Die Geschichte des Geldes – Teil 3

Vorwort von Osimandia: Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 3 auf der Seite xat.org. von einem unbekannten Autor. Der durch Einrückung gekennzeichnete –  und im englischen Original nicht vorhandene – Einschub ist die Übersetzung eines Artikels von Ellen Brown, der  am 19. August 2007 unter dem Titel Thinking outside the Box: How a Bankrupt Germany Solved its Infrastructure Problems auf ihrer Seite Web of Debt veröffentlicht wurde.

Der Einschub erschien mir angebracht, weil an der Stelle, wo es gerade für deutsche Leser interessant wird, der Originalartikel etwas enttäuschend oberflächlich bleibt.

Übersetzt von Osimandia. Alle Bilder und der Großteil der Links stammen nicht aus den Originaltexten, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Der erste Weltkrieg – A.D. 1914 bis 1918

Die Deutschen liehen sich Geld von der deutschen Rothschildbank, die Briten liehen sich Geld von der britischen Rothschildbank und die Franzosen liehen sich Geld von der französischen Rothschildbank.

Der amerikanische Superbänker J.P. Morgan war unter anderem auch ein Verkaufsagent für Rüstungsgüter. Sechs Monate nach Kriegsbeginn war er mit Ausgaben von 10 Millionen Dollar täglich der größte Konsument des Planeten.

Die Rockefellers und der Vorsitzende des Rats für Kriegsindustrie Bernard Baruch machten jeweils rund 200 Millionen, während Familien ihre Söhne für die blutige Front opferten; aber Profit war nicht das einzige Motiv für ihr Engagement.

Russland hatte den Plan der Geldwechsler, Amerika in zwei Hälften zu spalten, vereitelt, und verblieb das letzte große Land ohne eigene Zentralbank.

Drei Jahre nach Kriegsbeginn wurde jedoch die ganze Zarenfamilie ermordet und der Kommunismus begann. [Korrektur d.Ü.: 1917 dankte der Zar ab, ermordet wurden er und seine Familie 1919]

Zar Nikolaus II, Zarin Alexandra, Ihre Töchter Olga, Tatiana, Maria und Anastasia, sowie Kronprinz Alexej. Zusammen mit ihrem Arzt und einigen treuen Bediensteten in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1919 ermordet von einem von Jakow Jurowsky angeführten bolschewistischen Erschießungskommando.

Sie mögen es vielleicht merkwürdig finden, zu erfahren, dass die Russische Revolution auch mit britischem Geld finanziert worden war. Kapitalistische Geschäftsleute, die den Kommunismus finanzieren?

Der Autor Gary Allen erklärt es:

„Kommunismus oder genauer gesagt Sozialismus, ist keine Bewegung der unterdrückten Massen sondern eine der Wirtschaftselite.”

W. Cleon Skousen schrieb in seinem Buch The Naked Capitalist:

„Macht aus jeder Quelle neigt dazu, den Appetit auf noch mehr Macht anzuregen… Es war fast unvermeidlich, dass die Superreichen eines Tages danach streben würden, nicht nur ihr eigenes Vermögen sondern das Vermögen der ganzen Welt zu kontrollieren.

Um das zu erreichen, waren sie vollkommen gewillt, den Ehrgeiz der machthungrigen politischen Verschwörer zu füttern, die entschlossen waren, alle existierenden Regierungen zu stürzen und eine zentrale weltweite Diktatur zu etablieren. “

Extremistische Revolutionäre wurden dadurch kontrolliert, dass sie finanziert wurden, wenn sie kooperierten, und von der Finanzierung abgeschnitten wurden, wenn sie es nicht taten, wobei dann sogar manchmal ihre Gegner mit Geld ausgestattet wurden.

