Drogengeschäfte I: Die Sassoons und die Opiumkriege

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“ (Titelbild nachträglich von Lucifex eingefügt).

Der folgende Artikel ist hauptsächlich eine Übersetzung, deren englisches Original unter dem Titel The Sassoon Opium Wars am 1. Oktober 2007 auf dem Blog In Pursuit of Happiness erschienen ist. Ich habe die historischen Angaben und Namen, die darin erwähnt werden, bei Wikipedia überprüft und an einigen Stellen zum Abgleich auch aus Wikipedia zitiert. Diese Stellen sind als Einschub im Text kenntlich gemacht.

Das britische Dampfschiff „HMS Nemesis“ (rechts) zerstört im November 1839 chinesische Kriegsdschunken.

Der 99-jährige britische Pachtvertrag für Hongkong lief im Juli 1997 aus und ermöglichte den Rotchinesen die Übernahme. Hunderte von Zeitungs- und Fernsehberichten befassten sich mit diesem Ereignis, aber nicht ein einziger erwähnte, wie England ursprünglich die Kontrolle über Hongkong erlangt hatte.

Die Wahrheit liegt in der Familienlinie David Sassoons, der „Rothschilds des Fernen Osten” und ihrem Monopol auf den Opiumhandel verborgen. Großbritannien kam in den Besitz von Hongkong, indem es die Opiumkriege führte und den Sassoons das Exklusivrecht verlieh, eine gesamte Nation auf Drogen zu setzen.

David Sassoon wurde 1792 in Bagdad geboren. Sein Vater Saleh Sassoon war ein wohlhabender Banker und der Schatzmeister von Ahmet Pascha, dem Herrscher Bagdads. (Damit war er dessen „Hofjude” – eine höchst einflussreiche Stellung).

1829 wurde Ahmet Pascha wegen Korruption gestürzt und die Familie Sassoon floh nach Bombay in Indien. Bombay lag an der strategischen Handelsroute ins Innere Indiens und war das Tor zum Fernen Osten. Innerhalb kürzester Zeit verlieh die britische Regierung den Sassoons Monopolrechte für alle Textilwaren, Seide und – am bedeutsamsten von allem – Opium, damals die Droge mit dem höchsten Suchtpotential der Welt!

Die Jewish Encyclopedia von 1905 schreibt, dass Sassoon seinen Opiumhandel nach China und Japan ausweitete. Er postierte seine acht Söhne an den wichtigsten Opiumumschlagsplätzen in China.

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Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands (Teil 4)

Blessing

Von Jarosław Ostrogniew (Original: Alexiey Shiropayev’s Prison of the Nation: An Ethnonationalist History of Russia, Part 4, erschienen am  auf Counter-Currents). Übersetzung: Lichtschwert.

Letzter Teil; zuvor erschienen: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Gefängnis der Nation behandelt Wladimir Putins Ära nicht, aber Shiropajew hat sie in seinen anderen Schriften ausführlich kritisiert. Er betrachtet Putins Regime als „orthodoxen Neostalinismus“: eine Mischung der schlimmsten Elemente der byzantinischen und der bolschewistischen Phase des Projekts. Es ist eine Herrschaft von Kommissaren, die vom orthodoxen Klerus gesegnet werden und das Imperium auf Kosten der weißen Bevölkerung Rußlands erweitern, während sie Staatsbürgerpatriotismus, Rassenvermischung, Alkoholismus und Mystizismus fördern, nachdem gottesfürchtige (oder vielmehr: priesterfürchtige) betrunkene „Patriotards“ nie gegen ihre Oberherren rebellieren werden.

Und wieder einmal sind es die „anderen Rassen“, welche die wahren Nutznießer des eurasischen Projekts sind: die russische Bevölkerung bezahlt die Rechnungen für alle nichteuropäischen Provinzen, wo die örtlichen Despoten von Moskau durch Bestechung zum Gehorsam veranlaßt werden. Es sind besonders die asiatischen Moslems, die das letzte Wort in Rußland haben. Der Kreml paßt seine Politik ihren Forderungen an. Sie stellen den Kern der Armee, wo sie den russischen Soldaten und Offizieren ihre Bedingungen diktieren. Sie stellen die Mehrheit von Rußlands illegalen Arbeitskräften. Am schlimmsten von allem ist, daß die Tschetschenenmafia die großen Städte der Russischen Föderation kontrolliert.

