US-Dokumente enthüllen: „Atoms for Peace“ – eine Waffe im Kalten Krieg

Die Explosion der amerikanischen Wasserstoffbombe auf dem Bikini-Atoll im März 1953 war Teil der atomaren Aufrüstungstests. Um die kritische Weltmeinung über solche Tests zu kompensieren, startete Präsident Eisenhower das Propagandaprogramm „friedliche Atomkraft“.

Von Michael Eckert, aus „bild der wissenschaft“ Mai 1987

Das US-Programm „Atome für den Frieden“ aus den fünfziger Jahren erweist sich als eine strategische Variante des kalten Krieges: Nach Ablauf der Sperrfrist von 30 Jahren gab das US-Außenministerium jetzt Akten für die Historiker frei, die ein neues Licht auf die amerikanische Atom-Politik fallen lassen. Die vorerst einsehbaren 800 Seiten Akten sind lediglich eine Auswahl; sie widerlegen jedoch die Ansicht von den allein friedlichen Absichten der US-Amerikaner.

Im Jahre 1955 schien die Welt der Kernenergie noch in Ordnung. Damals wurde mit dem amerikanischen Programm „Atoms for Peace“ (Atome für den Frieden) die internationale zivile Nutzung der Kernenergie vorangetrieben; mit amerikanischen Forschungsreaktoren hielt in der Bundesrepublik Deutschland wie in vielen anderen Ländern die Nukleartechnologie ihren Einzug.

Nukleare Habenichtse wie Bonn gelangten mit bilateralen Atomabkommen an Brennelemente und kerntechnisches Know-how aus den USA. Die Atompolitik des amerikanischen Präsidenten Dwight Eisenhower übte entscheidende Einflüsse auf die nationalen Atomprogramme in Europa aus. 1957 schlossen sich sechs europäische Staaten – darunter auch die Bundesrepublik Deutschland – zusammen, um in der europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) die zivile Nutzung der Kernenergie voranzutreiben.

Über Lizenzverträge mit US-Firmen wurden deutsche Reaktorhersteller in die Lage versetzt, am nuklearen Boom teilzuhaben. Aus einer Vielzahl von Reaktorkonzepten überlebte schließlich als erfolgreichster Reaktortyp jener Leichtwasser-Reaktor, der in den USA Mitte der fünfziger Jahre mit der Atoms-for-Peace-Kampagne propagiert worden war.

Das Atom-U-Boot Nautilus lief am 21. Januar 1954 als erstes Schiff mit Atomantrieb vom Stapel. Wegen der kompakteren Bauweise benutzte man einen Leichtwasserreaktor. Dieser Typ wurde aus militärischen Gründen gefördert und ist heute bei den zivilen Kernreaktoren weltweit verbreitet.

Noch viel weniger als die Folgen der Atoms-for-Peace-Politik wurden bislang ihre Ursachen und Motive untersucht.

War dieses Programm Bestandteil einer vorausschauenden Energiepolitik, motiviert durch Prognosen, die angesichts knapper und damit teurer werdender klassischer Energieträger der Kernenergie eine baldige Wirtschaftlichkeit bescheinigten?

Oder war „Atomkraft für den Frieden“ Ausdruck jener Atom-Euphorie Mitte der fünfziger Jahre, als – nach dem Bombenabwurf über Hiroshima – die Möglichkeit, die Kernkraft friedlich zu nutzen, einen besonderen Reiz ausübte?

Eine andere Möglichkeit wäre, daß die Betonung auf dem Wort „Frieden“ lag und die Atoms-for-Peace-Rede Eisenhowers als nukleare Abrüstungsinitiative gewertet werden kann. Anzunehmen wäre dies nach dem Wortlaut der Rede und nach den Äußerungen, die vor kurzem nochmals verschiedene Festredner zur 30-Jahr-Feier des Programms machten.

Aus einer Analyse des Atoms-for-Peace-Projekts wird jedoch deutlich, daß weder energiepolitische Motive, oder ein „Hiroshima-Komplex“, noch ein ernsthaftes Abrüstungsbedürfnis eine wesentliche Rolle spielten. Der Initiative Atoms-for-Peace ging es nicht vorrangig um eine friedliche Kernenergienutzung.

Das Programm war eine Waffe im kalten Krieg.

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Warum Musik? Ein Blick auf Kunst und Propaganda

Anne Vallayer-Coster, „Attributes of Music“, 1770

Anne Vallayer-Coster, „Attributes of Music“, 1770

Von Elizabeth Whitcombe, übersetzt von Deep Roots. Das Why Music? A Look at Art & Propaganda erschien im November 2009 in Ab Aeterno bzw. am 14. November 2013 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Musik kann unsere Emotionen und die Qualität unserer Urteile beeinflussen.

Unsere Emotionen spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie wir Überlegungen anstellen. Wenn wir emotional aus dem Gleichgewicht sind, werden wir nicht so effektiv überlegen können. Musik ist die Kunstform, die am meisten dazu in der Lage ist, uns vom kritischen Denken abzubringen.

Unsere Gehirne haben eine plastische Eigenschaft – die Schaltkreise, die wir mehr benutzen, werden stärker, jene, die wir weniger benutzen, verkümmern. Die Eigenschaften der Musik, die man hört, und die Art, wie man sie hört, beeinflussen die Fähigkeit zum Treffen von Entscheidungen.

Wegen dieser Eigenschaften ist die Musik immer ein attraktives Propagandamittel gewesen. Die Überzeugungskraft der Musik steht im Zentrum von Platos Argument für die Zensierung der Künste.[1]

Was gibt also der Musik ihre Macht? Die Natur hat uns dafür geschaffen, nach Schönheit zu suchen, und die Musik nützt unsere Hilfsmittel, mit denen wir sie finden.

Musik und das sich entwickelnde Gehirn

Musik besteht aus geordneten Tönen. Unsere Ohren fangen Vibrationen in der Umwelt um uns auf. Die Vibrationen werden im Innenohr in elektrische Impulse umgewandelt und in den Informationsverarbeitungskanal unseres Gehirns geschickt.

Millionen elektrischer Pulse werden jede Sekunde ins Zentralnervensystem geleitet. Eine Ballung von Nervenzellen, die retikuläres Aktivierungssystem (RAS) genannt wird, muß auswählen, welche Pulse interessant genug für den Geist sind, um auf sie zu achten.

Das RAS wird insbesondere von geordneten akustischen Takten und Rhythmus angezogen. Ein regelmäßiger Rhythmus kann die Aufmerksamkeit des Gehirns so sehr absorbieren, daß andere automatische Systeme von dem Takt mitgerissen werden – zum Beispiel unbewußtes Fußklopfen, Auf- und Abbewegen des Kopfes und dergleichen.

Musik ist ein Weg, um Gruppenaufmerksamkeit zu fokussieren: von Gottesdiensten über militärische Märsche bis zu Trommelkreisen. Ein starker Takt scheint Menschen zu Anstrengungen zu treiben, die ansonsten extrem schwierig wären. In seinem Buch The Influence of Music on Behaviour von 1927 merkt Charles Diserens an, wie Musikhörer in manchen Fällen dabei so in Anspruch genommen werden, daß sie in einen tranceartigen Zustand eintreten.[2] Ein modernes Beispiel wäre die Energie einer Menschenmenge bei einem Konzert. Musik hat ein riesiges Potential zur Schaffung einer Menschenmasse.