Wenn es Ihnen schwer fällt, das zu glauben, hören Sie einfach, was der sogenannte Diktator der jungen Sowjetunion zu sagen hatte:

„Der Staat funktioniert nicht so, wie wir es gewünscht hatten. Der Wagen gehorcht nicht. Ein Mann ist am Steuer und es sieht so aus, als ob er lenkt, aber der Wagen fährt nicht in die gewünschte Richtung. Er fährt dahin, wo andere Kräfte es wünschen.” (Wladimir Lenin zitiert nach Richard Wurmbrand: Marx and Satan)

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Der Multikulturalismus hat die britische Polizei zerstört

constable

Von Paul Weston. Original: Multiculturalism Has Destroyed the British Police, erschienen am 15. Oktober 2009 auf „Gates of Vienna“. Übersetzung: Lucifex (die drei Bilder der farbigen Polizeioffiziere und die drei vom Polizeieinsatz gegen weiße Demonstranten wurden vom Übersetzer eingefügt)

*   *   *

Sind Sie vielleicht einer jener ehrgeizigen, gut gebauten, beherzten Kerle, die eine gesunde Karriere im Freien mit echter gesellschaftlicher Wohltäterei verbinden möchten? Sie sind einer? Mein Bester! Haben Sie vielleicht den Dienst in der Polizei in Erwägung gezogen? Das könnte genau der richtige Platz für Sie sein!

Sind Sie 5 Fuß 8 Zoll (173 cm) groß oder größer und zwischen 19 und 20 Jahre alt? Haben Sie mindestens fünf „O“-Levels einschließlich Mathe und Englisch? Besitzen Sie noch alle Ihre eigenen Zähne, aber kein Vorstrafenregister? Falls ja, dann sind Sie qualifiziert für ein Vorstellungsgespräch zwecks potentieller Rekrutierung für die… Royal St. Vincent and the Grenadines Police Force.

Was sagen Sie? Sie sind nur 4 Fuß 9 Zoll (145 cm) groß und mehr als ein wenig rundlich? Kein Problem, alter Junge, springen Sie in dieses Flugzeug hier, natürlich nur, falls Sie tatsächlich springen können, und wir bringen Sie an einen Ort mit weniger anspruchsvollen Anforderungen; einen Ort, wo Sie Sonnenschein und Samba gegen Nieselregen und Depression tauschen können, einen Ort, wo man auf Diskriminierung gegen vertikal Herausgeforderte von den erhabenen Höhen der Toleranz und Vielfalt herabschaut, einen egalitären Ort, wo die Unfähigkeit, über den Schreibtisch des Sergeant zu gucken, kein Hindernis dafür ist, ein Boy in blue zu werden. Gehen wir nach Britannien, der Gründerin eines Reiches, wo einst die Sonne nie unterging, letzthin reduziert zu einer kleinen sozialistischen Insel, wo nun die Sonne selten aufgeht.

Sie würden gern kommen, haben aber das Gefühl, dass der Besitz eines Vorstrafenregisters Sie hindern könnte? Fiddlesticks and piffle, lieber Junge, fiddlesticks and piffle. Der British Police Service wird nicht zulassen, dass Ihnen solch eine unbedeutende Sache im Weg steht. Sie sind 53 Jahre alt? Guter Gott, Sie sehen kaum einen Tag älter als 40 aus, ist aber belanglos, lieber Junge, belanglos. Wir Brits sind sehr an Vielfalt interessiert, selbst von der altersgruppistischen Sorte. Die London Metropolitan Police wird fast bis zum staatlichen Pensionsalter rekrutieren, und insbesondere, wenn ich das erwähnen darf, wenn ehrwürdiges Alter mit solch wunderbarer Souveränität getragen wird von einem… Sie wissen schon… einem Schwarzen!

