen, daß die Leute denken, daß die negativen Dinge, die wir über Juden sagen, als unschuldige Witze gemeint sind. Dies ist völlig falsch.

Daß Juden versuchen wollen, eine potentiell schädliche Bewegung zu kooptieren oder scheitern zu lassen, hat in der Tat viele historische Präzedenzfälle. Zu einem der relevantesten schreibt Steven Beller, daß während des Aufstiegs des Deutschnationalismus von 1860 bis 1880 Juden versuchten, Schlüsselrollen in der Bewegung einzunehmen, um sie von ihren Wurzeln in der völkischen Philosophie und einer Gegnerschaft zum jüdischen Einfluß wegzuleiten und zu einer Mission der „kulturellen und sozialen Revolution“ hinzuführen. [1] Mediale Werbung und sorgfältige Netzwerkerei führten sogar dazu, daß zwei Juden, Viktor Adler und Heinrich Friedjung, um die Führung der deutschnationalistischen Bewegung in Österreich wetteiferten. Tatsächlich waren Adler und Friedjung zwei der fünf Gestalter des berühmten Linzer Programms von 1882, einer politischen Plattform, die die völlige Germanisierung des österreichischen Staates forderte. Nur wegen des fortgesetzten Beharrens der nichtjüdischen Bewegungsführer, besonders von Georg von Schönerer, hielt man sich schließlich an eine ethnische Version des Deutschnationalismus. Auf Schönerers Beharren und zum Entsetzen der ehemaligen jüdischen „Führer“ übernahm die Bewegung eine „Arierklausel“. Nachdem ihr Versuch zur Kooptierung der Bewegung gescheitert war, fügt Beller hinzu, „war die jüdische Reaktion, sie anderswo hinsichtlich ihrer Ziele der gesellschaftlichen und kulturellen Veränderung umzusehen.“ [2] Zum Beispiel wurde Adler über Nacht zu einem ausgemachten Marxisten.

In ähnlicher Weise merkt der Historiker Gordon Mork an, daß Juden in Deutschland ebenfalls „herausragend“ unter den frühen führenden Befürwortern des Deutschnationalismus waren. [3] Insbesondere waren Juden in der Nationalliberalen Partei konzentriert und bildeten dann eine einflußreiche Clique um Bismarck selbst. Diese Ablenkungsclique innerhalb des Deutschnationalismus könnte man als entscheidenden Grund dafür betrachten, daß er im Sinne eines ethnischen Ausdrucks bis nach dem Ersten Weltkrieg verkümmerter war als sein österreichisches Gegenstück.

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„Unsere Zivilisation verschwindet“: Interview mit Jean Raspail

Übersetzt von Deep Roots. Das Original “Our Civilization is Disappearing” Interview with Jean Raspail erschien am 4. November 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

Wie empfinden Sie die gegenwärtige Situation?

Wissen Sie, ich möchte mich nicht der großen Gruppe von Intellektuellen anschließen, die ihre Zeit mit Debatten über Einwanderung verbringen… Ich habe den Eindruck, daß diese Gespräche keinem Zweck dienen. Die Leute wissen es bereits alle intuitiv: daß Frankreich, so wie es unsere Vorfahren vor Jahrhunderten gestalteten, verschwindet. Und daß wir die Zuschauergalerie amüsiert halten, indem wir unaufhörlich über die Einwanderung reden, ohne jemals die finale Wahrheit zu sagen. Eine Wahrheit, die außerdem unaussprechlich ist, wie mein Freund Jean Cau bemerkte, denn wer immer sie ausspricht, wird sofort gejagt, verdammt und dann abgelehnt. Richard Millet kam ihr nahe, und schauen sie, was mit ihm passiert ist?

Wird die Ernsthaftigkeit des Problems dem französischen Volk vorenthalten?

Ja. Angefangen zuallererst bei den führenden Politikern. Öffentlich heißt es: „alles läuft gut, Madame Marquessa.“ Aber hinter verschlossenen Türen geben sie zu: „ja, Sie haben recht: es gibt ein echtes Problem.“ Ich habe mehrere erbauliche Briefe zu diesem Thema von prominenten linken Politikern, auch von jenen auf Seiten der Rechten, denen ich Das Heerlager der Heiligen geschickt habe. „Aber Sie verstehen: wir können das nicht sagen…“ Diese Leute haben eine doppelte Sprache, ein doppeltes Gewissen. Ich weiß nicht, wie sie das machen! Ich denke, die Pein kommt von dort: die Menschen wissen, daß Dinge vor ihnen verborgen werden. Heute glauben Zig Millionen Menschen nicht mehr dem offiziellen Diskurs über die Einwanderung. Nicht einer von ihnen glaubt, daß sie „eine Chance für Frankreich“ ist. Denn die Realität drängt sich ihnen auf, jeden Tag. All diese Ideen kochen in ihren Köpfen und kommen nicht heraus.

Sie glauben nicht, daß es möglich ist, die Ausländer zu assimilieren, die in Frankreich aufgenommen werden?

