Das DuMont-Fernsehnetzwerk

Der Wissenschaftler und Fernsehpionier Allen DuMont zeigt 1954 die erste rechteckige 21-Zoll-Farbbildröhre. Er perfektionierte die erste praktische Kathodenstrahlröhre und gründete ein Fernsehnetzwerk.

Von Andrew Hamilton, übersetzt von Deep Roots. Das Original The DuMont Television Network erschien am 4. Mai 2012 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

Vor langer Zeit gab es, ob man es glaubt oder nicht, ein viertes amerikanisches Fernsehnetzwerk zusätzlich zu den in jüdischem Besitz befindlichen CNS und NBC und dem kleineren Rivalen ABC.

Das vierte, vergessene Netzwerk war das DuMont Television Network, gegründet von einem weißen Fernsehpionier namens Allen B. Du Mont. (Sein Name wird verschiedentlich als DuMont und Du Mont geschrieben, aber niemals als Dumont. Ich habe Du Mont für den Mann verwendet und DuMont für die Namen seiner Firmen.)

Das DuMont-Netzwerk überlebte auf prekäre Weise von seiner Gründung 1946 bis zu seinem schließlichen Untergang 1955.

Die Rassendynamik der Nachkriegs-USA, bei der Juden zur Dominanz über die einheimischen weißen Einwohner aufstiegen, war ein Hauptfaktor bei DuMonts Scheitern, trotz Allen Du Monts anscheinendem Philosemitismus (als gebürtiger New Yorker beschäftigte er einige Juden in Spitzenpositionen).

Um die Zeitdauer der antiweißen Propaganda zu begreifen, der die amerikanische Öffentlichkeit durch das alles durchdringende Medium des Fernsehens ausgesetzt war, seht euch diesen Propagandaspot [1:09 min.] aus DuMonts populärer Fernsehsendung Captain Video and His Video Rangers von 1949 an. Beachtet, wie die antiweiße Botschaft in umgekehrten oder „positiven“ Begriffen formuliert wird.

Eine sorgfältige Untersuchung der Radioprogrammgestaltung und des Inhalts von Filmen seit der Zeit ihrer Anfänge würde ein ähnliches Muster offenbaren.

Am Anfang

Allen Du Mont wurde in Brooklyn, New York geboren und lebte sein ganzes Leben lang gleich außerhalb von New York City (im nördlichen New Jersey). Er begann sich als Junge intensiv für die Technologie des frühen Radios zu interessieren und entwickelte sich zu einem fähigen Elektroniktechniker, -wissenschaftler und –geschäftsmann. Als brillanter Erfinder wurde Du Mont für die Perfektionierung der Kathodenstrahlröhre anerkannt. Seine langlebigen Röhren machten den Fernsehsendebetrieb letztendlich praktikabel.

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Die Geschichte des Geldes – Teil 3

Vorwort von Osimandia: Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 3 auf der Seite xat.org. von einem unbekannten Autor. Der durch Einrückung gekennzeichnete –  und im englischen Original nicht vorhandene – Einschub ist die Übersetzung eines Artikels von Ellen Brown, der  am 19. August 2007 unter dem Titel Thinking outside the Box: How a Bankrupt Germany Solved its Infrastructure Problems auf ihrer Seite Web of Debt veröffentlicht wurde.

Der Einschub erschien mir angebracht, weil an der Stelle, wo es gerade für deutsche Leser interessant wird, der Originalartikel etwas enttäuschend oberflächlich bleibt.

Übersetzt von Osimandia. Alle Bilder und der Großteil der Links stammen nicht aus den Originaltexten, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Der erste Weltkrieg – A.D. 1914 bis 1918

Die Deutschen liehen sich Geld von der deutschen Rothschildbank, die Briten liehen sich Geld von der britischen Rothschildbank und die Franzosen liehen sich Geld von der französischen Rothschildbank.

Der amerikanische Superbänker J.P. Morgan war unter anderem auch ein Verkaufsagent für Rüstungsgüter. Sechs Monate nach Kriegsbeginn war er mit Ausgaben von 10 Millionen Dollar täglich der größte Konsument des Planeten.

Die Rockefellers und der Vorsitzende des Rats für Kriegsindustrie Bernard Baruch machten jeweils rund 200 Millionen, während Familien ihre Söhne für die blutige Front opferten; aber Profit war nicht das einzige Motiv für ihr Engagement.

Russland hatte den Plan der Geldwechsler, Amerika in zwei Hälften zu spalten, vereitelt, und verblieb das letzte große Land ohne eigene Zentralbank.

Drei Jahre nach Kriegsbeginn wurde jedoch die ganze Zarenfamilie ermordet und der Kommunismus begann. [Korrektur d.Ü.: 1917 dankte der Zar ab, ermordet wurden er und seine Familie 1919]

Zar Nikolaus II, Zarin Alexandra, Ihre Töchter Olga, Tatiana, Maria und Anastasia, sowie Kronprinz Alexej. Zusammen mit ihrem Arzt und einigen treuen Bediensteten in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1919 ermordet von einem von Jakow Jurowsky angeführten bolschewistischen Erschießungskommando.

Sie mögen es vielleicht merkwürdig finden, zu erfahren, dass die Russische Revolution auch mit britischem Geld finanziert worden war. Kapitalistische Geschäftsleute, die den Kommunismus finanzieren?

Der Autor Gary Allen erklärt es:

„Kommunismus oder genauer gesagt Sozialismus, ist keine Bewegung der unterdrückten Massen sondern eine der Wirtschaftselite.”

W. Cleon Skousen schrieb in seinem Buch The Naked Capitalist:

„Macht aus jeder Quelle neigt dazu, den Appetit auf noch mehr Macht anzuregen… Es war fast unvermeidlich, dass die Superreichen eines Tages danach streben würden, nicht nur ihr eigenes Vermögen sondern das Vermögen der ganzen Welt zu kontrollieren.

