Die Geschichte des Geldes – Teil 3

Vorwort von Osimandia: Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 3 auf der Seite xat.org. von einem unbekannten Autor. Der durch Einrückung gekennzeichnete –  und im englischen Original nicht vorhandene – Einschub ist die Übersetzung eines Artikels von Ellen Brown, der  am 19. August 2007 unter dem Titel Thinking outside the Box: How a Bankrupt Germany Solved its Infrastructure Problems auf ihrer Seite Web of Debt veröffentlicht wurde.

Der Einschub erschien mir angebracht, weil an der Stelle, wo es gerade für deutsche Leser interessant wird, der Originalartikel etwas enttäuschend oberflächlich bleibt.

Übersetzt von Osimandia. Alle Bilder und der Großteil der Links stammen nicht aus den Originaltexten, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Der erste Weltkrieg – A.D. 1914 bis 1918

Die Deutschen liehen sich Geld von der deutschen Rothschildbank, die Briten liehen sich Geld von der britischen Rothschildbank und die Franzosen liehen sich Geld von der französischen Rothschildbank.

Der amerikanische Superbänker J.P. Morgan war unter anderem auch ein Verkaufsagent für Rüstungsgüter. Sechs Monate nach Kriegsbeginn war er mit Ausgaben von 10 Millionen Dollar täglich der größte Konsument des Planeten.

Die Rockefellers und der Vorsitzende des Rats für Kriegsindustrie Bernard Baruch machten jeweils rund 200 Millionen, während Familien ihre Söhne für die blutige Front opferten; aber Profit war nicht das einzige Motiv für ihr Engagement.

Russland hatte den Plan der Geldwechsler, Amerika in zwei Hälften zu spalten, vereitelt, und verblieb das letzte große Land ohne eigene Zentralbank.

Drei Jahre nach Kriegsbeginn wurde jedoch die ganze Zarenfamilie ermordet und der Kommunismus begann. [Korrektur d.Ü.: 1917 dankte der Zar ab, ermordet wurden er und seine Familie 1919]

Zar Nikolaus II, Zarin Alexandra, Ihre Töchter Olga, Tatiana, Maria und Anastasia, sowie Kronprinz Alexej. Zusammen mit ihrem Arzt und einigen treuen Bediensteten in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1919 ermordet von einem von Jakow Jurowsky angeführten bolschewistischen Erschießungskommando.

Sie mögen es vielleicht merkwürdig finden, zu erfahren, dass die Russische Revolution auch mit britischem Geld finanziert worden war. Kapitalistische Geschäftsleute, die den Kommunismus finanzieren?

Der Autor Gary Allen erklärt es:

„Kommunismus oder genauer gesagt Sozialismus, ist keine Bewegung der unterdrückten Massen sondern eine der Wirtschaftselite.”

W. Cleon Skousen schrieb in seinem Buch The Naked Capitalist:

„Macht aus jeder Quelle neigt dazu, den Appetit auf noch mehr Macht anzuregen… Es war fast unvermeidlich, dass die Superreichen eines Tages danach streben würden, nicht nur ihr eigenes Vermögen sondern das Vermögen der ganzen Welt zu kontrollieren.

Um das zu erreichen, waren sie vollkommen gewillt, den Ehrgeiz der machthungrigen politischen Verschwörer zu füttern, die entschlossen waren, alle existierenden Regierungen zu stürzen und eine zentrale weltweite Diktatur zu etablieren. “

Extremistische Revolutionäre wurden dadurch kontrolliert, dass sie finanziert wurden, wenn sie kooperierten, und von der Finanzierung abgeschnitten wurden, wenn sie es nicht taten, wobei dann sogar manchmal ihre Gegner mit Geld ausgestattet wurden.

Wenn es Ihnen schwer fällt, das zu glauben, hören Sie einfach, was der sogenannte Diktator der jungen Sowjetunion zu sagen hatte:

„Der Staat funktioniert nicht so, wie wir es gewünscht hatten. Der Wagen gehorcht nicht. Ein Mann ist am Steuer und es sieht so aus, als ob er lenkt, aber der Wagen fährt nicht in die gewünschte Richtung. Er fährt dahin, wo andere Kräfte es wünschen.” (Wladimir Lenin zitiert nach Richard Wurmbrand: Marx and Satan)

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Allahs Uhren gehen anders

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In dieser Form ursprünglich von Deep Roots auf Basis zweier Artikel in einem alten MERIAN-Heft zusammengestellt und auf „As der Schwerter“ veröffentlicht.

Heute bringe ich wieder einen Artikel aus demselben MERIAN-Heft „Arabien“ von 1981, aus dem ich auch Wilfred Thesiger bei den Beduinen übernommen habe. Zwar ist auch dieser mittlerweile schon 30 Jahre alte Beitrag von einem Araberversteher geschrieben, aber er bietet ebenfalls Einblicke in die Kultur der Araber, die auch für uns interessante Erkenntnisse bringen. Anschließend füge ich als Ergänzung zu einem bestimmten Punkt aus Arnold Hottingers „Allahs Uhren gehen anders“ noch einen weiteren kurzen Artikel aus demselben Heft an, bevor ich ein paar eigene Gedanken dazu präsentiere.

 

ALLAHS UHREN GEHEN ANDERS

von Arnold Hottinger.

Die Gegensätze zwischen dem vom Islam geprägten Kulturbereich Arabien und der westlichen Welt sind groß. Es ist nicht nur das ganz andere Verhältnis zur Zeit, das trennt. Anders ist auch die Beziehung zur Arbeit, zur Technik, zur Gesellschaft, zur Geschichte. Der Import westlicher Technologie bedeutet eine geistig-soziale Sprengkraft für Arabien.

Mitten in der Nacht ist der Autobus zwischen Hudaida und Ta’izz stehengeblieben. Der Motor will nicht mehr. Viele Frauen haben kleine Kinder bei sich, betten sie auf einer Decke oder auf Kleidungsstücken zum Schlaf. Einige Frauen setzen ihren Primuskocher in Gang und beginnen, Reis zuzubereiten. Keiner stellt eine Frage, warum der Motor nicht mehr laufen will, was jetzt geschehen sollte, wer denn eigentlich schuld an der Sache sei, mit wieviel Verspätung man nun wohl in Ta’izz eintreffen werde. Man nimmt ruhig auf der Erde Platz. Etwas wird schon geschehen. Und wirklich, nach einigen vergeblichen Versuchen, den Motor doch wieder zum Laufen zu bringen, zeigt der Busfahrer auf ein fernes Licht, das auf einem Hügel glimmt. Das sei ein Polizeiposten, sagt er, er werde jetzt von dort aus telefonieren und macht sich auf den Weg,

Nach einer knappen Stunde kommt er zurück. Ob er telefoniert habe? Ja, gewiß! Die Nachricht wandert von einem zum anderen. „Er hat mit Ta’izz telefoniert.“ Nur die einzige europäische Frau, die mit dabei ist, will mehr wissen. „Du mußt ihn fragen,“ sagt sie zu ihrem Mann, „was sie in Ta’izz geantwortet haben.“ Der will nicht recht, doch seine Frau läßt nicht locker. Er geht auf den Fahrer zu, der es sich inzwischen auch auf der Erde bequem gemacht hat. „Du hat also telefoniert?“

„Ja, natürlich!“

„Nach Ta’izz?“

„Ja, nach Ta’izz, mit unserem Büro!“

„Und was haben sie dort gesagt?“

„Nichts!“

„Nichts? Wieso nichts?“

„Natürlich nichts, das Büro ist geschlossen, schließlich ist Nacht!“

„Aber du hast doch gesagt, du hättest telefoniert!“

„Hab’ ich auch. Es hat geläutet, aber natürlich hat niemand abgehoben.“

„Du hättest in Geduld warten können, wie alle anderen auch“, sagt vorwurfsvoll der Mann zu seiner Frau. „Er hat sich ja sogar die Mühe gemacht, zu telefonieren.“

Ein anderes Verhältnis zur Zeit? Gewiß. Doch die Zeit ist nur eine Dimension; auch zum Raum, zu den Menschen, zu allen Geschehnissen, Phänomenen, zum Leben – und Sterben natürlich gibt es eine andere Beziehung. Letzten Endes handelt es sich um ein ganz anderes Verhältnis zu Gott.