Nein. Das Modell der Integration funktioniert nicht. Selbst wenn ein paar Illegale mehr zur Grenze eskortiert werden und es uns gelingt, Ausländer ein bißchen mehr zu integrieren als heute, wird ihre Zahl nicht zu wachsen aufhören, und das wird nichts am grundsätzlichen Problem ändern: der zunehmenden Invasion Frankreichs und Europas durch eine zahllose Dritte Welt. Ich bin kein Prophet, aber man sieht deutlich die Zerbrechlichkeit jener Länder, wo eine unerträgliche Armut besteht und unaufhörlich neben unanständigem Reichtum wächst. Jene Leute wenden sich nicht an ihre Regierungen, um zu protestieren. Sie erwarten nichts von ihnen.

Sie wenden sich uns zu und kommen in Booten in Europa an, immer zahlreicher, heute in Lampedusa, morgen anderswo. Nichts hält sie ab. Und dank des Demographie-Spiels wird es um die 2050er in Frankreich so viele junge eingeborene Franzosen geben wie junge Ausländer.

Viele werden eingebürgert sein.

Was nicht bedeutet, daß sie zu Franzosen geworden sind. Ich sage nicht, daß das schlechte Leute sind, aber „Einbürgerungen auf dem Papier“ sind keine Einbürgerungen der Herzens. Ich kann sie nicht als meine Landsleute betrachten. Wir müssen das Gesetz drastisch verschärfen, das ist dringend.

Wie kann Europa mit diesen Migrationen umgehen?

Es gibt nur zwei Lösungen. Entweder wir nehmen sie auf, und Frankreich – seine Kultur, seine Zivilisation – wird ohne auch nur ein Begräbnis ausgelöscht werden. Meiner Ansicht nach ist es das, was passieren wird. Oder wir nehmen sie gar nicht auf – das bedeutet, mit dem Sakralisieren des Anderen aufzuhören und den eigenen Nachbarn wiederzuentdecken, das heißt jene, die einem nahe sind. Was bedeutet, daß wir aufhören, uns um diese „verrückt gewordenen christlichen Ideen“ zu scheren, wie Chesterton sagte, oder um jene verkommenen Menschenrechte, und daß wir die unverzichtbaren Maßnahmen ergreifen, um uns unwiderruflich zu distanzieren, um die Auflösung unseres Landes in einer allgemeinen métissage zu vermeiden [wörtlich Rassenvermischung, aber als eine Art Äquivalent zur englischen diversity verwendet]. Ich sehe keine andere Lösung. Ich bin in meiner Jugend viel gereist. Alle Völker sind faszinierend, aber wenn man sie zu sehr vermischt, entwickelt sich viel mehr Feindseligkeit als Sympathie. Métissage ist niemals friedlich. Es ist ein gefährliches Utopia. Sehen Sie sich Südafrika an!

An dem Punkt, an dem wir uns jetzt befinden, müßten die Maßnahmen, die wir zu ergreifen hätten, notwendigerweise sehr viel Zwang enthalten. Ich sehe nicht, daß das geschehen wird, und ich sehe keinen, der den Mut hat, es zu tun. Sie müßten ihre Seele in die Waagschale werfen, aber wer ist dazu bereit? Dennoch glaube ich keinen Moment, daß die Unterstützer der Einwanderung karitativer sind als ich: es gibt wahrscheinlich keinen einzigen unter ihnen, der beabsichtigt, einen dieser Unglücklichen bei sich zu Hause aufzunehmen… all das ist nur emotionale Heuchelei, ein unverantwortlicher Mahlstrom, der uns verschlingen wird.

Gibt es daher keine andere Lösung als Unterwerfung oder Zwang?

Es könnte vielleicht eine geben, aber sie wird nur eine Chance haben: isolierte Gebiete, wo eine Population, die von anderen Kommunitarismen ethnisch und kulturell bedroht ist, Zuflucht finden könnte. Übrigens geschieht das bereits: wir können bereits erkennen, daß die französischen „de souche“ (Eingeborenen) aus den sogenannten „sensitiven“ Bezirken fliehen. Die Demonstrationen gegen die Homoehe sind ebenfalls eine Form von Kommunitarismus: sie legen Zeugnis dafür ab, daß Millionen von Franzosen die von den Linken und von Christiane Taubira versprochene „Zivilisationsveränderung“ ablehnen. Heute verdammt jeder den Kommunitarismus, aber er könnte eine Lösung sein, zumindest vorübergehend. Diese einander gegenüberstehenden Kommunitarismen werden sich gegenseitig durch die Feindseligkeit verstärken, die sie vermitteln, und das wird schlußendlich in extrem schweren Konfrontationen enden. Selbst wenn wir nicht zu wünschen brauchen, daß es zu Widrigkeiten kommt.

Sie glauben nicht an einen plötzlichen Neubeginn, wie er viele Male in der Geschichte Frankreichs stattgefunden hat?