Im gesamten Buch Gefängnis der Nation widmet Shiropajew die meiste Aufmerksamkeit zwei Ereignissen, die er als die Wendepunkte der russischen Geschichte betrachtet. Das erste ist die frühmittelalterliche Periode: die Christianisierung und die mongolische Invasion (das Tatarenjoch). Für ihn ist dies die Gründung des bösen russischen Staates, die Errichtung des Gefängnisses der Nation auf zwei Pfeilern: Christlicher, byzantinischer Imperialismus und nichtchristliche, asiatische Despotie. Der andere Wendepunkt ist die bolschewistische Revolution: der offene, explizite, voll entwickelte Genozid an der slawischen Bevölkerung. Jedoch kam gleich nach dieser Katastrophe eine der größten historischen Chancen für das russische Volk: die deutsche Invasion der Sowjetunion. Leider wurde diese Chance für die Befreiung der Rus‘ – und die totale Auslöschung ihrer Verfolger – von Stalin in Blut ertränkt.

Shiropajew kritisiert die sogenannte „russische Seele“, auch „slawische Seele“ genannt, Diese ist das mythische Innenleben eines Russen, der idealerweise ein sentimentaler Fatalist ist, der jeden mit offenen Armen begrüßt, aber erbittert Vergeltung übt, wenn er verraten wird; der in den weiten russischen Ländern herumwandert auf der Suche nach einer verlorenen Liebe, und der menschliche Probleme als kleinlich im Vergleich zur Größe Gottes betrachtet. Shiropajew betrachtet diese nicht als natürliche, angeborene Eigenschaften eines wahren Russen, sondern als spirituelle und kulturelle Verzerrungen, die aus dem Orient aufgezwungen wurden. Der wahre Russe ist ein Rus‘: ein nordisch-slawischer Arier, der diszipliniert, freiheitsliebend und faustisch ist statt fatalistisch – genauso wie die Schweden, Dänen oder Deutschen.

Die fatalistische „slawische Seele“ ist sowohl eine Reaktion des russischen Volkes auf Sklaverei, die ihnen durchzuhalten half, ohne ihr Leben in einer Rebellion zu riskieren, als auch ein Ideal, das von den mongolisch-byzantinisch-jüdisch-kommunistischen Oberherren geschätzt, gefördert und aufgezwungen wird. Die „slawische Seele“ ist in Wirklichkeit eine „Sklavenseele“. Sie ist das Tagträumen eines arischen Mannes, der in Sklaverei, verkrüppelnde Arbeit und ein Leben unter erniedrigenden Bedingungen gezwungen wird, dessen Vorfahren von einer ethnisch fremden Elite ausgelöscht worden sind und der unwillig ist, sich der Wirklichkeit zu stellen und gegen seine Herren zu rebellieren.

Ein weiteres russisches Phänomen, das Shiropajew verdammt, ist der Staatsbürgerpatriotismus der „Russischen Welt“ („Russkiy Mir“). Dieser Patriotismus bedeutet Identifizierung mit dem russischen Staat, sei er zaristisch, kommunistisch oder demokratisch – bloß die aufeinanderfolgenden Phasen des eurasischen Projekts – und mit der russischen Sprache, ungeachtet der Rasse oder Volkszugehörigkeit der Person, die sie spricht. Die Rolle der Ideologie im Projekt ist recht knifflig, da das Projekt unterschiedliche Ideologien wählt, abhängig von den momentanen Bedürfnissen: zuerst war es das Christentum, dann der Kommunismus, nun ist es eine Mischung aus post-sowjetischer, kommunismusfreundlicher Orthodoxie.

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Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands, Teil 3

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Von Jarosław Ostrogniew (Original: Alexiey Shiropayev’s Prison of the Nation: An Ethnonationalist History of Russia, Part 3, erschienen am 3. Februar 2016 auf Counter-Currents). Übersetzung: Lichtschwert.

Teil 3 von 4. Zuvor erschienen: Teil 1 und Teil 2.