Stärker als gelehrte Orientalisten hat Hugo von Hofmannsthal das gespürt, als er sein Vorwort zu den Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht schrieb. „Wir bewegen uns aus der höchsten in die niedrigste Welt, vom Kalifen zum Barbier, vom armseligen Fischer zum fürstlichen Kaufherrn, und es ist eine Menschlichkeit, die mit breiter, leichter Woge uns hebt und trägt; wir sind unter Geistern und Zauberern, unter Dämonen und fühlen uns wiederum zu Hause.“

Die Sinnlichkeit in diesem „Gedicht“ sei, „was das Licht in den Bildern von Rembrandt, was die Farbe auf den Tafeln Tizians“ ist; sie verletze nie, weil sie immer auf etwas anderes hindeute, das über ihr steht, sogar wenn „eine laszive Gebärde, ein frecher Griff nach der Schüssel, ein gieriges Fressen köstlicher Speisen, eine brutale Züchtigung, eine fast tierische Regung von Furcht und Gier“ ausgedrückt werden. Hofmannsthal schildert dann unvergeßlich am Beispiel einer Geschichte, wie es dem arabischen Erzähler gelingt, ja wie er gar nicht anders kann, als zu zeigen, daß „eine Gegenwart Gottes über allen diesen sinnlichen Dingen liegt, die unbeschreiblich ist… Da ist in der Geschichte von Ali Schar und der treuen Zumurrud ein Augenblick, den ich nicht für irgendeine erhabene Stelle unserer ehrwürdigsten Bücher tauschen möchte. Und es ist fast nichts. Der Liebende will seine Geliebte befreien, die ein böser alter Geist ihm gestohlen hat. Er ist um Mitternacht unter dem Fenster, ein Zeichen ist verabredet. Da überfällt ihn so ungelegen wie unwiderstehlich, als hätte das Geschick aus dem Dunkel ihn lähmend angehaucht, ein bleierner Schlaf. ‚Doch da überfiel ihn die Schläfrigkeit’, heißt es, ‚und er schlief ein – herrlich ist Er, der nimmer schläft!’ Ich weiß nicht, welchen Zug aus Homer oder Dante ich neben diese Zeilen stellen möchte: so aus dem Nichts in ein wirres Abenteuer hinein das Gefühl Gottes aufgehen zu lassen wie den Mond, wenn es über den Rand des Himmels heraufkommt. Noch das böse Tun, das böse Geschehen umgaukelt es mit unendlicher Heiterkeit. Ein riesenhafter Kurde, der grausamste, schändlichste Räuber, gerät in die Straße, sieht den Schlafenden, erlauscht die Harrende; er klatscht aufs Geratewohl in die Hände, die schöne Zumurrud läßt sich auf seine Schultern hinab, und er galoppiert dahin, die schöne leichte Last tragend, als wäre sie nichts. Sie wundert sich über seine Kraft. Ist dies Ali Schar? fragt sie sich. ‚Die Alte sagte mir doch, du seiest schwach vor Krankheit um meinetwillen; aber siehe da, jetzt bist du stärker als ein Roß.’ Und er galoppiert dahin, und sie wird ängstlicher; und da er ihr nicht antwortet, fährt sie ihm mit der Hand ins Gesicht: ‚und sie fühlt seinen Bart, dem Palmbesen gleich, den man im Badhaus benutzt; als wäre er ein Schwein, das Federn verschluckt hat, deren Enden ihm wieder zum Halse herausgekommen sind.’ Es ist frevelhaft, das einzelne so herauszureißen – aber diese Situation, diese Erwägung, dies Nachdenken der Schönen, während sie durch die Nacht hinsaust auf den Schultern des wüsten Räubers, dieser Augenblick der Entdeckung und dies unglaubliche Gleichnis, das uns mit eins in den hellen Tag, ins Gehöft hinausweist und das man nicht vergißt.“

Hinzugefügt werden muß, was Hofmannsthal ausläßt, wie der Erzähler die weitere Reaktion der schönen, klugen, sonst so findigen Zumurrud beschreibt, nämlich: „Sie erkannte, daß das Schicksal ihr Herr geworden war und daß ihr kein Ausweg blieb, als ihre Sache Allah dem Erhabenen anheimzustellen. So faßte sie sich denn in Geduld, ergab sich in den Willen Allahs des Erhabenen und sprach: ‚Es gibt keinen Gott außer Allah! Sooft wir von einem Kummer befreit werden, verfallen wir in einen noch schlimmeren.’“

Was hat das nun mit dem eingangs geschilderten Vorfall zu tun, mit der leeren Geste des Telefonierens, die befriedigt hingenommen wird, weil sie gemacht worden ist, obgleich sie überhaupt nichts bewirkte? Man läßt sich leben, fließen, tragen vom Strom der Ereignisse, man will sie nicht beherrschen. Ausnützen schon, wo etwas benützt werden kann; aber nicht: bereitstellen, konstruieren, erzwingen, disponieren. Von Planen spricht man zwar gern, und die Entwicklungspläne sind auch hier politische Mode geworden. Aber Planen ist mehr eine Beschwörung. Man spricht Ziele an und erwartet dann, auf sie hingetragen zu werden, indem man sich dem von Gott bestimmten Fluß des Geschehens anvertraut.

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Star Trek: Beyond

Star Trek Beyond

Von Trevor Lynch (Greg Johnson) (Original: Star Trek: Beyond, erschienen am 24. August 2016 auf Counter-Currents Publishing. Übersetzung: Lichtschwert

Ich habe eine Menge Star Trek auf der Leinwand und auf dem Bildschirm gesehen, und aus der Perspektive des mittleren Alters erscheint es als eine schreckliche Zeitverschwendung. Kürzlich sah ich mir eine Anzahl von Episoden der Originalserie an, die ich seit der Kindheit nicht mehr gesehen hatte, und fand sie recht grindig und oft lächerlich. Meine Gefühle über die ursprüngliche Darstellerriege kamen an die Oberfläche, als ich Walter Koenig in einer Episode von Babylon 5 auftreten sah (ja, es war schauderhaft, aber ich gab ihm eine Chance!) und herausplatzte: „Die Science Fiction wird nicht sicher sein, bis all diese Leute tot sind.“

Ja, mir gefiel Die nächste Generation ab Staffel Drei. Aber meine Lieblingsserie war Voyager. Trotz der lächerlich politkorrekten Besetzung hatte Voyager einfach exzellente Geschichten. Ich fand die Borg, die in beiden Serien stark vorkamen, als eine der fantasievollsten Schöpfungen des Star-Trek-Universums. Deep Space Nine war einen einzelnen Durchlauf wert, aber Enterprise war eine große Enttäuschung, obwohl der Handlungsbogen der dritten Staffel interessant war. Ich bezweifle, daß ich mir die Mühe machen werde, eine neue Serie anzusehen, sollte eine herauskommen.

Was die Filme betrifft, so war das Beste des ersten Films Jerry Goldsmiths wunderbare Musik. Nur Der Zorn des Khan und Auf der Suche nach Mr. Spock sehen nach mehr als aufgefetteten Fernsehepisoden aus. Der vierte und der fünfte Film waren lächerlich. Keiner der Next-Generation-Filme machte viel Eindruck. Tatsächlich denke ich, daß ich einen oder zwei davon gänzlich ausgelassen habe. Dann kam Jar Jar Abrams‘ inkompetenter Leinwand-Reboot der Originalserie, einschließlich seines völlig unnötigen Remakes von Der Zorn des Khan. Und nun haben wir den dreizehnten Film in dem Franchise, Star Trek: Beyond, mit dem chinesischen Regisseur Justin Lin am Ruder.

Beyond ist der visuell eindrucksvollste Star-Trek-Film aller Zeiten. Aber das blendende Spektakel unterstreicht nur die Hohlheit der Handlung. Der Schurke, Krall, ist ein Sternenflottencaptain, der hundert Jahre lang auf einem Wüstenplaneten festsaß und aus irgendeinem Grund die Gestalt eines Außerirdischen angenommen hat und sich dann genauso unerklärlich in einen Menschen zurückverwandelt.

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Imperiale Juden und internationale Juden

ADL-Krake

Von Matt Parrott, übersetzt von Deep Roots. Das Original Imperial Jews and International Jews erschien am 1. Februar 2011 im Occidental Observer.