Nein. Er würde eine epische Geisteshaltung erfordern, eine Wahrnehmung eines erhabenen Ziels, damit ein plötzlicher Neubeginn in Frankreich möglich ist. Es würde erfordern, daß Menschen immer noch an ihr Land glauben. Ich sehe nicht, daß viele von ihnen übrig wären. Wenigstens das nationale Bildungssystem und die audiovisuellen Medien von oben nach unten zu reformieren, den Lehrern und Journalisten, die bei der Desinformation mitmachen, die Plattform wegzunehmen… Wir haben die Idee der Nation entheiligt, die Ausübung von Macht, die Vergangenheit des Landes. Wir haben Risse in der Statue Frankreichs geschaffen, wir (insbesondere die Linke!) haben sie so weit entstellt, daß nichts mehr Respekt einflößt. Die Macht der falschen Ideen, die vom nationalen Bildungssystem und den Medien verbreitet werden, ist grenzenlos. Aber was mich betrifft, so habe ich 1500 Jahre lang in Frankreich gelebt, ich bin zufrieden mit dem, was mein ist, und ich habe keinen Wunsch, daß es sich ändert…

Quelle: http://islamversuseurope.blogspot.gr/2013/10/jean-raspail-author-of-camp-of-saints.html

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Siehe auch:

Jean Raspail, Deep Roots‘ Zusammenfassung des deutschen und des englischen Wikipedia-Artikels über Jean Raspail

Wir wurden gewarnt von Anne-Kit

Jean Raspail: Die Republik verrät das Vaterland, ein Interview in der „Sezession“ zum Sturm aus Afrika

Jean Raspail in der Jungen Freiheit: Es ist eine Art Fluch

EU-Kommission will Immigration aus Nordafrika fördern in Manfreds „Korrektheiten“

Ein Moment wie im Heerlager der Heiligen von Joe Webb

Heerlager der Heiligen: Eine Strategie für die Kapitulation von Baron Bodissey

Warum Lampedusa? von Enza Ferreri

Jean Raspail

Jean Raspail; Porträt von 2010

Jean Raspail; Porträt von 2010

Zusammenfassung aus Wikipedia (deutsch + englisch, Übersetzung des englischen Beitrags von Deep Roots), ursprünglich erschienen in „As der Schwerter“:

 

Jean Raspail (geb. 5. Juli 1925 in Chemillé-sur-Dême, Indre-et-Loire) ist ein französischer Schriftsteller, Reisender und Forscher.

Er entstammt einer großbürgerlichen Familie. Sein Vater Octave Raspail war gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Großen Mühle von Corbeil in Corbeil-Essonnes undGeneraldirektor der Mines del la Sarre. Seine Mutter war Marguerite Chaix.

Jean Raspail besuchte private katholische Colleges in Saint-Jean de Passy in Paris, die Institution Sainte-Marie d’Antony und die Ecole des Roches in Verneuil-sur-Avre. Während der ersten zwanzig Jahre seiner Karriere bereiste er die Welt, um Volksgruppen zu entdecken, die durch die Konfrontation mit der Moderne bedroht wurden. Von 1950 – 1952 leitete der die Autoexpedition Tierra del FuegoAlaska, und 1954 die französische Forschungsexpedition ins Land der Inkas. 1981 gewann sein Roman „Moi, Antoine de Tounens, roi de Patagonie“ („Ich, Antoine de Tounens, König von Patagonien“) den Grand Prix du Roman der Académie francaise.

Seine unkonventionellen Utopien, die den Stempel seines traditionellen Katholizismus tragen, galten schon in den 1950ern als kontrovers. Er hat mehrere utopische Romane geschrieben, in denen die Ideologien des Kommunismus und Liberalismus scheitern und eine katholische Monarchie wieder errichtet wird. Im Roman „Sire“ wird im Februar 1999 in Reims ein französischer König gekrönt, der 18jährige Philippe Pharamond de Bourbon, ein direkter Nachkomme der letzten französischen Könige.

Raspails Schriften behandeln auch Themen der Immigration, wie sein einflußreiches Werk „Das Heerlager der Heiligen“ von 1973. Darin schilderlte er den Untergang der abendländischen Kultur durch die Landung einer Million Hindus an der französischen Südküste. Das Buch beschwor eine riesige Kontroverse herauf, die dazu führte, daß einige seiner Kritiker ihn auf der Grundlage der darin ausgedrückten Ansichten des Rechtsextremismus beschuldigten. Heute ist das Buch unter Einwanderungsreduktionisten populär und ist [auf Englisch] von John Tantons The Social Contract Press nachgedruckt worden. Nach „Das Heerlager der Heiligen“ schrieb Raspail viele erfolgreiche Romane, einschließlich „Septentrion“ („Norden“), „Sire“ und „L’Anneau du Pecheur“ („Der Ring des Fischers“). Er fügt sich in die Reihe von Romanautoren wie Roger Nimier, Dino Buzzati und Michel Déon.

Raspail war 2000 ein Kandidat für die Académie francaise und erhielt die meisten Stimmen, aber ohne die Mehrheit zu erlangen, die für die Wahl auf den vakanten Sitz von Jean Guitton nötig war.

Ein Artikel mit dem Titel “Die Republik verrät das Vaterland“ (hier auf deutsch in der “Sezession“), den er am 17. Juni 2004 für „Le Figaro“ schrieb und in dem der die französische Einwanderungspolitik kritisierte, zog eine Klage durch die International League against Racism and Anti-Semitism wegen „Anstiftung zum Rassenhass“ nach sich, aber das Verfahren wurde am 28. Oktober vom Gericht eingestellt.