Pawlow’scher Ton

Matthias Grünewald, „Engelskonzert“ (Detail), 1515

Matthias Grünewald, „Engelskonzert“ (Detail), 1515

Musik kann uns mit einem angenehmen Erlebnis „belohnen“ oder mit Streß „bestrafen“. Das tut sie, indem sie das Gehirn zur Freisetzung von Chemikalien anregt und unsere Heuristiken manipuliert.

Heuristiken sind einfache Regeln, die unser Gehirn benutzt, um Informationen effizienter zu verarbeiten. Sie sind „Daumenregeln“, die uns dabei helfen, Entscheidungen zu treffen, Urteile zu fällen und Probleme zu lösen.

Das Gehirn hat sich dazu entwickelt, Dinge anzunehmen, die uns zu überleben helfen. Heuristiken helfen dabei. Wir bekommen ein „Hochgefühl“, wenn wir richtig raten, und empfinden Streß, wenn wir falsch raten – insbesondere wenn wir wiederholt falsch raten. Musik spielt auf einer sehr tiefen Ebene mit diesem Wunsch, „richtig zu raten“. Dies ist die Schönheit von Harmonie und Melodie.

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50 Jahre „Star Trek“: Eine Artikelübersicht zum Thema

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Von Lucifex (Originalartikel hier)

Heute vor 50 Jahren, am 8. September 1966, lief in den Vereinigten Staaten die allererste Serienepisode von Star Trek, „The Man Trap“ (deutsch: „Das Letzte seiner Art“) im amerikanischen Fernsehen, nachdem es zuvor zwei Pilotfilme gegeben hatte: „The Cage“ und „Where No Man Has Gone before“.

Aus diesem Anlass bringe ich heute eine Übersicht über verschiedene Artikel über „Star Trek“ oder Teilaspekte davon, samt den Links zu den vollständigen Artikeln:

Star Dreck VIIIa – Star Trek: Die Originalserie

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Von Deep Roots

Nun liegt er endlich vor – der Teil unserer Reihe „Star Dreck“, mit dessen Grundidee das Ganze überhaupt angefangen hat und von dem sich der Name der Artikelfolge ableitete (und es ist wegen des Umfangs ein Vierteiler geworden). Als ich mir ca. 2009 bis Anfang 2010 wieder einmal die Serie „Babylon 5“ angesehen hatte, sind mir darin mit meinem schon etwas geschärften nationalen Bewußtsein bereits die darin enthaltenen JNWO-Propagandaelemente aufgefallen, die ich früher noch nicht bemerkt hatte. Daraufhin habe ich mir die komplette Star-Trek-Serie „Deep Space Nine“, die mir von den modernen Serien des Trekiversums am besten gefallen hatte, noch einmal mit dem Vorsatz durchgeschaut, dabei von Anfang an bewußt auf solche Propaganda zu achten und Beobachtungen mitzunotieren. Daraus entstand zunächst die Idee, einen Artikel mit dem Titel „Star Dreck“ zu schreiben, in dem der multikulturalistische, antirassistische, antinationale, feministische und weißenfeindliche Propagandadreck, der uns in den Serien des Star-Trek-Franchise sowie in anderen Serien und Filmen mittels Stars als „Impfköder“ verabreicht wird, behandelt werden sollte. In einem Austausch darüber kamen Kairos und ich zu dem Schluß, daß es aufgrund des stofflichen Umfangs besser wäre, eine in loser Folge erscheinende Artikelreihe mit diesem Sammeltitel zu machen, deren Beiträge einzelnen Serien, Filmen oder Unterthemen gewidmet sein sollten.

Nach der „Deep Space Nine“-Retrospektive nahm ich mir in gleicher Weise die Originalserie „Raumschiff Enterprise“ vor, die in meiner Jugendzeit eine meiner vorrangigsten Kultserien gewesen war. Daß sie mich damals so beeindruckt hatte, lag unter anderem auch daran, daß sie zu jener Zeit noch beinahe zeitgenössisch war und neben Gerry Andersons später entstandener Serie UFO von der Machart her den Maßstab in Sachen Science-Fiction-Serien darstellte. Etwas in dieser Dimension Angelegtes gab es damals und noch eine ganze Weile danach nicht.

Vor dem Wiederansehen hatte ich noch erwartet, daß „Raumschiff Enterprise“ propagandistisch bloß ein milder Vorläufer späterer Serien wie „Die nächste Generation“ und „Deep Space Nine“ gewesen sei, aber mit meiner inzwischen erlangten „Hexensicht“ bezüglich der NWO-Agenda stellte ich schnell fest, daß auch hier bereits ordentlich Propaganda verabreicht worden war, wenn auch dem angepaßt, was man damals dem Publikum zumuten konnte. Wenn man bedenkt, daß die drei Staffeln des ursprünglichen „Star Trek“ in den Jahren 1966 bis 1969 veröffentlicht wurden – also großteils noch in der Prä-68er-Ära -, dann erkennt man, wie revolutionär diese Serie zu ihrer Zeit war.

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Star Dreck VIIIb – Star Trek: Die nächste Generation

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Von Deep Roots

Nach dem ersten Teil dieses Vierteilers, Star Dreck VIIIa – Star Trek: Die Originalserie, folgt hier der zweite, der sich hauptsächlich mit der 1987 gestarteten ersten Nachfolgeserie „Star Trek: The Next Generation“ befaßt, deren deutsche Fassung unter dem Titel „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ lief. TNG kann ich nicht so ausführlich behandeln wie ST-TOS und DS9, weil ich seinerzeit zwar die meisten Episoden gesehen habe, jedoch die Serie nicht auf DVD besitze, sodaß ich keine Retrospektive durchführen konnte.

Ein alle Serien übergreifender Punkt ist, daß es bei den Kommandanten eine Entwicklung von dem, was das zunächst nur amerikanische Publikum Mitte der 1960er erwartet hatte, hin zu immer mehr Diversity gegeben hat: Stand die alte Enterprise mit James T. Kirk noch unter dem Befehl eines scheinbar weißen Amerikaners, so war es bei der neuen ein Franzose, Jean-Luc Picard. Die Raumstation Deep Space Nine wurde bereits vom Afroamerikaner Benjamin Sisko kommandiert, und die Kommandantin der USS Voyager war eine (immer noch weiße) Frau, Captain Kathryn Janeway.