Michael Colhazes kürzlicher Artikel Wikileaks Leaks zeigte eine wachsende Kluft innerhalb der globalen jüdischen Gemeinde auf, wobei die „Heebies“ und die „Izzies“ zunehmend wegen Strategien, Taktiken und sogar Zielen miteinander uneins sind. Kurz nachdem der Artikel veröffentlicht wurde, haben die Proteste in Ägypten diese Kluft weit aufgerissen und offenkundiger gemacht als je zuvor. Dieser Zwiespalt zwischen Diaspora-Juden und israelischen Juden ist die größte einzelne Bruchlinie in der jüdischen Welt. Angesichts ihres übergroßen Einflusses ist es vielleicht die folgenreichste politische Bruchlinie in der zeitgenössischen Welt.

Diese Kluft innerhalb des Judentums ist so alt wie die gruppenevolutionäre Strategie selbst. Im traditionellen Osteuropa gab es einen inselartigen Kern ultrareligiöser Juden in Shtetln, die den Großteil ihrer Zeit mit dem Studium der Torah verbrachten, wie auch eine Untergruppe, die mit der nichtjüdischen Bevölkerung interagierte. Von den Geldverleihern von seinerzeit bis zu den Madoffs von heute hat dieser kleine Kern reicher und weltlicher Juden eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung des reproduktiven Kerns nach innen schauender Juden gespielt, was in einer zweigleisigen Fortpflanzungsstrategie resultierte, bei der eine Komponente sehr fruchtbar ist und die andere eine niedrigere Fruchtbarkeit hat, aber mehr investiert.

Dasselbe Grundmuster hat sich im globalen Maßstab wiederholt – woraus Israel als eine Art souveränes Globo-Ghetto hervorging und die jüdischen Gemeinden Westeuropas und Amerikas zu großen Reservoiren an reichen und weltlichen Juden wurden, die ein wesentlicher Bestandteil der finanziellen, akademischen und medialen Elite im ganzen Westen sind. Beide Untergruppen sind im Gefolge des Zweiten Weltkrieges erfolgreicher gewesen als je zuvor, aber sie haben sich zunehmend voneinander entfremdet.

Innerhalb Israels ist das, was angeblich das bescheidene Streben nach einem jüdischen Heimatland war, zu einer Weltsicht und politischen Agenda metastasiert, die imperial ist und explizit nach Vorherrschaft strebt. In der Zwischenzeit sind die über die Nationen des gesamten Westens verstreuten Juden zu säkularen und unfruchtbaren Musterbeispielen der linken Gegenkultur geworden, die den traditionellen Völkern und Kulturen Amerikas und des Westens feindlich gesinnt ist. Sie sind zu klug, um an ihren Gott zu glauben, zu beschäftigt, um die Synagoge zu besuchen und die Rituale mitzumachen, und nicht mehr geneigt, untereinander zu heiraten. Sie würgen an den Übeln des Marxismus, Atheismus, Humanismus und Liberalismus – sie essen ihr eigenes Hundefutter. Ihre Lebensart ist unhaltbar, aber sie sind ein sehr großer Bestandteil der Elite im gesamten Westen, und sie nutzen ihren Elitestatus, unter anderem, um ihre traditionelleren Brüder in Israel zu unterstützen.

Die jüdische Diasporagemeinde ist langfristigem Druck ausgesetzt, da die natürlichen Schranken entfernt sind, die die Tradition an ihrem Platz halten. Ohne Hormesis steht Amerikas jüdische Gemeinde vor einem „stillen Holocaust“, der eine größere Existenzbedrohung darstellt als der andere – ein Hauptthema von John Glads vor kurzem veröffentlichten Jewish Eugenics. Es gibt wenig echten Antisemitismus, wenn überhaupt einen, um sie zurück in die Herde zu scheuchen. Das Rabbinat ist hilflos gegen die Versuchungen der Moderne und klingt zunehmend schrill und ohne Kontakt zur zeitgenössischen westlichen Welt.

Was wir in Ägypten sehen, und was wir in der Zukunft noch viel mehr sehen werden, ist die wachsende Spannung zwischen Israels imperialen Juden und Amerikas internationalen Juden. Die ägyptische Situation spielt Israels provinzielles Interesse an der Stützung einer Diktatur gegen die romantische Befürwortung des revolutionären demokratischen Geistes durch das amerikanische Judentum aus. Sie zwingt die Juden, sich zwischen dem zu entscheiden, was gut für israelische Juden ist, und dem, was gut für amerikanische Juden ist, und spaltet die Gleichung „Was ist gut für die Juden?“, die sie traditionellerweise geeint hat. Innerhalb der amerikanischen Politik wird sich dies entlang von Parteigrenzen abspielen, wobei die von einem kleinen Außenposten zionistischer, mit christlichen Zionisten verbündeter Juden dominierte GOP [„Grand Old Party“, = Republikaner; d. Ü.] gegen die Demokraten steht, die von einem großen und wachsenden Reservoir idealistischer „JINOS“ [„Jews In Name Only“ – nur dem Namen nach Juden; d. Ü.] dominiert werden, die Israels aggressive Realpolitik als Affront gegen ihren shtick von der offenen Gesellschaft sehen, als Affront, der antisemitische Einstellungen unter ihren nichtjüdischen Nachbarn zu schüren droht.

Die Tentakel revoltieren gegen den Kraken – etwas, das wiederholt von jüdischen Autoren wie Philip Weis und Peter Beinart angemerkt wurde. Sie hätten das bereits vor über einer Generation getan, aber der Mythos des Holocaust hat in den vergangenen paar Jahrzehnten als Ersatzreligion für säkulare Juden gedient. Generationen amerikanischer Juden haben ihre Identität durch ein Gefühl der ungerechten Behandlung definiert, das sie ihrer Interpretation dieses zeitgeschichtlichen Ereignisses anhefteten. Der typische amerikanische Jude lebt nicht in Furcht davor, gegen den Bund mit Gott zu verstoßen. Er lebt in Furcht vor „Nazis“. Seine Alpträume sind nicht von wütenden Palästinensern erfüllt, sondern von Faschisten und Öfen. Er sieht die Welt grundsätzlich vom Standpunkt der Juden als Diaspora-Volk. Die Ehe zwischen imperialen und internationalen Juden hat nur noch ein paar Jahrzehnte bis zur bevorstehenden Scheidung. Die letzten Juden, die sich tatsächlich an die Konzentrationslager erinnern, sterben an Altersschwäche, und die Relevanz des Holocausts stirbt mit ihnen. Der Nebel der Kollektivschuld über dem Westen im allgemeinen und besonders über dem deutschen Volk lichtet sich.

Die globale Kreditkrise, die die globale Unruhe auslöst, hätte für Israel nicht zu einem schlimmeren Zeitpunkt kommen können. Amerika ist nicht in der Lage – weder politisch noch militärisch noch wirtschaftlich – Israel bei Ägypten zu helfen. Während die Protestierer in den Straßen von Kairo recht haben mit der Behauptung, daß Amerikas Außenpolitik im Nahen Osten von den Juden kontrolliert wird, werden die amerikanischen Juden zu einer unabhängigen Stimme, die zunehmend israelischen Privilegien widersetzen. Sie haben weit mehr Reichtum und Einfluß als ihre Likudnik-Vettern in Zion und können entscheidend sein bei der Dämpfung von Israels imperialistischem Appetit… kurzfristig. Auf lange Sicht ist eine überlegene evolutionäre Strategie wichtiger als Reichtum und Einfluß. Kosmopolitische Juden existieren, um den orthodoxen Juden zu dienen. Wenn sie gegen diese Funktion rebellieren, dann verneinen sie ihren Existenzgrund und verblassen innerhalb von ein paar Generationen vor dem Hintergrund der Geschichte.

BREXIT und die Juden

„Britanniens EU-feindliche ‚Leave‘-Kampagne hat dabei geholfen, einen in einem provinziellen Nationalismus formulierten öffentlichen Diskurs des Vorurteils und der Angst zu schaffen, gegen den die Juden in Britannien angehen müssen.“ (Dr. Ilan Zvi Baron, Durham University, England)

„Britanniens EU-feindliche ‚Leave‘-Kampagne hat dabei geholfen, einen in einem provinziellen Nationalismus formulierten öffentlichen Diskurs des Vorurteils und der Angst zu schaffen, gegen den die Juden in Britannien angehen müssen.“ (Dr. Ilan Zvi Baron, Durham University, England)

Von Andrew Joyce (Original: Brexit and the Jews, erschienen am 1. Juli 2016 auf The Occidental Observer). Übersetzung: Lichtschwert.