1970 verlieh ihm die Académie francaise ihren Jean-Walther-Preis für sein Gesamtwerk. 2009 verliehen ihm die Editions of Methuselah den Prix Wartburg de Litterature für sein Lebenswerk.

Er lebt in Neully-sur-Seine nahe Paris.

Wir erleben das Ende des Römischen Reiches

Paul Jamin: „Brennus und sein Anteil an der Beute“, 1893

Paul Jamin: „Brennus und sein Anteil an der Beute“, 1893

Von Marc Rousset, aus dem Französischen ins Englische übersetzt von Michael O’Meara

Übersetzung dieser englischen Fassung ins Deutsche: Deep Roots. Das Original We’re Living the End of the Roman Empire erschien am 1. Januar 2011 bei „Counter-Currents Publishing“.

 

Dies ist die Frage: „Leben wir im Jahr 370 n. Chr., 40 Jahre bevor Alarich Rom plünderte?“ oder „Leben wir im Jahr 270 n. Chr., kurz vor den drastischen Korrekturmaßnahmen der illyrischen Kaiser, die die Katastrophe abwendeten, um das Leben des Imperiums um weitere zwei Jahrhunderte zu verlängern?“

Warum der Vergleich? Heute liegt die nichteuropäische Geburtenrate in Frankreich bei 17 %. Falls sich nichts ändert – und mit Sarkozys 250.000 Einwanderern pro Jahr oder den 450.000 der Sozialisten – wird diese Rate bis 203 auf 30 % steigen, und bis 2050 auf 50 %! Der Wendepunkt dieses soziologischen Umbruchs ist praktisch bereits erreicht. Ohne drastischste Maßnahmen wird das Krebsgeschwür unserer Gesellschaft mit solch exponentieller Rate wachsen, daß es unausweichlich in einem ethnischen Bürgerkrieg gipfeln wird.

Der Erfolg von Thilo Sarrazins Buch in Deutschland (bis dato mehr als 600.000 Exemplare verkauft) zeigt, daß das Problem im Gegensatz dazu, was unsere naiven Menschenrechtler behaupten, sehr real ist und das Überleben unserer Gesellschaften bedroht. Auguste Comte sagte: „Wisse, um vorherzusehen, und sieh voraus, um zu handeln“ [Savoir pour prévoir et prévoir pour pouvoir]. Die Wahrheit ist: Wenn Frankreich gestern sein Empire verloren hat, so ist es heute dabei, seine Sprache zu verlieren, seine Zivilisation, seine Industrie, seine Souveränität, sein Volk.

Mehr als die Gefahr, welche die Migration [aus der Dritten Welt] darstellt, sind es der materialistische und individualistische Egoismus unserer Generation, und das Problem der Pensionisten, was die Franzosen veranlaßt hat, sich in unverantwortlicher Weise zu verschulden, eine Politik der verbrannten Erde zu betreiben, seine Obstgärten zur Brennholzgewinnung zu fällen, erworbene Rechte mehr zu heiligen als den Heiligen Geist (wie die Akademikerin Chantal Delsol es ausdrückt).

Es ist schwierig zu verstehen, was heute geschieht, wenn man nichts über den Fall Roms weiß – der uns vor dem warnt, was kommt. In der Zeit von Roms Niedergang befanden sich die Barbaren innerhalb der Mauern, und ihre Brüder belagerten die Bollwerke der Stadt; der europäische Mensch brachte sich demographisch um, nahm Zuflucht in einem Rausch individualistischen und materialistischen Wohlergehens, sah die kommende Katastrophe nicht und war davon überzeugt, daß sein belangloses gewöhnliches Leben ewig dauern würde. Unsere sogenannten Eliten sind genauso blind wie Ammianus Marcellinus, der im Jahr 385 in Buch XIV seiner „Historia“ schrieb: „Es ist Rom bestimmt, so lange zu leben, wie es Menschen gibt.“ Fünfundzwanzig Jahre später plünderte Alarich die Ewige Stadt.

Die Parallelen zwischen unserer Ära und dem Ende des Römischen Reiches sind augenfällig in den gesellschaftlichen Werten, die wir hochhalten, in der Vorrangstellung, die wir dem Geld einräumen, in Einwanderung, demographischer Dekadenz, in einem Unwillen, unsere eigene Verteidigung in die Hand zu nehmen, und schließlich im Hereinbrechen des Christentums, das man mit der neuen Menschenrechtsreligion vergleichen kann.

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Die Bretonen: Ein Volk entdeckt sich

Die biniou-kohz, der bretonische Dudelsack.

Die biniou-kohz, der bretonische Dudelsack.

Jahrhundertelang unterdrückt, bereichern Sprache, Lieder und Tänze der Bretagne jetzt die Kultur ganz Frankreichs.

