Rassenerhaltung: für heimische Bienen ja, für Weiße nicht?

Von Deep Roots alias Lucifex.

Auf krone.at ist der folgende Artikel erschienen (interne Überschriften und Bildunterschrift aus der ansonsten textgleichen Druckausgabe in der Kronen-Zeitung vom 27.2.2018):

Eigene Schutzzonen für die steirische „Ur-Biene“

Die Bienenhaltung soll gelockert werden: Nur in Reinzuchtgebieten muss es die Carnica sein.

Carnica gegen Buckfast: Bei der Wahl der Bienenrasse kennen Imker keinen Spaß. Seit Jahren lodert in der Steiermark ein Streit zwischen den Bienenhaltern, gegenseitige Anschuldigungen und Anzeigen sind die Regel. Nun ist eine Lösung in Sicht: Für die „Ur-Biene“ werden eigene Reinzuchtgebiete geschaffen.

Auch hier ist der Klimawandel der eigentliche Auslöser für die Debatte: War es für heimische Imker lange Zeit völlig klar, ausschließlich auf die Carnica-Biene zu setzen, stellen veränderte Bedingungen die Halter vor neue Herausforderungen. Egal ob extreme Wetterereignisse oder die Varroamilbe: Die Buckfast-Zucht kann vielfältig auf neue Ansprüche reagieren. So die Meinung der einen.

Dann gibt es aber auch noch die der anderen. Die Carnica als Ur-Biene sei vor allem wegen ihrer Sanftmütigkeit und ihrer Bodenständigkeit von Vorteil, darüber hinaus wäre sie eine besonders eifrige Sammlerin.

Da sich der Glaubenskrieg in der Imkerschaft bislang nicht lösen ließ, stellt der steirische Landesverband nun eine Auflockerung des bestehenden Gesetzes, das bislang ausschließlich die Carnica-Rasse erlaubt, in Aussicht. Ein erster Schritt: „Wir wollen in der Steiermark eigene Schutzzonen für die Carnica einrichten. Natürlich immer vorausgesetzt, alle betroffenen Imker sind dabei“, erzählt Maximilian Marek, Präsident des steirischen Imkerverbandes.

Ein „Goldener Käfig“ für die alte Rasse

Das Palten-Liesingtal wurde in einem ersten Schritt als Pilotregion auserkoren: „Dort ist ein Reinzuchtgebiet aufgrund der Topografie möglich. Im flachen Süden ginge so etwas nicht“, sagt der Experte. Läuft das Jungfernprojekt gut, sollen weitere Schutzgebiete folgen – Marek: „Sowohl das Mur-, als auch das Mürztal würden sich gut eignen.“

Neuer Verein im April

Dem Projektleiter Markus Stabler, seit 14 Jahren Erwerbsimker in Kammern, geht es nicht nur um die Rassenerhaltung alleine, wie er betont: „Das Vorhaben soll der Biene allgemein dienen. So wollen wir beispielsweise auch Blühstreifen für die nützlichen Insekten anlegen.“ Als erster offizieller Schritt wird im April der neue Verein „Carnica-Schutz Palten-Liesingtal“ gegründet, Land und EU beteiligen sich an dem Forschungsprojekt.

http://anonym.to/?http://www.krone.at/1651347

Siehe auch „Neues Bienen-Gesetz: Imker fürchten um Carnica-Biene“ auf kleinezeitung.at:

http://anonym.to/?http://www.kleinezeitung.at/steiermark/5257073/Neues-BienenGesetz_Imker-fuerchten-um-CarnicaBiene

Wieder einmal fällt der doppelte Maßstab in der öffentlich zulässigen Debatte auf, wenn es um die Reinerhaltung von Nutz- oder Wildtierrassen einerseits und Menschenrassen andererseits geht. Man darf es für bedenklich und nicht wünschenswert halten, daß Eisbären sich mit Braunbären vermischen, es ist zulässig, die genetische Reinerhaltung des amerikanischen Bisons frei von Hausrindergenen zu fordern, und man hält es im Naturschutz nicht für egal, ob es irgendwelche Orcas oder Tiger gibt, sondern es darf die Erhaltung jeder einzelnen Unterart gewünscht und betrieben werden (die acht bis zehn Unterarten bei den Orcas, z. B. „Residents“ und „Transients“ an der nordamerikanischen Pazifikküste, Bengalischer Tiger, Kaspi-Tiger, Sumatra-Tiger, Sibirischer Tiger bei den Tigern). Braunkopf-Kuhstärlinge werden vergast, um Singvögel vor ihrem Brutparasitismus zu schützen. All das ungeachtet dessen, ob irgendwelche davon bessere Rinder, Bären, Schwertwale, Tiger oder Vögel als die anderen sind. Ihr Fortbestand gilt als wünschenswert, weil es im Zuge der Evolution entstandene Unterarten alias Rassen sind.

Nur beim Menschen – speziell bei europäischstämmigen Völkern – gilt ihr Fortbestand nicht nur als unwichtig, sondern es wird sogar als böse und/oder dumm bzw. engstirnig verteufelt, ihre reinerbige Erhaltung zu wünschen oder gar durchsetzen zu wollen.