Obwohl ich erfreut darüber bin, daß der Brexit kommt, habe ich die Teilnahme an den Feiern und sehnsüchtigen Spekulationen aufgegeben, denen sich viele in unserer Bewegung hingeben. Ich bestreite nicht, daß wir einen hilfreichen Erfolg im Krieg zur Rettung unseres Volkes erzielt haben. Genausowenig bestreite ich, daß viele unserer Feinde eine lang überfällige Dosis von nationalistischem „shock and awe“ erhalten haben. Von dringenderem Interesse ist für mich jedoch die Beobachtung und Vorausahnung feindlicher Gegenmaßnahmen sowie die Beurteilung dessen, wie weit wir tatsächlich einen Sieg errungen haben. Die folgende Analyse jüdischer Reaktionen auf den Brexit wird weiters nicht nur die Prioritäten des organisierten Judentums illustrieren, sondern auch die Grenzen unseres Erfolges. Es ist zu hoffen, daß dies ein tieferes Verständnis der wahren Bedeutung der jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit dem größeren Kampf um die Verringerung des jüdischen Einflusses in unseren Nationen zur Folge haben und beim Voranmarschieren zur rassisch-nationalen Erneuerung helfen wird.

Es ist auf den ersten Blick verführerisch, sich vorzustellen, daß alle Juden gegen den Brexit sind. Diese instinktive Vorhersage entsteht im nationalistischen Denken aufgrund der Verbindung der jüdischen Identität mit dem Liberalismus und dessen modernen globalistischen und auf „soziale Gerechtigkeit“ bezogenen Begleiterscheinungen. In vieler Hinsicht ist dies natürlich eine hilfreiche Verbindung, die zutreffende Vorhersagen unterstützt. Was der Instinkt jedoch vernachlässigt, ist ein großer historischer Rahmen, in dem die Beziehung der Juden zum Liberalismus tatsächlich sehr komplex ist und in dem solche leichten Vorhersagen zu einem oberflächlichen und naiven Verständnis jüdischer Strategien führen. Kurz gesagt deutet die Geschichte darauf hin, daß Juden in ihrer Bindung an liberale und sogar globalistische Angelegenheiten geschwankt haben.

Der Grund für diese Fluktuationen ist, daß – obwohl die Juden um Anliegen wie Schußwaffenkontrolle, Schwulenehe, Einwanderungsgesetze und supranationale Regierung herumschwärmen mögen – diese Anliegen keine „Zwecke“ in derselben Weise sind, wie sie es für verblendete Weiße sind. Für fehlgeleitete Weiße sind diese Anliegen die „Zwecke“, die kumulativ „eine bessere Welt“ formen werden. Für Juden sind sie immer nur Mittel, wobei der „Zweck“ immer das bestmögliche Ergebnis für Juden und der Endsieg des Judaismus ist. Daher findet man in jeder bedeutenden öffentlichen Debatte oft eine lebhafte Diskussion innerhalb des organisierten Judentums darüber, ob es „gut für die Juden“ ist. Dies bedeutet, daß das Judentum oft taktisch sehr flexibel ist und seine ideologischen Segel als Reaktion auf sich ändernde gesellschaftliche, politische und ökonomische Winde anpaßt. Während die Priorität der Gruppe immer unbestritten ist (die Förderung ethnischer Interessen), kann es Meinungsverschiedenheiten darüber geben, wie dies am besten erreicht werden kann. Während politische, ökonomische und soziale Rahmenbedingungen dynamisch sind, sind jüdische Diskussionen immer um die Beurteilung und fortlaufende Bewertung aller potentiellen Ergebnisse und ihrer potentiellen Auswirkungen auf jüdische Interessen aufgebaut. Solche Debatten und Bewertungen finden im organisierten Judentum unaufhörlich statt.

Diese manchmal lebhaften Debatten und Streitereien werden oft von jüdischen Apologeten hervorgehoben, die auf die Präsentierung eines Bildes bedacht sind, das der „Ente von der Klüngelhaftigkeit“ widerspricht. Wieviel Einigkeit kann es denn in einer Gruppe geben, die sich anscheinend immer untereinander zankt? Diese Frage könnte den weniger tief Denkenden dazu verleiten, die Judenfrage fallenzulassen, aber die Antwort lautet natürlich, daß es in solch einer Gruppe eine extreme Einigkeit geben kann. Taktische Diskussionen, Streitereien und sogar Faustkämpfe können innerhalb eines Footballteams vorkommen – aber das Team ist immer geeint in seinen Wünschen und Zielen. Sie wollen gewinnen, und keine Animosität innerhalb des Teams wird jemals auch nur entfernt dem Gefühl der Rivalität entsprechen, das sie gegenüber ihren Gegnern empfinden. Die kollektivistischen Juden haben nie zugelassen, daß ihre internen Debatten in derselben Weise zu Bürgerkrieg und brudermörderischer Manie eskalieren, wie es die individualistischen Europäer seit der Morgendämmerung der Geschichte getan haben.

In derselben Weise sind die politischen Spektren, die Europäer stark beschäftigen, kein Merkmal der jüdischen geistigen Landschaft. Für Juden gibt es letztendlich keine Linke oder Rechte, keinen Kapitalismus oder Kommunismus, keinen Nationalismus oder Globalismus. Es gibt nur ein Spektrum: was ist schlecht für die Juden, und was ist gut für die Juden. Dieses Spektrum stellt den Gipfelpunkt des Ethnozentrismus dar, und jeder einzelne Aspekt des Lebens der Wirtsnation wird entsprechend diesem Spektrum und nur diesem Spektrum bewertet.

Mit diesem Verständnis können wir zu einer zutreffenderen Vorhersage jüdischer Reaktionen auf den Brexit übergehen. Statt überwiegende Negativität anzunehmen, können wir vorhersagen, daß diese Reaktionen variieren werden, daß es ein gewisses Maß an Meinungsverschiedenheiten über jüdische Prioritäten geben könnte, und vor allem, daß sie sich am meisten darum sorgen werden, was gut für die Gruppe ist statt für Britannien.

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Alexander Dugin über „weißen Nationalismus“ und andere potentielle Verbündete in der globalen Revolution

Alexander Dugin

Alexander Dugin

Von Alexander Dugin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Alexander Dugin on “White Nationalism” & Other Potential Allies in the Global Revolution erschien am 3. Juni 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right (französische Übersetzung hier).

 

Anmerkung von Greg Johnson:

Der folgende Text wurde von John Morgan aus verschiedenen informellen Aussagen zusammengestellt, die Alexander Dugin im Laufe des letzten Jahres auf seiner Facebook-Seite schrieb und die sich mit allgemeinen Themen befassen. Der Bearbeiter hat sie kombiniert und restrukturiert, um zu versuchen, sie zu einem einzigen zusammenhängenden Text umzugestalten, und er hat auch die Sprache etwas aufpoliert.

*     *     *

Es gibt verschiedene Tendenzen in der neuen Generation revolutionärer, nonkonformistischer Bewegungen in Europa (auf der Rechten wie auch auf der Linken), und manchen davon ist es gelungen, in ihren jeweiligen Ländern hohe politische Positionen zu erlangen. Die Krise des Westens wird jeden Tag breiter und tiefer werden, daher sollten wir einen Zuwachs an Macht und Einfluß unserer eigenen eurasianistischen Widerstandsbewegung gegen die gegenwärtige globale Ordnung erwarten, die eine Diktatur der schlimmsten Elemente der westlichen Gesellschaften ist.

Diejenigen auf Seiten der Rechten oder der Linken, die die amerikanische Hegemonie ablehnen, den Ultraliberalismus, den strategischen Atlantizismus, die Vorherrschaft oligarchischer und kosmopolitischer Finanzeliten, die individualistische Anthropologie und die Ideologie der Menschenrechte, wie auch den typischen westlichen Rassismus in allen Bereichen – wirtschaftlich, kulturell, ethisch, moralisch, biologisch und so weiter -, und die bereit sind, mit eurasischen Kräften bei der Verteidigung der Multipolarität, des sozioökonomischen Pluralismus und eines Dialogs zwischen Zivilisationen zusammenzuarbeiten, betrachten wir als Verbündete und Freunde.

Diejenigen auf der Rechten, die die Vereinigten Staaten unterstützen, den weißen Rassismus gegen die Dritte Welt, die antisozialistisch und pro-liberal sind und die bereit sind, mit den Atlantikern zusammenzuarbeiten, sowie diejenigen auf der Linken, die die Tradition angreifen, die organischen Werte der Religion und der Familie, und die andere Arten sozialer Abweichungen fördern – diese befinden sich beide im Lager des Feindes.