Von Virginie Henry, aus „Das Beste von Reader’s Digest“ März 1977 (Titelbild von Lichtschwert eingefügt)

Als ich im letzten Frühjahr durch das Departement Côtes-du-Nord fuhr, kam ich eines Abends in die aus vier Häusern bestehende Siedlung Lannegant im Südwesten. In einem Garten unterhalb einer alten Kapelle aus Granitstein tanzten etwa 200 Männer und Frauen. Sie wiegten sich im Rhythmus eines bretonischen Liedes, einer Sprache, die ich nicht kannte, obwohl ich in der Bretagne geboren bin.

Ich sagte zu einer älteren Frau, wie beweglich sie sei. „An dañs a zalh an den en e zav!“ (Das Tanzen erhält einen jung!) antwortete sie.

Ich hatte in der Bretagne meine Jugend verbracht, aber nie hatte ich dergleichen erlebt. Die bretonische Kultur beschränkte sich damals auf ein paar Folkloregruppen, die ihre bestickten Trachten für die Touristen anlegten. Das fest-noz (Nachtfest) in Lannegant dagegen war der unverfälschte Ausdruck einer starken Bewegung, die die Bretagne im letzten Jahrhundert erfaßt hat.

Keine Woche vergeht ohne vier bis fünf solcher Veranstaltungen. Hier begegnen die Bretonen ihrer Kultur wieder: der überlieferten Sprache, der Dichtung und dem Gesang; ihrer auf Bombardon und Dudelsack gespielten Musik; den Tänzen aus längst vergangenen Zeiten.

Heute wissen alle Franzosen, daß die Bretagne sich verändert hat. Plastikbomben, die die Mauern der Finanzämter zerreißen oder einen Fernsehsender zerstören, erinnern sie daran. Doch solche Aktionen sind das Werk einer kleinen Minderheit bretonischer Terroristen. Die Bewegung für die Renaissance der bretonischen Kultur vollzieht sich weniger auffällig, aber sie berührt alle gesellschaftlichen Ebenen.

Für die meisten Franzosen beginnt die Geschichte der Bretagne erst im 15. Jahrhundert; damals brachte die Herzogin Anne de Bretagne ihre Provinz als Mitgift in die Ehe mit König Karl VIII. ein und verknüpfte damit die Geschichte der Bretagne mit denen Frankreichs. Doch die 34.000 Quadratmeter große Halbinsel, einst durch dichte Wälder vom übrigen Kontinent abgeschnitten, war bereits im 5. und 6. Jahrhundert von Kelten des britischen Inselreichs besiedelt. Das Bretonische ist auch kein Dialekt des Französischen, sondern eine mit dem Gälischen in Irland, Schottland und Wales verwandte Sprache.

Nach der Eingliederung der Bretagne 1532 griffen die französischen Könige scharf durch, um die bretonische Sprache auszurotten. Jahrhundertelang blieb diese Politik unverändert. Noch im April 1972 erklärte der damalige Staatspräsident Georges Pompidou: „In einem Frankreich, das sich dem Ziel verschrieben hat, Europa seinen Stempel aufzudrücken, ist kein Platz für regionale Sprachen und Kulturen.“

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Der Weg der Familie

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Family Way erschien am 1. Mai 2009 auf The Occidental Quarterly Online und am 28. November 2010 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right. Dieser Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Carlson

Allan C. Carlson

Third Ways: How Bulgarian Greens, Swedish Housewives, and Beer-Swilling Englishmen Created Family-Centered Economies – And Why They Disappeared

(„Dritte Wege: Wie bulgarische Grüne, schwedische Hausfrauen und biersaufende Engländer familienzentrierte Volkswirtschaften schufen – und warum sie verschwanden“)

Wilmington, Delaware: ISI Books, 2007

Die Wirtschaftswissenschaft ist von außen betrachtet solch ein imposantes Gebäude – mit ihrem technischen Drum und Dran, ihren Bibliotheken voller Bücher und Journale, ihren Stiftungsprofessuren und internationalen Konferenzen, ihren Spezialitäten und Subspezialitäten – daß der Laie vielleicht zögert, die Zeit von Experten mit Fragen über solch eine unbedeutende Sache wie die Familie in Anspruch zu nehmen. Wie Allan Carlson jedoch erzählt (S. 35 – 38), wäre solch eine Ehrerbietung gegenüber der beruflichen Expertise des Ökonomen fehl am Platz: die natürliche Familie ist seit mehr als zweihundert Jahren ein Stolperstein sowohl für die Wirtschaftswissenschaft als auch für die politischen Entscheidungsträger geblieben.

Adam Smith und David Ricardo drückten vorsichtigen Optimismus aus, daß ein unbehinderter Arbeitsmarkt dem gewöhnlichen arbeitenden Mann einen ausreichend großen Lohn bieten würde, um zu heiraten und ein paar Kinder großzuziehen; aber keiner der beiden behauptete, die Notwendigkeit dessen bewiesen zu haben. Radikale wie Marx und Engels fochten die Idee bald an und behaupteten, daß der Kapitalismus die Arbeit in ein gewöhnliches Gut verwandle, das Frauen und Kinder zu einem Bruchteil des Preises erwachsener Männer an Kapitalisten verkaufen könnten. Die traditionelle Autonomie und Solidarität der Familie würde dadurch der industriellen Effizienz und dem faustischen Streben nach Profiten zum Opfer fallen. Später stimmten liberale Ökonomen wie J. S. Mill und Alfred Marshall den Marxisten zu, daß die kapitalistische Marktwirtschaft der Familie kein natürliches Entgegenkommen bietet.