Auch keine akademischen Qualifikationen? Nicht im Geringsten ein Problem, alter Junge! Im modernen, fürsorglichen sozialistischen Britannien haben solche Ausweise für eine privilegierte Erziehung wenig Gewicht. Schauen Sie hier, mein guter Mann, schwingen Sie diesen Knüppel gegen die vorbeigehende Fußgängerin da drüben. Ja, die aristokratisch aussehende. Nein, nein, nicht die junge. Die ältliche zierliche Dame, das ist sie, die graue alte Krähe, die aussieht, als hätte sie in ihrer Jugend vielleicht mit einer Hundemeute gejagt… die sich so langsam bewegt… schauen Sie schnell, Bursche, sie hat Sie gesehen… ERWISCHT, BEIM JUPITER!

Mein lieber Kerl, Sie haben da aber einen Arm! Vielleicht waren Sie in Ihrer Jugend ein Eröffnungs-Schlagmann, was? Nein? Sie überraschen mich! Ah, richtig, Cricket ist im Gefängnis nicht erlaubt, natürlich nicht, nachlässig von mir, alter Junge, nachlässig von mir. Macht nichts, lieber Mann, macht nichts. Ich nehme an, Sie haben alle Ihre eigenen Zähne, die einzige wesentliche Anforderung, die wir heutzutage an zukünftige britische Polizisten stellen? Sie haben? Ausgezeichnet, ausgezeichnet, unterschreiben Sie hier, hier und hier. Ein Daumenabdruck? Natürlich, lieber Junge, ein Daumenabdruck geht in Ordnung! Und willkommen in Britannien… Constable Kaunda!

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Ha, ha, aber die Tiefe der Verkommenheit, in die der British Police Service politisch gedrängt worden ist, ist für alle außer unseren herrschenden Eliten von enormer Bedeutung. Während St. Vincent eine bewundernswerte Nation ist, ist es dennoch eine, die ihren Lebensunterhalt dem Anbau und Verkauf von Bananen verdankt. Britannien existiert angeblich auf einer höheren Ebene als solche Staaten, und doch könnte sich die Mehrheit der britischen Polizisten niemals für die Royal St. Vincent and the Grenadines Police Force qualifizieren.

Es stimmt wirklich, dass St. Vincent anspruchsvolle Anforderungen an seine Polizeirekruten stellt, und es stimmt wirklich, dass die britische Polizei nahezu nichts verlangt. Und der Grund dafür ist verblüffend ironisch – Britannien hat seine Aufnahmeanforderungen für die Polizei drastisch gesenkt, sogar so weit, dass sie über Vorstrafenregister hinwegsieht, um einen höheren Anteil ethnischer Minderheiten zu rekrutieren. Die britische Polizei rekrutiert nun Einwanderer, die nicht einmal britische Staatsbürger sind, vorausgesetzt, dass sie eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis für das Vereinigte Königreich haben.

Wir überprüfen schon, ob ein frisch angekommener Einwanderer aus Somalia oder aus dem Sudan Vorstrafen im Zusammenhang mit Vergewaltigung, Mord oder Völkermord hat, aber die Wirklichkeit sieht so aus, dass wir absolut keine Ahnung von der wahren Identität des fraglichen Mannes haben. Bei unseren hier aufgewachsenen ethnischen Minderheiten ist es wichtig, dass über gewisse Vorstrafen hinweggesehen wird, denn trotzdem sie nur angebliche 10 % von Britanniens Bevölkerung ausmachen, haben sie eine weit über ihrer proportionalen Gewichtsklasse liegende Schlagkraft, wenn es um Kriminalität geht, wodurch ihr Anteil von 25-30% (PDF) der Gefängnisinsassen sichergestellt wird, während volle 77% der jungen männlichen Schwarzen unter dem Verdacht von Straftaten verhaftet und in die Datenbank der Polizei aufgenommen worden sind.