Um gegen unseren gemeinsamen Feind zu gewinnen, müssen wir den alten Hass zwischen unseren Völkern überwinden, wie auch jenen zwischen den überholten politischen Ideologien, die uns immer noch spalten. Wir können solche Probleme zwischen uns nach unserem Sieg lösen.

Gegenwärtig sind wir ALLE herausgefordert, und wir ALLE werden von den Kräften der vorherrschenden globalen Ordnung dominiert.

Bevor wir uns mit diesen anderen Fragen befassen, müssen wir uns zuerst befreien.

Ich bin sehr froh, daß Gábor Vona, mit dem ich mich getroffen habe und der der Führer der Jobbik-Partei in Ungarn ist, dies völlig versteht. Wir müssen geeint sein in der Schaffung einer gemeinsamen eurasischen Front.

In Griechenland könnten unsere Partner eventuell Linke von SYRIZA sein, die den Atlantizismus, Liberalismus und die Vorherrschaft der Kräfte der globalen Finanz ablehnen. Soweit ich weiß, ist SYRIZA antikapitalistisch und kritisch gegenüber der globalen Oligarchie, die Griechenland und Zypern schikaniert hat. Der Fall von SYRIZA ist interessant wegen ihrer linksextremen Einstellung zum liberalen globalen System. Es ist ein gutes Zeichen, daß solche nonkonformistischen Kräfte auf der Szene erschienen sind. Dimitris Konstakopulous schreibt exzellente Artikel, und seine strategische Analyse finde ich in vielen Fällen sehr korrekt und tiefsinnig.

Es gibt auch viele andere Gruppen und Bewegungen, mit denen wir arbeiten können. Der Fall der Goldenen Morgenröte (Chrysi Avgi) ist interessant, weil sie ein Teil des wachsenden (und in der Tat sehr aufregenden) Wiedererscheinens radikaler rechter Parteien in der europäischen politischen Landschaft ist. Wir müssen mit allen Kräften zusammenarbeiten, ob rechts oder links, die unsere Prinzipien teilen.

Der wichtigste Faktor sollte nicht sein, ob diese Gruppen pro-russisch sind oder nicht. Viel wichtiger ist hier, wogegen sie sind. Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Es ist einfach und leicht zu verstehen. Wenn wir solch eine Haltung einnehmen, um alle möglichen Verbündeten anzusprechen (denen wir genehm sind oder nicht), werden immer mehr Menschen mitziehen – und sei es nur aus Pragmatismus. Dabei werden wir ein echtes, funktionierendes Netzwerk schaffen – eine Art globaler revolutionärer Allianz. Es ist wichtig, daß wir eine Strategie der Vereinigung der Linken und der Rechten überall verfolgen, einschließlich in den Vereinigten Staaten. Wir müssen Amerika vor seiner eigenen Diktatur retten, die für das amerikanische Volk so schlecht ist wie für alle anderen Völker.

Die Frage der begrenzten oder unbegrenzten Regierung ist, soweit ich sehen kann, von geringerer Wichtigkeit im Vergleich zur Geopolitik – es hängt alles von der historischen Tradition der fraglichen Nation ab. Schußwaffenbesitz ist eine gute Sache, wenn die Waffen in unseren Händen sind. Daher betrachte ich diese beiden Punkte, wenn sie als politische Plattform verwendet werden, für sich genommen als absolut neutral. Solch eine amerikanische Rechte kann gut oder schlecht sein, abhängig von anderen Faktoren jenseits dieser beiden Punkte. Wir müssen einen Dialog mit denjenigen haben, die tiefer in die Natur der Dinge schauen, in die Geschichte, und die die gegenwärtige Weltordnung zu verstehen versuchen.

Ich betrachte die „weißen Nationalisten“ als Verbündete, wenn sie die Moderne, die globale Oligarchie und den liberalen Kapitalismus ablehnen, in anderen Worten, alles, was alle ethnischen Kulturen und Traditionen umbringt. Die moderne politische Ordnung ist im Wesentlichen globalistisch und beruht zur Gänze auf dem Vorrang der individuellen Identität in Opposition zur Gemeinschaft. Sie ist die schlimmste Ordnung, die je existiert hat, und sie sollte völlig vernichtet werden. Wenn „weiße Nationalisten“ die Tradition und die alte Kultur der europäischen Völker bekräftigen, dann haben sie recht. Aber wenn sie Einwanderer, Moslems oder die Nationalisten anderer Länder aufgrund historischer Konflikte angreifen, oder wenn sie die Vereinigten Staaten, den Atlantizismus, Liberalismus oder die Moderne verteidigen, oder wenn sie die weiße Rasse (diejenige, die die Moderne in ihren wesentlichen Merkmalen hervorgebracht hat) als die höchste und andere Rassen als minderwertig betrachten, dann bin ich völlig anderer Meinung als sie.

Außerdem kann ich Weiße nicht verteidigen, wenn sie gegen Nichtweiße sind, denn nachdem ich selbst weiß und indoeuropäisch bin, anerkenne ich die Unterschiede anderer Volksgruppen als etwas Natürliches und glaube nicht an irgendeine Hierarchie unter Völkern, weil es kein gemeinsames, universales Maß gibt und geben kann, mit dem man die verschiedenen Formen ethnischer Gesellschaften oder ihre Wertsysteme vergleichen könnte. Ich bin genauso stolz darauf, Russe zu sein, wie Amerikaner, Afrikaner, Araber oder Chinesen auf das stolz sind, was sie sind. Es ist unser Recht und unsere Würde, unsere Identität zu bestätigen, nicht in Gegnerschaft zueinander, sondern so, wie sie ist: ohne Ressentiment gegen andere oder Gefühle des Selbstmitleids.

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Die eurasische Idee

Alexander Dugin

Alexander Dugin

Von Alexander Dugin, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Eurasian Idea erschien am 8. November 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right (ursprüngliche Quelle: Ab Aeterno No. 1, November 2009).

 

Veränderungen in der ursprünglichen Bedeutung des Eurasianismus

Verschiedene Begriffe verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung durch ihren täglichen Gebrauch im Laufe vieler Jahre. Solch fundamentale Konzepte wie Sozialismus, Kapitalismus, Demokratie, Faschismus haben sich tiefgreifend verändert. Eigentlich sind sie banal geworden.

Die Begriffe „Eurasianismus“ und „Eurasien“ enthalten ebenfalls einige Ungewißheiten, weil sie neu sind, sie gehören zu einer neuen politischen Sprache und einem intellektuellen Kontext, der erst heute geschaffen wird. Die eurasische Idee widerspiegelt einen sehr dynamischen Prozeß. Ihre Bedeutung ist die ganze Geschichte hindurch klarer geworden, muß aber weiter entwickelt werden.

Eurasianismus als philosophischer Kampf

Die eurasische Idee repräsentiert eine fundamentale Revision der politischen, ideologischen, ethnischen und religiösen Geschichte der Menschheit, und sie bietet ein neues Klassifizierungssystem und Kategorien, die Standardklischees überwinden werden. Die eurasische Idee machte zwei Stadien durch – eine formative Periode des klassischen Eurasianismus am Beginn des 20. Jahrhunderts durch ausgewanderte russische Intellektuelle (Trubeckoy, Savickiy, Alexejew, Suvchinkiy, Iljin, Bromberg, Hara-Davan et al.), gefolgt von den historischen Arbeiten von Lew Gumilew und schließlich der Konstitution des Neo-Eurasianismus (zweite Hälfte der 1980er bis zur Gegenwart).

Hin zum Neo-Eurasianismus

Die klassische eurasische Theorie gehört zweifellos der Vergangenheit an und kann richtigerweise in den Rahmen der Ideologien des 20. Jahrhunderts eingeordnet werden. Der klassische Eurasianismus mag vorüber sein, aber der Neo-Eurasianismus hat ihm eine zweite Geburt, einen neuen Sinn, einen neuen Maßstab und neue Bedeutung gegeben. Als die eurasische Idee sich aus ihrer Asche erhob, wurde sie weniger offensichtlich, hat aber seither ihr verborgenes Potential enthüllt. Durch den Neo-Eurasianismus hat die gesamte eurasische Idee eine neue Dimension erhalten. Heute können wir die große historische Periode des Neo-Eurasianismus nicht ignorieren und müssen versuchen, ihn im modernen Kontext zu begreifen. Des weiteren werden wir die verschiedenen Aspekte dieses Konzepts beschreiben.