Was in den Nachfolgeserien schon ab „Das nächste Jahrhundert“ auffällt, ist die gegenüber der Originalserie deutlich höhere Wertigkeit der Machart, die durch das dank der inzwischen großen Popularität des Trek-Franchise viel höhere Budget möglich wurde. Bei ST-TOS standen pro Episode nur 500 Dollar für Set-Dekorationen zur Verfügung, wofür man laut Set-Dekorateur John Dwyer nur zwei Stühle herrichten oder drei Handrequisiten bauen konnte, was zu den bekannten Styroporfelsen und den Höhlengängen führte, die nach genau den zerknitterten Alufolien aussahen, aus denen sie auch gemacht waren. Dagegen konnte die Ausstattung für die neuen Serien viel aufwendiger und besser gemacht werden, einschließlich der Raumschiffmodelle, auf die man bei Paramount noch bis mindestens „Deep Space Nine“ anstelle von CGI-Raumschiffen setzte, und die Weltraumszenen konnte man mit neuester computergesteuerter Kameratechnik filmen und mit CGI-Effekten aufbessern. Auch die Masken der außerirdischen Wesen gingen nun meist weit über bloße Schminkeffekte und seltsame Frisuren hinaus. Die Klingonen und Romulaner hatten ein neues Erscheinungsbild, das zwar einen Kontinuitätsbruch gegenüber der Originalserie mit sich brachte, den der Klingone Worf in der DS9-Folge „Immer die Last mit den Tribbles“ mit der knappen Aussage „Wir reden nicht gern drüber“ kommentierte, sie aber viel mehr nach wirklichen Fremdwesen aussehen ließ. Und das im Vergleich zu früher deutlich höhere schauspielerische Niveau wird ebenfalls von dem weggefallenen Sparzwang profitiert haben, weil man jede einzelne Einstellung gründlicher vorbereiten und öfter drehen konnte, bis sie paßte. Zuletzt meine ich auch, daß es in TNG und DS9 kaum so albern-käsige Füllfolgen wie in der alten Serie gab (z. B. „Das Spukschloß im Weltraum“ oder „Landurlaub“, wobei letzteres wenigstens hübsche Frauen bot).

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„Django Unchained“: Ein weiterer jüdischer feuchter Traum

„Leben, Freiheit und das Streben nach Rache“

„Leben, Freiheit und das Streben nach Rache“

Von Trevor Lynch (alias Greg Johnson), übersetzt von Deep Roots. Das Original Django Unchained: Another Jewish Wet Dream erschien am 29. Januar 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

Quentin Tarantinos letzter Film, Inglourious Basterds (2007), erzählt die Geschichte einer Gruppe amerikanischer Juden, die sich mit einem Nichtweißen zusammentun (einem indianisch-weißen Mischling aus Tennessee mit einem italienischen Namen wie Tarantino selbst), um während des Zweiten Weltkriegs böse weiße Männer und Frauen (Nazis) zu foltern, zu verstümmeln und abzuschlachten. „Terds“, wie er kurz heißt, ist eine ausgefeilte Fantasie über jüdischen Sadismus und Rache. Tarantinos Produzent, Lawrence Bender, sagte ihm: „Als dein Produktionspartner danke ich dir, und als Mitglied des jüdischen Stammes danke ich dir, motherfucker, denn dieser Film ist ein verdammter jüdischer feuchter Traum (a fucking Jewish wet dream).“

Reizende Leute.

Tarantinos neuester Film Django Unchained (2012) erzählt die Geschichte eines ehemaligen schwarzen Sklaven, Django (Jamie Foxx), der von einem umherziehenden deutschen Zahnarzt, Dr. Schultz (Christoph Waltz) zum Kopfgeldjäger ausgebildet wird. Django und Schultz versuchen dann, Djangos Ehefrau Broomhilda (sic) ausfindig zu machen und zu kaufen. Sobald Broomhilda entdeckt ist, geht Django dazu über, zahllose böse Weiße zu massakrieren: Sklavenhalter, deren Schwestern, zahnlose inzuchtgezeugte Redneck-Idioten, Sklavenhändler und die Pferde, auf denen sie herbeiritten – anscheinend mit Explosivgeschossen, angesichts der Geysire von Blut, der abgetrennten Gliedmaßen und fliegenden Innereien, die abgesehen davon, daß sie Übelkeit und nervöses Lachen hervorrufen, dem Film ein ermüdendes, absurdes Gefühl verleihen.

Die Sklaverei war eine böse Institution, die schwarzen Sklaven und freien Weißen gleichermaßen von Amerikas kleiner, soziopathischer Kapitalistenklasse angetan wurde, zu denen solche verehrten „Gründerväter“ wie Washington und Jefferson gehörten, die zur Förderung der wirtschaftlichen Interessen ihrer Klasse eine Menge hochgestochenes Geschwätz über Rechte, Freiheit und Gleichheit benutzten, um den Pöbel dazu zu bringen, in einem Sezessionskrieg gegen England zu kämpfen und zu sterben.

Als Amerika gegründet wurde, war es ein rassisch und kulturell überwiegend homogenes Land, aber es war nie wirklich eine organische Gemeinschaft, in der soziale Ungleichheiten sich dadurch rechtfertigen mußten, dem Gemeinwohl zu dienen. Stattdessen war es eine liberale Gesellschaft, in der Individuen, die „Rechte“ besaßen, welche Erwägungen des Gemeinwohls übertrumpfen, sich durch Mittel zu bereichern suchten, die eine anständige Gesellschaft nicht erlaubt hätte, einschließlich der Sklaverei.

Idealerweise wäre Amerika eine klassische republikanische Gemeinschaft mit einer breiten Mittelklasse selbständiger Bauern, Gewerbetreibender, Handwerker und Kaufleute gewesen. Um den Verlust an Freiheit zu verhindern, der kommt, wenn wenige reiche Männer schließlich Massen armer Männer beschäftigen, wären unternehmerische Individuen in Schach gehalten worden, sodaß es wenige Arbeitgeber und wenige Arbeitnehmer gegeben hätte. Kurz gesagt, wären Kapitalismus und Ungleichheit dem Gemeinwohl untergeordnet worden.

Die zweitbeste Option wäre die Regulierung des Kapitalismus durch eine starke politische Allianz unabhängiger Kleinbauern und gewerkschaftlich organisierter Arbeitnehmer gewesen, mit dem Ziel, eine echt organische Republik zu schaffen. (Die Arbeiterbewegung ist meiner Meinung nach das eine wahrhaft heroische Kapitel der amerikanischen Geschichte.) Unter solch einem System wäre die Sklaverei friedlich und unblutig mittels Entschädigungen abgeschafft worden, wie es buchstäblich überall sonst der Fall war, und alle Schwarzen wären nach Afrika repatriiert worden, um die rassische und kulturelle Homogenität zu verbessern, welche die größten Segnungen und Stärken jeder Gesellschaft sind. Große Plantagen wären in kleine, unabhängige Farmen aufgeteilt worden. Die Leute aus den großen Häusern hätten gelernt, ihre eigene verdammte Baumwolle zu pflücken.

Es wäre wunderbar, einen Film zu haben, der die wahren Übel der Sklaverei und allgemeiner des Kapitalismus aus einer arbeiterfreundlichen, kleinbauernfreundlichen Perspektive dramatisiert,. Aber Django Unchained ist nicht dieser Film. Die Wahrheit über die Sklaverei war schlimm genug. Man braucht nicht zu übertreiben oder Lügen darüber zu erzählen. Aber dieser Film ist voller lächerlicher Lügen.

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Rote Leitwerke und Lügengeschichten

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Von Paul Kersey, übersetzt von Deep Roots. Das Original Red Tails and Tall Tales erschien am 20. Januar 2012 in Taki’s Magazine.

Es würde einem schwerfallen, eine Stadt in Amerika ohne Holocaust-Gedenkstätte zu nennen, obwohl es schwer zu verstehen ist, warum diese gänzlich europäische Tragödie in den Vereinigten Staaten ständig erwähnt werden muß.

Es würde einem gleichermaßen schwerfallen, eine Stadt in Amerika zu nennen, in der es keine Straße, keinen Flughafen oder keine Air Force-Basis gibt, die nach den Tuskegee Airmen benannt sind, oder eine militärische Einrichtung ohne eine riesige Ausstellung zu Ehren der Red Tails.