Die Marxisten scheinen auch recht damit zu haben, daß der Verlust der Familienautonomie durch Lohnkonkurrenz eine Entwicklung ist, die für den Kapitalismus spezifisch ist. Alexander Tschajanow, das Thema von einem von Carlsons Kapiteln, studierte die vorindustrielle Wirtschaft von Bauernfamilien und protestierte, daß die Durchsetzung von Konzepten wie Löhne und Kapital in der Agrarproduktion willkürlich und prokrustisch sei. Die Bauernfamilie produzierte für den Gebrauch statt für den Profit; ihr Arbeitsmuster war nicht durch Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern durch natürliche biologische Rhythmen: die periodische Wiederkehr der Jahreszeiten, Aussaat und Ernte; der menschliche Lebenszyklus von Geburt, Fortpflanzung und Tod. Das analytische Schema der modernen Ökonomie, das eine fundamentale Unterscheidung zwischen Kapital und Arbeitskraft voraussetzt, ist daher keine Hilfe bei der Aufklärung dessen, was in bäuerlichen Haushalten vorgeht (S. 72 – 73).

Die „Dritten Wege“, die im vorliegenden Buch beschrieben werden, waren Programme, die dazu bestimmt waren, die natürliche Familie – bäuerliche oder andere – vor der Auflösung durch die Marktkonkurrenz zu schützen. Das Buch besteht aus sieben Kapiteln von etwa zwanzig oder dreißig Seiten, wovon jedes einem „dritten Weg“ gewidmet ist. Dazu gehören Programme wie die Wiederherstellung der vollen Familienlandwirtschaft, andere, die nur für Eigenheimbesitz und ein bescheidenes Maß von Produktion im Haushalt werben, und noch andere, die bloß einen Lohn für Väter garantieren sollen, von dem sie Familien erhalten können.

Es mag vielleicht auf den ersten Blick paradox erscheinen, daß Familien überhaupt wirtschaftlich schlechter dran sein könnten, wenn sie ein zweites Einkommen haben anstatt nur eines. Aber dies ist ein klassisches Beispiel für das, was Logiker den Fehlschluß vom Teil aufs Ganze nennen. Der geht so: Wenn in einem Baseballspiel eine aufregende Spielphase stattfindet, springen alle Fans auf die Füße, um besser zu sehen. Sehen sie wirklich besser? Im Durchschnitt nicht. Wenn nur ein Fan aufstehen würde, dann hätte er eine bessere Sicht als zuvor; aber wenn alle aufstehen, ist die allgemeine Sicht nicht besser als zuvor. Analogerweise verbessert eine einzelne Frau, die unter die Erwerbstätigen geht, zweifellos ihre eigene materielle Situation; aber wenn die große Masse der Frauen erwerbstätig wird, dann ist der allgemeine Effekt bloß, daß der Arbeitsmarkt übersättigt wird, was die Löhne für alle hinunterdrückt. Schon 1825 erklärte ein Leitartikel in einer britischen Zeitung:

Die arbeitenden Männer dieses Landes sollten zu dem guten alten Plan zurückkehren, ihre Ehefrauen und Kinder vom Lohn ihrer eigenen Arbeit zu erhalten, und sie sollten Löhne fordern, die für diesen Zweck hoch genug sind. Indem sie das tun, werden die Kapitalisten den Männern allein dieselben Löhne zahlen müssen, die sie jetzt Männern, Frauen und Kindern geben. Die Arbeiter müssen ihre Frauen und Kinder daran hindern, auf dem Markt mit ihnen zu konkurrieren und den Preis für Arbeitskraft zu drücken. (S. 38)

Kein „Gesetz der Ökonomie“ verhindert eine solche Isolation von Frauen und Kindern vom Arbeitsmarkt. Alle Gesellschaften behandeln bestimmte Dinge, die sie besonders schätzen, als extra commerciam – als außerhalb des Bereichs des Marktaustauschs liegend. Es muß zum Beispiel keinen Markt für Rindfleisch in einem Land geben, in dem Kühe als heilig betrachtet werden. Oder: solange es einen Markt für Sklaven gab, unterlagen sie demselben Gesetz von Angebot und Nachfrage wie jedes andere Gut; aber dieser Markt konnte abgeschafft werden, und er wurde es auch. In ähnlicher Weise muß es keinen Markt für weibliche Arbeitskraft in einem Land geben, welches das häusliche Leben und die Familiensolidarität höher schätzt als die maximale industrielle Effizienz. Außer unter seltenen Umständen extremer Armut – z. B. wo die Lohnarbeit von Frauen oder Kindern vielleicht notwendig ist, damit jeder in einer Familie angemessen essen kann – kann jede Gesellschaft so viel Familienautonomie genießen, wie sie mit solcher Effizienz zu bezahlen gewillt ist. Befürworter familienzentrierter „dritter Wege“ glauben, daß solch ein Tausch die Sache wert ist; manche werden vielleicht widersprechen, aber es liegt keine ökonomische Absurdität in der Idee.