Eurasianismus als globaler Trend; Globalisierung als Hauptteil der modernen Geschichte

Im breiten Sinn entsprechen die eurasische Idee und sogar das eurasische Konzept nicht strikt den geographischen Begrenzungen des eurasischen Kontinents. Die eurasische Idee ist eine Strategie in globalem Maßstab, die die Wirklichkeit der Globalisierung und der Beendigung der Nationalstaaten anerkennt, aber gleichzeitig ein anderes Szenario der Globalisierung anbietet, das keine unipolare Welt oder vereinigte globale Regierung mit sich bringt. Stattdessen bietet sie mehrere globale Zonen (Pole). Die eurasische Idee ist eine alternative oder multipolare Version der Globalisierung, aber die Globalisierung ist der gegenwärtig größte fundamentale Weltprozeß, der über den Hauptvektor der modernen Geschichte entscheidet.

Paradigma der Globalisierung – Paradigma des Atlantismus

Der heutige Nationalstaat wird in einen globalen Staat umgewandelt; wir stehen vor der Konstituierung eines planetaren Regierungssystems innerhalb eines einzigen administrativ-wirtschaftlichen Systems. Zu glauben, daß alle Nationen, Gesellschaftsschichten und Wirtschaftsmodelle plötzlich auf der Grundlage dieser neuen planetenweiten Logik zu kooperieren beginnen könnten, ist falsch. Die Globalisierung ist ein eindimensionales Phänomen mit einem Sieger, das versucht, den westlichen (angelsächsischen, amerikanischen) Standpunkt über die beste Verwaltung der menschlichen Geschichte zu universalisieren. Es ist (sehr oft verbunden mit Unterdrückung und Gewalt) die Vereinheitlichung unterschiedlicher gesellschaftspolitischer, ethnischer, religiöser und nationaler Strukturen in einem System. Es ist ein westeuropäischer historischer Trend, der durch seine Dominierung der USA seinen Gipfel erreicht hat.

Die Globalisierung ist die Durchsetzung des atlantischen Paradigmas. Die Globalisierung als Atlantismus versucht diese Definition absolut zu vermeiden. Verfechter der Globalisierung behaupten, wenn es keine Alternative zum Atlantismus gibt, wird er aufhören, Atlantismus zu sein. Der amerikanische Politikphilosoph Francis Fukuyama schreibt vom „Ende der Geschichte“, was in Wirklichkeit das Ende der geopolitischen Geschichte und des Konflikts zwischen Atlantismus und Eurasianismus bedeutet. Dies bedeutet eine neue Architektur eines Weltsystems ohne Opposition und mit nur einem Pol – dem Pol des Atlantismus. Wir können dies auch als die Neue Weltordnung bezeichnen. Das Modell des Gegensatzes zwischen den beiden Polen (Ost-West, Nord-Süd) verwandelt sich in das Modell Zentrum-Randbereich (Zentrum = Westen, „reicher Norden“; Randbereich = Süden). Diese Variante der Weltarchitektur steht völlig über Kreuz mit dem Konzept des Eurasianismus.

Es gibt eine Alternative zur unipolaren Globalisierung

Heute ist die „New World Order“ nichts weiter als ein Projekt, Plan oder Trend. Sie ist sehr ernst, aber nicht fatal. Anhänger der Globalisierung bestreiten jeglichen alternativen Zukunftsplan, aber heute erleben wir ein Phänomen großen Maßstabs – den Kontra-Globalismus, und die eurasische Idee koordiniert in konstruktiver Weise alle Gegner der unipolaren Globalisierung. Außerdem bietet sie die konkurrierende Idee der multipolaren Globalisierung (oder Alter-Globalisierung) an.

Eurasianismus als Pluriversum

Der Eurasianismus lehnt das Weltmodell von Zentrum und Randbereich ab. Stattdessen schlägt die eurasische Idee vor, daß der Planet aus einer Konstellation autonomer Lebensräume besteht, die teilweise zueinander offen sind. Diese Bereiche sind keine Nationalstaaten, sondern eine Koalition von Staaten, die mit einem großen Maß an innerer Selbstregierung in kontinentalen Föderationen oder „demokratischen Imperien“ reorganisiert sind. Jeder dieser Bereiche ist multipolar, einschließlich eines komplizierten Systems ethnischer, kultureller, religiöser und administrativer Faktoren.

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Die schlimmste Todsünde der Political Correctness

Tanstaafl's citizenhands

Von Tanstaafl, übersetzt von Deep Roots.

Das Original „Committing PC’s Most Mortal Sin“ erschien am 28. September 2007 auf Tanstaafls Blog Age of Treason.

Vanishing American schrieb einen sehr langen und informativen Artikel mit dem Titel On political correctness, multiculturalism, and their effects [Über Politkorrektheit, Multikulturalismus und ihre Auswirkungen]. Falls ihr die Zeit habt, so schlage ich euch vor, ihn als Ganzes zu lesen und dann zu meinen Kommentaren nahe dem Ende dieses Artikels zu springen.

Hier präsentiere ich einen Auszug dessen, was ich für die hervorstechendsten Punkte halte. Zum Beispiel, was sie ist:

Natürlich haben wir alle eine allgemeine Vorstellung davon, wie und wo diese giftigen Ideen anfingen. Political Correctness wird auch als ‘Kulturmarxismus’ bezeichnet und ist ein Versuch, marxistische Ideen auf die gesellschaftliche Sphäre anzuwenden. Wirtschaftlicher oder politischer Marxismus konzentriert sich auf die Produktionsmittel und die wirtschaftliche Verbindung zwischen menschlichen Wesen, oder genauer, zwischen Klassen von Menschen. Tatsächlich ist der wirtschaftliche Nexus in der marxistischen Weltsicht die Erklärung für alles. Der Kulturmarxismus tendiert wiederum dazu, sich auf Menschengruppen zu fokussieren, und auf die Machtbeziehungen zwischen ihnen. Und natürlich werden jene mit Macht oder anscheinender Macht in die Schurkenrolle gesteckt, in derselben Weise, wie in der wirtschaftlichen Sichtweise laut Marx die Reichen oder die Bourgeoisie die Schurken sind. Die Unterdrückten, die ‘Elenden der Erde’, die Arbeiter, die ausgebeuteten Klassen sind die Helden in diesem Plan der Dinge. Im Kulturmarxismus sind die gesellschaftlich ‘ausgebeuteten’ oder unterdrückten Gruppen, jene, die in irgendeiner Weise schwach sind, weniger erfolgreich sind, Außenseiter oder Gesetzlose sind, aufgrund ihrer Schwäche die Helden und erhalten Opferstatus zugebilligt. Und das System der Sprachregelungen und gesellschaftlichen Hierarchien, das wir Political Correctness nennen, ist nur ein Weg zur Kodifizierung der Gesellschaftsordnung, wie sie die Kulturmarxisten sehen, mit Minderheiten, Frauen, Schwulen und Drittweltlern (nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge) als Spitze der Pyramide. Angehörige dieser Gruppen sollen mit Samthandschuhen behandelt werden, von Kritik und Verantwortung für ihre Handlungen ausgenommen werden, man soll nur in übertrieben respektvoller Weise von ihnen sprechen, und vor allem dürfen sie in keiner Weise beleidigt werden, weder indem man ihnen nicht die gebührende Ehrerbietung erweist, noch indem man einen Tabubegriff zu ihrer Benennung verwendet.

Wer sie hervorgerufen hat und warum:

Ein Großteil des Gärmittels für linkes Denken trat in Europa auf, mit der sogenannten Frankfurter Schule und der Kritischen Theorie, die versuchten, die westliche Kultur zu Fall zu bringen, indem man einfach unnachgiebig jeden Aspekt dieser Kultur aus dem Blickwinkel jeder ‚unterdrückten’ oder benachteiligten Gruppe kritisierte. Es war ein Versuch, die existierende Ordnung der Dinge zu diskreditieren und mehr Unzufriedenheit und Zorn anzufachen, die in eine Revolte kanalisiert werden sollten. Und natürlich hatten bis dahin die Ideen von Gramsci, der die Infiltrierung aller existierenden Institutionen befürwortete, um sie von innen zu Fall zu bringen, großteils die altmodische Idee der bewaffneten Revolte verdrängt.