Um das zu erreichen, waren sie vollkommen gewillt, den Ehrgeiz der machthungrigen politischen Verschwörer zu füttern, die entschlossen waren, alle existierenden Regierungen zu stürzen und eine zentrale weltweite Diktatur zu etablieren. “

Extremistische Revolutionäre wurden dadurch kontrolliert, dass sie finanziert wurden, wenn sie kooperierten, und von der Finanzierung abgeschnitten wurden, wenn sie es nicht taten, wobei dann sogar manchmal ihre Gegner mit Geld ausgestattet wurden.

Wenn es Ihnen schwer fällt, das zu glauben, hören Sie einfach, was der sogenannte Diktator der jungen Sowjetunion zu sagen hatte:

„Der Staat funktioniert nicht so, wie wir es gewünscht hatten. Der Wagen gehorcht nicht. Ein Mann ist am Steuer und es sieht so aus, als ob er lenkt, aber der Wagen fährt nicht in die gewünschte Richtung. Er fährt dahin, wo andere Kräfte es wünschen.” (Wladimir Lenin zitiert nach Richard Wurmbrand: Marx and Satan)

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Die Geschichte des Geldes – Teil 2

Übersetzt von Osimandia. (Teil 1 hier)

Das 19. Jahrhundert wurde als das Zeitalter der Rothschilds bekannt, damaligen Schätzungen zufolge kontrollierten sie die Hälfte des weltweiten Vermögens. Während ihr Vermögen heute weiter ansteigt, ist es ihnen gelungen, sich unsichtbar im Hintergrund zu halten und den Eindruck zu erwecken, ihre Macht sei geschwunden. Sie verwenden den Namen Rothschild nur für einen kleinen Bruchteil der Unternehmen, die sie tatsächlich kontrollieren. Manche Autoren behaupten, dass die Rothschilds nicht nur die Bank von England übernommen haben, sondern dass sie 1816 auch hinter einer neuen privaten Zentralbank in Amerika mit dem Namen The Second Bank of The United States standen, die dem amerikanischen Präsidenten große Probleme bereitete.

Präsident Andrew Jackson – überlebte einen Mordversuch am 30. Januar 1835. Der unzurechnungsfähige Attentäter wurde in die Psychiatrie eingewiesen und nie verurteilt. Er prahlte später damit, Kontakt zu mächtigen Leuten in Europa gehabt zu haben.

Als der amerikanische Kongress dafür stimmte, die Laufzeit der Second Bank of The United States zu verlängern, machte Andrew Jackson von seinem Vetorecht Gebrauch, um das Gesetz zu Fall zu bringen. Seine Antwort gibt uns einen interessanten Einblick:

Es sind nicht nur unsere eigenen Bürger, die in den Genuss der Freigiebigkeit unserer Regierung kommen. Mehr als acht Millionen des Aktienkapitals dieser Bank werden von Ausländern gehalten … stellt eine Bank, die in ihrer Natur so wenig hat, was sie an unser Land bindet, nicht eine Gefahr für unsere Freiheit und Unabhängigkeit dar? (…)

Unsere Währung zu kontrollieren, unsere öffentlichen Gelder einzunehmen und Tausende unserer Bürger in Abhängigkeit zu halten…wären furchteinflößender und gefährlicher als eine feindliche Militärmacht. Wenn die Regierung sich darauf beschränken würde, alle gleichermaßen zu schützen, und so wie es der Himmel regnen lässt, die Hohen und Niedrigen, Reichen und Armen, gleichermaßen zu begünstigen, dann wäre das ein Segen ohnegleichen. Das Gesetz, das ich hier vor mir habe, stellt ein weitgehendes und unnötiges Abrücken von diesen gerechten Prinzipien dar.”

1832 ordnete Jackson den Rückzug der Regierungseinlagen aus der Second Bank an und legte sie stattdessen in sicheren Banken ein. Der Vorsitzende der Second Bank, Nicholas Biddle, war recht freimütig bezüglich der Macht und den Absichten der Bank, als er offen drohte, eine Depression zu verursachen, wenn die Laufzeit der Bank nicht verlängert werden würde. Wir zitieren:

„Nichts als weitverbreitetes Leid wird auf den Kongress irgendeine Wirkung haben… Unsere einzige Sicherheit ist, einen stetigen Kurs fester Restriktionen zu fahren – und ich habe keinen Zweifel, dass ein solcher Kurs letztendlich zur Wiedereinsetzung der Währung und einer neuen Laufzeit für die Bank führen wird.”

Indem er bestehende Darlehen einforderte und sich weigerte, neue auszugeben, verursachte er eine massive Depression, doch als im Jahr 1836 die Laufzeit endete, hörte die Second Bank auf zu existieren. Zu diesem Zeitpunkt machte Andrew Jackson seine zwei berühmten Äußerungen: „Die Bank versucht, mich zu töten – aber ich werde sie töten!” und „Wenn das amerikanische  Volk nur die krasse Ungerechtigkeit unseres Geld- und Banksystems verstehen würde, dann gäbe es noch vor morgen früh eine Revolution…”

Als er gefragt wurde, was der größte Erfolg seiner Laufbahn gewesen sei, antwortete Andrew Jackson ohne zu zögern „I killed the bank!” Wir werden allerdings sehen, dass dies nicht das Ende davon war, dass privater Finanzeinfluss sich als öffentlich ausgab, wenn wir uns Abraham Lincoln und den Bürgerkrieg ansehen.

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Heute „Mobilgeld“ in Afrika, morgen Bargeldabschaffung in Europa

MORGENWACHT

Von Lucifex

In der aktuellen Ausgabe 2-2017 von „Spektrum der Wissenschaft“ ist auf Seite 33 unter der Rubrik „Springers Einwürfe“ ein Beitrag von Michael Springer mit dem Titel „Überraschungen aus der Handy-Forschung“ enthalten, aus dem ich nachfolgend den Abschnitt zitiere, auf den es mir ankommt:

Der Armutsforscher Tavneet Suri vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA) und der Ökonom William Jack von der Georgetown University in Washington haben untersucht, wie sich „mobiles Geld“ – eine Form des Bezahlens mittels Handy – auf arme Haushalte und insbesondere auf die Stellung der Frauen auswirkt (Science 354, S. 1288-1292, 2016).

