Die jüdischen Ursprünge der Bewegung für offene Grenzen

Von Dr. Andrew Joyce; Original: The Jewish Origins of the Open Borders Movement, erschienen am 2. Oktober 2016 auf „The Occidental Observer“.

Übersetzung: Lucifex

In einem Essay von 2005 über „Weißseinsforschung“ versuchte ich die Grundlagen und die Kontextualisierung für eine entwickeltere Studie über den Umfang und die verheerende Wirkung des zeitgenössischen jüdischen intellektuellen Aktivismus in unseren Colleges und Universitäten und in unserer breiteren Kultur zu schaffen. In diesem Essay hob ich die Bedeutung jüdischer Aktivisten einschließlich Noel Ignatiev, Ruth Frankenberg, Ricky Marcuse und Terry Berman hervor, die zwischen der Mitte der 1970er und den späten 1990ern die Entwicklung einer akademischen Disziplin betrieben, die „Weißseinsforschung“ genannt wird. Seit ihrer Begründung hat die Weißseinsforschung einen einzigartigen Raum in einer zunehmend multikulturellen disziplinären Landschaft eingenommen. Anders als Schwarzenstudien, jüdische Studien oder asiatische Studien soll diese Sphäre der akademischen Welt nicht in konstruktiver Weise die Errungenschaften, Geschichte und Kultur der von ihr untersuchten ethnischen Gruppe erforschen. Vielmehr existiert das Genre, um das „Weißsein“ und folglich die Weißen einer einzigartig feindlichen Dialektik auszusetzen, die aus der Herabwürdigung der weißen Kultur, der Herabsetzung der weißen Geschichte und der Delegitimierung des europäischen Existenzanspruchs besteht. Als solche kann man die Disziplin als einen Akt der ethnischen Kriegführung betrachten, so wie sie auf der beabsichtigten Eroberung von Köpfen und Gewissen und schließlich von Ressourcen und Territorium beruht.

In allen westlichen Ländern bleibt die Weißseinsforschung in ihren akademischen Äußerungen und jenen hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit überproportional von Juden geleitet. Dies ist eine empirisch beobachtbare Tatsache. Man könnte ein Buch allein über die jüdische Beteiligung an dieser „Disziplin“ schreiben, aber für hier sollte eine kurze Untersuchung von ein paar entscheidenden Beispielen genügen. Zu diesen gehört Barbara Applebaum von der Syracuse University, die eine Karriere aus der Förderung von Vorstellungen über „weiße Schuld“ und die Beendigung dessen gemacht hat, was sie als „moralische Unschuld der Weißen“ bezeichnet. Ähnlich ist Say Burgin von der Leeds University, die einen Kurs mit dem Titel „Warum ist mein Lehrplan weiß?“ unterrichtet, während George Lipsitz von der University of California, Autor von How Racism Takes Place („Wie Rassismus stattfindet“), ebenfalls mehrere Bücher über „Weißsein“ und weiße Schuld geschrieben hat. Die jüdische Feministin Michelle Fine von der City University of New York zahlreiche Arbeiten über das „Weißenprivileg“ produziert hat, einschließlich ihres Buches Witnessing Whiteness („Weißsein miterleben“). Andere jüdische Akademiker, die im Bereich der Weißseinsforschung sehr aktiv sind, sind unter anderem Lois Weis, David Theo Goldberg, Maurice Berger, Lawrence Grossberg, Jennifer Roth-Gordon, Cynthia Levine-Rasky, Laura S. Abrams, Judith Katz, Melissa Steyn, Paula Rothenberg und Amy Eshleman.

Die jüdische Beteiligung ist vielleicht noch intensiver in der Sphäre des Aktivismus für die sogenannte soziale Gerechtigkeit. Eine der vordersten Betreiberinnen von „Whiteness workshops“ in den Vereinigten Staaten ist Dara Silverman. Silverman ist eine „Beraterin, Organisatorin und Trainerin, die seit über 20 Jahren Bewegungen für wirtschaftliche, rassische genderbezogene und soziale Gerechtigkeit aufgebaut hat. Von Januar 2015 bis Juli 2016 war Dara die Gründungsdirektorin von Showing up for Racial Justice (SURJ). Als Beraterin arbeitet Dara mit kleinen und mittelgroßen Gruppen, um deren Organisationsgeschick, Mittelaufbringung und organisatorische Fähigkeit aufzubauen. Dara war von 2003 bis 2009 Geschäftsführerin von Jews for Racial and Economic Justice (JFREJ) in New York City.“