Der Rote Terror: Lenin und die Oktoberrevolution

Gefängnis der Nation präsentiert eine originelle Sicht auf die kommunistische Revolution in Rußland im Jahr 1917. Erstens sieht Shiropajew dies als einen Wechsel der herrschenden Elite des eurasischen Projekts. Die byzantinischen Christen wurden einfach durch bolschewistische Juden ersetzt. Daher sieht er nicht viele Gründe für die Unterstützung des ancien régime, welches bereits das multirassische, antieuropäische Utopia verwirklicht hatte, nur unter einem anderen Banner. Zweitens betrachtet er als die größte Sünde der Revolutionäre die Vernichtung der beiden positivsten Kräfte im zaristischen Rußland, die das Land hätten retten können, nämlich die liberalen populistischen Reformer und den deutschfreundlichen Kreis von Rasputin und Zarin Alexandra. Drittens sollte die Revolution nicht allein in ökonomischen, geopolitischen oder religiösen Begriffen betrachtet werden. Der wichtigste Aspekt der Revolution war rassischer Art: sie war ein Rückfall in die blutigsten Phasen des Projekts, analog der Christianisierung der Rus‘, der mongolischen Invasion und des Moskowiter Kampfes um Autokratie. Aber diesmal waren es die Juden (geführt von einem jüdisch-mongolisch-weißen Hybriden, Lenin), die die weiße Bevölkerung der Rus‘ auslöschten.

Shiropajew erzählt die Greueltaten, die von den Bolschewiken an den Slawen verübt wurden: die blutige Auslöschung ganzer Familien und Dörfer, die Folterung der Opfer, etc. Es heißt oft, daß diese Greueltaten unvorstellbar und unbegreiflich sind. Das sind sie aus einer „farbenblinden“ ökonomischen oder politischen Perspektive. Aber wenn wir die Revolution als einen Akt des Rassenkrieges betrachten – die Auslöschung einer rassisch eigenständigen Population durch eine fanatische und blutdürstige ethnische Minderheit, die eine totale Vorherrschaft anstrebt – dann wird alles vorstellbar und begreiflich. Shiropajew zitiert führende Kommunisten, die (unter Verwendung rassischer Verunglimpfungen) ihre Pläne zur Schaffung von Legionen „weißer Sklaven“ zur Bedienung der ethnischen Minderheit präsentieren, die diese neue Dystopie regiert.

Die größten von den Kommissaren begangenen Verbrechen waren natürlich die Ausrottung der ukrainischen Landbevölkerung durch Verhungern (der Holodomor) und das System der Vernichtungslager überall im Sowjetimperium (der Gulag). Jedoch muß betont werden, daß es zahlreiche andere Verwendungen des Hungers als Waffe in der Sowjetunion gegeben hat: zum Beispiel die Unterdrückung der Tambow-Rebellion und anderer Bauernaufstände wie auch die Unterdrückung der Kosaken und anderer Nationen des Imperiums, die sich zur Wiedergewinnung ihrer verlorenen Freiheit erhoben.

Die sowjetische, russische und westliche Geschichtsschreibung tendiert dazu, die UdSSR als grausamen, aber dennoch gut funktionierenden totalitären Staat darzustellen, wo nach ein paar blutigen Jahren der Widerspruch unterdrückt worden war und die Gesellschaft ziemlich friedlich blieb. Dieses Bild ist falsch. Ganz von Anfang an bis ganz zum Schluß war die UdSSR eine blutige Sauerei, in der verschiedene Nationen und Gruppen sich gegen die Regierung erhoben, Dissidenten in Konzentrationslager, Gefängnisse und psychiatrische Anstalten gesteckt wurden, wo das organisierte und unorganisierte Verbrechen grassierte und verschiedene Parteicliquen sich verschworen, um das System zu übernehmen. Es gab zahlreiche Mordanschläge und Mordversuche gegen führende politische Gestalten, einschließlich Stalin selbst.