In einem Entwicklungsland wie Kenia gibt es wenige Bankfilialen und -automaten, aber dafür besitzt praktisch jeder noch so bettelarme Haushalt mindestens ein Mobiltelefon – und regelt seine Finanzen zunehmend bargeldlos, indem er von speziellen Prepaidkarten Guthaben im Handy speichert, die er bei Bedarf per Textnachricht an andere Nutzer übertragen kann…

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Warum die meisten Hocherfolgreichen Männer sind (und warum wir uns sexuellen Egalitarismus nicht leisten können)

Von F. Roger Devlin; Original: Why Most High-Achievers Are Men (& Why We Cannot Afford Sexual Egalitarianism), erschienen am 2. November 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Übersetzung: Lucifex

kaine-smart-and-sexy

Roderick Kaine

Smart and SeXy: The Evolutionary Origins and Biological Underpinnings of Cognitive Differences between the Sexes

London: Arktos Media, Ltd., 2016

Roderick Kaine, der zuvor unter dem Namen Atavisionary für die neoreaktionäre Bewegung geschrieben hat, ist ein Amerikaner, der als Biochemiker ausgebildet wurde. Sein erstes Buch, das nun von Arktos erhältlich ist, ist sowohl eine auf Genetik beruhende Erklärung der kognitiven Unterschiede zwischen den Geschlechtern als auch eine Demonstration, dass die wirtschaftlichen und demographischen Kosten des sexuellen Egalitarismus die Zerstörung der westlichen Zivilisation herbeiführen wird, falls diese Ideologie nicht aufgegeben wird.

Es gibt mehrere gut belegte Unterschiede in der kognitiven Funktion zwischen Männern und Frauen. Erstens scheinen erwachsene Männer eine Überlegenheit im durchschnittlichen IQ von drei bis fünf Prozentpunkten gegenüber Frauen zu haben. Zweitens gibt es, was wichtiger ist, einen viel breiteren Variationsbereich bei der männlichen Intelligenz, wobei mehr Männer sich auf den höchsten und niedrigsten Niveaus befinden und Frauen dazu tendieren, sich in der Mitte zu gruppieren. Drittens neigen Frauen zu größerer verbaler Fähigkeit, während Männer eine größere mathematische Fähigkeit und eine viel größere räumlich-visuelle Fähigkeit haben.

Eine Folge dieser Unterschiede ist, dass Männer unter den sehr Erfolgreichen im Ingenieurswesen und in den harten Wissenschaften gegenüber den Frauen stark in der Überzahl sind, ein Umstand, der in den Worten des Autors „unter manchen Frauen ein erstaunliches Maß an Neid hervorruft.“ Komplizierte, aber nicht überzeugende Theorien, die sich um Diskriminierung und „Bedrohung durch Stereotypen“ drehen, sind ausgearbeitet worden, um diese Unterschiede zu erklären und eine Vorzugsbehandlung von Frauen in diesen Bereichen zu rechtfertigen.

Jedoch können diese Unterschiede in der kognitiven Fähigkeit leicht durch das Studium des menschlichen Gehirns erklärt werden. Männliche Gehirne sind insgesamt um 8 bis 10 Prozent größer als weibliche Gehirne, und die Berücksichtigung der Unterschiede in der Körpergröße beseitigt den Unterschied nicht. Der Korrelationskoeffizient zwischen Gehirngröße und IQ beträgt etwa 0,35 und 0,4, wenn die genauesten Messtechniken verwendet werden. Ein Bereich, der untere Parietallappen, ist bei Männern um 25 Prozent größer. Das männliche Gehirn enthält auch etwa 15 bis 16 Prozent mehr Neurone als das weibliche.

Männer haben einen bedeutend größeren Gehirnanteil an weißer Substanz als Frauen, und Frauen haben mehr graue Substanz als Männer. Ohne Berücksichtigung der allgemeinen Volumensunterschiede haben Männer jedoch etwa dieselbe Menge an grauer Substanz wie Frauen, und die männliche Überlegenheit bei der weißen Substanz ist noch größer.

Während des fötalen Stadiums fördert Testosteron eine Asymmetrie zwischen den Hirnhälften, indem es die Entwicklung der linken Hälfte verzögert. Dies ermöglicht die vollere Entwicklung der männlichen rechten Hirnhälfte, die mit der räumlich-visuellen Verarbeitung zu tun hat. Umgekehrt bedeutet der niedrigere fötale Testosteronspiegel bei Frauen, dass sich die linke Hirnhälfte früher und besser entwickelt und ihnen einen relativen Vorteil bei der verbalen Intelligenz verschafft. Beim Broca-Areal, ein Bereich der linken Hirnhälfte, der mit der Sprachverarbeitung zu tun hat, ist auch beobachtet worden, dass es bei Frauen mehr graue Substanz enthält und besser durchblutet ist als bei Männern. Dies deutet darauf hin, dass die Sprachzentren bei Frauen mehr zur allgemeinen Intelligenz (g) beitragen als bei Männern.

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Der Mensch lebt nicht artgerecht

Ein Interview mit Prof. Dr. Franz Wuketits, aus „bild der wissenschaft“ 8-2013. Das Interview führte Nadine Eckert.

Prof. Dr. Franz M. Wuketits:

Der gebürtige Österreicher (*1955) hat an der Universität Wien Philosophie, Zoologie, Paläontologie und Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1980 lehrt er dort am Institut für Philosophie. Sein Schwerpunkt ist die Philosophie der Biowissenschaften. Er ist Autor von rund 40 Büchern. In seinem neuen Werk „Zivilisation in der Sackgasse“ plädiert er für eine Entschleunigung der Zivilisation und mehr Eigenverantwortung für den mündigen Bürger.

DER MENSCH LEBT NICHT ARTGERECHT

Tierschützer, Öko-Verbände und Medien – alle fordern eine artgerechte Tierhaltung. Doch wer kümmert sich eigentlich darum, wie Menschen leben?

bdw: Herr Professor Wuketits, was hat uns Menschen aus dem Tritt gebracht?