Im National Air and Space Museum außerhalb von Washington, DC überschattet die Spirit of Tuskegee – jenes heiligste aller Flugzeuge – die anderen Ausstellungsstücke, nicht weil es das Flugzeug wäre, das die Schallmauer durchbrach, sondern weil es das Fahrzeug war, das die Schwarzen durch die unendlich wichtigere Hautfarbenbarriere trieb.

Schulkinder in ganz Amerika sehen sich HBO’s Film „The Tuskegee Airmen“ von 1995 als Quellenmaterial für jene mutige Geschichte von Schwarzen an, die bewiesen, daß sie Flugzeuge genauso gut fliegen konnten wie Whitey. (Was soll’s, daß weniger als zwei Prozent der Piloten im heutigen US-Militär schwarz sind und daß große Verkehrsfluglinien ähnlich niedrige Quoten schwarzer Piloten aufweisen).

Zählt es, daß der Film von 1995 weitgehend eine Hollywoodproduktion ist, die auf nun diskreditierten Lügen beruht, wie dem Mythos, man hätte „niemals einen Bomber verloren“? Nicht wirklich. Nur ein Tuskegee-Airmen-Leugner – im Grunde das Äquivalent eines Nazisympathisanten – würde es wagen, die Legitimität der Geschichte von den „Red Tails“ in Frage zu stellen. Amerika ist rassisch so weit fortgeschritten, daß der bloße Gedanke, die offizielle Geschichte der Tuskegee Airmen anzuzweifeln, auf einer Stufe damit steht, daß ein Europäer fragt, ob wirklich „sechs Millionen Juden“ in den Konzentrationslagern starben.

Heute hat George Lucas beschlossen, mittels Veröffentlichung von „Red Tails“ Tyler Perrys Entschlossenheit zu überbieten, der einsame Filmemacher zu sein, der hauptsächlich auf Schwarze abzielende Filme macht. Der Film gibt vor, die wahre Geschichte jener schwarzen Jagdpiloten zu erzählen, die am Morton Field in Tuskegee, Alabama, ausgebildet wurden und im Zuge dessen schließlich das Zwillingsübel von Jim Crow und Nazideutschland besiegten.

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Hollywood-Humbug „Dolphin Tale“: Morgan Freeman darf wieder einmal einen numinosen Neger spielen

Dolphin Tale Morgan Freeman

Von Paul Kersey, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Dolphin Tale“ Hollywood Hokum: Morgan Freeman Gets To Play Numinous Negro Yet Again erschien am 22. September 2011 auf VDARE. (Gefunden bei Sarah Maid of Albion unter More dishonest „politically correct“ casting, wo ich auch das Titelbild herhabe.)

 

Früher in diesem Jahr machte die New York Times einen großen Rummel um die Tatsache, daß keine schwarzen Schauspieler für den Academy Award [„Oscar“] als „Bester Schauspieler“ nominiert waren. (Hollywood’s Whiteout von Manohla Dargis und A. O. Scott, 11. Februar 2011) Mit dem sardonischen Witz, der sein Markenzeichen ist, schrieb Steve Sailer:

Wie schwer wäre es für Hollywood gewesen, The King’s Speech mit einem Afroamerikaner zu besetzen? Warum durfte Helena Bonham-Carter die Königin von England spielen, wenn Tyler Perry verfügbar war?

Warum wurde kein einziger schwarzer Schauspieler für die Rolle von Mark Zuckerberg in „The Social Network“ auch nur in Erwägung gezogen?

Warum wanderte dieses Hilbilly-Mädchen in Winter’s Bone in den Ozarks herum und fragte ihre „White Trash“-Sippschaft, wo ihr Paps war, wenn sie zu einem kahlgeschorenen schwarzen  Computerhacker-Genie hätte gehen und ihn ihren Vater mittels hochentwickelter Satellitenbildtechnik lokalisieren lassen können. Das wäre geil gewesen.

Warum setzte Hollywood Christian Bale als Mark Wahlbergs Bruder in „The Fighter“ ein, wenn sie Diddy hätten nehmen können? Hätte nicht Morgan Freeman einen weisen Hausmeister in ihrem Box-Studio spielen sollen?

Komisch – aber in Wirklichkeit besetzt Hollywood routinemäßig schwarze Schauspieler in Rollen, die das wirkliche Leben nicht wiedergeben kann. Das Phänomen der Erzeugung positiver Bilder von Schwarzen durch Fiktionalisierung ihrer Beiträge zur Gesellschaft ist so ausgeprägt, daß man es nur als systematischen Versuch der Gehirnwäsche an Amerika sehen kann.

Es ist zum Beispiel einfach eine Tatsache, daß sehr wenige Erfindungen wirklich schwarzen Wissenschaftlern zugeschrieben werden können. (Eine Ausnahme: der Super Soaker, der 1989 von Lonnie Johnson entwickelt wurde. Daß noch kein Film gemacht wurde, der die erstaunliche Leistung feiert, weit überlegene, präzisere und waffenmäßigere Wasserstrahlen zu produzieren als die traditionelle Spritzpistole, ist ein Skandal).

Aber diese Tatsache bringt Hollywood nicht davon ab, schwarze Wissenschaftler in teuren Filmen wie „Terminator 2: Judgment Day“ einzufügen; einen Geologen in „2012“ oder einen schwarzen Waffenbauer in „Batman Begins“ und „Dark Knight“ (und dem kommenden „Dark Knight Rises“). Dieser letztere Fall wäre natürlich Morgan Freeman, der exemplarische „Numinose Neger“, um Rick Brookhisers Ausdruck zu verwenden – der “Lucius Fox” spielt.

Dennoch, während Hollywood routinemäßig fiktive Genies oder heiligmäßige Weise produziert, die von Freeman dargestellt werden, ist der neue Kinderfilm Dolphin Tale – der am 23. September sein Debut in den Kinos haben wird – ein ganz anderes Paar Schuhe. [Anm. d. Ü.: die im englischen Original als Wortspiel benutzte Redewendung „a horse (or dolphin) of a completely different color“ eignet sich hier leider nicht für die Übertragung ins Deutsche.]

Dieser Film wird Hunderte Millionen Dollar einbringen, da er einer der wenigen Filme ist, die auf Familien zugeschnitten sind. Und der die immer den Massen gefallende Geschichte von Weißen enthält, die Ausschau nach verwundeten Tieren halten.

„Dolphin Tale“ ist die außergewöhnliche „wahre“ Geschichte des Delphins Winter, der jetzt die Hauptattraktion des Clearwater Marine Aquarium ist.

Tragischerweise verlor Winter ihren Schwanz damals 2005 in einer Krabbenfalle. Heroischerweise waren zwei Angestellte von Hanger Prosthetics & Orthotics, Kevin Carroll und Dan Strzempka, so von Winters Geschichte bewegt, daß sie einen künstlichen Schwanz für den Delphin entwickelten.

Sowohl Carroll als auch Strzempka sind weiß. Aber im Film „Dolphin Tale“ sind beide zu einem zusammengesetzten Charakter namens „Dr. McCarthy“ vermengt worden – der nur zufällig schwarz ist und nur zufällig gespielt wird von, natürlich… Morgan Freeman.