Beim oben gezeigten Beispiel mit den Bienen ist es ähnlich, wobei es allerdings schon auch Parallelen zum Rassenthema bei Menschen gibt: Da holt eine Interessengruppe eine fremde Rasse ins Land, weil sie sich von ihr mehr Nutzwert verspricht (wegen des „menschengemachten Klimawandels“ bei den Bienen, wegen des „judengemachten politischen Klimawandels“ in der Migrationsfrage bei Menschen), während eine andere Gruppe weiterhin auf die bodenständige Rasse setzen will. Die „Lösung“ besteht nun in der Ausweisung von Reinzuchtgebieten als „Goldener Käfig für die alte Rasse“, also deren Zurückdrängung in Reservate, während außerhalb davon sich die neueingeführte Rasse ausbreiten und mit der alten vermischen darf.

Wer weiß, vielleicht werden die Herren der Jew World Order und ihre Gutsverwalter auch für weiße Völker einmal solche Reinzuchtgebiete schaffen, wenn sie zum Schluß kommen, daß sie doch eine gewisse Mindestanzahl von echten Weißen für Zwecke brauchen, für die andere Rassen oder Mischlinge nicht ausreichend geeignet sind. Und wie bei den Bienen, wo man solche Schutzgebiete aus topographischen Gründen in bergigeren Regionen für machbarer hält als im flachen Süden, würden als „Europäerschutzzonen“ ebenfalls eher abgelegene ländliche Berggegenden in Frage kommen. Natürlich würden (((sie))) erst dann – falls überhaupt – derartige „Europäerschutzmaßnahmen“ durchführen, statt unsere völlige Auslöschung zu betreiben, wenn wir in unseren Ländern so weit zu Minderheiten geschrumpft sind, daß sie uns für ungefährlich halten; wenn wir aus der Sicht der Juden und ihrer Lakaien keine Chance mehr haben, unsere Freiheit und Selbstbestimmung zurückzugewinnen.

Und wenn keine wirksame Trendumkehr stattfindet, wird die gegenwärtige Generation von Kindern und Jugendlichen diese Situation in ihren letzten Jahren noch erleben: Wie ich bereits einmal dargelegt habe, hat meine Generation – die Babyboomer – im Durchschnitt nur etwa 1,4 Kinder pro Frau gehabt. Die Zahl der Post-Pillenknick-Generation macht daher nur ungefähr 70 % von jener der Boomergeneration aus. Die Post-Pillenknickler hatten selber nur etwa 1,4 Kinder pro Frau, was bedeutet, daß die Generation ihrer Kinder ebenfalls nur 70 % so zahlreich ist wie ihre Elterngeneration, oder etwa die Hälfte der Boomergeneration. Selbst wenn die heutigen Kinder und Jugendlichen wieder eine durchschnittliche Fruchtbarkeit in der Nähe des Erhaltungsniveaus erreichen sollten (was fraglich ist), würde ihr Volk, wenn sie alt geworden sind, auf etwa die Hälfte der heutigen Zahl geschrumpft sein. Wenn diese Länder über diesen Zeitraum hinweg mit Zudringlingen und deren hier geborenem Nachwuchs auf eine gleichbleibende Einwohnerzahl aufgefüllt werden, wird das jeweilige einheimische Volk bis dahin nicht mehr die Mehrheit im Land sein. Zudem wird es parallel dazu laufend ein gewisses Maß an Rassenvermischung geben, wodurch die Zahl der echten Weißen noch mehr verringert wird.

Es ist schon später, als ihr denkt!

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Siehe auch:

Tips und Taps, die Mulattenbären von Deep Roots

Warum Juden für „Vielfalt“ sind von Deep Roots

Stimmen unserer „Freunde“ von Deep Roots

Der irreführende Vergleich mit den „robusten Promenadenmischungen“ und den „überzüchteten Rassehunden“ von Deep Roots

Was auf dem Spiel steht von Deep Roots

Artenschutz oder Bison-Suprematismus? von Guillaume Durocher

Eine Lektion aus der Natur von Kevin Alfred Strom

Die Torheit des Parasiten in Neuauflage von Kevin Alfred Strom

Scientific American über die Realität von Rassen von Michael Polignano

Rassenvermischung: Die Moral des Todes (vermutlich) von William Pierce

Sebastian Kurz, die Soros-Connection und der Verrat der FPÖ

MORGENWACHT

George Soros und Sebastian Kurz

Von Deep RootsaliasLucifex.

Seit 18. Dezember 2017 ist Österreich mit einer neuen Bundesregierung „gesegnet“ einer ÖVP-FPÖ-Koalition unter der Leitung von Bundeskanzler Sebastian Kurz, der dadurch im Alter von 31 Jahren zum jüngsten amtierenden Regierungschef der Welt wurde.

Kurz hatte zu dieser Zeit bereits einen enorm steilen Aufstieg in der ÖVP hinter sich:

Mit 17 Jahren in die Junge Volkspartei eingetreten, wurde er fünf Jahre später mit 22 Jahren Obmann der JVP Wien. Im folgenden Jahr wurde er mit 99 % der Stimmen zum JVP-Bundesobmann gewählt, bei seiner Wiederwahl 2012 erhielt er 100 %.

Mit 23 Jahren wurde er zusätzlich Landesparteiobmannstellvertreter der ÖVP Wien.

Mit 25 Jahren wurde er im Zuge einer Kabinettsumbildung zum Integrationsstaatssekretär des Innenministeriums ernannt.