Franz M. Wuketits: Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich unsere Zivilisation insbesondere im Bereich der Technologie mit atemberaubendem Tempo entwickelt. Die Menschen sind durch diese fatale Beschleunigung überlastet. Berufs- und Alltagsleben verlangen vom Einzelnen oft ein Tempo und eine Flexibilität, die dem Menschen als Art nicht entsprechen. Dazu kommt, dass der Mensch die längste Zeit seiner Entwicklungsgeschichte in relativ kleinen, überschaubaren Gruppen gelebt hat – er ist das geborene Kleingruppenwesen. Unser Verhalten war über Jahrmillionen darauf abgestellt, in Gruppen von maximal 100 Individuen zu leben, in denen jeder jeden kennt. Auf anonyme Massengesellschaften und das Leben in riesigen Städten sind wir nicht vorbereitet.

Wäre denn ein Leben in Kleingruppen heutzutage überhaupt noch möglich?

Wir können unsere Großstädte natürlich nicht auflösen, doch wir können auch innerhalb der Großstädte kleinere Einheiten bilden. Wien ist dafür ein gutes Beispiel: Hier heißt das „Grätzel“ – ein paar Häuserblocks, nicht wesentlich mehr. In meinem Grätzel kenne ich die meisten Leute zwar nicht persönlich, aber ich begegne vielen von ihnen fast täglich: der Kellnerin im kleinen Café um die Ecke, dem Tabakhändler gegenüber, dem Buchhändler zwei Gassen weiter. Im kleinen Café kennt man meine Gewohnheiten, ich wechsle mit der Kellnerin ein paar nette Worte, ein anderer Gast nickt mir freundlich zu, bevor er sich wieder in seine Zeitung vertieft. Das verschafft allen Beteiligten ein gewisses Gefühl der Sicherheit und Vertrautheit.

Der Mensch gilt als sehr flexibel. Kann er sich nicht an die neuen Entwicklungen anpassen?

Das ist nur begrenzt möglich. Wir gehen heute in der Evolutionsbiologie davon aus, dass sich Organismen im Allgemeinen nicht einfach an ihre Außenwelt anpassen, sondern dass ihre Evolution wesentlich von „inneren Bedingungen“ abhängt – also von Konstruktions- und Funktionsbedingungen. Plakativ gesagt: Lebewesen haben bei ihrer Evolution ein Wörtchen mitzureden, und nicht allein die Umwelt bestimmt, wohin es geht. Organismen sind keine passiven Gebilde, die sich auf Gedeih und Verderb an irgendeine beliebige Umwelt anpassen. Die steigende Zahl an psychischen Erkrankungen spricht eine deutliche Sprache – in den westlichen Ländern ist mehreren Untersuchungen zufolge schon etwa ein Viertel der Bevölkerung davon betroffen. Wie gut sich der Mensch anpassen kann, hängt auch davon ab, wie viel Zeit ihm zur Verfügung steht.

Inwiefern?

Der technologischen Zivilisation weniger Jahrhunderte stehen fünf Millionen Jahre Naturgeschichte gegenüber. Eigentlich ist die uns heute beherrschende Technologie kaum 100 Jahre alt, die modernen Kommunikationstechnologien wie Internet und Handys gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten. Unser Gehirn aber hat sich – da sind sich Anthropologen, Evolutionsbiologen und Hirnforscher einig – in den letzten 30.000 Jahren nicht mehr nennenswert verändert. Es ist also nicht an die heutige Zeit angepasst, sondern lebt gewissermaßen noch in der Steinzeit.

Wir können aber nicht zurück in die Steinzeit…

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Star Trek: Beyond

Star Trek Beyond

Von Trevor Lynch (Greg Johnson) (Original: Star Trek: Beyond, erschienen am 24. August 2016 auf Counter-Currents Publishing. Übersetzung: Lichtschwert

Ich habe eine Menge Star Trek auf der Leinwand und auf dem Bildschirm gesehen, und aus der Perspektive des mittleren Alters erscheint es als eine schreckliche Zeitverschwendung. Kürzlich sah ich mir eine Anzahl von Episoden der Originalserie an, die ich seit der Kindheit nicht mehr gesehen hatte, und fand sie recht grindig und oft lächerlich. Meine Gefühle über die ursprüngliche Darstellerriege kamen an die Oberfläche, als ich Walter Koenig in einer Episode von Babylon 5 auftreten sah (ja, es war schauderhaft, aber ich gab ihm eine Chance!) und herausplatzte: „Die Science Fiction wird nicht sicher sein, bis all diese Leute tot sind.“

Ja, mir gefiel Die nächste Generation ab Staffel Drei. Aber meine Lieblingsserie war Voyager. Trotz der lächerlich politkorrekten Besetzung hatte Voyager einfach exzellente Geschichten. Ich fand die Borg, die in beiden Serien stark vorkamen, als eine der fantasievollsten Schöpfungen des Star-Trek-Universums. Deep Space Nine war einen einzelnen Durchlauf wert, aber Enterprise war eine große Enttäuschung, obwohl der Handlungsbogen der dritten Staffel interessant war. Ich bezweifle, daß ich mir die Mühe machen werde, eine neue Serie anzusehen, sollte eine herauskommen.

Was die Filme betrifft, so war das Beste des ersten Films Jerry Goldsmiths wunderbare Musik. Nur Der Zorn des Khan und Auf der Suche nach Mr. Spock sehen nach mehr als aufgefetteten Fernsehepisoden aus. Der vierte und der fünfte Film waren lächerlich. Keiner der Next-Generation-Filme machte viel Eindruck. Tatsächlich denke ich, daß ich einen oder zwei davon gänzlich ausgelassen habe. Dann kam Jar Jar Abrams‘ inkompetenter Leinwand-Reboot der Originalserie, einschließlich seines völlig unnötigen Remakes von Der Zorn des Khan. Und nun haben wir den dreizehnten Film in dem Franchise, Star Trek: Beyond, mit dem chinesischen Regisseur Justin Lin am Ruder.

Beyond ist der visuell eindrucksvollste Star-Trek-Film aller Zeiten. Aber das blendende Spektakel unterstreicht nur die Hohlheit der Handlung. Der Schurke, Krall, ist ein Sternenflottencaptain, der hundert Jahre lang auf einem Wüstenplaneten festsaß und aus irgendeinem Grund die Gestalt eines Außerirdischen angenommen hat und sich dann genauso unerklärlich in einen Menschen zurückverwandelt.