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„Unstoppable“: Warum ich schreibe

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Von Edmund Connelly, übersetzt von Deep Roots. Das Original “Unstoppable”: Why I Write erschien am 21. August 2011 im Occidental Observer und am 23. August bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

Wenige Leser haben es wahrscheinlich bemerkt, aber meine Beiträge zu dieser Seite sind dieses Jahr dramatisch gesunken. Der Grund ist einfach: Ich bin davon überzeugt worden, daß solche wie Alex Kurtagic, Harold Covington et al., die bloß auf Computertastaturen tip-tip-tippen, wenig erreichen. Schlimmer noch, ich weiß, daß ich dessen schuldig bin, was sie beide verunglimpfen: negativ über unsere Situation zu schreiben. Noch dazu habe ich nicht annähernd die nötige Kunstfertigkeit oder Vorstellungskraft, um in der Art des unvergleichlichen Michael O’Meara einen brauchbaren neuen „Mythos“ für unser Volk zu konstruieren. Resultat: ich habe aufgehört zu schreiben.

Dennoch unterrichte ich weiterhin Schüler darin, einen Film zu lesen, aber natürlich tue ich das nicht offen aus einer weiß-nationalistischen Position, noch erwähnte ich die Rolle der Juden als feindselige Elite. Ich schreibe auch akademisch über das Filmwesen, daher ist es nicht so, daß ich eine Schreibblockade hätte.

Tatsächlich habe ich mich jetzt seit einigen Jahren auf die Filme zweier ausgewählter schwarzer Schauspieler fokussiert, Morgan Freeman und Denzel Washington. Ich habe argumentiert, daß die anti-weiße Struktur (von Juden errichtet) in Hollywood die Schaffung beispielhafter schwarzer Männer erfordert hat, um die Bevölkerung zu „lehren“, daß solche Charaktere in unserer neuen multikulturellen Gesellschaft die Norm sind.

Vor einer Weile, als ich für The Occidental Quarterly schrieb, diskutierte ich in Understanding Hollywood: Racial Role Reversals das Konzept dieser „numinosen Neger“. Der Begriff bezeichnet nicht nur Führer und Helden. Vielmehr sind solche Schwarze auch der Inbegriff der Weisheit – moralische und spirituelle Musterbeispiele, und Morgan Freeman ist Hollywoods Lieblingsschauspieler für Rollen als numinoser Neger. Seit seinem Durchbruch als Chauffeur Hoke Colburn in „Driving Miss Daisy“ (1989) ist Freeman beständig als Mann von seltener Intelligenz, Sensibilität und moralischer Erdung besetzt worden, üblicherweise gepaart mit jüngeren Weißen, die ihn wegen seiner überlegenen Weisheit bewundern und seine Anleitung suchen.

Denzel Washington ist für ähnliche Rollen für jemand ausgewählt worden, der fast zwei Jahrzehnte jünger ist. Die Beständigkeit und Langlebigkeit dieser „Filmrollen“-Charaktere überzeugen mich davon, daß dies alles Teil einer bewußten Propagandaanstrengung zur weiteren Niederschlagung weißer Männer unter Verwendung von Schwarzen als Stellvertreter ist. In diesem Sinne ist es eine alte Geschichte.

Mein TOQ-Essay über Hollywood erschien in der Ausgabe Sommer 2009 und ging zwei neuen Filmen mit Washington um ein Jahr voraus. 2010 erschien sein Film Book of Eli, gefolgt von einem, auf den ich mich wirklich freute, Unstoppable [deutscher Titel: “UnstoppableAußer Kontrolle”]. (Siehe einen Filmtrailer hier)

Als ich „Unstoppable“ endlich Anfang dieses Jahres auf DVD ansehen konnte, war ich verblüfft darüber, wie perfekt er in meine vorherigen Diskussionen über Filme mit numinosen Negern paßte. Während ihm diesmal die normalen Denzel-Washington-Lektionen über die Übel des fortwährenden weißen Rassismus fehlten, so enthielt er doch diesen Washington-Standard: die Ersetzung weißer Macht durch schwarze Macht. Und ist es nicht Macht, um die es beim multikulturellen Projekt geht?

Ich verwendete diesen Film in diesem Semester in drei verschiedenen Klassen, daher habe ich ihn noch recht frisch in Erinnerung. Und jedesmal, wenn ich diese sorgfältig choreographierten Szenen ansehe, bin ich noch beeindruckter von der heimtückischen Kunstfertigkeit, die in diesen Propagandafilm einfloß.

Schlußendlich lese ich, um über „Unstoppable“ zu schreiben, weil ich letzte Woche das Glück hatte, Trevor Lynchs kurzen Essay Why I Write auf Greg Johnsons Seite Counter-Currents zu lesen. Es war mehr als genug, um mich davon zu überzeugen, diese Rezension fertigzustellen.

[Anm. d. Ü.: Wie Greg Johnson in Alex Kurtagics Interview mit Greg Johnson sagt, ist „Trevor Lynch“ ein Pseudonym von ihm: Als ich unter Pseudonymen schrieb, arbeitete ich für Leute, die mich feuern würden, wenn sie meine wahren Ansichten gekannt hätten. Als ich den Job bei TOQ übernahm, sagte man mir, daß ich meinen eigenen Namen würde benutzen müssen. Zu der Zeit erklärte man mir, daß es – nachdem TOQ zum Flaggschiff des intellektuellen Flügels der englischsprachigen Bewegung werden sollte – nicht angemessen wäre, es unter Pseudonym herauszugeben. Ich akzeptierte dieses Argument kritiklos und wagte den Sprung. An diesem Punkt überschritt ich den Rubikon. Nach etwa einem Jahr schwanden all meine alten beruflichen ‚Freunde’ und Kontakte einfach dahin. Bei Counter-Currents/North American New Right konsolidiere ich all meine Schriften unter zwei Namen: Greg Johnson für alle politischen Artikel und Trevor Lynch für die meisten der Film- und Fernsehrezensionen.“]

Lynch ist ein prägnanter Autor und fragt: „Warum schreibe ich Film- und Fernsehrezensionen aus weiß-nationalistischer Perspektive? Das ist kompliziert.“

Als Erklärung schreibt er:

Indem er so viele Kunstformen integriert, kann der Film mehr Leuten mehr vermitteln und tiefer als jede einzelne Kunstform. (Dasselbe trifft auf das Fernsehen zu. Der Bildschirm ist nur kleiner.)…

Zweitens schreibe ich, weil Filme eine Macht sind. Sie sind das größte jemals entwickelte Werkzeug zur Formung der Ideen und Vorstellungen der Menschen. In den richtigen Händen können sie eine Macht für das Gute sein. In den falschen Händen sind sie eine Macht für das Böse. Leider wird die Filmindustrie in den Vereinigten Staaten und in Europa überwiegend von einem fremden und feindseligen Volk kontrolliert, den Juden.

Die Juden nutzen Filme als Mittel, um Ideen und Werte zu fördern, die für meine Rasse und Zivilisation zerstörerisch sind: Rassenvermischung und Multikulturalismus, weißes Schuldbewußtsein und Selbsthass, Feminismus und Entmännlichung, die Aufwertung von Juden und Nichtweißen, etc. Filmrezensionen sind ein Weg, wie ich zurückschlagen kann.

Er erläutert weiters, daß wir Weißen, weil „die Film-, Fernseh- und Werbeindustrie eine riesige Zahl hochintelligenter, kreativer Individuen mit vielen Milliarden Dollars an Kapital zu ihrer Verfügung, mit dem sie eine 24/7-Matrix aus genozidaler anti-weißer Propaganda schaffen“, nicht konkurrieren können.