Der notorische jüdische Aktivist Tim Wise hat Silverman als „eine kritische Stimme in der neu belebten Bewegung antirassistischer weißer Verbündeter“ gelobt. „Eine unermüdliche Mitverschwörerin mit farbigen Führern im Kampf gegen die weiße Vorherrschaft und rassische Ungleichheit. Silvermans Verständnis der Strategie für den Aufbau von Bewegungen steht hinter niemandem zurück.“ Was den tatsächlichen Inhalt ihrer Arbeit betrifft, so bietet Silverman an, Weiße von ihrem „giftigen Weißsein“ durch Workshops und „Webinars“ [„Netzsemianre“] zu „heilen“. Im Wesentlichen sind diese Maßnahmen Entwurzelungsprogramme, die mittels psychologischer Misshandlung durchgeführt werden, welche sich auf das Herbeiführen von Schuldgefühlen zentrieren. Diese Bestrebung, ein Volk von seiner Identität zu trennen, ist mehr als nur ein bisschen heuchlerisch angesichts dessen, dass Silverman in mindestens einem Interview erklärt hat: „Ich bin Jüdin, und ich habe eine ziemlich starke Verbindung zum Judentum.“

Dara Silverman

Zusätzlich zu Silverman hat es viele weitere Juden zum wahnsinnig lukrativen und modischen Geschäft hingezogen, Weiße vom Aufgeben ihrer Identität zu überzeugen. Dazu gehören Jon Greenberg, Autor von „10 examples that prove White privilege protects White people in every aspect imaginable“ [„10 Beispiele, die beweisen, dass das Weißenprivileg Weiße in jeder vorstellbaren Hinsicht schützt“] und „Talking to Kids about Whiteness“ [„Mit Kindern über das Weißsein reden“]. Andere prominente Gestalten in der „Soziale Gerechtigkeit“-Sphäre des Angriffes auf das Weißentum sind unter anderem Debbie Zucker und Robin Nussbaum. Als das New Yorker Vassar College im letzten Oktober beschloss, eine Reihe von „Whiteness workshops“ abzuhalten, waren zwei Workshop-Leiter Diane Eshelman und Michael Drucker, die beide Juden sind. Während die Schwächung der inneren oder psychologischen Stützen der weißen Identität für sich schon ausreichend problematisch ist, wird das Problem durch intensiven jüdischen Aktivismus in anderen Sphären akademischer Aktivitäten und solcher für „soziale Gerechtigkeit“ verschärft. Das Schädlichste in dieser Hinsicht sind die jüdische Vorherrschaft in der „kritischen Rassentheorie“ und ihr entsprechender politischer Ausdruck in Form der Bewegung für offene Grenzen.

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Dummheit ohne Grenzen – Die Allianz der Utopien

Von Fjordman. Original: Stupidity Without Borders – The Alliance of Utopias, erschienen am 17. Juli 2006 im Brussels Journal.
Übersetzung: Lucifex.

Das 20. und der Beginn des 21. Jahrhunderts haben das spektakulärste Bevölkerungswachstum der menschlichen Geschichte erlebt; der Großteil davon fand in Drittweltländern statt. Die Weltbevölkerung, die im Jahr 2006 auf 6,4 Milliarden geschätzt wird, wächst pro Jahr um mehr als 70 Millionen Menschen. In sechzig Jahren hat Brasiliens Bevölkerung um 318 Prozent zugenommen, die von Äthiopien um 503 Prozent. Es gibt jetzt 73 Millionen Menschen in Äthiopien – mehr als die Bevölkerung Britanniens oder Frankreichs.