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Der Weg der Familie

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Family Way erschien am 1. Mai 2009 auf The Occidental Quarterly Online und am 28. November 2010 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right. Dieser Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Carlson

Allan C. Carlson

Third Ways: How Bulgarian Greens, Swedish Housewives, and Beer-Swilling Englishmen Created Family-Centered Economies – And Why They Disappeared

(„Dritte Wege: Wie bulgarische Grüne, schwedische Hausfrauen und biersaufende Engländer familienzentrierte Volkswirtschaften schufen – und warum sie verschwanden“)

Wilmington, Delaware: ISI Books, 2007

Die Wirtschaftswissenschaft ist von außen betrachtet solch ein imposantes Gebäude – mit ihrem technischen Drum und Dran, ihren Bibliotheken voller Bücher und Journale, ihren Stiftungsprofessuren und internationalen Konferenzen, ihren Spezialitäten und Subspezialitäten – daß der Laie vielleicht zögert, die Zeit von Experten mit Fragen über solch eine unbedeutende Sache wie die Familie in Anspruch zu nehmen. Wie Allan Carlson jedoch erzählt (S. 35 – 38), wäre solch eine Ehrerbietung gegenüber der beruflichen Expertise des Ökonomen fehl am Platz: die natürliche Familie ist seit mehr als zweihundert Jahren ein Stolperstein sowohl für die Wirtschaftswissenschaft als auch für die politischen Entscheidungsträger geblieben.

Adam Smith und David Ricardo drückten vorsichtigen Optimismus aus, daß ein unbehinderter Arbeitsmarkt dem gewöhnlichen arbeitenden Mann einen ausreichend großen Lohn bieten würde, um zu heiraten und ein paar Kinder großzuziehen; aber keiner der beiden behauptete, die Notwendigkeit dessen bewiesen zu haben. Radikale wie Marx und Engels fochten die Idee bald an und behaupteten, daß der Kapitalismus die Arbeit in ein gewöhnliches Gut verwandle, das Frauen und Kinder zu einem Bruchteil des Preises erwachsener Männer an Kapitalisten verkaufen könnten. Die traditionelle Autonomie und Solidarität der Familie würde dadurch der industriellen Effizienz und dem faustischen Streben nach Profiten zum Opfer fallen. Später stimmten liberale Ökonomen wie J. S. Mill und Alfred Marshall den Marxisten zu, daß die kapitalistische Marktwirtschaft der Familie kein natürliches Entgegenkommen bietet.

Die Marxisten scheinen auch recht damit zu haben, daß der Verlust der Familienautonomie durch Lohnkonkurrenz eine Entwicklung ist, die für den Kapitalismus spezifisch ist. Alexander Tschajanow, das Thema von einem von Carlsons Kapiteln, studierte die vorindustrielle Wirtschaft von Bauernfamilien und protestierte, daß die Durchsetzung von Konzepten wie Löhne und Kapital in der Agrarproduktion willkürlich und prokrustisch sei. Die Bauernfamilie produzierte für den Gebrauch statt für den Profit; ihr Arbeitsmuster war nicht durch Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern durch natürliche biologische Rhythmen: die periodische Wiederkehr der Jahreszeiten, Aussaat und Ernte; der menschliche Lebenszyklus von Geburt, Fortpflanzung und Tod. Das analytische Schema der modernen Ökonomie, das eine fundamentale Unterscheidung zwischen Kapital und Arbeitskraft voraussetzt, ist daher keine Hilfe bei der Aufklärung dessen, was in bäuerlichen Haushalten vorgeht (S. 72 – 73).

Die „Dritten Wege“, die im vorliegenden Buch beschrieben werden, waren Programme, die dazu bestimmt waren, die natürliche Familie – bäuerliche oder andere – vor der Auflösung durch die Marktkonkurrenz zu schützen. Das Buch besteht aus sieben Kapiteln von etwa zwanzig oder dreißig Seiten, wovon jedes einem „dritten Weg“ gewidmet ist. Dazu gehören Programme wie die Wiederherstellung der vollen Familienlandwirtschaft, andere, die nur für Eigenheimbesitz und ein bescheidenes Maß von Produktion im Haushalt werben, und noch andere, die bloß einen Lohn für Väter garantieren sollen, von dem sie Familien erhalten können.

Es mag vielleicht auf den ersten Blick paradox erscheinen, daß Familien überhaupt wirtschaftlich schlechter dran sein könnten, wenn sie ein zweites Einkommen haben anstatt nur eines. Aber dies ist ein klassisches Beispiel für das, was Logiker den Fehlschluß vom Teil aufs Ganze nennen. Der geht so: Wenn in einem Baseballspiel eine aufregende Spielphase stattfindet, springen alle Fans auf die Füße, um besser zu sehen. Sehen sie wirklich besser? Im Durchschnitt nicht. Wenn nur ein Fan aufstehen würde, dann hätte er eine bessere Sicht als zuvor; aber wenn alle aufstehen, ist die allgemeine Sicht nicht besser als zuvor. Analogerweise verbessert eine einzelne Frau, die unter die Erwerbstätigen geht, zweifellos ihre eigene materielle Situation; aber wenn die große Masse der Frauen erwerbstätig wird, dann ist der allgemeine Effekt bloß, daß der Arbeitsmarkt übersättigt wird, was die Löhne für alle hinunterdrückt. Schon 1825 erklärte ein Leitartikel in einer britischen Zeitung:

Die arbeitenden Männer dieses Landes sollten zu dem guten alten Plan zurückkehren, ihre Ehefrauen und Kinder vom Lohn ihrer eigenen Arbeit zu erhalten, und sie sollten Löhne fordern, die für diesen Zweck hoch genug sind. Indem sie das tun, werden die Kapitalisten den Männern allein dieselben Löhne zahlen müssen, die sie jetzt Männern, Frauen und Kindern geben. Die Arbeiter müssen ihre Frauen und Kinder daran hindern, auf dem Markt mit ihnen zu konkurrieren und den Preis für Arbeitskraft zu drücken. (S. 38)