Glücklicherweise gibt es einen offensichtlichen Weg, dies zu bekämpfen: „Wir können unser Volk lehren, die Propaganda zu durchschauen.“ Und das faßt mein eigenes Motiv dafür zusammen, warum ich so viel über Filme schreibe.

Lynch zeigt, daß „wir die Propaganda zunichte machen können, die von Legionen von Feinden mit Milliarden an Kapital am laufenden Band produziert wird. Dies ist asymmetrischer Kulturkrieg im besten Sinne. Unsere Macht wird nur durch die Zahl unserer Leserschaft begrenzt.“

Indem wir die allgemeinen Prinzipien der anti-weißen Propaganda veranschaulichen, können wir den Lesern beibringen, Propaganda im Allgemeinen zu entschlüsseln. Dies, schreibt Lynch, hat zwei tiefgreifende Auswirkungen:

Wann immer eine gehirngewaschene Person der Propaganda ausgesetzt ist, verstärkt diese die Botschaft des Establishments. Wenn wir die Menschen jedoch lehren, die Propaganda zu durchschauen, dann bestärkt jeder neue Kontakt mit Propaganda statt dessen unsere Botschaft. Stellen Sie sich einen jungen Mann vor, der über eine meiner Rezensionen stolpert, weil er über einen Film nachliest, den er sehen möchte. Meine Interpretation könnte ihm gefallen, oder er könnte sie hassen. Er könnte sogar meine Behauptungen über den Propagandagehalt des Films ablehnen. Aber wenn er klug ist, wird er eine Vorlage für das Ansehen anderer Filme daraus mitnehmen, und er wird anfangen, dieselben Muster immer wieder zu sehen. Nach und nach wird die Macht des Establishments über seinen Geist schwinden, und die nörgelnde Stimme von Trevor Lynch wird immer lauter werden.

Wenn Menschen die anti-weiße Propaganda zu durchschauen lernen, sind sie oft von deren Allgegenwart geschockt. Es ist eine Sache, Propaganda hier und dort zu sehen. Es ist eine andere Sache, sie überall zu sehen. Selbst ich bin immer noch geschockt, wenn ich Freunde besuche, die Kabelfernsehen haben. Die anti-weiße Botschaft ist überall: in jeder Kochsendung, in jeder süßen Tiersendung, in jedem Hausverschönerungsprogramm. Sie können ihr nicht entkommen, und das ist kein Zufall. Wenn Sie die Allgegenwart der Lüge sehen, dann haben Sie eine konkrete Erfahrung der totalitären Natur und der genozidalen Absicht des Systems. [Hervorhebung von Edmund Connelly]

Sehen wir uns nun an, wie das in „Unstoppable“ gemacht wird.

Dies ist eine moderne Geschichte über die mühselige Welt des Eisenbahnwesens im zentralen Pennsylvania, dessen kohlegefüllte Berge ursprünglich die Geburt der Eisenbahn in Amerika anregten. Heimat solcher berühmter Eisenbahnen wie der Lehigh Valley, der Erie, der Lackawanna und vor allem der Pennsy (Pennsylvania Railroad), war diese Region eine Welt des Dampfes, Eisens, Stahls und harter Männer. Harter weißer Männer.

Sie können das ganze Gerede in den heutigen modernen Klassenzimmern über das „Privileg weißer Männer“ vergessen, denn die große Mehrheit dieser ethnisch gemischten weißen Männer arbeitete lange, harte Stunden unter gefährlichen Umständen. Mein eigener Urgroßvater arbeitete Sechstagewochen, manchmal zwölf Stunden pro Tag in ehrlicher Plackerei. So war das Leben damals.

„Unstoppable“ ist natürlich ein moderner Spannungsfilm aus Hollywood, daher hat er keinen Bedarf an der weißen Vergangenheit. Anders als, sagen wir, „Crimson Tide“ (1995), in dem Washingtons Charakter mit einem weißen Kapitän, gespielt von Gene Hackman, um die Kontrolle über ein U-Boot mit ballistischen Atomraketen konkurriert, ist „Unstoppable“ mehr von der Art des Kumpel-Films, der in jüngerer multikultureller Zeit am häufigsten als schwarz-weißer Buddy-Cop-Film gezeigt wurde. (Denken Sie an 48 Stunden, die “Lethal Weapon”-Serie, Beverly Hills Cop etc.)

Bei näherem Nachdenken ist der Kumpel-Film vielleicht die falsche Kategorie. Da Washingtons Frank Barnes den Mentor des jungen männlichen Weißen Will Colson (Chris Pine) spielt, sollten wir ihn richtigerweise einen „Numinoser-schwarzer-Mentor“-Film nennen. Morgan Freeman ist diese Rolle im Film in typischerer Weise zugewiesen worden, wie „The Shawshank Redemption“/„Die Verurteilten“ (mit Tim Robbins), „Se7en“/„Sieben“ (Brad Pitt), „The Sum of all Fears“/„Der Anschlag“ (Ben Affleck) und zwei Batman-Filme bestätigen. Sein Film von 2007 „The Bucket List“/„Das Beste kommt zum Schluß“ mit Jack Nicholson paßt wahrscheinlich genauso in dieses Genre.

„Unstoppable“ baut diese Beziehung schwarzer Mentor – weißer Schüler schon früh auf, als Barnes gegenüber Colson betont, daß er seit achtundzwanzig Jahren bei der Eisenbahn arbeitet, gegenüber den paar Monaten des weißen Frischlings. Während es ganzen Films kommandiert Barnes – und lehrt.

In der Praxis ist diese Art von Schwarzer-Mentor-Film wahrscheinlich sehr nützlich bei der Erzeugung subtiler Annahmen im Geist des Publikums über die „natürliche“ Rolle schwarzer Männer – intelligent, erfahren, fürsorglich… und überlegen. (Während zum Beispiel Colsons häusliche Situation ein Saustall ist, ist Barnes’ Familienleben das Abbild häuslichen Segens.)

Dennoch zeigen Barnes und Colson, als sie sich in die Aufgabe stürzen, einen außer Kontrolle geratenen Güterzug zu stoppen, gleichermaßen Tapferkeit und Entschlossenheit. Meine Schüler merkten hier richtigerweise an, daß die Botschaft hier lautet, daß Schwarz und Weiß produktiv und friedlich zusammenarbeiten können – unter der weisen Führung eines schwarzen Mannes.

Ein ärgerliches Schmankerl – weil es so kontrafaktisch und doch in der Hollywood-Kost so häufig ist – ist, daß Barnes ein Mathe-Genie ist und im Kopf Triebwagenlängen und Schienenentfernungen berechnen kann. Der junge Colson ist bloß verblüfft über all diese geistige Wattleistung.

Etwas, das in diesem Film jedoch fehlt, das wirklich eine Denzel-Washington-Hauptware ist, ist eine eingebettete Belehrung über weißen Rassismus. Ich würde schätzen, daß mehr als fünfundsiebzig Prozent seiner Filme dieses Thema aufweisen, oft mit der Subtilität eines Ambosses, der einem auf den Kopf fällt. In „Unstoppable“ gibt es jedoch eine post-rassistische Welt, eine Welt, die funktioniert.

Daß sie post-rassistisch ist, soll jedoch nicht heißen, daß Rasse keine Rolle spielt, denn in Wirklichkeit gibt es fortwährend Nebengeschichten, in denen es um Rasse geht – und Weiße auf der Verliererseite landen.