Zur selben Zeit haben viele der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder, sowohl im Osten als auch im Westen, Probleme mit alternden oder abnehmenden Bevölkerungen. Am Höhepunkt um 1910 herum lebte ein Viertel der Weltbevölkerung in Europa oder Nordamerika. Heute ist der Prozentanteil wahrscheinlich auf etwa ein Achtel gesunken. Südkoreas Geburtenrate ist so weit gefallen, dass von der durchschnittlichen Koreanerin zu erwarten ist, dass sie in ihrem ganzen Leben nur ein Kind hat. Die Vereinigten Staaten haben immer noch eine Geburtenrate von mehr als zwei, während das Vereinigte Königreich im selben Zeitraum eine langsame Steigerung der Geburtenraten von 1,63 auf 1,74 erlebt hat, und Deutschland von 1,34 auf 1,37. Das Problem der niedrigen Geburtenraten in Asien wurzelt in der steigenden sozialen und wirtschaftlichen Stellung der Frauen. Japans Geburtenrate betrug 1,28, vergleichbar mit Taiwans 1,22 und Hongkongs 0,94.

„Europa und Japan sehen sich nun einem Bevölkerungsproblem gegenüber, das in der menschlichen Geschichte beispiellos ist“, sagte Bill Butz, der Präsident des Population Reference Bureau. Länder haben Menschen wegen Kriegen, Seuchen und Naturkatastrophen verloren, aber niemals, weil die Frauen aufgehört hätten, genug Kinder zu haben. Japan gab bekannt, dass seine Bevölkerung im Jahr 2005 zum ersten Mal geschrumpft ist und dass es jetzt die älteste Nation der Welt war. Italien war Zweiter. Im Durchschnitt müssen Frauen in ihrem Leben 2,1 Kinder haben, damit eine Gesellschaft sich erhält, wenn man Kleinkindersterblichkeit und andere Faktoren berücksichtigt. Nur ein Land in Europa – das moslemische Albanien – hat eine Fruchtbarkeitsrate über 2. Russlands Fruchtbarkeitsrate beträgt 1,28.

Der Autor Spengler bemerkte in der Asia Times Online, dass Demographie Schicksal ist. „Niemals in der aufgezeichneten Geschichte haben wohlhabende und friedliche Nationen sich dafür entschieden, vom Antlitz der Erde zu verschwinden. Und doch ist es das, wozu sich die Europäer entschlossen haben. Damals im Jahr 1348 litt Europa unter dem Schwarzen Tod. Die Seuche reduzierte die geschätzte europäische Bevölkerung um etwa ein Drittel. In den nächsten 50 Jahren wird Europas Bevölkerung – in Zeitlupe – diese Seuchendemographie wieder durchleben und bis 2050 etwa ein Fünftel seiner Bevölkerung verlieren.

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BREXIT und die Juden

„Britanniens EU-feindliche ‚Leave‘-Kampagne hat dabei geholfen, einen in einem provinziellen Nationalismus formulierten öffentlichen Diskurs des Vorurteils und der Angst zu schaffen, gegen den die Juden in Britannien angehen müssen.“ (Dr. Ilan Zvi Baron, Durham University, England)

„Britanniens EU-feindliche ‚Leave‘-Kampagne hat dabei geholfen, einen in einem provinziellen Nationalismus formulierten öffentlichen Diskurs des Vorurteils und der Angst zu schaffen, gegen den die Juden in Britannien angehen müssen.“ (Dr. Ilan Zvi Baron, Durham University, England)

Von Andrew Joyce (Original: Brexit and the Jews, erschienen am 1. Juli 2016 auf The Occidental Observer). Übersetzung: Lichtschwert.

Obwohl ich erfreut darüber bin, daß der Brexit kommt, habe ich die Teilnahme an den Feiern und sehnsüchtigen Spekulationen aufgegeben, denen sich viele in unserer Bewegung hingeben. Ich bestreite nicht, daß wir einen hilfreichen Erfolg im Krieg zur Rettung unseres Volkes erzielt haben. Genausowenig bestreite ich, daß viele unserer Feinde eine lang überfällige Dosis von nationalistischem „shock and awe“ erhalten haben. Von dringenderem Interesse ist für mich jedoch die Beobachtung und Vorausahnung feindlicher Gegenmaßnahmen sowie die Beurteilung dessen, wie weit wir tatsächlich einen Sieg errungen haben. Die folgende Analyse jüdischer Reaktionen auf den Brexit wird weiters nicht nur die Prioritäten des organisierten Judentums illustrieren, sondern auch die Grenzen unseres Erfolges. Es ist zu hoffen, daß dies ein tieferes Verständnis der wahren Bedeutung der jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit dem größeren Kampf um die Verringerung des jüdischen Einflusses in unseren Nationen zur Folge haben und beim Voranmarschieren zur rassisch-nationalen Erneuerung helfen wird.