Die Ironie ist natürlich, dass die St. Vincent Police Force mit all ihren strengen Charakteranforderungen nur Staatsbürger von St. Vincent rekrutiert, die ganz natürlicherweise schwarz sind. Wenn Britannien nicht zugelassen hätte, dass die Liberalen/Linken sein Bildungssystem, seine Religion, Moral, die Familie, und am wichtigsten, die wirtschaftlich arme, vaterschaftlich arme schwarze Familie zerstören, dann könnten wir es vielleicht den noblen St. Vincentern nachtun, aber leider haben wir den Krieg gegen die progressive Politik der Liberalen/Linken vor einigen Jahren verloren und müssen nun aus einer weit weniger qualifizierten Basis ethnischer Minderheiten rekrutieren.

Es gab eine Zeit, in der die Aufnahmestandards der britischen Polizei so hoch waren wie jene von St. Vincent. Es gab eine erforderliche Mindestgröße, 5 „O“-Levels wurden benötigt, über Vorstrafen wurde nicht hinweggesehen und körperliche Fitness war eine Voraussetzung. Aber Multikulturalismus und Sozialismus haben das traditionelle und anständige Britannien der Vergangenheit auf den Kopf gestellt.

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Die Dysgenik eines kommunistischen Massenmord-Feldes: Das kroatische Bleiburg

Von Tom Sunic, übersetzt von Jörn Uhl. Das Original Dysgenics of a Communist Killing Field: The Croatian Bleiburg erschien am 15. März 2009 im Occidental Observer.

 

Bei der Erforschung des kommunistischen Terrors kamen unterschiedliche Methoden verschiedener Gebiete zur Anwendung, und sie reichen von politikwissenschaftlichen Gebieten bis hin zur internationalen Justiz. Eine beeindruckende Anzahl von Büchern über kommunistische Verbrechen hat es den Beobachtern ermöglicht, dieses singuläre Phänomen des zwanzigsten Jahrhunderts zu erfassen, was unweigerlich einen enormen und emotionalen Aufschrei hervorruft, gefolgt von einem dauernden Schachern um die Zahl der Ermordeten. Ob es sich nun um das ehemals kommunistische Kambodscha oder das früher kommunistische Polen handelt – in den Köpfen vieler ehedem kommunistischer Länder ist der Kommunismus ein Synonym für ein unmenschliches politisches System.

Dem Zusammenbruch des Kommunismus als ideologisches und politisch-rechtliches System zum Trotz sind die kommunistischen Ideen des Egalitarismus und des permanenten ökonomischen Fortschritt immer noch wirksam, wenn auch in anderen Formen und unter anderen Namen, und das sogar bei Personen, die sich als Antikommunisten bezeichnen. Vielleicht liegt der Grund dafür in der Tatsache, daß die Ideen der Gleichheit, des Internationalismus (‚Globalismus‘) und ökonomischen Wachstums im Rahmen des liberalen, kapitalistischen Westens einfacher erreichbar sind, oder wenigstens zu sein scheinen, als in den früheren ‚real-sozialistischen‘ Ländern im Osten.

Wenig Arbeit wurde bisher aufgewendet, um das kommunistische System im Rahmen der modernen Genetik zu analysieren. Wie weiter unten besprochen wird, richtete sich der kommunistische Terror in überproportionalem Maße gegen die oberen Klassen. Aus genetischer Perspektive betrachtet legt dies nahe, daß dysgenische Effekte auf den Genpool der Opferbevölkerung die Folge waren – d.h., durch Beseitigung der oberen Klassen gäbe es eine allgemeine Herabsetzung der genetischen Qualität der Bevölkerung.

Richard Lynn und Tatu Vanhanen zufolge reicht der durchschnittliche IQ bei den europäischen Ländern von 90 bis 100. Nach ihren Feststellungen beträgt der kroatische Durchschnitts-IQ dürftige 90. Warum solch ein bescheidener IQ bei den Kroaten?

Neben einer eventuellen IQ-Herabsetzung könnte man auch die Frage stellen: Hat der Kommunismus in der früheren Sowjetunion, oder auch im früheren kommunistischen Jugoslawien eine Unterschicht von Menschen hervorgebracht, die für den Kommunismus prädisponiert sind? Hat der Kommunismus Leute hervorkommen lassen, die sich einfügen und sich wohlfühlen in einem hauptsächlich bürokratischen Regime mit wenig Spielraum für die persönliche Freiheit?