Nach der Nationalratswahl von 2013 wurde er im Alter von 27 Jahren jüngster Außenminister in der Geschichte Österreichs; seit 1. März 2014 war er Bundesminister…

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Wintersonnenwende/Thomasnacht – 21. Dezember

Aus Waltraud Ferraris Buch „Alte Bräuche neu erleben: Fest- und Alltag im Rhythmus der Jahreszeiten“, das ich in diesem Buchempfehlungsartikel vorgestellt habe.

 

Die Thomasnacht ist die längste, die wichtigste und auch gefährlichste Lösselnacht, die in einigen Regionen (vorwiegend im Salzkammergut) auch als erste Perchtennacht bezeichnet wird. In dieser Nacht wähnte man alle Pforten zur Anderswelt offen, der Moment vor der Sonnenwende war entscheidend für Wohl und Wehe, und so ranken sich zahlreiche Bräuche um Zukunftsschau, aber auch um Schutz- und Abwehrzauber. Eine heute fast vergessene Gestalt trat früher in dieser Nacht in Erscheinung, die je nach Region unterschiedliche Namen aufweist. Nach dem langen vorweihnachtlichen Fasten wurde an diesem Tag meist ein Schwein, manchmal auch ein Rind geschlachtet, um genügend Fleisch für die kommenden Festtage zur Verfügung zu haben. So gab es vielerorts den blutigen Thomerl. In einigen Gegenden hieß diese furchterregende Gestalt, die oft als Kinderschreck diente, auch Thomaszoll oder Thomashutze, eine Vogelpercht mit bedrohlich großem Schnabel. Im Bayerischen Wald nannte man diesen Unhold den Thama mit dem Hammer.*

In der Region um Lienz in Osttirol oder im oberösterreichischen Mühlviertel erscheint er hingegen als der freundliche Gabenbringer Thomasniglo, den man heute noch vereinzelt kennt.

[* Möglicherweise ein Hinweis auf eine alte Gottheit, der man sich an diesem entscheidenden Tag früher zuwandte: Thor/Donar, dem Gott von Blitz, Donner und Fruchtbarkeit, dessen Werkzeug ein Hammer war. Bei Trauungen, die einst vom Schmied vorgenommen wurden, legte man deshalb der Braut einen Hammer in den Schoß. Die moderne Blitzforschung zeigt, daß sich nach einem Blitzeinschlag das Bodenmilieu so verändert, daß das Pflanzenwachstum begünstigt wird.]

Für die Thomasnacht gab es eine ganze Reihe von Orakelbräuchen. Einer davon war das Hüadlheben. Wer eine Frage an die Zukunft hatte, mußte den Raum verlassen. Nun legte man neun Hüte auf einen Tisch, wobei nur unter acht davon ein Gegenstand versteckt wurde. Danach wurde der Betreffende wieder hereingerufen und je nachdem, was er unter dem hochgehobenen Hut fand, wies dies auf Ereignisse im nächsten Jahr hin. So bedeutete ein Ring Hochzeit, eine Puppe Kindersegen, ein Geldstück Reichtum…

Wollte ein Mädchen wissen, wie der zukünftige Bräutigam aussah, zog es am Thomastag ein Scheit aus dem Holzstoß vor dem Haus. Je nach Größe, ob gut oder krummgewachsen, würde dann auch der Mann aussehen.

Wintersonnenwende bedeutete, daß das Licht wieder zu wachsen begann. In der alteuropäischen Überlieferung hieß es, der Gedanke, den man im Moment der Sonnenwende denkt, werde mit dem Licht des kommenden Jahres wachsen und damit im eigenen Leben Wirklichkeit werden.

Bei den Römern galt der 25. Dezember als Geburtstag der unbesiegbaren Sonne sol invictus. Römische Soldaten brachten den Kult des Lichtgottes Mithras, dessen Geburtstag ebenfalls am 25. Dezember gefeiert wurde, vermutlich aus Kleinasien mit. Schließlich wurde auch die Geburt Christi für dieses Datum festgelegt, woraus sich das heutige Weihnachtsfest ergab.

Allen gemeinsam ist die Idee des wiedererstehenden Lichtes, eine Art „Lichtgeburt“, die man dahingehend deuten kann, daß eine Klärung stattgefunden hat, und der Mensch rein und frei, also wie ein neugeborenes Kind, in das kommende Jahr eintreten kann.

Erwähnenswert ist auch das Krippenspiel. Der Ursprung dieser Spiele, die das Weihnachtsgeschehen nachstellen, geht bis ins Mittelalter zurück, wo sie in Kirchen oder Klöstern aufgeführt wurden. In Schulen und Kindergärten sind sie beliebtes Element der Weihnachtsfeiern, und an einigen Orten werden heute auch wieder Krippenspiele für Erwachsene abgehalten. Unter anderem in Graden in der Weststeiermark, wo auf dem historischen Lenharthof ein sehr ursprüngliches Spiel im Freien stattfindet, das selbst bei großer Kälte und Schneefall viele begeisterte Zuschauer anzieht.

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Siehe auch:

Volkssagen aus Österreich: Rauhnächte

Volkssagen aus Österreich: Die Perchtl

Wintersonnenwende 2015: Während die Sonne stillsteht von Kevin Alfred Strom

Eine Sonnwendfeier von Kevin Alfred Strom

Imbolc: Das Fest zum Beginn der hellen Jahreshälfte von mir

Beltane / Walpurgisnacht von Deep Roots, ergänzt von mir

Leben in alten Zeiten: Der Quartierer

Ausspeisung mit der Armensuppe. Gemälde von Albert Anker (1831-1910).