Kein „Gesetz der Ökonomie“ verhindert eine solche Isolation von Frauen und Kindern vom Arbeitsmarkt. Alle Gesellschaften behandeln bestimmte Dinge, die sie besonders schätzen, als extra commerciam – als außerhalb des Bereichs des Marktaustauschs liegend. Es muß zum Beispiel keinen Markt für Rindfleisch in einem Land geben, in dem Kühe als heilig betrachtet werden. Oder: solange es einen Markt für Sklaven gab, unterlagen sie demselben Gesetz von Angebot und Nachfrage wie jedes andere Gut; aber dieser Markt konnte abgeschafft werden, und er wurde es auch. In ähnlicher Weise muß es keinen Markt für weibliche Arbeitskraft in einem Land geben, welches das häusliche Leben und die Familiensolidarität höher schätzt als die maximale industrielle Effizienz. Außer unter seltenen Umständen extremer Armut – z. B. wo die Lohnarbeit von Frauen oder Kindern vielleicht notwendig ist, damit jeder in einer Familie angemessen essen kann – kann jede Gesellschaft so viel Familienautonomie genießen, wie sie mit solcher Effizienz zu bezahlen gewillt ist. Befürworter familienzentrierter „dritter Wege“ glauben, daß solch ein Tausch die Sache wert ist; manche werden vielleicht widersprechen, aber es liegt keine ökonomische Absurdität in der Idee.

Falls Ihnen heute der Begriff „Familienlohn“ überhaupt geläufig ist, dann zeigen Sie damit Ihr Alter. Und doch, schreibt Carlson, „dominierte dieses Ideal die Arbeitsziele in der ganzen nordatlantischen Region von der Mitte des neunzehnten bis durch die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und hatte meßbare Auswirkungen auf die Löhne und den Arbeitsmarkt.“ Während Industrielle fast ohne Ausnahme das „Recht“ armer Frauen befürworteten, zu arbeiten (und die Löhne der Männer zu drücken), empfanden Ehemänner der Arbeiterklasse anders. Sie kämpften für Löhne und gewannen sie, die es ihren Frauen ermöglichten, bei den Kindern zu Hause zu bleiben. Zum Beispiel wurden in Britannien zwischen 1842 und 1914 „ von der Arbeiterklasse beträchtliche Gewinne an materiellen Standards erreicht, begleitet von der Bewegung von Frauen weg von der Lohnarbeit hin zu häuslicher Betätigung.“ In ähnlicher Weise gab es in Belgien „zwischen 1853 und 1891 eine gründliche Umwandlung des Familienlebens von Arbeitern, die auf einem Rückzug verheirateter Frauen aus dem Arbeitsmarkt und einem dramatischen Anstieg der Realeinkommen von Männern beruhte“ (S. 44). Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie das nächste Mal eine Feministin selbstgefällig die „Unmöglichkeit“ behaupten hören, zu den Zeiten zurückzukehren, wo der Platz einer Frau im Haus war.

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Häusliche Ökonomie, Teil 5

Abbott Handerson Thayer, 1849–1921, „Virgin Enthroned,“ 1891

Abbott Handerson Thayer, 1849–1921, „Virgin Enthroned,“ 1891

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Home Economics, Part 5 erschien am 3. Juni 2011 auf Counter-Currents Publishing. Dieser fünfteilige Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Zuvor erschienen: Häusliche Ökonomie, Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4

Teil 5 von 5

  1. Absichtliche Erosion der männlichen Rolle durch den Feminismus

Zu diesen wesenhaften männlichen Nachteilen am modernen Arbeitsplatz müssen jene hinzugefügt werden, die direkt vom Feminismus geschaffen wurden.

Der britische Philosoph C. E. M. Joad charakterisierte einst die kulturelle Dekadenz als „ein Zeichen der Tendenz des Menschen, seine Position im Universum mißzuverstehen, eine erhabenere Sicht auf seinen Status und seine Aussichten einzunehmen, als die Tatsachen rechtfertigen, und die Führung seiner Gesellschaften und die Planung seiner Zukunft auf der Grundlage dieses Mißverständnisses vorzunehmen.“ [14] Den Feminismus könnte man in diesem Licht nützlicherweise als die Dekadenz der europäischen Frauenschaft sehen. Es kann nur solch ein Größenwahn gewesen sein, der Frauen ohne Erfahrung in der Welt der Industrie dazu verleitete, ihr „Recht“ auf eine Karriere zu behaupten – womit in Wirklichkeit eine leichte und erfolgreiche Karriere gemeint ist. Sie stellten sich vor, wie sie mit auf Mahagonischreibtische hochgelegten Füßen katzbuckelnden männlichen Untergebenen Befehle zubellen und dafür mit fetten Gehaltsschecks und Prestige belohnt werden.

Das praktische Ergebnis der lauten Verkündung, daß Karrieren nun für Talente geöffnet werden, besteht darin, wie Studenten der „Bürgerrechtsbewegung“ wissen, daß riesige Horden ehemals zufriedener Mittelmäßiger sich für talentiert zu halten beginnen. Wenn sie in ihren Bemühungen scheitern, fühlen sie sich betrogen, nehmen an, daß jemand anders schuld sein muß, und rufen nach Bestrafung.

Die leichtgläubigen Frauen, die auf Drängen der Feministinnen ins Erwerbsleben eintraten, entdeckten schnell, daß es ihnen nicht sehr gefiel (trotz der oben aufgezählten weiblichen Vorteile). Die Arbeit stellte sich als… nun, eine Menge Arbeit heraus. Ihre Reaktion auf die gebrochenen Versprechungen des Feminismus bestand jedoch nicht darin, den Ideologinnen vorzuwerfen, daß sie sie gemacht oder sie dazu gebracht hatten, an sie zu glauben; sie bestand darin, Männern die Schuld zu geben. Männer mußten einfach die Arbeitswelt umkonstruieren, bis Frauen sie „erfüllend“ fanden. Und der Feminismus sollte wieder die Richtung weisen. (Eine der größten Stärken der Bewegung ist diese Fähigkeit gewesen, politisch von ihren eigenen Fehlschlägen zu profitieren.)