Im Grunde existiert schon eine gute Beschreibung des Lebensstils im Kommunismus, die von dem ehemaligen russischen Dissidenten und Schriftsteller Alexander Zinoviev stammt, in seinem Werk Homo Sovieticus (1982). Zinoview führte den Begriff homo sovieticus in die kommunistische Pathologie ein, wenn auch als eher literarische Metapher statt als Begriff für eine spezifische, anthropologische Art. Aus soziobiologischer Perspektive betrachtet ist Zinovievs homo sovieticus nicht nur eine literarische Figur, die eine bestimmte Lebensweise reflektiert noch eine Allegorie für kommunistisch geformte Massen in der früheren Sowjetunion oder Jugoslawien. Es ist eine spezifische, biologische Subkreatur der modernen Massendemokratien.

Zinoview war sich der Tatsache deutlich bewußt, daß der Kommunismus unmittelbar an die niedrigsten Instinkte des Menschen appelliert, und daß deshalb der Kommunismus das ideale System für die Massengesellschaft der Zukunft ist, die sich mit schwindenden Ressourcen konfrontiert sieht. Im Gegensatz zum unsteten System des freien Marktes stellt der Kommunismus dem Arbeiter ein vollständiges Gefühl der psychologischen Sicherheit und ökonomischen Vorhersehbarkeit zur Verfügung, wie dürftig die tatsächlichen Arbeits- und Lebensbedingungen auch immer sein mögen. Nur durch das Dechiffrieren einer derart kommunistisch geformten Geisteshaltung können westliche Beobachter die seltsamen Gefühle einer „Jugo-Nostalgie“ verstehen, oder wohlwollende Erinnerungen an Stalin im post-kommunistischen Osten Europas – sogar bei früheren Opfern des Kommunismus und trotz dem schrecklichen Vermächtnis von Gulag und Kolyma. Das Motto des kommunistischen Arbeiters – so oft von Zinoviev analysiert – faßt es am besten zusammen: „Niemand kann mir so wenig bezahlen, wie ich arbeite.“

Der Aristokrazid von Bleiburg und andere kommunistische Massenmord-Felder

Das kroatische Bleiburg (siehe auch hier und hier) ist der Name eines Massenmord-Feldes im südlichen Österreich. Mitte Mai 1945 ergaben sich hunderttausende flüchtende volksdeutsche und kroatische Zivilisten und Soldaten den Briten – nur um kurzerhand den vorrückenden und siegreichen kommunistischen, jugoslawischen Truppen ausgeliefert zu werden. In der Folge wurde der Begriff ‚Bleiburg‘ zu der Metapher für den kroatischen Holocaust und wird im heutigen Kroatien weithin von jenen verwendet, die unter der kommunistischen Herrschaft gelitten haben, noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg. Im kollektiven Gedächtnis der Kroaten bedeutet das Wort ‚Bleiburg‘ die totale biologische Katastrophe, deren historische, psychologische und anthropologische (und auch kraniometrische?) Konsequenzen noch evaluiert werden müssen. Das Wort Bleiburg bedeutet für die Kroaten das, was Katyn für die Polen bedeutet, oder Auschwitz für die Juden. Auch wenn die wahre Zahl der Opfer von Bleiburg Gegenstand emotionaler Debatten bleibt, so bleibt eines sicher: Bleiburg bedeutete die gewaltsame Auslöschung der kroatischen Mittelklasse im Jahre 1945.

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Warum ist der Sozialismus nicht tot?

Acht-der-Schwerter Titel

Übersetzt von Eisvogel, gepostet um 19:11 am 17. April 2008 auf ihrem nicht mehr existierenden Blog „Acht der Schwerter“.