Von Gertraud Steiner, aus „Servus in Stadt & Land“ 11-2017.

Er war meist zerlumpt wie ein Bettler. Aber er besaß einen Heimatschein, ein Armutszeugnis oder Dienstbotenbüchl – und damit das Anrecht auf das täglich Brot und ein Dach über dem Kopf.

Das Mittelalter hatte die Armut noch als gottgefällig angesehen. Kein Reicher sollte in den Himmel kommen, der nicht für Arme und Kranke gesorgt hatte. Spitäler, Stiftungen, Bruderhäuser und Bruderschaften wurden geschaffen, um das menschliche Leid zu lindern. Doch Kriege, Naturgewalten, Brände und Hungerjahre ließen das Heer der Besitzlosen und Elenden immer mehr anwachsen.

Mit der Regierungszeit Maria Theresias und ihres Sohnes Joseph II. nahm sich erstmals der Staat der sozialen Frage an. Man wollte die menschenunwürdige Bettelei, wie es hieß, abschaffen und sparte dafür nicht mit Gewalt und Strafen. Arbeitshäuser, Waisenhäuser und Zuchthäuser wurden zu neuen Errungenschaften.

VAGABUNDEN DROHTEN PRÜGEL

Nicht Mitgefühl und Glaube, sondern Vernunft und Sachlichkeit sollten die Armut besiegen. Das Vermögen der frommen Bruderschaften, einer Vorform der Sozialversicherung, wurde vom Staat eingezogen und an die neu gegründeten Armenfonds und Armeninstitute vergeben, die Armenväter und Armenvögte als Vorstand hatten.

In der Regel blieb diese Rolle dem Pfarrer, der nun zusammen mit der Gemeinde darauf schaute, dass vor allem Waisenkinder und arbeitsunfähige Alte ein Obdach und Verpflegung erhielten. Ein notdürftig uniformiertes Wachorgan fungierte als Armenpolizei, die Vagabunden mit Haft, Prügelstrafe und Abschiebung bedrohte.

Seit dem Heimatrechtsgesetz von 1863, das die Armenpflege zu einer Aufgabe der Gemeinden machte, wurde zäh um die Versorgung der Armen gefeilscht.

Einige Fürsorge durften sich Dienstboten erwarten, die auf dem Hof alt oder krank geworden waren. Die Altersrente für Landarbeiter hingegen wurde erst 1957 verwirklicht. Davor bewahrte sie nur die Familie oder das sogenannte „Einlagesystem“ vor der Obdachlosigkeit: Die Gemeinden wiesen den Unversorgten auf Zeit ein Quartier zu, daher der Name Quartierer oder Einleger.

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Die Adametz-Sammlung: Vom Gerümpel zum hochgeschätzten Archiv alter Landrassen

Pferdeschädel aus der Adametz-Sammlung des Wiener Naturhistorischen Museums

Wie eine Schädel- und Skelettsammlung beinahe auf dem Müll gelandet wäre, wie sie gerettet wurde und welche herausragende Rolle sie in der wissenschaftlichen Rekonstruktion der Geschichte der Nutztierfauna wie auch der Wirtschafts- und Sozialgeschichte spielt.

Von Erich Pucher, aus Heft September 2011 der ORF-Publikation UNIVERSUM. (Hier mit einem Anhang von Deep Roots.)

Die Archäologisch-Zoologische Sammlung der 1. Zoologischen Abteilung zählt zu den vergleichsweise jungen Einrichtungen des Naturhistorischen Museums Wien. Erst Anfang der 1970er-Jahre wurde sie vor allem als interdisziplinäre Forschungsstelle ins Leben gerufen, um einerseits den Wunsch der Archäologen nach wissenschaftlicher Interpretation der von ihnen oftmals zu Tausenden aus vor- und frühgeschichtlichen Siedlungen ausgegrabenen Tierknochenreste auch hierzulande abdecken zu können, andererseits, um auf diese Weise Einblicke in das Schicksal der Wild- und Haustierfauna zwischen der Eiszeit und der Gegenwart zu erhalten. Gerade diese, für den heutigen Zustand des Landes so entscheidende Zeitspanne der immer massiver werdenden Eingriffe des Menschen in die Natur war nicht nur in Österreich beinahe unerforscht. Die interdisziplinär ausgerichtete Archäozoologie sprang in diese Lücke und hat inzwischen mehrfach bewiesen, dass aus den meist arg zerstückelten Knochenresten vielfältige Aussagen, sowohl zur Geschichte der Wild- und Haustierfauna, als auch zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte gewonnen werden können. Voraussetzungen dafür sind nicht etwa eine sündteure High-Tech-Apparatur, sondern vor allem solide morphologische Kenntnisse, herausragendes Gestaltwahrnehmungsvermögen und eine möglichst umfassende Vergleichssammlung.