Shiropajew sieht eine okkulte Dimension im Sowjetsystem, besonders in dessen Symbolik. Zum Beispiel könnte der Rote Stern als Symbol der Roten Armee als Bezug auf die jüdischen Rebellen gewählt worden sein, die gegen die Römer kämpften. Es hat Berichte von okkulten Symbolen gegeben, die an Orten gefunden wurden, wo die weißen Volksgruppen des Imperiums ausgelöscht worden waren, einschließlich der Stätte der Abschlachtung des Zaren und seiner Familie. Die Folterung von Opfern kann mit dem jüdischen Ritualmord gleichgesetzt werden. Und die Auslöschung der slawischen Bevölkerung könnte man als blutiges Opfer an das eurasische Projekt betrachten. Besonders interessant ist der Kult der einbalsamierten Leiche Lenins, analog dem Kult der nicht verwesenden Leichen orthodoxer Heiliger. Am Beginn des Krieges gegen das Dritte Reich hat Stalin öffentlich ein Gelübde an Lenin abgelegt, einen siegreichen Krieg gegen Deutschland zu führen. Shiropajew stellt dies als öffentliche Beschwörung dar und als Versprechen, die „Biomasse“ russischer und deutscher Soldaten der „ewig lebenden“ Mumie zu opfern.

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Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands, Teil 2

Wiktor Wasnezov, „Iwan der Schreckliche“, 1897 (Detail)

Wiktor Wasnezov, „Iwan der Schreckliche“, 1897 (Detail)

Von Jarosław Ostrogniew (Original: Alexiey Shiropayev’s Prison of the Nation: An Ethnonationalist History of Russia, Part 2, erschienen am 29. Januar 2016 auf Counter-Currents). Übersetzung: Lichtschwert.

Teil 2 von 4. Zuvor erschienen: Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands, Teil 1

Der Archetyp des Tyrannen: Iwan der Schreckliche

Während Iwan III. das Fundament eines unabhängigen russischen Königreichs schuf (oder vielmehr eines orthodoxen Moskowiter Khanats), war es sein Enkel Iwan IV. Wassiljewitsch, besser bekannt als Iwan der Schreckliche, der das zaristische Rußland schuf und die wahren Moskowiter Expansionen des 16. Jahrhunderts begann.

Shiropajew identifiziert die Gründung der Opritschnina als die größte Errungenschaft des antirussischen Projekts unter Iwan dem Schrecklichen. Opritschnina ist ein Begriff, der für die Beschreibung der Innenpolitik von Iwan dem Schrecklichen verwendet wird: brutale Stärkung der Macht des Zaren und Unterdrückung allen Widerspruchs, was die Zerschlagung der inneren Opposition seitens der Bojaren (der russischen Adeligen) oder jeglicher separatistischer Tendenzen bedeutete. Die Ausführenden dieser Politik waren die Opritschniks: Mitglieder einer Elitegarde, die direkt dem Zaren verantwortlich war. Sie wurden zu seinen Hunden und Besen erklärt (zur Bewachung und Säuberung seines Königreichs). Die Methoden der Opritschniks waren Folter und Hinrichtungen, Terror und Verrat. Shiropajew betrachtet die Opritschniks als Vorbild für die spätere sowjetische Sicherheitstruppe, die Tscheka, die Russen nach der Revolution hinrichtete.

Iwan der Schreckliche wird oft als labiler, geistesgestörter Mann dargestellt, dem es – trotz seiner Krankheit – gelang, einen effektiven russischen Staat aufzubauen. Shiropajew sieht das anders: Iwans Handlungen erscheinen abnormal im Vergleich zu europäischen Herrschern. Aber wenn man ihn mit mongolischen Khanen vergleicht, so sind seine Zornausbrüche, seine Ausrottungen ganzer Populationen, seine Neigung zu Grausamkeit und daß er sogar Mitglieder seiner eigenen Familie ermordete, nur typische Eigenschaften eines asiatischen Despoten. Seine Politik des Terrors und der Expansion sollte nicht als bloße persönliche Marotten betrachtet werden. Sie sind genau die Art, wie die mongolische Tyrannei und die Horde immer funktioniert hatten.