Rote Barbarellas

Vorwort von Eisvogel:

Den unten stehenden Artikel von Lee Harris habe ich schon vor einiger Zeit in einem Link in einem der Fjordman-Artikel gefunden und gespeichert. Weil kürzlich in der Diskussion mehr und mehr das Thema aufkam, dass erstaunlicherweise die internationalistischen Bestrebungen großer Firmen und ihrer politischen Unterstützer einerseits und ausgemachte Sozialisten andererseits die Masseneinwanderung und die political Correctness fördern und daher beide zu einer Entwicklung beitragen, die vielen bedrohlich erscheint, habe ich ihn jetzt vollkommen übersetzt.

Sozialisten beantworten Kritik, die sich auf das hoffnungslose Scheitern ihrer Ideologie bezieht, bekanntermaßen damit, dass dies (z.B. in der Sowjetunion) ja keineswegs der wahre Sozialismus gewesen sei, dieser erst noch verwirklicht werden müsse, dann aber tatsächlich eine gute Sache sei. Man neigt dazu, nur noch den Kopf über so viel Dummheit zu schütteln. Allerdings ist mir durch den untenstehenden Artikel erstmals aufgefallen, dass sie vielleicht nicht vollkommen unrecht haben.

Unrecht haben sie darin, dass der Sozialismus wünschenswert ist, recht haben sie aber damit, dass der Sozialismus nach Marx – der so genannte wissenschaftliche Sozialismus – tatsächlich noch nicht realisiert worden ist. Marx war der Ansicht, Kapitalismus sei eine wünschenswerte und notwendige Vorstufe zum Sozialismus, und dieser könne erst erfolgreich eingeführt werden, wenn der Kapitalismus seinen maximalen Reifegrad erreicht hat und innerlich von selber zusammenbricht. Er fand es daher möglich, dass der Sozialismus aus der Demokratie ohne Revolution entstehen kann, wenn – wie ich es verstanden habe – der Kapitalismus zum Exzess getrieben wird. Insbesondere die USA schienen ihm für eine solche Entwicklung geeignet, allerdings wurde die Idee auch von Europäern übernommen. Harris sieht die Sozialdemokratie, insbesondere die deutsche vor dem 1. Weltkrieg (aber möglicherweise auch die heutige, die schon weit in die CDU hineingewuchert ist), als Vertreterin dieser Schule.

Sorel hingegen verwarf diesen Ansatz und vertrat den utopischen Sozialismus, der religionsähnliche Züge hat und von einem Mythos lebt, dessen Verwirklichung irrelevant ist – Hauptsache revolutionäre Gesinnung. Diese Sorte Sozialisten sind uns wohlbekannt. Lee Harris geht zwar vorwiegend auf ihre Ausprägung in Ländern der Dritten Welt insbesondere Südamerika ein, wo ich noch nachvollziehen kann, warum die dort lebenden bitter armen Menschen auf Rattenfänger reinfallen, die ihnen schnelle Auswege aus ihrer Not versprechen. Aber es gibt sie auch hier und sie werden mehr anstatt weniger. Warum?

Sehen wir, wenn linke Chaoten gegen den G8-Gipfel demonstrieren, in Wirklichkeit einen Kampf utopischer Sozialisten gegen wissenschaftliche Sozialisten, die – sicher zum Teil nicht vorsätzlich – den Kapitalismus zum Exzess treiben und damit dem reinen Marxismus näher kommen als diejenigen, die an den Mythos glauben und steinewerfend den schnellen revolutionären Weg gehen wollen?

Was ist mit der EU-Gorbatschow-Connection, die schon vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion bestand, insbesondere in Gestalt italienischer Sozialisten und deutscher Sozialdemokraten? War der Zusammenbruch der Sowjetunion vielleicht gar keine Abkehr vom Sozialismus sondern nur die Rückbesinnung auf die reine Lehre von Marx und dessen Ansicht, dass funktionierender Sozialismus die “Ochsentour” über einen Kapitalismus gehen muss, der keine Grenzen mehr kennt und sich schließlich selbst vernichtet, um im Sozialismus zu enden?