Es ist auf den ersten Blick verführerisch, sich vorzustellen, daß alle Juden gegen den Brexit sind. Diese instinktive Vorhersage entsteht im nationalistischen Denken aufgrund der Verbindung der jüdischen Identität mit dem Liberalismus und dessen modernen globalistischen und auf „soziale Gerechtigkeit“ bezogenen Begleiterscheinungen. In vieler Hinsicht ist dies natürlich eine hilfreiche Verbindung, die zutreffende Vorhersagen unterstützt. Was der Instinkt jedoch vernachlässigt, ist ein großer historischer Rahmen, in dem die Beziehung der Juden zum Liberalismus tatsächlich sehr komplex ist und in dem solche leichten Vorhersagen zu einem oberflächlichen und naiven Verständnis jüdischer Strategien führen. Kurz gesagt deutet die Geschichte darauf hin, daß Juden in ihrer Bindung an liberale und sogar globalistische Angelegenheiten geschwankt haben.

Der Grund für diese Fluktuationen ist, daß – obwohl die Juden um Anliegen wie Schußwaffenkontrolle, Schwulenehe, Einwanderungsgesetze und supranationale Regierung herumschwärmen mögen – diese Anliegen keine „Zwecke“ in derselben Weise sind, wie sie es für verblendete Weiße sind. Für fehlgeleitete Weiße sind diese Anliegen die „Zwecke“, die kumulativ „eine bessere Welt“ formen werden. Für Juden sind sie immer nur Mittel, wobei der „Zweck“ immer das bestmögliche Ergebnis für Juden und der Endsieg des Judaismus ist. Daher findet man in jeder bedeutenden öffentlichen Debatte oft eine lebhafte Diskussion innerhalb des organisierten Judentums darüber, ob es „gut für die Juden“ ist. Dies bedeutet, daß das Judentum oft taktisch sehr flexibel ist und seine ideologischen Segel als Reaktion auf sich ändernde gesellschaftliche, politische und ökonomische Winde anpaßt. Während die Priorität der Gruppe immer unbestritten ist (die Förderung ethnischer Interessen), kann es Meinungsverschiedenheiten darüber geben, wie dies am besten erreicht werden kann. Während politische, ökonomische und soziale Rahmenbedingungen dynamisch sind, sind jüdische Diskussionen immer um die Beurteilung und fortlaufende Bewertung aller potentiellen Ergebnisse und ihrer potentiellen Auswirkungen auf jüdische Interessen aufgebaut. Solche Debatten und Bewertungen finden im organisierten Judentum unaufhörlich statt.

Diese manchmal lebhaften Debatten und Streitereien werden oft von jüdischen Apologeten hervorgehoben, die auf die Präsentierung eines Bildes bedacht sind, das der „Ente von der Klüngelhaftigkeit“ widerspricht. Wieviel Einigkeit kann es denn in einer Gruppe geben, die sich anscheinend immer untereinander zankt? Diese Frage könnte den weniger tief Denkenden dazu verleiten, die Judenfrage fallenzulassen, aber die Antwort lautet natürlich, daß es in solch einer Gruppe eine extreme Einigkeit geben kann. Taktische Diskussionen, Streitereien und sogar Faustkämpfe können innerhalb eines Footballteams vorkommen – aber das Team ist immer geeint in seinen Wünschen und Zielen. Sie wollen gewinnen, und keine Animosität innerhalb des Teams wird jemals auch nur entfernt dem Gefühl der Rivalität entsprechen, das sie gegenüber ihren Gegnern empfinden. Die kollektivistischen Juden haben nie zugelassen, daß ihre internen Debatten in derselben Weise zu Bürgerkrieg und brudermörderischer Manie eskalieren, wie es die individualistischen Europäer seit der Morgendämmerung der Geschichte getan haben.