Die Mutter von Iwan dem Schrecklichen war Helena Glinskaja, deren Familie vom mongolischen Khan Mamai selbst abstammte. Iwan der Schreckliche war Asiate in Blut und Geist, was einer der Gründe dafür ist, daß er keine Zurückhaltung bei der Ausrottung der russischen Bevölkerung hatte, die er als seine Sklaven von fremder Herkunft betrachtete. Unter der Herrschaft von Iwan dem Schrecklichen erlitten Asiaten keine Diskriminierung; ganz im Gegenteil. Der Zar respektierte die asiatischen Adelstitel und betrachtete den mongolischen Adel als von höherem Rang als seine weißen Untertanen (oder genauer: Sklaven). Jedoch begünstigte Iwan der Schreckliche das orthodoxe Christentum und förderte die Christianisierung, was im Grunde bedeutete, daß die Ostexpansion Rußlands in Rassenvermischung resultierte, da getaufte Mongolen als reguläre Mitglieder der orthodoxen Gesellschaft betrachtet wurden.

Der letzte Khan des Khanats von Kasan, Yadegar Mokhammat, kämpfte zuerst gegen Iwan den Schrecklichen, akzeptierte aber schließlich die Herrschaft des Zaren, konvertierte zum Christentum und wurde unter dem Namen Simeon Kasajewitsch ein russischer Adeliger. Ein weiterer Khan, Sain-Bulat, später bekannt als Simeon Bekbulatowitsch, heiratete eine der Töchter von Iwan dem Schrecklichen und wurde (für ein Jahr) vom Zaren zum Großfürsten der Rus‘ gemacht; Simeon wurde später zum Großfürsten über Twer und Torschok gemacht, zu einem der Befehlshaber der Armee des Zaren, und wurde schließlich ein orthodoxer Mönch. Ein weiterer Tatar am Hof des Zaren war Boris Godunow, einer der Opritschniks, ein Mitglied einer christianisierten mongolischen Familie, der einer der Favoriten von Iwan dem Schrecklichen War und nach dessen Tod Zar wurde.

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Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands, Teil 1

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Von Jarosław Ostrogniew (Original Alexiey Shiropayev’s Prison of the Nation: An Ethnonationalist History of Russia, Part 1, erschienen am 27. Januar 2016 auf Counter-Currents Publishing). Übersetzung: Lichtschwert.

Алексей Широпаев Тюрьма Народа. Русский взгляд на Россию Москва 2001

[Alexiej Shiropajew, Gefängnis der Nation: Die russische Perspektive auf Rußland (Moskau, 2001).]

Es gibt verschiedene Ansätze beim Erzählen der Geschichte Rußlands und des russischen Volkes. Es gibt die patriotisch-orthodoxe Version der Geschichte, das kommunistische sowie das liberale und demokratische Narrativ. Es gibt natürlich einige wichtige Alternativen. Diejenige, die gegenwärtig die beliebteste unter europäischen Nationalisten zu sein scheint, ist die eurasianistisch-imperialistische Version, wie sie von Alexander Dugin beworben wird, aber in Wirklichkeit von Lew Gumiljow geschaffen wurde. Es gibt jedoch auch eine explizit weiß-nationalistische Erzählweise der Geschichte Rußlands. Die wichtigste Präsentation dieser Sichtweise ist Tyurma Naroda (Gefängnis des Volkes oder Gefängnis der Nation) von Alexiej Shiropajew. Wie Sie aus dem Titel allein ersehen können, ist Shiropajews Sicht auf den russischen Staat extrem kritisch.

Da das Buch nur auf Russisch erhältlich ist, und es extrem unwahrscheinlich ist, daß es jemals ins Englische (oder irgendeine andere Sprache) übersetzt werden wird, werde ich zuerst eine detaillierte Übersicht über Shiropajews Argument präsentieren, und dann eine Kritik an dem Buch.

Rus’ protiv Rossiyi: Rus’ versus Rußland

Ein Thema, das gleich einmal geklärt werden muß, ist die Terminologie. Zwei völlig verschiedene Wirklichkeiten werden durch die deutschen Begriffe „Rußland“ und „Russe“ zu einer gemacht. In der russischen Sprache gibt es zwei verschiedene Wörter als Name des Landes: „Rus‘“ und „Rossiya“. Rus‘ steht für die Länder, die ursprünglich von östlichen Slawen bewohnt wurden, wohingegen Rossiya den größeren russischen Staat bedeutet: das zaristische russische Reich, die Sowjetunion oder die zeitgenössische Russische Föderation. Und diese beiden Begriffe werden oft unter Verwendung eines Wortes ins Deutsche übersetzt: „Rußland“, was daher einige Verwirrung verursacht.