Wie sie den Kapitalismus auffraß:

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Gedanken von Eva Herman zum Flüchtlingsstrom…

Wer in diesen Tagen den immer stärker werdenden Flüchtlingszustrom nach Deutschland, nach ganz Europa, mit wachsender Sorge betrachtet, der wird gewiss viele Fragen haben. Doch er wird nur wenige schlüssige Antworten von den offiziellen Meinungsmachern erhalten. Lediglich einer geringen Anzahl von Menschen dürfte dabei klar sein, dass sie inzwischen selbst als Betroffene in einem zum Kriegsgebiet erklärten Land leben, welches nun von unzähligen Asylsuchenden, Stück für Stück, eingenommen wird. Eine subversive, perfide Kriegsstrategie, die auch schon das alte Rom einst vernichtete.

Auch damals sah die Bevölkerung ihrem Untergang gleichermaßen tatenlos zu. Unsere herkömmlichen Lebensstrukturen werden jetzt vernichtet, die alte Ordnung bricht auseinander. Die Verzweiflung Einheimischer wächst, doch noch erahnen die meisten den Plan nicht. Ihr Ärger richtet sich entweder gegen die Politiker oder gegen die Flüchtlinge. Erste Unruhen unter den verschiedenen Glaubenskulturen malen hässliche Gesichter der Zukunft.

Doch wichtig ist: Der Widersacher ist nicht in den Millionen fliehenden Migranten zu suchen – der Feind arbeitet in vielerlei subtiler Form an bislang für die meisten Leute unbekannten Nahtstellen. Wohl, weil dies ein Schatten bisher nur von der Gewalt des wirklichen Geschehens ist, scheint es allgemein schwerzufallen, die Zusammenhänge zu erkennen.

Unsere abendländische Heimat wird in einer Art übermotorisiertem Zeitraffer in ein Schlachtfeld verwandelt. Man wundert sich, woher die vielen Fremden so urplötzlich in dieser gewaltigen Masse herkommen. Wer gab grünes Licht, bzw. wer organisierte diese Ströme von Menschen? Oder soll es Zufall sein, dass sie sich zeitgleich besinnen, ihre Heimat zu verlassen? Ist es auch Zufall, dass diese Leute alle ein Smartphone mitbringen, obwohl in Afrika nur etwa zwanzig Prozent der Menschen ein Mobiltelefon besitzen? Und woher hat ein jeder der sogenannten Armutsflüchtlinge das viele Geld, welches sich die, von wem auch immer gelenkten Schleuserbanden, cash in die Hand zahlen lassen? Wer steckt hinter dieser beispiellosen Aktion?

Europa wird geflutet mit Afrikanern und Orientalen. Unsere alte Kraft, unsere christliche Kultur, Glaube und Tradition, werden zerstört, die Identität der einzelnen Völker aufgeweicht und, Schritt für Schritt, abgeschafft. Ein irreparabler Vorgang. Schon der gleichmachende Euro, Glanzstück des Brüsseler Marionettentheaters, diente als Vorbereitungs-Instrument, um die lebendigen Unterschiede der zum Teil uralten Kulturen zu vernichten. Die für alle Lebensbereiche der Menschen neu geschaffenen Gleichmachungsgesetze der finanzsystemgesteuerten EU-Kraken taten ihr Übriges. Schon lagern überall Scherben, täglich werden neue auf den Haufen geworfen. Es werden Fakten geschaffen, um das christliche Abendland nachhaltig zu destabilisieren, zu vernichten, ebenso, wie es vor kurzem schon anderen Kulturen widerfuhr: den Ukrainern, den Libyern, Ägyptern, Tunesiern, Irakern, Syrern, zahlreichen afrikanischen Kriegsstaaten, auch dem europäischen Jugoslawien, als die Todesschwadronen bei ihnen allen einfielen, getarnt in unterschiedliche Gewänder, aus obskuren Terrorbanden stammend, ob sie Al Kaida, UCK, IS oder NATO genannt wurden. Ist es nicht langsam wirklich augenfällig, wie konkret, wie grausig präzise, unsere schöne Erde in den letzten Jahrzehnten in riesige Brandherde verwandelt wurde? Ist dies nicht Grund genug, endlich einmal genauer hinzuschauen?

Diese Art „Kriege“ wird stets nach ähnlichen Mustern entworfen: Entweder „muss“ das westliche „Verteidigungsbündnis“ die Welt vor „gefährlichen“ Diktatoren retten; dafür werden schon mal geheimnisvolle Atomwaffenlager oder besondere Brutalitäten einzelner Machthaber oder Ethnien ersonnen, die sich, nach dem Kriegszusammenbruch des angepeilten Landes, dann meist als Irrtum herausstellen. Die andere Variante heißt Revolution: So entstehen, praktisch über Nacht und völlig unerwartet, Unruhen in der Bevölkerung, Aufstände, Kämpfe. Angebliche Unzufriedenheit mit der Regierung kann als offizieller Grund ebenso angegeben werden wie vermeintlich rivalisierende Gruppen, die den Frieden im jeweiligen Lande gefährden würden, heißt es.

Vorbereitung und Durchführung derartiger Ein-und Angriffe werden nicht selten unter falscher Flagge geführt, wie wir nicht erst seit den Weltkriegen wissen; vor allem das inzwischen sagenumwobene 9/11 ist ein moderneres Zeugnis für derartiges Vorgehen, dessen Zielsetzung durchaus in engem Zusammenhang mit unserer heutigen, immer desolater werdenden Situation zu tun hat: Man erschuf durch diesen tödlichen Trick den terroristischen, islamischen Feind, dessen Ziel die Vernichtung der westlichen Welt sein soll. Es gehört nur wenig Rechercheaufwand dazu, die offizielle Sprachregelung der westlichen Welt zu widerlegen, zu ungeschickt war der Anschlag damals durchgeführt worden. Interessanterweise glaubt jedoch immer noch mehr als die Hälfte der Menschen auf der Welt an diesen Humbug mit fatalen Todesfolgen.

Überwachung und Kontrolle durch staatliche Macht legen seither das globale Menschentum zunehmend in Sklavenfesseln, der Plan geht auf. Es bedarf einiger geistiger Flexibilität, um manche Zusammenhänge erkennen zu können, während die Eisenkugel am Fuße immer schwerer schleift. Und noch größer muss der Mut eines Menschen sein, um gewonnene Erkenntnisse nach außen hin vertreten zu können. Denn er hat es unter anderem mit zwei mächtigen Feinden zu tun:

Zum einen verwirren die gleichgeschalteten Massenmedien und deren Marionetten, die man Politiker nennt, die Hirne der Menschen. Zum anderen ist es die starre Obrigkeitshörigkeit der Mitmenschen, die verhängnisvolle geistige Starre, die nun zum eigenen Sturze führen muss. Wie in nahezu allen Zeitepochen unterwirft sich die Masse auch heute nur allzu gerne der von ihr selbst gewählten und bezahlten Staats(un)-ordnung, man verbietet sich das eigene Denken. Diese für die an den Schalthebeln der Macht Sitzenden berechenbare Behaglichkeit stellt das größte Hindernis für uns dar; sie wird zum eigentlichen Hauptgrund des Untergangs des Abendlandes werden.

Keine falsche Flagge wird je funktionieren können ohne die bedenkenlose Unterwerfung der Massen, wie natürlich ebenso wenig ohne die bereitwillige Mitarbeit von Massenmedien und der als Politiker Agierenden. Jede Unwahrheit, jede vorsätzliche Lüge, wird solange in geschlossener Gleichschaltung in Funk, Fernsehen, Presse und Internet wiederholt, wird auch von den eingesetzten Politikdarstellern gebetsmühlenartig wiedergegeben, bis sich zuletzt kaum noch jemand dieser Propaganda entziehen mag; es sei denn, er zieht es vor, selbst zu denken und zu prüfen. Deswegen ist gerade heute höchstes Gebot für jedermann die Wachsamkeit.

Nun zurück zur aktuellen Situation. Wir sind zu einem Umsturzland geworden. Und es wäre günstig, wenn dies so schnell wie möglich flächendeckend erkannt werden würde, um der unheilvollen Entwicklung Widerstand entgegenzusetzen. Doch damit ist nicht mehr zu rechnen. Denn die Masse schläft, auch deshalb, weil sich der Krieg, der derzeit in Deutschland und Europa mit unerwarteter Härte ausbricht, für viele noch nicht wie ein echter Krieg anfühlt, da wichtige Strukturen, Lebensadern, ja noch weitgehend funktionieren: So gibt es Strom, Wasser, Geschäfte und Banken haben noch geöffnet, Busse und U-Bahnen fahren wie gewohnt die Arbeitsstelle an. In Radio und Fernsehen laufen bunte Werbespots, die ein sorgloses Leben vorgaukeln, welches man sich durch Produkterwerb zu kaufen können glaubt. Nein, es fallen auch keine Bomben, und Panzer stehen auch noch nicht vor unseren Stadttoren.