Leopold Adametz

Kaum hatte die neue Sammlung unter improvisierten Bedingungen in beengten Verhältnissen zu arbeiten begonnen, kam 1976 aus der Universität für Bodenkultur die Nachricht, dass das Institut für Tierproduktion dabei sei, die Adametz-Sammlung auszuscheiden, um Platz für moderne Einrichtungen zu schaffen. Es handelte sich dabei um eine rund 1.300 Schädel und einige Skelette alter Nutztierrassen umfassende Sammlung, die großteils zwischen den 1890er und 1930er-Jahren vom damaligen Inhaber der Lehrkanzel für Tierzucht, Professor Leopold Adametz, zusammengetragen worden war, um die Verwandtschafts- und Abstammungsverhältnisse der Nutztierrassen mit den damals gebräuchlichen typologisch-schädelkundlichen Methoden untersuchen zu können. Adametz nützte dabei die letzte sich bietende Gelegenheit, Belegstücke der einst so vielfältigen, seit dem 19. Jahrhundert aber rapide dahinschwindenden alten Landrassen zu erwerben.

Die Vielgestaltigkeit der Hausrinder

Adametz war seiner Zeit insofern weit voraus, als er in den mitunter über viele Jahrhunderte an lokale ökologische Bedingungen adaptierten, anspruchslosen, robusten und vitalen Landrassen ein reichhaltiges genetisches Reservoir erblickte, dessen Bedeutung von der modernen, rein ertragsorientierten Tierproduktion zunehmend unterschätzt wurde. Erst heute, da bloß einige wenige anspruchsvolle und dazu genetisch gefährlich eingeengte Hochleistungsrassen fast sämtliche Ställe besetzen, versucht man zu retten, was noch zu retten ist, und die kärglichen Reste der Landrassen als gesunde genetische Reserve zu erhalten. In der Folge entwickelte Adametz als anerkannte wissenschaftliche Autorität seiner Zeit ein Lehrgebäude zur Abstammung der Nutztierrassen, in das er auch archäologische Funde mit einbezog. Wie sein Schweizer Vorläufer Ludwig Rütimeyer und zuvor schon der Brite Richard Owen, meinte auch Adametz die Vielgestaltigkeit der Hausrinder nicht auf eine einzige Stammform zurückführen zu können, sondern hielt an der Abstammung der Kurzhornrassen von einem ausgestorbenen wilden Kurzhornrind, auch gegenüber langsam lauter werdender Kritik an dieser Auffassung, bis zu seinem Tode unerbittlich fest, denn der 1627 ausgestorbene Auerochse schien ihm nur als Ahne der großhörnigen Hausrinder in Frage zu kommen. Wenig später erwiesen sich sämtliche vermeintliche Beweise für die einstige Existenz eines wilden Kurzhornrindes im Lichte neuer Untersuchungsmethoden als unhaltbar. An Adametz blieb ungeachtet seiner vielen anderen Verdienste der Ruf haften, vor allem ein starrsinniger Verfechter der „polyphyletischen“ Abstammung des Hausrindes gewesen zu sein.

Mit der Widerlegung dieser These verlor auch die Adametz-Sammlung scheinbar an wissenschaftlichem Wert. Überhaupt wehte der Typologie gerade eine steife Brise entgegen. Man bevorzugte moderne Methoden und ließ kein gutes Haar an der altmodischen Schädel- und Rassenlehre. Die Archäozoologie konzentrierte sich nun weniger auf die Rassen- als auf die Wirtschaftsgeschichte. Selbst offenkundige Rassenunterschiede im archäologischen Fundmaterial wurden kurzerhand als extreme Varianten ein und derselben Population abgetan. Auch innerhalb der Tierzucht schien sich niemand mehr für die Rassengeschichte zu interessieren, da man sich auf die weitere Ertragssteigerung der modernen Hochleistungsrassen konzentrierte und niemand den gerade aussterbenden oder schon verschwundenen alten Landrassen mit ihren viel geringeren Erträgen eine Träne nachweinte. Der kurzsichtige Zeitgeist macht auch vor der Wissenschaft nicht halt. So war es eigentlich kein Wunder, dass der Entschluß fiel, die Adametz-Sammlung zu entsorgen. Dem damaligen Zoologiedozenten Hans Martin Steiner war es zu verdanken, dass die Sammlung doch noch vor ihrer Vernichtung gerettet wurde, indem er sie an das Naturhistorische Museum vermittelte, das sich im Wissen, dass in der ganzen Welt nur sehr wenige vergleichbare Sammlungen existieren, bereit erklärte, sie trotz akuten Platzmangels vorläufig irgendwie zu verstauen, bis man eine adäquate Lagermöglichkeit fände. Diese fand sich dann erst zwanzig Jahre später, nach dem Ausbau des Dachgeschosses.

Knöchernes Archiv der Nutztierrassen

Vergleich zwischen der aus Fragmenten zahlreicher Individuen von E. Pucher erstellten graphischen Schädelrekonstruktion einer keltischen Kuh (oben) und einer Kuh der Steirischen Bergschecken aus der Adametz-Sammlung (unten).