Im Russischen gibt es zwei verschiedene Begriffe: „Russkiy“ und „Rossiskiy“. „Russkiy“ (sowohl als Eigenschaftswort wie auch als Hauptwort) bedeutet einen ethnischen Russen, eine Person von ostslawischer Herkunft, die die russische Sprache spricht. „Rossiskiy“ (als Eigenschaftswort) oder „Rossiyanin“ (als Hauptwort) steht für eine Person, die Russisch spricht oder sich als Teil der russischen („rossiyskiy“) Kultur betrachtet und ein Bürger des russischen Staates sein kann – aber von jeder ethnischen Herkunft sein kann. Wiederum werden beide oft als ein Wort ins Deutsche übersetzt: „Russe“.

Daher ist ein moslemischer Tschetschene, dessen Muttersprache Tschetschenisch ist, der Grundkenntnisse in Russisch hat und sich als loyalen Bürger der Russischen Föderation betrachtet, unzweifelhaft ein „Rossiyanin“ und ohne Zweifel kein „Russkiy“. Ein heidnischer Russe, dessen Muttersprache Russisch ist und dessen Familie über zahllose Jahrhunderte auf russischem Boden gelebt und diesen bearbeitet hat, der die Russische Föderation verläßt und sich den ukrainischen Freiwilligenkräften anschließt, um gegen die Separatisten von Novorossiya zu kämpfen, ist kein „Rossiyanin“ mehr, aber er ist sicherlich ein „Russkiy“.

Viele russische Politiker und Theoretiker (einschließlich Putin und Dugin) haben klargemacht, daß sie die imperiale, etatistische, patriotische „Rossiyskaja“-Identität unterstützen statt der ethnischen, rassischen, nationalistischen „Russkaya“-Identität. Auf der anderen Seite haben bestimmte Ukrainer erklärt, daß sie für die Ukraine, für Rus‘ und Europa kämpfen (das Schlagwort der Asow’schen „Reconquista“: Heute die Ukraine, morgen Rus‘ und ganz Europa!“)

Rossiyanin ist auch ein abwertender Begriff, der von russischen Nationalisten zur Bezeichnung von jemandem verwendet wird, der auf die Regierungspropaganda hereinfällt, ähnlich der amerikanischen Verwendung von „patriotard“ [sinngemäß ungefähr: „Patriodepp“] oder „lemming“.

Somit kann man sagen, daß Shiropajew die Geschichte Rußlands als eine Geschichte des Kampfes von Rus‘ gegen Rossiya (Rus‘ gegen Rußland), von Ruskiye gegen Rossiyanie (des Volkes der Rus‘ gegen Russen) sieht, oder vielmehr als einen tausendjährigen Kampf um die Befreiung der Nation der Russkiy aus dem Gefängnis Rossiya. Daher der Untertitel des Buches: Russkiy vzglyad na Rossiyu: Die russische (Russkiy) Sicht auf Rußland (Rossiya). Und deshalb das Einleitungszitat des Buches: „IM nuzhna Vyelikaya Rossiya, a NAM nuzhna Velikaya Rus’”: „SIE brauchen ein großes Rossiya, und WIR brauchen eine große Rus‘.“

Shiropajew nennt als Quelle „aus den Gedanken Stolypins vor seinem Tode?“ Das Fragezeichen zeigt eindeutig, daß dies eine wohlbegründete Vermutung des Autors ist. Pjotr Stolypin, ein zaristischer Minister, wird weitverbreitet als einer der größten Russen (oder sogar der größte) aller Zeiten betrachtet. Er war ein liberaler Patriot, der auf die Reformierung des Russischen Reiches nach dem modernen demokratischen westlichen Modell abzielte, das er als den einzigen Weg zur Rettung seines Vaterlandes ansah. Er wurde am 14. September 1911 in Kiew von einem jüdischen Revolutionär, Dmitriy Bogrov, ermordet. Viele russische Autoren, Politiker und gewöhnliche Bürger glaubten und glauben immer noch, daß es, wenn Stolypin nur länger gelebt und seine Reformen vollendet hätte, keinen Zusammenbruch und keine kommunistische Revolution gegeben hätte.