Falls Ihnen heute der Begriff „Familienlohn“ überhaupt geläufig ist, dann zeigen Sie damit Ihr Alter. Und doch, schreibt Carlson, „dominierte dieses Ideal die Arbeitsziele in der ganzen nordatlantischen Region von der Mitte des neunzehnten bis durch die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und hatte meßbare Auswirkungen auf die Löhne und den Arbeitsmarkt.“ Während Industrielle fast ohne Ausnahme das „Recht“ armer Frauen befürworteten, zu arbeiten (und die Löhne der Männer zu drücken), empfanden Ehemänner der Arbeiterklasse anders. Sie kämpften für Löhne und gewannen sie, die es ihren Frauen ermöglichten, bei den Kindern zu Hause zu bleiben. Zum Beispiel wurden in Britannien zwischen 1842 und 1914 „ von der Arbeiterklasse beträchtliche Gewinne an materiellen Standards erreicht, begleitet von der Bewegung von Frauen weg von der Lohnarbeit hin zu häuslicher Betätigung.“ In ähnlicher Weise gab es in Belgien „zwischen 1853 und 1891 eine gründliche Umwandlung des Familienlebens von Arbeitern, die auf einem Rückzug verheirateter Frauen aus dem Arbeitsmarkt und einem dramatischen Anstieg der Realeinkommen von Männern beruhte“ (S. 44). Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie das nächste Mal eine Feministin selbstgefällig die „Unmöglichkeit“ behaupten hören, zu den Zeiten zurückzukehren, wo der Platz einer Frau im Haus war.

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Die Logik des Terrors

Von Dunkler Phönix

– im Lichte der Tagesereignisse habe ich hier versucht zum einen die Strategie hinter dem „Terrorismus“ generell zu erläutern und zum anderen eine Analyse der strategischen und politischen Auswirkungen der Anschläge vom 13.11. zu liefern –

Die aktuellen Anschläge in Paris stoßen wieder auf breites „Unverständnis“ innerhalb der „westlichen Wertegemeinschaft. Seit mit „9-11“ der Terror einen Platz im öffentlichen Bewusstsein hat, beobachte ich dieses „Unverständnis.“ Viele scheinen zu glauben, das Ziel der Terroristen sei, Menschen zu töten und Angst und Schrecken zu verbreiten.

Das ist natürlich nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit. Nur Hollywood- Bösewichte wie der Joker bei Batman verbreiten Chaos, Angst und Schrecken nur um eben Chaos, Angst und Schrecken zu verbreiten. Echte Terroristen haben taktische und strategische Ziele, genauso wie reguläre Armeen. Jeder militärische Einsatz hat klar definierte strategische Ziele (Befreiung, Besetzung, Zerschlagung der Wehrfähigkeit des Gegners, Genozid) und jede Mission innerhalb eines Einsatzes hat klar definierte taktische Ziele (Einnahme oder Zerstörung wichtiger Infrastruktur, Besetzen und Halten von Verkehrsknotenpunkten).

Diese Ziele erreicht man mit militärischen Mitteln, also normalerweise mit dem Einsatz von Soldaten oder auch mit Artilleriefeuer, Luftschlägen, Verminung oder Nuklearangriffen.

Militärisches Agieren wird heutzutage von vielen als „an sich“ unmoralisch gewertet, weil militärische Aktionen so gut wie immer Menschenleben fordern. Sicherlich gibt es aber Situationen, in denen militärisches Vorgehen notwendig ist, weshalb ja auch zwischen Krieg (das Erreichen von taktischen und strategischen militärischen Zielen) und Kriegsverbrechen (bewusstes Vorgehen gegen zivile Ziele) unterschieden wird.

Terror ist nun nicht ein militärisches Ziel, sondern genauso wie die oben aufgelisteten Angriffsmethoden ein militärisches Mittel.

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Die große Vergewaltigungsmigration in Europa

MORGENWACHT

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Von Jim Goad; Original: The Great European Rape Migration, erschienen auf Taki’s Magazine.
Übersetzung: Lucifex (Anm. d. Ü.: von den vielen im Text enthaltenen Links habe ich nur ein paar ausgewählte hier eingefügt)

Unter all den grausamen psychologischen Tricks, die Menschen gegeneinander anwenden, gehört „Gaslighting“ zu den schlimmsten. Der Begriff wurde durch den Film Gaslight von 1944 populär gemacht, in dem Charles Boyer Ingrid Bergman davon zu überzeugen versucht, dass sie verrückt ist und nicht wirklich den Schluss des Raubmordes an ihrer Tante mitbekommen hat.

In der widerlichen, unethischen Mobiltoilette, die der moderne politische Diskurs ist, ist Gaslighting Pflicht. Die Waterboys des Status quo versuchen fröhlich Gaslighting bei jedem anzuwenden, der unbequeme Tatsachen erwähnt oder verbotene Fragen stellt, indem sie ihn einen paranoiden, hasserfüllten, bigotten Idioten nennen.