Ethan Suplee als Dewey, der Lokführer

Ethan Suplee als Dewey, der Lokführer

Als erstes sehen wir früh im Film Hollywoods Mann für die Darstellung schwachsinniger fetter weißer Männer, Ethan Suplee, der als dämlicher, fauler Lokführer „Dewey“ gezeigt wird. Damit beauftragt, einen Güterzug auf dem Rangierbahnhof zu verschieben, humpelt er an Bord und setzt ihn in Bewegung. Als er bemerkt, daß eine Weiche voraus außer Position ist, betätigt er die Sicherheitsbremse und macht sich daran, auszusteigen und die Weiche selbst zu stellen. Wieder auf dem Boden, rät sein Partner ihm ab, aber Dewey beharrt darauf.

Sobald er aus der Kabine draußen ist, geht die Lokomotive von selbst auf Vollgas, und Dewey steht vor der Aufgabe, ihr nachzujagen, wieder an Bord zu gehen und die Kontrolle über den leeren Zug wiederzugewinnen. Weil er so fett und außer Form ist, kann er kaum mit dem langsam fahrenden Zug mithalten und fällt mit dem Gesicht voran in das Kiesbett neben dem Zug. Nun haben sie es mit einem „coaster“ zu tun.

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Von der Virtualität zur Realität: Memoiren eines geläuterten Fernsehsüchtigen

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Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots.

Das Original From Virtuality to Reality: Memoirs from a Reformed TV Addict erschien am 26. August 2009 im Occidental Observer.

Vor zehn Jahren lebte und arbeitete ich in einer Ein-Zimmer-Wohnung in East Finchley, London. Ich hatte einen großen, rechteckigen Wohn-Eßbereich, von dem ein Teil mein Büro war. Mein Tag begann mit der Ankunft des Briefträgers vor 9 Uhr morgens, der Pakete mit CDs und Kundenbestellungen brachte, ging weiter mit der täglichen Bearbeitung der Bestellungen, Beantwortung von E-Mails und Vorbereitung und Verschickung von Paketen, und er endete mit Recherche- und Entwicklungsarbeit.

Um 7 Uhr abends jedoch hörte ich auf und schaltete das Fernsehgerät ein – ständig, um die Nachrichten zu sehen. Und von da an bis ich zu Bett ging, unterbrochen nur durch gelegentliche Einlagen von Gitarrespiel, blieb ich vor dem Fernsehgerät auf dem Sofa sitzen oder liegen und sah Sendung um Sendung – alles von milder Unterhaltung bis zum am wenigsten Anstrengenden, das im Angebot war. An Freitagen blieb ich länger als üblich auf (und sah fern), und an Wochenenden schaltete ich das Gerät noch früher ein und blieb bis in die frühen Morgenstunden hypnotisiert vor dem Bildschirm. Ich rechne, daß ich zwischen 1994 und 2001 im Durchschnitt auf über 7 Stunden pro Tag kam, 50 Stunden pro Woche, 2.548 Stunden pro Jahr, und 17.836 Stunden insgesamt – die eine Doktorarbeit benötigt annähernd 7.300 Stunden bis zur Fertigstellung.

TVFamily

Zum Glück für mich war ich während dieser Zeit nicht gänzlich unproduktiv: zwischen 1995 und 1998 stellte ich drei Alben zusammen, zeichnete viele Albencover und brachte mir Spitzen-Computerprogramme bei; ich trainierte auch dreimal pro Woche mit Gewichten, hatte Freundinnen und fand Zeit, eine ziemliche Anzahl kognitiv anregender Bücher zu lesen. (Zu letzteren gehörten Tipler & Barrows The Anthropic Cosmological Principle, Roger Penroses The Emperor’s New Mind, Prestons Franco, Coveney & Highfields The Arrow of Time, plus einige klassische Romane.)

Jedoch habe ich mich seit dem Sommer 2002, als ich meiner Fernsehsucht ein Ende setzte, oft gefragt: Wie viel mehr hätte ich in meinen 20ern erreichen können, wenn ich nicht so viel Zeit für eine letztendlich unergiebige und unproduktive Aktivität verschwendet hätte? Und: Wie viel besser wäre ich darauf vorbereitet, den Herausforderungen der dystopischen Zukunft zu begegnen, die ich in meinem Roman Mister vorwegnehme (eine Zukunft, die kommt), wenn ich diese Zeit damit verbracht hätte, etwas darüber zu lernen, wer und was hinter der Welt steckt, in der ich lebe, statt in die Wohlfühlfiktionen eingetaucht (und durch sie abgelenkt) zu bleiben, die dazu geschaffen wurden, das zu verbergen?

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„Avatar“ – der neueste anti-westliche Film aus Hollywood

avatar - believe it or not

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots

Das Original erschien am 18. Dezember 2009 in gekürzter Form auf „Gates of Vienna“, von wo ich den Kommentarstrang übernommen habe:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/fjordman-avatar-latest-anti-western.html#readfurther

sowie in ganzer Länge im „Brussels Journal“, von wo ich Fjordmans Text übernommen habe:

http://www.brusselsjournal.com/node/4225

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Nachdem ich ein ausgewiesener Sci-fi geek bin und die meisten Science-Fiction-Filme ziemlich schlecht sind, zwingt mich diese Gewohnheit leider zum Ansehen einer großen Zahl schlechter Filme. Es ist eine meiner kleinen Perversionen. Ich habe mir gerade den teuersten B-Film angesehen, der je produziert wurde, den 237 Millionen Dollar teuren Avatar des Regisseurs James Cameron, berühmt für die Produktion von Filmen wie Terminator, Terminator 2, Aliens und Titanic. Kurz zusammengefaßt würde ich sagen, daß Avatar, während es visuell spektakulär ist wie alles, was Mr. Cameron macht, einer der anti-westlichsten und besonders anti-weißen Hollywoodfilme sein muß, die ich seit langem gesehen habe.

Der Held ist der U.S. Marine Jake Sully, der zum planetenartigen Mond Pandora geschickt worden ist, weil die Menschen die Mineralressourcen begehren, die auf Pandora gefunden wurden, welcher von einer Rasse großer blauhäutiger Außerirdischer, den Na’vi, bewohnt wird. Sie haben eine nichtindustrielle Zivilisation, die unserer unterlegen, aber anscheinen spirituell reicher und in perfekter ökologischer Harmonie mit der natürlichen Umgebung ist. Der Held verliebt sich in vorauszusehender Weise in die Eingeborenenkultur und geht eine Verbindung mit einem Eingeborenenmädchen ein.

“Zum Eingeborenen werden” ist an sich kein originelles Thema; es ähnelt Der mit dem Wolf tanzt, nur mit Außerirdischen statt Sioux. Genausowenig ist es die Vorliebe für die prä-industrielle Zivilisation, die immerhin von einem guten Mann wie Tolkien in seiner Trilogie Der Herr der Ringe geteilt wurde. Tolkien hatte persönlich die sinnlosen Schrecken des Grabenkriegs im Ersten Weltkrieg erlebt, und das wirkte sich natürlich auf seine Sicht der industrialisierten Gesellschaft aus. Was am Film Avatar anders ist, ist die Art, wie er Weiße als Haufen tobender Monster darstellt, etwas, das Tolkien niemals tat.