Erst in den 1990er-Jahren wissen neue archäozoologische Untersuchungen, statistische Analysen und schließlich auch molekulargenetische Daten darauf hin, dass doch schon zur Jungsteinzeit unterschiedlich beschaffene Landrassen existiert haben müssen. Die Geschichte der Rinderrassen begann sich damit wieder als Frage zu stellen. Gleichzeitig führten eingehende Vergleiche von Rinderknochen aus der Keltenzeit mit den in der Adametz-Sammlung enthaltenen Schädeln und auch Knochenfunden aus alpinen Schachthöhlen in der Wiener Archäozoologie zur Einsicht, dass unter allen von Adametz gesammelten Schädeln jene der Steirischen Bergschecken die beste Übereinstimmung mit diesen Funden zeigten. Wenig später stellte sich heraus, dass sogar die in den Salzminen des Halleiner Dürrnbergs erhalten gebliebenen Fellreste denselben Scheckungstyp und dieselbe Feinheit der Haare aufwiesen, wie die alten Bergschecken. Schritt für Schritt wurde immer klarer, dass diese 1986 ausgestorbene, uralte Landrasse nichts anderes darstellte, als die über zweieinhalb Jahrtausende beinahe unveränderten Nachkommen der Rinder des keltischen Königreichs Noricum. Ihre Schädel existierten nun nur noch in der Adametz-Sammlung. Doch auch für andere Funde fanden sich ausgezeichnete Parallelen in der Sammlung, so dass langsam immer mehr Licht auf die Geschichte der Rinderrassen fiel. So stützte der Vergleich der Schädelfunde großgewachsener Importrinder der Römischen Kaiserzeit mit den Schädeln der mittelitalienischen Razza Chianina der Adametz-Sammlung die von vielen Autoren seit langem gehegte Meinung, dass die weißen Chiana-Rinder als neuzeitliche Nachkommen der Römerrinder anzusehen seien.

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„Die Meinungsmutigen“ wollen ein Ende der Anonymität im Internet

Von links nach rechts: PR-„Experte“ Wolfgang Rosam, Kanzleramtsminister Ostermayer (SPÖ), Claus Pándi, „Kronen-Zeitung“

Von Deep Roots, ursprünglich erschienen am 16. Mai 2014 auf „As der Schwerter“.

In der Kronen-Zeitung von heute, 16. Mai 2014, gab es einen Artikel, der mir gleich den Tag versaut hat und den ich nachfolgend wiedergebe:

Neue Initiative für Klarnamen bei Postings in den Medien

Schluss mit Netz-Anonymität

Wien.- Ein Ende der anonymen Postings in Webforen will jetzt die Initiative „Die Meinungsmutigen“ erreichen. Damit sollen die massiv zunehmenden Beleidigungen im Netz („Shitstorm“) gestoppt werden.

Wolfgang Rosam, PR-Experte und Begründer der Initiative, erhält breite Unterstützung aus den Medien, der Wirtschaft und der Politik. Kanzleramtsminister Josef Ostermayer erklärte gestern, dass er diese Aktion begrüßt: In einer Gesellschaft der Meinungsfreiheit sollten alle zu ihrer Meinung stehen.“ Für Rosam, der sich eine neue Posting-Kultur wünscht, ist es „nicht länger hinnehmbar, dass unter dem Deckmantel der Anonymität ungebremst Unterstellungen und persönliche Angriffe im Netz platziert werden.“

Hat man da noch Worte? „In einer Gesellschaft der MEINUNGSFREIHEIT“??? Auch Claus Pándi, der jüdische Innenpolitik-Chef der „Krone“, findet diese Initiative unterstützenswert und hat gleich daneben in seiner Kolumne „Thema des Tages“ dies geschrieben:

Hetze im Netz

Bei allen unbestreitbaren Vorteilen, die das Internet bietet, hat das Netz auch Gefahren. Die reichen von der Cyberkriminalität bis zu den eigenen Spuren, die unbedacht hinterlassen werden.

Dagegen kann man sich aber teilweise schützen. Durch spezielle Programme, aber auch durch Achtsamkeit, was einer selbst im World Wide Web so treibt.

Nicht schützen kann man sich allerdings gegen bösartige Denunzianten, Verleumder und Psychopathen, die inkognito durch die diversen Webforen trollen. Damit können Existenzen zerstört, Unternehmen beschädigt, einzelne Personen psychisch verletzt werden.

Diesem Unwesen, das seit einigen Jahren immer übler wird, tritt nun der PR-Experte Wolfgang Rosam entgegen. Mit seiner privaten Initiative gegen anonyme Postings soll erreicht werden, dass Meinungen in den Webforen der Medien künftig nur noch unter eigenem Namen möglich sein sollen – beziehungsweise, dass zumindest den Redaktionen die Identität der Diskussionsteilnehmer bekannt ist.

Bei aller Konkurrenz zwischen den Mitbewerbern auf dem Medienmarkt besteht bis auf ganz wenige Ausnahmen (etwa eines sogenannten Qualitätsblatts) völlige Einigkeit, dass mit der Anonymität im Netz Schluss sein muss. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Meinungsfreiheit und eine funktionierende Demokratie im Zeitalter des Internet.

Für die „Krone“ als größte Tageszeitung des Landes ist es selbstverständlich, diese Initiative zu unterstützen.

Eine heute durchgeführte Google-Suche mit dem Suchbegriff „Initiative Die Meinungsmutigen“ hat eine ganze Seite voll mit Artikeln von gestern und heute erbracht, von verschiedenen Nachrichtenportalen, beispielhaft dafür Wolfgang Rosam wünscht sich Klarnamenspflicht für Postings aus „Der Standard“ und Shitstorms in anonymen Postings müssen ein Ende haben aus nachrichten.at.