In einer seiner Reden in der russischen Duma (Parlament) erklärte Stolypin: „Wir brauchen ein großes Rußland (Rossiya).“ Shiropajew meint, daß Stolypin in seinen letzten Momenten vielleicht den wahren Sachverhalt verstanden haben könnte: daß Rossiya und Rus‘ zwei entgegengesetzte Kräfte sind, und daß die Reformierung Rußlands in Wirklichkeit dessen Ersetzung durch die Rus‘ bedeutet. Es ist eine ziemliche Ironie, daß dieses tatsächliche Zitat von Stolypin nun eine der Parolen des sogenannten „Russischen Frühlings“ ist, der Propagandakampagne von Putins Regime, die auf die Wiederbelebung der imperialistischen Politik der Föderation abzielt.

Die Ursprünge der Rus‘ und des Volkes der Rus‘

Shiropajew übernimmt die moderne historische Sicht auf die Ursprünge Rußlands: ostslawische Völker, die die heutige Ukraine und die europäischen Teile Rußlands bewohnten, wurden durch Wikinger (Waräger) unter der Führung von Rurik vereinigt. Diese neue Kultur und Gesellschaft ist seitdem immer als Rus‘ bekannt gewesen, und das Volk als die Rus‘. Daher betrachtet Shiropajew die Rus‘ als ein germanisch-slawisches und wahrhaft nordisches Gebilde, dessen natürliche Orientierung eine nach Norden und Westen ist.

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Lehren eines Niedergangs – Portugal

Von Arthur Kemp. Erschienen in seinem monumentalen Geschichtswerk March of the Titans, erstmals ers. 1999, zuletzt 2013. Übersetzt von Richard. Der vorliegende Abschnitt ist die zweite Hälfte des 21. Kapitels.

Zuvor aus dieser Reihe auf Nord-Licht erschienen:

Einige wichtige Grundlagen über Rasse, Ethnizität und Kultur

Der Aufstieg und Fall von Kulturen

Die Megalithiker der Jungsteinzeit

Die Tocharer – Eine vergessene weiße Wanderung

Arisches Indien

Der erste große Rassenkrieg – Attila der Hunne

Lehren eines Niedergangs – Spanien

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Portugal

Aufgrund der Nähe zu Spanien spiegelt die Entwicklung von Portugal die seines größeren iberischen Nachbarn in nahezu jeder Hinsicht wider, wobei es jedoch eine gravierende Ausnahme gibt: Portugal absorbierte eine weit größere Zahl schwarzer Sklaven während der Zeit des Sklavenhandels und weist daher einen wesentlich höheren Grad an Vermischung auf.

Die ersten Einwohner von Portugal waren Alteuropäer, die wiederum von aufeinanderfolgenden Wellen der gleichen Völker, die Spanien eroberten, überrannt wurden: von den gemischtrassigen Karthagern (alteuropäisch / indogermanisch), dann von den Römern, den Alanen, Vandalen und Westgoten. Alle diese Völker haben ihre genetischen Spuren in der Bevölkerung Portugals hinterlassen.

Lusitania – Provinz Roms

Portugal wurde von den Römern im zweiten Jahrhundert v. Chr. besetzt und in die Provinz Lusitania integriert. Die römische Herrschaft währte ohne Unterbrechung über 500 Jahre, in denen das Land sich dank der römischen technologischen und organisatorischen Fähigkeiten entwickelte. Nach dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches etablierten die Westgoten ihre Herrschaft auf der iberischen Halbinsel, und Portugal wurde Teil des westgotischen Reiches.

Die maurische Invasion 711

Im Zuge der nichtweißen muslimischen Invasion fiel 711 ein großer Teil des südlichen Portugals für mehrere Jahrhunderte unter maurische Herrschaft. Befreit wurde es erst in der Mitte des 15. Jahrhunderts von dem Königspaar Ferdinand und Isabella, beide gotischer Abstammung, unter deren Herrschaft die Region feudalistisch reorganisiert und in ein spanisches Lehen verwandelt wurde.

Portugal leitete seinen Namen von einem dieser Lehen ab, dem Comitatus Portaculenis, der um den von den Römern gegründeten Hafen Portus Cale (heute bekannt als Porto oder Oporto) herum liegt.

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