Es wäre schwierig, die Zahl der Gesetze und Vorschriften zu berechnen, die in den letzten drei Jahrzehnten im Hinblick auf die Bequemlichkeit arbeitender Frauen verkündet wurden. Und obwohl Feministinnen die Vorschläge formuliert haben, sind es großteils Männer, die sie eingeführt und durchgesetzt haben – ohne Zweifel in der heiteren Zuversicht, daß die neuen Regeln nur gegen schlechte Männer benutzt werden konnten. Aber ich fürchte, Frauen sind keine Ausnahme von der Regel, daß Macht korrumpiert, und wenige von ihnen zögern, die neuartigen rechtlichen Schutzbestimmungen in dem Moment in Waffen zu verwandeln, wo sie spüren, daß es zu ihrem persönlichen Vorteil sein könnte.

An meinem eigenen Arbeitsplatz sind Plakate gut sichtbar ausgehängt, die Frauen über eine gebührenfreie Nummer informieren, die sie anrufen können, falls ihnen irgendetwas nicht gefällt, das ein männlicher Mitarbeiter tut oder sagt. Es gibt offensichtlich keine äquivalente Nummer für Männer; aber selbst wenn es eine gäbe, ist es nicht schwer zu sehen, welches Geschlecht mehr dazu neigt, sich zu beklagen. Andere Plakate warnen Männer davor, irgendwelche Kritik, selbst beiläufig und informell, über die Arbeitsleistung einer Frau zu äußern.

Jeder weiß, was vorgeht, aber niemand sagt etwas. Die Frauen haben alle die Geschichten über die 6 Millionen Dollar teuren Streitvergleichszahlungen wegen Belästigung gelesen und rechnen sich aus, daß das besser ist, als für 17 Dollar die Stunde zu arbeiten. Sie halten ihre Augen offen nach Gelegenheiten. Der durchschnittliche Konzernmanager wird ohne zu zögern einen anderen männlichen Angestellten verraten (und selbstzufrieden als Verteidiger der Frauenschaft posieren, der Unrecht zugefügt wurde), um einen Prozeß zu vermeiden, und sowohl männliche als auch weibliche Angestellte wissen es.

„Geschlechtergleichstellungsziele“, direkte Bevorzugungen für Frauen bei Einstellungen und Beförderungen, werden von Konzernen aufgestellt, um zu vermeiden, von der EEOC [Equal Employment Opportunity Commission – Kommission für Chancengleichheit am Arbeitsplatz] vor Gericht gezerrt zu werden. Die öffentliche Vorspiegelung ist, daß Frauen am Arbeitsplatz vordringen; in Wirklichkeit werden sie künstlich auf den Rücken von Männern hochgehievt. Einer der meiner Meinung nach widerlichsten Aspekte der Situation ist die zuckersüße Rhetorik, die überall benutzt wird, um eine Realität der Einschüchterung, Feigheit und Ungerechtigkeit zu verdecken.

Die Feministinnen haben zweifellos große Fortschritte zur Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele gemacht. Die Löhne von ganzjährig beschäftigten männlichen Vollzeitarbeitern sind in den Vereinigten Staaten seit 1973 flach geblieben. In diesem Jahr betrugen die Löhne vollzeitarbeitender Frauen 57 Prozent von denen der Männer; um 2005 „verdienten“ sie (sozusagen) 77 Prozent so viel wie Männer. [15] Die Männer brauchen dieses Geld natürlich, um Familien zu gründen oder zu erhalten; die Frauen nicht.

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Häusliche Ökonomie, Teil 4

Arnold Böcklin, „Vita Somnium Breve,“ 1888

Arnold Böcklin, „Vita Somnium Breve,“ 1888

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original Home Economics, Part 4 erschien am 2. Juni 2011 auf Counter-Currents Publishing. Dieser fünfteilige Essay ist auch in F. Roger Devlins Buch „Sexual Utopia in Power“ enthalten, das bei Counter-Currents erhältlich ist.

Zuvor erschienen: Häusliche Ökonomie, Teil 1, Teil 2 und Teil 3

Teil 4 von 5

  1. Konsequenzen der „unbegrenzten Wahlmöglichkeit“

Zu den meisten linken Utopien gehört der Genuß all der Vorteile enggestrickter Gemeinschaften, während man nichts von den Kosten an individueller Freiheit bezahlt, die solche Gemeinschaften erfordern. Dementsprechend schlagen Feministinnen vor, Frauen von „häuslicher Fronarbeit“ zu befreien und diese durch uneingeschränkte persönliche Wahlfreiheit zu ersetzen. Aber die Fronarbeit der Ehe und deren Pflichten sind ganz offensichtlich die unverzichtbare Grundlage der Familie, des Modells und der Quelle jeder echten Gemeinschaft.

Es ist wahr, daß es selbst bei der Ehe ein gewisses Maß an freier Wahlmöglichkeit gibt: eine Frau kann wählen, ob und in gewissem Ausmaß wen sie heiraten wird. Aber sobald eine Frau ihre Wahl trifft, indem sie das Gelübde ablegt und den Bund eingeht, hat sie eben dadurch keine Wahl mehr (so wie man nicht einen Kuchen essen und zugleich behalten kann). In anderen Worten, die Ehe ist ein nicht rückzahlbares Einwegticket. Ihr Ehemann ist ihre Wahl, selbst falls er sie schließlich auf bestimmte Arten verärgert, so wie es alle sterblichen Ehemänner zwangsläufig tun müssen. Wenn eine Frau sich ihre Partnerwahl für immer offenhält, nennt man das „Altjüngferlichkeit“.

Letztendlich ruhen die Fantasien des Feminismus und der sexuellen Befreiung auf einer metaphysischen Verwirrung, die man die Verabsolutierung der Wahlfreiheit nennen könnte. Die Illusion ist die, daß man der Gesellschaft irgendwie befehlen könnte, Frauen Wahlfreiheit zu ermöglichen, ohne dadurch ihre zukünftigen Optionen zu vermindern. Geburtenkontrolle, Abtreibung, die Entstigmatisierung von unehelichem Geschlechtsverkehr und Lesbentum, das „Recht“ auf eine Karriere, willkürliche und einseitige Scheidung – all diese sind gegenüber Frauen als Wege zur Erweiterung ihrer Wahlmöglichkeiten beworben worden.