Ich erhielt letzte Woche eine Email, von der ich argwöhne, dass sie ein sachter Versuch des Gaslightings war. Mein passiv-aggressiver…

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Mein Vetter und ich gegen den europäischen Fremden

mein Vetter und ich gegen den europäischen Fremden

Von Tanstaafl, übersetzt von Deep Roots. Das Original My Cousin and I Against the European Stranger erschien am 6. September 2012 auf Age of Treason.

Wir sind alle Moslems, wir sind alle Juden“, israelisch-jüdische Szene, Ynetnews vom 6. September 2012 (Hervorhebung von mir [d. h. Tanstaafl]):

Eine Initiative der Foundation for Ethnic Understanding, die Konferenzteilnehmer nahmen eine gemeinsame Erklärung an, die zu „’null Toleranz’ für religiöse Führer jeden Glaubens aufruft, die ihre Kanzeln für die Anstiftung zu religiöser Bigotterie mißbrauchen.“

Zu den Co-Sponsoren der Konferenz gehören der European Jewish Congress und die Große Moschee von Paris.

Die Versammlung europäisch-jüdischer und moslemischer Führer zog einige der prominentesten jüdischen und moslemischen Führer Europas an, die sich stark gegen die kürzliche Zunahme verbaler und physischer Angriffe gegen die beiden Gemeinschaften aussprachen.

„Es gibt keinen Konflikt zwischen Judentum und Islam“, sagte Rabbi Marc Schneier, der Präsident und Mitgründer der FFEU. „Es gibt jedoch einen Konflikt zwischen jenen, die an Toleranz glauben, und jenen, die Leben vernichten wollen.“

Dalil Boubaker, Rektor der Großen Moschee von Paris, sprach bei der Eröffnungsveranstaltung der Versammlung und betonte, daß „der heilige Koran alle drei abrahamitischen Religionen zutiefst respektiert.“

Der Rektor rief die im berühmten Pariser Rathaus Hotel de Ville versammelten religiösen Führer dazu auf, „gemeinsam zu führen, um dem Rassismus und der Xenophobie in Europa ein Ende zu setzen.

„Angriff gegen alle religiösen Menschen“

Moshe Kantor, der Präsident des European Jewish Congress, fügte hinzu, daß die jüngsten Angriffe gegen unsere religiösen Praktiken in Europa ein Angriff gegen alle religiösen Menschen sind und daß sie in der Tat ein Angriff gegen die Redefreiheit sind, den Urgrund einer freien, demokratischen und toleranten europäischen Gesellschaft.“

Rabbi Schneier rief dann die Teilnehmer dazu auf, den Dialog – der im Laufe der vergangenen vier Jahre durch von der FFEU betriebene Initiativen von Rabbis und Imamen aufgebaut wurde – auf die nächste Ebene zu befördern.

„Wir begannen 2009 als Gastgeber einer Delegation europäischer religiöser Führer in Washington und New York, in der Hoffnung, ein Fenster des Dialogs zwischen den beiden Gemeinschaften zu öffnen“, erinnerte sich Rabbi Schneier.

„Durch darauf folgende Treffen in den Vereinigten Staaten und in Europa wurde ein Bund geschmiedet, und die Führer begannen, ihre Kooperation in Bereichen gemeinsamer Anliegen wie der regierungsseitigen Angriffe gegen Ritualschlachtungen und Beschneidung in Europa zu intensivieren.

Heute ist es dringend geboten, daß beide Seiten erkennen, daß ein Volk, das für sein eigenes Recht kämpft, nur ehrenhaft ist, wenn es für die Rechte aller Völker kämpft.

Die Juden Europas setzten sich für ihre moslemischen Brüder ein, als Regierungen den Bau von Minaretten zu beschränken begannen, und das amerikanische Judentum verteidigte amerikanische Moslems gegen islamophobe Vorfälle, indem sie erklärten: ‚Wir sind alle Moslems’.“

So viel doppelzüngiges Gerede über „Toleranz“ und „Rechte“ – direkt aus dem abgedroschenen jüdischen Theatermanuskript.

Es ist unrealistisch sich vorzustellen, daß ein Verbot ihrer kulturellen Praktiken sie alle zum Weggehen veranlassen würde, aber es wäre ein guter Anfang. Ihre Beschwerden und Besorgnisse wegen ihrer eigenen enggefaßten Identität und Interessen dienen als drastische Erinnerung daran, wie viel gemeinsames Interesse sie untereinander sehen, und wie fremd, entfremdet und entfremdend sie doch für uns sind.

Die Foundation for Ethnic Understanding ist in New York ansässig und scheint großteils Juden als Personal zu haben, die sich der Verfolgung der besten Interessen von Juden widmen.

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Siehe auch:

Amerikanischer Rabbi: „Europa muß Überflutung durch Einwanderung akzeptieren“ von John Graham, worin es ebenfalls um Rabbi Schneier geht
Juden und Türken von Hervé Ryssen
Traditionelle jüdische Ethik von Kevin MacDonald
Europa und der Islam von Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari
Offener Brief an die Islamkritik von Dunkler Phönix, Osimandia und Deep Roots
Verbietet Dante, den Rassisten, Homophoben, Islamophoben und Antisemiten von Alex Kurtagic
Stimmen unserer „Freunde“

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