Harris geht auf diese Fragen nicht ein, er befasst sich ausschließlich mit dem viel auffälligeren utopischen Sozialismus und wie man ihm entgegentreten kann. Aber ich finde sie hochinteressant. Insbesondere der von Freie Welt und Serbian Girl verlinkten Artikel von John Laughland, in dem dieser seinen eigenen Meinungswandel der letzten zehn Jahre beschreibt, beschreibt auch eine merkwürdige und ihm unangenehme Nähe der totalitären Rücksichtslosigkeit des globalen Kapitalismus und Sozialismus. Ich sympathisiere keineswegs mit den so genannten “Globalisierungsgegnern”, ich frage mich nur: Sind das nur ungeduldige utopistische Revolutionäre, die letztendlich exakt jene bekämpfen, die (manche vorsätzlich, manche unwissentlich) auf dasselbe Ziel zusteuern wie sie selber – und nur einen langsameren Weg wählen? Einen Weg, den Marx persönlich als den einzig erfolgversprechenden zum Sozialismus ausgeführt hat?

Hier ist der ganze Artikel:

Warum ist der Sozialismus nicht tot?
von Lee Harris

Original vom 6. Mai 2006: Why Isn’t Socialism Dead?

Der Präsident Boliviens Evo Morales feierte den 1. Mai [2006], indem er Truppen sandte, um die natürlichen Erdgasfelder des Landes zu besetzen. Der Zweck dieser Übung war nicht militärischer, sondern ökonomischer Natur: Morales hatte gefordert, dass alle ausländischen Firmen, die auf diesen Gasfeldern fördern, einen Vertrag mit Bolivien unterzeichnen müssen, in dem ihnen zugestanden wird, 18% ihrer Produktion zu behalten, während der Rest an die staatliche Ölgesellschaft Boliviens fallen soll. Das 18-Prozent-Zugeständnis an die ausländischen Firmen war keine Großzügigkeit seitens Morales, sondern schlicht und einfach Pragmatismus: Bolivien braucht diese Firmen, um seine natürlichen Gasvorkommen zu fördern, weil es zumindest derzeit unfähig ist, es selber zu tun.

Morales, ein feuriger Populist, der in einem erdrutschartigen Sieg gewählt wurde, folgt ganz offensichtlich den Fußspuren von Venezuelas hitzköpfig populistischem Präsidenten Hugo Chavez. Darüber hinaus trafen sich Morales und Chavez letzte Woche mit Fidel Castro, wobei sie eine Art sozialistisches Love-Festival feierten, im Rahmen dessen sie ein Partnerschaftsabkommen unterzeichneten, das darauf abzielt, ein Netz von Allianzen in Südamerika aufzubauen, um den tückischen Verlockungen des freien Handels amerikanischen Stils zu widerstehen – sein ultimatives Ziel soll die ökonomische Autarkie der Region sein, frei von ausländischer Kontrolle.

Zusätzlich zum Einsatz von Truppen, setzt Morales auch eine ganze Menge flammender Rhetorik ein. Wenn er von den ausländischen Firmen spricht, die Boliviens natürliche Rohstoffe fördern, bezeichnet er das als “Ausplünderung”, und dass er seine Truppen am 1. Mai, dem traditionellen sozialistischen Feiertag, losschickte, war sicher kein Zufall. In einer ähnlichen Stimmung predigte Morales’ Mentor Hugo Chavez, dass Reichtum Niedertracht bedeute und Armut Tugend – und wenn er auch die Heilige Schrift zur Unterstützung seiner Argumente zitieren mag, kann doch kein ernsthafter Zweifel daran bestehen, dass der Populismus in der Art von Chavez schlicht und einfach Sozialismus mit südamerikanischem Akzent ist.

Und das führt mich zu der Frage, auf die ich eingehen will: Warum ist der Sozialismus nicht tot?

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