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Van der Bellen NOT MY PRESIDENT

Hier sind die Mehrheitsverteilungen der drei Durchgänge zur österreichischen Bundespräsidentenwahl 2016, zunächst für den ersten Wahldurchgang vom 24. April, mit allen Kandidaten, dargestellt nach Gemeinden:

Hier haben wir die Situation für die erste Stichwahl vom 22. Mai, zuerst wieder nach Gemeinden:

…und hier nach Bezirken:

…und hier für die Wiederholung der Stichwahl am 4. Dezember, wieder nach Gemeinden:

Andreas Khol (ÖVP) zur Muslimischen Jugend: „Sie und Ihre Kinder sind die Zukunft Österreichs!“

Andreas Khol (ÖVP) im Wiener Austria Center im September 2006 in seiner Rede vor der „Muslimischen Jugend Österreichs“ anläßlich deren 10jährigen Bestehens:

ab 1:27 min:

„Wie ich hierhergekommen bin, habe ich die vielen Kinderwägen von Ihnen vorne stehen gesehen. Und ich schaue hier hinein und sehe so viele junge Menschen, und ich weiß: mit uns gemeinsam geht die neue Zeit, wir gemeinsam sind die Zukunft Österreichs, Sie und Ihre Kinder!

Das Weiße Pferd: So reich ist Österreichs Kirche

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Anmerkung von Deep Roots: Auf diesen interessanten Artikel vom November 1998 bin ich auf der Seite der Zeitung „Das Weiße Pferd“ gestoßen; hier ist zwar noch von Schilling und D-Mark die Rede (und Bischof Kurt Krenn war damals auch noch im Amt), jedoch gibt es am Ende des Artikels einen Link zu Artikeln mit aktuelleren Zahlen:

So reich ist Österreichs Kirche

Links zu aktuellen Zahlen [2012] siehe hier

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Noch hält das Geld die Kirche zusammen…

„Man spricht nicht über Geld – man hat es. An diese kirchliche Devise hielt sich das österreichische Wirtschaftsmagazin Trend nicht, als es den Reichtum der Kirche zum Themenschwerpunkt seiner Aprilausgabe machte.

Wer wusste zum Beispiel, dass die Kirche im glücklichen Österreich Ländereien mit einer Gesamtfläche von mehr als 250.000 Hektar besitzt? Das sind immerhin drei Prozent der Gesamtfläche Österreichs oder anders ausgedrückt eine Fläche so groß wie ganz Vorarlberg und zweimal die Stadt Wien. „Insgesamt erwirtschaftet der Konzern „Katholische Kirche“ Österreich einen Umsatz von geschätzten 20 Milliarden Schilling“, schreibt Trend. Das sind immerhin 0,8 % des gesamten Bruttoinlandsprodukts von 1996 oder mehr als die gesamte Ausfuhr Österreichs nach Asien, Lateinamerika und Australien.

Zwar gibt es in Österreich keine vom Staat eingezogene Kirchensteuer, doch die Finanzämter liefern der Kirche die Daten, aufgrund derer diese dann die Pflichtbeiträge der Gläubigen eintreiben kann: 4,2 Milliarden Schilling im Jahr (600 Millionen DM). Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in Österreich ein Konkordat, einen Vertrag zwischen dem Vatikan und dem Staat. Aus diesem Vertrag folgt die Verpflichtung des Staates, der Kirche jährlich 500 Millionen Schilling zu zahlen – als „Wiedergutmachung“ für während der NS-Zeit eingezogenes Kirchengut. (Von Wiedergutmachung für die Opfer des Jahrhunderte langen Zehnt-Eintreibens durch die Klöster und der fast sprichwörtlichen kirchlichen Erbschleicherei redet allerdings niemand, auch nicht von den „Hexen“, deren Vermögen vor der Hinrichtung konfisziert wurde.) Rechnet man die 3,5 Milliarden Schilling hinzu, die der Staat außerdem jährlich für die Gehälter der Lehrkräfte an kirchlichen Schulen bezahlt, so kommt man, wie in Deutschland, zu dem Ergebnis: Der Staat bezahlt den Kirchen in etwa noch einmal soviel an Subventionen aus allgemeinen Steuermitteln, wie diese an Pflichtbeiträgen einnehmen.

Die älteste Wiener Privatbank, Schelhammer & Schattera, ist vollständig in kirchlichem Besitz. Sie verfügt über Kundendepots von 9,6 Milliarden Schilling, die sie bevorzugt im Wertpapierbereich anzulegen pflegt. Indirekt ist das Bankhaus auch an den österreichischen Casinos mitbeteiligt.

In Wien gehört die katholische Kirche zu den größten Hausbesitzern

In Wien gehört die katholische Kirche zu den größten Hausbesitzern. Der Erbabtei St. Peter gehört die halbe Altstadt von Salzburg. Das Kloster Admont, mit 26.000 Hektar der größte Waldbesitzer unter den Stiften, ist auch an Bergbahnen und Skiliften beteiligt.

Auch im Medienbereich verfügt die Kirche über beachtliche finanzielle Macht. Die Diözese St. Pölten mit dem umstrittenen Bischof Krenn an der Spitze ist mit 80 % am Niederösterreichischen Pressehaus beteiligt, das unter anderem die Niederösterreichischen Nachrichten herausgibt. Die Diözese Graz-Seckau besitzt die (gar nicht so kleine) Kleine Zeitung und entscheidende Anteile an der Wiener Tageszeitung Die Presse.