Im Grunde werden die weißen Charaktere als brutale, habgierige und unsensible Bestien dargestellt, die im Streben nach Profit lächelnd die Umwelt vergewaltigen und andere Kulturen zerstören. Der Haupt-Gegenspieler ist der weiße Colonel Quaritch, ein Rohling, der kaum einen positiven Charakterzug besitzt. Der finale Höhepunkt des Films kommt, wenn er den Protagonisten anschreit “Wie fühlt es sich an, seine Rasse zu verraten?”, während er ihn zu ermorden versucht. Obwohl ein paar der weißen Charaktere wie Jake Sully in etwas rehabilitierendem Licht dargestellt werden, geschieht das nur deswegen, weil sie ihre eigene Zivilisation total ablehnen und sich dem anderen Team in dem Kampf anschließen. In anderen Worten: die einzigen guten Weißen sind diejenigen, die ihrer eigenen destruktiven und bösen Kultur völlig den Rücken kehren. Wie der Kritiker Armond White es ausdrückte, “ist Avatar der kitschigste Film, der je über des weißen Mannes Bedürfnis gemacht wurde, seine Identität zu verlieren und rassische, politische, sexuelle und historische Schuld zu lindern.”

Zurück in der realen Welt gehören Weiße natürlich zu den selbstkritischsten und am wenigsten ethnozentrischen Menschen auf Erden und sind das seit langem gewesen. Weiße sind auch unverhältnismäßig stark in der Umweltbewegung vertreten, wohingegen vielen “diverse” Drittweltvölkern die Umwelt nicht gleichgültiger sein könnte. Aber warum zulassen, daß die Wahrheit der Schaffung eines guten anti-weißen Films in die Quere kommt? Die Tatsache, daß ziemlich viele im vorwiegend weißen Publikum diesen Film bejubelten, zeigt, daß anti-weißer Hass und Stereotypen so weitverbreitet und akzeptiert worden sind, daß die meisten Menschen es nicht einmal sehen können, am allerwenigsten die Weißen selber.

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Die Entführung Jesu auf dem Weg zur Apokalypse

Von Penelope Thornton, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Hijacking Jesus on the Way to the Apocalypse erschien am 14. Juni 2010 bei „The Occidental Observer“.

Legen Sie Ihre Splitterschutzweste an. Vergewissern Sie sich, daß Ihr Sicherheitsgurt angelegt ist. Ziehen Sie sich die Schutzbrille über die Augen. Und vergessen Sie Ihre Ohrstöpsel nicht.

Atmen Sie tief ein und machen Sie sich bereit! Bereit? Okay, wir gehen ins Kino.

Unknown

Erster Zwischenstop: 2012“

Kein Grund, sich um die Zukunft zu sorgen, denn es gibt keine.

Das Ende ist nahe; das Ende ist da, und es ist kein schöner Anblick. Paps, der wieder in seine Vaterrolle eingesetzte Verlierer, zischt mit halsbrecherischer Geschwindigkeit dahin, während er seine Familie rettet und die Autobahn in LA unter ihnen Falten wirft. Aber es ist nicht nur Kalifornien, das auseinanderfällt und einstürzt. Es ist der ganze Planet. Die heilige Mutter Erde ist erledigt, aufgrund einer seltsamen Kombination aus globaler Erwärmung und Magnetpolverlagerung.

Natürlich beginnt der Trend in Kalifornien. Alle Trends beginnen in Kalifornien. Aber es geht darum, nach Shangri-La oder Tibet zu gelangen, um gerettet zu werden! Wir haben das schon mal gehört. Das sind gute Nachrichten für Buddhisten, aber was ist mit uns anderen? Traurigerweise werden die meisten von uns nicht gerettet. Aber Präsident Morgan Freeman — St. Morgan (alias America’s Spiritual Presence-in-Chief) für die meisten von uns — entschließt sich dazu, bei den Nicht-Auserwählten zu bleiben und verschwindet mit uns anderen unter dem Flugzeugträger USS John F. Kennedy, der das plattmacht, was von Washington DC noch übrig ist [Anm. d. Ü.: hier irrt die Autorin. In diesem Film spielt Danny Glover den schwarzen Präsidenten; Morgan Freeman hatte diese Rolle in „Deep Impact“]. Das Bild des weisen, altruistischen schwarzen Präsidenten, der sich als Mitglied der Elite hätte retten können, aber mit dem Schiff untergeht, ist eines der eindringlichsten Bilder des Films.

Warnung: Dieser Film ist sehr anstrengend. Sie werden sich daher vielleicht noch einige Vitamine einwerfen wollen, bevor Sie sich 2012“ ansehen.

Die politischen Botschaften sind interessant. Wir werden von einem heiligmäßigen schwarzen Präsidenten in unseren unvermeidlichen Untergang geführt. Die zwei Gebäude, die man völlig einstürzen sieht, sind der US-Kongreß und der Petersdom in Rom. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die katholische Kirche müssen verschwinden? [Anm. d. Ü.: Laut Roland Emmerich war auch die Zerstörung einer Moschee sowie der Kaaba in Mekka geplant; aus Furcht vor radikalen Moslems hätte man aber darauf verzichtet. An die umstürzende Christus-Statue auf dem Corcovado sei auch noch erinnert!]

Die Chinesen sind diejenigen, die die Technologie zur Rettung einiger weniger Auserwählter zur Verfügung stellen, einschließlich ein paar Weißer.

Der Film richtet sich an Weiße, nachdem die Hauptfiguren, gespielt von John Cusack und Amanda Peet, und ihr Familienleben den Großteil des menschlichen Elements der Geschichte liefern. Aber die Weißen leben in einer Welt, in der indische Wissenschaftler das Problem erkannt haben, die Chinesen die Technologie besitzen, um der Katastrophe zu entkommen, und in der es einen schwarzen Präsidenten der USA gibt. Auch wenn sie einen zentralen Platz im emotionalen Teil der Geschichte haben, im großen Ganzen sind sie Kleindarsteller.

Und es wird in der Zukunft nicht mehr viele Weiße geben. Das sub-saharische Afrika ist die einzige Landmasse, die nach der Katastrophe übrig ist, und es ist das Ziel der Archen, nachdem sich die Dinge beruhigen. Also, ich weiß nicht, ob das ein Bezug auf das Thema vom Garten Eden ist, oder von Afrika als Geburtsstätte der Menschheit, oder einfach darauf, daß die Chinesen eine Menge in die Ressourcen Afrikas investieren.

Aber die Welt wird in Afrika neu beginnen, sodaß die Afrikaner die große Mehrheit aller Menschen ausmachen werden. Vermutlich werden sie alle wie Präsident Morgan Freeman sein — Brunnen der Weisheit und Vorbilder an Altruismus und Moralität. Die Welt wird bestimmt ein besserer Ort sein, als sie es jetzt ist.

legion

„Legion“

Kinder, hört mir zu, ich werde euch die Furcht vor dem Herrn lehren.

Psalm 23

So beginnt der Film Legion“.

Der Regen prasselt auf die graue Erde hernieder. Ein verrückter Hund bellt, als er herniederkommt. Und wer ist es, der da herniederkommt?

Derjenige, der zwei Polizisten tötet und hinter dem die Lichter ausgehen, als er in die Dunkelheit entschwindet.

Er ist der Erzengel Michael, aber nicht so, wie wir ihn uns im allgemeinen vorstellen.

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