In derselben Weise sind die politischen Spektren, die Europäer stark beschäftigen, kein Merkmal der jüdischen geistigen Landschaft. Für Juden gibt es letztendlich keine Linke oder Rechte, keinen Kapitalismus oder Kommunismus, keinen Nationalismus oder Globalismus. Es gibt nur ein Spektrum: was ist schlecht für die Juden, und was ist gut für die Juden. Dieses Spektrum stellt den Gipfelpunkt des Ethnozentrismus dar, und jeder einzelne Aspekt des Lebens der Wirtsnation wird entsprechend diesem Spektrum und nur diesem Spektrum bewertet.

Mit diesem Verständnis können wir zu einer zutreffenderen Vorhersage jüdischer Reaktionen auf den Brexit übergehen. Statt überwiegende Negativität anzunehmen, können wir vorhersagen, daß diese Reaktionen variieren werden, daß es ein gewisses Maß an Meinungsverschiedenheiten über jüdische Prioritäten geben könnte, und vor allem, daß sie sich am meisten darum sorgen werden, was gut für die Gruppe ist statt für Britannien.

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Die Erweiterung des Patriotismus

Patrick McDowell, „Europe“, Albert Memorial, Kensington Gardens, London.

Patrick McDowell, „Europe“, Albert Memorial, Kensington Gardens, London.

Von Sir Oswald Mosley, übersetzt von Deep Roots. (Sir Oswald Mosley war der Gründer der Partei British Union of Fascists) Dieser Text aus dem Jahr 1947 erschien am 16. November 2012 unter dem Titel The Extension of Patriotism auf Counter-Currents Publishing/North American New Right. (Französische Übersetzung hier)

Wir wurden entzweit, und wir wurden besiegt. Das ist die tragische Grabinschrift zweier Kriegsgenerationen. Diese Worte allein sollten das Grab der Jugend Europas zieren. Das war das Schicksal meiner Generation im Jahr 1914, und das war das Verhängnis einer neuen Generation junger Soldaten 1939. Die Jugend Europas vergoß das Blut ihrer eigenen Familie, und die Schakale der Welt wurden fett. Diejenigen, die kämpften, sind in der Position der Besiegten, was immer ihr Land war. Diejenigen, die nicht kämpften, sondern bloß profitierten, sind allein die Siegreichen.

Was also war die Wahrheit bezüglich der nationalsozialistischen oder faschistischen Bewegungen vor dem Krieg? Unser Fehler war genau das Gegenteil dessen, was gegen uns behauptet wird. Wie oft ist das in der Politik der Fall? Wie selten dürfen die Menschen etwas anderes wissen als die Umkehrung der Wahrheit. Es wurde behauptet, daß wir die Interessen anderer Länder vor unser eigenes stellen könnten: das war eine absurde Lüge. In Wirklichkeit waren wir allzu national – zu eng auf die Sicherung der Interessen unserer eigenen Nationen konzentriert. Das war der wahre Fehler aller echten nationalsozialistischen oder faschistischen Bewegungen, ob in Britannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien. Weit von der Bereitschaft entfernt, einander im Fall eines Konflikts zwischen Staaten als „Fünfte Kolonnen“ zu dienen, war unsere politische Ideologie und Propaganda daher viel zu nationalistisch, um auch nur das Denken der Menschen in einem neuen Gefühl europäischer Verwandtschaft und Solidarität zu formen, das die Katastrophe durch allgemeinen Konsens hätte vermeiden können. Weit davon entfernt, in einem Krieg für andere Länder zu kämpfen, argumentierte daher niemand von uns mit ausreichender Macht zugunsten dieses neuen Gefühls europäischer Einigkeit, welches die modernen Tatsachen nun zu einem integralen Teil eines neuen Glaubensbekenntnisses machen muß. Unser Glaubensbekenntnis wurde zu Fall gebracht, weil die faschistische Einstellung in jedem Land zu national war.

Wie ist das geschehen? Wieso hat dieses Glaubensbekenntnis, das die Renaissance des westlichen Menschen hätte bringen können, sich auf Grenzen eines zu engen Nationalismus beschränkt? Wieso hat sich das Rauschen dieses mächtigen Flusses der Wiedergeburt im trockenen Sand einer Vergangenheit verloren, die hätte tot sein sollen?

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