Doch der Sprengstoff kommt auf andere Weise daher, nämlich in Form fremdländischer Menschen, die vor kurzem, wie auf Knopfdruck organisiert, plötzlich massenhaft hierzulande einzubrechen begannen. Sie entwickeln sich zunehmend zur Waffe gegen die einheimische Bevölkerung, indem man den Fremden unter anderem überraschende Rechte einräumt, die für bedürftige Menschen hierzulande jahrzehntelang nicht existierten: Sie erhalten Geld, Wohnraum, Zuwendung, mediale und politische Anerkennung. Nicht selten wird auch herrschendes Recht ausgehebelt, um „Ruhe“ zu schaffen. Das schafft aber Unfrieden. Von den Agitatoren wird es in Kauf genommen. Dass für das bösartige Spiel auch die Fremdländer leiden müssen, wird ebenfalls gebilligt. Wie in einem Albtraum. Denn fremd sind sie hier, und fremd werden sie immer bleiben. So willkommen, wie es politisch korrekt wäre, sind sie bei der Masse beileibe nicht, man macht es immer deutlicher. Der Plan geht auf.

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Syrien im Würgegriff / „Schmutziges Spiel“

Baschar al-Assad

Von Manuel Ochsenreiter, erschienen in der Deutschen Militärzeitung (DMZ), Ausgabe 84 Nov-Dez 2011.

Seit dem Frühling 2011 steht Syrien im Fokus der weltweiten Medienberichterstattung. Die Regierung gehe mit brutaler Gewalt gegen friedliche Demonstranten vor, so die Berichte im Westen. Geopolitisch befindet sich das Land in einer schwierigen Situation. Die Kriegsdrohungen gegen Damaskus werden immer lauter.

„Gott sei mit euch“, predigt Michael Moore von New York aus in Richtung Syrien. „Ich weiß, daß ihr erfolgreich sein werdet.“ Der US-amerikanische Filmemacher drückt der „syrischen Demokratiebewegung“ die Daumen. Michael Moore wurde vor allem bekannt durch seine harsche Kritik an den US-amerikanischen Militäroperationen gegen Afghanistan und Irak. In Washington gilt er als „Linker“, als Regierungskritiker, als Nervensäge mit Kamera. Filme wie „Bowling for Columbine“, in dem er die US-Waffenlobby aufs Korn nimmt, machten Michael Moore legendär. „Fahrenheit 9/11“, in dem er die US-Regierung unter George W. Bush heftig kritisiert und ihr vorwirft, quasi mitverantwortlich für die Anschläge des 11. September 2001 zu sein, wurde zum erfolgreichsten Dokumentarfilm aller Zeiten. Moore ist ein Idol der weltweiten Skeptikerszene. Wenn er der „syrischen Demokratiebewegung“ Gottes Segen wünscht, wenn sich ausgerechnet seine Worte kaum noch von denen der US-Außeministerin Hillary unterscheiden, dann darf man sich den Tag rot im Kalender ankreuzen. Die Skeptiker hören auf, Skeptiker zu sein.

Was ist los in Syrien? Wer sich informieren möchte, landet schnell bei den Berichten des arabischen Nachrichtenkanals Al-Dschasira und westlicher Sender, die vom „Volksaufstand“ in Syrien gegen das „Assad-Regime“ berichten. Zu sehen sind verwackelte Videos, aufgenommen mit Mobiltelefonen, verkratzte Telefonstimmen von „Augenzeugen“ berichten über die „Brutalität“ von Armee- und Polizeikräften gegen „friedliche Demonstranten“. In der Türkei, unmittelbar an der syrischen Grenze, befänden sich „überfüllte Flüchtlingslager“, aus Ankara wettert der türkische Ministerpräsident gegen Damaskus, er hat sogar Panzer an die syrische Grenze verlegt – eine unverhohlene Kriegsdrohung. Auch die „Arabische Liga“, eine Bündnisorganisation der arabischen Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens, nimmt Damaskus in die Mangel. Syriens Mitgliedschaft in der „Arabischen Liga“ wurde „ausgesetzt“. In Washington halten rechte und linke Falken einen militärischen NATO-Einsatz gegen Syrien angesichts des libyschen Umsturzes für immer verlockender.

Iran und Libanon

Nur noch zwei Staaten in der Region stehen an der Seite Syriens: der Iran und der Libanon. Die westlichen Kommentatoren wundert das kaum. Der Iran sei selbst ein „Schurkenstaat“ und Syrien einer der wenigen treuen Verbündeten Teherans überhaupt. Und der Libanon befinde sich in einer Art „Geiselhaft“ der schiitischen und wiederum Iran-nahen Hisbollah, der „Partei Gottes“, deren Name in den europäischen Medien kaum noch ohne den Zusatz „terroristisch“ genannt wird.

Während Europa von Horrornachrichten aus Syrien überschwemmt wird und Politiker aller Parteien fordern, man müsse den „Druck auf Damaskus“ erhöhen, berichten syrische Zeitungen von drei Soldaten, die an einer Ölpipeline nahe der Stadt Homs eine 25-Kilo-Bombe fanden und entschärften. Der Sprengsatz war mit einer Fernsteuerung versehen und gut getarnt an der Röhre angebracht. Wenige Wochen zuvor sprengte bereits eine Bombe ein 15 Meter langes Loch in eine syrische Ölpipeline nahe der Stadt Talkalakh. „Terroristengruppen“, so die syrischen Nachrichten, versuchten, die syrische Wirtschaft zu schwächen, um die Krise weiter zu verschärfen. Von beiden Vorfällen konnte man in der Bundesrepublik Deutschland nichts lesen. Und auch nichts von den Waffenlieferungen, die über die türkische und libanesische Grenze an „Aufständische“ in Syrien gehen. Immer wieder gelingt es den syrischen Sicherheitskräften, Waffenschmuggler zu stellen, bevor diese ihre Fracht an die „Regimegegner“ ausliefern können. Wofür brauchen „friedliche Demokratieaktivisten“ Schnellfeuergewehre, Nachtsichtgeräte, Sprengstoff, Granaten und reaktive Panzerbüchsen, bevorzugt aus der RPG-Reihe? Handelt es sich in Wirklichkeit um den Kampf ausländisch finanzierter und ausgerüsteter Milizen gegen die Staatsmacht? Das ist zumindest die Position des syrischen Staatsrundfunks. Fast täglich zeigt man dort Begräbnisse von im Kampf getöteten Polizisten und Soldaten – Bilder, die man im Westen ebenfalls nicht zu Gesicht bekommt.

Die mangelhafte Berichterstattung ist brandgefährlich, da die Regierungen Europas diese zur Grundlage ihrer Entscheidungen machen. Dabei passieren immer wieder Pannen. Im Sommer strahlte der französische Kanal FRANCE 24 ein angebliches Telefoninterview mit der syrischen Botschafterin in Paris, Lamia Chakkour, aus. Sie trete von ihrem Amt zurück, da sie keine Regierung repräsentieren könne, die mit „brutaler Gewalt gegen unbewaffnete Zivilisten“ vorgehe. Die Nachricht hatte nur einen Schönheitsfehler: Die Frau am Telefon war offensichtlich gar nicht Lamia Chakkour. Die syrische Botschaft dementierte den angeblichen Rücktritt der Botschafterin noch am gleichen Tag – doch da war die Nachricht bereits weltweit auf Sendung. Natürlich trete Chakkour nicht zurück, von „brutaler Gewalt gegen unbewaffnete Zivilisten“ wisse sie nichts.

„Sofortige Freilassung“ eines Phantoms

Und auch in der Bundesrepublik Deutschland nehmen die Berichterstattung und die politischen Reaktionen mittlerweile geradezu groteske Züge an. Bis heute kann man eine Erklärung des Menschenrechtsbeauftragten des Deutschen Bundestages, Markus Löning (FDP) auf der offiziellen Netzseite des Auswärtigen Amtes finden, in der er sich für die „sofortige Freilassung“ der „syrischen Bloggerin Amina Abdallah“ einsetzt. Wörtlich heißt es:

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