Aktuell:

Lesen Sie auch:

Österreich – Konkordat in Frage gestellt in Nr. 5/1999

Freie Christen Nr. 3 – Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld

● Der Papstbesuch im Jahr 2007 in Österreich: http://www.papst-besuch.net/

● Kirchenkritische Bücher im Verlag Das Wort:     http://www.das-wort.com/deutsch/kirchenkritisches/index.php

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Siehe auch:

Europa und der Islam vom ehemaligen Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari

Der Votivkirchenschwindel: Kirche, Caritas und Diakonie packeln mit der Asylmafia von Deep Roots

„Way of hope“: die interkulturellen christlichen Bereicherungsförderer von Deep Roots

Über Europa und „den Glauben“ von Andrew Joyce

Zum Lob des Calexit

calexit21

Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original In Praise of Calexit erschien am 19. November 2016 auf Counter-Currents Publishing. (Anm. d. Ü.: „rot“ und „blau“ als politische Farben im amerikanischen Zusammenhang stehen für die „roten“ Republikaner und die „blauen“ Demokraten.)

„Die letzten Massenprozesse waren ein großartiger Erfolg. Es wird weniger, aber bessere Russen geben.“ – Ninotschka

Wenn ein „roter“ Bundesstaat wie Montana oder Idaho nach Barack Obamas Wahl eine Sezession vorgeschlagen hätte, dann hätten Linke nach einem Atomkrieg geschrien, weil kein weißer cis-het-Abschaum aus ihrem Utopia aussteigen dürfen sollte. Wenn Linke Macht haben, wollen sie sie benutzen, und eure Einwilligung ist nicht erforderlich.

Wenn Linke jedoch das Gefühl haben, entmachtet zu sein, dann wird eine Sezession plötzlich zu einer Option. Das erste Rumoren wegen einer Sezession „blauer“ Staaten kam, nachdem George W. Bush John Kerry im Jahr 2004 besiegte. Nun wird die Idee wieder für Kalifornien („Calexit“) und sogar für die gesamte Westküste lanciert. Es ist tatsächlich eine der vernünftigeren Äußerungen aus dem brabbelnden Nervenzusammenbruch der Linken nach Trumps Sieg, und weiße Nationalisten sollten das ernst nehmen.

Das Ziel des weißen Nationalismus ist die Schaffung souveräner Heimatländer für alle weißen Volksgruppen. (Und in dem Prozeß auch souveräner Heimatländer für nichtweiße Gruppen, von denen wir uns trennen möchten.) Es gibt zwei Wege, um von multikulturellen zu homogenen Gesellschaften überzugehen: Grenzen verschieben und Menschen verschieben. Menschen zu verschieben hält Grenzen konstant und siedelt fremde Gruppen um. Grenzen zu verschieben hält die ethnischen Siedlungsmuster konstant und paßt die politischen Einheiten an sie an. Es gibt zwei Grundmethoden zur Verschiebung von Grenzen und Völkern: das tschechoslowakische Modell und das jugoslawische Modell, d. h. geordnet und friedlich oder gewalttätig und chaotisch. Die Endergebnisse sind für gewöhnlich dieselben, aber der Weg der Gewalt ist viel kostspieliger.

Naheliegenderweise gibt es eine starke Voreingenommenheit zugunsten des Behaltens von Territorium, aber ethnische Homogenität und sozialer Frieden sind höhere Werte, für die Ethnonationalisten bereit sind, Grundstücke zu opfern. Was uns zur Kalifornienfrage bringt.

Ich hasse es, das zu sagen, denn es ist einer unserer schönsten Bundesstaaten, aber kulturell und politisch wäre der Rest der Nation viel besser dran, wenn Kalifornien einfach in den Pazifik fiele. Ein Calexit wäre das Nächstbeste. Falls Kalifornien sich abspalten würde:

  • würde die Demokratische Partei ihren festen Griff auf 55 Wahlmännerstimmen verlieren, mehr als 20 % der 270, die sie brauchen, um die Präsidentschaft zu gewinnen.
  • würden wir um 40 Millionen Staatsbürger plus unzählige Millionen von Illegalen verlieren. Ein Drittel der Bürger Kaliforniens sind als weiß eingestuft, obwohl das große Zahlen von Juden (mehr als eine Million, etwa einer von sechs amerikanischen Juden, einschließlich großer Zahlen, die in den Unterhaltungsmedien konzentriert sind) und anderen nichteuropäischen Kaukasiern einschließt. Buchstäblich alle Illegalen sind natürlich nichtweiß. Ein Calexit bedeutet, daß unsere nichtweiße Bevölkerung um etwa 28 oder 29 Millionen verringert würde, nicht gezählt die Illegalen (mehr als ein Viertel unserer nichtweißen Einwohner), wohingegen unsere weiße Bevölkerung nur um etwa 11 oder 12 Millionen verringert würde (etwa ein Zwanzigstel der allgemeinen weißen Bevölkerung). Viele jener Weißen sind außerdem hoffnungslose Linke.
  • Ein unabhängiges Kalifornien könnte ein Magnet für Nichtweiße und weiße Linke aus dem Rest Amerikas werden, eine Art von Abszess, der die Gifte aus unserem Staatswesen abfließen läßt. Sie würden wegen der Vielfalt, der Dekadenz und der Gratisleistungen dorthin schwärmen, und wenn Kalifornien sich in Mexico Norte verwandelt, würden wir einfach Trumps Große Mauer verlängern, um sie am Zurückkommen zu hindern.
  • Der laufende Exodus vernünftiger Weißer aus Kalifornien würde sich nur beschleunigen, was den Rest Amerikas politisch und demographisch verbessern würde.

Kurzum, nach einem Calexit gäbe es weniger, aber bessere Amerikaner.

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