Nun, ich bin dafür, Frauen all die Wahlmöglichkeiten zu geben, die sie verkraften können. (Gegenwärtig denke ich, daß sie eher mehr als das haben.) Aber eine sorgfältige Analyse wird offenbaren, daß der Begriff unterschiedliche und teils widersprüchliche Bedeutungen hat, die nicht in jedem Zusammenhang gleichermaßen anwendbar sein mögen. Wahlmöglichkeit ist keine einzelne Sache, die unbegrenzt ohne Preis erweitert werden kann, und es kann gezeigt werden, daß ein trügerisches Mehr davon in einem Bereich die Verringerung der eigenen Möglichkeiten in einem anderen nach sich zieht.

Ein völlig legitimer Sinn des Auswählens ist zu tun, was man möchte. Wenn wir zum Beispiel ersucht werden, eine Geschmacksrichtung von Eiscreme auszuwählen, dann ist alles, was gemeint ist, eine Entscheidung darüber, was uns im Moment am angenehmsten wäre. Dies deshalb, weil die Alternative zwischen Schokolade oder Erdbeere keine tiefen, langfristigen Konsequenzen beinhaltet. Aber nicht alle Entscheidungen können so sein.

Bedenken Sie zum Beispiel die Berufswahl eines jungen Mannes. Einer der Zauber der Jugend ist, daß sie eine Zeit ist, in der die Möglichkeit die Wirklichkeit überschattet. Man könnte ein Gehirnchirurg werden, oder ein Bergsteiger, oder ein Dichter, oder ein Staatsmann, oder ein Mönch. Es ist natürlich und gut, wenn Jungen von all dem Verschiedenen träumen, das sie werden könnten, aber solche Tagträume können eine gefährliche Illusion züchten: daß dort, wo immer noch alles möglich ist, alles möglich sein wird. Das trifft nur im Fall trivialer und belangloser Angelegenheiten zu. Es ist möglich, alle 31 Geschmacksrichtungen von Baskin-Robbins an 31 aufeinanderfolgenden Tagen durchzukosten. Aber es ist nicht möglich, ein Gehirnchirurg und ein Bergsteiger und ein Dichter und ein Staatsmann und ein Mönch zu werden. Ein Mann, der das versucht, wird nur in allen seinen Bestrebungen scheitern. Der Grund dafür ist natürlich, daß wichtige Unternehmungen sehr viel Zeit und Einsatz erfordern, aber die Männer, die sie unternehmen, sterblich sind.

Für jede Möglichkeit, die wir verwirklichen, wird es hundert geben, die wir für immer unverwirklicht lassen müssen; für jeden Weg, für den wir uns entscheiden, wird es hundert geben, die wir für immer aufgeben müssen. Die Notwendigkeit, in diesem Sinne eine Wahl zu treffen, ist das, was dem menschlichen Leben viel von seiner Ernsthaftigkeit und Schmerzlichkeit gibt. Diejenigen, die von einer Sache zur anderen treiben, unfähig, zu einer Entscheidung zu kommen oder irgendetwas von dem zu vollenden, was sie begonnen haben, enthüllen dadurch, daß sie eine wesentliche Wahrheit über das Menschsein nicht begreifen. Sie sind wie Kinder, die nicht erwachsen werden wollen.

Die sexuellen Wahlentscheidungen einer Frau sind analog jenen eines Mannes hinsichtlich seiner Berufung. Sie können grundsätzlich nicht so leicht und umkehrbar gemacht werden wie die Wahl der Geschmacksrichtung von Eiscreme. Aber sie so zu machen, ist das, was der Feminismus und die sexuelle Befreiung zu tun versuchen. Das zugrundeliegende Motiv scheint genaugenommen eine Furcht vor schwierigen Entscheidungen und ein Wunsch zur Beseitigung ihrer Notwendigkeit zu sein. Zum Beispiel braucht eine Frau nicht über die Qualifikationen eines Mannes als Vater ihrer Kinder nachzudenken, wenn eine Pille oder ein routinemäßger medizinischer Eingriff diese Möglichkeit beseitigen kann. Es gibt keinen Grund, sorgfältig die Alternative zwischen Karriere und Ehe abzuwägen, wenn die Mutterschaft sicher bis zum Alter von 40 Jahren aufgeschoben werden kann (wie es eine große Zahl von Frauen jetzt anscheinend glaubt). Was wir hier haben, ist nicht ein klarer Gewinn im Ausmaß der Wahlfreiheit, sondern eine Verlagerung von einem Sinn des Wortes zu einem anderen – von ernsthafter, auf Nachdenken beruhender Bindung dazu, daß man bloß tut, was man zu jedem bestimmten Zeitpunkt möchte. Wie der Dilettant, der sich in fünf verschiedenen Berufen versucht, ohne endlich einen zu ergreifen, möchte sich die befreite Frau all ihre Optionen für immer offen halten: sie möchte die ewige Jugend.

Der Versuch zur Verwirklichung eines Utopia der grenzenlosen Wahlfreiheit in der realen Welt hat bestimmte vorhersehbare negative Folgen: insbesondere macht er die Erfahrung der Liebe für Frauen zu einer des wiederholten Scheiterns. Die befreite Frau, die sowohl die engagierte Ehe als auch die entschiedene Ehelosigkeit ablehnt, treibt hinein und hinaus in eine Reihe von etwas, das „Beziehungen“ genannt wird, wobei sie ihren Mann entweder verläßt oder von ihm verlassen wird (ihrer Meinung nach ist es in beiden Fällen seine Schuld). Ein beliebter deutscher Roman, der dieses Verhaltensmuster satirisch behandelt, trägt den Titel Beim nächsten Mann wird alles anders. [12]

Die Lektion, die solche Erfahrungen unvermeidlich lehren, ist, daß Liebe nicht andauert, daß Menschen nicht verläßlich sind, daß man am Ende nur sich selbst hat, daß die vorausschauende Klugheit diktiert, immer nach der Nummer Eins zu suchen. Und das wiederum zerstört die Großzügigkeit, die Loyalität und das Vertrauen, die unverzichtbar sind, wenn Liebe gelingen und andauern soll.

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